Die Akteure der ISPO-Podiumsdiskussion (vlnr.): Martin Dolezal, Gerald Stöllnberger, John Ha Jung Yang, Reto Aeschbacher und Bernhard Ratschiller. © ISPO

ISPO-Diskussion: Die Zukunft des Wintersports

Nach zwei Saisonen Covid-Pause hat die ISPO Munich Ende November 2022 wieder ihre Tore geöffnet. Eine Podiumsdiskussion, die von der Snowsports Academy aus Wien mitorganisiert wurde, widmete sich dem Thema „New Perspectives on Winter Sports“.

Die bekannteste Sportartikelmesse der Welt ist zurück und erfreute sich eines sehr regen Interesses – wenngleich als Wermutstropfen trotz 1.700 Ausstellern etwa die großen Skimarken und Produzenten von Skiservicemaschinen nicht vertreten waren. Die erste Podiumsdiskussion der ISPO Munich war äußerst gut besucht, wurde doch ein hochbrisantes Thema aufgegriffen: Welche neuen Perspektiven gibt es für den Wintersport? Bei dem Panel tauschten sich fünf internationale Vertreter aus verschiedenen Branchen über Lösungsansätze aus – vom Ist-Zustand bis zu möglichen Szenarien in zehn Jahren.

Zu Beginn beschrieb Martin Dolezal von der Snowsports Academy, der an der Zusammenstellung der Experten maßgeblich mitgewirkt hatte, warum Skifahren und Co zurzeit mit einer Imagekrise zu kämpfen haben. „Die Diskussion im Wintersport ist zu emotional und konzentriert sich zu stark auf die Energiekrise. Aber das entspricht nicht den Fakten. Der komplette Wintersportsektor in Österreich etwa verbraucht gerade einmal 0,325 Prozent des Gesamt-Energiebedarfs. Dabei handelt es sich um einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor, der Tourismus, Seilbahnen, Industrie und zahlreiche regionale Dienstleister miteinschließt.“

Anderer Kontinent, andere Perspektiven

Dass es in anderen Teilen der Welt eine viel positivere Einstellung zum Wintersport gibt, weiß Bernhard Ratschiller. Der Österreicher ist seit mehr als fünf Jahren im asiatischen Raum tätig und arbeitet unter anderem mit Snow 51 zusammen, Chinas größtem Anbieter von One-Stop-Shops fürs Skifahren. Unter dem Motto „City Life – Mountain Love!“ werden in urbanen Regionen Rollpisten, Skikurse und Ausrüstung an einem Platz angeboten. „Um das Image des Skifahrens zu heben, müssen wir handeln und die Pisten zu den Menschen bringen – damit sie nicht so weite Strecken fahren müssen. Auf diese Weise können die Menschen bereits gewisse Skills erlernen. Das finale Ziel ist aber immer, den Genuss und die Erlebnisse in den Bergen zu steigern“, so Ratschiller.

Noch optimistischer ist John Ha Jun Yang, Experte in der Kleidungsbranche. Der Südkoreaner lebt seit mehr als zehn Jahren in China und ist Mitgründer von ALI sowie Vorsitzender von 2Y International. „Der Wintersportmarkt in China wächst enorm: Einerseits wurde er von der Regierung im Hinblick auf Olympia 2022 in Peking gefördert. Andererseits gibt es mehr Menschen, die sich den Sport leisten können. 300 Millionen Menschen in China hatten bereits mindestens eine Wintersporterfahrung.“ Ein großer Vorteil, so Yang: „Es existieren viele Indoor-Wintersport-Resorts in China, daher startet die Saison mittlerweile im Mai. Das hat man heuer auch im E-Commerce-Business gemerkt, wo der Verkauf sonst immer erst im Oktober anlief.“

 

Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung

Reto Aeschbacher aus der Schweiz, CMO bei Scott Sports, sieht folgende wichtigen Tendenzen: „Wintersport hat seit über 100 Jahren eine Kultur in den Alpen – das Erlebnis in den Bergen, die frische Luft. Mittlerweile werden wir immer mehr zu Multisport-Menschen: Trailrunning, Mountainbiken, Wandern, Skifahren. Einige Regionen haben sich bereits zu Ganzjahres-Destinationen entwickelt. Der Wintersport muss aber – wie andere Industrien auch – nachhaltigere Wege finden: ob recyclebare Materialien oder ökologischere Produktion. Dabei geht es nicht nur um einen Kompromiss, sondern um echte Innovation.“ Damit könne man dann auch das junge Publikum wieder besser motivieren.

Um mehr und vor allem junge Menschen zu erreichen, müssen auch digitale Möglichkeiten genutzt werden, ist Gerald Stöllnberger überzeugt. Mit seinem Wiener Unternehmen 360° Perspektiven bietet er unter anderem Virtual und Augmented Reality für den Tourismus an. „Gerade in der Pre-Trip-Phase, also bevor man eine Reise bucht, werden digitale Angebote immer wichtiger: Man kann sich das Hotel und die Region mit VR-Brillen ansehen und die Pisten virtuell hinunterfahren. Und man kann erste Skiübungen zuhause im Wohnzimmer üben.“ Für die Erfahrung am Berg gebe es dann weitere VR-Angebote. Zum Beispiel Informationen zur Umgebung: „Was ist das für ein Gipfel?“ Oder bei Nebel auf der Piste: „Wo geht die blaue Piste weiter und wo die schwarze?“

 

Die Zukunft des Schneesports

Wo die Reise in zehn Jahren laut Stöllnberger hingehen wird: „Die Brillen werden einen Supercomputer installiert haben, der Informationen in Erfahrungen transformiert. Was wir jetzt am Smartphone und mit Headsets machen, wird später einmal mit VR-Brillen, Glasses, Goggles, Watches oder anderen Weiterentwicklungen passieren. Auch der Magic Mirror beim Einkaufen der Kleidung wird Standard sein – so kann man sich dann beim Shopping schon in den Bergen sehen.“

