Handshake einer Männergruppe, bestehende aus drei Personen.

Martin Ladner, der neue Vorstand der Bergbahnen Kappl AG (Mitte), mit Alexander von der Thannen (Präsident Tourismusverband Paznaun – Ischgl, li.) und Egon Jäger (Aufsichtsratsvorsitzender Bergbahnen Kappl AG). © TVB Paznaun – Ischgl

Vorstandswechsel bei Bergbahnen Kappl

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 15. Juni 2026 bekanntgab, hat Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Ladner per 1. Mai 2026 die Position des Vorstands der Bergbahnen Kappl AG übernommen. Er war bereits bisher als Prokurist im Unternehmen beschäftigt.

Schon vor einem Jahr hatte der Aufsichtsrat der Bergbahnen Kappl AG auf Empfehlung des bisherigen Vorstands Ing. Andreas Kleinheinz die Weichen für eine geordnete Nachfolgeregelung gestellt und Martin Ladner zum Prokuristen des Unternehmens bestellt.

Vorgänger Andreas Kleinheinz

Ing. Andreas Kleinheinz, langjähriger Vorstand der Bergbahnen Kappl AG, hat sein Vorstandsmandat auf eigenen Wunsch nicht verlängert. Unter seiner Führung wurden wesentliche Entwicklungsschritte für das Unternehmen gesetzt – allen voran der erfolgreiche Neubau der Diasbahn, der als wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Skigebiets gilt.

Ein interessantes Interview mit Ing. Andreas Kleinheinz aus unserem Mountain Manager-Archiv (Ausgabe 6/25) finden Sie hier:

https://www.mountain-manager.com/marketing-management/mm-interview/wir-wollen-die-qualitaet-im-angebot-optimieren/

Nachfolger Martin Ladner

Der seit 1. Mai 2026 neue Vorstand, Martin Ladner, ist gebürtiger Kappler und wohnt auch in Kappl. Neben seiner fundierten betriebswirtschaftlichen Expertise verfügt er auch über umfassende Fachkenntnisse und eine langjährige internationale Erfahrung im Seilbahnbau.

Statement Martin Ladner, neuer Vorstand der Bergbahnen Kappl AG:

„Mit großem Respekt vor dem, was in Kappl bereits erreicht wurde, und einem klaren Blick in die Zukunft werde ich die Bergbahnen Kappl mit Tatkraft und Weitblick weiterentwickeln. Unser Anspruch ist es, nachhaltiges Wachstum mit höchster Erlebnisqualität für unsere Gäste zu verbinden und kontinuierlich neue Akzente im Ferien- und Freizeitangebot zu setzen. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Region werden wir neue Chancen erschließen, innovative Projekte vorantreiben und Kappl als starke, zukunftsfähige Bergdestination stärken – ökonomisch, sozial und ökologisch.“

Die Zukunftspläne der Bergbahnen Kappl

Nach dem erfolgreichen Neubau der Diasbahn richtet die Bergbahnen Kappl AG den Fokus auf die weitere Modernisierung des Skigebiets, zusätzliche Komfortverbesserungen für Gäste sowie die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit dem neuen Vorstand soll Kappl als attraktive Bergdestination im Winter wie im Sommer weiterentwickelt werden.

Die Bergbahnen Kappl in Tirol sind Teil der Skischaukel Kappl & See mit insgesamt 85 Pistenkilometern und 20 Liftanlagen. Das Skigebiet überzeugt mit schneesicherer Höhenlage, moderner Beschneiungsanlage, Erlebnisgastronomie und attraktiven Angeboten für Freerider.

Auch im Sommer spielt die Alpe Dias eine zentrale Rolle: Mit Erlebnispark, 4,2 km langer Mountaincart-Strecke und Flow Trail von der Berg- bis zur Talstation ist sie ein vielseitiges Ausflugsziel für Familien, Wanderer und Biker. Gleichzeitig wird die Alpe Dias weiterhin als Almgebiet bewirtschaftet – Regionalität und ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft bleiben daher besonders wichtig.

Weiterführende Informationen zur Destination:

https://www.kappl.com/de/sommer

 

Klettersteig verbindet zwei große Felsen und zwei Kletterer überqueren ihn.

Der Klettersteig am Pfaffenbichl in Hochfügen führt direkt am Bergkamm über Drahtseile, Trittbügel und eine Seilbrücke bis zum Gipfel des Pfaffenbichl. © Hochfügen

Felsen, Wasserfälle, Weitsicht: die Klettersteige im Zillertal

Für den Klettersommer 2026 bietet das Zillertal für alle Könnerstufen außergewöhnliche Erlebnisse am Stahlseil. Leichte Steige in Talnähe ermöglichen erste Versuche am Fels, während anspruchsvolle Touren im hochalpinen Gelände erfahrene Klettersteiggeher fordern. Das Angebot reicht von Klettersteigen entlang von Wasserfällen bis hin zur neuen „Himmelsbrücke“ mit Blick über das Tal.

Die „Himmelsbrücke“ am Klettersteig Zimmereben befindet sich oberhalb von Mayrhofen. Die rund 48 m lange, freischwebende Seilhängebrücke führt hoch über dem Tal durch die Luft und eröffnet einen beeindruckenden Blick über Mayrhofen und die umliegenden Berggipfel. Am Ende der Brücke wartet direkt der Gastgarten eines Gasthauses und lädt zur Einkehr ein.

