ATV & Sonderfahrzeuge

ATVs und UTVs gewinnen auch in der Bergbahnbranche immer größere Bedeutung. Der Mountain Manager hat eine Übersicht ausgewählter Fahrzeuge für den alpinen Einsatz zusammengestellt, nach PS/kW aufsteigend geordnet.

Yamaha Grizzly 700 4WD – EPS

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Wintertechnik – 15 Jahre für den Schnee von Morgen

Eine erfolgreiche Unternehmensstratregie setzt sich durch – am 6. September konnten Thomas Jürs und Irene Liftnegger mit ihrem langjährigen Team am Firmengelände in Pottendorf (NÖ) das 15-jährige Bestandsjubiläum feiern! Die kontinuierlichen Neu- und Weiterentwicklungen sowohl am Beschneiungssektor als auch in neue Geschäftsfelder, nicht zuletzt aber auch die Beharrlichkeit und das hohe Engangement der Firmenleitung und jedes einzelnen Mitarbeiters haben den Erfolgskurs der Firma Wintertechnik in den letzten Jahren in eindrucksvoller Weise geprägt. Hinzu kommt die Hereinnahme neuer Partner, wie den US amerikanischen Schneemaschinenproduzenten SMI Snow Machines Inc. vor 3 Jahren, wodurch das Unternehmen noch weiter gestärkt wurde.

Überreichung der Auszeichnung „Dank und Anerkennung“ für die Firma Wintertechnik von der Wirtschaftskammer Niederöstereich an Thomas Jürs (Mitte) und Irene Liftnegger am Jubiläumsfest. 2. V.l. Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann. Foto:mak

„Unternehmergeist“ Jürs hat seit 1993 nicht nur ca. 1650 Schneemaschinen geliefert, sondern auch wichtige Innovationen gebracht wie 1993 die Vollautomatik mit Siemens, 2000 das System Snowcontrol zur Schneehöhenmessung, 2003 das PASS Lawinenradar, das Betreibermodell „Outsourcing“ etc. Und natürlich die Initiierung der Österreichischen Schnei-Akademie, die inzwischen als unabhängiger Verein agiert.„Wie wir begonnen haben, war der Markt noch sehr offen, die Chancen sehr groß und wir haben viel lernen müssen, wo die Marktlücke für die Wintertechnik ist. Wir sind heute, nach diesen 15 Jahren, die sehr viele Hochs aber auch einige Tiefs gehabt haben, ein guter mittelständischer Betrieb geworden, stolz, dass wir heute einen Qualitätsstandard haben, den wir weiter heben wollen. Unsere Kunden haben uns viele Jahre die Treue gehalten, auch wenn wir zwischendurch das Produkt gewechselt haben – sie haben der Marke ,Wintertechnik’ vertraut. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist, dass sich das Wintertechnik-Team großteils aus Stammpersonal zusammensetzt. Wir sind gefestigt und blicken in eine sehr interessante Zukunft. Es sind neue Märkte wie z. B. Russland aufgegangen (u. a. mit dem riesigen Projekt Sochi), oder Sarajevo in Bosnien/Herzegowina – ein sehr umkämpftes Projekt, das mittlerweile aber für die Wintertechnik ein Vorzeigeprojekt geworden ist.Die Zukunftsaussichten verlagern sich immer mehr in den Bereich der Steuerungstechnik, in die Bequemlichkeit und Sicherheit der Beschneiung. Auf diesem Sektor arbeiten wir seit Anbeginn mit Partner Siemens zusammen, der uns die Chance gibt, immer wieder neue Techniken einzusetzen, um am Markt eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wie z. B. im Jahr 1993 bei der ersten Vollautomatikanlage Österreichs, die damals in Achenkirch gebaut wurde. Durch die Partnertreue sind wir heute noch in der Lage, Geräte bzw. Computer von 1994 mit der neuen Technik ohne großen Aufwand für die Betreiber umzurüsten“, sagte Thomas Jürs bei seiner Begrüßungsansprache im festlich dekorierten Firmengelände vor 250 geladenen Gästen.

Wintertechnik vertritt seit 3 Jahren die SMI-Produktpalette in Österreich und Osteuropa. Im Bild eine Gigastar auf Turm – der übrigens eine Eigenkonstruktion ist und für jede Type passt. Foto:mak

Niederösterreich ist stolzAls Festredner stellten sich Ernest Gabmann, Wirtschaftslandesrat von Niederösterreich, Ex-Verkehrs-minister Hubert Gorbach und Dr. Reinhard Mücke, Tourismusbank-Chef, ein. Gabmann betonte, dass es in einer Zeit des Strukturwandels sehr wichtig sei, dass Unternehmerwie Jürs mit Engagement dabei  sind – auch dann, wenn es einmal nicht so gut geht. „In einer Zeit der Veränderung müssen wir uns alle neu positionieren. Niederösterreich ist stolz auf solche Betriebe, wie die Wintertechnik einer ist“, so Gabmann wörtlich. Tatsächlich gibt es in Österreich keine zweite Firma mit dieser Produktpalette, die noch dazu weit über die Grenzen hinaus erfolgreich tätig ist – in jüngster Zeit speziell in Osteuropa, das sozusagen vor der Haustüre von Wintertechnik liegt.Dr. Mücke hielt nicht nur eine launige Laudatio, sondern hob auch die Seriosität und Kompetenz der Firma Wintertechnik Engineering GmbH hervor – was aus dem Mund eines Bankers doppelt Gewicht hat.Ex-Verkehrsminister Hubert Gorbach, der schon als Vorarlberger Tourismus-Landesrat das radargestützte PASS-System kennen- und schätzen gelernt hatte, von dem dann 2006 die Bundesregierung 10 Einheiten bei Wintertechnik bestellte, lobte die „hartnäckige Art“ von Thomas Jürs, ein Ziel immer wieder zu verfolgen, bis sich der Erfolg einstellt. Er selbst stehe Wintertechnik mit seiner Beratungsfirma vor allem international zur Seite, damit diese ihre Chancen optimal wahrnehmen könne. Im folgenden sei das „Lawinenradar“ PASS noch einmal näher vorgestellt.

Die WTE-Siemens Vollautomatik wurde bereits 1993 als Innovation am Markt eingeführt. Foto: Wintertechnik

PASS – das PersonalAvalanche Secure System Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich Wintertechnik mit der Weiterentwicklung der Radartechnologie für alpine Anwendungen. Bei PASS wird diese vom Helikopter aus eingesetzt. Das System dient der schnellen Ortung von Lawinenopfern, wodurch deren Überlebenschance drastisch erhöht wird. Die Methode ist auch dann anwendbar, wenn das Lawinenopfer kein Lawinenverschüttetensuchgerät mit sich führt, sich keine aktiven Radarreflektoren an seiner Ausrüstung befinden und auch an der Oberfläche nichts auf die verschüttete Person hinweist. Durch dieses „Lawinenradar“ können unmittelbar nach dem Eintreffen des Hubschraubers mögliche Verdachtsstellen minutenschnell auf eine speziell bei größeren Lawinenkegeln vergleichsweise kleine Fläche eingegrenzt werden, so dass die Suchmannschaften vor Ort nicht den ganzen Lawinenkegel sondieren müssen. Damit wird auch die Sicherheit der Hilfsorganisationen wesentlich verbessert, zumal der Verbleib im Gefahrengebiet mit oftmals sehr hoher Risikoexposition verkürzt wird.Geschäftsbereich „OUTSOURCING“ (Betreibermodell)Dieser Geschäftsbereich bei Wintertechnik stellt die logische Weiterentwicklung der Schneeerzeuger dar. Ausgehend von der Überlegung, dass Kunden von Schneeerzeugungssystemen primär nicht am System, sondern am Ergebnis interessiert sind (durchgehende Schneedecke während der Pistenöffnungszeiten), wurde ein Betreibermodell entwickelt. Dabei übernimmt Wintertechnik nicht nur die Projektierung und Lieferung, sondern auch den Betrieb der vollautomatischen Beschneiungsanlage vor Ort und die Verantwortung für ein optimales Ergebnis. Weil die Häufigkeit von Inversionswetterlagen nicht mehr prognostizierbar ist, bietet Wintertechnik durch die optimale Platzierung der Schneeerzeuger mittels Hubschrauber die optimale Ergänzung zu den stationären Beschneiungsanlagen der Betreiber. Wintertechnik liefert also die Erstbeschneiung (mind. 0,35 m Schnee) und gewährleistet die Schneesicherheit der Pisten für eine vertraglich festgelegte Periode.Mit Hilfe der modernsten Technologie können die jeweilige Soll-Schneehöhe und die sich z. B. durch Windverfrachtung oder Abtauung laufend verändernde Ist-Schneehöhe verglichen werden.