Für Bernhard Ratschiller steht die breite Masse im Vordergrund: „Wir müssen Erreichbarkeit für möglichst viele Menschen bieten und nicht nur für die Elite. Warum sollen nur Menschen, die in der Nähe von Bergen leben, Zugang zu Wintersport haben? Kids und Jugendliche in den Städten sollen sagen können: ‚Hey, das ist cool, ich möchte das ausprobieren.‘“

In diese Kerbe schlug auch Martin Dolezal von der Snowsports Academy mit seinem Schluss-Statement: „Um den Schneesport und sein Image zu heben, wollen wir unter dem Motto ‚Snow Connecting People‘ den Schnee zu den Menschen bringen: mit Rollpisten, Skihallen und digitalen Möglichkeiten wie VR-Brillen. Damit wollen wir auch das Abenteuer, die Emotionen, die Erlebnisse transportieren – und so die Leidenschaft für sportliche Betätigung in den Bergen wecken.“

Gasteiner Bergbahnen AG plant Solarpark im Bereich der Schlossalm-Talstation. ©INNERHOFER Architekten  

Gasteiner Bergbahnen AG plant innovativen Solarpark

Die Gasteiner Bergbahnen konnten bereits mehrere Solar- und Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren in Betrieb nehmen. Ein neuer Solarpark im Bereich der Schlossalm-Talstation soll die Energieunabhängigkeit und den Klimaschutz im Skigebiet nun weiter vorantreiben. Wie bereits beim Neubau der Schlossalmbahn werden auch Einheimische und Gäste wieder die Möglichkeit haben, in Nachhaltigkeitsprojekte zu investieren.

Der geplante Solarpark bei der Schlossalm-Talstation stellt einen Meilenstein in Gasteins Bemühungen um Energieunabhängigkeit dar. Rund 170 Tonnen an CO2-Emissionen sollen durch das neue Projekt pro Jahr eingespart werden. „In einer Simulation lieferten die insgesamt 800 Paneele einen Jahresertrag von 364.500 Kilowattstunden. Mit dieser Menge Strom könnten die Lifte der Schlossalm, ohne Zubringer, den ganzen Winter über betrieben werden“, erklärt der mit der Konzeption beauftragte Architekt Hendrick Innerhofer. Entworfen hat das Architekturbüro Innerhofer oder Innerhofer schlussendlich 65 unterschiedlich große und verschieden ausgerichtete „Solarbäume“, um ein optisch ansprechendes und abwechslungsreiches Gesamtbild zu schaffen. Alle Module sind schräg angelegt, sodass Schnee abrutschen und auch im Winter Strom produziert werden kann. „Der Solarpark kostet uns keinen einzigen Parkplatz und wir verbauen auch kein zusätzliches Areal“, unterstreicht Bergbahnen-Vorstand Andreas Innerhofer außerdem das Ziel, die Solarpaneele bestmöglich in die bestehende Infrastruktur zu integrieren.

Bürgerbeteiligungsmodell Skisparen 2023

Wer mit dem Kauf seines Skipasses gleichzeitig auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten möchte, kann Projekte wie den Solarpark Gastein noch bis zum 30. April 2023 im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodells unterstützen. Drei Investitionspakete (Gold, Silber und Bronze) stehen zur Auswahl, mit dem Betrag wird ab Mai 2023 fünf Jahre lang ein elektronisches Guthabenkonto aufgeladen. Mit dem Guthaben können sämtliche Produkte des Online-Ticketshops skigastein.skiperformance.com erworben werden. Insgesamt wird eine um 15 Prozent höhere Summe gutgeschrieben, als ursprünglich investiert wurde – eine Win-win-win-Situation für Wintersportler, Bergbahnen und Umwelt. Nutzen die Skisparer:innen darüber hinaus die Vorteile des Dynamic Pricings, profitieren sie sogar doppelt. „Online-Frühbucher:innen genießen bei uns eine Bestpreis-Garantie. Mit der Zeit nähern sich die Tarife den Kassapreisen an, daher lohnt es sich, Tages- und ab diesem Winter auch Mehrtagesskipässe frühzeitig und ‚dynamisch‘ zu kaufen“, empfiehlt Benjamin Rogl von den Gasteiner Bergbahnen das im letzten Winter eingeführte Erfolgsmodell.

Gasteiner Bergbahnen AG goes E-Mobility

„Nachhaltiges Skifahren beginnt nicht erst auf der Piste, deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, unsere Gäste zur klimafreundlichen Anreise zu motivieren und auch die Möglichkeiten dafür zu schaffen“, weist Vorstand Franz Schafflinger auf ein entsprechendes Angebot in Kooperation mit der ÖBB hin. Für Inhaber:innen einer ÖBB-Vorteilscard ist das Bahnticket aus ganz Salzburg oder von Villach aus im Tagesticketpreis inkludiert. Wer bereits ein Klimaticket besitzt, erhält 15 Prozent Rabatt auf den Tagesskipass. Besonders bequem gestaltet sich die Anreise auf Schienen in Bad Gastein, wo der Bahnhof unmittelbar neben der Talstation der Stubnerkogelbahn liegt – eine einmalige Situation in ganz Salzburg. Eva Buzzi von ÖBB Rail Tours weiß um das Einsparpotential von Treibhausgasen im Bereich der Mobilität: „70 bis 80 Prozent aller CO2-Emissionen, die ein Winterurlauber verursacht, entstehen bei der An- und Abreise. Die ÖBB-Initiative ‘Mit Railjet & Co zum Schnee‘ ist unsere Antwort darauf. Das Wintersport-Kombiticket Gastein bringt Wintersportler bequem, kostengünstig und entspannt direkt ins Skivergnügen.“

Für die Mobilität innerhalb des Gasteinertals starteten die Gasteiner Bergbahnen gemeinsam mit der BÄM Mobility GmbH im Sommer ein Elektro-Carsharing-Projekt. Aufgrund der positiven Resonanz wurde die Flotte für die Wintersaison auf fünf Elektro-Fahrzeuge aufgestockt. Führerschein und Bankomatkarte reichen aus, um das niederschwellige und klimafreundliche Mobilitätsangebot zu nutzen.

