Halbe Einschneizeit dank doppelter Schneemenge pro Lanze – Weltneuheit 2SNOW MEDUSA auf Erfolgskurs

Die bekanntlich immer kürzer werdenden möglichen Einschneizeiten für Skipisten erfordern eine entsprechende Schlagkraft im Grenztemperaturbereich. 2SNOW, die Kooperation von Schubert und Bächler, hat diesen Bedarf rechtzeitig erkannt und auch gleich zwei Antworten mitgeliefert: die Weltneuheiten NESSY MEDUSA und SNOTEK MEDUSA.

Sprühbild einer Doppelkopf-Lanze. Fotos: Schubert Elektroanlagen

Diese beiden Schneilanzensysteme mit der Bezeichnung „MEDUSA“ ermöglichen dem Pistenbetreiber die doppelte Schneeproduktion pro Schneigerät – und das nicht nur im Grenz- sondern im gesamten Schneitemperaturbereich!Schubert und Bächler haben mit den beiden neuen 2SNOW Produkten NESSY MEDUSA und SNOTEK MEDUSA eine Vorreiterrolle eingenommen und punkten mit einem Konzept, das sich bereits jetzt bewährt hat. Das bestätigen sehr zufriedene Kunden, wie einige Statements demonstrieren.“Unsere Erwartungen wurden übertroffen“Mag. Philipp Holleis, Leiter der Skischule Holleis in Dorfgastein, hebt folgende Vorzüge der Lanze 2SNOW NESSY MEDUSA hervor:- Deutlich bessere Schneequalität- Doppelte Schneeproduktion in allen Schneistufen- Im Grenztemperaturbereich vergleichbare Schneeproduktion wie bei führenden Propellermaschinen- Vollautomatische Steuerung der Schneistufen und individuelle Anpassung der Temperaturbereiche an Wassertemperatur, Düsengröße,…- Einfacher und unkomplizierter Transport durch mobilen Unterbau (Pistenraupe, Traktor)- Geringe Lärmemission des Kompressors und des Schneeerzeugers- Geringer Energieverbrauch (nur 1,5 KW Kompressor für Medusa-Schneikopf erforderlich!)

Die neue Doppelkopf Schneilanze NESSY MEDUSA von 2SNOW ist auf Erfolgskurs.

Die Produktanforderungen laut Mag. Holleis waren die effektive Ausnutzung der immer kürzer werdenden Schneifenster sowie eine effiziente Beschneiung im Grenztemperaturbereich ab -2,7° FKT. Daher erwartete man von der NESSY MEDUSA eine höhere Schneeproduktion, vor allem auch im Grenzbereich. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen! Aufgrund der oben genannten Vorteile würden wir uns wieder für die NESSY MEDUSA entscheiden und dieses Produkt jeder Skischule mit einem Kinderland empfehlen. Für unsere Skischule ist die NESSY MEDUSA die ideale Lösung. Es handelt sich bei dieser Type um keine Schneilanze im herkömmlichen Sinn, sondern um eine schlagkräftige, energiesparende und kostengünstige Alternative zu jeder Propellermaschine! Sie ist für jede Skischule und jeden Bergbahnbetrieb ein zuverlässiger und effizienter Schneeerzeuger“, resumiert Mag. Holleis.“So stellt man sich einen Schneeerzeuger vor“Auch Schneimeister Florian Hauser (SKI ZÜRS AG) bestätigt die Vorteile der 2SNOW NESSY MEDUSA. Seine Anforderungen bei der Produktsuche waren:- Hohe Schneileistung und Schneequalität- Energieverbrauch- Einfaches Aufstellen

Die neue Doppelkopf Schneilanze NESSY MEDUSA von 2SNOW ist auf Erfolgskurs.

Herr Hauser berichtet erfreut, dass seine Erwartungen an die NESSY MEDUSA erfüllt wurden. Er hebt vor allem die einfache Handhabung, den reibungslosen autonomen Betrieb und den leisen Kompressor hervor. Sein abschließendes Resümee lautet: „So stellt man sich einen Schneeerzeuger vor!““Macht weiter so!“Bernhard Heitauer junior (Beschneiung/Pistenpflege, Götschen Skilift Gmbh & CO.KG) zeigt sich überaus erfreut über folgende Vorteile der 2SNOW NESSY MEDUSA:- Hochwertige Produktqualität und Kompatibilität der Lanzen- Enorme Schneemengenproduktion in kurzer Zeit- Hohe Bedienerfreundlichkeit- Hoher EnergiesparfaktorDie Erwartungen wurden laut Herrn Heitauer, vor allem durch die enormen Schneemengen in kurzer Zeit, übertroffen. Sein Fazit: „Macht weiter so!““Wir empfehlen das Produkt weiter“Sepp Moser (Leiter Beschneiungsanlagen, Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH) empfiehlt die 2SNOW SNOTEK MEDUSA aufgrund folgender Faktoren weiter:- Schneileistung- Wurfweite- Geringer Luftverbrauch- Keine KopfheizungDie Erwartungen von Sepp Moser an die SNOTEKMEDUSA waren der Schneistart im Grenzbereich bei -2,5° FKT und eine gute Schneequalität sowie bei -8° FKT eine große Schneeausbeute.Seine abschließende Bilanz lautet: „Unsere Erwartungen wurden erfüllt und sogar etwas übertroffen.“Infos:www.2snow.at

Firmengebäude der Schubert Elektroanlagen GmbH in Obergrafendorf, Niederösterreich.

NESSY MEDUSA:Grundbescheiung mit doppelter SchneemengeVORTEILE- 80 % WENIGER DRUCKLUFTVERBRAUCH IM VERGLEICH ZU HERKÖMMLICHEN SCHNEILANZEN BEI DOPPELTER LEISTUNG- WENIGER LÄRMEMISSIONEN- SCHNEIEN AB – 2°C FEUCHTKUGELTEMPERATUR- OHNE ZUSATZSTOFFETECHNISCHE DATENMehrstufige Lanze:  70 kg (10 m Länge)Lanzenlängen: 7 m/8,5 m/10 m (andere Längen auf Anfrage)Schwenkwinkel:  360°Neigungswinkel: 45…80°Wasserdurchsatz:  60 – 400 l/min. bei 20 barBestehende Lanzen lassen sich problemlos umrüsten.SNOTEK MEDUSA:150 m3 Schnee pro StundeVORTEILE- 8 SCHNEISTUFEN FÜR PERFEKTE SCHNEEQUALITÄT- HOHE PRODUKTIVITÄT IN KURZER ZEIT- DOPPELTE SCHNEEPRODUKTION PRO SCHNEIPUNKT- PUNKTGENAUE SCHNEEPLATZIERUNG DURCH WINDUNEMPFINDLICHKEITTECHNISCHE DATENMehrstufige Lanze: 90 kg (10 m Länge)Lanzenlängen: 7 m/8,5 m/10 m (andere Längen auf Anfrage)Schwenkwinkel: 360°Neigungswinkel: 45…80°Wasserdurchsatz: 90 – 520 l/min. bei 20 barBestehende Lanzen lassen sich problemlos umrüsten.

    
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Optimierte Energiebilanz dank TechnoAlpin

Es gibt keine Sportart, die so eng mit der Natur verbunden ist, wie der Skisport. Aus diesem Grund sollte uns der umweltschonende Einsatz von Ressourcen besonders am Herzen liegen. TechnoAlpin treibt hierfür die Effizienzsteigerung aller Komponenten voran. Dank intelligenter Beschneiungssysteme konnte die Ener¬giebilanz in den vergangenen Jahren deutlich optimiert werden. Im Interview bringt TechnoAlpin Produktmanager Juris Panzani anschauliche Beispiele.

Juris Panzani, Produktmanager TechnoAlpin

MM: „Immer wieder tritt die Frage auf, wie viel Energie mit modernen Anlagen eingespart werden kann. Haben Sie ein konkretes Beispiel, das die Optimierungen der vergangenen Jahre verdeutlicht?“Juris Panzani: „Das ist einfach: vor zehn Jahren war unsere größte Propellerkanone, die M20, nicht nur leistungsmäßig sondern auch ausstattungsmäßig das Maß der Dinge am Markt: da gab es bereits serienmäßig den ölfreien Kompressor, Rotorschaufeln aus Aluminium, Düsen mit Keramikeinsatz, eine belüftete Meteostation, automatische Schwenkung und vieles mehr. Heute ist unsere größte Propellermaschine, die TF10, dank zahlreicher Innovationen und ihrer Leistung, der Betriebssicherheit, der einfachen Bedienung und der Umweltfreundlichkeit (ölfreier Kompressor, LED-Scheinwerfer, wiederverwendbarer Kunststoff, etc.) wieder eine der besten am Markt. Beide Schneeerzeuger haben einen 18,5 kW Turbinen Motor und einen 4 kW Kompressor und annähernd dieselbe Heizleistung, somit einen ähnlichen Stromverbrauch. Der Unterschied zwischen der TF10 und der M20 ist aber, dass die TF10 bei gleichem Energieaufwand 30 % mehr Schnee erzeugt.“

Die TF10 erzeugt bei gleichem Energieaufwand 30 % mehr Schnee als die M20. Fotos: TechnoAlpin

MM: „Und wenn es nun darum geht, auch die verringerte Energieaufnahme darzustellen?“Juris Panzani: „Auch dafür gibt es ein einfaches Beispiel, wieder mit der M20, diesmal im Vergleich mit unserer T40. Die beiden Geräte sind von der Schneileistung her vergleichbar, allerdings hat die T40 einen Turbinenmotor mit 12,5 kW, also 6 kW weniger als die M20, was eine Verringerung des Stromverbrauchs von 30 % bedeutet – wohlgemerkt bei gleicher Schneileistung.“

Die T40 verfügt über einen Turbinenmotor mit 12,5 kW – also 6 kW weniger als die M20.

MM: „Mit der Rubis Evo und der V3ee wurden in den vergangenen Jahren Produkte auf den Markt gebracht, bei denen die Energieeffizienz schon durch die Namensgebung Programm ist. Wie sehen hier die Fakten aus?“Juris Panzani: „Bei Lanzen kann die Modernisierung besonders kostengünstig umgesetzt werden und bringt eine ganze Menge. Die Leistung der Lanze entsteht im Wesentlichen ja im Kopf. Für die optimierte Energiebilanz muss in den meisten Fällen nur der Kopf der Lanze getauscht und die Software upgedatet werden, der Rest kann beibehalten werden. Bei einem Wechsel von der Rubis Classic zur Rubis Evo kann der Luftverbrauch von 25% (bei der 6 m Version) bis zu 70% (bei der 10 m Version) reduziert werden. Ähnlich verhält es sich bei einem Wechsel z.B. von A30 auf V3ee. Die V3ee benötigt 70% weniger Luft als die A30. Bei gleicher Kompressorleistung kann also eine höhere Anzahl an Lanzen betrieben werden, sodass die Einschneizeit wesentlich verkürzt wird. Am Saisonanfang kann das ein entscheidender Vorteil sein“.

Die energieeffiziente Schneilanze Rubis Evo.