Ein Kletterer überquert einen Klettersteig und schwebt quasi über dem Tal.

Die neue „Himmelsbrücke“ am Klettersteig Zimmereben oberhalb von Mayrhofen ist rund 48 m lang. © TVB Mayrhofen-Hippach / Becknaphoto

Klettersteig Pfaffenbichl

Der Klettersteig am Pfaffenbichl in Hochfügen geht nach seinem Winterdebüt in seine erste Sommersaison. Direkt am Bergkamm führt der Steig über Drahtseile, Trittbügel und eine Seilbrücke bis zum Gipfel des Pfaffenbichl. Der Anstieg erfolgt im Sommer zu Fuß über Hochfügen. Die Kombination aus Höhe, Panoramablick und gut gesichertem Fels macht ihn besonders attraktiv für sportliche Bergfreunde und alle, die eine besondere Tour suchen.

Familien-Klettergarten Spieljoch

Direkt bei der Bergstation am Spieljoch befindet sich der Familien-Klettergarten mit besonderem Service: Erfahrene Trainer zeigen den kleinen und großen Kletterern Schritt für Schritt, wie es geht: Von den ersten Griffen und Tritten bis zum sicheren Abseilen sind sie immer an der Seite der Teilnehmenden. Über mehrere möglichen Routen gelangt die ganze Familie gemeinsam zu ihrem ersten Gipfelkreuz. Der Steig eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

Talbachklettersteig und Klettersteig Gerlossteinwand

Die Route des Talbachklettersteigs in der Region Zell-Gerlos in der Zillertal Arena verläuft direkt neben dem Wasserfall. Zwei sehr lange Seilbrücken bilden die Höhepunkte – die letzte führt direkt über den Ablauf eines Wasserspeichers, wo bei viel Wasser unter den Füßen ein eindrucksvoller Wasserfall tost. Mehrere Ausstiege ermöglichen es, die Route zwischendrin zu verlassen und auf den Wanderweg zu gelangen. Der Klettersteig Gerlossteinwand wiederum führt rund 400 m entlang der Wand bis zum Gipfel auf 2.166 m ü. M. Der Zustieg ist nur eine kurze Wanderung von der Bergstation der Gerlossteinbahn entfernt.

Kletterer überquert Klettersteig bei Wasserfall

Die Route des Talbachklettersteigs verläuft direkt neben dem Wasserfall, beginnt mit einem leichten Einstiegsbereich und steigert sich dann Schritt für Schritt. © TVB Zell-Gerlos, Zillertal Arena

Klettersteig #Schlegeis131

Der Klettersteig #Schlegeis131 überwindet etwa 131 Höhenmeter an der Staumauer des gleichnamigen Stausees im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen und endet direkt auf der Krone der Staumauer. Von dort öffnet sich ein weiter Blick auf die Zillertaler Bergwelt. Die Gestaltung des Steigs macht ihn für Einsteiger, Familien, Gruppen und erfahrene Kletterer gleichermaßen spannend.

Sicher unterwegs auf jedem Steig

Zu den wichtigsten Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene zählen nach Einschätzung des Bergführers Florian Wechselberger, Obmann der Zillertaler Bergführer, folgende: eine ehrliche Selbsteinschätzung, eine sorgfältige Tourenplanung, das Einholen aktueller Informationen zu Wetter und Verhältnissen und vor allem die konsequente Verwendung der richtigen Ausrüstung. Dazu gehören ein Klettergurt, ein geprüfter Helm, ein Klettersteig-Set, passende Alpin-Schuhe mit gutem Profil sowie ein Rucksack mit Getränk, kleiner Stärkung, Wetter- und Sonnenschutz.

Genauso wichtig wie die Ausrüstung ist die richtige Herangehensweise: „Wer ruhig bleibt, die ordnungsgemäße Ausrüstung verwendet und sich nicht unter Druck setzt, erlebt Klettersteige als etwas unglaublich Bereicherndes“, betont Wechselberger.

Im Zillertal stehen zudem viele erfahrene Bergführer und Alpinschulen zur Verfügung, die geführte Erlebnisse im Klettersteig ermöglichen.

Die Klettersteige im Zillertal im Überblick:

Region Fügen-Kaltenbach:

  • Familien-Klettergarten Spieljoch
  • (Winter-)Klettersteig Pfaffenbichl

Region Zell-Gerlos, Zillertal Arena:

  • Klettersteig Gerlossteinwand
  • Klettersteig Talbach
  • Erlebnisgarten Riederklamm (= Klettersteig Riederklamm und Oberer Teil, Klettersteig Weiße Wand und Klettersteig Wasserfall)

Ferienregion Mayrhofen-Hippach:

  • Zimmereben-Klettersteige (= Kindergerechter Klettersteig, Klettersteig Huterlaner, Klettersteig Pfeilspitzwand und Klettersteig Astegg)
  • KletterGebiet Knorren (= Steinbock Klettersteig und KnorrenNadel Klettersteig)
  • Klettersteig Nasenwand
  • #Schlegeis131 (= Klettersteig #Schlegeis131 und Kinderklettersteig #Schlegeis131)

 

