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Positives Resümee zur Sommersaison 2022
Zum Abschluss der Sommersaison 2022 ziehen die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen ein positives Resümee. Eine Blitzumfrage zeigt: der Erlebnisfaktor Berg zieht immer mehr Urlaubsgäste in die heimische Bergwelt. Immer wichtiger werden dabei nachhaltige Angebote, weshalb Nachhaltigkeit mit diesem Jahr zum Schwerpunktthema bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen wird. Um das Thema transparent aufzuarbeiten, präsentiert die Qualitätsinitiative des Fachverbands der Seilbahnen die Ergebnisse einer österreichweiten Erhebung zum Status Quo der betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
Positive Entwicklungen bei Umsätzen und Beförderungszahlen
Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen nehmen im alpinen Raum eine Vorreiterrolle ein. Mit der gezielten Stärkung des Sommer-Bergtourismus hat die Qualitätsinitiative Österreich zum ganzjährigen Urlaubsziel entwickelt. Das zeigt sich auch in der Sommersaison 2022. Eine Blitzumfrage unter den 76 Mitgliedsbetrieben bestätigt: Der Bergsommer liegt im Trend. Die befragten Betriebe konnten eine Steigerung von etwa 5 bis 15 Prozent bei Beförderungszahlen und Umsätzen verzeichnen.
Besonders beliebt sind Angebote rund um Abenteuer und Unterhaltung am Berg. „Ein Dauerbrenner ist nach wie vor das Thema Bike. Die Gäste wollen ein Action-Bergerlebnis – egal ob E-Bike, Mountaincart oder der Bikepark. Es geht um den Erlebnisfaktor am Berg“, erklärt Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Das zeigt sich auch darin, dass besonders zu Ferienzeiten Familien- und Kinderangebote, die Spiel, Spaß und Erlebnis bieten, stark gefragt sind. Dazu zählen Aktivitäten wie Schatzsuchen, Kinderspielplätze, Sommerrodelbahnen, Themenwege oder auch die Neuinterpretation des Wandererlebnis mit Augmented Realitiy (Wandern 2.0).
Der Seilbahnbetrieb soll nachhaltiger werden
Die gesamte österreichische Seilbahnbranche beschäftigt sich aktuell in einem umfangreichen Strategieprozess mit einem nachhaltigen Energieverbrauch – im Sommer wie im Winter. So arbeitet der Fachverband der Seilbahnen z.B. an einem einheitlichen CO2-Fußabdruckrechner, der die Seilbahnunternehmen dabei unterstützt, den eigenen CO2-Fußabdruck professionell zu monitoren, weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren und dementsprechende Maßnahmen zu setzen. „Nachhaltigkeit ist für uns bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen nichts Neues“, erklärt Kornel Grundner, Sprecher des Gütesiegels. „Besonders die Themen Ganzjahresbeschäftigung und -tourismus sind wichtig für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Das ist seit über 20 Jahren eines unserer Kernziele. Hinzu kommen Fragestellungen der Ressourcenschonung und Energieeffizienz, klimaneutrale Mobilität und Regionalität“. Im „Think Tank“ tauschen sich die innovativen Betriebe der Qualitätsinitiative laufend über jene Themen aus, die den Bergsommer noch weiter stärken können. Mit 2022 wird Nachhaltigkeit auch in dieser Zusammenarbeit zum Schwerpunktthema.
Das Ziel ist klar: Der Sommerbetrieb soll nicht nur ausgebaut, sondern auch nachhaltiger werden. Das schlägt sich auch im Zertifizierungs- und Rezertifizierungsprozess nieder. Die Mitglieder müssen bei einer Testung mindestens 160 Basiskriterien erfüllen. Ab sofort gehören auch Nachhaltigkeitsstandards in den Bereich Energie-, Ressourcen-, Wasser- und CO2-Effizienz zu den Zertifizierungskriterien. „Wenn wir unsere Rolle als Qualitätsinitiative ernst nehmen, muss sich das Thema Nachhaltigkeit auch im Zertifizierungs- und Rezertifizierungsprozess widerspiegeln“, meint Grundner.
Österreichweite Erhebung gibt Aufschluss über Status Quo der Branche
Um einen klaren Überblick zu bekommen, wie die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen beim Thema Nachhaltigkeit aufgestellt sind, wurde erstmals eine österreichweite Erhebung unter den Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Im Fokus stehen drei Bereiche: Energieeffizienz und Ressourcenschonung, klimafreundliche Mobilität und Regionalität.
Die Erhebung belegt, dass Nachhaltigkeitsmaßnahmen nicht nur als relevant eingestuft werden, sondern in der Praxis bereits umgesetzt werden. Nahezu alle Mitglieder (98%) setzen im Betrieb Schritte im Bereich Natur- und Landschaftsschutz um. Über 80 Prozent davon bemühen sich um Rekultivierungs- und Begrünungsprogramme oder eine Integration ins Landschaftsbild. Rund 74 Prozent setzen Maßnahmen zur Erhaltung der Arten- und Pflanzenvielfalt. Betrachtet man den Bereich Ressourcenschonung zeigt sich Ähnliches: 92 Prozent der Seilbahnen setzen bereits Maßnahmen. Dabei stehen vor allem die Nutzung lokaler Materialien (81%), Maßnahmen für ein effizientes Wassermanagement (77%) sowie Recyclingmaßnahmen und Abfallmanagement (67%) im Vordergrund. 83 Prozent der Seilbahnen setzen Maßnahmen, um ihre Energieeffizienz zu stärken. An erster Stelle steht dabei der Bezug von Energie aus 100% erneuerbaren Energieträgern (80%). Gut 60 Prozent sorgen außerdem für eine Energierückgewinnung im Seilbahnbetrieb.[1]
Weitere Schritte notwendig
„Es reicht nicht nur, den Seilbahnbetrieb klimafit zu machen oder nachhaltige Natur- und Bergerlebnisse anzubieten“, erklärt Grundner. „Es geht auch darum, die Gäste und MitarbeiterInnen bei dem Thema mitzunehmen und ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen und der Natur zu schaffen. Das machen bereits rund 90 Prozent unserer Betriebe.“
„Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen setzen zum Großteil bereits starke Maßnahmen in allen drei Bereichen der Nachhaltigkeit um: In der sozialen Dimension, der ökonomischen Dimension und der ökologischen Dimension“, fasst Grundner die Ergebnisse zusammen. „Klar, gibt es noch einiges zu tun. Der Weg in eine klimaneutrale Zukunft ist noch ein weiter. Durch die Erhebung wissen wir jetzt erstmals, wie wir als Branche dastehen, wo wir schon stark aufgestellt sind und wo es Aufholbedarf gibt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“
Das Thema Nachhaltigkeit wird die Branche auch über 2022 hinaus begleiten. Die Erhebung zeigt, dass über 90 Prozent der befragten Bergbahnen in den nächsten 5 Jahren weitere Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb umsetzen möchten. Die Ergebnisse werden im „Think Tank“ des Gütesiegels weiterverarbeitet. Dazu werden z.B. Best Practice Beispiele innerhalb der Branche identifiziert und Handlungsempfehlungen sowie Informationsmaterialien für die Mitglieder aufbereitet.
