Projekt Hochsonnberg

Die Erweiterung des Skigebiets der Schmittenhöhe in Richtung Maurerkogel ist gescheitert

Schmittenhöhebahn zieht UVP-Antrag zurück

Nach mehr als 16 Jahren Vorarbeit und rechtlichen Verfahren hat die Schmittenhöhebahn AG den Antrag auf Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt Hochsonnberg beim Bundesverwaltungsgericht zurückgezogen. Dieser Schritt erfolgte aufgrund der Erkenntnis, dass nach einem so langen Prozess permanenter juristischer Auseinandersetzungen auch in naher Zukunft keine Aussicht auf eine konkrete Projektumsetzung gegeben sei.

Mit dem Projekt Hochsonnberg wäre Piesendorf an das bestehende Lift- und Pistennetz der Schmitten angeschlossen worden. Für die Erweiterung waren vier Liftanlagen mit den dazugehörigen Pisten und eine Beschneiungsanlage samt Speicherteich geplant gewesen, der überwiegende Teil der Aufträge wäre der heimischen Wirtschaft zugute gekommen. Mit der Anbindung hätte die Schmittenhöhebahn AG im Höhenbereich zusätzliche Pistenflächen erhalten und die Areitbahn in Zell am See/Schüttdorf entlasten wollen. Darüber hinaus hätte Piesendorf ein weiteres wirtschaftliches Standbein bekommen.

„Wir müssen erkennen, dass wir das für unser Unternehmen so wichtige Projekt nicht wie geplant umsetzen können. Die Erweiterung im Höhenbereich ist für die mittel- bis langfristige Existenzsicherung der Schmittenhöhebahn AG zwingend nötig. Wir werden daher weiter über die Ausweitung unseres Angebotes in unserem Gebiet nachdenken müssen, denn schließlich tragen wir als Leitbetrieb eine große Verantwortung für die Region und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“, so Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See.

Schmittenhöhebahn AG auf einen Blick
Die Schmittenhöhebahn AG beschäftigt rund 430 Mitarbeiter in der Wintersaison und ist damit einer der Leitbetriebe und wichtiger Arbeitgeber in der Region Zell am See-Kaprun. 28 Lift- und Seilbahnanlagen auf der Schmittenhöhe, sowie die Schifffahrt am Zeller See zählen im Winter und Sommer zu den touristischen Hauptattraktionen in Zell am See-Kaprun.

Schultern, Knie und die Fußgelenke/Knöchel sind jene Körperteile, die bei einem Unfall auf der Piste am häufigsten verletzt werden. ©Elisabeth Laiminger

Hohe Sicherheit im Skigebiet dank der Pistenrettung von KitzSki

Der zentrale Pistenrettungsdienst Kitzbühel sorgt für Sicherheit auf den Pisten von KitzSki. Dank des Modells der Selbstfinanzierung steht der Verein auch wirtschaftlich auf einer soliden Basis. Investiert wird in die Ausbildung und das Equipment der Pistenretter. Davon profitieren vor allem jene Einheimische und Gäste, die auf der Piste in eine Notlage geraten. Geholfen wird rasch, professionell und mit modernen Hilfsmitteln.

Durchschnittlich sind an einem Wochenende in der Hauptsaison in etwa 22.000 Skifahrer im weitläufigen Skigebiet von KitzSki unterwegs. Davon benötigen im Schnitt sieben Personen Hilfe von der Pistenrettung. Die Pistenretter bringen die Verunfallten in Sicherheit, leisten Erste Hilfe, koordinieren die Rettungskette, erfassen den jeweiligen Unfallhergang und dokumentieren die Unfallstelle.

Mag. Anton Bodner und Mag. Christian Wörister, Vorstandsduo der Bergbahn Kitzbühel, wissen um die Bedeutung von Sicherheit im Skigebiet und sind erfreut, dass die Zahl der Verunfallten sinkt. „Für unsere Urlaubsgäste und Einheimischen scheuen wir keine Anstrengungen, um ihnen ein höchstmögliches Maß an Sicherheit auf unseren Pisten zu bieten. Die Grundlage dafür sind ein durchdachtes Pistenleitsystem, großzügig angebrachte Pistenrandmarkierungen und – sollte doch etwas passieren – rasche und professionelle Hilfe im Ernstfall durch den zentralen Pistenrettungsdienst Kitzbühel“, so Mag. Anton Bodner und Mag. Christian Wörister.

Zentraler Pistenrettungsdienst Kitzbühel – bestens ausgebildet, modern ausgestattet und hervorragend vernetzt

Vor 1974 war die Bergrettung für die Hilfe auf den Pisten von Kitzbühel zuständig. Mit der wachsenden Zahl der Skigäste ist auch die Unfallhäufigkeit gestiegen. Die personellen Ressourcen der Bergrettung drohten zu erschöpfen, zumal sie sich zu diesem Zeitpunkt (wie auch heute) um zahlreiche andere Aufgaben kümmerte. Aus diesem Grund haben die Anrainergemeinden von KitzSki am 2. Februar 1974 beschlossen, die Pistenrettung als eigenständigen Verein („Zentraler Pistenrettungsdienst Kitzbühel“) zu etablieren, dem die Bergbahn Kitzbühel, die Anrainergemeinden, Kitzbühel Tourismus und der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Brixental angehören.

