Vom Dorfschullehrer zum größten Skiverleiher der Region Basel

Seit mehr als 30 Jahren verleiht Fridolin Karrer (73) mit großem Erfolg Alpinund Langlaufskis sowie Snowboards an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Rund 30 000 Paar Alpinskis, 5 000 Snowboards und 1 000 Paar Langlaufskis inkl. Bindungen, Schuhe und Stöcke warten jedes Jahr auf begeisterte Wintersportler aus der Region Basel und sogar aus dem nahen Ausland. Eine Erfolgsstory, die in der kleinen Gemeinde Brislach (BL) ihren Anfang nahm.

Interviewpartner Fridolin Karrer, Besitzer von Sportshop Karrer in Laufen. (CH). Fotos: Wintersteiger Schweiz

MM-FRAGE: „Vom Dorfschullehrer zum größten Skiverleiher der Region – eine fast unglaubliche Erfolgsgeschichte. Wie ist sie entstanden?”Karrer: „Angefangen hat alles im Jahr 1965. Als damaliger Lehrer in der Gemeinde Brislach (BL) unterrichtete ich Schüler, die zwar gerne ins traditionelle Skilager gehen wollten, aber weder über eine geeignete Skiausrüstung noch über die finanziellen Mittel dafür verfügten. Ich habe deshalb begonnen, Skis, Schuhe und Stöcke zu sammeln und zusammen mit Helfern aus der Region die ersten Skitage zu organisieren. So erinnere ich mich an eine Fahrt ins nahe Skigebiet mit Traktor und Wagen.”MM-FRAGE: „Hatten Sie damals schon ein Sportgeschäft”?Karrer: „Zu diesem Zeitpunkt von einem Sportgeschäft zu sprechen, wäre übertrieben. In den Räumlichkeiten eines alten Bauernhauses habe ich eine Werkstatt eingerichtet und die gesammelten Skiausrüstungen auf Vordermann gebracht. Ich kann mich noch gut erinnern, wie bei meiner ersten Bandschleifmaschine im Winter zunächst das Wasser aufgetaut werden musste, um die Skis entsprechend bearbeiten zu können!”

Außenansicht vom Sportshop Karrer in Laufen mit „Kabinen-Dekoration“.

MM-FRAGE: „Was war die Motivation für Ihr Handeln?”Karrer: „Einerseits war es die Liebe zum Wintersport, andererseits die Idee, auch weniger bemittelten Familien und vor allem Kindern die Möglichkeit zu bieten, den damals aufstrebenden Wintersport zu ermöglichen. Als Lehrer hatte ich Einblick in unterschiedliche soziale Schichten und dieses gemeinnützige Engagement meiner Tätigkeit hat mir stets Befriedigung und Ansporn zum Weitermachen gegeben.”MM-FRAGE: „Wieso haben Sie seinerzeit den Lehrerberuf aufgegeben?”Karrer: „Die Doppelbelastung Lehrerberuf und Skiverleih wurde mir im Verlaufe der Zeit einfach zuviel. Aus dem anfänglichen Hobby mit sozialem Hintergrund hatte sich allmählich ein Unternehmen entwickelt, welches meinen ganzen Einsatz und meine volle Konzentration erforderte. Als Konsequenz daraus gab ich den sicheren Job als Lehrer auf und wurde Sporthändler mit Schwerpunkt Verleih. Ich habe damals in der Gewerbezone von Brislach einen geeigneten Standort für mein Geschäft gefunden und die Nachfrage nach der von mir angebotenen Dienstleistung stieg von Jahr zu Jahr.”

Discovery SS, Übergabe der Maschine an Fridolin Karrer durch Heinz Born (Verkaufsberater) und Daniel Kisslig (Niederlassungsleiter), beide Wintersteiger Schweiz AG.

MM-FRAGE: „Wieso sind sie kürzlichnach Laufen umgezogen?”Karrer: „Ganz einfach: Die Sache mit dem Skiverleih am alten Standort drohte aus allen Nähten zu platzen. Platzmangel, keine Parkplätze und das immer größer werdende Einzugsgebiet meiner Kundschaft stellten mich vor die Wahl, entweder aufzugeben oder einen neuen, besser geeigneten Standort zu suchen. Es war ein reiner Glücksfall, dass ich in Laufen das gesamte Areal einer alten Ziegelei langfristig mieten und nach meinen Bedürfnissen und Vorstellungen umbauen konnte. Jetzt verfügt der Sportshop Karrer über eine Infrastruktur, die sämtlichen Kundenwünschen entgegen kommt. In der Zwischenzeit bedienen wir Kunden aus der Grossregion Basel, aus dem nahen französischen Jura und immer mehr auch aus dem angrenzenden deutschen Raum.”MM-FRAGE: „Sie haben sich kürzlich für die Anschaffung eines Skibearbeitungscenters Discovery SS von Wintersteiger entschieden. Was gab den Ausschlag für diese Entscheidung?”Karrer: „Ziel ist es nach wie vor, unseren Kunden erstklassiges Material zu familiären Preisen zu vermieten. Damit der Kunde ein bestmögliches Fahrgefühl beim Skifahren und Snowboarden genießen kann, muss das Gerät vor dem Verleih jeweils topp vorbereitet sein und nach der Rücknahme wieder professionell instand gestellt werden. Bei rund 36 000 Skis und Snowboards benötigen wir ein Bearbeitungscenter, welches diese Menge innert kürzester Zeit und in bester Qualität bewältigen kann. Die Discovery SS mit den beiden Steinmodulen verkraftet diese immense Aufgabe locker und in herausragender Qualität. Außerdem können meine Mitarbeiter die Paternoster-Beschickung der Discovery füllen und während des Schleifprozesses Bindungseinstellungen und -montagen durchführen, was eine äußerst effiziente Arbeitsweise erlaubt.”

Karrer mit Mitarbeiter Michel Fix im Skiverleihlager (ca. 30000 Paar Ski, 5000 Snowboards, 1000 Paar Langlaufskis sowie ca. 35000 Paar Schuhe).

MM-FRAGE: „Worauf wurde bei der Evaluation der Anlage besonderen Wert gelegt?”Karrer: „Natürlich die bestmögliche Bearbeitung der Kanten! Ein Mietski kann längere Zeit im Einsatz sein und es gibt für einen Skifahrer oder Snowboarder nichts Unangenehmeres, als mit stumpfen Kanten oder falschen Kantenwinkeln herumrutschen zu müssen! Wir haben festgestellt, dass der Ceramic Disc Finish von Wintersteiger gegenüber herkömmlicher Technologie mittels Schleifband eine wesentlich höhere Präzision und eine bedeutend längere Standfestigkeit bietet. Ein Zusatznutzen also, der vom Kunden beim Fahren sofort spürbar ist und sich unmittelbar auf dessen Fahrfreude auswirkt.”MM-FRAGE: „Denken Sie mit Ihren 73 Lebensjahren daran, irgendwann einmal kürzer zu treten?”Karrer: „Das mache ich bereits jetzt. Ich habe ausgezeichnete Mitarbeiter, welche Schritt für Schritt immer mehr Verantwortung übernehmen. Es ist mir aber ein großes Anliegen, dass meine Philosophie auch weiterhin im Sportshop Karrer gelebt wird.”MM: „Herr Karrer, herzlichen Dank für das Gespräch!“

Geschärftes Profil von Reichmann

Der deutsche Präzisionsmaschinen-Hersteller Reichmann aus dem bayrischen Weißenhorn profiliert sich zunehmend als Spezialist in den einzelnen Disziplinen des Ski- und Snowboardservice. Nach dem großen Wurf mit der Profi-Kanten-Tuning-Maschine DTS-U sowie der Ausbaustufe DTS-U PRO, rückenweitere Kantenbearbeitungsmaschinen von Reichmann in den Fokus von Kunden und Interessenten.

Die neue DTS-U PRO mit Touchpanel-Steuerung. Fotos: Reichmann

Ski- und Boardmodelle, die in Funktionalität und Layout zunehmend unterschiedlich gestaltet werden, fordern immer mehr individualisierte Kantenpräparierungen.Deutlich wird das sowohl bei den stark taillierten Carving-Ski als auch den derzeit stark nachgefragten, sehr breiten Freeride-Ski mit ausgesprochen unterschiedlichen Körpern und Körpergeometrien. Alle Skivarianten erfordern bei der Präparation individuelle Vorgehensweisen.  Im Vordergrund steht dabei das Sicherheitsbedürfnis der Kunden im Sportfachhandel und in Rent-Shops. Denn, nur durch absolut sicheren Grip undexakte Richtungssteuerung sind die technisch ausgereiften Sportgeräte sicher zu beherrschen. Dies gilt, wie viele Ski- und Snowboard-begeisterte Wintersportfans zu häufig glauben, nicht nur für sportlich-orientierte Ski- und Snowboardfreunde, sondern gerade für Einsteiger und den Großteil aller funorientierten Freunde des weißen Sports. Je seltener und je unregelmäßiger dem temporeichen Sport gefrönt wird, desto perfekter muss das Equipment präpariert sein.