[1] Quelle: „Nachhaltigkeit bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“, Erhebung des Fachverbands der Seilbahnen, N= 76, n=47, Befragungszeitraum: 22.3.22-20.4.22.
BILD zu OTS - Kraus-Winkler/Weddig: Wintersaison kann trotz Herausforderungen zum Erfolg werden
Aktuelle Winterpotenzialstudie der ÖW lässt hoffen
Trotz eines herausfordernden Umfelds sehnen sich die Menschen nach Winterurlaub. Dies zeigt die aktuelle Winterpotenzialstudie der Österreich Werbung in den 10 wichtigsten Herkunftsmärkten.
Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler und die Geschäftsführerin der Österreich Werbung Lisa Weddig wagten auf einer Pressekonferenz am 21. Oktober einen vorsichtig optimistischen Blick auf die kommende Wintersaison.
Basis ist die aktuelle Winterpotenzialstudie, die vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) vom 2. – 11. September in 10 Märkten bei über 10.000 Befragten durchgeführt wurde.
Lisa Weddig kommentiert das Ergebnis wie folgt: „Lust und Zeit für einen Winterurlaub sind in allen befragten Märkten ausreichend vorhanden. Die Urlaubslaune ist in den meisten Märkten im Vergleich zur letzten Wintersaison gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die derzeitige weltwirtschaftliche Situation, die von hoher Inflation geprägt ist, Einfluss auf das Buchungsverhalten hat. Gleichzeitig rechnet die Mehrheit der Befragten mit einem Gleichbleiben bzw. einer Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Situation. Die Anzahl der festen Österreich-PlanerInnen, also jenen Menschen, die höchstwahrscheinlich einen Winterurlaub in Österreich planen, ist mit 17 Millionen wieder auf Vor-Corona-Niveau. Somit können wir aus heutiger Sicht mit einem guten Winter rechnen.“
Österreich unter Top 3 Destinationen
Laut der Studie gehört Österreich im kommenden Winter in den befragten Märkten zu den Top-Destinationen. In den meisten Märkten liegt Österreich unter den Top 3. „Dass wir trotz der beinahe wieder weltweiten Reisemöglichkeiten so gut platziert sind, bestätigt auch die Arbeit der Branche.
Zusätzlich blieb die Nachfrage nach Wintersporturlaub und Winterurlaub im Schnee im Vergleich zum letzten Winter stabil und die Popularität hat in einigen relevanten Märkten sogar zugenommen. Österreich hat somit die richtigen Angebote für den kommenden Winter“, so Weddig weiter.
Ein Drittel der WinterreiseplanerInnen ist im kommenden Winter zudem dazu bereit, mehr als im vergangenen Jahr auszugeben. Jene potenziellen Urlaubsgäste, die ihre Urlaubsausgaben einschränken werden, werden dies vor allem bei der Unterkunft, dem Reiseziel und der Länge der Urlaubsreise tun. „Aus der Studie wissen wir auch, dass die WinterreiseplanerInnen im kommenden Winter auf günstigere Reisen, Hygiene und Vertrautheit mit der Urlaubsregion achten werden. Österreich hat gerade für diese Bedürfnisse die richtigen Angebote. Einerseits gibt es in Österreich Urlaubsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel und anderseits haben wir im letzten Winter gezeigt, dass bei uns ein sicherer Urlaub möglich ist“, betont Weddig.
Aus der Studie geht auch der Bedeutungsverlust der Corona-Pandemie bei der Buchung hervor: So hat sie als Unsicherheitsfaktor bei der Buchungsentscheidung im Vergleich zur Sommerpotenzialstudie von vor einem halben Jahr deutlich abgenommen (von 42 % auf nun 25 %). Für Staatsekretärin Kraus-Winkler ist klar, dass sich der Tourismus im Aufholmodus trotz großer Herausforderungen befinde und fast an das Vorkrisenniveau anknüpfen könne, wie die bisherige Entwicklung von 2022 zeige.
V. l.: Matthias STAUCH (Präsident Verband Deutscher Seilbahnen), Abg.z.NR Franz HÖRL (Obmann Fachverband der Seilbahnen Österreichs WKÖ), Hans WICKI (Präsident Seilbahnen Schweiz). ©FV Seilbahnen/ Thomas Steinlechner
Seilbahnen in Österreich, Deutschland und der Schweiz packen nachhaltige Zukunft an
Im Rahmen der D-A-CH-Seilbahntagung 2022 in Innsbruck betonten die obersten Seilbahnvertreter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die enorme Verantwortung der Branche in den touristischen und alpinen Regionen. Besonders die Corona-Pandemie und die aktuellen Themen Energiekrise, Teuerung und Einsparungsappelle hätten gezeigt, wie schnell und effektiv die Unternehmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren können.