In Summe sind es eine ganzheitliche Sichtweise und das Verantwortungsbewusstsein für die Region, die die Gasteiner Bergbahnen AG zu vielfältigen Umweltschutz- und Energiesparmaßnahmen antreiben. Andreas Innerhofer resümiert: „Rein finanziell ist das Ganze ein Nullsummenspiel – durch die Errichtung und Instandhaltung eines Solarparks etwa entstehen auch erhebliche Kosten. Aber darum geht es uns nicht. Ganz viele Arbeitsplätze im Gasteinertal hängen vom Schutz und der Bewahrung unserer Bergwelt ab. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und setzen die entsprechenden Maßnahmen.“

Nachhaltigkeitsprojekte der Gasteiner Bergbahnen AG im Überblick

Als Unternehmen, das in und mit der Natur arbeitet, sind sich die Gasteiner Bergbahnen ihrer Verantwortung für die Gasteiner Bergwelt bewusst und setzen kontinuierlich Schritte, um Besucher:innen ein nachhaltiges Bergerlebnis für Generationen zu ermöglichen. Um Ressourcen zu schonen, ohne dabei Abstriche bei der Pistenqualität machen zu müssen, setzen die Gasteiner Bergbahnen etwa auf effizientes Schneemanagement. Bei der Beschneiung kommen datengestützte Schneehöhenmessungen und Schneezäune zum Einsatz, um Schnee punktgenau produzieren und halten zu können. In der letzten Wintersaison konnten durch die strategische Verknüpfung von Messdatenauswertung und jahrzehntelangem Erfahrungswissen bereits 10 bis 15 Prozent an Einsparungen erzielt werden. Auch die Förderleistung der Seilbahnen wird gezielt reguliert und orientiert sich an den jeweiligen Personenströmen, um Energieverluste zu vermeiden. Und im Sommer werden in Zusammenarbeit mit Partnern in der Land- und Forstwirtschaft Maßnahmen im Bereich Waldpflege, Aufforstung und Bodenaktivierung gesetzt.

Bereits heute stammt die Energie, die das Skigebiet verbraucht, ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Neben dem zu 100 % zertifizierten Ökostrom, den die Gasteiner Bergbahnen von der Salzburg AG und dem E-Werk Bad Hofgastein beziehen, produziert die Liftgesellschaft ihren Strom zunehmend selbst. Eine Solar-Großanlage am Parkdeck der Schlossalmbahn sowie Photovoltaikanlagen bei der Tal- und Mittelstation der Schlossalmbahn und an der Stubnerkogel-Talstation wurden im Zuge dieser Entwicklung bereits umgesetzt. Ein neues Projekt im Bereich Schlossalm wird derzeit evaluiert.

 

Der Betrieb der GD10 „Gärten der Welt“ ist weitere 10 Jahre gesichert. ©LEITNER

Seilbahn Berlin weitere 10 Jahre in Betrieb

Die Grün Berlin GmbH hat den Vertrag mit der LEITNER Seilbahn Berlin GmbH über den technischen Betrieb der Grün Berlin Seilbahn um weitere zehn Jahre, bis zum 31. Dezember 2033, verlängert. So wird der Betrieb der Grün Berlin Seilbahn als nachhaltiges und attraktives Verkehrsmittel und direkte Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zur Erschließung der Gärten der Welt, des Kienbergparks und des umliegenden Wuhletals langfristig gesichert.

Mit Beginn des neuen Vertrages ab dem 1. Januar 2023 werden die Betriebszeiten der Grün Berlin Seilbahn weiter verbessert und vereinheitlicht. Von April bis September verkehrt die Seilbahn dann täglich von 10 bis 19 Uhr, im Oktober von 10 bis 17 Uhr. In den Monaten Dezember bis März erfolgt der Betrieb in den Ferienzeiten sowie an Feiertagen von 10 bis 16.30 Uhr. Flexible Verlängerungen der Fahrzeiten zu Veranstaltungen sind weiterhin möglich.

Dazu Christoph Schmidt, Geschäftsführer Grün Berlin GmbH: „Berlins einzige Seilbahn ist ein nachhaltiges Mobilitätsangebot für die Berliner*innen, Anwohner*innen und Gäste der Stadt und gleichzeitig ein Best Practice-Beispiel für einen stadtverträglichen und innovativen Tourismus. Sie fördert die klimafreundliche Anreise mit dem Umweltverbund und setzt die Tourismusstrategie des Landes Berlin zur Stärkung der Berliner Außenbezirke und dezentraler Attraktionen vorbildlich um.“ Und Michael Tanzer, Geschäftsführer LEITNER Seilbahn Berlin GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns, mit dem technischen Betrieb der schwebenden Besucher*innenattraktion ein besonderes Erlebnis- und Verkehrsangebot in Berlin zu unterstützen. Mit unseren 21 Mitarbeitenden sorgen wir für den reibungslosen technischen Betrieb und Unterhalt der Seilbahn.“

Betrieb langfristig gesichert

Rund 600.000 Fahrgäste, also fast jede*r zweite Besucher*in, nutzen die Seilbahn für die Fahrt in die Gärten der Welt. Gemeinsam mit dem Land Berlin konnten die Haushaltsmittel zum Betrieb der Seilbahn langfristig gesichert werden. Das technische Seilbahnpersonal wird durch die Firma LEITNER gestellt. Sämtliche kaufmännische Leistungen inklusive des Ticketing obliegen der Grün Berlin.

Neben der schnellen Anbindung der Gärten der Welt sowie des Kienbergparks an den öffentlichen Personennahverkehr ist die Seilbahn seit ihrem Bau zur IGA Berlin 2017 auch ein nachhaltiges Verkehrsmittel für Anwohner*innen für den Weg von Marzahn nach Hellersdorf und zurück. Die Seilbahnstation Kienbergpark ist direkt mit der U-Bahnlinie 5 in nur 35 Minuten vom Berliner Hauptbahnhof und in 18 Minuten von der Ringbahn aus zu erreichen. Insgesamt 64 Kabinen bringen von dort die Fahrgäste auf direktem Weg zur 1,5 Kilometer entfernten Talstation Gärten der Welt am Blumberger Damm.