Ing. Gerhard Eilenberger, Erster Vize-Bürgermeister von Kitzbühel, hat 2012 die Rolle des Obmanns dieses Vereins ehrenamtlich übernommen. Ihm ist es geglückt, die Finanzierung des Pistenrettungsdienstes Kitzbühel auf eine solide Basis zu stellen. „Mit dem Modell der Selbstfinanzierung ist es uns gelungen, eine qualitativ hochwertige Form der Pistenrettung anbieten zu können. Österreichweit verrechnen wir Bergetarife im untersten Bereich. Was wir einnehmen, investieren wir in die Ausbildung unserer Pistenretter und stellen ihnen ausgezeichnetes Equipment für ihre Einsätze zur Verfügung. Es ist technisch immer auf dem neuesten Stand“, freut sich Ing. Gerhard Eilenberger. Auch die Dienstkleidung muss passen, wenn man Wind und Wetter ausgesetzt ist. „Deshalb wurden alle 22 Pistenretter für die Wintersaison 2022/23 komplett neu eingekleidet.“

Helfen – die anspruchsvolle und zugleich erfüllende Aufgabe des Pistenretters

Die KitzSki Pistenretter werden sehr gut ausgebildet und bringen eine Reihe an wichtigen Charaktereigenschaften mit: Sie sind teamfähig, empathisch, resilient und freundlich. Wertschätzung in Form von Dankbarkeit erhalten sie vor allem von den Verunfallten. Harald Schill, Vertreter der Pistenretter, nimmt nahezu täglich wohlwollenden Worte entgegen. „In einer Notlage sind alle froh, wenn schnell geholfen wird. Das schweißt uns als Team zusammen, ebenso die Gewissheit, dass sich unsere Einsätze gelohnt haben“, ist Harald Schill überzeugt. Je nach Situation werden die Pistenretter auch von den Maschinisten und Beschneiern unterstützt. „Es ist ein schönes Miteinander, das uns persönlich, vor allem aber den Einheimischen und Gästen, zugutekommt.“

Zahlen, Daten und Fakten

Zwischen 11 und 13 Uhr passieren die meisten Unfälle, laut Statistik zählen vor allem 50- bis 70-jährige zu den Verunfallten. Die GPS-Daten der Unfallstellen werden aufgenommen, um zu analysieren, ob weitere Maßnahmen (z. B. Pistensicherung, Zusatz-Beschilderung oder Pistenkorrekturen) notwendig sind. 1.000 Einsätze pro 15.000.000 Fahrten ergeben pro Wintersaison eine sehr geringe Unfallquote. Das kann unter anderem auch auf die guten Pistenverhältnisse von KitzSki zurückgeführt werden.

 

 

 

Schneeschuhwandern liegt im Trend. ©unsplash

Mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes macht der Sportfachhandel mit Outdoorartikeln

Der Outdoor-Bereich hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem zentralen, ganzjährigen Geschäftsbereich für die Sportartikelindustrie und den Sportfachhandel entwickelt. Im Zeitraum von September 2021 bis August 2022 hat die österreichische Outdoorindustrie rund 622 Millionen EUR mit dem Hineinverkauf von Outdoorbekleidung, -schuhen und -zubehör in den Sportfachhandel erwirtschaftet (Sell-In Zahlen ausgewählter Outdoor-Marken/Hochrechnung auf den Markt durch den VSSÖ, 2022). Das sind 28 Prozent des Gesamtumsatzes des Sportfachhandels im Jahr 2021. Wegen dieser Bedeutung wird Anfang 2023 unter dem Dach des VSSÖ eine spezialisierte Interessengemeinschaft der Branche, die ARGE Outdoor, gegründet.

Outdooraktivitäten haben das gesamte Jahr Saison  

Obwohl die Corona-Pandemie auch für die Outdoorindustrie hinsichtlich Lockdowns und Lieferkettenproblemen fordernd war, ist die Nachfrage nach Outdooraktivitäten und -artikeln im Sportfachhandel sprunghaft angestiegen. In den letzten zwei Jahren ist der Umsatz der Outdoorindustrie dadurch im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Eine Blitzumfrage des VSSÖ/Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs unter den Branchenexpert:innen zeigt, dass das mitunter auch daran liegt, dass sich ein klarer Trend zu Outdooraktivitäten im Winter abseits des klassischen Skifahrens abzeichnet. Besonders Skitouren, Schneeschuh-/Winterwandern und Nordic Fitness sind beliebte Outdooraktivitäten. Damit wird Outdoor für Industrie und Handel zu einem ganzjährigen Geschäftsfeld, das nicht saisonal gebunden ist.

Der Umsatz von rund 622 Millionen EUR teilt sich auf in die Bereiche Bekleidung mit 48 Prozent (lange Outdoorhosen und isolierten Jacken als größte Umsatzbringer), Schuhe mit 38 Prozent (etwa die Hälfte der abgesetzten Menge sind „Hiking & Outdoor Multifunction“-Schuhe, den höchsten Schnittpreis haben jedoch Tourenskischuhe mit 452 EUR) und Zubehör mit 15 Prozent (mehr als die Hälfte davon wird mit dem Verkauf von Rucksäcken eingenommen). Bei den Konsument:innen ist der Trend erkennbar, dass diese Produkte möglichst multifunktional bei mehreren Sportarten bzw. auch im Alltag tragbar sein sollen. Sie möchten außerdem mit so wenig Ausrüstung wie möglich auskommen, die zugleich sehr leicht ist. Für eine hohe Produktqualität sind die Konsument:innen auch bereit höhere Preise zu zahlen und lassen sich im Fachgeschäft beraten. Das ist neben der allgemein gesteigerten Nachfrage einer der Gründe für die rasante Umsatzsteigerung der Branche.

Verantwortung in der Produktentwicklung und -vermarktung

Nicht nur Qualität steht hoch im Kurs: Die Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Materialien „Made in Europe“ ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Viele Outdoormarken machen Nachhaltigkeit zu einem USP und betrachten schon in der Produktentwicklung, wie die Kreislaufwirtschaft und das Recycling aktiv gefördert werden können. In diesem Zusammenhang spielt auch das Thema Tourismus eine größer werdende Rolle, da sich mehr Menschen für Bewegung in der Natur und den Bergen interessieren. Für die Outdoorbranche sei das eine Chance, gleichzeitig müsse Verantwortung übernommen werden, zeigt die Blitzumfrage. Das bedeutet, dass schon bei der Produktentwicklung und -vermarktung die spätere Nutzung bedacht werden müsse: Welche Produkte sind die richtigen für das jeweilige Fitness-Level, um sicher unterwegs zu sein? Wie finden die Kund:innen zu den richtigen Produkten? Wie können die Produkte dazu beitragen, dass die Natur und Landschaft erhalten wird?