Gerade in der wirtschaftlich aktuell angespannten Zeit ist es Auftrag für Seilbahnunternehmen, mit ihrer Tätigkeit den Wohlstand, vor allem in ländlichen Regionen, sicherzustellen. Denn neben den unmittelbar bei den Seilbahnen angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt die Branche für eine große Zahl an weiteren Beschäftigungseffekten, die über alle Wirtschaftssektoren hinweg ausstrahlen. Für Hans Wicki, Präsident Seilbahnen Schweiz, ist daher klar: „Bergbahnunternehmungen sind die Wirtschaftsmotoren in den Berggebieten. Sie generieren Arbeitsplätze und bieten damit eine Perspektive für die Region. Ein Franken Umsatz für die Bergbahn bedeutet sechs Franken Umsatz für die Destination. Damit die Unternehmen weiterhin erfolgreich wirtschaften können, brauchen sie den nötigen Handlungsspielraum. Deshalb ist es wichtig, dass wir bei Umwelt- und Raumplanungsfragen die gute Balance zwischen dem Schutz-und-Nutz-Gedanken finden. Wir benötigen nachhaltige Lösungen im Umgang mit der Natur und im Umgang mit der Region.“
Die österreichischen Seilbahnen haben sich in einem umfangreichen Strategieprozess intensiv mit allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Derzeit steht vor allem die ökologische Komponente im Sinne eines nachhaltigen Ressourcenverbrauchs im Zentrum der öffentlichen Diskussion. „Unter dem Titel des Energiesparens sind wir gefordert, entsprechende Antworten zu finden. Wir arbeiten daher intensiv mit Experten zusammen, um weitere Potenziale zu eruieren“, so Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich. So wird aktuell an einem einheitlichen CO2-Fußabdruckrechner für die Branche gearbeitet. Mit diesem Tool soll es möglich sein, den eigenen CO2-Fußabdruck professionell zu monitoren, sowie weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren und dementsprechende Maßnahmen zu setzen. Der Branche war eine ehrliche transparente Darstellung nach außen immer wichtig, weshalb dieses System auch eine Grundlage für die gesamte Branchenkommunikation darstellt.
Positiv fällt auf, dass aufgrund der vorausblickenden Investitionen in den vergangenen Jahren die österreichischen Seilbahnen ihren Energieverbrauch gemessen an der Förderkapazität bereits um 20 Prozent senken konnten. Trotz hoher Energieeffizienz möchte die Branche weiterhin alle Möglichkeiten prüfen, den Energiebedarf – ohne Einschränkung des Angebots – zu reduzieren. „Was viele vergessen: Unsere Seilbahnen werden beinahe zu 100 Prozent mit heimischem Ökostrom betrieben, fossile Energieträger gehören bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an“, betont Hörl.
Die Seilbahnen sind nicht nur in Sachen nachhaltiger Energiegewinnung Vorreiter, sondern widmen sich verstärkt auch dem Thema Mobilität, um künftig mehr alternative An- und Abreisemöglichkeiten für die Gäste gemeinsam mit Mobilitätspartnern anbieten zu können. Diese Aufgaben sind für Hörl die einzige Antwort darauf, sich als Branche fit für die Zukunft zu machen, Vertrauen zu schaffen und somit an Reputation zu gewinnen. Das sei notwendig, um der Rolle der Seilbahnen auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verlässlich nachkommen zu können. Diese liegt für Matthias Stauch, Präsident des Verbands Deutscher Seilbahnen, vor allem auch darin, einen wichtigen Beitrag zur Schaffung einer lebenswerten und inklusiven Arbeits- und Freizeitwelt in vielen Regionen zu leisten. „Seilbahnen bieten vielfältige Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Bereichen für jeden. So werden Abwanderung und tägliches Pendeln verhindert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert, sowie das soziale Leben gefördert. „Mit uns werden aus strukturschwachen Gebieten starke und lebenswerte Arbeits- und Wohnorte. Arbeiten, wo andere Urlaub machen – das ist unser Motto“, so Stauch.
Diese Vor-Ort-Arbeitsplätze sind jedoch durch den herrschenden Fachkräftemangel stark gefährdet, laut ifo-Institut waren bereits im Juli 2022 fast 50 % der deutschen Unternehmen dadurch beeinträchtigt. Die Corona-Jahre haben die Situation noch einmal dramatisch verschärft. Um hier den Nachwuchs zu sichern, bilden die Seilbahnen seit geraumer Zeit Mitarbeiter aus. So bieten sie einerseits der jungen Generation eine attraktive berufliche Perspektive in ihrer Heimat und verhindern andererseits ein Abwandern von zukünftigen qualifizierten Arbeitnehmern aus den Regionen.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten ist jedoch mehr Unterstützung seitens der Politik notwendig, nach wie vor behindern zahlreiche behördliche und bürokratische Hürden die Unternehmen. Matthias Stauch fordert: „Die Politik muss endlich unsere Leistung als attraktiver Arbeitgeber im Tourismus anerkennen, indem sie uns dabei vollumfänglich und engagiert mit pragmatischen Lösungen unterstützt.“
Er betont zudem, dass die Seilbahnen größten Wert auf Inklusion legen und hier mit weitreichenden Maßnahmen an einer stetigen Verbesserung arbeiten.
Hans Wicki, Franz Hörl und Matthias Stauch sind sich einig, dass die Nachhaltigkeit für die Branche zentral ist und dass sie den Weg gemeinsam beschreiten müssen. Inspiration für nachhaltige Lösungen erhalten die Seilbahnvertreter bei der D-A-CH Tagung beim Blick über den Tellerrand in andere Regionen und andere Branchen.