MM: „In Summe kann also durch die Modernisierung eine ganze Menge an Energie eingespart werden?“Juris Panzani: „Das ist wie in der Automobilindustrie – die Geräte werden immer sparsamer, aber nicht nur das. Wir haben uns nie auf unseren Lorbeeren ausgeruht und konnten so dank konstanter Forschung den Energieverbrauch alleine in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 30 % verringern, beziehungsweise bei gleichem Energieaufwand die Schneileistung unserer Geräte um durchschnittlich 30 % erhöhen. Das ist aber noch lange nicht alles. Die modernen Geräte vereinen auch sonst eine Reihe von Vorteilen auf sich – mehr Komfort und Fahrspaß sozusagen: Die TF10 ist neben ihrer beeindruckenden Leistung auch einer der leisesten Schneeerzeuger am Markt und ansprechend im Design. Die Geräte sind über Farbdisplays mit einfacher Menüführung oder Bluetooth lokal steuerbar, verfügen über eine integrierte automatische Schwenkung, einen zentralen Wasseranschluss und vieles mehr.“

Andreas Dorfmann CEO & Board Member Demaclenko

„Weltweit mehr Kunden gewinnen und überzeugen!“

Andreas Dorfmann präsentiert im Rahmen des Interviews die neuen Produkte Eos und Titan 2.0. Fotos: Demaclenko

Andreas Dorfmann ist seit Januar 2012 CEO von Demaclenko. Zu Beginn galt es, die beiden Marken Demac und Lenko sowie die dazugehörigen Teams zusammenzuführen. In der Folge wurden die Maschinen weiterentwickelt und die Marktposition des Unternehmens ausgebaut. Jetzt geht man daran, die Produktion der Schnee-Erzeuger zu konzentrieren, um in den Alpen und weltweit noch effizienter agieren zu können. Der MOUNTAIN MANAGER hat nachgefragt.MM: „Wie auf der Interalpin angekündigt, wird Demaclenko bereits 2015 in Telfs produzieren. Was sind die Gründe dafür?“Andreas Dorfmann: „Bei der Gründung von Demaclenko 2011 wurde in Telfs die Muttergesellschaft positioniert. Mit dieser Entscheidung war klar, dass wir dem Standort Telfs sukzessive mit der Konsolidierung des Unternehmens mehr Bedeutung geben werden. Im Zuge dessen wurden etwa die Mitarbeiter von Radfeld, die den Markt in Österreich und Deutschland in den Bereichen Verkauf, Projektmanagement und Service betreuen, nach Telfs verlegt. Dann wurde das weltweite Ersatzteillager in Telfs/Zirl aufgebaut, sodass wir von hier aus unsere internationalen Kunden bzw. Wiederverkäufer versorgen können. Der nächste logische Schritt ist jetzt, Teile der Produktion nach Telfs zu verlagern.Der Grund für diese Entscheidung liegt darin, dass wir großes Vertrauen in die Strukturen Tirols haben. Infrastruktur und Arbeitsmarkt bieten uns gute Voraussetzungen, dazu befinden sich im Umkreis große und wichtige Kunden von Demaclenko. Wir sind, gemeinsam mit der Unternehmensgruppe LEITNER, der Überzeugung, dass Telfs ein strategisch guter Punkt ist und räumen dem Standort somit immer mehr Bedeutung ein.“MM: „Was wird genau gemacht, wie sieht der Zeitplan aus?“Dorfmann: „Unmittelbar nach der Gründung von Demaclenko in Telfs wurde als Unternehmensgruppe LEITNER nordöstlich vom bestehenden Gebäude ein zusätzliches Grundstück angekauft, wo nach dementsprechendem Bau die Produktion vorgesehen ist. Dieses Jahr wird bereits die Produktion im bestehenden Gebäude stattfinden. Damit werden einige Produktlinien in Telfs produziert. Ein wesentlicher Aspekt, den Demaclenko durch die Produktion in Telfs sofort nützen kann, ist die größere Mannschaft, die durch die Synergien mit LEITNER ropeways, LEITWIND und PRINOTH zur Verfügung steht. Auf diese Weise können wir flexibel auf Kundenwünsche reagieren. In Summe strebt die Unternehmensgruppe LEITNER in Telfs eine ausgeglichene Produktionsauslastung an – keine leichte Aufgabe, wobei die vorhandenen Synergien auf alle Fälle bestmöglich genutzt werden sollen.“MM: „Welche Auswirkungen werden diese Neuerungen auf die Strukturen von Demaclenko haben? Gibt es Änderungen im Vertrieb und Service?“Dorfmann: Unabhängig von der anlaufenden Produktion bleibt die Kernmannschaft von Demaclenko für die Kunden so bestehen und wird sogar noch verstärkt. Um den Kundenanforderungen überall und zu jeder Zeit nachkommen zu können, hat sich das Service Team von Demaclenko bereits in letzter Zeit stark verändert und ist stetig gewachsen. Durch die bereits vollzogene Neustrukturierung der Service-Abteilung haben wir die Hauptverantwortung neu verteilt und einen zusätzlichen Mitarbeiter für das Ersatzteillager und das Qualitätsmanagement der Schnee-Erzeuger eingestellt. Das restliche Service Team kümmert sich um die Unterstützung vor Ort auf den Baustellen und pflegt dadurch den direkten Kontakt zu internationalen Kunden. Auch der Ableger der Service Abteilung in Österreich wurde reorganisiert, um den Kunden optimal entgegenzutreten. Das Team Austria widmet sich sehr professionell allen praktischen Fragen vor Ort auf den Baustellen und darüber hinaus.“

Für Kitzbühel werden 100 Schnee-Erzeuger geliefert.

MM: „Wie sieht die aktuelle Auftragslage für Demac-lenko aus, nennen Sie bitte einige konkrete Projekte.“Dorfmann: „Die Auftragslage ist nicht nur gut, sondern sehr gut. Aus heutiger Sicht werden wir im zweistelligen Prozentbereich wachsen.Durch die schwierige Situation im letzten Winter rüsten speziell in den Alpen viele Skigebiete auf. Ein großer Auftrag kommt von der Schultz-Gruppe. Das sind insgesamt über 200 Schnee-Erzeuger, davon 110 TITAN in unterschiedlicher Ausführung und über 90 Lanzen, die auf die einzelnen Skidestinationen verteilt werden. In Kitzbühel wurde bereits letztes Jahr der Auftrag zum Bau eine Anlage inkl. Pumpstation erteilt, welchen es heuer gilt umzusetzen Für diese Anlage liefern wir über 100 Schnee-Erzeuger aus. Weitere Aufträge kommen aus Scheffau, Hopfgarten, von den Lienzer Bergbahnen, aus der Flachau, Murau usw.In der Schweiz erneuern wir für St. Moritz die gesamte Beschneiungsanlage, damit man für die Alpine Ski WM 2017 am letzten Stand der Technik ist. Das ist ein großer Auftrag, dessen Ausführung sich über 3 Jahre erstreckt, wobei die Bergbahnen St. Moritz seit Jahren mit uns arbeiten. Ein weiterer Auftrag in St. Moritz kommt aus dem Skigebiet Corvatsch. Hier wird die Beschneiungsanlage innerhalb von 2 Jahren zur Gänze erneuert. In Deutschland arbeiten wir in Garmisch-Partenkirchen, in Jungholz, Brauneck oder am Wurmberg. Ein bedeutender Auftrag über eine große Anzahl an Propellermaschinen, die in einzelne Skiresorts verteilt werden, kommt aus China, einem aus unserer Sicht sehr interessanten Markt. Die Investitionsfreudigkeit der chinesischen Kunden ist nach wie vor groß und wird sich im Falle der Austragung der Olympischen Spiele sicherlich noch mehr verstärken.In Südtirol und Italien haben wir Aufträge u. a. aus dem Skigebiet Piz Sella, Colfosco oder St. Vigil. Und auch in Skandinavien sind wir mittlerweile sehr gut aufgestellt, da haben wir den Markt in den letzten 2 Jahren sehr intensiv bearbeitet. In Norwegen arbeiten wir z.B. für das Skigebiet Hafjell. Hier wird die bestehende Schneeanlage modernisiert und ausgebaut. Das Auftragsvolumen beträgt rund 5 Mio. Euro, der Auftrag wurde im April unterzeichnet. Ende Oktober soll dann alles fertig sein.In Frankreich ist Demaclenko jetzt seit Anfang des Jahres am LEITNER-Standort in Montmélian vertreten. Auch hier haben wir schon einige Aufträge erhalten und werden somit den Markt ordentlich aufrollen können. Das Potenzial in Frankreich ist für ein europäisches Land sehr hoch, dort werden nämlich bis jetzt erst 30 bis 40% der Pisten beschneit.“

Rohrverlegung in Hafjell/Norwegen.

MM: „Auf der Interalpin wurde der neue TITAN 2.0 vorgestellt. Was wurde verändert, wo liegen die Pluspunkte der Weiterentwicklung?“Dorfmann: „Der TITAN ist technisch ein sehr ausgereifter Schnee-Erzeuger, mit dem wir den Markt in den letzten 2 Jahren ordentlich aufgemischt haben. Mit der Weiterentwicklung, dem TITAN 2.0, können wir jetzt stolz den stärksten Schnee-Erzeuger präsentieren, den es derzeit am Markt gibt. Die Neuerung dabei betrifft hauptsächlich die Turbine und das Schaufelrad, die gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut so weiterentwickelt wurden, dass bei gleichem Energieeinsatz eine größere Wurfweite erzielt werden kann. Da sich eine große Wurfweite 1:1 auf das Auskristallisieren des Schnees auswirkt, ist es gelungen, die Schneequalität zu optimieren und dazu die mögliche Durchsatzmenge zu erhöhen. Der TITAN 2.0 begeistert v.a. durch seine hervorragende Qualität, Schneimenge und Energieeffizienz. Gleichzeitig wurde das Schaufelrad weiter nach innen verlagert, sodass die Schallaustragung reduziert werden konnte. Der TITAN 2.0 ist also wesentlich leiser als das Vorgängermodell. Die Düsen wurden im ausgesprochen kompakten Düsenkranz in einer Reihe angeordnet, sodass die Zerstäubung optimiert wird. Die Wasser-Durchsatzleistung liegt zwischen 1 und 11 l/s und ist stufenlos regelbar. Dazu setzen wir in allen Bereichen nur qualitativ hochwertigste Materialien ein.“MM: „Wo werden die neuen TITAN 2.0 erstmals zum Einsatz kommen?“Dorfmann: „Der TITAN 2.0 wird 2015 bereits für einige Projekte in Österreich wie z.B. Kitzbühel oder die Schultz-Gruppe ausgeliefert. Grundsätzlich steht dieses Jahr aber sowohl die TITAN- als auch die TITAN 2.0-Modellreihe zur Verfügung. Ab 2016 werden wir dann nur mehr TITAN 2.0 ausliefern. Insgesamt haben wir uns 2015 zum Ziel gesetzt, über 1000 Schnee-Erzeuger auszuliefern.“MM: „Mit dem Lanzenkopf EOS gibt es eine weitere Innovation bei Demaclenko. Was wurde hier verbessert/optimiert?“Dorfmann: „Die neue Nukleatorentechnik, die beim TITAN 2.0 zum Einsatz kommt, gibt es auch beim EOS. Für die neue Lanze wurde außerdem der Luftverbrauch minimiert, er wird bei 1,8 kW liegen. Zusätzlich haben wir auch beim EOS die Düsen so konzipiert, dass bei weniger Druck die volle Leistung gebracht werden kann.Durch die optimale Kombination von Schneileistung und Energieeffizienz wird die neue Lanze sicher den Markt erobern und durch ihre Zuverlässigkeit die Kunden begeistern. Die Lanze ist Ergebnis der täglichen Neugier unseres Teams nach technischen Innovationen und besticht schon beim 1. Anblick mit dem neuen Lanzenkopf samt Düsen und Nukleatoren, welche die bahnbrechenden Verbesserungen in sich vereinen.Die Druckluftversorgung der neuen Lanze liegt bei 195 l/min (1,8 kW), die Schneileistung ist im Vergleich mit dem Vorgängermodell nahezu gleich geblieben und liegt bei ca. 52 m³/h. Wir starten mit der Schneeproduktion bei einer Feuchtkugeltemperatur von -1,5°. Der Kopf ist kleiner und kompakter geworden und damit noch weniger anfällig für Vereisungen bei Wind und Regen. Dazu hat die Lanze eine kleine Heizung im Lanzenkopf, die speziell für den Schneistart entwickelt wurde.Mit diesen zwei neuen Produkten, dem TITAN 2.0 und dem EOS, sind wir am Markt in vorderster Position. Somit sollte es uns gelingen, weltweit noch mehr Kunden zu überzeugen und zu gewinnen.“ dwl