Das PASS-System zur Ortung Lawinenverschütteter via Radarmessantenne am Helikopter ist eine Wintertechnik Erfindung. Die österreichische Bundesregierung bringt im ersten Schritt 10 Stück dieses Systems zum Einsatz. Foto: Wintertechnik

SnowControl zur Schneehöhen-MessungEin Bestandteil des Konzepts „Outsourcing“ ist das System „Snow-Control“ zur Schneehöhenmessung an beliebiger Stelle bzw. Auswertung derselben als farbkodierte Grafik. Damit kann der Liftbetreiber die Verteilung des Schnees genau steuern bzw. die vorhandenen Schneemengen bestens ausnutzen. Das Gerät kann sowohl von Hand bedient werden, oder als integriertes System im Pistenbully zur Anwendung kommen. Dabei sieht der Fahrer genau, wo sich Schneeansammlungen befinden und kann diese unmittelbar an Stellen mit geringer Schneeauflage verschieben.Das Kerngeschäft der Wintertechnik bleiben natürlich vollautomatische Beschneiungsanlagen per se mit dem speziellen Gebiet der Kommunikation. Die bei manuell betriebenen Beschneiungsanlagen definitiv nicht errechenbare Wirtschaftlichkeitsrechnung ist hier eine absolut kalkulierbare Größe. Die Möglichkeit, bereits vorhandene Beschneiungsanlagen auf solchen Stand der Technik umzurüsten, d. h. auf vollautomatische Funktion umzubauen, ist eine weitere Stärke der Wintertechnik-Siemens-Software. Das primäre Ziel der Wintertechnik Engineering ist es, dem Kunden seinen Anforderungen entsprechend die nützlichste und wirtschaftlichste Lösung aus einer Hand zu realisieren.

Die Schneehöhenmessung SnowControl wurde bereits im Jahr 2001 patentiert. Foto: Wintertechnik

Einziger unabhängiger AnbieterBemerkenswert ist die Tatsache, dass die Wintertechnik der einzige unabhängige Anbieter von Schnei-Aggregaten ist, da sie zwar kein eigenes Produkt erzeugt, jedoch über ein wertvolles globales Partnernetzwerk mit weltweit führenden Herstellern verfügt – daneben aber auch wie o. a. den weltweit größten Hersteller von Schnei-Aggregaten – SMI Snow Machines Inc. USA repräsentiert. Sämtliche Geräte werden im Werk Pottendorf den speziellen Wünschen der Kunden angepasst und für die jeweilige Anlage „maßgeschneidert“.Und außerdem: durch die Erhöhung des Stammkapitals infolge der Hereinnahme von Beteiligungspartnern im heurigen Jahr liegt Wintertechnik im Branchenspiegel weltweit nunmehr an dritter Stelle! mak

Kundenzufriedenheit als Schlüssel für den langfristigen Unternehmenserfolg

Bei den Bergbahnunternehmen treten saisonal schwankende Umsätze und Erträge bei konstant steigenden Kosten auf. Umso wichtiger ist der Aspekt Kundenzufriedenheit inklusive Weiterempfehlung. MANOVA Wien erhob dazu Daten im SAMON (Satisfaction Monitor), einem Modul von WEBMARK.

Kundenzufriedenheitsprofil eines typisch österreichischen Seilbahnunternehmens. Die Wichtigkeit der Zufriedenheitsbereiche reicht von 0 (unwichtig) bis 1 (sehr wichtig). Die Performance gibt den Abstand zum besten Wert der Branche an (0= schlechtester Wert der Branche, 1 = bester Wert der Branche).

Der Winter 2007/08 war ein Rekordwinter, in dem die österreichische Seilbahnbranche 56,8 Mio. Skier Days verzeichnete und erstmals die Marke von 1 Mrd. € Kassenumsätze übertreffen konnte. Im Vergleich dazu erwirtschafteten die Seilbahnunternehmen im schneearmen Winter 2006/2007 ein relativ mageres Ergebnis von nur 48,2 Mio. Skier Days und 858 Mio. € Kassenumsätzen, während der Winter 2005/06 wiederum sehr gut verlaufen war. Diese starken Nachfrageschwankungen stellen eine grundlegende Herausforderung für die unternehmerische Planung in der Seilbahnbranche auf allen Ebenen (Strategie, Investitionen, Marketing, Preismodelle etc.) dar. Verschärft wird die Herausforderung durch die Kosten (Personal, Abschreibungen, Energie, Betriebsstoffe etc.), die in der Regel kontinuierlich ansteigen, so dass schwankende Umsätze und Erträge bei konstant steigenden Kosten auftreten. Zum Teil werdendiese Schwankungen durch „höhere  Gewalt“ – womit v.a. das natürliche Angebot an Schnee gemeint ist – verursacht. Zu ganz wesentlich  Teilen wird die Nachfrage aber auch durch die Qualität des Angebots bestimmt.

Chart Weiterempfehlungsabsicht. Fotos: Manova

Langfristiges Kundenzufriedenheits-MonitoringFür die Seilbahnen als Dienstleistungsunternehmen steht die Kundenzufriedenheit an allererster Stelle, wenn es um die langfristige Sicherstellung des unternehmerischen Erfolges geht. Die Grundvoraussetzung, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern, ist ein systematisches und möglichst langfristig angelegtes Kundenzufriedenheits- Monitoring. Das von MANOVA in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Seilbahnen entwickelte Online-Management-Informationssystem WEBMARK mit dem darin enthaltenen Modul SAMON (Satisfaction Monitor) ist seit 10 Jahren das führende Benchmarking-Instrument für Seilbahnen in Österreich und Deutschland. Durch die parallele Erhebung von Kundenzufriedenheitsdaten in SAMON und betriebswirtschaftlicher Daten in WEBMARK bietet es die Möglichkeit, den Einfluss der Kundenzufriedenheit auf den wirtschaftlichen Erfolg der Seilbahnunternehmen zu messen.

Mag. Klaus Grabler, Geschäftsführer der Manova GmbH.

Vorwarnsystem durch SAMONDie US-amerikanische National Ski Areas Association (NSAA) konnte schon im Jahre 2003 durch Studien belegen, dass Kundenzufriedenheitsindikatoren nicht nur mit dem Unternehmenserfolg von Seilbahnen verknüpft sind, sondern darüber hinaus auch als exzellente Vorhersageinstrumente für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg einsetzbar sind. Vergleichbare Kundenzufriedenheitswerte werden auch in SAMON erhoben. Durch SAMON bekommen die Seilbahnen also ein Vorwarnsystem in die Hand, das sie vor dem Eintreten negativer Entwicklungen in ihrer Bilanz warnt.