Dachstein West bietet innovative Angebote für Familien und Kinder in der neuen Weintersaison. V.l.: Rupert Schiefer (Geschäftsführer und Vorstand Skigebiet Dachstein West und OÖ Seilbahnholding), Christian Schirlbauer (Geschäftsführer Ferienregion Dachstein Salzkammergut), Andreas Neuhofer (Geschäftsführer Tennengau Tourismus), Dietmar Tröbinger (Geschäftsführer OÖ Seilbahnholding). ©Dachstein West
Dachstein West startet in die Wintersaison
Die Region Dachstein West besteht aus acht Orten im Salzkammergut und dem Salzburger Tennengau, die ab sofort unter der neuen Marke „Dachstein West – Natürlich im Salzkammergut“ agieren und auch nach außen auftreten. „Mit vereinten Kräften und Ressourcen haben wir diese einzigartige länderübergreifende Kooperation geschafft und arbeiten nun zusammen, von Abtenau bis nach Gosau, von Salzburg bis nach Oberösterreich, um unseren Kunden die besten Angebote zu ermöglichen“, erklärt Rupert Schiefer die neue Destinationsentwicklung, die eine intensive Zusammenarbeit zwischen Bergbahnen und den beiden Tourismusverbänden, im Winter wie Sommer, auf eine höhere Ebene führt.
Vor allem Synergien in der Kundenansprache und im Marketing, sowie in den Angeboten waren die Beweggründe für diesen intensiven Zusammenschluss. In einer Welt, in der alles immer vernetzter und schneller wird, macht dies Sinn, vor allem, da sich alle Beteiligten in einer Philosophie wiederfinden: Die Natürlichkeit der Region, die sanfte Westseite des Dachsteins und die Gastfreundschaft der Menschen. Also alles, was den Urlaub hier so wohltuend von anderen Destinationen abhebt. „Die Region ist mehr als ein Ort, es ist ein Gefühl. Und dieses Gefühl wollten wir einfangen mit unserem neuen Auftritt: Gemeinsamer Einkehrschwung, die Sonne genießen, eine Schneeschuhtour oder Skitour mit Freunden mit kulinarischem Hochgenuss, dabei die Weite, die Stille und die faszinierenden Ausblicke auf den Dachstein aufsaugen. Es ist die Vielzahl der kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen“, erklärt Rupert Schiefer, Vorstand und Geschäftsführer Skigebiet Dachstein West und OÖ Seilbahnholding.
Neues Preismodell – Skifahren muss leistbar bleiben
„Wir haben es geschafft mit tollen Angeboten unseren Kunden ein wirklich attraktives Paket zu schnüren. Wir wissen, um die Bedürfnisse der Österreicher und freuen uns daher umso mehr, ein preislich attraktives Paket geschnürt zu haben. Skifahren muss einfach leistbar bleiben und dazu wollen auch wir unseren Beitrag leisten“, freut sich Dietmar Tröbinger.
Konkret bedeutet das neue Preismodell, das einerseits alle Tickets im Online Shop wesentlich günstiger wie an der Kassa erhältlich sind. Des Weiteren gibt es einzigartige Pakete, was die Saisonkarten betrifft und das darf man einfach nicht vergessen: „Skifahren in der Region Dachstein West bedeutet 160 bestens präparierte Pistenkilometer mit jeder Menge Abwechslung, Herausforderungen und Spaß und Skifahren in 8 Regionen in Salzburg und Oberösterreich“, ergänzt Rupert Schiefer und weiter: „Dazu zählen: Gosau, Rußbach, Annaberg-Lungötz, Dachstein Krippenstein – Obertraun, Feuerkogel – Ebensee, Karkogel und Sonnleitenlifte in Abtenau, Zinkenlifte – Bad Dürrnberg, Skilift Lammertal – Lungötz, Skilift – St. Martin am Tennengebirge und Werfenweng.“
Völlig neue Tickets
Das neue Ganzjahresticket ermöglicht den Gästen 365 Tage im Jahr ihre Freizeit in der einzigartigen Bergwelt Dachstein West zu verbringen. 8 Skigebiete und 6 Sommer-Bahnen sind dabei inkludiert. Dieses Natürlich-365-Ticket kostet online im Vorverkauf für Erwachsene € 620 und für Kinder € 217.
Mit dem neuen Eltern-Auszeit-Ticket hat sich die Region etwas Besonderes einfallen lassen. Dieses speziell für die Jungfamilien neu entwickelte Ticket kann abwechselnd von einem der beiden Elternteile genützt werden, das Angebot gilt für Familien mit einem nicht skifahrenden Kleinkind unter 3,9 Jahren.
Eine weitere Neuheit dieser Saison ist das Happy-Hour-Ticket, das von Montag bis Freitag in der Wintersaison 2022/23 gültig und zum einzigartigen Vorverkaufspreis von € 429,00 für Erwachsene und € 136 für Kinder erhältlich ist. „Auch wenn ich mich wiederhole, aber das ist der Kern der heurigen Saison. Wir haben mit diesen Preisen und der einzigartigen Vielfalt im Ticketangebot ein Alleinstellungsmerkmal am österreichischen Markt!“, so Dietmar Tröbinger.
Von Österreich, bis nach Deutschland, Tschechien und die Niederlande
Die Region erfreut sich großer Beliebtheit bei den ÖsterreicherInnen, fast die Hälfte aller Besucher kommt aus dem eigenen Land. Dicht gefolgt aber von Gästen aus Deutschland, Tschechien und den Niederlanden. „Natürlich waren die letzten beiden Jahre sehr schwer für uns, weil für viele unserer Gäste die Einreise und generell Urlaub machen, nur unter erschwerten Bedingungen möglich war. Umso mehr freut es uns, dass wir in der letzten Saison wieder einen deutlichen Aufschwung spürten. Vor allem die Urlauber aus Deutschland sind wieder sehr zahlreich zu uns gekommen. In der letzten Saison war jeder 3. Urlaubsgast bei uns aus Deutschland“, freut sich Christian Schirlbauer, Geschäftsführer Ferienregion Dachstein Salzkammergut.