Stefan Reichmann (r.) und Dieter Miller überprüfen die umgesetzten Detaillösungen an der Profi-Kanten- TuningmaschineDTS-U PRO.

Richtige VorbereitungKanten nicht richtig gepflegt, kein Grip – die Ski verschneiden oder unfahrbare Sportgeräte sind die Folgen. Spaßfreie Stunden mit erheblichem Kraftaufwand bei Kunden bedeuten langfristig eine unzureichende Kundenbindung im Handel. Von langwierigen Verletzungen der Betroffenen ganz zu schweigen.Den speziellen Anforderungen werden heute zunehmend Spezialmaschinen für das Kanten-Tuning wie die DTS-U oder die Reichmann KFM-U für das Unterkanten-Polishing gerecht.Insbesondere die DTS-U stellt für kleinere und mittlere Betriebe eine einzigartig wirtschaftliche Lösung dar. Kompakt in den Abmessungen, schnell durch das Präparieren von Seiten- und Unterkante in nur einem Arbeitsgang und sowohl für Ski als auch für Board geeignet, ist sie wirtschaftlich durch den hohen Durchsatz nicht zu schlagen. Zunehmend setzen auch Ski- und Snowboardhersteller, die das Kanten- Endfinish in der Produktion mit Profimaschinen wie der DTS-U PRO durchführen, auf die Reichmann-Präzision. Hersteller wie Rossignol, Völkl, Nidecker, Scott oder auch Head empfehlen nicht nur den Service mit Reichmann-Maschinen durchzuführen, sondern setzen die Maschinen für das Kanten-Tuning in ihrem Produktionsprozess, bei der Präparation für Produktpräsentationen und im Weltcup-Rennsport ein.

Schnelle und hygienische Trocknung mit dem Reichmann CLEAN-DRY Schuhtrockner.

Neue Rent- und Depot-LinienKeine Frage bleibt mehr offen, jede Herausforderung wird gelöst. Jeder Dienstleistungsbetrieb für Ski- und Snowboardservice oder -verleih hat mit Reichmann den richtigen Berater und Lösungsanbieter als Partner. Von Kleingeräten über Profi-Single-Maschinen und vollautomatische Service-Center bis hin zu vollständigen, kundenorientierten Rent- und Depoteinrichtungen kann mit Unterstützung des Reichmann-Beratungsteams so gut wie jede Idee realisiert werden. Perfekte Trocknung und sichere Aufbewahrung garantieren hervorragend präparierte Ski, Boards, Helme, Schuhe und Stöcke. Insbesondere die Hygiene Schnelldesinfektion mit Desinfect Plus in Verbindung mit Fresh Air erzeugt größtes Wohlbefinden beim Tragen von Ski- und Boardschuhen.Speziell für geringe Raumabmessungen wurden die Aufbewahrungs- und Depotmodelle entwickelt. Sicher gleiten sie in Schienen, effizient durchdachte Hänge- und Schranksysteme sorgen für die beste Ausnutzung des vorhandenen Raumes. Das Depotsystem glänzt zudem durch einfaches Handling mittels elektronischem Transponder. Die neue Software rentmaxx ist die optimale Ergänzung für die Rent- und Depotprodukte. In Verbindung mit den Rent- und Depotkomponenten entsteht ein integriertes System mit höchster Transparenz, einfachen Abläufen und wirtschaftlichem Betrieb für Kunden und Betreiber.Kreative Grenzen kennen die Rentund Depotlinien so gut wie nicht. Von der Standard-Version in hellem, freundlichem Holz bis hin zu Retro- oder Science-Fiction-Einrichtungsvarianten, alles ist realisierbar. Das Know-how des Reichmann-Beratungsteams garantiert effizienteste Raum- und Prozesslösungen bei Einrichtungsplanung, Finanzierung und Realisierung: Jeder Quadratzentimeter wird für bestmögliches Handling ausgenutzt. Beim Aufbau unterstützen Montage-Profis zur schnellstmöglichen Realisierung.

Helles, freundliches Holz sorgt bei der Standard-Shopeinrichtung für eine entspannte Atmosphäre.

Sowohl die neuen Rent- und Depot-Linien, als auch das notwendige Einrichtungs-Zubehör und die Rent- und Depot-Software erfüllen selbstverständlich die hohen Reichmann-Qualitätsansprüche „Anwender orientiert, flexibel und sicher“.Infos: www.reichmann-skiservice.de

Nicht Skier, sondern Glücksgefühle vermieten wir

Die Bründl-Gruppe aus Kaprun ist einer der führenden Sporthändler in Österreich mit 17 Shops. Alle Standorte verbindet ein gemeinsames Computersystem, daher sind alle Kundendaten jederzeit verfügbar. Chef Christoph Bründl lässt sich ständig von neuesten Trends auf Seminaren und vor Ort inspirieren. Seine Philosophie: Wir sind nicht mehr im Warenhandel, sondern in der Glücksbranche tätig. Daher vermieten wir keine Skier, sondern Glücksgefühle! Für ein Gesamterlebnis ist Top Qualität in allen Bereichen Voraussetzung – auch im Skiservice. Hier rüstete Bründl kürzlich seine Flotte mit einer neuen „discovery“ von Wintersteiger für das Hauptgeschäft auf.

Design wirkt wie ein Magnet: Intersport Bründl, Fassade des Hauptgeschäftes in Kaprun.

MM-FRAGE: „Herr Bründl, Sie haben sich kürzlich eine ,discovery‘- Maschine von Wintersteiger angeschafft. Wie kam es zu dieser Entscheidung?“
 
Bründl: „Wir haben nun in der Bründl-Gruppe 8 Roboter, davon einen neuerdings von Wintersteiger. Wir testen die Service-Maschinen immer selber anhand mitgebrachter Kundenskier und haben jetzt einmal die Plattform gewechselt. Der technologische Ansatz hat uns gereizt, ebenso die Gesamtleistung (Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit) sowie das Design. Die ,discovery‘ wurde unserem CI angepasst und in Bründl-Blau statt Wintersteiger-Grün geliefert. Weiters spielte auch die über die inkludierte Racing-Software erzeugbare Struktur eine große Rolle, da wir viele Skiclubs und Nachwuchsrennläufer betreuen. Hier hat sich Wintersteiger ja bereits einen Namen gemacht. Wir erwarten uns davon vor allem imagemäßig einiges. Der zuständige Werkstattchef war übrigens voll in die Entscheidung eingebunden, so wie es für die Bründl-Gruppe mit seiner flachen Hierarchie typisch ist.“

Christoph Bründl (2. v. l.) hat sich kürzlich eine neue „discovery“ von Wintersteiger im Firmen-CI angeschafft. Im Bild von der „Einweihungsfeier“sind neben Mitarbeitern auch Wintersteiger- Geschäftsführer Division Sport Berghammer (1. v. r.) und Franz Gangl, Wintersteiger- Marketingleiter (3. v. l.), zu sehen.

MM-FRAGE: „Die Bründl-Gruppe ist auf 17 Shops angewachsen (Kaprun, Zell/See, Ischgl, Laax-Flims- Falera). Wollen Sie weiter expandieren und worauf gründet sich der Erfolg?“
Bründl: „Wir haben eine kraftvolle, vielversprechende Zukunft vor uns. Wo wir wachsen wollen und was unser Kerngeschäft ist, wurde sehr klar definiert. Diesbezüglich hatten wir heuer eine 4-tägige Strategieklausur. Es geht nicht um Expansion als Selbstzweck aus einer Jagdlust heraus. Außerdem stellt sich die Frage: Wollen die Mitarbeiter das? In welcher Geschwindigkeit? Haben wir die Ressourcen dafür? Man darf ja das bestehende Kerngeschäft dadurch nicht gefährden! Wir haben auch ein Expansionskonzept in einem Top-Skiort Österreichs abgelehnt, weil es nicht mit uns zusammen passte. Wir sind momentan sehr erfolgreich und wissen auch warum:
aufgrund der Mitarbeiterentwicklung
Innovationsbesessenheit
Standorte
Unsere Synergien durch das NetzwerkWir haben natürlich auch im Einkauf Vorteile, wenn wir 18 000 Paar Ski oder 78 000 Brillen ordern.“

Eyecatcher im Hauptshop: der 14 m hohe Mutli Media Tower.