Gut bedacht: Manfred Kurrle (r.), Gründer der Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen, und Bergbahnchef Augustin Kröll (l.), lassen sich von Elektromeister Walter Fritz die neue Solar- und Photovoltaikanlage auf dem Dach der Peters Alpe erklären. Foto: Fellhornbahn GmbH

Die WeiterempfehlungsabsichtEine zentrale und sehr einfach zu erhebende Kennzahl im Bereich Kundenzufriedenheit ist die Weiterempfehlungsabsicht (vergl. Grafik 2). Kunden, die angeben, ein bestimmtes Skigebiet im Verwandten- und Bekanntenkreis sicher weiterzuempfehlen, können als besonders zufrieden eingestuft werden. Diese Kunden entwickeln sich zu treuen Stammkunden ihres bevorzugten Skigebietes. SAMON bietet die Möglichkeit, die Zufriedenheit der Seilbahnkunden differenziert nach Bereichen zu analysieren. Dabei zeigt sich, dass die klassischen Bereiche des Basisangebotes wie Größe und Vielfalt des Skigebietes (Punkt 5), Pisten (Punkt 6) und die Bahnen & Lifte (Punkt 4) nach wie vor den größten Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit ausüben. Die Zufriedenheit mit dem Basisangebot ist zwar von den Skigebieten nicht beliebig beeinflussbar, hängt aber durchaus auch von der Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter ab. Kaum weniger wichtig sind die Bereiche Gastronomie im Skigebiet (Punkt 8) und im Ort (Punkt 9) sowie Services (Punkt 7) die Skischulen und Kinderangebote, in denen die Skigebiete auch in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Ort (Gastronomen, Skischulen etc.) Verbesserungspotenziale nutzen können.„Statt nur auf die Erfolge der Vergangenheit und ausreichend Schnee im nächsten Winter zu vertrauen, sollten die Seilbahnen laufend an der Verbesserung ihrer Dienstleistungsqualität und ihrer Kundenorientierung arbeiten“, so das Fazit von Klaus Grabler, Geschäftsführer der MANOVA GmbH. „Aktives Gestalten des Angebots statt passiver Fatalismus gegenüber Wetterkapriolen, negativer Medienberichterstattung (Klimawandeldebatte) oder demographischen Negativtrends etc. ist gefragt.“ pd

Schweizer Seilbahnen tagen in Pontresina – Kraftvolles Schwungrad Bergbahnwirtschaft

„Es läuft erfreulich viel, und vieles erfreulich gut“, mit diesen Worten charakterisierte SBSPräsident Hans Höhener in seiner Begrüßung wohl am besten die positive Grundstimmung der Schweizer Seilbahnbranche, die auch die diesjährige Generalversammlung in Pontresina nachhaltig prägte. Mit einer Rekordsaison im Rücken und hohen Vorlaufinvestitionen in Aussicht präsentiert sich der Sektor als selbstbewusster Motor der Bergwirtschaft, was sich auch im General-Motto der GV „Seilbahnen bringen Regionen in Schwung“ ausdrückte.

SBS-Präsident Hans Höhener (l.) und Direktor Dr. Peter Vollmer konnten sehr erfreuliche Entwicklungen präsentieren.

Mit starkem Rücken Position verbessernEin geschätzter Gesamtverkehrsertrag im Winter- und Sommergeschäft von rund 950 Millionen Franken markiert für die Schweizer Seilbahnen die Rekordsaison 2007/ 2008. Verantwortlich dafür war neben dem guten Winter auch ein günstiger, weil starker Euro, der als positiver Nebeneffekt im internationalen Vergleich auch das vermeintliche Hochpreis-Image des Schweizer Skitourismus korrigieren half. Die Branche blickt sehr optimistisch in die Zukunft, was sich kurzfristig bereits an den angekündigten 250 Mio. Franken Investitionen auf die Saison 2008/09 und längerfristig am geplanten Mitteleinsatz von 1,2 Mrd. Franken bis 2012 zeigt.Befriedigt registriert die SBS-Führung mit Präsident Hans Höhener und Direktor Dr. Peter Vollmer dabei eine gesunde Entwicklung. Der sich vor allem in Kooperationen bzw. Fusionen niederschlagende Strukturwandel zeige auch in der Breite positive Effekte, wobei vor allem auch kleinere und mittlere Unternehmen profitierten. Gerade diese erfüllten zumeist wichtige Aufgaben im lokalen Tourismus und erweisen sich dort nicht minder als die unverzichtbaren Antriebe, die Seilbahnunternehmungen mit Blick auf die Bedeutung des Fremdenverkehrs für die kantonale und schweizerische Gesamtwirtschaft ohnehin sind. Kennzahlen sind hier die Maximalwerte von 25–30% Tourismusanteil an der Bruttowertschöpfung im Wallis und Graubünden, der gesamtschweizerisch immer noch eindrucksvolle 6 % erreicht.Dass aus dieser selbstbewussten Position heraus auch Forderungen erwachsen, versteht sich. Neben einer grundsätzlichen Verbesserung des „Tourismusbewusstseins“ innerhalb der Bevölkerung, was das Standing gerade auch kleinerer Betriebe nachhaltig beeinflussen könnte, mahnt SBS-Direktor Vollmer insbesondere akzeptable Rahmenbedingungen für die betrieblichen Aktivitäten von Seilbahnunternehmungen an. Handlungsbedarf sieht Vollmer unter anderem im rechtlichen Bereich (Risikohaftung, Arbeits(zeit)recht, Wettbewerbsrecht), bei der Umsetzung von Umweltrichtlinien sowie – als Dauerthema – auf diversenFeldern der Zusammenarbeit mit den zuständigen Aufsichtsbehörden. Dabei, so Vollmer, strebe die Branche jedoch nicht nach „Freibriefen“, sondern nach klaren, und an der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit orientierten Voraussetzungen für verantwortungsvolles unternehmerischesHandeln. Und das, so der an vielen Fronten kämpfende SBS-Direktor, entfalte sich am besten in enger fruchtbarer Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern aus Tourismus, Politik und Behörden.

Nur terminlich ein Show-Down: Der Workshop zur Umsetzung des neuen Seilbahngesetzes zeigte Kontroversen auf endete aber versöhnlich. Von links: Garaventa-CEO Istvan Szalai, als Vertreter der Seilbahn-Hersteller, Renzo Peschiallo SBS-FachberaterSeilbahntechnik, Reto Canale (IKSS), Bruno Revelin und Toni Eder, BAV sowie SBS-Direktor Dr. Peter Vollmer.