Erster Zusammenschluss der Outdoorbranche mit Marktzahlenkompetenz

Anfang des Jahres wird unter dem Dach des VSSÖ eine spezialisierte Interessengemeinschaft für die Outdoorindustrie, die ARGE Outdoor, gegründet. „Noch nie hat es zuvor einen derartigen Know-how- und Kompetenzzusammenschluss der österreichischen Outdoorbranche gegeben. Mit dieser Bündelung wird es erstmals möglich sein, Marktzahlen der Outdoorbranche zu erheben. Das bildet die Grundlage dafür, gemeinsam Ziele und Interessen durchzusetzen. Wir danken den Herstellern, die sich schon vor der eigentlichen Gründung Anfang 2023 die Zeit genommen haben, ihre Marktzahlen für ein Branchenbild zu kategorisieren und zu melden“, bedankt sich Holger Schwartig, Sprecher des VSSÖ Präsidiums.

Vorbild für die ARGE Outdoor bildet die ARGE Fahrrad, die seit über acht Jahren unter dem Dach des VSSÖ organisiert ist. „Der Zusammenschluss der Fahrradindustrie ist ein Best-Practice-Beispiel für das, was mit einer spezialisierten Interessengemeinschaft alles möglich ist“, ergänzt Michael Nendwich, Sprecher des Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich und Geschäftsführer des VSSÖ. „Die ARGE-Fahrrad wächst stetig, ist als Stimme der österreichischen Fahrradindustrie eine bedeutende Kommunikations- und Informationsplattform und hat ganz konkrete Ergebnisse vorzuweisen, wie z.B. die Ermöglichung von Dienstrad-Modellen in Österreich. Mit der gleichen Geschlossenheit werden wir auch im Outdoorbereich mit kommendem Jahr vorgehen.“

Eng in die Entwicklung der ARGE Outdoor eingebunden ist Stefan Brandl, Präsidiumsmitglied des VSSÖ und Pre-Sales-Manager bei Lowa: „Die Outdoorbranche ist einer der innovativsten Bereiche der Sportartikelbranche. Das zeigt sich gerade bei Nachhaltigkeitsfragestellungen wie zum Beispiel regionaler Produktion, umweltfreundlichen Materialien und einer gezielten Kreislaufwirtschaft. Es wird Zeit, dass wir uns auf Branchenebene zusammenschließen und gemeinsam etwas vorantreiben.“

 

 

 

Farbenfrohe Kunst auf einer Gondel der Rosskarbahn erzeugt Aufmerksamkeit für den Wettbewerb. ©Ötztal Tourismus / Jochen Müller

Gurgl fördert Inklusion als Austragungsort des „VOI fesch“-Kunstpreises 2023

Die vierte Auflage des österreichweiten Wettbewerbs „VOI fesch“ für Künstler*innen mit Behinderung steht unter dem Motto „Winterglück“. Passender Austragungsort ist Gurgl als Diamant der Alpen im hinteren Ötztal. Im Rahmen der Aktion haben 285 Teilnehmer*innen ihre Kunstwerke eingereicht. Daraus wurden 30 Beiträge von einer Fachjury nominiert, für die nun im Rahmen eines Publikumsvotings abgestimmt werden kann. Bis zum 23. Dezember sind die Originale im Kongresszentrum Gurgl Carat zu bewundern. Das Werk „Bunte Mandalas mal anders“ von Patricia Hütter ist auf einer Gondel angebracht und lenkt damit viel Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Aktion.

Seit 2018 wird der „VOI fesch“-Kunstpreis vergeben. Erklärtes Ziel ist es, das künstlerische Potenzial von Menschen mit Behinderung öffentlich sichtbar zu machen und zu fördern. „Wir wollen Künstler*innen mit Behinderung eine Bühne geben und ihr kreatives Potenzial in die Gesellschaft hinaustragen“, so Gründer Helmuth Stöber. Dass dies großflächig gelingt, beweist ein Blick in die Vergangenheit. Die Motive der bisherigen Sieger*Innen-Kunstwerke zierten bereits LKW-Anhänger, T-Shirts oder Taschen. Mit Gurgl als Partner der aktuellen Ausgabe gibt es eine passende Adaption. Zum Auftakt sorgt eine Gondel der Rosskarbahn in Obergurgl mit dem Kunstwerk „Bunte Mandalas mal anders“ von Patricia Hütter für Aufmerksamkeit bei WintersportlerInnen aus aller Welt. „Auf diese Art kann Kunst dazu beitragen, die Inklusion in unserer Gesellschaft voranzutreiben. Die Werke zeigen, wie viel Kreativität und Talent in den einzelnen Künstler*innen steckt“, unterstreicht Werner Hanselitsch, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Obergurgl.

Ausstellung im Gurgl Carat

Eine sechsköpfige Jury wählte aus den insgesamt 285 Einreichungen die überzeugendsten Top-30 aus. Diese sind bis 23. Dezember im Kongress- und Veranstaltungszentrum Gurgl Carat bei kostenlosem Eintritt zu besichtigen. „Wir wollen die Exponate einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, so Dominic Kuen, Destinationsleiter Gurgl bei Ötztal Tourismus. Im hochkarätig besetzten Entscheider*innen-Gremium wirkte auch die Ötztaler Künstlerin Hannah P. Scheiber mit: „Inklusion bedeutet für mich, dass wir alle die gleichen Rechte und Freiheiten, sprich auch Zugänge haben. Hier existiert in Österreich noch Aufholbedarf. Deshalb unterstütze ich das Projekt gerne.“ Zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung läuft bereits das Publikumsvoting für den „VOI fesch“-Kunstpreis 2023 unter: www.voifesch.com/kunstpreis-2023-Abstimmung

Großes Finale im März 2023

Bereits fixiert ist das Datum für die Auszeichnung der Top-15 Beiträge. Am 28. März 2023 werden die Kunstpreis-Sieger*innen im Gurgl Carat der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Die Arbeiten der drei Bestplatzierten werden öffentlichkeitswirksam auf Gondeln der Rosskarbahn aufgebracht. Dank der Unterstützung durch den österreichischen Seilbahnhersteller Doppelmayr und die Sparkasse Imst AG ist es möglich, fünf weitere Kabinen mit den Kunstwerken zu schmücken. „Inklusion bereichert unsere Gesellschaft um Individualität und Diversität. Das erachte ich als erstrebenswert, denn Monotonie halte ich für langweilig und gefährlich“, betont Werner Hanselitsch, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Obergurgl.