In der gesamten Region konnten in der letzten Saison über 1,3 Millionen Nächtigungen verbucht werden, damit ist man beinahe wieder auf dem Vorcorona Niveau. Auch für die aktuelle Saison blickt man vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wir haben am Zuspruch unserer Gäste gesehen, was ihnen Urlaub bei uns bedeutet. Das motiviert uns alle, hier die besten Voraussetzungen für unsere Gäste zu schaffen“, so Schirlbauer abschließend.
In den Orten der Region herrscht eine herzlich-familiäre Gastfreundschaft, die auch in allen Unterkünften – von der Privatpension bis zum Fünf-Sterne-Hotel – gelebt wird. „Vor allem die Einzigartigkeit und Vielseitigkeit ist das Besondere unserer Region. Denkt man an das idyllische Lammertal unweit der Mozartstadt Salzburg, oder an die historisch gewachsene UNESCO Welterberegion Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut, hier ist für jede Urlauber das richtige dabei, auch abseits der Pisten“, gibt Andreas Neuhofer, Geschäftsführer Tennengau Tourismus, einen Überblick.
Zudem kommt auch die Kulinarik in der Region Dachstein West nicht zu kurz: Für das leibliche Wohl der Skigäste sorgen die zahlreichen geöffneten Hütten in der Skiregion, genauso wie auch die Pensionen und Hotels in den Orten Gosau, Rußbach und Annaberg, die für die kommenden Monate noch genug freie Zimmer haben. Von der Ferienwohnung bis hin zum 5-Sterne-Kinderhotel – die passende Unterkunft kann auf www.dachstein.at gebucht werden.
Über 100 Statisten wurden im Zuge der Bergeübung aus der Roten-8er Gondelbahn und dem Starjet 2 geborgen. © Christoph Huber
Große Bergeübung im Snow Space Salzburg
Kürzlich wurde im Snow Space Salzburg eine großangelegte Bergeübung durchgeführt, um im Einsatzfall eine rasche und professionelle Bergung unter höchsten Sicherheitsstandards zu ermöglichen.
Im Einsatzfall muss jeder Handgriff sitzen. – Deshalb werden im Snow Space Salzburg in regelmäßigen Abständen großangelegte, bergeübergreifende Notfallübungen durchgeführt, in denen ein technischer Defekt der Seilbahnanlagen unter Realbedingungen nachgestellt wird. Am Das Übungsszenario lautete wie folgt: Die untere Sektion der Roten-8er Gondelbahn in Wagrain sowie die Sesselbahn Starjet 2 in Flachau kommen zeitgleich zum Stillstand. Innerhalb kürzester Zeit müssen alle 100 eingeschlossenen Fahrgäste sicher evakuiert und über das teilweise unwegsame Gelände zurück zur Talstation gebracht werden.
„Ein Totalausfall unserer Seilbahnen ist zugegeben ein sehr unwahrscheinliches Szenario, denn im Snow Space Salzburg verfügt jede Seilbahnanlage über ein redundantes Sicherheitssystem und einen Notantrieb, wodurch es möglich wäre, die Bahnen auch bei einem möglichen, großflächigen Blackout oder ähnlichem zu entleeren und alle Fahrgäste sicher in die Bergstation zu bringen. Dennoch müssen wir sichergehen, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wir unseren Gästen höchste Sicherheitsstandards garantieren können“, so Vorstandsvorsitzender Wolfgang HETTEGGER über den Grund der regelmäßigen Übungen.
Professionalität vom ersten bis zum letzten Handgriff
Zum Einsatz alarmiert wurden die Bergrettungsortstellen aus Flachau, Wagrain, St. Johann und Altenmarkt sowie die Freiwilligen Feuerwehren Flachau, Eben, Altenmarkt, Wagrain, St. Johann und der Löschzug aus Reitdorf. Zur weiteren Unterstützung standen Heli Austria, die Alpinpolizei und das Rote Kreuz bereit. Unter anderem ist es auch ein Ziel, die überörtliche Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen mit den Seilbahnmitarbeitern im unwegsamen Gelände zu üben. Mit dem Hubschrauber wurden die 12 Bergetrupps an die zugewiesenen Stützenfelder der betroffenen Seilbahn gebracht. Je eine Person des Bergetrupps kletterte auf die jeweilige Seilbahnstütze, fuhr mittels der Seilrolle am Tragseil entlang zu den Gondelkabinen beziehungsweise Liftsesseln und seilte die eingeschlossenen Personen nacheinander ab. Anschließend wurden die geretteten Personen vom Bodenpersonal des Bergetrupps in Empfang genommen, registriert und zur nächstgelegenen Straße begleitet, von wo aus sie zurück zur jeweiligen Talstation transportiert werden konnten.
Die gesamte Evakuierung erfolgte in zwei Stunden und lag somit deutlich unter der behördlich vorgeschriebenen Zeit von dreieinhalb Stunden. „Um solch rasche Evakuierungen unter hochprofessionellen Bedingungen garantieren zu können, ist das richtige Training gemeinsam mit den Einsatzorganisationen von hoher Bedeutung. Mit der Simulation des Realfalls können wir unsere Rettungskette weiter optimieren und sind bestens vorbereitet, wenn es darauf ankommt.“, erklärt Gesamteinsatzleiter Harald PFEIFENBERGER, Betriebsleiter in Flachau.
Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte vor Ort und evakuierten die 100 Statisten in einer Zeit von 2 Stunden. Sichtlich zufrieden mit dieser Leistung zeigt sich auch Wolfgang HETTEGGER während der Nachbesprechung der Einsatzübung: „Wir haben heute gesehen, dass unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestens mit den zuständigen Blaulichtorganisationen, wie Bergrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Alpinpolizei zusammenarbeiten und im Einsatzfall optimal vorbereitet sind. Darauf können wir stolz sein und mit gutem Gefühl in die anstehende Wintersaison starten.“
Roderich Urschler (r.) löst Hannes Parth (l.) als langjährigen Obmann von Vitalpin ab und freut sich gemeinsam mit GF Theresa Haid über die neuen Aufgaben. ©Vitalpin
Rückblick auf erfolgreiche Entwicklung und Obmannwechsel bei VITALPIN
Im Rahmen der Generalversammlung Ende September berichtete die alpenweite Tourismusvereinigung Vitalpin bekannten Persönlichkeiten der alpinen Tourismusbranche über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Zudem kommt es bei Vitalpin nach vier Jahren zu einem Obmannwechsel.