Graubündner Heimspiel„Seilbahnen bringen Regionen in Schwung“, kein anderes Generalthema hätte wohl besser zu Tagungsort und gastgebendem Kanton gepasst, wie sich vor allem in den Grußadressen und dem politprominenten Grundsatzreferat zeigte. Ob Hugo Wetzel, Präsident von Engadin St. Moritz Tourismus, der in seiner Grußadresse die junge Gründungsgeschichte seiner Destination nachzeichnete, oder Erwin Rutisheimer, der Direktor der erst kürzlich zum Unesco-Welterbe gekürten Rhätischen Bahnen, die Exponenten wichtiger regionaler Tourismuspartner würdigten die Rolle der Bergbahnen im Fremdenverkehr und luden zur weitergehenden regionalen Kooperation ein. Die enorme Bedeutung des Tourismus für Graubünden unterstrich Regierungsrat Hansjörg Trachsel, Leiter des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Soziales. Rund 30 % Prozent (ca. 3,3 Mrd. Franken) steuert der Fremdenverkehr zum kantonalen Brutto-Inlandsprodukt bei, ohne die industriell gut entwickelten Räume des Rheintals sogar bis 50 %. Rund 26000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Tourismus ab.Trachsel stellte die Umorganisation dar, die der Kanton zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Bündner Tourismus ab 2005 in Angriff genommen hat. Aus ehemals insgesamt 92 (!) Tourismusorganisationen sollen schließlich insgesamt 4–6 große Destinationen nach dem Muster der bestehenden Zusammenschlüsse Graubünden, Oberengadin, Davos-Klosters sowie bis zu zehn kleinere Talorganisationen mit Destinationscharakter entstehen. Als Antwort auf die Frage, wer wohl der Motor des Bergtourismus sei – Hotellerie oder Seilbahnen – zog der ehemalige Verwaltungsrat der Celeriner Bergbahnen ein salomonisches Fazit: beide seien Motoren einer sehr komplexen Maschine, deren Funktion durch eine exzellente Software, nämlich die verantwortlichen Menschen gesteuert werden müsse.Noch viel Arbeit zu tunDas ist das Ergebnis der Workshops, die den zweiten Tagungstag auf der Corviglia-Bergstation bestimmten. Neben einer Veranstaltung,die als Thema nochmals die wirtschaftliche Ausgangssituation von Seilbahnen und ihre Einbindung in integrale touristische Konzepte aufgriff, behandelte ein zweiter Schwerpunkt mit Medizinern, Sportdidaktikern und Pistenchefs bzw. Patrouilleuren die Verbesserung der Pistensicherheit. Diese stellt ein zunehmend sensibel wahrgenommenes Kriterium in der Öffentlichkeit und unter Skisportinteressierten dar.So führten teilweise deutlich überzeichnete Unfalldokumentationen in der Presse zu falschen Vorstellungen über die tatsächliche Gefährdung unter wichtigen Skisport-Zielgruppen. Insbesondere Familien – und damit der Ski- Nachwuchs – sowie eher genussorientierte Skigäste könnten sich dadurch vom Skifahren abwenden. Tatsächlich jedoch bleibt die Zahl der Skiunfälle eher konstant und auch der Zusammenhang zwischen hoher Gästefrequenz („volle Pisten“) und einem höheren Unfallgeschehen kann nicht nachgewiesen werden. Allerdings ist eine Steigerung der schweren Verletzungen zu beklagen, was der anwesende Medizin-Experte jedoch auf die mangelnde Beherrschung der immer vielfältigeren und mithin rasanteren Sportgeräte zurückführt.Entsprechend forderten die Experten neben einer Bereinigung der einschlägigen Statistiken, vor allem eine bessere Ausbildung und Information der Skifahrer und eine intensivere Überwachung des Skibetrieb. Die Unfallstatistik solle nur noch echte Schadensfälle unmittelbar auf der Piste aufnehmen, durch die Präsenz eines ausgewiesenen Sicherheitsdienstes – nach dem Muster der österreichischen „Alpinpolizei“ – könnte Rowdies Einhalt geboten und das subjektive Sicherheitsgefühl der übrigen Skifahrer verstärkt werden. Eine bessere Klassifizierung der Pistenschwierigkeit und aktuellen Pistenzustände soll die Unfallgefahr weiter senken.Jacky Michelet von der SBS-Ausbildungskommission Pisten- und Rettungsdienst stellte das umfangreiche einschlägige Kursprogramm des Verbandes vor, das mit einem erweiterten Angebot und neuen Inhalten die Sicherheitsprobleme angeht. Allerdings – auch das wurde bei der Diskussion deutlich – kann nur durch eine spürbare Entlastung des oft mit vielen Nebenaufgaben im Bahnbetrieb betrauten Sicherheits-Fachpersonals bereits kurzfristig eine Verbesserung erzielt werden.

Das Walliser Skigebiet Téléverbier und die Geosat SA gewannen mit ihrem gemeinsam entwickelten GPS-Schneehöhenmessgerät für Pistengeräte den 3. Swiss Mountain Award 2008. Im Bild Téléverbier-Direktor Eric Balet (l.) mit Erich Megert, dessen SISAG den Innovationspreis der Schweizer Seilbahnbranche wiederum sponserte. Fotos: tb

Kooperation verbessernEine noch intensivere Zusammenarbeit aller Beteiligten und die noch klarere Definition, Verteilung und Wahrnehmung von Kompetenzen, das sind vielleicht die notwendigen Schlussfolgerungen, die der Betrachter aus dem abschließenden Workshop „Erfahrungen in der Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen der Seilbahnbranche“ mit nimmt.Wenig überraschend beurteilten die Vertreter von Verband, BAV und IKSS den Stand der Umsetzung in ihren jeweiligen Organisationen zunächst einmal grundsätzlich positiv. Die bestehenden Reibungspunkte zwischen Betreibern und Aufsicht zeigten sich jedoch in der anschließenden Diskussion, als beide Seiten anhand plakativ vorgetragener Einzelfälle vermeintliche Defizite der Gegenseite aufzeigten.Das betrifft insbesondere den Bereich der Umbauten und Neubewilligungen, wo die erweiterten Verantwortlichkeiten von Technischer Leitung und Betriebsführung sowie insbesondere die Entscheidungsfindung auf Basis von individuell erstellten Prozess- und Instandhaltungsdokumenten derzeit gerade nicht die vom neuen Seilbahngesetz erwarteten Erleichterungen bringen. Verbesserte Informationsgrundlagen zur Erstellung eben dieser Dokumente und Installierung der notwendigen Verfahren einerseits und die Optimierung der Transparenz behördlicher Entscheidungswege können hier Abhilfe schaffen, so das letztlich doch noch versöhnliche Resümee der Diskussionsteilnehmer.tb

Pure Innovationskraft auf der 1. Wintersteiger Service- & Verleihmesse

Wintersteiger ist immer ein Garant für gute Ideen. Jüngstes Beispiel war die 1. Service- und Verleihfachmesse in der Zentrale in Ried vom 25.–27. August – also zeitgleich mit der Sommer- ÖSFA in Salzburg, die dem Weltmarktführer seit Längerem keinen geeigneten Rahmen mehr zur Präsentation bieten konnte. Trotzdem sah Wintersteiger seine Hausmesse nicht als Gegenveranstaltung, sondern als Ergänzung zur ÖSFA, und animierte die Kunden zum Besuch beider Messen mit einem Gratisaufenthalt in der nahe gelegenen Therme Geinberg samt Nächtigung.

Die Ausstellungshalle der 1. Service- und Verleihfachmesse von Wintersteiger in Ried zeigte auf 500 m2 das komplette Produktsortiment. Ganz hinten das Flaggschiff „Discovery“, dem das Hauptinteresse der Besucher galt. Fotos: WINTERSTEIGER

Auf einer Ausstellungsfläche von 500 m2 präsentierte der Marktführer sein gesamtes Produktprogramm für Skiservice und Verleih. Mehr als 150 Fachhändler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz informierten sich über die Produktneuheiten und konnten bei einer Firmenführung die Fertigung der Produkte von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Montage live mitverfolgen. Dadurch entsteht natürlich eine ganz andere Dimension der Kundenbeziehung und auch –bindung.

Die Basejet, ein Belagreparatur-Automat für Ski und Snowboards, wurde von Wintersteiger nun zur Serienreife gebracht.

Die Service- und Verleih-HighlightsIm Maschinenbereich stand die vollautomatische Serviceanlage für Ski und Snowboards „Discovery“ im Zentrum des Interesses. Mit über 250 verkauften Modulen ist die Discovery der erfolgreichste Serviceroboter am Markt. Zur Serienreife wurde mittlerweile auch die „Basejet“ – ein Belagreparatur- Automat für Ski und Snowboards entwickelt. Das völlig neue Belagreparatursystem gewährleistet eine hohe Durchsatzleistung mit bis zu 60 Paar Ski pro Stunde. Wenig Materialverbrauch durch die automatische Anpassung an die Ski- und Snowboardgeometrie, einschwenkbarer Reparaturkopf für prompte Farbumstellung und der geringe Platzbedarf der Maschine sind weitere Vorteile, die bei der Präsentation die Besucher begeisterten.