Grün Berlin ist als landeseigenes Unternehmen zuverlässiger Partner für eine klimaschonende und klimaresiliente grüne Stadtentwicklung. Grün Berlin entwickelt, baut und betreibt nachhaltige Infrastrukturen und lebenswerte öffentliche Räume für Berlin. Zu Grün Berlin zählen die Grün Berlin GmbH, Grün Berlin Stiftung, Grün Berlin Service GmbH und GB infraVelo GmbH.

 

 

 

 

Der Sommertourismus 2022 entwickelte sich zu einem der besten aller Zeiten. Im Bild: Leoganger Bergbahnen.

Erfolgreiches Comeback des Sommertourismus

Die Sommersaison 2022 kann fast an Vorkrisenniveau anschließen, diesen Schwung gilt es in den Winter mitzunehmen, sagt Tourismus Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler.

„Die aktuelle Tourismusbilanz zeigt die Beliebtheit Österreichs als Sommerdestination und damit vor allem auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Angebots und die Stärke des heimischen Tourismus. Österreich konnte diesen Sommer mit 77,88 Millionen Nächtigungen fast an den Rekordzahlen von 2019 anknüpfen und liegt mit nur mehr 1,4 Prozent knapp unter dem Vorkrisenniveau 2019. Dies obwohl der asiatische Markt mit China und Japan in diesem Sommer noch geschlossen war. Bei der jüngsten Tagung der European Travel Commission (ETC) wurde festgestellt, dass Österreich nach zwei Jahren Pandemie und trotz schwieriger geowirtschaftlicher Situation zu den europäischen Destinationen mit der schnellsten touristischen Erholung gehört. Dies zeigt auch, dass wir in Marketing und Angebot vieles richtig gemacht haben. Diese positive Stimmung gilt es mitzunehmen und zuversichtlich auf die Wintersaison zu blicken“, so Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler anlässlich der heute präsentierten Sommerbilanz der Statistik Austria.

Bei den Gesamtnächtigungen von Mai bis Oktober sind fast ein Drittel (31,2 Prozent) auf inländische Gäste zurückzuführen. „Das verdeutlicht, dass die Österreicherinnen und Österreicher dem heimischen Tourismus die Treue halten und im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 sogar um 1,7 Prozent bei den Nächtigungen zulegten“, so die Staatssekretärin. 68,8 Prozent aller Nächtigungen entfielen auf ausländische Gäste: Bei Gästen aus Deutschland (+5,6 Prozent) und den Niederlanden (+7,1 Prozent) konnte ein Plus im Vergleich zu 2019 erzielt werden. „Diese eindrucksvollen Zahlen belegen, dass dem heimischen Tourismus das Comeback gelungen ist. Mit der gezielten Winterkampagne der Österreich Werbung ist es unser Ziel, das Ergebnis des Sommers zu wiederholen“, so Kraus-Winkler. Kurzfristigere Buchungen sowie die Teuerungen erschweren eine zuverlässige Prognose für die kommenden Monate, doch laut aktueller Erhebung der Österreich Werbung ist Lust und Zeit für einen Winterurlaub in unseren Hauptherkunftsmärkten vorhanden.

Die Zahlen bestätigen auch, was die Reisebranche schon seit einiger Zeit beobachtet: Die gehobene Hotellerie sowie Ferienwohnungen erzielten ein Plus von 29,2 Prozent bei den Nächtigungen, wohingegen die Mitte im 1-, 2-Stern- und im 3-Stern-Beherbergungsbereich vermehrt unter Druck zu stehen beginnt.

Asiatischer Herkunftsmarkt fehlt weiterhin

2019 war China mit knapp einer Million Nächtigungen der wichtigste asiatische Herkunftsmarkt, gefolgt von Japan. Im heurigen Sommer gingen die Buchungszahlen aufgrund der Corona-Restriktionen der Herkunftsmärkte China um 93,7 Prozent und Japan um 85,3 Prozent zurück. „Als wichtigster Herkunftsmarkt fehlen uns die Asiatinnen und Asiaten im Städtetourismus ganz besonders. Positiv überrascht sind wir hingegen von den Gästen aus den USA, die als Herkunftsmarkt immer stärker vertreten sind und heuer sogar ein Plus von 18,9 Prozent der Nächtigungen verzeichneten“, so Kraus-Winkler.

Saisoneröffnung im Alpenpark Neuss. ©SLTG

SalzburgerLand und Alpenpark Neuss eröffnen die Wintersaison

Action im Schnee mit alpiner Hüttenküche und Musik aus dem SalzburgerLand – und das mitten in Deutschland: Mit einem großen Fest hat das SalzburgerLand im Alpenpark Neuss in Nordrhein-Westfalen – einem der wichtigsten Herkunftsmärkte für den heimischen Tourismus die Wintersaison eröffnet. Besonders im Fokus: Die nächste Ski-Generation.

Mit Skilehrer*innen aus dem SalzburgerLand zogen Kinder beim Winterfest zum Saisonauftakt ihre allerersten Schwünge in den Schnee. 2000 Gäste erlebten ein abwechslungsreiches Winterprogramm von Skifahren über Rodeln bis hin zu einer Schatzsuche im Schnee. Großes Highlight: Die „Generation Winter“ Fashionshow mit Skiausrüstung von damals und heute mit einer anschließenden Skiurlaubs-Verlosung.

Traditioneller Saisonauftakt in der „Ski-Nachwuchsschmiede“

„Das Winterfest ist der traditionelle Saisonauftakt in Nordrhein-Westfalen und ein Fixtermin für Wintersportbegeisterte in der gesamten Metropolregion“, so Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG). „Wir freuen uns über die langjährige Partnerschaft mit dem Alpenpark Neuss. Auch weil er mit seiner Skihalle als erfolgreiche ‚Ski-Nachwuchsschmiede‘ gilt: Rund 40.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr stehen im Alpenpark das erste Mal auf Skiern. Ein ganz wichtiger Einstieg, um sie fernab der Berge für Wintersport zu begeistern – und oftmals ist das der erste Schritt zu einem Urlaub im SalzburgerLand“, so SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger.