MM-FRAGE: „Was würden Sie als die spezielle Typik von der Bründl-Gruppe bezeichnen?“
 
Bründl: „Unsere Firmenkultur unterscheidetuns wirklich von den anderen. Darüber hinaus legen wir extrem hohen Wert auf das Design und die Aura unserer Shops. Design magnetisiert einen Shop von außen – die Fassade ist ein ganz entscheidender Punkt, und die Aura erhöht die Verweildauer und nimmt dem Kunden den Warendruck, wie man ihn von den Regalschlachten in der Stadt kennt. Wir sehen uns eher nicht mehr im Sportartikelhandel, sondern immer mehr in der Erlebnis- oder Glücksbranche. Dieses Feeling ist sowohl der beste Auftakt für einen Wintersport-Erlebnistag als auch Ausklang. Die Stimmung darf nicht abreißen, deshalb ist z. B. auch der Sound in unseren Geschäften so wichtig oder die Bar und die Videowand. Als Eye-Catcher dient z. B. der 14 m hohe Event-Tower mit 5 Plasma-Schirmen. Zu jeder vollen Stunde findet ein lautstarkes Zwei-Minuten-Event statt. Den Event-Tower bauen wir übrigens demnächst nach 4 Jahren um, und zwar in Richtung lachender, inspirierender Gesichter. Das ist einfach ansteckend.“

ÖSV-Trainer Toni Giger (sitzend 1. v. l.) und einige Rennläufer aus der Damen- und Herrenriege durften beim Event natürlich nicht fehlen – ist doch die Racing-Software der discovery in Kooperation mit dem ÖSV entstanden!

MM-FRAGE: „Wohin wird Ihrer Meinung nach der Trend beim Ski- Boardverleih gehen?“
 
Bründl: „Skirent wird sich immer mehr durchsetzen – je mehr es Shops gibt, die begeistern, außergewöhnlich, innovativ, locker und lässig sind. Wenn wir Entertainment bieten und eine positive Aura ausstrahlen, dann wird das eine Welt für sich. So ein Shop soll und kann ein wichtiger Teil der Erlebniskette im Tourismus sein, wenn er ein revolutionäres Verleihkonzept hat: kaum Wartezeiten, Inspiration und attraktive Präsentation. Wir verstecken z. B. alle Verleihprodukte und stellen nur 6-7 Produkte hochwertig zur Schau. Sonst ist ja der Kunde sofort gestresst, wenn sein Blick auf ein paar hundert Ski fällt, die auf den Verleihwägen alle relativ ähnlich ausschauen. Das gehört ins Warenlager und durch eine Vorwand getrennt. Die Abfertigung wie am Fließband ist nämlich passé.“

Die Bar ist einer der Recreationsbereiche in den Shops.

MM-FRAGE: „Was verbirgt sich hinter eurem Konzept: Best Price?“
Bründl: „Ich erklär’s am Beispiel der Fluglinien: je früher man bucht, umso billiger ist das Ticket. Wir haben dafür eine Homepage entwickelt (www.servicenetwork.at), auf der man bis 10 Tage vor Urlaubsantritt Skirent und Skipass im Paket buchen kann und dadurch 15% vom regulären Preis spar. Der Gast holt sich dann im Shop mit der Reservierungsnummer alles fertig vorbereitet vom Ständer, der Zahlvorgang fällt weg.“
 
MM: „Herr Bründl, wir danken für das Gespräch.“

Stressfrei Skifahren – Wiedereinstieg war noch nie so leicht

Petra Hutter-Tillian, Salzburger Skilehrerverband, und Rudi Lapper, Ausbildungsleiter ÖSSV

Mag. Petra Hutter-Tillian, Geschäftsführerin im Salzburger Skilehrerverband.

Die Sehnsucht nach Naturerlebnissen motiviert u.a. immer mehr Wiedereinsteiger zum Skifahren. Die Voraussetzungen dafür sind so günstig wie noch nie: Denn dank moderner Ausrüstung, der Kompetenz der österreichischen Skilehrer und vieler Alternativangebote wird die Rückkehr zum Wintersport garantiert stressfrei, so Petra Hutter-Tillian. Und Rudi Lapper ergänzt: Es geht nicht um sportliche Ambitionen und Leistungsdruck. Skifahren soll den Wiedereinsteigern vor allem Spaß machen und dazu muss man sie sanft heranführen. Dafür haben die Skischulen spezielle Angebotspakete zusammengestellt.MM: Das Thema Wiedereinstieg in den alpinen Skilauf ist ja nichts Neues. Warum gibt es diese Angebote gerade seit der Saison 2013/14?Hutter-Tillian: Es wurden unter den Gästen in Österreich Umfragen gemacht, die eine extrem hohe Resonanz ergaben. Bergerlebnisse stehen gerade bei den Gästen aus Deutschland hoch im Kurs und das sorgt wohl auch für eine starke Nachfrage nach Wintersport.MM: Was erwarten die Gäste dabei konkret?Hutter-Tillian: Ganz wichtig sind laut den Umfragen drei Themen: gute Betreuung, Erlebnischarakter und Innovation. Und das sind Qualitäten, die wir bei uns in Österreich sehr gut bieten können.

Rudi Lapper, Ausbildungsleiter beim Österreichischen Skischulverband.

MM: Sehr oft hört man von den Leuten, die eine Skipause einlegen, dass es ihnen zu stressig geworden sei. Was kann man diesen Gästen anbieten?Hutter-Tillian: Für den Wiedereinstieg sind die Voraussetzungen bei uns in Österreich derzeit so gut wie nie zuvor. Die Ausrüstung ist erheblich besser geworden. Mit den kurzen Carvingski lernt man schnell und leicht. Sie sind dank der geringen Länge gut drehbar und reduzieren das Verletzungsrisiko. Ein durchschnittlich trainierter Freizeitsportler kann heute nach drei Tagen sportliche Hänge sicher bewältigen. Eine wichtige Rolle spielt der Skilehrer, der heute nicht mehr nur Lehrer, sondern Partner und Dienstleister ist. Und der ihm in jeder Situation zeigen kann, worauf es ankommt.MM: Wie kann man dann den Stress vermeiden?Hutter-Tillian: Früher haben die Leute geglaubt, sie müssten den Skipass-Preis mit möglichst vielen Abfahrten wieder ,zurückspielen. Inzwischen fährt man, damit es Spaß macht. Dazu gehört das gute Gefühl, sich in den Bergen zu bewegen, die saubere Luft und die Ruhe zu genießen. Man fährt wann und wo man will. Es gibt heute Skipässe und Skischulangebote, bei denen man vier aus sechs Tagen auswählen kann. Und wenn man sich gestresst fühlt, dann geht man einfach einen Tag schneeschuhwandern, langlaufen, rodeln oder gönnt sich einen Tag Wellness. Das Angebot ist heute sehr vielseitig und es gibt für jede Stimmung das passende Angebot. Skifahren hat nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil. Das zeigt auch der große Erfolg der Sonnenaufgangsfahrten, bei denen Gäste und Einheimische frühmorgens leere und frisch präparierte Pisten für sich alleine haben.MM: Herr Lapper, was ist das Besondere an den speziellen Arrangements für Wiedereinsteiger?Lapper: Wir wollen mit diesen Angeboten ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Wiedereinsteiger eingehen und ihnen einen klaren Mehrwert bieten. Dazu gehören Kurse in kleinen Gruppen, welche von Skilehrern geführt werden, die eigens dafür ausgebildet wurden. Auf Wunsch bieten wir natürlich auch Privatunterricht an.