Drei Männer posieren im Freien für Foto und halten Dokument über Geschäftsjahr 2024/25 in der Hand

Erfreuliches Geschäftsjahr 2024/25 der Bergbahn AG Kitzbühel mit Zuwächsen im Winter und im Sommer – v. li. n. re.: Vorstand Mag. Christian Wörister, Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler und Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner © Thomas Liner (KitzSki)

KitzSki: Gäste- und Umsatzplus im Geschäftsjahr 2024/25

Die Bergbahn AG Kitzbühel präsentierte bei ihrer 99. ordentlichen Hauptversammlung am 16. Juni 2026 im K3 KitzKongress eine Bilanz, die ihre Rolle als einer der führenden touristischen Motoren der Region eindrucksvoll bestätigt. Trotz wirtschaftlich anspruchsvollen Rahmenbedingungen und geopolitischen Herausforderungen legte KitzSki im Geschäftsjahr 2024/25 sowohl bei den Gästen als auch bei den Umsätzen zu – und investierte gleichzeitig konsequent in zentrale Zukunftsprojekte. Das teilte das Unternehmen vor kurzem in einer Presseaussendung mit.

Mit rund 1,42 Mio. Erstzutritten im Winter und mehr als 300.000 Gästen im Sommer verzeichnete KitzSki ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Diese Nachfrage spiegelt sich auch in den Finanzen wider: Erstmals überschritt der Umsatz die Marke von 70 Mio. Euro und erreichte über 72 Mio. Euro. Das Geschäftsjahr 2024/25 endete mit einem Jahresüberschuss von rund 2,5 Mio. Euro.

Statement Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler:

„Trotz wirtschaftlich anspruchsvoller Rahmenbedingungen, steigender Kosten in vielen Bereichen und anhaltender Unsicherheiten auf den nationalen wie internationalen Märkten, konnte KitzSki seine Position als einer der führenden touristischen Leitbetriebe in der Region weiter festigen.“

Insgesamt investierte die Bergbahn AG Kitzbühel weiterhin gezielt in nachhaltig wirksame Infrastruktur, verbesserte Qualität und wichtige Zukunftsprojekte.

Investitionen in Infrastruktur und Zukunftsprojekte
  • Fertigstellung des neuen Personalhauses bei der Hahnenkammbahn mit 60 modernen Wohneinheiten für Mitarbeitende;
  • Optimierung der Beschneiungsanlagen — inklusive Start der Arbeiten am Schlüsselprojekt Speicherteich Sonnenrast;
  • Neubau der Parkgarage bei der Fleckalmbahn — ein weiteres Großprojekt, das bereits in Vorbereitung ist;
  • Ausbau des Sommerangebots — darunter der am 4. Juni 2026 eröffnete neue Kirchberg Trail mit rund 10 km Länge.
Mitarbeitende als Schlüssel zum Erfolg

Im Geschäftsjahr 2024/25 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 347 Mitarbeitende, darunter 21 Lehrlinge. Investitionen in moderne Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie die gezielte Förderung junger Fachkräfte sollen die Position als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken. „Die Lehrlinge von heute sichern die Zukunft unseres Unternehmens“, betonte der Vorstandsvorsitzende Mag. Anton Bodner.

Nachhaltigkeit als strategischer Leitfaden

Auch im Bereich Nachhaltigkeit wurden wesentliche Schritte gesetzt: Mit der Teilnahme an der Global Sustainability Ski und den Vorbereitungen zur EMAS-Zertifizierung verfolgt die Bergbahn AG Kitzbühel ihren Weg zu einer ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltigen Entwicklung konsequent weiter.

Statement Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner und Vorstand Mag. Christian Wörister:

„Die erfreuliche Entwicklung zeigt, dass wir auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld wachsen und gleichzeitig konsequent in die Zukunft investieren können. Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem täglichen Einsatz maßgeblich zu diesem Erfolg beitragen. Ein ebenso herzlicher Dank gilt unseren treuen Gästen und unseren zahlreichen Partnern in der Region.“

Aus unserem Archiv:

Ein interessantes Interview mit Mag. Anton Bodner, Vorstandsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel, und Vorstand Mag. Christian Wörister aus unserem Mountain Manager-Archiv (Ausgabe 1/26) finden Sie hier:

https://www.mountain-manager.com/marketing-management/mm-interview/diversifizierung-wird-essenziell/

Mountainbiker im Trailpark in Action

Der Trailpark Seelenzoll in der Region St. Anton am Arlberg bietet vier verschiedene Übungslines in mehreren Schwierigkeitsstufen. © TVB St. Anton am Arlberg/Patrick Bätz

Schnann: Neuer Trailpark eröffnet

Vergangenen Samstag, den 13. Juni, wurde der Trailpark Seelenzoll in Schnann in der Gemeinde Pettneu am Arlberg offiziell eröffnet. Er bietet vier Übungstrails für Mountainbiker aller Niveaus – vom Einsteiger bis zum geübten Fahrer. Das neue Projekt des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg wurde mit Unterstützung des Bike Club Arlberg, der Agrargemeinschaft Schnann und der Gemeinde Pettneu am Arlberg realisiert.