Passend dazu hatte man sich auch medial mit dem Thema „Zukunft des Wintersports“ auseinandergesetzt. Bei einem Expertentalk mit Sportwissenschafter Dr. Niels Kaffenberger (Deutsche Sporthochschule Köln) wurde unter anderem über den Skinachwuchs, Nachhaltigkeit und die Weiterentwicklung des Wintertourismus diskutiert. Außerdem hat die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) gemeinsam mit den Partnerregionen ihre Angebote für die Wintersaison vorgestellt. Besonders für Familien gibt es auch in diesem Winter attraktive und vor allem leistbare Angebote vom Urlaub am Bauernhof bis hin zum Hotel.

Alpenpark Neuss als „Außenstelle“ der Salzburger Berge

Seit 20 Jahren verbindet die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) und den Alpenpark Neuss in Nordrhein-Westfalen eine erfolgreiche Kooperation. „Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, Nordrhein-Westfalen, ist einer der wichtigsten Märkte für den Wintertourismus im SalzburgerLand. Jeder fünfte deutsche Wintergast im SalzburgerLand kommt aus Nordrhein-Westfalen“, so Yvonne Rosenstatter, Marktmanagement-Leiterin bei der SLTG.

Die SLTG präsentiert sich im Alpenpark gemeinsam mit den sechs Partnerregionen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Zell am See-Kaprun, Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, Region Hochkönig, Salzburger Sportwelt und Obertauern. Von der Piste über die Skischule bis hin zur Gastronomie ist das SalzburgerLand im gesamten Alpenpark Neuss omnipräsent. Sogar die dort erhältlichen Ski kommen aus dem SalzburgerLand, vom Salzburger Alpinski-Weltmarktführer ATOMIC.

Als Aktiv-Freizeitpark ist der Alpenpark die erste Anlaufstelle für Skibegeisterte in Nordrhein-Westfalen – und damit ein hervorragender strategischer Partner für das SalzburgerLand, das sich in diesem besonders wichtigen Herkunftsmarkt als attraktive Urlaubsdestination für sportlich-aktive Gäste positioniert. „Der Alpenpark Neuss zählt jährlich rund 800.000 Gäste (Zahlen aus dem Jahr 2019), von denen ein Großteil sehr Sport- und insbesondere Wintersport-affin ist. Umfragen haben ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Alpenpark-Gäste bereits einen Winterurlaub verbracht hat – die Hälfte sogar im SalzburgerLand“, so SLTG-Marktmanagement-Leiterin Yvonne Rosenstatter.

 

 

Goldene Maschine Jakobshorn. ©TechnoAlpin

Goldene Maschine für die Davos Klosters Bergbahnen AG

TechnoAlpin, der Weltmarktführer für innovative Schneelösungen, liefert die 1000. Propellermaschine jeweils in einer goldfarbenen Ausstattung. In diesem Jahr wurden die Davos Klosters Bergbahnen AG mit der Sonderedition überrascht. Die Goldene Maschine ist ein Zeichen der besonderen Wertschätzung der 30-jährigen, vertrauensvollen Partnerschaft der beiden Unternehmen. Die neue Maschine steht am Jakobshorn.

Sie ist in jeder Beziehung ein spezielles Stück: Die Propellermaschine aus dem Hause TechnoAlpin, die am Jakobshorn steht. Es ist Tradition beim Weltmarktführer für innovative Schneelösungen, dass jedes Jahr die 1000. Propellermaschine ein goldfarbenes Kleid bekommt. „Wir wollen damit unterstreichen, wie viel uns unsere Produkte bedeuten und wie viel Leidenschaft und Innovation wir in ihre Entwicklung stecken“, sagt Patrizio Laudonia, Branch Manager TechnoAlpin Schweiz AG.

In diesem Jahr geht die goldene Maschine an die Davos Klosters Bergbahnen AG. Mitte November 2022 konnte Patrizio Laudonia den Verantwortlichen des Bündner Wintersportgebietes das seltene Stück überreichen. Es handelt sich dabei um eine Propellermaschine des Typ TT10, die auch bei herausfordernden Bedingungen perfekte Schneequalität liefert und äußerst ressourcenschonend ist. Das Besondere an diesem Modell ist der neue kippbare Turm, mit dem der Schneeerzeuger verbaut ist. Bislang wurden dafür die mobilen Schneeerzeuger auf einem Turm montiert, für die Wartung musste das Personal mit einer Leiter zum Schneeerzeuger aufsteigen. Der kippbare Turm macht die TT10 zum ersten Schneeerzeuger, der die Vorteile einer Turmmaschine mit der Wartungsfreundlichkeit einer mobilen Propellermaschine vereint.

TechnoAlpin und die Davos Klosters Bergbahnen AG verbindet eine besondere Beziehung. Seit 30 Jahren arbeiten sie bereits zusammen. Beide Unternehmen verbindet das Bemühen nach innovativen und nachhaltigen Projekten. Ein besonders gelungenes Beispiel ist das Kleinwasserkraftwerk, das schon seit einigen Jahren erfolgreich läuft. Dafür wird die bestehende Beschneiungsinfrastruktur zur Stromproduktion genutzt. Durch die Turbinierung des Überlaufwassers aus den Speicherseen kann während 10 Monaten im Jahr Strom für 200 Familienhaushalte produziert werden. Über 60 Prozent der für die Beschneiung benötigten Energie am Jakobshorn wird auf diese Art selbst erzeugt. Weitere Kleinwasserkraftwerke sind aktuell in Planung. Für das gemeinsame Projekt waren die beiden Unternehmen 2021 für den Swiss Mountain Award nominiert.