Die „Speedtronic Pro“ und „Drivetronic“ für die Skibindungseinstellung und -überprüfung wurden zur ispo 08 eingeführt – und weiter optimiert.

Im Bereich der Skibindungseinstellung und -überprüfung konnte man mit den auf der diesjährigen „ispo“ präsentierten „Speedtronic Pro“ und „Drivetronic“ bereits große Verkaufserfolge erzielen. Während die „Drivetronic“ mit ihrer einfachen Arbeitsweise ein ideales Gerät für alle Einsteiger darstellt, ist die „Speedtronic Pro“ die High-End Lösung, wenn es um hohe Einstellgeschwindigkeiten und Datenverbindung zu Softwaresystemen geht. Natürlich ist eine Datenverbindung zum Easy-Rent-System möglich sowie eine papierlose Datensicherung.

Firmenführungen wurden flankierend zur Hausmesse angeboten.

Individualität im Verleihshop gesichertIm Verleihsektor galt den neuen Fronten für die Easystore Aufbewahrungssysteme großes Interesse. Die Fronten können auf alle bestehenden Easystore-Wagen montiert werden und sind in verschiedenen Materialien und individuell bedruckten Designs erhältlich. Die Kunden können so ihren Verleihshop völlig nach eigenen Wünschen gestalten.

Neue Fronten bei den Easystore-Aufbewahrungssystemen.

Im Bereich Depot hat Wintersteiger eine Systempartnerschaft mit der Fa. Gladek Technik gestartet und bietet nun verschiedene Depotschränke und Schließsysteme an. Die Vergabe von Depotplätzen war zudem eine der vielen gezeigten Features der „Easyrent“ Verleih-, Depot- und POS-Software von Wintersteiger.Wintersteiger konnte also einmal mehr eindrucksvoll seine Innovations- und Qualitätsführerschaft unter Beweis stellen und den Besuchern einen umfassenden Überblicküber das komplette Produktund Dienstleistungsangebot bieten. Erfreulich ist schließlich auch die aktuelle Umsatzsituation. Nachdem 2007 noch die Auswirkungen des warmen Winters 2006 merklich zu spüren waren, so dass die Division Sports ihr Umsatzziel verfehlte, ging es 2008 wieder stark aufwärts: Wintersteiger erwartet ein Rekordergebnis!mak

ETB: Skigastronomie kann mehr Rendite abwerfen als Lifte

Bezeichnete Alois Edenhauser, Senior Consultant der Edinger Tourismusberatung (ETB) im Bereich (Pisten-)Gastronomie, bereits 2007 als Auftrags-Rekordjahr, so übertrifft 2008 dieses noch bei weitem. Die Bedeutung einer hochwertigen Gastronomie am Berg nimmt zu und die Bauherren sind großteils reif für Planungskonzepte von unabhängigen Profis. Parallel dazu steigt die Tendenz bei den Bergbahnen zur Selbstbewirtschaftung von Bergrestaurants.

Die Matterhorn Group hat im Juli das von der ETB modernisierte Restaurant Riffelberg im Skigebiet Zermatt eröffnet. Die Küche + SB stammt von FHE Franke aus Dornbirn. Der Hit ist original Schweizer Rösti, von dem im Sommer 80 Portionen/ Tag verkauft wurden, im Winter rechnet man mit 200/Tag. Nun wirdmit dem Restaurant „Trockener Steg“ (Baujahr 1972), Bereich Kleines Matterhorn, bereits eine weitere Modernisierung mit ETB geplant. Foto: FHE

Nach über 25-jähriger Planungstätigkeit kann die ETB den Pistenbetreibern natürlich eine Vielzahl von vorbildlich gelungenen Lösungen in Skigebieten Österreichs, Südtirols und Bayerns demonstrieren. Bei den Besichtigungen fühlen sich die potenziellen Kunden animiert, ebenfalls etwas Besonderes in ihrer Destination zu realisieren und auf das Know-how dieses Planers zurückzugreifen. Wobei man heute laut Edenhauser auch bereit ist, der Ästhetik und dem Ambiente eines Bergrestaurants einen sehr hohen Stellenwert im Gesamtkonzept einzuräumen. Denn dadurch bekommt die Sache erst einen Wert und Originalität. Davon sind auch Umbauten bzw. Modernisierungen betroffen. Es geht nicht nur um mehr und besser genutzten Raum, sondern auch um ein „attraktives Gesicht“. „Die Zeiten, wo dieser Aspekt nebensächlich war, sind endgültig vorbei. Nur noch fallweise ist diese Untugend der 70er und 80er Jahre zu erkennen. Der Fokus darf nicht nur auf schnellem Durchsatz allein liegen, ein wenig muss man es schon dem Gast überlassen, wie lange er verweilen will. Dafür kommt er vielleicht öfter“, meint so Edenhauser. Aus demselben Grund funktionieren auch Stehtische im Skigebiet nicht. „Das klappt nur bei einem reinen Unterhaltungskonzept, nicht aber wenn man die lange Talabfahrt noch vor sich hat.“Weiters beobachten wir einen Trend zur Gastro-Selbstbewirtschaftung der Bergbahnen. Es hat sich anscheinend herumgesprochen, dass Gewinne bis zu 30% möglich sind, wenn man es richtig macht, d. h. sich ganz auf die spezifische Situation der Skigastronomie einstellt. Diese Taktik ist eine Folge der Qualitätsorientierung der Seilbahnen. Denn auf Pächter oder private Gastronomen am Berg haben sie zu wenig Einfluss, um eine ihren Vorstellungen entsprechende Qualität sichern zu können. Daher liegt der Sprung zur Selbstbewirtschaftung für die Bergbahnen nahe – wenngleich sie ordentlich daran „knabbern“, weil Freude haben sie nicht wirklich daran (mit Ausnahmen wie Fiss oder Ischgl). Der Gewinn, der sich rein aus den Liftkarten erwirtschaften lässt, nimmt aber ständig ab. Schon alleine deshalb braucht man dieses Geschäftsfeld als Seilbahnunternehmen. Genau genommen ist es sogar so, dass die Bergbahnen mit der Gastronomie mehr Rendite vom Umsatz erwirtschaften können als mit dem Bahngeschäft! Außerdem gibt es keinen Gastronomietyp, der einfacher zu führen ist, als ein Bergrestaurant. Die Gäste werden sozusagen vor die Haustüre gebracht und man kann mit einem kleinen Angebot arbeiten etc.Allerdings ist es mit dem Gasthaus-Bauen alleine nicht getan. Man braucht Unterkünfte für die Mitarbeiter, eine Führung, viel Organisation beim Abholen des Personals und der Warenbeschaffung usw. Und davor scheuen sich viele.

Alois Edenhauser, Leiter des Bereiches „(Ski)Gastronomie“ in der Edinger Tourismusberatung, sprach mit der MM-Redaktion über Entwicklungen bei den Bergrestaurants. Foto:mak

Skifahrerströme mit Gastronomie lenkenLast but not least hebt auch der Trend, nur noch stundenweise skifahren zu gehen und in der restlichen Zeit in der Skihütte zu konsumieren bzw. auf der Sonnenterrasse zu entspannen, die Bedeutung der Pistengastronomie weiter an. Immer mehr Gäste wollen ja nur für die Zeit, in der sie wirklich Wintersport betreiben, das Liftticket bezahlen. Die Kombination aus Sport und Relaxen wird sich noch mehr in Richtung Genießen verschieben. So werden in Großraumskigebieten, wo die einzelnen Teilgebiete möglichst viel Zeit vom Gast erhalten wollen, bereits jetzt die Skifahrerströme mit der Gastronomie gelenkt – etwa wenn das legendäre Kuchenbuffet im Skirestaurant XY am Nachmittag die Massen anzieht.