Der Wiedereinstieg in das Skifahren ist heute dank spezieller Angebote und moderner Ausrüstung so einfach wie nie zuvor. Foto: TVB Lech

MM: Was unterscheidet den Gast, der nach einer Pause wieder mit dem Skifahren beginnt, von anderen Skischulgästen?Lapper: Der Wiedereinsteiger hat eine besondere Erwartungshaltung. Er hat bereits Erfahrungen, kann sich also auf bekannte Verhaltensmuster stützen und mit schnellem Lernerfolg rechnen. Auf der anderen Seite ist es für ihn schwer einzuschätzen, wo nun seine Grenzen sind und wie weit er sich belasten kann.MM: Da wird die sorgfältige Betreuung durch den Skilehrer wichtig.Lapper: Genau. Der Skilehrer weiß, welche Hemmschwellen typischerweise eine Rolle spielen und er kann den Gast sanft und gezielt zu ersten Erfolgserlebnissen führen. Dabei geht es natürlich um Technik, aber auch oft um kleine Tipps, die viel ausmachen können. Die richtige Ausrüstung, die Wahl des Geländes, welche Technik wo am besten geeignet ist. Alleine hätte der Wiedereinsteiger viele Probleme und die Verletzungsgefahr wäre ungleich größer. Es geht doch vor allem darum, dass sich die Skifahrer wohlfühlen und dass sie Spaß auf der Piste haben.MM: Der österreichische Skilehrer genießt ja einen weltweit sehr guten Ruf. Da sind die Erwartungen wohl besonders hoch?Lapper: Und zu Recht: Wir haben die intensivste Skilehrerausbildung weltweit. Allein für den Staatlichen Skilehrer sind 120 Tage Ausbildung erforderlich. In den letzten Jahren wurde dazu die Didaktik deutlich vereinfacht mit dem Ziel, die Lernerfolge zu verbessern. Und das bringt gerade den Wiedereinsteigern spürbare Vorteile.

Salzburger Berufsski- & Snowboardlehrer Verband – Kompetent für unvergessliche Erlebnisse im Winterurlaub

Der Salzburger Berufsskilehrer- und Snowboardlehrer Verband (SBSSV) hat sich für die Wintersaison 2011/12 als Haupt-Thema „Sicherheit“ vorgenommen und kooperiert diesbezüglich mit dem ÖAMTC. Dessen Mitglieder erhalten ein spezielles Ski-Fahrsicherheitstraining zum Vorteilspreis. Weiters bekommt jeder Skilehrer einen Sicherheitsausweis mit den wichtigsten Telefonnummern (Pistendienst, Rettungsdienst, Alarmierungsnummern, etc.), den 10 FIS Pistenregeln, Erste Hilfe Maßnahmen und richtiges Vorgehen bei einer Hubschrauberbergung.

Die Salzburger Skilehrer bringen jährlich 100 000 Gästen das Skifahren bei und sind somit ein wichtiger Partner im Wintertou-rismus. Fotos: SBSSV

Der Winter stellt für Autofahrer wie für Skifahrer eine besondere sicherheitstechnische Herausforderung dar. Das neue Fahrsicherheitstraining des SBSSV ist daher darauf ausgerichtet, den Gästen innerhalb eines Tages verschiedene Aspekte der Sicherheit beim und vor dem Skifahren näherzubringen und zu sensibilisieren. Dabei geht es um Fragen wie: Was ist vor dem Start in den Skitag zu beachten (Check der gesamten Ausrüstung, Wetter- und Lawinenlagebericht)? Wo fahre ich zu welcher Zeit am besten Ski? Wie sieht richtiges Verhalten auf und abseits der Piste aus (FIS Pistenregeln, Grundsätze die beim Ski fahren abseits der Piste unbedingt zu beachten sind)? Wann mache ich Pausen und wann „gebe ich Gas“? Außerdem wird ein spezielles Techniktraining zum schnellen Stehenbleiben und Ausweichen absolviert. Geplant sind 4 verschiedene Termine während der Wintersaison in 5 Regionen im Salzburger Land, den Auftakt machte am 11.12.2011 das Kitzsteinhorn in Kaprun. Das Konzept wird – abgesehen von diesen Kursen – natürlich allen Salzburger Skischulen zur Verfügung gestellt, damit diese die relevanten Inhalte an ihre auszubildenden Gäste weitergeben können. Die Skilehrer selbst sind wie o. e. neuerdings zusätzlich mit einer Sicherheitscard ausgerüstet unterwegs.

SBSSV-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Viehhauser: „Wir machen aus Nicht-Skifahrern Genuss-Skifahrer!“

Wer macht den Nicht-Skifahrer zum Skifahrer?Ein ebenfalls wichtiges Anliegen, neben der Förderung der Sicherheit, ist für den SBSSV die Imagepflege und Kommunikation mit den touristischen Partnern. Die 120 Schneesportschulen stellen ein extrem wichtiges, flächendeckendes Angebot für eine Region und ihre Beherbergungsbetriebe dar. Denn dass die Gäste ein unvergessliches Gesamterlebnis „Wintersport“ genießen können, ist nicht zuletzt ein Verdienst der Schneesportschulen. Jede Saison erlernen an die 100 000 Gäste das Skifahren/Snowboarden, davon 70 000 Kinder. „Die größte Zielgruppe, die wir im Salzburger Wintertourismus ansprechen können, ist jene der Nicht-Skifahrer. In den Salzburger Skischulen machen wir aus Nicht-Skifahrern Genuss-Skifahrer, die gerne in unsere Skiregionen wieder kehren“, versichert SBSSV- Geschäftsführer Mag. Wolfgang Viehhauser.Genau diese Tatsache ist auch der entscheidende Punkt, ob die vielen Millionen an potenziellen Neu- oder Wiedereinsteigern in Europa, wie in einer Studie von MANOVA heuer erhoben wurde, auch tatsächlich Wintersportgäste werden. Sonst sind sie nämlich nur eine statistische Größe ohne Auswirkung! Und man muss dieser Zielgruppe die Angst vor dem Skifahren-Lernen bzw. dem Aufwand, damit anzufangen, nehmen. Das gelingt z.B. mit der Ansage „In 3 Tagen Skifahren Lernen“, wie sie jetzt wieder aktuell vom Netzwerk Winter kommuniziert wird – aber eigentlich schon vor 15 Jahren spruchreif war, weil die Methodik auch damals bereits Realität war. „Wir haben dieses Angebot jedoch nicht verkaufen können, weil es die Tourismusindustrie nicht mitgetragen hat!“, bemerkt Viehhauser. „Vielleicht sollte man auch in der Werbung einmal Filme oder Fotos von ganz „normalen“ Leuten zeigen, wie sie in 3 Tagen zum Skifahrer wurden. Das spricht den Normalverbraucher vermutlich eher an, als immer nur die extremen Ausformungen des Skisports präsentiert zu bekommen.“

Freestyle gehört mittlerweile zum Standard-Repertoire der Salzburger Skischulen.

Gemeinsam den Erlebnisfaktor steigernWie auch immer, die Skischulen sind die Drehscheibe für das Heranführen neuer praktizierender Schneesportler und so ein wichtiger Partner im Zusammenspiel der Einrichtungen im Salzburger Wintertourismus. „Jedoch sollten die Angebote der lokalen Skischulen von den Vermietern besser kommuniziert werden – man denke (neben den flexiblen Kurszeiten) nur an die interessenbezogenen Camps für alle Alters- und Könnergruppen, Specials in den unterschiedlichsten Trendsportarten sowie FreeStyle und FreeRide oder geführte Skitouren – wie dies in Tirol üblich ist. In Serfaus-Fiss besuchen z.B. 24% der Gäste die Skischule, in Salzburg sind es 7% – 12% im Schnitt“, so Viehhauser. Dort ist jeder zweite Vermieter selber in der Skischule tätig und steht daher ganz anders hinter dem Angebot. Um den Erlebnisfaktor nach oben zu treiben, wird es jedenfalls immer wichtiger, dass Bergbahnen, Vermieter und Skischulen zusammenrücken und gemeinsame Angebote für den Gast schnüren. So erhöht sich auch die Quote der Wiederholungstäter, was wiederum allen Tourismuspartnern zugutekommt. Es ist nämlich aufgrund von Beobachtungen zu vermuten, dass Gäste, die in einer Skischule waren, die Treueren sind! mak

Smart Solutions mit erweiterter Produktpalette – Das leistbare Konzept für Anfängergelände

Die Smart Solutions GmbH aus Saalbach gehört zweifellos zu den innovativsten Firmen Österreichs. Eigentümer Dr. Ruud CD Lether MBA – ehemaliger Arzt und Skilehrer – entwickelt seit Jahren hochqualitative Produkte, welche die Gästebedürfnisse bei Skischulen und Bergbahnen exzellent abdecken. Die jüngste Innovation, funktionale Softfiguren als wirkungsvolle und bezahlbare Lehrmittel, rundet die breite Produktpalette mit einem weiteren Mehrwert ab. Wenn es um Anfängergelände geht, kommt an Smart Solutions künftig niemand mehr vorbei.