Weitere Infos:www.voifesch.com

 

 

Winterspaß am Winterberg Fendels. ©Daniel Zangerl

Saisonstart am Winterberg Fendels

Am Samstag, dem 17. Dezember 2022, startet die Skisaison 2022/23 am Winterberg Fendels am Eingang des Kaunertals. Alle Anlagen haben geöffnet, auf Groß und Klein warten zahlreiche Highlights.

Ab Samstag, 17. Dezember 2022, kommen Anfänger ebenso wie erfahrene SkifahrerInnen im Familienskigebiet Fendels wieder auf ihre Kosten. Täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr sind die Bergbahn Ried-Fendels und die Sattelbodenbahn in Betrieb. Zahlreiche präparierte Skipisten mit insgesamt 15 Kilometern und unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen stehen zur Auswahl. Auf SkitourengeherInnen warten drei sichere Aufstiegsrouten mit einem übersichtlichen Leitsystem. Das Kinderland „BIBI-Land“ bietet einen Zauberteppich, einen Tellerlift und einen Parcours, außerdem eine Skischule und Kinderbetreuung. Die vielen Winterwanderwege laden zum Spazieren ein, und auch die Naturrodelbahn verspricht Vergnügen für die ganze Familie. Auch Nachtrodeln und Nachtskilauf werden geboten. „Beste Schneeverhältnisse, Top-Wintersportangebote mitten in einer faszinierenden Bergkulisse und noch dazu der atemberaubende Ausblick auf die Kaunertaler Gebirgslandschaft: Endlich geht es am Winterberg Fendels in die neuen Saison“, freut sich Christian Strobl, Betriebsleiter der Bergbahnen Fendels.

Action im Snowpark Fendels

Der Winterberg Fendels startet zudem mit einer Neuheit in die Saison: dem Snowpark Fendels. Angehende Freestyler können hier ihre ersten Tricks üben und sich eine Basis für sicheres Fahren aneignen. So bereitet man sich optimal vor auf einen Besuch im Snowpark Kaunertal. Denn auch am Kaunertaler Gletscher sind alle Bahnen geöffnet. Mit dem Kombiskipass Kanuertaler Gletscher & Fendels ist doppeltes Pistenvergnügen garantiert.

Langlauf Klassisch Sportgastein (c) Ronny Katsch

Bad Gastein feiert Premiere in prestigeträchtiger Langlauf-Klassiker-Serie

Wasalauf, Marcialonga oder Engadin Skimarathon sind weit über den nordischen Skisport hinaus Begriffe. In Gastein steigt nun für 250 Männer und Frauen in den Profiteams erstmals der Prolog für diese Langlauf-Marathons im klassischen Stil, das „Pro Team Tempo“ am 10. Dezember über 15 Kilometer und das „Criterium“ am 11. Dezember über 35 Kilometer. Außerdem werden rund 200 Hobbyläufer die traumhafte Kulisse auf 1600 Metern Seehöhe, umgeben vom Nationalpark Hohe Tauern, nützen. „Vor mehr als 20 Jahren hatten wir den Biathlonweltcup in Sportgastein, nun kehrt der Nordische Skisport mit einer hochkarätigen Veranstaltung zurück. Damit senden wir ein deutliches Zeichen in puncto Schneesicherheit und Veranstaltungskompetenz aus“, sagt Lisa Loferer, Geschäftsführerin des Kur- und Tourismusverbands Bad Gastein. Salzburgs Chef-Touristiker Leo Bauernberger hebt die Bedeutung des Nordischen Skisports für den Tourismus hervor: „Fünf bis sieben Prozent der Gäste kommen mit dem Hauptmotiv Langlaufen zu uns. Viel größer ist aber die Zahl jener, die den nordischen Skisport als Zusatzangebot sehen. Für diese sogenannten Hybridgäste ist Langlaufen ein unerlässlicher Teil. Großartig, dass wir in Gastein nun dieses Angebot mit so einem Event einer breiten Masse kommunizieren können.“

Olympiasieger Bernhard Gruber als Botschafter

Dass sich Gastein auf höchstem Niveau präsentiert, dafür ist unter anderen der ehemalige Nordische Kombinierer Bernhard Gruber mitverantwortlich – als Botschafter der Veranstaltung und Teil des Expertenteams, das für das Loipenprofil verantwortlich ist. Der 13-fache Medaillengewinner bei Großereignissen und Namensgeber der „Bernhard Gruber Olympia Loipe“ kennt das Gebiet in seiner Heimat in- und auswendig. Sportgastein ist seit jeher seine Trainingsloipe. „Das Streckenprofil ist knackig, man muss immer arbeiten, das ist nicht zu unterschätzen. Tückisch ist sicher die Höhenlage, mit der man umgehen muss“, sagt Gruber. Während er nun als Mitorganisator erstmals einen anderen Blickwinkel auf den Wettkampf hat, will sich eine Lokalmatadorin auf der Strecke von ihrer besten Seite präsentieren. Anna Seebacher hat Erfahrung aus dem Weltcup und bei Olympischen Spielen, war in den vergangenen Jahren bei Volkslangläufen quer durch Europa schon erfolgreich und hat etwa 2020 den Dolomitenlauf gewonnen. „So ein Rennen vor der Haustüre zu haben, ist natürlich eine großartige Gelegenheit in die Saison zu starten, und zwar für Langläufer aller Alters- und Leistungsklassen“, sagt die 28-Jährige.