Patrizio Laudonia, Branch Manager TechnoAlpin Schweiz AG sagt: „Innovative Lösungen sind ein zentrales Anliegen von TechnoAlpin. Dafür sind wir stets bereit, Neues zu wagen. Umso leichter fällt uns dies, wenn wir dies mit unseren treuen Partnern tun, bei denen wir über die Jahre ein großes Vertrauen aufgebaut haben.“

Projekte wie am Jakobshorn werden für Bergbahnen immer wichtiger. Sie erlauben einerseits auch zukünftig einen wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb. Andererseits steigern sie die Ressourceneffizienz und erhöhen den Anteil der Stromeigenproduktion. Beides ist nicht nur für die Bergbahnen, sondern für die gesamten Bergregionen von großer Bedeutung.

 

 

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG zeigt sich für 2023 bestens vorbereitet. ©Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Vorstandsbesetzung bei der Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Der Aufsichtsrat der Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat zwei neue Vorstandsmitglieder bestellt. Dr. Christian Oberwinkler verantwortet ab 01.03.2023 die Bereiche Technik und Operations. Christof Peer übernimmt ab 01.04.2023 die Bereiche Vertrieb, Service und Marketing.

Die vergangenen drei Jahre haben das Unternehmen stark geprägt. Schwierige Rahmenbedingungen in der Wintersportbranche und im Tourismus aufgrund von Klima- und Energiekrisen sowie die weltweite Pandemie haben das Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Deshalb hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vorstand von bisher zwei Mitgliedern um ein weiteres Vorstandsresort zu erweitern, um den Herausforderungen wirksam zu begegnen. Die personelle Ergänzung unterstreicht den Anspruch des Unternehmens als Weltmarktführer seinen Kunden die besten Fahrzeuge, Produkte und Lösungen anzubieten.

Christian Oberwinkler, 47 Jahre alt, wird bei der Kässbohrer Geländefahrzeug AG die Bereiche Technik und Operations übernehmen. Er leitet seit vielen Jahren das österreichische Unternehmen Komptech aus Frohnleiten, das sich mit Maschinen, Anlagen und Lösungen für den Bereich der Umwelttechnik spezialisiert hat.

Christof Peer, 44 Jahre alt, wird als Vorstand die Bereiche Vertrieb, Service und Marketing übernehmen. Der gelernte Elektro-Ingenieur bringt aus verschiedenen beruflichen Positionen umfangreiche internationale Vertriebs- und Serviceerfahrung aus dem Spezialfahrzeugbau mit – insbesondere von intelligenten, kundenorientierten Lösungskonzepten, Elektrifizierung von Fahrzeugen sowie Digitalisierungslösungen. Zuletzt als Vertriebsleiter bei der Goldhofer AG, Memmingen.

Gemeinsam mit dem bisherigen Vorstandsmitglied Steffen Kaiser, der die Bereiche Finanzen, Digitalisierung, Personal und Recht verantwortet, ist der Vorstand mit dieser Besetzung gut gerüstet.

Bis zum Eintritt der neuen Vorstände hat Rolf Glessing – ehemaliges Vorstandsmitglied der Kässbohrer Geländefahrzeug AG – die Bereiche Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Service und Marketing von Jens Rottmair als Interimsvorstand übernommen.

 

 

Salzmann Ingenieure und die Bernard Gruppe planen im indischen Varanasi eine urbane Seilbahn zum Transport der Pilger:innen in den Tempelbezirk mit der Endstation Godowlia. (Visualisierung Bernard India)

Elf Seilbahnen in Indien

Das Joint Venture von Salzmann Ingenieure aus Bregenz und der Bernard Gruppe aus Hall in Tirol wurde mit der Planung von elf Seilbahnprojekten in Indien beauftragt. Für die staatliche National Highway Logistics Management Limited (NHLML) konzipieren die beiden Unternehmen Anlagen im ganzen Land mit einer Gesamtlänge von rund 50 Kilometern und einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro. Das erste Leuchtturmprojekt entsteht in Varanasi im Bundesstaat Uttar Pradesh: Die topmoderne Stadtseilbahn bringt ab 2025 bis zu 3.000 Pilger:innen pro Stunde sicher zum Kashi-Vishwanath-Tempel.

„Wir prüfen potenzielle Standorte, kalkulieren deren Wirtschaftlichkeit und entwickeln optimale Konzepte für Seilbahnen in ganz Indien. Dabei bringen wir unser Know-how von alpinen Projekten ein und setzen auf modernste Technik“, erklärt Stephan Salzmann, Geschäftsführer von Salzmann Ingenieure. Gemeinsam mit der Bernard Gruppe mit Sitz in Hall in Tirol plant das Bregenzer Büro im Auftrag der National Highways Logistics Management Limited (NHLML) elf Projekt in ganz Indien. Das Joint Venture ist neben Machbarkeitsstudien für 15 Standorte für die komplette Planung von elf Seilbahnprojekten inklusive Statik und Gebäuden als Basis für eine Generalunternehmerausschreibung verantwortlich.

Die Anwendungen reichen von Verkehrsentlastung im urbanen Raum über die Regulierung von Pilgerströmen bis zu touristischen Angeboten. Zwischen den einzelnen Projekten liegen mehr als 3.500 Kilometer. Sie reichen von Leh im nördlichsten Unionsterritorium Ladakh bis nach Palani im südlichsten Bundestaat Tamil Nadu. Die Streckenlänge der Anlagen beträgt zusammengenommen rund 50 Kilometer, das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 300 Millionen Euro. „Klima, Kultur, Standort, Topografie und Nutzungsart unterscheiden sich stark. Jedes Projekt ist eine neue Welt, fordert neue Perspektiven und bereichert unsere Expertise“, so Salzmann.

Leuchtturmprojekt Stadtseilbahn Varanasi

Das erste Projekt entsteht in der Millionenstadt Varanasi im Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort planen Salzmann Ingenieure und die Bernard Gruppe eine moderne Stadtseilbahn vom Bahnhof Varanasi Cantt zum Kashi-Vishwanath-Tempelbezirk mit den Ghats am Ganges. Mit täglich mehr als 90.000 Besucher:innen zählt der Tempel im jahrtausendealten Pilgerort zu den bedeutendsten in ganz Indien. Noch führt der Weg zu den heiligen Stätten zu Fuß durch überfüllte Straßen.