Der neue Trailpark Seelenzoll bietet auf den vier Trails unterschiedliche Lines in mehreren Schwierigkeitsstufen. Einsteiger fahren breite Kurven und Wellen in gut kontrollierbarem Tempo. Fortgeschrittene und geübte Biker treffen auf technisch anspruchsvollere Passagen, mehr Geschwindigkeit und wechselnde Herausforderungen. Über den Up-Hill Trail gelangt man ohne Lift zurück zum Einstieg und wechselt direkt in die nächste Line. Der Trailpark ist an den Radweg Stanzertal über die Ortsmitte von Schnann angebunden und eignet sich auch für E-Mountainbikes.

Statement Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg:

„Mit dem Trailpark Seelenzoll schaffen wir ein Angebot für alle, die den Bikesommer am Arlberg aktiv erleben, ihre Fahrtechnik verbessern oder eine kurze Trailrunde in ihre Tour integrieren möchten. Besonders freut uns, dass das Projekt aus der lokalen Bike-Szene entstanden ist und gemeinsam mit dem Tourismusverband und den weiteren Partnern umgesetzt wurde.“

Weiterführende Informationen zum Trailpark Seelenzoll finden Sie hier:

https://www.stantonamarlberg.com/de/sommer/e-bike-und-mountainbike/trailpark-seelenzoll

 

Kabinenbahn bei strahlendem Wetter mit Talstation und Berg Loser

Seit dem 25. Oktober 2024 befördert die 10er-Kabinenbahn „Loser Panoramabahn” in Altaussee im steirischen Salzkammergut (Österreich) die Passagiere komfortabel, energieeffizient und barrierefrei in zwei Teilstrecken vom Tal auf den Berg. © cm

Führungswechsel bei den Loser Bergbahnen

Ing. Rudolf Huber, der langjährige Geschäftsführer der Loser Bergbahnen in Altaussee im steirischen Salzkammergut, verabschiedet sich dieses Jahr nach zehn Jahren in „Amt und Würden“ in den wohlverdienten Ruhestand. Ab September wird er von Oliver Freund, MBA, einem erfahrenen Manager aus der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft, abgelöst.

Oliver Freund hat sich in einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Der anerkannte Manager im Bereich Unternehmensführung in der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft ist auch mit der Region familiär eng verbunden. Derzeit ist er noch Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Veitsch GmbH und damit des Skigebiets Brunnalm – Hohe Veitsch im Mürztal.

Mann im Trachtenanzug vor Bergkulisse und See

Oliver Freund, MBA, ist ab September 2026 neuer Geschäftsführer der Loser Bergbahnen © bereitgestellt

Weiterentwicklung mit Maß und Ziel

Der Loser, mit der beeindruckenden Panoramabahn und seinen Vier-Jahreszeiten-Angeboten, steht für Oliver Freund für regionale Wertschöpfung, für Identität, Lebensqualität und für gelebten Gleichklang von Mensch und Natur. Hinkünftig möchte er sich auf die Vermarktung bzw. behutsame Weiterentwicklung nicht nur des touristischen Leitbetriebes Loser Bergbahnen, sondern des gesamten Loser-Resorts konzentrieren. Dabei geht es darum, die ökonomischen Voraussetzungen für eine stabile Zukunft aus eigener Kraft zu schaffen.

Älterer Mann in Tracht hält in Lokal auf Terrasse Ansprache

Seit Juni 2016 hat Ing. Rudolf Huber als Geschäftsführer der Loser Bergbahnen das Seilbahnunternehmen mit viel Engagement und Herzblut erfolgreich für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt – im Bild bei einer Preisverleihung auf der Loser Alm. © cm

Stets mit viel Herzblut dabei

Die Redakteure der Fachzeitschrift Mountain Manager haben den seit Juni 2016 amtierenden Geschäftsführer Ing. Rudolf Huber stets als sehr kompetent und äußerst engagiert erlebt. Während seiner bisherigen Amtszeit wurden etliche Projekte erfolgreich realisiert. Dazu gehört auch die „Loser Panoramabahn“, an deren technischer Planung er selbst mitwirkte. Diese barrierefreie und sehr komfortable Seilbahnanlage aus dem Hause Bartholet mit 76 Fahrzeugen (Kabinen: Design F. A. Porsche) wurde am 25. Oktober 2024 offiziell eröffnet. Sie erweiterte nicht nur für den Loser für einen sanften Ganzjahresbetrieb, sondern war eine zukunftsweisende Investition in den Tourismusstandort Ausseerland.

Weiterführende Lektüre aus unserem Mountain Manager-Archiv:
Kabinenbahn in Mexiko fährt über bunte Häuser

Die urbane 10er-Kabinenbahn „Cablebús 2“ im Bezirk Iztapalapa im Südosten der Metropolregion Mexiko-Stadt verbindet seit Juli 2021 auf einer Strecke von 10,6 km mit sieben Stationen zwei U-Bahn-Stationen. © LEITNER

Mexikos Seilbahnnetz wächst um weitere 40 km

Der Südtiroler Seilbahnproduzent LEITNER setzt mit neuen Projekten und laufenden Bauvorhaben seine Expansion in der urbanen Seilbahnmobilität in Mexiko fort. Auf bereits rund 25 km Seilbahnstrecke in Betrieb sollen in Zukunft etwa 40 zusätzliche Kilometer folgen. Das teilte das Unternehmen vor kurzem in einer Pressaussendung mit.