Duell der Langlauf-Legenden

Neben Seebacher gibt es mehrere Athletinnen und Athleten mit Weltcuperfahrung. Zwei Namen aber überstrahlen alle: Petter Northug und Dario Cologna. Der Norweger ist mit 13 Goldmedaillen Rekord-Weltmeister, dazu zweifacher Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger. In Gastein tritt der 36-Jährige nun erstmals mit seiner eigenen Mannschaft an. Dem nicht genug, kommt es in Gastein sogar zum Treffen mit einem ehemaligen Konkurrenten, einer weiteren Langlauf-Legende. Cologna hat in seiner Karriere ebenfalls alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Der Schweizer hat zwar „nur“ ein WM-Gold geholt, dafür vier Gesamtweltcup- und Olympiasiege. „Die beiden sind zwei der Größten aller Zeiten. Sie kennen viele Loipen, ich bin mir aber sicher, dass auch sie die Idylle in Sportgastein begeistern wird“, sagt Gruber. Cologna ist auf Einladung von Atomic in Bad Gastein. Damit kommt es zu einer Neuauflage des Duells der beiden Aushängeschilder, die den Langlauf über mehrere Jahre hinweg auf ein neues Niveau gehoben haben.

Starke Partner stehen für höchste Qualität

Atomic ist Partner der ersten Stunde der Gastein Classics. Der Aufschwung im Nordischen Skisport lässt sich auch in den rasant steigenden Verkaufszahlen ablesen, wie Atomic-Produktmanager Norbert Irouschek erklärt: „Wir werden heuer rund 190.000 Paar Langlaufski verkaufen, das ist ein neuer Rekord.“ Für das Salzburger Unternehmen war schnell klar, dass Gastein Classics die perfekte Basis einer Zusammenarbeit bietet. „Wir sind auch im Nordischen Skisport stark verwurzelt. So eine Veranstaltung ist für uns die perfekte Plattform, um die Marke zu transportieren“, sagt Irouschek.

Gastein übernimmt Rennen für den ÖSV

Den Gastein Classics nicht genug, finden im Rahmen der Veranstaltung nun noch zwei weitere Rennen statt. Dank der Schneesicherheit in Sportgastein, wo man von November bis April durchgehend meist perfekte Bedingungen vorfindet, können am Samstag und Sonntag auch zwei Distanzrennen im Rahmen des Austria Cups, die in Seefeld hätten stattfinden sollen, ausgetragen werden„Vielen Dank an Bad Gastein, dass wir so kurzfristig die Rennen verlegen konnten. Das ist eine super Gelegenheit für bis zu 200 Teilnehmer die guten Bedingungen auszunützen“, sagt Christian Rieder, der im ÖSV-Langlauf für Marketing und Sponsoring zuständig ist. „Wir sind eine der sehr wenigen Regionen, die aktuell schon Loipen in dieser Länge und Qualität anbieten können. Für uns wiederum ist der Austria Cup eine sehr gute Gelegenheit, das auch zu kommunizieren. Wir haben in zwei Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt und freuen uns, dass wir damit auch Teil einer ÖSV-Serie sind“, sagt Loferer.

Daten & Fakten

Auf 1600 Meter Seehöhe liegt die „Bernhard Gruber Olympia Strecke“ in Sportgastein.

250 Männer und Frauen in 35 Profiteams nehmen an den Gastein Classics teil.

35 Kilometer beträgt die Distanz am Sonntag.

15 und 30 Kilometer legen die Hobbyläufer/innen zurück.

15 Kilometer werden beim Prolog am Samstag gelaufen.

14 Rennen an 11 Schauplätzen in 6 Ländern umfasst der Kalender der Ski Classics 2022/23.

4 Millionen TV-Zuschauer hatte das meistgesehene Rennen der vergangenen Saison (Ski Classics)

3 Olympiasieger: Petter Northug, Dario Cologna, Bernhard Gruber (als Gastein Classics Botschafter) sind in Gastein dabei.

2 Pro-Tour-Rennen werden in Bad Gastein ausgetragen.

1 Technik (Klassisch) wird gelaufen

Was ist Ski Classics?

David Nilsson, Vorsitzender der Ski Classics, freut sich auf den neuen Tour-Stopp: „Österreich verkörpert Wintersport und Bad Gastein ist ein Kronjuwel davon. Wir sind stolz, dass wir dort Gast sein dürfen und damit unsere Marke noch stärker wird“, sagt Nilsson. Um zu verdeutlichen, welche Reichweite Ski Classics hat: 4,2 Millionen TV-Live-Zuschauer waren europaweit in der vergangenen Saison beim meistgesehenen Rennen dabei. Die Ski Classics sind eine Wettkampfserie, die ihren Ursprung in Skandinavien hat, 2011 ins Leben gerufen wurde und Volkslanglaufrennen über Langdistanzen (bis 100 Kilometer) in klassischer Technik für Profis und Amateure umfasst. Große Namen wie Therese Johaug oder eben Cologna finden sich in den Siegerlisten dieser Klassiker. In Gastein werden verhältnismäßig kürzere Distanzen (15/35 Kilometer) gelaufen, weil es sich um den Prolog handelt.

 

 

Garaventa Youth Card. ©Garaventa/SBS

Skiabo für Lernende

Seilbahnen Schweiz lanciert gemeinsam mit Garaventa AG eine Jahreskarte für Lernende, die «Garaventa Youth Card». Damit nutzen Lernende, welche bei Seilbahnen Schweiz ihre Ausbildung als Seilbahnmechatroniker/in oder Seilbahner/in absolvieren, sämtliche Seilbahnen der Schweiz kostenlos.

Freie Fahrt für den Nachwuchs der Seilbahnbranche, denn dank der Kooperation zwischen Garaventa und Seilbahnen Schweiz erhalten sich in Ausbildung befindende Seilbahnmechatroniker/innen und Seilbahner/innen erstmals eine kostenlose Jahreskarte für alle Schweizer Seilbahnen für die Wintersaison 22/23.