Im vergangenen Jahr wurden von Vitalpin zahlreiche Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation umgesetzt, wie beispielsweise über 60 Beiträge in internationalen Fachmagazinen und Zeitungen. Denn es reicht nicht, eine Vision zu haben, Ziele zu haben, etwas bewirken zu wollen – wenn keiner davon weiß. Botschaften brauchen immer Empfänger. Genau aus diesem Grund versteht sich Vitalpin als Sprachrohr. Darüber hinaus konnte sich der Verein vor allem auch als Keynote-Speaker zum Thema „Tourismus mit Zukunft“ und „nachhaltiger Tourismus“ etablieren und nahm an über 40 Veranstaltungen teil. Im Vitalpin Tourismus-Podcast werden spannende Gespräche mit inspirierenden Persönlichkeiten zum Wirtschafts- und Lebensraum der Alpen geführt.
Obmannwechsel bei Vitalpin
Vier Jahre lang führte Hannes Parth als Gründer und Obmann VITALPIN und trug maßgeblich zur stetigen Weiterentwicklung des Vereins bei. Als langjähriger Vorstand der Silvrettaseilbahn AG und Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich gilt er als einer der profiliertesten Seilbahnmanager des Alpenraumes. Nun löst ihn Roderich Urschler in der Rolle als VITALPIN Obmann ab.
Aus den 25 Gründungsmitgliedern 2019 sind in dieser Zeit 125 Mitglieder geworden. „Ich war mein ganzes berufliches Leben im Tourismus tätig und habe beobachtet, wie sich die Tourismusgesinnung verändert hat“, so Parth. Die Bedeutung des Tourismus für die gesamte Gesellschaft aufzuzeigen, war ihm ein großes Anliegen. Um das zu erreichen, wurden mit VITALPIN erstmalig viele im Tourismus aktive Akteure und die davon profitierende Industrie länderübergreifend vereinigt. „An der Mission, den wahren Stellenwert des Tourismus für unseren Lebensstandard aufzuzeigen und Verständnis für das Leben und Wirtschaften in den Alpen zu wecken, hat sich nichts geändert“, ergänzte Parth, der zum Ehrenobmann von Vitalpin ernannt wurde.
Dieses Ziel wird nun auch der neu gewählte Obmann Roderich Urschler gemeinsam mit Geschäftsführerin Theresa Haid an seiner Seite weiterverfolgen. Roderich Urschler war 30 Jahre bedeutender Lieferant alpiner Infrastruktur (Beschneiung, Lawinenschutz), 17 Jahre Obmann des Außenhandelsgremiums der Wirtschaftskammer Tirol und 23 Jahre Sprecher der Austrian Seilbahnpartner (Interessenvertretung der 80 größten Zulieferbetriebe an Seilbahnbetriebe). Weiters ist er Präsident des Skipool Tirol. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und bin davon überzeugt, dass VITALPIN mit seinen Maßnahmen und Impulsen genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, um zur Erhaltung des Lebensraums für die Menschen in den Alpen und zur Zukunftsfähigkeit des Alpentourismus beizutragen“, betonte Urschler.
Weitere Infos: www.vitalpin.org
Die Veranstaltung Dein Winter. Dein Sport war ein voller Erfolgt. © DWDS/Klaus Listl
SPORT MEETS WINTER – Gemeinsam. Nachhaltig. In die Zukunft.
Die Pandemie, die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die Energiekrise stellen die Wintersportbranche vor große Herausforderungen. Als verbands- und länderübergreifende Initiative nimmt sich Dein Winter. Dein Sport. diesen Themen an und möchte sie gemeinsam mit allen Stakeholdern diskutieren sowie zielführende Lösungen erarbeiten. „SPORT MEETS WINTER – Gemeinsam. Nachhaltig. In die Zukunft.“ war das Motto der mittlerweile vierten Auflage des Dein Winter. Dein Sport. Summit am 06./07. Oktober in Berchtesgaden. Die Initiatoren Deutscher Skiverband, Deutscher Skilehrerverband und Snowboard Germany waren sich einig: Sie wollten Möglichkeiten aufzeigen und forderten die Branche auf, sich dabei gegenseitig aktiv zu unterstützen.
250 Teilnehmer:innen, darunter auch Sportgrößen wie die Skistars Felix Neureuther, Viktoria Rebensburg, Hilde Gerg, Fritz Dopfer, Gerd Schönfelder sowie Ramona Hofmeister und Elias Huber aus dem Race Team von Snowboard Germany, nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil. Im AlpenCongress in Berchtesgaden diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Sport, Wirtschaft, Politik und Medien über bedeutende Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie die Herausforderungen angesichts der aktuellen globalen Situation. Gegliedert war der Summit in diesem Jahr in die drei Themenblöcke „Gemeinsam. Nachhaltig. In die Zukunft.“.
Zum Auftakt lieferte Prof. Dr. Ralf Roth vom Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln mit seiner Keynote wichtige Impulse aus der Wissenschaft. „Das Verlangen wird auch weiterhin groß sein, sich im Winter im Schnee zu bewegen“, prophezeit er. Im Anschluss sprach Felix Neureuther darüber, welchen Nutzen die sportliche Aktivität für alle Beteiligten, aber vor allem für Kinder hat. Wie wichtig dabei die emotionale Bindung von Kindern zur Natur und zur Bewegung ist, hob er besonders hervor. Darüber hinaus diskutierten die Branchenvertreter:innen über die Verbundenheit im Sport und die Bedeutung von Netzwerken.