Seit dem Markteintritt im Jahr 2016 hat LEITNER in der Metropolregion Mexiko-Stadt und darüber hinaus ein dichtes Netz urbaner Seilbahnen aufgebaut. Die erste davon war die 10er-Kabinenbahn Ecatepec I+II. Mehrere realisierte Projekte bilden gegenwärtig eine zentrale Ergänzung zum öffentlichen Verkehr und haben bereits Millionen Fahrgäste befördert. Mit einer Gesamtlänge von rund 24 km waren bis Ende 2023 drei Seilbahnsysteme mit insgesamt sieben Anlagen im Großraum Mexiko-Stadt im Einsatz (Mexicable 2, Cablebús 2, Ecatepec I+II) – ein solides Fundament für die nächsten Ausbauschritte.

Vier weitere Projekte in Realisierung

Aktuell befinden sich vier weitere Projekte in Umsetzung. Dabei wird eine öffentliche Investition von rund 700 Mio. Euro getätigt. Das Projekt ist vollständig staatlich finanziert.

Seilbahnanlage in Mexiko im Bau

In Morelia wird eine rund 7,3 km lange Seilbahnanlage mit zwei Linien realisiert. Die Inbetriebnahme ist sukzessive ab Winter 2026/27 geplant. © LEITNER

In Morelia entsteht eine rund 7,3 km lange Anlage mit zwei Linien. Ausgehend von einem zentralen Knotenpunkt werden sowohl der Nordwesten bis zum Busbahnhof als auch südliche Stadtbereiche erschlossen. Die Inbetriebnahme ist schrittweise ab Winter 2026/27 vorgesehen.

Im Großraum von Mexiko-Stadt wird mit der Kabinenbahn „Mexicable Línea 3“ in Naucalpan eine weitere bedeutende Verbindung realisiert. Das Seilbahnsystem umfasst drei Linien mit insgesamt zehn Stationen, einer Länge von 9,8 km und rund 390 Fahrzeuge. Ziel ist es, bislang schwer erreichbare, hügelige Gebiete im Westen effizient an die Metrostation Cuatro Caminos anzubinden. Die Fahrzeit verkürzt sich dadurch deutlich von einer Stunde auf eine halbe Stunde, während täglich bis zu 40.000 Fahrgäste erwartet werden. Insgesamt profitieren rund 700.000 Menschen im Einzugsgebiet von einer verbesserten Mobilität und Anbindung.

Seilbahnanlage in Mexiko im Bau


Im Bau: die Kabinenbahn „Mexicable Línea 3“ in Naucalpan. Die 9,5 km lange Seilbahnstrecke umfasst drei Linien mit zehn Stationen. Ziel ist es, bislang schwer erreichbare, hügelige Gebiete im Westen effizient an die Metrostation Cuatro Caminos anzubinden. © LEITNER

Zwei neue Cablebús-Linien

Parallel dazu laufen die Bauarbeiten an zwei weiteren groß dimensionierten Projekten: „Cablebús Línea 4“ und „Cablebús Línea 6“. Beide Anlagen befinden sich seit Herbst 2025 in Umsetzung.

Die „Cablebús Línea 4“ verbindet auf 11,3 km und mit acht Stationen topografisch anspruchsvolle Hanglagen im Süden mit zentralen Stadtbereichen und integriert sich direkt in bestehende Verkehrsnetze. Dazu zählen Anschlüsse an Bus- und Metrolinien sowie eine direkte Verbindung zur Universidad Nacional Autónoma de México – einer der bedeutendsten Bildungseinrichtungen Lateinamerikas. Mit einer Fahrzeit von rund 40 bis 45 Minuten und einer prognostizierten Nachfrage von etwa 65.000 Fahrgästen wird die Seilbahnanlage einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Verkehrs leisten.

Die „Cablebús Línea 6“ wird mit rund 12,7 km die Bezirke Milpa Alta, Xochimilco und Tláhuac erschließen und bindet bislang schwer zugängliche, teilweise ländlich geprägte Regionen an das urbane Verkehrsnetz an. Über sieben Stationen wird eine direkte Verbindung zur Metrolinie 12 geschaffen. Auch hier wird die geplante Fahrzeit bei etwa 40 bis 45 Minuten liegen.

Mit diesen Projekten erhöht sich die Gesamtlänge der von LEITNER realisierten und im Bau befindlichen urbanen Seilbahnanlagen in Mexiko deutlich. Die Kombination aus bereits bestehenden rund 25 km und den neuen Projekten mit etwa 40 zusätzlichen km unterstreicht die dynamische Entwicklung des Unternehmens im lateinamerikanischen Markt und die wachsende Bedeutung urbaner Seilbahnen als nachhaltige Lösung für komplexe Verkehrsanforderungen.

Sehr viele Titelseiten der Mountain Manager-Ausgabe 2026 hintereinander und größenverkleinert.

Ist ab Anfang nächster Woche an die Leserschaft unterwegs: der Mountain Manager 3/26. © cm via Canva.com

Neuer Lesestoff: der Mountain Manager 3/26

Für diese Ausgabe besuchte das Mountain Manager-Team zahlreiche interessante Branchenevents im In- und Ausland. Dazu gehörte die Fachmesse Mountain Planet im französischen Grenoble, dessen Highlights wir in diesem Heft eine sehr umfassende Berichterstattung widmen.