Attraktive Bedingungen am Arbeitsplatz
Die Förderung der beruflichen Grundbildung und die Stärkung der Seilbahnberufe liegt Seilbahnen Schweiz und Garaventa gleichermaßen am Herzen. Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz (SBS), freut sich: «Wer im Ausbildungszentrum in Meiringen die Lehre zum Seilbahner oder Mechatroniker absolviert, arbeitet dort, wo andere Ferien machen. Kaum ein anderer Arbeitsplatz bietet einen so atemberaubenden Ausblick, wie ein Job bei einer Seilbahn.»
«Die meisten Lernenden sind sehr natur- und bergaffin. Mit der neuen Jahreskarte für die Schweizer Seilbahnen wollen wir diese Leidenschaft unterstützen und die Ausbildung in der Seilbahnbranche noch attraktiver gestalten,» ergänzt Arno Inauen, CEO von Garaventa.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Berno Stoffel und Arno Inauen sind sich einig: «Es liegt uns sehr am Herzen den Nachwuchs intensiv zu fördern. Mit der kostenlosen Jahreskarte öffnen sich den Lernenden die Türen in andere Regionen. Die Branche benötigt spezialisierte Fachleute und bietet dem Nachwuchs Perspektiven mit sich rasant entwickelnden Themen wie alternative Antriebe, smarte Technologien oder urbane Bahnen.»
Die «Garaventa Youth Card» gilt für die im Ausbildungszentrum Meiringen zu absolvierende zweijährige Ausbildung zum Seilbahner/in mit eidg. Berufsattest (EBA) sowie für die vierjährige zum Seilbahnmechatroniker/in mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ).

 

Bei der Eröffnung der Seilbahn am Galsterberg wurde von (v.l.n.r.) Bürgermeister der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern Dieter Stangl, Planai-GF Dir. Georg Bliem, Landesrätin MMag. Barbara Eibinger-Miedl, Galsterberg-Geschäftsführer Mag. Peter Weichbold und Planai-Aufsichtsratsvorsitzenden Stv. Mag. Gerhard Widmann feierlich das Band durchgeschnitten. © Harald Steiner

Neue 10er Gondelbahn auf den Galsterberg eröffnet

Am 5. Dezember wurde nach einer knapp sieben monatigen Bauzeit die neue 10er-Gondelbahn auf den Galsterberg offiziell eröffnet. Galsterberg-Geschäftsführer Mag. Peter Weichbold konnte zur Feierlichkeit ca. 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Tourismus begrüßen.

„Mit der neuen 10er-Gondelbahn haben wir einen wichtigen Schritt gesetzt, den Galsterberg auch für die nächsten Jahrzehnte abzusichern. Die kurze Bauzeit war herausfordernd. Ein besonderer Dank gebührt hier den bauausführenden Unternehmen sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die tatkräftig bei der Umsetzung mitgewirkt haben“, so Galsterberg GF Mag. Peter Weichbold. Erfreut zeigte sich auch Dir. Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH, unter deren Dach auch der Galsterberg gehört: „Der Galsterberg hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und der Neubau der neuen Hauptseilbahn war der logische weitere Schritt. Diese neue Bahn überzeugt mit höchstem Komfort und vor allem die Stationen passen sich optimal dem Landschaftsbild an. Es freut mich sehr, dass wir mit dem heutigen Tag eine neue Ära am Galsterberg einleiten und sage Dankeschön an die Gemeinde Michaelerberg-Pruggern sowie der Bevölkerung aus dem gesamten Gröbminger Land für die enorme Unterstützung“.

Die Festansprache erfolgte durch Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, die sich beeindruckt zeigte: „Mit der neuen, modernen 10er-Gondelbahn am Galsterberg haben die Planai-Hochwurzen-Bahnen einmal mehr in das vielfältige Angebot für ihre Gäste investiert und sorgen so für mehr Komfort sowie Kundenzufriedenheit. Ich bin davon überzeugt, dass nicht nur das kleine, aber feine Skigebiet Galsterberg, sondern die Steiermark insgesamt als Destination für Urlaub und Freizeitaktivitäten davon profitieren wird. Danke an alle Beteiligten, die mit dieser Investition das grüne Herz Österreichs noch kräftiger schlagen lassen!“

Höchster Komfort für Fahrgäste

Die neue 10-er Gondelbahn von LEITNER ropeways bedeutet einen großen Mehrwert für den Galsterberg und die gesamte Region Schladming- Dachstein. Mit der neuen Bahn gelangen die Gäste in nur sechseinhalb Minuten auf bequemste Art und Weise von der Tal- bis zur Bergstation. Großzügige Glasfronten bei den 31 Gondeln des Typs DIAMOND EVO XLINE Deep ermöglichen dabei einen 360°-Rundum-Panoramablick. Die Förderleistung der neuen Bahn beträgt bis zu 1.200 Personen/Stunde bei einer Länge von 2,3 km. Neben höchstem Komfort und deutlich höherer Beförderungsleistung wurde vor allem auf eine Stationsausführung mit regionalem Bezug Wert gelegt. Die Berg- sowie Talstation punkten mit einer Gebäude-Architektur im „Schindel-Design“ und passen sich optimal dem Landschaftsbild an.

GD10 Rosskopf. ©LEITNER

Nachhaltige Technologie und Premium-Komfort

Italiens Skigebiete bieten für die kommende Wintersaison zahlreiche Neuerungen und setzen dabei vielerorts auf das bewährte Know-how von LEITNER. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der LEITNER DirectDrive, der als umweltfreundlichster Antrieb am Markt besonders in Zeiten des Energiesparens gefragter ist denn je. Daneben bringt das Unternehmen gekonnt seine Stärken in Sachen Komfort, individueller Ausstattung und anspruchsvollem Design zur Geltung.

Eine neue Seilbahn-Ära startet am Rosskopf in Sterzing. Ab dem kommenden Winter wird die bereits 1987 in Betrieb genommene 6er-Kabinenbahn durch eine moderne 10er-Kabinenbahn ersetzt. Die GD10 „Rosskopf“ verkehrt – samt der weithin bekannten Querung der Brennerautobahn – auf der identen Trasse und stellt für die gesamte Region ein sichtbares Symbol der Attraktivierung und Modernisierung dar. Auch rund um die Bahn sorgen neue Bauwerke für architektonische Akzente. So entstehen gemeinsam mit dem Bau der Kabinenbahn auch neue Stationsgebäude am Berg und im Tal, in letzterer wird unter anderem auch der Tourismusverband Sterzing seine neuen Büroräumlichkeiten beziehen. Die Bahn selbst erweist sich dank LEITNER DirectDrive als besonders umwelt- und wartungsfreundlich, geräuscharm und ressourcenschonend.