Smart Solutions ist der ideale Partner, um ein Anfängergelände einzurichten. Die neuen Soft-Figuren sind nicht nur Eye Catcher, sie haben auch eine didaktische Funktion. Fotos: Smart Solutions

Dr. Ruud Lether MBA geht es darum, die Begeisterung für den Schneesport zu steigern. Nur dann lässt sich die Anzahl der Wintersportler steigern bzw. können die für die Zukunft so wichtigen Anfänger generiert werden. Aus dieser Absicht heraus und den Erfahrungen aus 18 Saisonen Skischule gründete Ruud vor zwei Jahren mit 4 innovativen Skischulen (Bögei in Filzmoos, Dagn in Reith-Kitzbühel, Wielandner in Hochkrimml und die Alpin-Skischule Schneider Kaprun) das Austrian Skischool Competence Center (ASCC), das die „richtigen“ Innovationen hervorbringen soll. Hier sind Profis am Werk, die wissen, was die Zielgruppe wirklich möchte und wie das Gelände beschaffen sein muss. Da Ruud früher Arzt war und in Kinderpsychiatrie sowie in der Farbenlehre ausgebildet ist, kann er zusammen mit den Fachleuten etwas bieten, wozu sonst niemand auf dem Weltmarkt in der Lage ist.

Alle Elemente, ob aus GFK-, Soft- oder Alu-Produktion, lassen sich auch für kleinere Betriebe zu einem preiswerten Konzept optimal kombinieren.

Soft-Figuren mit didaktischer FunktionFangen wir bei der jüngsten Neuheit an, den funktionalen Soft-Figuren. Hier geht es nicht einfach um Eye-Catcher – obwohl die Designs grafisch von höchster Qualität im Stil beliebter Zeichentrickfilme sind – sondern um Tierfiguren, die helfen, Kindern und auch erwachsenen Anfängern auf spielerische Art das Skifahren beizubringen. Zum Beispiel kann man über so einen Spaßartikel den Hüftknick lernen, indem man einfach mit dem Po den Affenball berührt. Oder man gibt nach dem Überfahren einer Welle einen „High Five“, den die Softfigur sogar erwidert (dank spezieller Kipptechnik). „Diese Elemente haben einen didaktisch hohen Wert und das ist absolut neu an der Sache“, verrät Ruud. „Da wir heute in einer Multimedia-Erlebniswelt leben, müssen wir auch diese Dimensionen bieten, sonst fallen wir zurück. Die Kids werden heute von Multimedia aus dem Schneesport weggezogen, daher schreit der ganze Markt nach adäquaten Lösungen. Die Sache muss so heiß sein bei den Kleinen, dass sie unbedingt Snowsportler werden wollen. Davon abgesehen machen Hilfsmittel wie Softfiguren es auch den Skilehrern leichter, weil die Zielgruppe begeistert ist.“Alles perfekt kombinierbarEs geht allerdings nicht nur um den Wintersport. Man kann auch bei Sommertrails und Mountainbiken Softfiguren einsetzen. Dafür hat Smart Solutions spezielle Figuren, die sogenannten „sportiven Bergzwerge“ entwickelt. Sämtliche Soft-Figuren – ob aus der Dschungel-Linie oder der Zwergen-Linie – sind perfekt kombinierbar mit den GFK-Produkten von Smart Solutions wie z. B. dem Pilzhaus, den Eichhörnchen oder Giraffen sowie mit der Alu-Umzäunung und natürlich den Kostümen für Animationsprogramme. Die Planen der Gelände-Umzäunung lassen sich z. B. wiederum mit den sportiven Bergzwergen oder den Dschungel-Tieren darauf branden. Ergänzend gibt es Tic Tac Toe, Puzzle als Sitzwürfel und Bögen aus Softmaterial. Alles in allem kann sich nun auch ein kleinerer Lift- oder Skischul-Betreiber für relativ wenig Geld eine tolle komplette Standardausrüstung für ein Anfängergelände leisten, die auf die Zielgruppe perfekt zugeschnitten ist. Nicht jeder ist ja Serfaus – wo übrigens jede Menge dieser Elemente bereits eingesetzt werden.…Natürlich kann die Standardausrüstung mit einem speziellen Design der jeweiligen Gesellschaft versehen werden. Die Mehrkosten sind nicht dramatisch. Wichtig ist, dass ein Betreiber dank des Modulsystems von Smart Solutions jährlich erweitern und innovieren kann: Er braucht ja keine Prototypen entwickeln lassen. Dass hier ständig neue Ideen nachkommen, dafür sorgt schon Ruud regelmäßig, wie er gegenüber dem Mountain Manager versichert!

Auch das Thema „Sitzbänke“ wurde von Smart Solutions neu und effizient interpretiert. Sie dienen u. a. sogar zum Chillen für die Teenager und als Starthilfe für Jumps.

Sitzbänke und Skiständer clever konzipiertDass Smart Solutions clevere Konzepte entwickelt, hat man auch in der Vergangenheit schon öfters gesehen. Man denke nur an die leichten und trotzdem robusten Alu-Sitzbänke mit Softkissen, die heute überall im Skigelände verwendet werden, oder an die attraktiven, multifunktionalen und nachhaltigen Alu-Skiständer. Oder an die Umzäunung, welche ohne Verschrauben höhenverstellbar ist.Bei ersteren bestand ja in Gestalt der „Bierbänke“ das leidige Problem, dass sie umkippten, wenn alle bis auf einen an der Ecke sitzenden Skischüler aufstanden! Das ist hiermit Vergangenheit. Der Beginners Park Serfaus verwendet die Sitzbänke jedoch auch im Unterricht als Starthilfe für Jumps. So kann auch ein schlechter Fahrer ein Sprungerlebnis haben. Dadurch erhält man viel mehr Anmeldungen in der Skischule im New-School und Funbereich!Man sollte überhaupt bedenken, dass nur wenige Prozent der Gäste die immer gigantischer werdenden Funparks benützen können, ohne sich zu verletzen. „Besser wäre es etwas anzubieten, das der Großteil nutzen kann, sonst ist es unwirtschaftlich“, meint Ruud. Dem kann man eigentlich nur beipflichten. mak

In 10 Jahren über 1 Million Anfänger ausgebildet

Umfragen bestätigen: Salzburgs Skischulen wichtiger Wirtschaftsfaktor

SBSSV-Obmann Gerhard Sint ließ heuer zwei Umfragen unter den Tourismuspartnern sowie den Skischulleitern durchführen. Fotos: SBSSV

Der Salzburger Berufsskilehrer- und Snowboardlehrerverband (SBSSV) hat zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit den örtlichen Tourismuspartnern zwei Umfragen durchgeführt. Damit soll die wichtige Rolle der 116 Skischulen mit 6 000 Mitarbeitern als Teil der wintertouristischen Dienstleistungskette und ihre individuelle Bedeutung für die einzelnen touristischen Partner von der Bergbahn bis zum Beherberger bewusst gemacht werden. Außerdem wurden erstmals im großen Maßstab statistische Daten erhoben, die den Stellenwert der Skischulen als Wirtschaftsfaktor eindrucksvoll untermauern.Rund 100000 Anfänger, davon 70000 Kinder, erlernen jeden Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren – viele dieser Anfänger werden später zu Stammgästen. Die Schulen betreiben 365 eigene, für die Gäste kostenlose Aufstiegshilfen wie Zauberteppiche oder Seillifte. Sie benötigen für die Unterbringung ihrer Mitarbeiter pro Saison 1800 Betten, was bei einer durchschnittlichen Belegungsdauer von 60 Tagen mehr als 100000 Nächtigungen ausmacht; das entspricht in etwa der Nächtigungszahl des Tourismusorts Dienten während einer gesamten Wintersaison. Jedes Jahr nehmen mehr als 2000 Ski- und Snowboardlehrer an den Aus- und Weiterbildungen des SBSSV teil, in allen Salzburger Skischulen finden wöchentliche Technik- und Unterrichtstrainings auf Schnee statt. „Fakten wie diese sind vielen unserer touristischen Partner oft nicht wirklich bewusst. Sie belegen aber eindrucksvoll die Bedeutung der heimischen Skischulen als Teil des wintertouristischen Gefüges“, sagt Wolfgang Viehhauser, Geschäftsführer des SBSSV.Erhoben hat der SBSSV diese Zahlen in den Sommermonaten 2010 anhand einer Online-Befragung der Salzburger Skischulleiter. Neben der in diesem Umfang erstmaligen Ermittlung statistischer Daten zu Bereichen wie Hardware, Investitionen, Mitarbeitern oder Nachfrageentwicklung war das zweite Hauptthema der Befragung die Zusammenarbeit der Skischulen mit ihren touristischen Partnern.“Wir wissen aus Erfahrung, dass das Zusammenspiel der wintertouristischen Partner in den meisten Orten sehr gut funktioniert. In manchen Orten gibt es allerdings einen gewissen Aufholbedarf. Dem wollten wir auf den Zahn fühlen, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten“, so Viehhauser.