Teilansicht des SB-Bereiches im neuen Riffelberg-Restaurant. Foto: FHE

Eine weitere Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, wären für gewisse Skigebiete All-inklusive-Pakete, zumindest in zeitlichen Randbereichen. Das heißt, der Skigast hätte in der Seilbahn-Tageskarte auch das (Wahl)Menü in einem Pistenrestaurant inkludiert.Alles in allem lässt sich festhalten, dass man als Pistenbetreiber sicher bei den Liften aufrüsten muss, jedoch bei der Gastronomie verankert sich jede Verbesserung oder Innovation noch viel nachhaltiger im Bewußtsein der Gäste!

Die Berglifte Stuhleck, Semmering, errichten derzeit bei der Bergstation der neuen Weißenelfbahn ein Panoramarestaurant, geplant von der Architektin Mag. Silvia Fracaro. Foto: Fracaro

Beispiele für die SelbstbewirtschaftungEin aktuelles Beispiel für den Trend zur Selbstbewirtschaftung ist das Projekt „Panoramarestaurant“ an der Bergstation der neuen 6SBK Weißenelfbahn der Stuhleck Berglifte Semmering. Die Bergbahnen wollen auf 1 700 m Höhe einen Leitbetrieb mit sehr großzügigem SB-Markt platzieren, der rund 450 Sitzplätze (davon 150 innen) sowie eine 400 m2 große Terrasse bereitstellt. Das Speisenangebot umfasst eine sehr breite Palette, um sich gegenüber den 8 privaten Mitbewerbern in der Region abheben zu können. Mit attraktivem Sichtkochen (WOK, Riesenpfanne, Grill, Konditorei) und Inselgruppen im Free-Flow-Bereich wird sowohl dem Erlebnis als auch einem reibungslosen Ablauf entsprochen. Die eingebaute Infrastruktur (Küche/SB-Anlage: GTA Loosdorf, Kühlung: Zalto, Bad Ischl, Schank: Walla, Kassensystem: Novacom) lässt noch eine Erweiterung der Sitzplatzkapazität zu.Ebenfalls erstmals in Eigenregie betrieben wird demnächst das bislang verpachtete Pistenrestaurant der Walmendinger Hornbahnen in Mittelberg/Kleinwalsertal. Hier kommt auf der Skiebene ein hochwertiger Restaurant-Satellit in Form einer Bar mit Kiosk in Selbstbedienung, geplant von Alois Edenhauser. Das Ambiente wird sehr modern ausfallen, viele Liegestuhlplätze erhöhen die Attraktivität dieser für die Skifahrer bequem erreichbaren Ebene nochmals. Die Kleinwalsertaler Bergbahnen – echte Qualitätsfanatiker – erwarten sich einiges von diesem Ausbau, genauso wie von der Totalerneuerung des Restaurants „Schlappoldsee“ an der Mittelstation der Fellhornbahn. Das Ziel ist eine großzügige Erweiterung des SB-Marktes von 90 m2 auf 210 m2 und eine deutliche Vergrößerung des gastronomischen Produktionsbereiches (Küche, Kühlräume, Spüle) von 45 m2 auf 155 m2. Weiterer Faktor ist die Kapazitätserweiterung um ca. 160 „gewichtete“ Plätze von derzeit 440 auf ca. 600 (+36 %). Insgesamt werden dann 1 060 Sitzplätze zur Verfügung stehen.Ein Generalplan von ETB liegt bereits vor, Baubeginn wird jedoch erst in 2 Jahren sein.

Plan von ETB zur Gastronomietechnik Weißenelfbahn-Restaurant. Quelle: Edenhauser

Großzügigkeit im Free-Flow notwendigEtwas anders liegt der Fall in Mayrhofen, wo die Bergbahnen keine Selbstbewirtschaftung wollen. Hier errichtet der bisherige Pächter des Horberg- Skirestaurants, Markus Rahm, nun selber unterhalb der Bergstation Knorren eine neue Pistengastronomie, das „Checkpoint Penken“. Rahm bringt 8 Jahre Erfahrung mit und weiß genau, worauf es bei dieser Form der Gastronomie ankommt. Daher fiel der Selbstbedienungsbereich riesig und die Küche minimal aus (Gesamtkonzept ETB, Lieferant FHE). Wichtig ist seines Erachtens auch eine ungewöhnliche Architektur – diesen Wunsch konnte ihm Holzbau Höck aus Kundl erfüllen. Wie wichtig es ist, den SB-Bereich großzügig zu dimensionieren, zeigt sich am Beispiel Restaurant „Gaisalm“ am Achensee. Hier lässt die TIWAG-Tochter „Achensee-Schifffahrt“ seit Ende September mit den Architekten Bonecker die Verkaufsfläche um 100 m2 ausbauen. Mit den vorhandenen 40 m2 konnten die Spitzen nämlich nicht bewältigt werden. Die ETB hat vor 3 Jahren ein Gutachten erstellt, wie das Restaurant an diesem markanten Ausflugspunkt, das sowohl von Schiffen angefahren als auch von Wanderern aufgesucht wird, aus seinem Dilemma herauskommt. Der Umgestaltungs-Vorschlag von Edenhauser wurde seitens der TIWAG angenommen, bis Frühjahr 2009 soll der Relaunch abgeschlossen sein. mak

Die Gaisalm am Achensee – übrigens die einzige Alm Europas, die auch mit dem Schiff zu erreichen ist – wird jetzt sein Restaurant wesentlich erweitern.Foto: Die Werber

Weitere ETB-Projekte- Isskogel, Gerlos: seit 2 Jahren sehr erfolgreich in Betrieb das EG wird nun als Kinder- und Selbstversorgerrestaurant gestaltet. Satellitenküche von Rein-Nachfolger Metos, eigene Spüle, 180 Plätze;- Panoramarestaurant Grüneck und Restaurant Matschwitz, Skigebiet Golm im Montafon: Gastronomiekonzept und Raumprogramm für die Illwerke Tourismus;- Bergrestaurant Choralpe, Bergbahnen Westendorf: Gastronomiekonzept und Raumprogramm

DI Arch. Bibiane Hromas, pla’tou Plattform für Architektur im Tourismus: Architektur macht Gäste

Bibiane Hromas, Vorstandsvorsitzende von pla’tou, der Plattform Architektur im Tourismus, und Lehrbeauftragte an der TU Wien hat im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und Vorarlberg Tourismus die Grundlagenstudie „Architektur macht Gäste“ verfasst. Hier wurde der Zusammenhang zwischen Architektur und Wirtschaftlichkeit bewiesen. Hromas wurde auch von Congress & Messe Innsbruck zu einem Impulsreferat während der FAFGA 08 eingeladen, um über (Gastro)Architektur am Berg zu sprechen. Mountain Manager gibt hier ihre wesentlichen Statements wieder.

Bibiane Hromas, Vorstandsvorsitzende von pla’tou, der Plattform Architektur im Tourismus, verfasste die Studie „Architekturmacht Gäste“. Foto:mak

Das Erlebnis Architektur„Wenn wir über Architektur sprechen, geht es immer auch um das Erlebnis. Wir müssen unseren Gästen ein Erlebnis bieten. Und Architektur tut das immer, Architektur kommuniziert immer eine Idee. Bis vor kurzem ging es darum, die technischen Leistungen auch herauszustellen. Die Menschen sind in der Lage, die Natur zu bezwingen, wir können jeden Berg bebauen und besteigen und bereisen. Die Technik wird zelebriert. Auf der anderen Seite gibt es eine Gastronomie, die sehr rückwärts gewandt ist und eine sehr rustikale Nostalgie inszeniert. Die sich an einer Bäuerlichkeit orientiert, die es ja eigentlich schon lange in dieser Form nicht mehr gibt. Die Frage ist, ob das in der Zukunft noch wünschenswert ist? Es geht nicht darum, etwas Altes abzureißen oder vollkommen umzustellen. Aber wenn man vor der Frage steht, neu zu bauen, dann glaube ich muss eine andere Erlebnisqualität in Zukunft in den Vordergrund gestellt werden. Gerade um die Ansprüche der neuen Gästegruppen der postmodernen Gesellschaft zu erfüllen.