Für den Themenblock „Nachhaltig.“ stellte Dr. Thomas Kemper (Leiter Marktkommunikation Deutsche Bahn Fernverkehr) als Praxisbeispiel die länderübergreifende Mobilitätsplattform WinterRail vor. Lars Bengsch (Geschäftsführer dwif-Consulting) setzte einen weiteren Impuls zum Thema „Tourismus im Wandel – für Gäste und Einheimische“. „Wir müssen akzeptieren, dass Veränderungen ein fester Bestandteil unseres Lebens sind“, lautete sein Abschlussfazit.
Touristische Branchengrößen diskutierten im Anschluss die sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte des Wintersports. Des Weiteren wurden auch Großveranstaltungen und deren Verantwortung am Beispiel des Snowboard-Weltcups Berchtesgaden thematisiert.
Mit einem richtungsweisenden Einblick inklusive konkreter Maßnahmen und Lösungsansätze aus dem eigenen Unternehmen startete Peter Schöffel mit seinem Vortrag „Nachhaltigkeit braucht Mut zur Veränderung und Innovation“ den Themenblock „In die Zukunft.“. Einen Ausblick in Richtung Sportfachhandel gab der langjährige Partner der Initiative INTERSPORT: „Die Stimmung im Sportfachhandel ist trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin gut und wir nehmen den Rückenwind aus dem letzten Winter gerne mit“, meinte Frank Geisler (Vorstand INTERSPORT). Aus europäischer Sicht sei eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, wie sich die Branche in Bezug auf die Krisen entwickelt, so Stefan Herzog (Präsident Verband deutscher & europäischer Sportfachhandel). Reaktionen der Branche hinsichtlich der aktuellen Energie-Situation leiteten das Ende des ersten Kongresstages ein.
Die Dein Winter. Dein Sport. Summit Night sorgte mit unterhaltsamen Kurzinterviews von Überraschungsgästen aus Sport und Politik (mit den Mitgliedern des Deutschen Bundestags Stephan Mayer & Artur Auernhammer) für einen gelungenen Abschluss eines vielseitigen Tages. Dabei präsentierte sich Berchtesgaden als perfekter Gastgeber.
Das Rahmenprogramm des zweiten Kongresstages behandelte die Zukunft des Wintersports, wobei Verbands- und Seilbahnvertreter:innen länderübergreifend in spannenden Podiumsrunden die Finanzierbarkeit des Wintersports thematisierten. Lorenz Beringer (Geschäftsführer LOBECO) verschaffte den Gästen einen Einblick in die digitale Transformation des (Winter-)Sports. „Wintersport findet nicht nur von November bis März statt. Digitale Medien geben uns die Chance, Verbindungen aufzubauen und auch im Sommer Einblicke und Emotionen zu transportieren“, so sein Resultat. Im Anschluss wurden in zwei Diskussionsrunden Lösungsansätze für den Wintersport und die Rolle der Medien erörtert. Unter anderem war auch die ehemalige Skirennläuferin und TV-Expertin Viktoria Rebensburg in der Talkrunde mit dem Fokus „Medien im Wandel“ dabei.
Nach der Übergabe des Dein Winter. Dein Sport. Awards 2022 an Sport-Talent e. V. zeigten sich die drei Wintersportverbände durchweg zufrieden mit der zweitägigen Veranstaltung.
Schmittenhöhebahn startet das 95er Jubiläumsjahr mit Mitarbeiterfest am Berg
Die Schmittenhöhebahn blickt auf mittlerweile 95 Jahre erfolgreiche Geschäftstätigkeit zurück.
Eine derart nachhaltige Entwicklung ist nur unter Einsatz des gesamten Teams möglich. Aus diesem Grund ließ es sich die Geschäftsführung der Schmittenhöhebahn auch nicht nehmen, die Feierlichkeiten zum 95jährigen Jubiläum mit einer großzügigen Mitarbeiter-Feier im neuen Panorama Restaurant zu starten. Dabei wurden langjährige Mitarbeiter geehrt, besondere Leistungen der Lehrlinge hervorgehoben und der gesamten Schmitten-Mannschaft für das enorme Engagement der letzten Jahre gedankt.
„Endlich wieder Mitarbeiterfest!“, dachten sich mehr als 200 Schmittinger/innen und folgten der Einladung der Geschäftsführung ins Bergrestaurant „Panorama“. Nach zweijähriger Corona-bedingter Pause freute sich das Team der Schmittenhöhebahn endlich wieder in der „großen Runde“ zusammenkommen zu können.
Die Feier wurde zum Anlass genommen, langjährige Mitarbeiter/innen für ihren Einsatz und das Engagement im Betrieb zu ehren. Neben zahlreichen 10-, 20-, 25- und 30-Jahres-Jubiläen wurden auch langjährige Mitarbeiter/innen in den Ruhestand verabschiedet. Außergewöhnliche Ehrungen gab es für Betriebsratsobmann Klaus Bogensberger, der nach 42 Jahren in den Ruhestand geht, und Ferdinand Eder für seinen besonders intensiven Einsatz mit 50 Jahren Branchenerfahrung. Beim Überreichen der Urkunden bedankte sich Schmitten-Vorstand Dr. Erich Egger bei den treuen Mitarbeiter/innen für die langjährige Zusammenarbeit und hob nochmals hervor, wie wichtig der Einsatzeines jeden einzelnen Mitarbeiters/in für ein Dienstleistungsunternehmen wie die Schmittenhöhebahn sei.