Rund 100 000 Anfänger, davon 70 000 Kinder, erlernen Winter für Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren – viele dieser Anfänger werden später zu Stammgästen.

Stimmungsbild erhobenUm zu erfahren, was die Tourismuspartner ihrerseits über die Zusammenarbeit mit den Skischulen sagen, wurden parallel zur Skischulleiter-Umfrage insgesamt 32 Bergbahnen, Tourismusverbände, Sportshops und Beherbergungsbetriebe befragt. Neun offene Fragen boten Möglichkeit für umfangreiche Antworten. „Bei der Befragung der touristischen Partner war uns wichtig, ein realistisches Stimmungsbild und Meinungen aus erster Hand zu erhalten. Die Aussagen sind wichtige Indikatoren dafür, wie die Skischulen und ihre Mitarbeiter wahrgenommen werden“, betont Viehhauser.Die beiden Umfragen haben „sehr interessante Ergebnisse“ bezüglich Zusammenarbeit gebracht, erläutert SBSSV-Obmann Gerhard Sint: „Zum überwiegenden Teil waren die Rückmeldungen auf beiden Seiten positiv und erfreulich. Sie bestätigen, dass die Zusammenarbeit in vielen Regionen vorbildhaft funktioniert. Es wurde auch der eine oder andere Kritikpunkt geäußert, den wir gerne aufnehmen.“ Die wichtigsten Erkenntnisse: Zwischen den Skischulen und ihren örtlichen Tourismuspartnern besteht regelmäßiger Kontakt, den der überwiegende Teil der Befragten als positiv bezeichnet. Wo Probleme auftreten, sind diese meist auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen. Und 30 der 32 befragten Tourismuspartner gaben an, dass sich ihre Gäste bei ihnen nach Skiunterricht bzw. nach der Skischule erkundigen.Skischulen sind wichtige BotschafterDen touristischen Partnern soll nun auch wieder verstärkt ins Bewusstsein gerufen werden, dass sie in vielerlei Hinsicht von den Skischulen profitieren. Die Skischulen und ihre Mitarbeiter seien wichtige Botschafter für die touristischen Partner, betont Sint: „Wir verbringen jeden Tag mehrere Stunden in engem Kontakt mit unseren Gästen und können dabei als positive Multiplikatoren sehr viel im Sinn unserer Partner bewirken. Wir können beispielsweise unsere Gäste gezielt darüber informieren, wie die Beschneiung funktioniert und welcher Aufwand damit verbunden ist.“ Ein anderes Beispiel: Die Skilehrer haben die besten Möglichkeiten, das touristische Angebot im Ort und der Region „an den Mann bzw. die Frau zu bringen“ und ihnen entsprechende Tipps zu geben.SBSSV-Geschäftsführer Viehhauser resümiert: „Eine gute Zusammenarbeit der Skischule mit den touristischen Partnern ist letztlich für alle Beteiligten von Vorteil und dient der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Ortes.“Viehhauser warnt vor den negativen Folgen, die eine rückläufige Auslastung der örtlichen Skischule mit sich brächte. „Eine geringere Auslastung der Skischulen bedeutet eine geringere Wertschöpfung im Ort, weniger Arbeitsplätze, geringere Steuereinnahmen für die Gemeindekasse und eine Verschlechterung des touristischen Gesamtangebots. Das kann sich heute keine Region mehr erlauben.“Um den immer höher werdenden Ansprüchen der Gäste gerecht werden zu können, gehören flexible Kurszeiten, interessensbezogene Kursangebote für alle Alters- und Könnensgruppen, Spezialangebote in den unterschiedlichen Trendsportarten wie Freestyle und Freeride oder geführte Bergtouren mittlerweile zum Standard der Salzburger Ski- und Snowboardschulen.

Der SBSSV bietet mit einem 70-köpfigen-Ausbildungsteam jedes Jahr insgesamt 60 Aus- und Weiterbildungskurse, an denen ca. 2 000 Ski- und Snowboard – lehrer Innen teilnehmen.

Die wichtigsten Umfrageergebnisse- Von insgesamt 24 Mio. Euro wurden seit Bestehen der Skischulen mehr als 16 Mio. Euro in die Kinderbereiche investiert.- Die 116 Skischulen betreiben 190 Zauberteppiche, 75 Seillifte und über 30 Tellerlifte sowie 70 Karusselle. Dadurch lernen Touristen das Skifahren schneller und kaufen so früher die Liftkarten der Bergbahnen.- 9 von 10 Schischulen haben mindestens ein eigenes Kinderland. Jede zweite Skischule verfügt über einen eigenen Kinder-Indoorbereich.- Jedes Jahr nehmen mehr als 2 000 Ski- und SnowboardlehrerInnen an den Aus, Weiter- und Fortbildungsangeboten teil.- Der SBSSV bietet mit einem Ausbildungsteam von 70 Experten jedes Jahr insgesamt 60 Kurse für seine Mitglieder.- Gleichberechtigung: In den Salzburger Ski- und Snowboardschulen verdienen Frauen und Männer bei gleicher Qualifikation gleich viel.- Neueinsteiger werden zu Stammgästen: In den Wintermonaten erlernen ca. 100 000 Gäste – davon 70 000 Kinder – erstmals den Umgang mit dem Schneesportgerät Ihrer Wahl. Das sind etwa 1 Million Neueinsteiger allein in den vergangenen 10 Wintersaisonen! Viele dieser Neueinsteiger sind mittlerweile zu Stammgästen geworden.- Die Ski- und Snowboardschulen können besonders auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Wintergäste eingehen, diese begeistern und zum Wiederkommen motivieren.- Jedes Jahr investieren die Salzburger Skischulen in Werbemaßnahmen und steigern damit auch den Bekanntheitsgrad der Region bzw. der touristischen Infrastruktur.- 3 von 4 Salzburger Skischulen nehmen aktiv an Veranstaltungen im Ort teil – etwa an Skishows, Synchron-Demofahrten oder Silvester-Fackelläufen. makSBSSV-Obmann Gerhard Sint ließ heuer zwei Umfragen unter den Tourismuspartnern sowie den Skischulleitern durchführen. Fotos: SBSSVRund 100 000 Anfänger, davon 70 000 Kinder, erlernen Winter für Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren – viele dieser Anfänger werden später zu Stammgästen.Der SBSSV bietet mit einem 70-köpfigen-Ausbildungsteam jedes Jahr insgesamt 60 Aus- und Weiterbildungskurse, an denen ca. 2 000 Ski- und SnowboardlehrerInnen teilnehmen.

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Bereits erwiesen ist, dass man in nur drei Tagen Skifahren lernen kann, dass der Markt Konvenienzprodukte liebt, dass Pisten immer perfekt präpariert sind und dass die lustigste Skiabfahrt von Hütte zu Hütte geht. Was allerdings noch nicht bewiesen wurde, dass der Mythos des Skifahrens aus der Vielfalt besteht, hört man von Christoph Leithner, Präsident der Interessensvereinigung der Skischulunternehmer (ITS).