Beispiel Addis Abeba{r} in Galtür: die urban-apine Skihütte ist ein Statement moderner Architektur an der Piste. Foto: Albrecht Schnabel

Tourismusarchitektur folgt dem WandelLaut Trendforschern wie Matthias Horx vollzieht sich derzeit eine Wende von der ,Spaßgesellschaft zur Sinngesellschaft’. Die Tourismusarchitektur folgt diesem Wandel. Ganz neue Zielgruppierungen stellen sich nun in der postmodernen Gesellschaft aus sozialen Milieus zusammen, die oft auch als LOHAS bezeichnet werden. Sie pflegen einen Lifestyle of Health and Sustainability. Das heißt, Werte wie Ökologie, Gesundheit, Selfness rangieren sehr hoch im Erleben und den Ansprüchen. Es geht ihnen um eine ausgeglichene Work-Life-Balance, um natürliche und gesunde Ernährung etc.Wenn man das Wertesystem dieser Zielgruppe anschaut, dann sieht man, dass da Themen und Ansprüche vereint sind, die bisher eigentlich als unvereinbar angesehen worden sind. In den 70er-Jahren gab es den Konsum-Boykott, das hat sich gewandelt zu den Yuppies in den 80ern, die sehr selbstbestimmt gesagt haben: ich konsumiere, daher bin ich. Und das Ganze wandelt sich jetzt wieder in ein strategisches, ökologisch ausgerichtetes Konsumverhalten. Also Geld und Ressourcen umweltbewusst einzusetzen. Das heißt, soziale ökologische Verantwortung wird bei den neuen Zielgruppen durchaus mit Genuss gleichgesetzt! Und Design, Ambiente, Umgebung, Natur wird zusehends nachgefragt. Das gehört einfach dazu für diese neuen Werte bei unseren Gästen und sollte daher in dieser Form auch berücksichtigt werden. Also wir müssen die Technik nicht mehr so zelebrieren und wir können durchaus mit zeitgemäßer Gestaltung brillieren.

Beispiel Panorama-Plattform „Top Mountain Star“ in Hochgurgl zum Thema: „Das Gefühl der Weite, am Gipfel die Bergwelt zu überschauen.“ Foto: TVB Sölden

Natur erleben lassen, ohne sie auszubeutenIch glaube, dass in Zukunft Themen nachgefragt werden, die den Menschen, den Besucher, den Gast mit der Natur in Einklang bringen, ihn Natur erleben lassen, ohne sie aber auszubeuten oder unterjochen zu müssen. Das Teilhaben im Einklang mit der Natur ist ganz sicher ein wesentliches Thema für die LOHAS und in Zukunft daher ein Erfolgsfaktor.Dazu gibt es schon Beispiele über Assoziationsketten. Womit kann man ein Gebäude verbinden? Wie kann man die vorhandenen Naturressourcen oder poetische bzw. archetypische Ideen der Menschen zum Mythos Berg in Architektur umsetzen? Das wäre z. B. die Kette ,Berge– Abendrot–Schnee’. Daraus wurde das Addis Abeba{r} in Galtür, eine interessante, stylistische Skihütte von den Ventira-Architekten, die Après Ski in modernem Ambiente auf 1 700 m bietet. Hier hat man sich auf den Spagat zwischen alpin und urban eingelassen (vgl. Kasten).Eine andere Kette ist das Thema Fels–Holz. Es führte z. B. zu einem Entwurf für die Olperer Hütte für Bergsteiger in den Zillertaler Alpen;Das Thema ,Der Mensch in der Luft, freies Bewegen unter dem Himmel auf dem Gipfel’, assoziiert man, wenn man auf einem sogenannten Skywalk steht (z. B. die 3 Plattformen der Ötztaler Gletscherbahnen in Sölden etc.) und durch den Glasboden auch nach unten schauen kann. Ein origineller Einfall, die Menschen einerseits mit dem Gefühl von Unsicherheit in der Höhe und andererseits doch sicher stehen und hinunter schauen zu können, zu konfrontieren. Das macht Erlebnisqualität aus.Oder das Thema Gletscher–Eis. Dies ist z. B. bei den Stationen der Hungerburgbahn in Innsbruck von der Architektin Zaha Hadid deutlich zu sehen. Wie die Gletscher sozusagen in die Stadt hineingreifen.Oder das Gefühl, am Berggipfel die Bergwelt zu überschauen, wie es die Panorama-Plattform Top Mountain Star in Hochgurgl auslöst.Sprungschanze Berg Isel (ebenfalls Zahid) hat etwas von einem Dinosaurier, der in der Landschaft steht. Ein wunderschöner Landmark, der in aller Welt bekannt ist und geschätzt wird! Und als solches stark eine geschichtenorientierte Architektur ausdrückt (story telling).“

Blick auf die Bar in Addis Abeba{r} und den Innenbereich aus Lärchenholz. Foto: Albrecht Schnabel

Rentiert sich die Investition in gute zeitgenössische Architektur?In einem hohen Maß, wie DI Bibiane Hromas bestätigte: Für 88 % der befragten Betreiber und Eigentümer hat sich die Investition in anspruchsvolle Architektur insgesamt rentiert. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) gab an, dass ihre wirtschaftlichen Kennzahlen über dem Branchendurchschnitt liegen. Nur bei 7% liegen sie darunter.Bringt neue Architektur neue Gäste?Auch diesen Aspekt bestätigt die Studie. Zeitgenössische Architektur erschließt neue, einkommensstarke Gästegruppen. Zeitgenössische Architektur ist außerdem – wie 80 % der Befragten bestätigten – ein wichtiger Marketingfaktor. Sie gibt der Marke Profil und erweist sich als deutlicher Vorteil in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Für 97 % der Befragten hat sich die Erwartung der Differenzierung von Wettbewerbern erfüllt, für 95 % die Erwartung, nun für neue Gästeschichten attraktiv zu sein.Das Beispiel Addis Abeba{r}Das fast mediterran wirkende Après Skibar-Restaurant Addis Abeba{ r} mit insgesamt 170 Sitzplätzen liegt auf der Schipiste zwischen der Alpkogelbahn und der Birkhahnbahn in Galtür. Die Terrasse und damit der Zugang öffnet sich zur Piste hin. Es gibt eine offene Terrasse mit Holzpaneelen und eine windgeschützte Terrasse. Der Grundgedanke beim Entwurf war der Schneekristall. Die vorgehängten Fensterboxen fokussieren die überwältigende Landschaft von Außen nach Innen und sind so dimensioniert, dass man in ihnen Platz nehmen kann.„Für die monolithische Wirkung haben wir eine perlweiße Plattenfassade zum Einsatz gebracht, die sich auch übers Dach zieht. Die Fensterboxen in der Fassade und die Oberlichtboxen am Dach sind mit Kupfer verkleidet, um einen Kontrast der ,herauswachsenden’ Volumen zu erreichen. Im Gastraum dominieren Lärchenholz, dunkle MDF-Platten und rostroter Filz neben dem in erdigem Braun gehaltenen Holzofen“, verrät DI Wolfgang Juen von der Ventira Architekten Gmbh (St. Gallen) – ein gebürtiger Paznauner.Zur Optimierung des Energiehaushaltes wurde die Gebäudeoberfläche im Verhältnis zum umschlossenen Raum möglichst gering gehalten. Zugleich wurde die Gebäudehülle in hoher Qualität ausgeführt. Durch die große speicherwirksame Masse werden im Winter Wärmegewinne gemacht. Diese große Masse verhindert im Sommer gleichzeitig eine Überhitzung. Addis Abeba{r} ist eine Lounge-Interpretation des Themas Skihütte, das den Spagat urban–alpin bewusst aufgreift und sich gänzlich distanziert von den Klischees der althergebrachten Hüttenromantik. Trotzdem wärmt das Innenleben dieser Skihütte mit Lärchenholz, rostrotem Filz und einem rustikalen Holzofen. Und schließlich: Auch das Küchenkonzept ist hochklassig und zeitgemäß.