Die Produktion in Telfs ist bereits in vollem Gange – für die Kompressoren der Schnee-Erzeuger vertraut Demaclenko auf die Technologie von Boge.

Neue Homepage DemaclenkoDer Relaunch der Demaclenko Website ist abgeschlossen. Auf der neuen Seite gibt es viel zu entdecken, Informationen über das Unternehmen genauso wie Erfahrungsberichte der Schneimeister, Interessantes über das komplette Angebot und technische Innovationen, Highlights aus dem Gebrauchtmaschinenmarkt und bald auch einen Online-Shop mit tollen Produkten für Fans.Ein Besuch lohnt sich: www.demaclenko.com

DEMACLENKO

Schneepower für Lermoos

53 VIS-Lanzen sind für die Berglifte Giselher Langes im Einsatz. Fotos: DemacLenko

Im Sommer 2012 hat die Berglifte Giselher Langes GmbH & CoKG die Beschneiungsanlage im Talbereich erweitert und modernisiert. Zum Einsatz kommen dort jetzt zur Gänze VIS-Lanzen von DemacLenko.
2012 erhielten die Berglifte Giselher Langes die wasserrechtliche Bewilligung für die Erweiterung der Beschneiungsanlage Lermoos-Grubigstein um das Projekt „Erweiterung 2012 – Familyjet“. Das Projekt bestand aus 4 wesentlichen Teilen:
Erweiterung der Beschneiung im Zuge der Errichtung der 8 EUB „Familyjet“ – 2 ha,
Umbau der Beschneiungsanlage im Talbereich auf eine vollautomatische Lanzenanlage inklusive einer Kompressorstation,
Modernisierung der Pumpanlage „Tal“ und
Integration des bestehenden Druckreduzierschachtes für die Notentleerung des Speicherteiches Grubigläcke in die Hauptpumpstation Sieverbrenn.
Da man vor Ort schon seit 1997 mit Lenkomaschinen arbeitet, schien es nur folgerichtig, auch beim Erweiterungsschritt 2012 DemacLenko das Vertrauen auszusprechen. So wurden im Rahmen der Umbauarbeiten im Talbereich die bestehenden Propellermaschinen gänzlich durch Lanzen ersetzt und neue Maschinen dazugekauft.
Insgesamt wurden so 53 VIS-Lanzen von DemacLenko erworben. Warum man sich hier für den Einsatz von Lanzen entschieden hat, erklärt Gottfried Hosp, kaufmännischer Leiter Berglifte Giselher Langes, mit der Zufriedenheit mit den nunmehr DemacLenko-Systemen, mit denen man schon seit mehr als 15 Jahren arbeite. Dazu hätten die VIS-Lanzen bei Tests sehr gut abgeschnitten, sodass man überzeugt sei, für die Anforderungen vor Ort nun bestens gerüstet zu sein.
Die Einschulung auf die Lanzen erfolgte durch ­DemacLenko vor Ort, das Handling sei einfach und angenehm, wie man auf Anfrage mitteilte. Dazu würde DemacLenko Wünsche hinsichtlich einiger technischer Details prompt erfüllen und entsprechend anpassen. Vor diesem Hintergrund stellt man den VIS-Lanzen vor Ort auch ein sehr gutes Zeugnis aus und zeigt sich „sehr zufrieden“.

Schaltkasten mit Steuerkonsole.

Forschung und Feedback
Jahrelange Erfahrung, konzentrierte Forschung und das Feedback der Branchenprofis haben DemacLenko zur Entwicklung einer neuen Lanzengeneration veranlasst, die erstmals 2012 zum SAM in Grenoble präsentiert wurde. Mit der VIS-Lanze steht den Kunden das Nachfolgemodell der Mig Quattro zur Verfügung, das in zahlreichen Tests und Prüfungen sowohl am Feld als auch am Prüfstand und mittlerweile auch im Praxiseinsatz überzeugen kann.
Kernpunkt der Neuentwicklung war es, bei gleich bleibend hoher Schneileistung den Stromverbrauch drastisch zu reduzieren. Das ist mit einer Kompressorleistung von 3 kW (früher 5,5 kW) bestens gelungen, sodass man jetzt mit einer Stromreduktion von mehr als 45 % punktet. Dabei gibt es die Lanze in 3 Versionen: VIS 1, VIS 3 und VIS 4.
Kundenwünschen entsprechend, wurde die Höhe des Lanzenunterbaus reduziert. Kompressor und Schaltkasten mit Steuerkonsole können für den Sommer oder für Wartungsarbeiten jetzt leichter abgenommen werden. Dazu gibt es eine umfassende Ummantelung, mit der die gesamte Technik abdeckt wird. Die VIS kann auf allen gängigen Schächten montiert werden, ein Anschluss an Oberflurhydranten ist möglich.
Die Lanzenstange kann außerdem bis auf den Boden herabgelassen werden. Auf diese Weise werden Wartungsarbeiten am Düsenkopf vereinfacht, Montage bzw. Demontage sind ebenfalls leichter möglich.
Neu bei der Lanzengeneration VIS ist auch der Ventilblock aus Aluguss, der jetzt direkt am Turmaufbau angebracht ist. Angesteuert wird die erste Stufe der Lanze direkt vom Schacht aus, die weiteren Stufen werden in der Steuereinheit zugeschaltet. Beim Display und dem Bedienpanel wurde das bekannte Design beibehalten.Infos: www.demaclenko.com

Lanzenkopf VIS.

Technische Daten VIS A4/C4:
Luftverbrauch: 450 l/min.
Stromanschluss: 1 kW (Variante Zentralluft)
Wasserdruck: 15 – 50 bar
Max. Wasserdurchsatz: 5,7 l/s
Düsen: 15 Stück
Nukleatoren: 5 Stück

SUFAG ist nach Obertauern zurückgekehrt

Im Reich der Schneeschüssel ist vieles anders

Obwohl Obertauern als „Schneeschüssel“ gilt, muss der Sai?sonstart mit Schneeerzeugern gesichert werden. Im Bild die Plattenkarbahn.

Obertauern, das Salzburger Hoteldorf auf dem Radstädter Tauern Pass in 1?738 m Höhe, gilt seit jeher als „Schneeschüssel“. Trotzdem ging 1985 die erste Beschneiungsanlage in Betrieb, zeitgleich mit der Fertigstellung der sogenannten „Tauernrunde“, einem geschlossenen, 15 km langen Verbindungssystem aller? 26 Bahnen und Lifte der 11 örtlichen Betreibergesellschaften! Ursprünglich als reine Problembeschneiung gedacht, sichern heute über 250 Schneigeräte vor allem den Saisonstart Ende November, denn der Schneeschüssel-Effekt setzt meist erst später ein, dafür hält er bis Anfang Mai. Seit zwei Jahren kommen neue Schneemaschinen (wieder) verstärkt von SUFAG, nicht zuletzt weil die „Grünen“ in diesem wind?exponierten Skigebiet ihre Vorzüge ausspielen können.Obertauern, der Ski-Ort, der ab 1952 aus dem „Nichts“ entstand und heute über 5000 Gästebetten verfügt, steht für eine etwas andere Philosophie, als in Skigebieten dieser Größe üblich. Nach wie vor existieren 11 rechtlich eigenständige Liftgesellschaften, die jedoch seit 1973 nach außen hin geschlossen als „Liftgemeinschaft Obertauern“ (LGO) auftreten. Strukturbedingt bestehen daher viele kleine Einheiten bei den Beschneiungsanlagen mit jeweils eigenen Pumpstationen und Speicherteichen. Eine Vernetzung bei der Schneiwasserversorgung gibt es ebenso wenig wie ein Gesamtkonzept oder spezielle Schneimannschaften. Hier macht jedes Team alles. Lange Zeit war auch die Automatik bei der Schneeerzeugung kein Thema – unter anderem wegen der Windexponiertheit, die den Verzicht auf eine persönliche Bedienung der Schneemaschinen nicht zulässt. Heute kommt man allerdings aufgrund der Vielzahl der Schneiaggregate mit den Rüstzeiten bei manuellen Maschinen nicht mehr zurecht und schwenkt sukzessive auf Automatikanwendungen um. So wie zuletzt im Bereich der Plattenkarbahn, wo SUFAG eine Automatikzentrale und 13 vollautomatische Schneeerzeuger der Typen Compact Power, Compact Eco und SuperSilent geliefert hat. Der Ersatz weiterer manueller Maschinen aus der derzeit 43 Schneeerzeuger umfassenden Flotte ist laut Betriebsleiter Franz Gerhardter eine fixe Sache.

SUFAG-Schneemaschinen können in Obertauern besonders bei Wind ihre Vorzüge ausspielen. Aufnahme am 19. 11. 2011.