Im Rahmen der Eröffnungskonferenz der Fachmesse Mountain Planet 2026, die vom 21. bis 23. April in Grenoble (FR) abgehalten wurde, präsentierte der anerkannte Experte für Alpintourismus und die Skigebietsbranche, Laurent Vanat, die 18. Ausgabe seines „International Report on Snow & Mountain Tourism“. Darin bot er einen globalen Rückblick auf die Wintersaison 2024/25 und analysierte die Entwicklung der weltweiten Skiindustrie.

Aber auch das OITAF-Seminar über die Beeinflussung der Betreiberbedürfnisse auf die Seilbahnplanung und das Kongressformat City Cable Car Solutions 3CS, das urbane Seilbahnen weltweit im Fokus hat, wurden im Rahmen der Mountain Planet abgehalten. Ausführliche Reportagen darüber finden Sie in dieser Ausgabe. Das gilt auch für die diesjährige österreichische Jubiläums-Seilbahntagung „100 Jahre Seilbahnen in Österreich – Vom Transportanbieter zum modernen Dienstleister“.

Die Rax-Seilbahn in den Wiener Alpen feierte am 9. Juni 2026 als erste ihr 100-Jahre-Jubiläum. Bernd Scharfegger, Inhaber und Geschäftsführer, Rax-Seilbahn stand dazu dem Mountain Manager Rede und Antwort.

Ebenfalls teilgenommen haben wir am 35. TFA TourismusForum Alpenregionen, das dieses Jahr zum Thema „Der Berg verhandelt nicht – Realitätssinn im Tourismus der Zukunft“ vom 13. bis 15. April in Lech am Arlberg abgehalten wurde. Die Palette der zahlreichen Expertenvorträge widmete sich Thematiken wie z. B. dem Gletscherabbruch und Bergsturz in Blatten/Lötschental und dessen Folgen, einer innovativen und nachhaltigen Technik gegen aufbauenden Permafrost am Piz Nair oder dem Online-Tool „Kompass Schnee“. Mehr darüber erfahren Sie in unserem ausführlichen Nachbericht.

Darüber hinaus bieten wir in dieser Ausgabe interessante Artikel zu unseren inhaltlichen Schwerpunkten „Trends“, „Digital“, „Ökologie“, „Neue Bahnen“, „Pistenmanagement“ und „Beschneiung“. Hier stellen wir z. B. eine neue Studie zur technischen Beschneiung in Österreich vor.

Die Ausgabe Mountain Manager 3/26 erscheint am Montag, dem 15. Juni.

 

Das Mountain Manager-Team wünscht eine interessante Lektüre!
Ein Skifahrer im Winter bei Schönwetter in Aktion

Österreich blickt auf eine sehr erfolgreiche Wintersaison 2025/26 zurück. © Volker Meyer über Pexels

Wintersaison 2025/26: Neuer Nächtigungsrekord in Österreich

Mit 74,23 Mio. Nächtigungen und 21,33 Mio. Gästen wurden laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria in der Wintersaison 2025/26 in Österreich neue Nächtigungs-Höchstwerte erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,5 % bei den Nächtigungen und 3,4 % bei den Ankünften. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus hervor.

Für Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sind die Zahlen weit mehr als nur eine erfreuliche Statistik: „74 Millionen Nächtigungen bedeuten nicht nur volle Hotels. Dahinter stehen Arbeitsplätze, Familienbetriebe, regionale Wertschöpfung und viele Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Österreich weltweit für Qualität, Gastfreundschaft und Verlässlichkeit steht. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig der Tourismus für unser Land ist.“

Besonders erfreulich sei, dass die Nachfrage sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland gestiegen ist. Deutschland bleibt mit 26,5 Mio. Nächtigungen der wichtigste Herkunftsmarkt. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung in Wien mit einem Plus von 6,1 %, wie stark sich Österreich mittlerweile als Ganzjahresdestination positioniert. „Österreich ist längst mehr als nur Skiurlaub. Unser Erfolg entsteht dort, wo Natur, Kulinarik, Kultur, Bewegung, Sicherheit und Lebensgefühl zusammenkommen. Genau darin liegt unsere internationale Stärke“, so Zehetner.

Tourismus steht dennoch unter hohem Druck

Zehetner warnt zugleich davor, Rekordzahlen mit Selbstverständlichkeit zu verwechseln. Der Tourismus stehe weiterhin vor großen Herausforderungen. Hohe Kosten, Fachkräftebedarf, internationale Konkurrenz oder Fragen der Akzeptanz in den Regionen müssten aktiv begleitet werden.

Sommerlandschaft mit Kabinenbahn im Hintergrund und Speicherteich mit Wanderweg im Vordergrund

Der Sommer in den österreichischen Bergen wird immer beliebter, hat aber noch „Luft nach oben“. © Wolfgang Welser über Pexels

Sommer bringt neue Impulse für die Regionen

Rückenwind für die kommenden Monate gibt auch die bereits präsentierte Sommerpotenzialanalyse. Sie zeigt eine stabile Reiselust in den wichtigsten europäischen Märkten und macht deutlich, dass Österreich auch im Sommer enorme Chancen hat. „Die Sommerpotenzialanalyse zeigt klar: Österreich ist auch im Sommer stark nachgefragt. Wandern, Radfahren, Seen, Kulinarik, Kultur und Naturerlebnisse sind keine Nischen mehr, sondern zentrale Zukunftsfelder unseres Tourismus. Gerade darin liegt die Chance, Wertschöpfung breiter über das Jahr und stärker in die Regionen zu bringen“, betonte Tourismus-Staatssekretärin Zehetner.