Voraussichtlich ab 2025 werden die Pilgerströme in 10er-Kabinenbahnen über zwei Teilstrecken hin und retour befördert – 3.000 Personen pro Stunde. Die insgesamt 3,6 Kilometer lange Strecke verläuft parallel zu den Hauptverkehrsadern und fügt sich damit harmonisch in den Bestand ein. „Stadtseilbahnen schaffen als sichere und komfortable Transportlösungen direkte Verbindungen. Sie reduzieren das Verkehrsaufkommen an neuralgischen Punkten, überbrücken historisch gewachsene Strukturen ohne gröbere Eingriffe und eignen sich damit perfekt für stark frequentierte Wege“, erklärt Stephan Salzmann. Die Planung ist abgeschlossen, derzeit läuft die Ausschreibung für Bau und Betrieb.

50 Jahre Salzmann Ingenieure

Die nächsten Projekte stehen in Kullu im Bundesstaat Himachal Pradesh und in Shivkhori im Bundesstaat Jammu Kashmir an. Dort entstehen zwei Einseilumlaufbahnen mit einer Förderleistung von 1.500 bzw. 1.800 Personen pro Stunde. „Spannende Aufgaben mit großem Potenzial für innovative Lösungen mit Vorbildcharakter“, freut sich Stephan Salzmann. Der Großauftrag in Indien fällt genau ins Jubiläumsjahr von Salzmann Ingenieure. Das Unternehmen feiert heuer 50-jähriges Bestehen. 

Infos: www.salzmann-ing.at

 Factbox: Stadtseilbahn Varanasi

  • 10er-Kabinen-Einseil-Umlaufbahn
  • Förderleistung: 3.000 Personen pro Stunde
  • Gesamtstreckenlänge: 3,6 Kilometer
  • Zwei Teilstrecken, sechs Stationen
  • Start: Bahnhof Varanasi Cantt, Ziel: Kashi-Vishwanath-Tempel (Godowlia)
  • Planung: Salzmann Ingenieure und Bernard Gruppe

 

 

 

 

 

 

 

Die neuen Branchen-Awards für die besten Skigebiete

„Und die Testsieger-Auszeichnung geht an …“. Auch 2022 kürte das weltweit größte Testportal von Skigebieten, Skiresort.de, seine Top-Skigebiete. Die jährlichen Testsieger-Auszeichnungen gelten – bei Ski- und Boarderfans wie auch bei den Skigebieten selbst – als Branchen-Awards. Kein Wunder, schließlich wurden die Prämierungen bereits zum vierundzwanzigsten Mal vergeben.

 

Jedes Jahr aufs Neue bringen die Skigebietsexperten von Skiresort.de ihre weltweiten Testergebnisse direkt von der Piste mit. Sie prüfen und bewerten nach jeweils 18 Kriterien: von der Größe des Skigebiets über Schneesicherheit und Familienfreundlichkeit bis hin zu Hüttenangebot und Umweltfreundlichkeit. In den vergangenen Jahren wurden über 470 Skigebiete in 30 Ländern ausführlich auf Herz und Nieren getestet. Aus den aktuellen Erfahrungsberichten kürte das Skiresort-Team rund um die beiden Macher, Oliver Kern und Peter Krafft, die Testsieger 2022.

 

Auch dieses Jahr darf sich KitzSki – Kitzbühel/Kirchberg über die höchste Auszeichnung Weltbestes Skigebiet freuen. Mit einem Gesamttestergebnis von 4,9 bei 5 möglichen Sternen liegt die österreichische Skidestination ganz vorne. Ebenso im 5-Sterne-Bereich und damit unter den besten Skigebieten der Welt befinden sich Ischgl/Samnaun, die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, Ski Arlberg, Serfaus-Fiss-Ladis, der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbunn, Sölden, Hochzillertal/Hochfügen, die Zillertal Arena, die Schladminger 4-Berge-Skischaukel, die Silvretta Montafon, Mayrhofen, Obertauern, Gurgl, Hochkönig und die Snow Space Salzburg, allesamt österreichische Skigebiete. In der Schweiz prämierte das Team von Skiresort.de die Skigebiete Arosa Lenzerheide, St. Moritz – Corviglia, Laax und Zermatt. In Italien wurden Gröden, Madonna di Campiglio und der Kronplatz prämiert. Zudem zeichnete Skiresort.de in Frankreich Les 3 Vallées und Tignes/Val d‘Isère, in Kanada Whistler Blackcomb und in den USA Vail, Telluride und Beaver Creek als 5-Sterne-Skigebiet aus.

Wie vergangene Saison wurden erneut auch einige Skigebiete der Extraklasse bis 80 km und bis 60 km Pisten sowie Geheimtipps bis 40 km, 30 km und 20 km Pisten gekürt. „Pistenfans, die auf bestimmte Einzelkriterien eines Skigebiets besonderen Wert legen, werden bei unseren Testsiegern übrigens genauso fündig“, erklärt Oliver Kern.

 

Als besondere Pistenschmankerl hat die Testermannschaft von Skiresort.de noch einige ganz spezielle Highlights der Skigebiete ausgezeichnet. Die beste Skihalle findet man mit dem Alpenpark Neuss in Nordrhein-Westfalen, die beste schwarze Abfahrt (Lauberhorn-Weltcup Abfahrt) gibt es in Wengen in der Jungfrau Region und das beste Gourmetrestaurant findet man im Mountain Loft am Spieljoch im Zillertal. Der beste neue Lift – natürlich von Doppelmayr – steht am Reschenpass im Skigebiet Nauders. Das atemberaubendste Panorama verspricht die Aletsch Arena mit Blick auf den Aletschgletscher. Und das beste Skital ist das Zillertal. Auch am Balkan wurde fleißig investiert. In Montenegro wurde die Verbindung der beiden Skigebiete Kolašin 1450 und ​Kolašin 1600 als Bester Zusammenschluss ausgezeichnet.