Älteste SUFAG aus dem Jahr 1989Der Anteil der „Grünen“ beträgt in diesem Abschnitt nunmehr 19 Stück und wird zur Saison 2012/13 weiter ansteigen – insgesamt arbeiten in Obertauern von der SnowNet-Group 63 SUFAG- und 4 ARECO-Propeller sowie 127 Gemini-Lanzen. Die ältesten SUFAG stammen übrigens aus dem Jahr 1989. Damals hat man hier mit 2 SuperSilent und 2 Hedco die technische Beschneiung gestartet – die Krings-Bergbahnen wie o.?a. bereits 1985. Heute versorgen die 43 Maschinen über 70 Zapfstellen auf 5?000 m Leitung die 28 ha Pistenfläche der Steiner Seilbahn GmbH zu 100?%, und zwar in knapp 4 Tagen bei – 5° C FKT, seitdem im Vorjahr die Schlagkraft durch Erweiterung der Pumpstation auf 120 l/s bzw. Verdoppelung des Speicherteich-Volumens auf 48?000 m3 erhöht worden ist (Teichbau Fa. Karl Pitzer, Schladming Elektrotechnik Mitterwallner Forstau, Pumpen KSB, Gußrohre Duktus).Maximal auf insgesamt 50 Schneemaschinen kann der Gerätepark noch anwachsen, mehr würde die Infrastruktur nicht zulassen, wäre aber auch nicht mehr nötig. Denn in Obertauern geht es vor allem um die Sicherung des Saisonstartes – der Frühwinter 2011/12 hat die Notwendigkeit wieder demonstriert – bzw. um die Auflage für den Naturschnee, der etwas später meist in Hülle und Fülle fällt. Während man Mitte der 80er Jahre noch fürchtete, dass eine Beschneiungsanlage eine „Antiwerbung“ für Obertauern bedeute (!), sieht man sie heute als Schneeversicherung, welche u.?a. die Reisebüros von ihren Buchungszielen verlangen. Üblicherweise wird ab Mitte Oktober der Schneibetrieb aufgenommen, indem auf Depots geschneit wird.

Unsere Interviewpartner (v.l.n.r.): Franz Schlemmer (Verkaufstechniker SUFAG/ARECO), DI Klaus Steinlechner (GF Liftgemeinschaft Obertauern und Tauernlift GmbH) und Mag. Günther Praxmarer (Marketingleiter SUFAG/ARECO).

Windproblematik verursachte AufeisenDass SUFAG nach längerer Absenz wieder zum Zug gekommen ist, hängt mit der Windproblematik zusammen. Denn im Gegensatz zu den bestehenden Propellermaschinen ist bei den SUFAG-Schneeerzeugern das Aufeisen vom Düsenkranz kein Thema. Die „Grünen“ sind maschinenbautechnisch aufwendiger gebaut, der Übergang von der Verkleidung zum Düsenkranz ist runder, daher verfängt sich das Wasser nicht bei windigem Wetter. „Dadurch kann man die Schneemaschine ziemlich grenzwertig fahren“, versichert Franz Schlemmer (Sales & Service SUFAG/ARECO).Was außerdem für die SUFAG spricht ist laut Betriebsleiter Franz Gerhardter das gute Handling sowie die Betreuung. Damit diese Top-Produkte auch lange in einem Top-Zustand bleiben, erfolgt regelmäßig im Herbst eine umfassende Wartung.„Denn das Material muss in Obertauern mindestens 20 Jahre oder 6?000 Betriebsstunden halten“, erklärt der GF der LGO DI Klaus Steinlechner, zugleich Geschäftsführer der Tauernlift GmbH., die ebenfalls über 23 SUFAG-Schneemaschinen sowie Gemini-Lanzen verfügt und heuer wieder erweitern wird. Dabei geht es weniger um eine Erhöhung der beschneibaren Fläche, die in ganz Obertauern ohnehin bei 80?% der 100 km Pisten liegt, sondern um eine intensivere Bestückung mit Schneigerät – wiederum aus Gründen der Windproblematik. Denn der Pass hat eigene Gesetze bei der Beschneiung. „Der Wind dreht oft in der Nacht, deshalb muss man die Maschinen nachdrehen oder abschalten. Folglich klappte bei uns auch das Automatisieren nicht richtig, weil man im Stunden-Rhythmus bei der Maschine sein muss“, so Steinlechner. Um diese Situation zu entschärfen, platziert man die Schneeerzeuger nun links und rechts am Pistenrand, wodurch man beim Schneibetrieb je nach Windverhältnissen die Seite wechseln und ohne Zeitverlust weiter schneien kann!Tauernrunde zu 100?% beschneibarDavon abgesehen hat Obertauern aber einige sehr attraktive Besonderheiten zu bieten. Da ist zunächst einmal die o.?a. „Tauernrunde“ – zu 100?% beschneibar und im Uhrzeigersinn (rot) oder dagegen (grün) befahrbar. Weiters die „Super 7“, damit sind die 7 markantesten Erhebungen im Gesamtgebiet gemeint, wo die Abfahrten etwas herausfordernder sind. Außerdem findet der neue Typ des Skifahrers, der Freerider, ein ausgezeichnetes Freigelände-Angebot vor. Der nächste Bonus sind die kurzen Wege für die Skigäste. Die Pisten führen direkt an den Hotels vorbei und es gibt vielfältige Einstiege in den Skizirkus, daher sind Autos oder Skibus obsolet und der Stress in der Frühe ist entschärft.„Ein weiterer Punkt ist die Schneequalität. Wir sind ziemlich stolz darauf, dass es „normal“ auch noch schneit, Maschinenschnee ist bei uns nur die Basis für die Saison und Verschleißschicht. Am liebsten fahren wir jedoch auf Naturschnee“, bekennt Steinlechner. Seiner Meinung nach ist Obertauern unglaublich vielfältig und trotzdem übersichtlich – nicht zu vergessen das familienfreundliches Preisgefüge hier am Pass!mak

Schneiakademie Retz 12. – 14. 9. – In der Szene der Schneier

Die heuer bereits zum 9. Mal veranstaltete Schneiakademie versammelte ein internationales Publikum in Retz (NÖ). Thomas Jürs, GF vom Hauptsponsor Wintertechnik Engineering, konnte ca. 60 Gäste aus Deutschland, USA, Kanada, Bosnien, Armenien – und natürlich Österreich – begrüßen. Das dichte Programm mit allen erdenklichen Aspekten der technischen Beschneiung bzw. des Pistenmanagements wurde wieder von Dr. Hans Peter Heitzinger, Wirtschaftsministerium, moderiert.

Sepp Moser, Schneimeister der Skilifte Lech, stellte den alle 5 Jahre bei der Schlegelkopfbahn stattfindenden Schneitest vor. Fotos: mak

Schwerpunkte der 9. Auflage der Schneiakademie waren einerseits die Pistensicherheit – hierzu referierten Mag. Jörg Schröttner vom Verkehrsministerium und Dr. Christoph Haidlen, CHG-Rechtsanwälte Innsbruck – andererseits interessante Praxisbeispiele wie das Engagement von SMI in Sotchi bezüglich der olympischen Winterspiele 2014 durch Präsident Joe VanderKelen oder die Präsentation der Damülser Bergbahnen durch BL Markus Simma zum Thema „Investitionen und Nebengeräusche“ und last but not least Fachvorträge über die aktuelle Klimaentwicklung, neue Vorhersagemodelle und neue Schneitechnologien (z.B. Dendrite Generator. BOKU Wien). Den Abschluss des abwechslungsreichen Programmes mit 14 Beiträgen bildete eine Doppelconférence von RA Dr. Gottfried Forsthuber und DI Thomas Forsthuber zur aktuellen Thematik: „Wiederverleihung von wasserrechtlichen Bewilligungen aus technischer und juridischer Sicht.“Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die markantesten Aussagen.

Der Schneitest in LechDer Lecher Schneimeister Sepp Moser eröffnete den Reigen der Referate mit der Vorstellung des alle 5 Jahre stattfindenden Schneitestes bei der Schlegelkopfbahn der Skilifte Lech. Der letzte Test wurde in Patronanz von Mountain Manager im Jänner 2009 über 3 Tage lang durchgeführt, alle Ergebnisse wurden hinterher im MM publiziert. Generell sind die Hersteller und auch die Medien stark interessiert an derartigen Materialprüfungen, um unabhängig von Firmen-Prospekten an Daten zu kommen, meinte Moser. Abgesehen vom Schneitest lassen manche Hersteller auch ihre neuen Maschinen in Lech prüfen. Für durchaus interessant als Unterstützung beim Schneemachen hielt Moser das Additiv Snomax und Aktivatoren wie das SnowPlus von Löhnert. Auch der Umgang mit der Bodenwärme ist ein Thema, da ein Warten auf das Gefrieren so wie früher nicht mehr drinnen sei.

Alois Schmidhuber von GIFAS steuerte auf der Schneiakademie zwei Vorträge bei.

Zwei Fachbeiträge von GIFASAlois Schmidhuber von GIFAS steuerte gleich zwei Vorträge bei: zum einen über „LED, das Licht der Zukunft“ und zum anderen über „Periodische Überprüfungen von Arbeitsmitteln sowie Fakten zu Elektranten und Feldleitungen.“ Es gibt eine Verordnung der EU-Kommission, die weniger effiziente Lampen verbietet (bei Glühbirnen sind 5% Licht und 95% Abwärme). LED ist das effizienteste Leuchtmittel am Markt, extrem robust, erschütterungsunempfindlich, mit einer Lebensdauer bis zu 50000 h und praktisch wartungsfrei. Außerdem ist LED gut für nachtaktive Insekten und Zugvögel. Die Amortisationszeit beträgt nur 3–5 Jahre obwohl LED noch relativ teuer ist. Das Leuchtmittel ist fast überall einsetzbar: auf Loipen, Trassenbeleuchtungen, Quads, Pistenraupen, Schneeerzeugern, Skidoos, Parkplätzen, Tal- und Bergstationen oder Arbeitsplatzbeleuchtungen. Sogar die Skihalle in Neuss wurde mit LED ausgestattet, um die Farbe des Schnees optisch ansprechend zur Geltung zu bringen.Zur Prüfung aller Arbeitsmittel, die mit elektrischer Spannung zu tun haben – einmal jährlich oder nach Instandsetzung, hat GIFAS den Prüfkoffer Easy Check entwickelt. Mit diesem Alukoffer erübrigt sich sogar ein Laptop, die Prüfung gestaltet sich einfach und schnell. Easy Check ist auch mit der Betriebsleiter-Software verknüpfbar (Mountain Office) und erstellt ein Prüfprotokoll.In puncto Feldleitungen und Elektranten meinte Schmidhuber, dass dieser Bereich in der Praxis immer etwas stiefmütterlich behandelt werde. Es gelte Vorschriften bzw. Empfehlungen wie Verlegungstiefe, Zugbeanspruchung max. 25 kN, Bettung und Schutz, Leerverrohrung etc. zu beachten. Für Elektranten sind außerdem spezielle Gehäuse notwendig.

Rechtsanwalt Dr. Christoph Haidlen referierte über die „Neueste Rechtssprechung bei den Pistensicherungspflichten“.

Der Dendrite-GeneratorIm Anschluss stellte DI Michael Bacher von der BoKu Wien den sogenannten „Dendrite-Generator“ vor. Dabei handelt es sich um eine neu Art, Schnee aus trockenen hexagonalen Kristallen zu erzeugen, und zwar in einer „künstlichen Wolke“. Dazu muss man 5–10 µ M große Eiskeime im Kältelabor wachsen lassen und wenn sie groß genug sind, werden sie in einem Luftstrom auf das Feld ausgeblasen. Die Schneedichte beträgt nur 250 kg/m3 (Pulverschnee) und ist daher speziell für Tiefschneepisten oder den Landebereich im Funpark geeignet. Durch die Produktionsart ergibt sich eine Einsparung von Wasser und Energie von 40%–60% je m3. Ab Okt. 2012 sind erste Tests im Gelände unter realen Bedingungen geplant. Ziel ist eine Schneeproduktion von 10 m3/h. Die Wirtschaftliche Verwertung der Technologie ist derzeit allerdings noch hypothetisch. Es gibt einen nicht näher genannten Industriepartner.