Vier Männer im Anzug halten zwei Schilder und posieren für Foto.

Eröffneten feierlich das neugestaltete Museum auf der Zugspitze (v.li.n.re.): Franz Dengg (Geschäftsführer Tiroler Zugspitzbahn), Theo Zoller (Obmann Tiroler Zugspitz Arena), Mario Gerber (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung) und Norbert Span (Glaziologe und Astrofotograf). © Tiroler Zugspitzbahn / Franz Oss

Eröffnung des neu gestalteten Erlebnismuseums „Faszination Zugspitze“

Die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald feiert im Jahr 2026 ihr 100-Jahre-Jubiläum. Vor diesem Hintergrund wurde das an der Bergstation auf 2.962 m befindliche Erlebnismuseum vom Glaziologen und Astrofotografen Norbert Span neu gedacht und zeitgemäß inszeniert. Am 19. Mai 2026 fand die offizielle Eröffnung statt.

Im neu gestalteten Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“ wird die traditionsreiche Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn bis zur heutigen „Himmelsstürmerin“ mit modernster Medientechnik gewürdigt. Mithilfe interaktiver Stationen und digitaler Installationen wurde das 2005 erbaute Museum vom Glaziologen, Ausstellungsgestalter und Astrofotografen Norbert Span grundlegend überarbeitet.

Statement Museumskurator und Projektentwickler Norbert Span:

„Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur die Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn erzählen, sondern auch junge Menschen inspirieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von technischer Innovation und regionaler Identität stärken. Die Ausstellung soll Tradition, Innovation und Bildung mit Emotion verbinden – als ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit Tirols.“

Das Museum im Überblick

Gleich zu Beginn fällt der Blick auf die Geschichte und die Pioniere der Tiroler Zugspitzbahn. Großflächige Grafiken und modernste Displays machen die Entwicklungen der vergangenen 100 Jahre sichtbar. In der originalen Kabine Nr. 5 von 1978 erfahren Besucher beispielsweise mittels Telefons mehr zum Ausstellungsstück, für Kinder wartet dort ein „Kabinenmemory“. Highlight der Ausstellung ist das begehbare Kaleidoskop: Dort spiegeln sich die Impressionen der Zugspitze in einer überdimensionierten Kugel. Ein weiteres zentrales Element im Museum ist ein dreidimensionales Modell der Region rund um die Zugspitze, das durch eine interaktive Reise zum Leben erweckt wird. Das digitale Head-Up-Display zeigt die damalige Fahrt der Kabine aus dem Jahr 1978 als Animation über der realen Landschaft.

Neben der Sonderausstellung „200 Jahre Erstbesteigung Zugspitze“ und dem museumseigenen Kino mit neuen Filmen zum Seilbahnbau gibt es weitere Anziehungspunkte: Eine interaktive Station offenbart mithilfe eines Zeitschiebers die unterschiedliche Trassenführung großflächig auf der Wand. Zugleich werden die fünf Kabinen der vergangenen 100 Jahre als Modelle ausgestellt. Im letzten Raum des neugestalteten Museums werden die Themen Wetter und Klima anschaulich präsentiert: An einem großen Relief der Ostalpen können Besucher auf Knöpfe drücken und sehen dadurch Wetterextremwerte der Zugspitze im Vergleich zu anderen Bergen. Eine Impressionswand mit Wetterereignissen auf der Zugspitze rundet die Ausstellung ab.

Statement Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn:

„Das neugestaltete Museum bietet den Gästen eine weitere Attraktion am Gipfel der Zugspitze mit beeindruckenden Bildern von Sonnenaufgängen und -untergängen bis zur Technik und der Geschichte der Zugspitze.“

Besucher erhalten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch ein besseres Verständnis für die Veränderungen im alpinen Raum.

Pendelbahn-Kabinen erstrahlen im neuen Glanz

Parallel dazu investierte die Tiroler Zugspitzbahn auch in die Modernisierung ihrer bestehenden Infrastruktur. Im Rahmen einer umfassenden Kabinenrevision durch den Schweizer Hersteller CWA, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, erhielten die beiden Panorama-Kabinen der Tiroler Zugspitzbahn ein technisches und optisches Upgrade. Die Außenflächen wurden in edlem Metallic-Blau lackiert und verleihen den Pendelbahn-Kabinen so einen modernen Auftritt. Auch im Innenraum wurde die Kabine mit einer neuen Lackierung in Weißaluminium, einem neuen Bodenbelag sowie erneuerten Scheiben optisch aufgefrischt. Darüber hinaus wurden Türmechanik und Unterboden sorgfältig überarbeitet, um die Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen.