Bergstation und Top of Alpbachtal der Hornbahn 2000. ©Alpbacher Bergbahn GmbH

10 Jahre Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau

Das neue Aushängeschild im Skigebiet Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau heißt „Top of Alpbachtal“. Der neu gebaute Aussichtsturm und die neue Hornbahn 2000 gehen pünktlich zum Start der Jubiläumssaison am 3. Dezember in Betrieb.

Das Alpbachtal und die Wildschönau feiern Jubiläum. Vor 10 Jahren wurden die beiden Skigebiete im Alpbachtal und in der Wildschönau durch eine moderne Gondelbahn verbunden. Mit dem Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau ist eines der größten Skigebiete Tirols entstanden. Zum runden Geburtstag investiert das Skigebiet in eine neue Sesselbahn und eröffnet mit „Top of Alpbachtal“ ein neues Wahrzeichen.

Der Hornlift 2000 hat nach 23 Jahren ausgedient. Eine neue, kuppelbare 6er Sesselbahn mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung wurde nun errichtet. Die Sesselbahn befördert Skifahrer in 3,45 Minuten auf den höchsten Punkt im Skigebiet auf 2030 Metern. Damit die neue Bahn auch von Einsteigern genutzt werden kann, wurde eine neue blaue Piste angelegt.

Bei der neuen Sesselbahn handelt es sich um eine Ersatzinvestition. „Damit investiert die Alpbacher Bergbahn im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau nicht in die Expansion, sondern in die Qualität des Angebots mit dem Ziel, den Gästen ein besonderes Bergerlebnis zu bieten“, betont Reinhard Wieser, Geschäftsführer von den Alpbacher Bergbahnen. „Die neue Anlage ist auf dem neuesten Stand der Technik. Sie verfügt über einen Direktantrieb, der bis zu 10 Prozent Energie spart“, erklärt Wieser. Das Investitionsvolumen liegt bei 10,5 Millionen Euro.

Top of Alpbachtal 

Ein absolutes Highlight verspricht die neue Bergstation zu werden. Mit dem Namen „Top of Alpbachtal“ wird diese einen 13 Meter hohen Aussichtsturm erhalten, der einen Innenraum mit Panoramafenster sowie eine Aussichtsplattform mit einzigartigem 360 Grad Rundumblick bereithält. Für die Architektur zeichnet sich Snøhetta, ein international renommiertes Architekturbüro mit einer Niederlassung in Innsbruck, verantwortlich. „Wir haben möglichst ressourcenschonend und nachhaltig geplant“, erklärt Architekt Patrick Lüth von Snøhetta.

Passend zur Tradition des Alpbachtals ist der Turm aus Holz gebaut und mit handgefertigten Schindeln verkleidet. Große Glasfronten sorgen für Licht und Weitblick auf die umliegenden Berge. Der Innenraum entspricht einer informellen Sitzlandschaft. Eine Tiroler Stube, die architektonisch neu interprästiert wird. „Die Stube ist windgeschützt, aber nicht beheizt“, so Lüth. Das spare ebenfalls Energie, denn Skifahrer tragen bereits warme Kleidung. Die Besucher können sich dort kurz ausruhen und die Aussicht genießen.

Regionale Investitionen  

Bei diesem Projekt wird großer Wert auf eine nachhaltige und effiziente Umsetzung gelegt. Der Start war ursprünglich für das Jahr 2020 geplant. Durch die coronabedingte Verzögerung konnte man jedoch mehr Zeit für die sorgfältige Planung und Vorbereitung der Investition aufwenden. „Jede Rechnung für das 10,5 Millionenprojekt stammt aus Tirol“, erklärt Wieser. Die Bahn ist von Leitner GmbH aus Telfs, viele regionale Gewerke wurden eingesetzt und die Holzschindeln, mit denen der Turm versehen ist, werden per Hand von Hans Hauser aus Alpbach gefertigt. Von 3. Dezember an ist es möglich, den höchsten Punkt im gesamten Skigebiet zu erreichen und sich von dort aus einen Überblick über die verschneite Landschaft zu verschaffen.

83 Millionen in elf Jahren

Die Errichtung der Verbindungsbahn zwischen den Skigebieten im Alpbachtal und in der Wildschönau war der Startschuss für das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau. Der Grundstein für eine positive, wirtschaftliche Entwicklung war somit gelegt. Insgesamt wurden in den letzten 11 Jahren ca. 83 Millionen Euro investiert. Dazu zählen: Der Neubau der Verbindungsbahn im Jahr 2012, der Neubau der Gmahbahn im Jahr 2014, die Errichtung der neuen Schatzbergbahn im Jahr 2017 und die aktuell laufende Umsetzung der neuen Hornbahn 2000.

Weiters wurden zahlreiche Investitionen in das Sommer- bzw. in das Ganzjahresangebot getätigt. Das Highlight war hierbei der Alpine Coaster „Alpbachtaler Lauser-Sauser“ im Jahr 2017.

Die Bergbahnen im Alpbachtal und in der Wildschönau zählen zu den Leitbetrieben und größten Arbeitgebern der Region. Sie beschäftigen ganzjährig 105 Mitarbeiter, während der Wintersaison sind 220 Mitarbeiter für die Bergbahnen tätig. 98 Prozent aller Beschäftigten kommen aus der Region.

DATEN & FAKTEN: die neue „HORNBAHN 2000“

  • Bahntyp:                                6er Sesselbahn mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung
  • Geschwindigkeit:                   5 m/s
  • Höhenunterschied:                391,00 m
  • Fahrzeit:                                3 min 45 sec
  • Förderleistung:                      2.600 Personen pro Stunde
  • Investition:                             ca. € 10,5 Mio.
  • Hersteller:                              Leitner GmbH, Telfs
  • Architekt / Planung:               Snøhetta, Innsbruck & Seilbahnbüro Gröbner, Kitzbühel
  • Baubeginn:                            Juni 2022
  • Fertigstellung:                        Beginn Wintersaison 2022/23