Mag. Jörg Schröttner von der Seilbahnbehörde widmete sich dem neuen Lawinenerlass sowie der „Problematik der Tourengeher“.

Neues aus der RechtssprechungDen nächsten Tag eröffnete Rechtsanwalt Christoph Haidlen über die „Neueste Rechtssprechung bei den Pistensicherungspflichten“. Mit dem Kauf der Liftkarte entsteht ein Beförderungsvertrag, der eine Haftung nach einem Unfall „beim Betrieb“ der Anlage einschließt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen typischen und atypischen Gefahrenquellen. Der freie Skiraum gehört nicht zu den abzusichernden Flächen. Es muss nur gekennzeichnet sein, wo der Pistenbereich endet. Es gibt außerdem eine „vorvertragliche Haftung“ wie z.B. den Parkplatzbereich. Dort halten sich in der Regel die Leute auf, die eine Karte kaufen wollen, daher fällt er unter die Sicherungspflicht. Beschneiungsanlagen zählen zu den typischen Gefahrenquellen (Sichtbehinderung, Schneehügel, unterschiedliche Schneebeschaffenheit). Zum Thema „ Abendabfahrten“ bemerkte Haidlen, dass außerhalb der Betriebszeiten kein organisierter Skiraum bestehe, jedoch müssten Absicherungsmaßnahmen beim Präparieren getroffen werden (Seilwinde). Nach Betriebsschluss existiere nur noch Wegehalter-Verantwortung. Bezüglich Rennstrecken gelte eine „erhöhte Sorgfaltspflicht“.Gefahrenquellen kennt man übrigens auch beim Sommerbetrieb (Sommerrodelbahnen etc.)In Folge widmete sich Mag. Jörg Schröttner (BMVIT) von der Seilbahnbehörde der „Sicherung der Seilbahnen und Skipisten anhand des neuen Lawinenerlasses“ sowie der „Problematik der Pistentourengeher. Der jüngste Lawinenerlass ist noch brandneu, nämlich erst am 12. 9. In Kraft getreten. Der Unterschied zwischen Neuanlagen und Ergänzungsanlagen wurde aufgehoben. Man geht als Grundlage von einem 150 jährigen Bemessungsereignis für ein Risiko aus, ansonsten müssten jeweils ständige Schutz-Einrichtungen gebaut werden. Man unterscheidet allgemein zwischen Anlagen- und Betriebssicherheit. Nur die Hauptskipiste wird künftig noch in die Beurteilung einbezogen. Neu ist auch, dass ein Lawinenkonzept erstellt werden muss.Bezüglich Tourengeher-Problematik sagte Schröttner, dass die Leute die Pisten benützen dürfen, außer der Erhalter untersagt dies nicht ausdrücklich. Es besteht ein Gemeingebrauch, der aber nicht unentgeltlich erfolgen muss (Pistenmaut). Vor atypischen Gefahren muss immer gesichert werden. Aufsteigende Tourengeher selbst stellen jedoch keine atypische Gefahr dar.

Patrice Malo präsentierte das kanadische Skigebiet Mont Tremblant (Quebec).

Sotchi, Mont Tremblant und DamülsJoe VanderKelen, Präsident SMI Snowmakers, präsentierte das SMI-Engagement in Sotchi (880 m – 1970 m): über 400 Schneemaschinen (hauptsächlich PoleCat, aber auch Lanzen) werden platziert, 90% davon an fixen Stellen, und 3 Pumpstationen mit 14 Pumpen errichtet, die Investition beträgt 100 Mio. Dollar. Insgesamt werden 22 km Piste mit 90 ha Fläche angelegt, 310000 m3 Wasser werden zum Schneemachen zur Verfügung stehen. Duktus wird die Rohre liefern, außerdem werden drei 3 S Bahnen installiert und Hotels für 15000 Betten gebaut. Für die Auftragsvergabe war ein Konzept, das im Einklang mit der Natur abgewickelt werden kann, entscheidend.Eine Präsentation über das kanadische Skigebiet Mont Tremblant (Quebec) brachte Patrice Malo den Zuhörern mit. Das wie 5 weitere Resorts zur Intrawest Gruppe gehörende Skigebiet zieht 700000 Skifahrer/Jahr an und hat seit 1991 eine Milliarde Dollar in die sehr erfolgreiche Entwicklung zum Ganzjahresgebiet inkl. Golf, See und Biking Trails investiert. Dem Gast bieten sich 95 Pisten, die zu 71% (188 ha) mittels 1029 Lanzen und 505 l/s Pumpleistung beschneit werden.Anschließend gab BL Markus Simma Einblicke in das Vorarlberger Skigebiet Damüls, das seit 2010 mit Mellau verbunden ist. Mit 60 Schneeerzeugern wird 584000 m3 Schnee produziert, wobei die stark steigenden Betriebskosten eine ebenso große Herausforderung darstellen wie die Unfallprävention, neue Sportarten und das Finden guter Mitarbeiter in ausreichender Zahl.

Betriebsleiter Markus Simma gab Einblicke in die Herausforderungen der Damülser Bergbahnen.

Aus der alpinen WetterkücheAuch dem Themenbereich „Klimawandel“ waren zwei Vorträge auf der Schneiakademie gewidmet. Dr. Marc Olefs (ZAMG) präsentierte ein „Update aus der alpinen Wetterküche“. Seit 2004 werde ein leicht fallender Trend der Lufttemperaturen festgestellt und seit 1989 ein Trend zu niedrigeren Luftdrücken. Es trat eine Entkopplung von Luftdruck und Temperatur ein. Daher habe sich die atmosphärische Zirkulation verändert, es gebe immer weniger Mittelmeer-Tiefs, so Olefs. Weiters habe die Erwärmung in den Alpen zuletzt leicht abgenommen, der Grund dafür ist allerdings noch ungeklärt.Stefan Eisenbach (UBIMET – bekannt durch Unwetterzentrale) stellte neue Vorhersagetechnologien in der Meteorologie und Wetterstationen für Skigebiete vor. Durch die heutige große Rechenleistung der Modelle sind ziemlich exakte Prognosen möglich. Manche Skigebiete betreiben eigene Wetterstationen, damit diese Daten in das UBIMET-Systeme eingebunden werden können, müssen sie WMO-Standard erfüllen, verriet Eisenbach. Neu sind jetzt Laserschneepegel, die auf 1 cm genau messen, und ein Niederschlagsmonitor. Übrigens werden jetzt auch vom Privatfernsehen ATV Wetterkameras angeboten.mak

IAG Schneeerzeuger von Gerlitzen und Grebenzen getestet – BK75 punktet mit geringem Stromverbrauch bei hoher Leistung

Die 1986 gegründete Firma IAG (Industrie Automatisierungs GesmbH) aus Weikersdorf hat international einen hervorragenden Ruf in den Geschäftsfeldern Sondermaschinenbau, Reibbelagtechnik, Emissionsschutz und Prüfstandtechnik. Bei der Herstellung von Maschinen für Bremsbeläge sind die Niederösterreicher sogar Weltmarktführer. Seit 2007 lässt die IAG ihr Know-how auch in die Beschneiungstechnik einfließen, wobei die Maxime von Anfang an Hohe Leistung bei geringem Stromverbrauch war. So kommen die derzeit angebotenen 3 vollautomatischen Propellerkanonen BK 100, BK 75 und BK 50 mit ca. 9 kW weniger Energie aus als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Etliche Skigebiete wie z. B. Gerlitzen (Kärnten) und Grebenzen St. Lambrecht (Steiermark) haben in Langzeittests bereits sehr positive Erfahrungen mit den IAG-Schneeerzeugern gemacht, wie die folgenden Statements dokumentieren.

Eine BK75S von IAG hat auf der Kärntner Gerlitzen einen Langzeittest positiv absolviert. Im Bild Schneimeister Ernst Burgstaller und Wolfgang Unterberger (IAG Gebietsrepräsentant). Fotos: mak

Das Thema Energiesparen nimmt auch im Skizentrum Gerlitzen-Kanzelbahn-Touristik einen immer höheren Stellenwert ein. Das beliebte Wintersportgebiet im Zentralraum Kärntens am Ossiacher See kann sein 2010 um 5 km auf 61 Pistenkilometer aufgestocktes Streckennetz annähernd zu 100% maschinell beschneien und setzt dafür 100 Propellermaschinen der Marken Lenko, TechnoAlpin, SUFAG und Hedco ein. Vor allem Letztere sind als Energiefresser bekannt und sollten bald ersetzt werden. Zu diesem Zweck hat Schneimeister Ernst Burgstaller einen Testbetrieb mit den derzeit gängigsten Schneigeräten durchgeführt  darunter zum Vergleich auch eine BK75 Silent von IAG, eine geräuscharme Variante mit 63 dB bei 20 m Abstand.Die Maschine zeigt sehr gute Ansätze im Energiebereich gekoppelt mit vergleichbarer Leistung, kommentiert Burgstaller den seit Ende Oktober stattfindenden Langzeittest. 9 kW weniger Leistungsaufnahme pro Maschine (die BK75 benötigt nur 1214 kW) sind bei einer großen Flotte nicht zu unterschätzen und die BK75 kann im Grenztemperaturbereich, in dem wir ja hauptsächlich schneien, durchaus mit den anderen getesteten Maschinen mithalten. Unser Ziel ist es, Einsparungspotenzial im Energiebereich zu finden. Denn beim Stromverbrauch sind wir irgendwann einmal eingeschränkt (Verfügbarkeit, Kosten). So gesehen geht diese Propellermaschine völlig in die richtige Richtung. Außerdem sind Aufbau und Funktion angenehm unkompliziert  es hätte ja kein Schneier Zeit, sich mit jedem Schneeerzeuger eine Viertelstunde zu beschäftigen, bis sie produziert.

2 neue Abfahrten mit 5 km Länge haben das Angebot im Skizentrum Gerlitzen zur Saison 2010 erweitert. Im Bild die verbreiterte Talabfahrt Klösterle West.