Foto: ITS SPORT & FUN

Damit der Schneesport ein einzigartiges Naturerlebnis bleibt, ist es unsere Aufgabe dem potenziellen Skifahrer, dem erlebnishungrigen Freizeitsportler die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus Schnee, Präparation, Material und Bewegung ergeben, erfahrbar zu machen, meint Christoph Leithner.An dieser Stelle sollte man auch kritisch hinterfragen, ob Skifahren nicht zu jenen Fähigkeiten zählt, die man einmal im Leben erlernt, dann 10 Jahre nicht nutzt und somit rostet. All jene, die diesem Irrtum unterlegen sind, werden nun zustimmen, dass Skifahren nicht mit dem Radfahren zu vergleichen ist. Denn beim Skifahren handelt es sich um eine Interaktion von ständig wechselnden Einflüssen, ganz im Gegensatz zum Radfahren des Otto Normalverbrauchers. Wir sehen daher unsere Aufgabe als Skilehrer darin, das Skifahren nicht zum Marketing-Gag werden zu lassen, sondern vielmehr unserem Gast (Schüler) zu helfen, durch den Aufbau von Verständnis und Bewegungserfahrung seine Ängste zu überwinden und ihm daraus ein existentielles Erlebnis zu schaffen.Der momentane Trend zum Schnellschikurs und Massenschikurs ist uns durchaus willkommen, aber welche längerfristigen Auswirkungen wird das mit sich bringen? Unsere Aufgabe liegt in der Produktgestaltung, also ein Angebot zu schaffen, das auf den Anfängerkurs aufbaut. Die solide Basis ist geschaffen und um den Skigast auf Dauer gewinnen zu können, müssen wir eine Anknüpfung finden. Es geht dabei mitunter darum, die Angst abzubauen, die ja generationsbedingt recht hinderlich sein kann, um das Skivergnügen voll und ganz auskosten zu können. Zum anderen geht es auch darum, die Distanz zum Besäufnis auf der Skihütte zu schaffen und ganz bewusst eine Abgrenzung zu erzielen.Lernt man Skifahren in 3 Tagen?Kann man dann in drei Tagen Skifahren lernen, ja oder nein? Ja, in drei Tagen kann ein Novize ein Gefühl fürs Skifahren bekommen und der Spaßfaktor spielt dann meist auch schon eine bedeutende Rolle, so dass die berühmten Brettln auch in der nächsten Wintersaison ausgepackt werden. Aber wir müssen es als eine Ganzheit wahrnehmen, um diese Bindung mit besseren Produkten zu stärken und das Potenzial auszubauen.Es ist daher unsere Aufgabe, die technischen Grundlagen so zu schaffen, dass Ängste überwunden werden können und ein Verständnis für die Umwelt präsent ist. Dies ist besonders nach längeren Pausen eine Herausforderung.Aber wir Skischulleiter sind motiviert. Wir haben ein großes Privileg, diese Sportart lehren zu können. Wenn es sich auch um den gleichen Bewegungsablauf handeln mag, spielt es sich trotzdem jedes Mal anders ab, weil das Skifahren aus Aktion und Reaktion besteht. Und darin liegt auch die Schönheit dieses Sportes.Grundsätzlich hat jeder Skifahrer die Wahl, sich entweder vom Ski fahren zu lassen oder den Ski zu fahren Unsere Schüler und Gäste sollen den Ski fahren, mit Freude und Sicherheit. Und darin sehen wir unsere Herausforderung!Die ITS-Skilehrer wollen Skifahren nicht zum Marketing-Gag degradieren, sondern ein existentielles Erlebnis verschaffen.

    
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Ski Well – Feel Well / Salzburger Skischulen testen Zielgruppen-Produkt

Der Salzburger Berufsskilehrer & Snowboardlehrer Verband (SBSSV) entwickelt sich vom Selbstverständnis her in den letzten Jahren ständig weiter. Man ist sich dessen bewusst, dass die Zukunft in der Zielgruppenorientierung liegt. Dies bedeutet jedoch, dass sich touristische Themen wie Wellness auch auf der Piste abspielen müssen. Dementsprechend hat der SBSSV heuer das Produkt „Ski Well – Feel Well“ in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg und der Firma Suunto (Uhren und Pulsmessgeräte) herausgebracht. Nun läuft seit Saisonbeginn die erste Testphase mit ca. 15 Skischulen.

Der neue Obmann des SBSSV Gerhard Sint von der Skischule St. Johann / Alpendorf vertritt 2800 fixe Stamm-Skilehrer in den 110 Skischulen Salzburgs.

SBSSV-Geschäftsführer Wolfgang Viehhauser sieht für Salzburgs Skischulen Chancen durch gesundheitsfördernde Programme für Skiläufer wie das neue „Ski Well – Feel Well“ eines ist. Hier steht das Wohlfühl-Skifahren an oberster Stelle, passend zu der seit Jah-ren boomenden Wellness-Schiene in der Hotellerie. Konsequenterweise soll das Produkt auch mit den Partnern aus der einschlägigen Hotellerie angeboten werden. „Diese Verknüpfung ist uns ein großes Anliegen, weil das ThemaWohlfühlen, Gesundheit bzw. Erholung in Zukunft mindestens gleich wichtig ist wie eine gute Skitechnik“, bekennt Viehhauser. „Das Klientel ist über viele Jahre hinweg gewachsen und erwartet sich gewissermaßen, dass auch die bewegungsorientierten Freizeitaktivitäten diese neuen Aspekte aufgreifen statt nur eine Klassifizierung in Leistungsgruppen anzubieten. Sicherlich bleibt Letzteres das lukrative Hauptgeschäft der Skischulen, jedoch muss man sich um solche Nischen kümmern, wenn man ein moderner, dynamischer und für das Gesamtimage des Wintertourismus wichtiger Partner sein will, wie die Salzburger Skischulen das beabsichtigen.Bei „Ski Well – Feel Well“ werden z.B. die Höhenmeter, Pulsfrequenzen, Pulsbereich etc. mit Suunto- Geräten gespeichert und am Tagesende am Laptop ausgewertet. Der Gast erhält eine Analyse und Beratung, wie er am besten entspannt skifahren kann. Er will wissen, wann er mit welchem Material und welchen Verhältnissen am besten aufgehoben ist.“Wir müssen die Software-Komponente im Wintertourismus spielen „Der Skilehrerverband sieht sich mittlerweile in einer Position, wo wir unsere Aufgabe wirklich ernst nehmen müssen und wollen, nämlich die Software-Komponente im Wintertourismus zu übernehmen. Denn Bergbahnen, Skiindustrie etc. bringen viel Hardware wie Funparks, Halfpipes und die jeweiligen Sportgeräte dazu auf den Markt. Aber wer sorgt dafür, dass diese mit Leuten belebt werden, die solche Angebote nutzen können, weil ihnen die nötigen Voraussetzungen beigebracht wurden?“, so Viehhauser weiter. Aus diesem Bewusstsein heraus hat der SBSSV auch bereits vor zwei Jahren das Thema „School of Style“ in der Ausbildung eingeführt (derzeit 55 Ausbildungskurse/Jahr, 2003 waren es noch 25). Auf diese Weise wird die Produktfolge für die Industrie abgerundet. Denn auch die Skiindustrie hat das Problem, wie sie möglichst schnell ihre Produkte zielgruppenorientiert vermarkten können.“Und wer spielt die Themen auf der Piste für die Gäste eines 5 Sterne Wellness- Hotels? Solche Gäste entscheiden nach anderen Kriterien als den Kosten für einen Skilehrer, nämlich, ob es für sie einen Sinn macht oder nicht.“

Mag.Wolfgang Viehhauser, Geschäftsführer des Salzburger Berufsskilehrer & Snowboardlehrer Verbandes, will jedes Jahr ein neues Thema in das Programm aufnehmen. Fotos: SBSSV

Win-Win-Situationen entwerfenFür die Schneesportschulen ist es wichtig, dass die Partner im Wintertourismus – das Netzwerk Winter – das Gefühl haben, bei ihren Aktivitäten unterstützt zu werden. Dann erkennen sie auch den Mehrwert, den die Skischulen bringen können. Man soll Szenarien entwerfen, bei denen es nur Gewinner gibt. Viehhauser skizziert so eine Win-Win-Situation:„Eine Skifirma will z. B. auf irgendeinem Berg einen Skitest durchführen. Im Zuge der Planungen wendet sie sich an den örtlichen Skischulleiter und schlägt ihmvor, er soll zu seinen Partnern in der Hotellerie gehen und folgendes anbieten: Weil ihrmir immer so viele Leute schickt, bekommt ihr heute ein besonderes „Zuckerl“. Eure – und nur eure – Gäste könnenmitmirmorgen gratis auf neuestem Testmaterial Ski fahren.Die Skilehrer kommunizieren für die Skifirma diese Sportgeräte am besten gegenüber den potenziellen Zielgruppen. Die Hoteliers sind zufrieden, weil die Skischule etwas für sie tut und die Gäste haben das Gefühl, dass der Vermieter etwas für sie getan hat und behalten das in angenehmer Erinnerung. So hat jeder etwas davon gehabt! Auch wenn im Endeffekt der Konsument bzw. Gast letztlich das Ganze in der Wertschöpfungskette finanziert…Oder ein anderes Beispiel: Manweiß am morgen, dass 30 cm Neuschnee gefallen sind. Die Skischule schickt sofort ein Fax an die 10 größten Hotels mit der Bitte, es den Gästen auf den Frühstückstisch zu legen. Darauf steht: Heute Tiefschneefahren um XY €/Person mit speziellen Skilehrern möglich. Treffpunkt um9:45 Uhr an der Talstation XY! Die Gäste freuen sich über das tolle Service, der Hotelier darüber, dass die Gäste zufrieden sind und die Skischule, dass die Leute kommen und der Skilehrer verkauft ist. Umgekehrt ist es nämlich schwierig für den Gast, wenn er einen Tiefschneekurs buchen will. Aufgrund von Witterung oder Gelände ist dies oft nur beschränkt möglich. Daher ist es besser, flexibel zu sein, wenn es soweit ist, und offensiv zu kommunizieren. Dann sind die Gruppen voll!