Über die Tiroler Zugspitzbahn

Die damalige „Österreichische Zugspitzbahn“ war bei ihrer Eröffnung vor hundert Jahren die erste Seilbahn Tirols und die zweite Österreichs. Im Laufe ihrer Geschichte setzte die Tiroler Zugspitzbahn zahlreiche Meilensteine: von den ersten Kabinen für 19 Personen im Jahr 1926 über die Erschließung des Gipfels mittels Gipfelbahn 1964 bis hin zur heutigen Direktverbindung auf die Zugspitze, die seit 1991 in Betrieb ist. Nach dem Talstationsbrand 2003 gelang ein Wiederaufbau der Pendelbahn in Rekordzeit. Auch danach entwickelte sich die Tiroler Zugspitzbahn konsequent weiter – mit neuen Erlebniswelten, innovativen Ausstellungen und modernen Infrastrukturen. Heute überwindet die Pendelbahn auf einer Länge von 3.600 m rund 1.725 Höhenmeter in nur zehn Minuten Fahrzeit. Zwei Panorama-Kabinen für je 100 Personen transportieren bis zu 730 Passagiere pro Stunde auf knapp 2.950 m Seehöhe. Die höchste Stütze misst 55 m, der größte Bodenabstand beträgt 160 m.

Weitere Informationen:

http://zugspitze.at

Sonderlösung Materialseilbahn bei der Arbeit

Das von Seik entwickelte „SkyX“ ist ein fortschrittliches 3D-Seilbahnsystem für den sicheren Transport von Material und Personal. In Brasilien wird diese Seilbahnlösung für die Wartung eines Rückhaltebeckens eingesetzt. © Seik

HTI übernimmt Mehrheit des Materialtransport-Spezialisten Seik

Die Sterzinger Unternehmensgruppe HTI wird Mehrheitsaktionär des Südtiroler Unternehmens Seik mit Sitz in Truden im Naturpark und stärkt damit ihre Position im Bereich Materialtransport weiter. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung Ende April 2026 mit.

HTI verfügt für den Materialtransport auf schwierigem Gelände bereits über ausgeklügelte Lösungen wie dem „Flyingbelt“ (patentiertes System, das die Vorteile von Förderbändern und Seilbahnanlagen vereint) oder Produkten wie dem sogenannten „Blondin“ (Kabelkräne für große Infrastrukturprojekte) sowie Seilbahnsystemen für Spezialanwendungen. Zu den wichtigsten Referenzen zählen die Flyingbelt-Anlagen in Barroso (Brasilien), am Fluss Lippe in Deutschland, in Rogun (Tadschikistan) oder auf der Baustelle des Terzo Valico dei Giovi in Genua. Weitere wichtige Projekte im Bereich Materialtransport sind die Kabelkran-Systeme für den Bau von Staudämmen in Portugal, Peru und der Türkei oder die Apfel-Seilbahn im Trentino.

Ideale Ergänzung im Materialtransport

Die Produkte von Seik ergänzen das Portfolio der HTI‑Gruppe und ermöglichen es, weltweit ein sehr umfassendes und vollständiges Lösungsangebot für den Seiltransport von Material anbieten zu können. Hier reicht die Palette von stationären Systemen für große Nutzlasten bis zu flexiblen und spezifischen Lösungen für komplexe Baustellen und extreme Umgebungen.

Gruppenbild mit sieben Männern

Der neue Verwaltungsrat von Seik mit der HTI-Geschäftsleitung © HTI

Über Seik

Seik wurde 1991 gegründet und ist ein renommierter Spezialist für den Materialtransport mit modernen Seilbahnanlagen: Vom ersten patentierten motorisierten Laufwagen bis zu Anlagen, die für den Betrieb unter extremen Bedingungen konzipiert sind, hat das Unternehmen aus Truden eine Reputation für technische Kompetenz, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Innovation aufgebaut. Nach dem ersten großen Projekt in Indien im Jahr 2004 schlug Seik einen konsequenten internationalen Wachstumskurs ein und ist heute in 16 Ländern vertreten. Zu den repräsentativsten Entwicklungen zählen der „Skydumper“ mit einer Nutzlast von 40 t und Energierückgewinnung, sowie der „Skytruck“, ein Traversenkran auf Seilen mit einer Nutzlast von 30 t, der beim Bau von Staudämmen und Brücken eingesetzt wird. Das Angebot umfasst außerdem Seilbahnen mit motorisierten Laufwagen, Seilbahnsysteme für Berghütten („Skycargo“), Schürfwinden, Luftpipelines und kundenspezifische Systeme wie „SkyX“, oder den jüngsten Portalkran mit 25 t Nutzlast, der für Honduras realisiert wurde und eine Arbeitstiefe von 600 m erreicht. Das Unternehmen ist zudem auch im Forstsektor tätig und bietet Ausrüstung und motorisierte Laufwagen mit fortschrittlicher Technologie („Skytiger“).

Statement Michael Lantschner, Gründer und Geschäftsführer der Firma Seik:

„Unser Ziel ist es, die Kontinuität des Unternehmens sicherzustellen und für unsere Kunden weiterhin ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein. Wir möchten unseren Mitarbeitern eine langfristige Perspektive geben und schaffen jetzt die Voraussetzungen für weiteres Wachstum der Firma.“

Weitere Informationen:

https://www.hti.global/de/

https://seik-cableway.com/de/

 

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