Ökonomisch Schneien im GrenztemperaturbereichDie IAG-Schneemaschinen zeichnen sich ja durch eine sehr gute Leistung im Grenztemperaturbereich aus. Die Hersteller sprechen von einer wirtschaftlichen Beschneiung ab  1° C FKT. Der Wasserdurchsatz liegt hier bei 100 l/min. Der Höchstdurchsatz beträgt ca. 600 l/min (ab  10° C FKT). Für Burgstaller ist jedes Schneien unter minus 2,5° FKT experimentell. Im Grenztemperaturbereich gelangt man an den Punkt, wo man überlegt: will ich, dass die Maschine bei  1° FKT startet oder will ich das nicht!Was auf jeden Fall wichtig ist: die Anzahl der Schneemaschinen erhöhen zu können, ohne an die Grenzen des Anschlusswertes bzw. der vor teilweise 20 Jahren verlegten Stromleitungen zu stoßen. Würde man die 13 alten Hedco-Maschinen z.B. durch BK75 ersetzen, so könnten ca. 25 Positionen mit Schneeerzeugen bestückt werden, ohne mehr Energie zu verbrauchen. Heute hat man eine andere Ära in der Beschneiung als vor 20 Jahren. In den punktuellen Anfängen war Stromsparen noch kein Thema. Jetzt, wo man fertig ausgestattet ist, muss man sehr wohl darauf achten. Wir sehen hier auch noch eine Möglichkeit bei der Reduzierung der Pumpleistungen. Es soll z.B. ein weiterer, 100000 m3 fassender Höhenspeicher errichtet werden, um das Pumpen vom Tal zu ersetzen (bisher sind zwei Pumpen á 135 kW ca. 1200 Stunden/Saison durchgelaufen). Das schafft Spielraum für weitere Schneigeräte, wie sie z.B. im unteren Bereich der Talabfahrt gebraucht werden. Hier könnte man sich energiesparsame Lanzen gut vorstellen.

Auch im steirischen Skigebiet Grebenzen St. Lambrecht wurde in dieser Saison eine BK 75 getestet.

Gute Performance in GrebenzenAuch für Egyd Plank, Geschäftsführer des steirischen Familien-Skigebietes Grebenzen  St. Lambrecht (23 km Pisten, 10001900 m Seehöhe) ist der niedrige Energieverbrauch der IAG-Schneeerzeuger ein Kauf-Argument bei künftigen Erweiterungen. Bislang sind hier 20 LENKO-Maschinen im Einsatz, kurzfristig steht eine Erweiterung um 15 weitere Propellerkanonen an. Die BK75 wurde über zwei Monate getestet und die Schnei-Performance für gut befunden  selbst bei windigen Verhältnissen. Weitere Vorteile sind die kurze Startzeit bei der Inbetriebnahme sowie das einfache Handling. Das Gewicht ist zwar höher als bei der LENKO, aber das nimmt man bei so vielen Pluspunkten in Kauf, sagt Plank.Die Firma IAG hat jedenfalls den Bedarf nach einer kostengünstigen, bedienungsfreundlichen und energiesparenden Schneemaschine richtig erkannt und treibt die Produktoptimierung weiter voran. Wie aktuelle Entwicklungen versprechen, sind weitere Einsparungen von 1,5  2 kW ohne Leistungsverlust möglich. Das ist die Kunst. Denn eine neue Maschine zu entwickeln, die 20  25 kW braucht, ist keine große Hexerei. Man darf gespannt sein, was der Quereinsteiger aus Niederösterreich mit seinen 100 Mitarbeitern, davon alleine 14 in der Konstruktionsabteilung und 5 im Software-Bereich, noch an Impulsen bringen wird. Für einen Ansturm ist man bestens gerüstet: die Produktionskapazität würde für 600 Stück pro Jahr reichen.

Der neue Durchflussdruckdruckregler HDR 60/20 hat schon viele Anfragen ausgelöst.

Neues Produkt: DurchflussdruckreglerEin anderes interessantes Produkt bei der IAG Beschneiungstechnik ist der neue HDR 60/20. Dieser selbsttätige Durchflussdruckregler ermöglicht den Betrieb von Schneemaschinen ohne Hydrantenmotor und ohne manuelles Nachregeln am Hydranten. Im Fall einer manuellen Hydrantenregelung kann durch den IAG-Durchflussdruckregler ein konstanter Druck unabhängig vom Durchfluss gehalten werden. Das heißt, unabhängig vom Eingangsdruck regelt der HDR 60/20 bei einer Durchflussmenge von 10 l/min bis 700 l/min den Ausgangsdruck je nach Ausführung auf 30, 20 oder 10 bar. Geeignet ist dieses Zubehör für alle Maschinen und besonders ideal bei Beschneiungsanlagen mit hohem Leitungsdruck. Es bewirkt eine Verschleißminderung am Hydranten und mechanischen Teilen sowie eine Gefahrenminderung für das Schneipersonal. Das Gewicht samt Kupplungen (Kamlock 2) beträgt 3,5 kg, die Maße Dm 70 mm x 250 mm. mak

IAG aus Weikersdorf präsentiert Produktneuheit

BK50 – kostengünstige Schneekanone für hohe Schnei-Starttemperaturen

Die BK100 ist u.a. auf der steirischen Reiteralm im Einsatz. Fotos: IAG

Vor ca. 2 Jahren hat die niederösterreichische Firma IAG aus Weikersdorf (Industrie Automatisierungs GesmbH) seine erfolgreichen Geschäftsfelder Sondermaschinenbau, Reibbelagtechnik, Emissionssschutz und Prüfstandtechnik um den Bereich Beschneiungstechnik erweitert. Nach einigen technischen Optimierungen und Tests wurden auf der Interalpin 2009 die ausgereiften Produkte BK100 sowie BK75 präsentiert. Da die IAG den Bedarf nach einer kostengünstigen, sowie bedienungsfreundlichen Variante einer Schneekanone erkannt hat, kommt Anfang Jänner 2010 die BK50 auf den Markt. Diese Schneekanone ist derzeit bereits um 24800 Euro erhältlich. Die MM-Redaktion sprach mit IAG Produktentwickler Helmut Turk über das aktuelle Produktsortiment aus dem Bereich Beschneiungstechnik.Die IAG – Produktpalette umfasst derzeit drei Vollautomaten, die in der Schnei-Performance und Rohrgeometrie gleich sind – Start ab -0,5° FKT bei max. 3° C warmem Wasser – sich jedoch bei den Ausstattungsmerkmalen bzw. Funktionen unterscheiden: BK100, BK75 und BK50. Das Premium Modell BK100 ist ab 42200 Euro erhältlich, danach folgen in der Ausstattung die BK75 mit einem Preis von 33500 Euro und schließlich die BK50 um 26600 Euro. Bei der BK50 ist der bereits kostengünstige Listenpreis aufgrund der Markteinführung bis Ende Mai auf 24800 reduziert worden. Die IAG hat sich zum Ziel gesetzt, für alle Kundengruppen in der Beschneiung die geeignete Schneekanone anzubieten, da die Bedürfnisse der österreichischen Skigebiete sehr unterschiedlich sind.Einsatz bei hohen Schnei-StarttemperaturenEin wesentlicher Faktor für die Beschneiung ist die Schnei-Starttemperatur. Diese ist speziell für niedrig gelegene Skigebiete ausschlaggebend, da sie besonders im Vorwinter üblicherweise mit Temperaturen im Grenzbereich konfrontiert sind. Die IAG Schneekanonentechnologie zeichnet sich hier durch eine besonders hohe Schnei-Starttemperatur aus, die eine Beschneiung bei einer Temperatur von -0,5° FKT zulässt (35 l Wasserdurchsatz ab -0,5° FKT, mit 680 kg/m3 Schneegewicht, bei -1,9° FKT produziert man schon 380 kg/m3 „leichten“ Schnee mit 85 l/min Wasserdurchsatz).Die unterschiedlichen Schneekanonen aus dem Produktportfolio der IAG unterscheiden sich nicht in der Qualität sondern hauptsächlich in der Bedienweise, sowie im Schwenkbereich.

Die kürzlich neu von IAG eingeführte Propellermaschine BK 50 kommt vor allem kleineren Skigebieten entgegen.

BK100, BK75, BK50 im VergleichDas Modell BK100 kann permanent alle Bewegungen automatisch ausführen – man spricht von einer optimierten 540° Flächenbeschneiung. Weiters gibt es die geländeangepasste Hangbeschneiung mit bis zu 53° Rohrneigung – und sie verfügt optional sogar über eine Windkorrektur. Außerdem hat diese Maschine eine Wasser- und Stromdurchführung zum Drehgestell, das ermöglicht einen sich nicht mitdrehenden Strom- und Wasseranschluss.Die BK75 unterscheidet sich von dem Premiummodell durch den Schwenkbereich, der rundum 360° je nach Bedarf in 30°- Abständen von 30–180°, mittels einfacher Tastenbedienung am Schaltschrank von Hand eingestellt werden kann.Die BK75 kann optional mit einer Wasserdrehdurchführung ausgestattet werden.Silent-VersionenDie Modelle BK75 und BK100 gibt es auch als „Silent“ Versionen, die für den Bedarf einer geräuscharmen Schneeerzeugung konstruiert wurden. Hier kommt des weiteren ein 5,5 kW Schrauben-Kompressor anstelle eines 7,5 kW Kolbenkompressors zum Einsatz. Um die Schallentwicklung am Lüfter zu minimieren, ist der Motor mittels Frequenzumrichter angesteuert.Die BK50 ist ein vollautomatischer Schneeerzeuger mit mitdrehendem Wasser und Stromanschluss. Bei diesem Gerät liegt der Vorteil in dem günstigen Anschaffungspreis. Die Maschine bietet, kurz gesagt, alle Funktionen einer herkömmlichen Schneekanone und beinhaltet deshalb lediglich die wichtigsten Basisfunktionen.

Die BK75 liegt preislich und ausstattungsmäßig zwischen dem Flaggschiff BK100 und der BK50.

Hohe Leistung bei geringem StromverbrauchDas Thema Stromverbrauch nimmt in der heutigen Zeit einen immer höheren Stellenwert ein. In Folge dessen wurde seitens der IAG darauf geachtet, dass alle IAG -Schneekanonen einen möglichst niedrigen Energieverbrauch aufweisen. Seit kurzem wird das Modell BK50 mit 32A angeboten.Steuerung: offene Schneizentrale oder DendritZur Abrundung der Produktpalette der IAG – Beschneiungstechnik gehören die manuelle Schneilanze BL33, zu der nächstes Jahr eine Automatik-Version folgen soll, sowie die Schneizentralen Dendrit 2.0 und Dendrit 5.0.Erstere ist eine webbasierende Schneizentrale, die Kommunikation erfolgt mittels GSM-Datenmodems. Die Steuerung kann von jedem beliebigem Internetzugang mittels Passwort erfolgen. Das Basispaket umfasst die Einbindung von 5 Beschneiungsgeräten einem Pumpenhaus und 2 Wetterstationen und ist beliebig erweiterbar. Dendrit 5.0 ist eine maßgeschneiderte Lösung die kundenspezifisch angepasst und programmiert wird. Diesem System sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Hier bietet IAG ein offenes System für alle Hersteller und Typen mit umfangreicher Visualisierung und individueller Konfigurierbarkeit. Hierbei ist das IAG Know-how eingeflossen, das die Automatisierungsgesellschaft in über 20 Jahren bei mehr als 200 Projekten mit unterschiedlichen Bedienoberflächen für komplexe automatisierte Systeme gesammelt hat.Erste Maschinen im FeldZur Saison 2009/10 sind in einigen österreichischen Skigebieten IAG Schneemaschinen BK100 im Einsatz wie z.B. 4 Stück auf der Reiteralm, in Hopfgarten ebenfalls 4 Stk. und am Hirschenkogel (Semmering) 2 Stk. Dazu kommen 21 Vorführmaschinen, die von den 3 Außendienstmitarbeitern Wolfgang Unterberger (Mitte), Sebastian Eberl (West) und Helmut Turk (Ost), sowie in Deutschland von der Firma snow+promotion platziert werden. Eine herkömmliche IAG – Schneekanonenvorführung umfasst 75 Schneistunden. Besondere IAG-Testgebiete sind Annaberg und St. Corona in Niederösterreich.