Das neue Angebot der Salzburger Skischulen „SkiWell – FeelWell“ richtet sich an die wachsende Zielgruppe.

Dialog mit den Partnern ist wichtigHingegen war es ja frühermeist so, dass die Skischule einfach gewartet hat, bis der Gast kommt. Dann hat dieser seinen Kurs gemacht und ist am Ende – oder schon früher – wieder gegangen. Dann hat man sich gewundert, warum die Leute nicht mehr zurückgekommen sind, oder in den oberen Gruppen immer weniger geworden sind. Klar, jedes Jahr ein paar Übungen lernen und nur hinter dem Skilehrer nachfahren, wird irgendwann langweilig. Deshalb müssen wir darauf achten, die Software am Berg zu spielen und die Themen vorzugeben bzw. mit den vorhandenen Produkten das Bestmögliche zu machen“, bringt es Viehhauser auf den Punkt.Und noch etwas darf man nicht vergessen: Trendprodukte sind imagebehaftet. In Gebiete, die ein dynamisches, trendiges Image haben, wollen alle kommen. Dies belegt folgendes Beispiel: das größte (und zahlungskräftigste) Zielpublikum im Salzburger Land ist die Gruppe 60+. Diese „Grauen Panther“ findet man aber nur dort, wo das junge Image gegeben ist. Wenn eine Destination von vornherein ein „altes“ Image hat, kommen die Senioren auch nicht mehr hin! So betrachtet haben Trendthemen auch noch einen anderen, nicht zu unter-schätzenden Gesamteffekt. mak

SICHER besser Skifahren – die neue Initiative des DSLV

Der Deutsche Skilehrerverband reagierte gemeinsam mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther auf die brisante Frage, ob der Wintersport zu gefährlich wird, mit dem Buch „Sicher durch den Skiwinter“. Ergänzend dazu bietet der DSLV ein Fahrsicherheitstraining für gefährliche oder überraschende Situationen auf der Piste sowie einen Pistenführerschein für alle Nachwuchssportler an. Das ganze Paket bildet die Initiative „SICHER besser Skifahren“.

Im neuen Buch des DLSV „Sicher durch den Skiwinter“ geben Rosi Mittermayr und Christian Neureiter Expertentipps. Fotos: DSLV

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther geben Expertentipps zum Thema „Sicherheit auf der Skipiste“. Wie jeder Wintersportler zur eigenen sowie allgemeinen Sicherheit durch gegenseitige Rücksichtnahme und das Einhalten gewisser Regeln beitragen kann, stellt das neue Buch der beiden prominenten Autoren anhand eines Praxisleitfadens dar. Auf 126 Seiten werden Themen wie passende Ausrüstung, Fahren auf sowie abseits der ausgewiesenen Pisten oder Sicherheit von Kindern im Skisport praxisorientiert behandelt. Nicht nur die optimale Anpassung der Ausrüstung an die individuellen Bedürfnisse des Fahrers ist Grundvoraussetzung, um Unfälle zu vermeiden. Das richtige Einschätzen der eigenen Fähigkeiten sowie ein soziales und rücksichtsvolles Miteinander auf der Piste sind mindestens genauso wichtig. In der Publikation „Sicher durch den Skiwinter“ werden unter anderem die offiziellen FIS-Verhaltensregeln zeitgemäß für Pisten und Loipen zusammengefasst und erklärt. Mit dem neuen Buch gibt der DSLV einen fundierten Ratgeber mit praktischen Tipps und Checklisten zur persönlichen Einschätzung an die Hand, mit der Zielsetzung, das Unfallrisiko in den Bergen zu reduzieren. „Sicher durch den Skiwinter“ erschien im nymphenburger Verlag und ist für 14,95 Euro im Handel oder über den DSLV erhältlich (ISBN 978-3-485-01189-1).„SICHER besser Skifahren“ mit FahrsicherheitscheckAls perfekte Ergänzung zum theoretischen Berater bietet der DSLV diverse Angebote sowie Events und ist mit seinen 250 Profi-Schulen und 14000 Schneesportlehrern der ideale Partner in puncto Sicherheit. Die Initiative „SICHER besser Skifahren“ beispielsweise beinhaltet ein Fahrsicherheitstraining nach den Kriterien Tempo, Balance, Technik als auch Material und Taktik.Darüber hinaus können alle Nachwuchswintersportler unter dem Motto „Kinder SICHER im Schnee“ einen Pistenführerschein machen. Gerade die „kleinen“ Teilnehmer überschätzen oftmals ihre eigene Leistung oder werden auf der Piste nicht ernst genug genommen.„Beim Autofahren kennt man das schon lange. Auf schneeglatter Fahrbahn bewegen sich vier Reifen anders als auf Asphalt. Wer den Kontrollverlust schon selbst erleben musste, belegt kurz darauf ein Fahrsicherheitstraining. Beim Wintersport ist das ähnlich. Aus dem Nichts taucht eine Eisplatte auf, unverhofft erscheint ein Steilhang oder es heißt plötzlich „Ausweichen“ oder schnell „Stopp“. Diese oder ähnliche Situationen mit zwei oder vier Kanten zu meistern, vermeidet nicht nur Unfälle, sondern steigert den Fahrspaß um ein Vielfaches. Helme und Protektoren schützen, aber die Sicherheit auf den Pisten erhöht nur besseres und souveränes Fahrkönnen. „Sicherheit im Wintersport beginnt nicht auf dem Kopf, sondern im Kopf“, sagt Wolfgang Pohl, Präsident des Deutschen Skilehrerverbandes und appelliert an die Selbstverantwortung jedes einzelnen Sportlers.

DSLV-Präsident Wolfgang Pohl startete heuer die Initiative SICHER besser Skifahren.

Komfortzone verlassen und Gefahren erkennenSchnelles Ausweichen oder eine plötzliche Notbremse reißt den Schneesportler aus seiner persönlichen Komfortzone. Beim Fahrsicherheitstraining in den DSLV Profi-Schulen werden diese Situationen außerhalb des individuellen Wohlfühl-Bereichs gezielt geübt. Die Experten in den Ski- und Snowboardschulen helfen mögliche Gefahrenstellen zu erkennen und überraschende Momente sicher zu beherrschen. Dabei bezieht sich der Schneesport-Coach nicht nur auf das Fahrkönnen seiner Schützlinge, sondern passt die Übungen an die jeweilige Schnee- und Hangbeschaffenheit sowie an das Tempo an.

Neu im DSLV ist ein Fahrsicherheitstraining nach den Kriterien Tempo, Balance, Technik als auch Material und Taktik.

Das intuitiv richtige ManöverDas Fahrsicherheitstraining der deutschen Profi-Schulen wird in drei Bereiche gegliedert: Spur und Tempo, Balance und Technik sowie Material und Taktik.In jedem Trainingsteil erleben Wintersportler ihren Ski oder das Snowboard von einer ungewohnten Seite und bekommen Techniken an die Hand, die sie beim persönlichen Tag in den Bergen verfeinern können. Beim „Spur- und Tempocheck“ wird beispielsweise das intuitiv richtige Manöver auf stark frequentierten Pisten trainiert. Im Bereich „Balance und Technik“ überraschen die Schneesportlehrer mit ungewöhnlichen Übungen, die auch ohne Schnee funktionieren, wie „Zähneputzen auf einem Bein“. Wunder könnte man im Bereich „Material und Technik“ erleben, wenn man mit einem Wechsel vom alten Ski oder Snowboard auf neues Material ein ganz neues Fahrgefühl bekommt. Oder man lernt, zu welcher Tageszeit, welcher Hang am besten zu befahren ist. Zu all diesen Fragen weiß der DSLV-Profi die richtige Antwort.mak