Da der Schmitten besonders auch der Nachwuchs am Herzen liegt, wurden auch die Leistungen der Lehrlinge entsprechend honoriert. Geehrt wurden die Lehrlinge Bernhard Schützenhofer (2. v. l.) für seinen
ausgezeichneten Lernerfolg und Martin Hetz (3.v.r.) für den guten Erfolg bei der Ausbildung zum
Seilbahntechniker im 2. Bildungsweg. Besonders hervorgehoben wurde der Erfolg des Lehrlings CelinaSchuster (Bildmitte). Die erst 20jährige Saalfeldnerin absolviert als einzige Frau in Österreich die Doppellehre zurSeilbahntechnikerin und Elektrotechnikerin mit Matura. Außerdem wurde ihr im Mai der Titel „Salzburgs Lehrling des Jahres 2022“ verliehen.
Attila (l.) und Alban Scheiber (m.) sind stolz darauf, die historisch wertvollen Fahrzeuge in ihrem Museum der Öffentlichkeit zu präsentieren. ©Ötztal Tourismus / Markus Geisler
Einblicke in die Abenteuer des Tirolers Max Reisch in Gurgl
Historisch wertvolle Fahrzeuge und Schaustücke erzählen spannende Geschichten von internationalen Erkundungstouren und Expeditionsreisen. Im höchstgelegenen Motorradmuseum Europas in Gurgl ist die Sammlung des legendären Tiroler Abenteurers Prof. Dr. Maximilian Reisch nun permanent zu sehen. Zu den Highlights der Schau zählen etwa das Orient-Archiv und seine Asien-Sammlung. Zudem gibt es auch Einblicke in die Entwicklung des Tiroler Motorsports.
Der 1912 in Kufstein geborene Max Reisch erkundete schon in jungen Jahren mit Bergschuhen und Skiern seine Heimat. Per Motorrad unternahm er Fahrten über die Alpen. Die erste Fernfahrt führte ihn in die Sahara. Es folgten zahlreiche Expeditionen auf vier Kontinenten der Erde. Durch sein journalistisches Talent wurden die einzigartigen Erlebnisse in Schriftstücken und Bildern festgehalten und über Jahrzehnte aufbewahrt.
Nachdem die Sammlung der bestens erhaltenen Expeditionsfahrzeuge für fast 15 Jahre in Bozen nur privat zu besichtigen war, ist das TOP Mountain Motorcycle Museum in Gurgl nun neue fixe Heimat der Ausstellungsstücke. Die Initiatoren der Ötztaler Motorrad-Erlebniswelt Alban und Attila Scheiber sind stolz, dass es ihnen gelungen ist, der Öffentlichkeit einen Zugang zu den historisch wertvollen Fahrzeugen und Exponaten zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr, ein Stück Tiroler Geschichte präsentieren zu können. Max Reisch war ein Pionier, der seine spannenden Reisen in Bildern und Texten dokumentiert und für die Nachwelt erhalten hat“, so Attila Scheiber. Dies bestätigt auch Paul D’Orleans. Der Amerikaner ist Gründer und Herausgeber von thevintagent.com und kuratierte eine Sonderausstellung zum Thema Überlandfahrzeuge im Petersen Automotive Museum in Los Angeles. Bei der Schau, die von 300.000 Menschen gesehen wurde, stand die Indian Puch von Max Reisch dem weltbekannten Mars Rover gegenüber. „Die Maschine von Reisch war der Star unserer Ausstellung. Ich kann mir keinen besseren Platz für die Sammlung als hier in Gurgl vorstellen“, betont der renommierte Fachmann aus San Francisco.
13.000 km von Wien nach Indien
Die Ausstellung zeigt viele bekannte Stücke aus dem Leben von Max Reisch. Das Highlight der Exposition ist die Indian Puch, ein Motorrad der Kultmarke Puch, Type 250 T (Baujahr 1933), mit dem er 13.000 Kilometer von Wien nach Indien fuhr und dabei die Türkei, den Irak und Pakistan querte. Daneben gibt es auch gut erhaltene Kraftfahrzeuge der frühen 1930er Jahre zu sehen, wie beispielsweise einen PKW der Marke Steyr mit Spezialaufbau (Baujahr 1934). Dieser begleitete Reisch von Palästina nach China und dann mit unglaublichen 40.000 zurückgelegten Kilometern über die USA und Mexiko um die Welt. Für seine Expeditionen wurden auch Sonderanfertigungen in den Jenbacher Werken konstruiert, wie etwa das erste Wohnmobil Europas. Mit dem „Atlas 800″ (Baujahr 1950) erforschte Max Reisch die Sahara und erhielt sogar eine Einladung nach Riad, Hauptstadt Saudi-Arabiens, die damals für Ausländer eigentlich nicht zugänglich war.
Das TOP Mountain Motorcycle Museum zeigt insgesamt sechs Expeditionsmotorräder und drei Kraftfahrzeuge der Sammlung Max Reisch, die alle im Originalzustand erhalten sind. Die historischen Fortbewegungsmittel dienen als Zeitzeugen, die einen kleinen Teil der Geschichte des mutigen Tiroler Expeditionsreisenden erzählen. Ergänzt werden diese durch Aufzeichnungen, Fotos und Schriftsammlungen. Reisch schuf eine überaus genaue Dokumentation und fast lückenlose Geschichte seines Lebens, die BesucherInnen heute durch die Besichtigung des Museums begleitet.
Sehenswert, auch für Motorrad-Neulinge
Neben den Exponaten der Sammlung Max Reisch lockt das TOP Mountain Motorcycle Museum mit zahlreichen weiteren Highlights. Auf einer Ausstellungsfläche von über 4.500m² werden 520 Motorräder und 30 weitere Fahrzeuge, wie Oldtimer, Rennautos und Co., abwechslungsreich und informativ präsentiert. Die Motor Experience bietet eine multimediale Erlebniswelt mit interaktiven Stationen, die Motorradgeschichte und -technik spannend erklären. Ein besonderes Highlight ist das 4D-Kino, bei dem BesucherInnen auch ohne Führerschein erfahren, wie sich ein Ritt über die Hochalpenstraße am Timmelsjoch anfühlt.
Das TOP Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl ist täglich geöffnet von 10.00 – 17.00 Uhr. Nähere Informationen unter: www.crosspoint.tirol