Das Premium-Modell BK100.

Gesicherte ZukunftDie Firma IAG hat als Quereinsteiger zweifellos frischen Wind in die Beschneiungsszene gebracht und wird noch öfters für Überraschungen, dank soliden technischen Know-how und dem Drang nach Produktoptimierung sorgen. Schneikunden müssen keine Angst haben, dass dieses 1986 gegründete, gut aufgestellte Unternehmen plötzlich vom Markt verschwinden könnte. Die Produktionskapazitäten reichen für 600 Stück im Jahr, außerdem ist sämtliches technisches Wissen im eigenen Haus verfügbar. Alleine die Konstruktionsabteilung umfasst 14 Mitarbeiter, um den Bereich Software kümmern sich 5 und um Kommunikationslösungen 2 Spezialisten.Infos: Giulia SteinIAG – Industrie Automatisierungsgesellschaft m.b.H.Tel.: +43(0)2622/21734-604www.iag.at

Klenkhart und SUFAG realisieren BSA Ofterschwang: Deutschlands größter Speicherteich für 91 neue SUFAG-Geräte

Das Weltcup-Skigebiet Ofterschwang-Gunzesried im Oberallgäu (D) realisiert um 5, 5 Mio. Euro einen mächtigen Sprung bei der Beschneiung: während des Sommers wurde der größte Speicherteich Deutschlands mit 106 000 m3 Volumen errichtet sowie 91 Schneerzeuger von SUFAG – konkret 21 Propellermaschinen und 70 regelbare Lanzen Gemini Power Plus – angeschafft. Speicherteich und Hybridanlage sichern die Beschneiung der Weltcuppiste (Slalom und Riesenslalom Damen) sowie aller touristisch genutzten Pistenflächen. Als kompetenter Partner beim umfangreichen Behördenverfahren (Umweltverträglichkeitsprüfung), den Ausschreibungen sowie bei der Überwachung der komplexen Bautätigkeiten wurde das Ingenieurbüro Klenkhart & Partner Consulting ZT GmbH aus Absam/Tirol beigezogen.

Der größte Speicherteich Deutschlands mit 106 000 m3 Volumen liegt nun in Ofterschwang, Oberallgäu. Foto: mak

Die Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried GmbH & Co.KG haben heuer die Schneiflächen von bisher 33 ha auf rund 53 ha erweitert. Schon beim Altbestand der Beschneiungsanlage (23 HKD-Lanzen) bestand eine große Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Wasserbereitstellung und den zu beschneienden Pistenflächen. Schneizeiten von über 200 Stunden für die Grundbeschneiung waren die Regel. In den Jahren mit Weltcupveranstaltungen musste zudem die Weltcuppiste vorrangig beschneit werden, weshalb die touristisch genutzten Pistenflächen teilweise zu den Hauptsaisonzeiten nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung standen!Aufgrund des Wasserbedarfes von rund 170 000 m3 im Endausbau, davon zwei Drittel für die Grundbeschneiung, war die Errichtung eines entsprechend groß dimensionierten Speicherteiches zwingend erforderlich. Gleichzeitig wurde eine deutliche Erhöhung der Schlagkraft der Beschneiungsanlage angestrebt, um die Grundbeschneiung künftig in 70–80 Schneistunden ausführen zu können.

Beim MM-Lokalaugenschein versammelten sich in der Pumpstation (v. l. n. r.): DI Rainer Hartmann (GF + BL Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried), Hermann Felder (SUFAG Deutschland), Hans Peter Schratt (GF Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried), Christoph Amann (Bauleitung Fa. Dobler), DI Christian Weiler (GF Klenkhart & Partner Consulting) und Werner Kresser (SUFAG Kennelbach). Foto: mak

Umfassendes Variantenstudium für TeichstandorteEs wurde daher basierend auf einem umfassenden schneitechnischen Grundsatzkonzept des Ingenieurbüros Klenkhart&Partner Consulting ZT GmbH ein behördliches Vorverfahren eingeleitet, um den optimalen Standort für die Realisierung des Speicherteiches zu finden. Aufgrund der Sensibilität des Bauvorhabens – das Skigebiet grenzt an ein FFH-Gebiet sowie an Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete und ist ein beliebtes Wandergebiet sowie Naherholungsraum für die Allgäuer Bevölkerung – musste ein umfassendes Variantenstudium diverser, potenziell geeigneter Teichstandorte durchgeführt werden. Dieses stellte die Basis für das nachfolgende UVP-Verfahren dar. „Gemeinsam mit den involvierten Behördenvertretern sowie den Umweltfachverbänden wurde letztlich der Teichstandort an der Gaisrückenalpe mit einem Fassungsvermögen von 106 000 m3 gewählt. In diesem Bereich waren auch großflächige Pistenbaumaßnahmen vorgesehen. Folglich konnten die erforderlichen Deponieflächen für das ungeeignete Aushubmaterial beim Speicherteichbau mit den Pistenbauflächen zusammengelegt werden“, erklärt DI Christian Weiler, GF bei Klenkhart & Partner Consulting. Auf Wunsch des Grundeigentümers wurde der Speicherteich von der Firma J. Dobler landschaftsgerecht als Bergsee geplant und verwirklicht; eine touristische Nutzung dieses Bergsees ist jedoch nicht beabsichtigt. Dank des frühen Baubeginns am 7. 6. 2010 konnte der Speicherteich trotz des niederschlagsreichen Sommers 2010 weitgehend termingerecht ab dem 16. 10. 2010 befüllt werden.

An der Station „Weltcup-Berg“ steht die Nummer 1 der SUFAG-Flotte, eine Compact Power. Betriebsleiter Franz Abrel schwört darauf. Foto: Kresser

240 Sekundenliter Schneiwasser verfügbarZusätzlich zur bestehenden wurde eine neue, zentrale Hauptpumpstation am Dammfuß des Speicherteiches errichtet, von welcher künftig alle Schneiflächen zentral mit Schneiwasser versorgt werden – und zwar mit bis zu 240 l/s (vormals nur) 90 l/s. Dazu sind 3 Hochdruckpumpen mit 400 kW und 2 Vorpumpen mit je 90 kW (alle ITT Vogel) notwendig.Das mit Holz verkleidete Bauwerk wurde bewusst etwas versteckt vom Damm abgesetzt, damit man gleichzeitig Teich- und Stationsbau erledigen konnte. Außerdem hätte man das Bauwerk dann stärker ausführen müssen, da es ungleich höheren Belastungen ausgesetzt gewesen wäre. In dieser Hauptpumpstation wurden auch Räumlichkeiten für die Lagerung von Schnee-Erzeugern vorgesehen. Als Generalunternehmer fungierte hier die SUFAG, welche nach Kundenanforderungen das Konzept erstellte und als Subunternehmer AGB Hall sowie Elektro Kirsch beizog. SUFAG-Spezialist Hannes Stadler ließ sich einige Besonderheiten einfallen wie z. B. die gleichzeitige Verwendung der Füllleitung als Schneileitung Tal. Das bedeutet, wenn es beim Beschneien eine Restwassermenge gibt, wird diese parallel in den Speicherteich eingespeist. Die Wasserentnahme geschieht aus einem Tal-Bach etwa 250 Höhenmeter unterhalb des Speicherteiches (27 bar Druck). Für die spätere Einbindung von Kühltürmen ist hydraulisch alles vorbereitet. Derzeit muss man mit einer Drucklufteinblasung via Atlas Copco-Kompressoren in den Speicherteich das Auslangen finden.

Abdichtungsarbeiten von IAT im Spätsommer. Foto: Weiler

Die Pistenqualität hat jetzt Vorrang„Der Unterschied zu vorher ist gewaltig, vor allem von der Gleichzeitigkeit der Schneerzeugung her gesehen“, sagt Geschäftsführer und Betriebsleiter DI Rainer Hartmann zur MM-Redaktion. „Wir konnten bei den Kältefenstern immer nur partiell beschneien und mussten dann wieder umrüsten. Die Weltcuppiste wurde natürlich bevorzugt, und die Familienpisten daher oft vernachlässigt. Die Zeitgleichheit hat nie funktioniert, aber jetzt ist sie gewährleistet. Mit der Anlagenerweiterung bzw. –Umrüstung auf hybrid sind nun über zwei Drittel unserer 18 km Pisten technisch beschneibar – und zwar in ca. 70 Stunden –, was für diese Region ein ganz guter Wert ist. Uns war nach den letzten Wintern klar, dass wir jetzt mehr in die Pistenqualität investieren müssen und erst im Folgeschritt wieder in die Aufstiegshilfen. Auch hierzu existieren bereits Pläne, wahrscheinlich wird eine 2 km lange Kombi-Bahn mit Gondeln und Sessel realisiert“; so artmann weiter. „Das bringt Prestige bzw. Bewertungspunkte im Kartenverbund (Allgäu Superschnee etc.) und passt zu unserer Gästeklientel, die ja nicht nur aus sportlichen Fahrern, sondern auch aus Familien mit Kindern und Skischulen besteht.“

Für die großflächigen Pistenbaumaßnahmen konnte Aushubmaterial vom Speicherteichbau verwendet werden. Foto: mak

Die Praktiker sprachen sich für SUFAG ausDer Auftrag „Beschneiungsanlage Ofterschwang“ war unter 5 Anbietern letztlich an SUFAG vergeben worden, zumal die Bergbahnen nicht nur die Zahlen sprechen lassen haben, sondern auch die Erfahrung und das Urteil der Schneier. Die Praktiker hatten bereits vor 3 Jahren testweise 25 manuelle SUFAG-Lanzen eingesetzt und inzwischen auch andere Typen ausprobiert. Die Performance der SUFAG-Geräte sowie die geografische Nähe zu Kennelbach und der optimale Support haben schließlich den Ausschlag gegeben. „Und der Preis hat zum Schluss auch gestimmt“, verrät Hartmann. Der Lieferumfang von SUFAG umfasst nunmehr – neben 130 kompletten Zapfstellen – bei den Lanzen 44 vier – stufig regelbare Gemini Power Plus und 26 zweistufig regelbare Gemini Power, bei den Propellermaschinen 10 Compact Power, 6 Compact Eco und 5 SuperSilent. Weiters werden auf sensiblen Punkten der Weltcuppiste 5 Gunlifter und 1 Schwenkarm platziert, letzterer an einer kupierten Stelle, wo sich 2 Strecken teilen. Die Steuerungszentrale für die Vollautomatik wird an der Bergstation „Weltcup-Berg“ der 6er Sesselbahn untergebracht werden, eine weitere Steuerungsmöglichkeit im E-Raum der Pumpstation. Bei der Lanzen-Steuerung wird übrigens das Master-Slave System angewendet, sprich eine Lanze gibt mit der Wetterstation einen Wert vor, über den auch noch zwei weitere Lanzen mitgesteuert werden. Also „Glück auf Ofterschwang“ für den nächsten Weltcup am 4.+ 5. März 2012. mak

Interview mit DI Gerald Reisenauer, GF von HDP Gemini: Zukunft verlangt ?weniger Output, aber offene Systeme

Der Hype beim Schneeanlagenbau ist vorüber, die Zahl der Anbieter weiterhin groß. Folglich befindet man sich in einer Phase, in welcher der Preis immer wichtiger wird. Denn die Unterschiede bei den Produkten selbst sind marginal. Da muss man schon in anderen Bereichen wie Service, Beratung und Komplettangebot suchen. Die Frage ist, auf welche Zukunft wir zusteuern: zwei, große Anbieterblöcke á la Pistenfahrzeuge und Seilbahnen oder bleibt die Vielfalt. Das könnte der Markt jetzt noch bestimmen. MM-Chefredakteur Dr. Kalchgruber führte dazu ein Interview mit Gemini-Geschäftsführer DI Gerald Reisenauer.