Daneben sticht die hochwertige Ausstattung der Anlage hervor: So ist die GD10 Rosskopf mit den neuen Premium Kabinen „Diamond EVO“ bestückt, die höchsten Sitzkomfort und ein einzigartiges 360-Grad-Aussichtsserlebnis garantieren.

Dazu Hannes Stofner, Präsident des Verwaltungsrates der Neuen Rosskopf GmbH: „Die Firma LEITNER ist seit jeher ein zuverlässiger Partner des Rosskopf. Die technischen und baulichen Lösungen, welche uns für dieses Projekt geboten wurden, haben uns voll und ganz überzeugt. Auch der schnelle und ausfallsichere Service vor Ort war eines der Hauptaugenmerke, warum wir uns für diese 10er Kabinenbahn von LEITNER entschieden haben.“

Ähnlich zeigt sich die Situation im Skigebiet Speikboden: Hier ersetzt LEITNER eine bereits seit 30 Jahren betriebene 4er-Sesselbahn durch eine moderne Anlage in 8er-Ausführung: Die neue Sesselbahn CD8C „Seenock“ nützt die bestehende Trasse und verfügt über einen LEITNER DirectDrive , Premiumsessel mit Lederbezügen, Wetterschutzhauben und Sitzheizung. Die Station der modernen 8er-Sesselbahn ist im Look der italienischen Designschmiede Pininfarina gestaltet. Dank des Neubaus erhöht sich die Förderleistung auf 3.400 Personen pro Stunde und schafft damit bei einer Fahrzeit von nur vier Minuten einen komfortablen Zugang zu den vielseitigen Pisten des familienfreundlichen Skigebiets. Highlight ist dabei die knapp acht Kilometer lange Talabfahrt, die mit 1450 Metern einen der größten Höhenunterschiede in Südtirols Skiwelt aufweist.

„Die Firma LEITNER hat die Speikboden AG bereits in der Planungsphase beratend unterstützt und eine maßgeschneiderte Lösung für die neue Anlage ausgearbeitet. Überzeugen konnte die Lösung für die Nutzung des Sesselmagazins. So konnte die Speikboden AG das bestehende Magazin adaptieren und dadurch Kosten einsparen. Design und Technik sowie Benutzerfreundlichkeit entsprachen den Anforderungen, sodass die Speikboden AG erstmals einen 8er Sessellift der Firma LEITNER im Ahrntal realisieren wird“, so Martin Unterweger Geschäftsführer Speikboden AG zur CD8C „Seenock“.

Neue 6er-Sesselbahnen steigern Kapazität, Komfort und Geschwindigkeit

Im Skigebiet Seiseralm wird der bestehende 2er-Sessellift Spitzbühl ab der kommenden Wintersaison durch eine neue und moderne 6er-Sesselbahn ersetzt. Die per LEITNER DirectDrive betriebene Anlage CD6C „Spitzbühl“ bietet mit Wetterschutzhauben und Sitzheizung mehr Komfort, eine verkürzte Fahrzeit und eine erhöhte Beförderungskapazität von 2.400 Personen pro Stunde. Mit dem im Herbst 2021 begonnenen Neubau erhöht sich damit die Anziehungskraft der gesamten Region.

Auch im Skigebiet Breuil-Cervinia-Valtournenche steht den Gästen ab dem kommenden Winter eine neue 6er-Sesselbahn zur Verfügung. Das Areal zählt gemeinsam mit dem Schweizer Skiort Zermatt zum „Matterhorn Ski Paradise“, einem der größten und schneesichersten Skigebiete der Alpen. Die CD6C „Gran Sometta“ wird umweltschonend mit LEITNER DirectDrive betrieben und ist mit Sitzheizungen und Wetterschutzhauben ausgestattet.

Im Skigebiet Via Lattea an der Grenze zwischen dem italienischen Piemont und der französischen Provence-Alpes-Côte d’Azur stehen die Zeichen auf moderne Leistungssteigerung: Die neue CD6 „Cit Roc“ verläuft entlang der Weltcuppiste von Sestriere und befördert künftig bei einer Fahrzeit von knapp fünf Minuten bis zu 3.000 Personen pro Stunde. Damit kommt es zu einer markanten Komfortsteigerung im 400 Pistenkilometer umfassenden Skigebiet der Olympiaregion von Turin.

„Verdoppelung“ lautet das Motto auch im Skigebiet von San Martino di Castrozza. Hier errichtet LEITNER die neue 4er-Sesselbahn CF4 „Cima Tognola“, bei der die Bergstation im Vergleich zu ihrer „zweisitzigen“ Vorgängerin etwas nach oben verlegt wird und damit einen raschen Anschluss an die 6er-Sesselbahn Cigolera ermöglicht.

Neben dieser Bahn mit einer Kapazität von 1.200 Personen pro Stunde inmitten der Dolomiten errichtet LEITNER für die kommende Saison zusätzlich zwei Schlepplifte in den Skigebieten Jochgrimm und in der Skiregion 3 Zinnen am Haunold.

 

 

Die Akteure der ISPO-Podiumsdiskussion (vlnr.): Martin Dolezal, Gerald Stöllnberger, John Ha Jung Yang, Reto Aeschbacher und Bernhard Ratschiller. © ISPO

ISPO-Diskussion: Die Zukunft des Wintersports

Nach zwei Saisonen Covid-Pause hat die ISPO Munich Ende November 2022 wieder ihre Tore geöffnet. Eine Podiumsdiskussion, die von der Snowsports Academy aus Wien mitorganisiert wurde, widmete sich dem Thema „New Perspectives on Winter Sports“.