Die neue Doppellanze Gemini Aeros ist bereits am Hintertuxer Gletscher erfolgreich im Einsatz. Schneileistung bis zu 8l/s. Foto: Gemini

MM-Frage: „Herr Reisenauer, wie ist das letzte Geschäftsjahr verlaufen?“Reisenauer: „Unser Geschäftsjahr erstreckt sich jeweils von März bis März. Von 08 auf 09 stellte sich ein leichtes Umsatzplus von ca. 3 % auf 18 Mio. € ein. Wir haben 650 Lanzen und 50 Propellermaschinen abgesetzt, so wie die Jahre zuvor.“MM-Frage: „Was waren die wichtigsten Projekte 2008?“Reisenauer: „Dazu zählen die Aufträge der Zillertaler Gletscherbahnen mit „Frau Holle“-Propellermaschinen und der neuen Areane-Lanze, weiters von den Lienzer Bergbahnen, Tiroler Zugspitzbahnen, Leoganger Bergbahnen, Neukirchen/Großvenediger, Fisser Bergbahnen, BB Veitsch, Liftanlagen Zahmer Kaiser, Unterbergbahnen Kössen, Hopfgarten, Obertauern (Gebr. Krings), in Italien Lizzolla, Brusson, Maniva, Cimone, Ronco Carbon, Melette, Kupres in Bosnien-Herzegowina, Kravavec und Rogla in Slowenien, Krynica und Zielenic in Polen.“

DI Gerald Reisenauer, GF von Gemini in Mürzzuschlag, stellt sich auf eine künftig reduzierte Produktion von Schneigeräten ein. Foto: mak

MM-Frage: „Welche Entwicklung nimmt das laufende Geschäftsjahr, welche aktuellen Projekte stehen an?“Reisenauer: „Bisher liegen derzeit Aufträge von den Bergbahnen Katschberg,Jungholz (Pumpstation), Skischaukel Berwang, Hintertuxer Gletscher (Ausbau), Hopfgarten (Erweiterung), Großarl, Berglift Stuhleck/Semmering, Obergurgl, Braunwald (CH), Muju in Korea (62 Stk. Aeros) vor. Ich schätze, dass es heuer einen allgemeinen Auftrags-Rückgang geben wird, und zwar nicht aufgrund der Wirtschaftssituation, sondern wegen einer gewissen Sättigung einerseits und den letzten zwei relativ kalten Wintern. Man kann auch in den nächsten Jahren im Alpenraum nicht mehr mit den hohen Stückzahlen der Vergangenheit rechnen. Auch der Aufholbedarf in Osteuropa wird daran nichts Wesentliches ändern. Die Nachfrage steigerte sich von 1998 bis 2007 kontinuierlich, seither ist der Hype erreicht. Die großen Investitionen der Seilbahnbranche in der Beschneiung sind getätigt. Wir als Anbieter müssen mit einem reduzierten Bedarf auch leben bzw. uns darauf einstellen können! Wer große Strukturen aufgebaut hat, wird sich schwerer tun, diese zurückzufahren. Aber begonnen haben wir ja alle mit weniger Output und haben auch gelebt!“MM-Frage: „Gibt es einen Lanzenboom bzw. welche Trends können Sie erkennnen?“Reisenauer: „Wir sind jetzt in der Phase des bloßen Abtauschens von den Schneigeräten. Zusätzlich wollen die meisten eine möglichst schlagkräftige und vollautomatische Beschneiung haben. Am liebsten wäre es den Betreibern, alle 50 m einen Turm platzieren zu können, und das möglichst auf beiden Seiten. Kaum jemand kann und will ja mit sehr vielen Schneigeräten manipulieren, daher geht der Trend eindeutig zu fixen Installationen – Lanzen oder Turmmaschinen. Außerdem animiert unser Abschreibungssystem nach 10 Jahren zur Ersatzinvestition. Wer jedoch eine Lanzenanlage betreibt, braucht nach 10 Jahren nicht investieren, weil diese für 30 oder mehr Jahre ausgelegt ist. Dieses Geld kann der Betreiber stattdessen in die Infrastrukur stecken und so am „Image arbeiten“!

Anlieferung der Areane-Lanzen am Hintertuxer Gletscher mit dem Helikopter. Foto: Gemini

MM-Frage: „Trotz der o. a. Sättigung kommen laufend neue Lanzen auf den Markt – siehe Interalpin. Wird dadurch der Verdrängungswettbewerb angefeuert oder haben tatsächlich so viele Typen Platz?“Reisenauer: „Ja, es gibt sicher 30 – 40 Lanzen am Markt. Viele versuchen sich in eine Sogwirkung hineinzubegeben, die längst nicht mehr existiert. Grundsätzlich ist zu bedenken, dass es nicht um die Lanze allein geht, sondern um die ganze Peripherie. Die Lanzen machen nur 20 % vom ?Gesamtpreis einer Schneeanlage aus. Daher ist es auch nicht so ?dramatisch, wenn eine ?Lanze z. B. 10 % mehr kostet. Das sind vom Gesamtinvestitionsbetrag dann nur noch 2 %. Wichtiger für den Kunden ist, einen guten Partner für das komplette System zu finden.Eine Lanzenanlage verbraucht im Vergleich zu einer Propelleranlage wesentlich weniger Energie. Wir liegen mit unseren Gemini ECO sehr gut.Eine weitere Reduzierung des Energieeinsatzes wäre durchaus möglich, aber in der Praxis werden wieder andere Nachteile wie instabiles Schneiverhalten bei raueren Wetterbedingungen oder Vereisungsgefahr und kompliziertere Regelung verstärkt. Aus diesen Gründen treiben wir die Entwicklung in diesem Richtung auch nicht besonders voran.“

Der Pumpstationsbau hat bei Gemini 2008 an Bedeutung gewonnen. Foto: Gemini

MM-Frage: „Wie sieht derzeit eure Lanzen-Produktpalette aus? Welches Gerät ist für welche Anwendung vorgesehen?“Reisenauer: „Wir haben drei Arten von Typen in der Produktpalette: die Gemini Aeros mit Schwerpunkt hohe Leistung im Grenztemperaturbereich (ab 0°C FKT bei 70 % Luftfeuchtigkeit), die Gemini Eco mit Schwerpunkt Funktionalität, Einfachheit, kostengünstig und die neue Gemini Areane mit Schwerpunkt „große Schneemenge“ – sie setzt in der Doppelkopf-Ausführung bis 8 l/s durch. Die Schneier am Hintertuxer Gletscher sind sehr zufrieden mit der Areane und haben bereits wieder nachbestellt. Alle Typen gibt es in der Variante mit zuschaltbaren Düsen und mit Zentralluft oder Rucksack-Kompressor. So kann jeder Betreiber gemäß seinen Prioritäten entscheiden: Preis, Grenztemperatur oder extreme Menge. In vielen Fällen werden die Typen auf einer längeren Piste auch gemischt bestellt, z. B. unten Aeros, oben Areane oder Eco etc.“MM-Frage: „Wie reüssiert die Propellerkanone Frau Holle S20A nach den Optimierungen?“Reisenauer: „Wir hatten früher etwas Imageprobleme mit der damaligen S10 bezüglich Leistungsfähigkeit. Daraufhin wurden Verbesserungen bei der Aerodynamik durchgeführt und die Bedienungseinheit an der Maschine wurde extrem vereinfacht. Die neue S20 ist extrem gut im Grenztemperaturen um die 0° C. Leider konnten wir das beim Schneitest in Lech nicht zeigen, da die Temperaturen immer um die – 10° C lagen. Große Referenzen sind Lienz, Hopfgarten, Hintertuxer GLB oder Kravavec, Kupres, Rogla. Leider dauert es einige Zeit, bis die Kunden uns auch als kompetenten Propellermaschinenhersteller akzeptieren. Aber es wird von Jahr zu Jahr besser.“MM-Frage: „Wie entwickelt sich der Bereich Pumpstationsbau?“Reisenauer: „Der Pumpstationsbau hat sich bei uns weiterentwickelt, 15 – 20 Projekte werden jährlich schlüsselfertig abgewickelt. Wir haben am Sektor Hydraulik bereits viel Know-how aufgebaut und kommen deswegen immer häufiger als Generalunternehmer zum Zug. Vor allem unsere Detailplanung, die hydr. Auslegung, unsere große Erfahrung und die hochwertigen Komponenten sowie professionelle Montage garantieren Pumpanalgen mit hohem, langem Nutzwert. Wir erwirtschaften damit ein Drittel vom Gesamtumsatz.“

Die optimierte S20 „Frau Holle“ als Turmlösung in Großarl. Foto: Gemini

MM-Frage: „Wie erleben Sie die derzeitigen Prozesse am Beschneiungsmarkt unter den Anbietern? Ist ?die Entwicklung „kundenfreundlich“ und „nachhaltig“?Reisenauer: „Ich bin der Meinung, dass die Weitsichtigkeit bei den Kunden in punkto offene Steuerungssysteme oft nicht gegeben ist. Dadurch begibt man sich in Abhängigkeit von einem Anbieter, die mit uns nie passieren könnte. Denn Gemini setzt nur ein offenes System mit einer standardisierten Industriesteuerung ein, die jeder Techniker weltweit bedienen und servicieren kann. Damit lässt sich jeder Schneeerzeuger steuern. Solche Bindungen entsprechen eigentlich nicht dem Zeitgeist“MM-Frage: „Der Preisverfall dominiert doch seit Jahren die Schneiszene. Ist das nicht ruinös auf Dauer?“Reisenauer: „Das ist eine ganz normale wirtschaftliche Entwicklung, eine kaufmännische Tatsache. Wenn die Produktattraktivität hoch und die Anzahl der Hersteller klein ist, kann man natürlich einen besseren Verkaufspreis erwirtschaften als jetzt. Wir setzen hier eher auf Service, Wartung und Beratung. Global wollen und können wir nicht mitspielen, dafür gezielt in Österreich und angrenzenden Alpenstaaten bzw. Osteuropa. Wir müssen uns nicht auf einen ruinösen Preiskampf einlassen und könnten dank unserer Firmenstruktur auch mit kleineren Stückzahlen existieren.“MM: „Herr Reisenauer wir danken.“