Die bekannteste Sportartikelmesse der Welt ist zurück und erfreute sich eines sehr regen Interesses – wenngleich als Wermutstropfen trotz 1.700 Ausstellern etwa die großen Skimarken und Produzenten von Skiservicemaschinen nicht vertreten waren. Die erste Podiumsdiskussion der ISPO Munich war äußerst gut besucht, wurde doch ein hochbrisantes Thema aufgegriffen: Welche neuen Perspektiven gibt es für den Wintersport? Bei dem Panel tauschten sich fünf internationale Vertreter aus verschiedenen Branchen über Lösungsansätze aus – vom Ist-Zustand bis zu möglichen Szenarien in zehn Jahren.

Zu Beginn beschrieb Martin Dolezal von der Snowsports Academy, der an der Zusammenstellung der Experten maßgeblich mitgewirkt hatte, warum Skifahren und Co zurzeit mit einer Imagekrise zu kämpfen haben. „Die Diskussion im Wintersport ist zu emotional und konzentriert sich zu stark auf die Energiekrise. Aber das entspricht nicht den Fakten. Der komplette Wintersportsektor in Österreich etwa verbraucht gerade einmal 0,325 Prozent des Gesamt-Energiebedarfs. Dabei handelt es sich um einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor, der Tourismus, Seilbahnen, Industrie und zahlreiche regionale Dienstleister miteinschließt.“

Anderer Kontinent, andere Perspektiven

Dass es in anderen Teilen der Welt eine viel positivere Einstellung zum Wintersport gibt, weiß Bernhard Ratschiller. Der Österreicher ist seit mehr als fünf Jahren im asiatischen Raum tätig und arbeitet unter anderem mit Snow 51 zusammen, Chinas größtem Anbieter von One-Stop-Shops fürs Skifahren. Unter dem Motto „City Life – Mountain Love!“ werden in urbanen Regionen Rollpisten, Skikurse und Ausrüstung an einem Platz angeboten. „Um das Image des Skifahrens zu heben, müssen wir handeln und die Pisten zu den Menschen bringen – damit sie nicht so weite Strecken fahren müssen. Auf diese Weise können die Menschen bereits gewisse Skills erlernen. Das finale Ziel ist aber immer, den Genuss und die Erlebnisse in den Bergen zu steigern“, so Ratschiller.

Noch optimistischer ist John Ha Jun Yang, Experte in der Kleidungsbranche. Der Südkoreaner lebt seit mehr als zehn Jahren in China und ist Mitgründer von ALI sowie Vorsitzender von 2Y International. „Der Wintersportmarkt in China wächst enorm: Einerseits wurde er von der Regierung im Hinblick auf Olympia 2022 in Peking gefördert. Andererseits gibt es mehr Menschen, die sich den Sport leisten können. 300 Millionen Menschen in China hatten bereits mindestens eine Wintersporterfahrung.“ Ein großer Vorteil, so Yang: „Es existieren viele Indoor-Wintersport-Resorts in China, daher startet die Saison mittlerweile im Mai. Das hat man heuer auch im E-Commerce-Business gemerkt, wo der Verkauf sonst immer erst im Oktober anlief.“

 

Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung

Reto Aeschbacher aus der Schweiz, CMO bei Scott Sports, sieht folgende wichtigen Tendenzen: „Wintersport hat seit über 100 Jahren eine Kultur in den Alpen – das Erlebnis in den Bergen, die frische Luft. Mittlerweile werden wir immer mehr zu Multisport-Menschen: Trailrunning, Mountainbiken, Wandern, Skifahren. Einige Regionen haben sich bereits zu Ganzjahres-Destinationen entwickelt. Der Wintersport muss aber – wie andere Industrien auch – nachhaltigere Wege finden: ob recyclebare Materialien oder ökologischere Produktion. Dabei geht es nicht nur um einen Kompromiss, sondern um echte Innovation.“ Damit könne man dann auch das junge Publikum wieder besser motivieren.

Um mehr und vor allem junge Menschen zu erreichen, müssen auch digitale Möglichkeiten genutzt werden, ist Gerald Stöllnberger überzeugt. Mit seinem Wiener Unternehmen 360° Perspektiven bietet er unter anderem Virtual und Augmented Reality für den Tourismus an. „Gerade in der Pre-Trip-Phase, also bevor man eine Reise bucht, werden digitale Angebote immer wichtiger: Man kann sich das Hotel und die Region mit VR-Brillen ansehen und die Pisten virtuell hinunterfahren. Und man kann erste Skiübungen zuhause im Wohnzimmer üben.“ Für die Erfahrung am Berg gebe es dann weitere VR-Angebote. Zum Beispiel Informationen zur Umgebung: „Was ist das für ein Gipfel?“ Oder bei Nebel auf der Piste: „Wo geht die blaue Piste weiter und wo die schwarze?“

 

Die Zukunft des Schneesports

Wo die Reise in zehn Jahren laut Stöllnberger hingehen wird: „Die Brillen werden einen Supercomputer installiert haben, der Informationen in Erfahrungen transformiert. Was wir jetzt am Smartphone und mit Headsets machen, wird später einmal mit VR-Brillen, Glasses, Goggles, Watches oder anderen Weiterentwicklungen passieren. Auch der Magic Mirror beim Einkaufen der Kleidung wird Standard sein – so kann man sich dann beim Shopping schon in den Bergen sehen.“

Für Bernhard Ratschiller steht die breite Masse im Vordergrund: „Wir müssen Erreichbarkeit für möglichst viele Menschen bieten und nicht nur für die Elite. Warum sollen nur Menschen, die in der Nähe von Bergen leben, Zugang zu Wintersport haben? Kids und Jugendliche in den Städten sollen sagen können: ‚Hey, das ist cool, ich möchte das ausprobieren.‘“

In diese Kerbe schlug auch Martin Dolezal von der Snowsports Academy mit seinem Schluss-Statement: „Um den Schneesport und sein Image zu heben, wollen wir unter dem Motto ‚Snow Connecting People‘ den Schnee zu den Menschen bringen: mit Rollpisten, Skihallen und digitalen Möglichkeiten wie VR-Brillen. Damit wollen wir auch das Abenteuer, die Emotionen, die Erlebnisse transportieren – und so die Leidenschaft für sportliche Betätigung in den Bergen wecken.“

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