Arthur Moser, GF Hauser Kaibling Seilbahn- und Liftges.m.b.H. & Co KG: „Am Saisonanfang kann man Gäste noch begeistern!“

Die Skidestination Hauser Kaibling gilt als Einstieg in die 4-Berge-Skischaukel. Ihr Geschäftsführer Arthur Moser ist erst seit Juli im Amt, kennt das Unternehmen aber von der Pike auf. Unter dem Motto „raus aus dem Auto, rein in die Skischuhe und rauf den Gipfel“ bietet man Winterspaß auf höchstem Niveau.

Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn- und Liftges.m.b.H. & Co KG. Fotos: BB Hauser Kaibling

MM-FRAGE: „Seit wann sind Sie GF der Bergbahnen Hauser Kaibling, was reizt Sie an der Schneebranche?“A. Moser: „Mit der Schneebranche bin ich bereits seit meiner Kindheit eng verbunden, da ich am Fuße des Hauser Kaiblings aufwuchs und mein Vater selbst einen kleinen Skilift am Berg hatte. In das Unternehmen trat ich bereits 1999 als Marketingassistent ein, 3 Jahre später wurde ich mit der Marketingleitung betraut und mit 1. Mai des vergangenen Jahres zum Prokuristen bestellt. Nach 3 Monaten alsinterimistischer Geschäftsführer wurde mir am 1. Juli 2008 von der steiermärkischen Landesregierung offiziell die Leitung des Unternehmens übertragen.Der Hauser Kaibling genießt schon jetzt bei Einheimischen und Gästen einen sehr guten Ruf, trotzdem hat der Berg noch genügend Potenzial, um ihn Schritt für Schritt an die Spitze der österreichischen Winterdestinationen heranzuführen. Darin liegt auch der Reiz meiner Aufgabe, verbundenmit den Herausforderungen und den ständigen Weiterentwicklungen in der Branche, immer am Puls der Zeit zu sein.“MM-FRAGE: „Wie sehen Sie die Stellung Ihres Skigebietes im österreichischen Umfeld und im Rahmen der 4-Berge-Skischaukel?“A. Moser: „Wie schon gesagt, steckt im HauserKaibling noch einiges an Potenzial, auch wenn er bereits jetzt als Ersteinstieg im Osten in die Schladminger 4-Berge-Skischaukel und Ski amadé gut positioniert ist. Die Reiteralm im Westen, der Hauser Kaibling im Osten und dazwischen die Planai mit der Hochwurzen – in Summe das absolut Beste, was die Steiermark zu bieten hat, wobei wir auch im österreichischen Vergleich im Vorderfeld liegen. Selbstverständlich kommt uns dabei auch der international hervorragende Ruf von Schladming und damit der Planai zugute. Durch einige Großinvestitionen, vor allem in modernste Beschneiungsanlagen, neue Seilbahnanlagen und eine großzügige Verbreiterung der Pisten hat der Hauser Kaibling in den vergangenen Jahren aber enorm aufgeholt. Die günstige Verkehrsanbindung direkt an der Ennstal Bundesstraße und eine Parkplatzgarantie von mehr als 2 000 Pkw in unmittelbarer Nähe der Talstation werden künftig von noch größerer Bedeutung sein, der wir jetzt Rechnung tragen.“

Die moderne 8er Kabinenbahn wurde 2000 von Doppelmayr gebaut.

„Wir wollen uns auch im Sommer stark positionieren“MM-FRAGE: „Welche Bedeutung hat der Bergsommer und was bieten Sie in dieser Jahreszeit?“A. Moser: „Wir haben eine Pendelbahn, die Tauernbahn, in Betrieb. Sie geht direkt im Ort von rund 750 m Seehöhe weg und führt auf 1 800 m. Die Bedeutung des Bergsommers nimmt bei uns immer mehr zu. Wir haben seit letztem Jahr die Sommer Card, die in der gesamten Region von ca. 150 000 Gästen genutzt wird. Die Sommer Card gibt es im Scheckkartenformat, wobei sie nicht käuflich erworben werden kann. Jeder Gast, der bei einem Partnerbetrieb nächtigt, bekommt für diese Zeit automatisch die Sommer Card. Damit verbunden sind viele Inklusivleistungen, angefangen über den Eintritt ins Schwimmbad, in Museen bis hin zu den Seilbahnen auf den Dachstein, die Planai oder auf den Hauser Kaibling. Diese Angebote kann der Gast nutzen, ohne zusätzlich bezahlen zu müssen. Seit Einführung der Card 2007 können wir eine stark steigende Tendenz und auch eine starke Belebung am Hauser Kaibling verzeichnen. So konnten wir etwa die Beförderungszahlen verdoppeln.Grundsätzlich wollen wir uns am Hauser Kaibling auch im Sommer stark positionieren. Dazu gibt es 3 große Projekte:- das Almlammprojekt, das wir im nächsten Jahr mit einem Schaf-Lehrpfad ergänzen wollen,- die Helikopter-Downhill-Golf-Trophy und- eine dritte Idee, die aber erst zu gegebener Zeit präsentiert werden soll.Mit diesen Events wollen wir künftig den Sommer noch attraktiver machen.“MM-FRAGE: „Was versteht man unter dem ,Almlammprojekt’“?A. Moser: „Dieses Projekt liegt mir besonders am Herzen, weil für uns ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur sehr wichtig ist. Bei diesem Projekt wurden mehr als 700 Schafe auf den Hauser Kaibling getrieben, die von einem professionellen Schäfer mit seinen ausgebildeten Hunden behirtet werden. Abgesehen davon, dass sich die Tiere am Berg sehr wohl fühlen, bieten Futter und Umgebung die besten Voraussetzungen für die Produktion von Almlämmern, die dann über das Ennstaler Schafbauernzentrum vermarktet werden. Auch für uns als Bergbahnunternehmen bringt dieses Projekt Vorteile. Da neben den Almflächen auch die Pistenflächen am Hauser Kaibling beweidet werden, sorgen die Schafe für eine äußerst ökologische Pistenpflege. Der Einsatz von schweren Maschinen und Geräten kann so wesentlich verringert werden. Außerdem erhalten wir durch die Schafe gleichzeitig eine Düngung der Flächen. Wir haben in den letzten Jahren viele Pistenflächen dazugebaut. Gerade in Zeiten, in denen es viel regnet, ist es wichtig, dass der Boden gut befestigt ist. Die Schafe haben etwa im Vergleich mit Rindern genau die richtige Gewichtsklasse, um das zu garantieren, ohne die Grasnabe zu beschädigen. Neben den ökologischen Vorteilen sind die Schafe natürlich auch eine touristische Attraktion. So haben wir etwa im Sommer ein Almlamm-Fest gefeiert, an dem 3000 Gäste teilgenommen haben. Dabei gab es ein interessantes Rahmenprogramm, kulinarische Schaf-Spezialitäten und Vorführungen der Arbeitsweise von Schäfer und Hirtenhunden.“

Schneekanonenparade vor der Talstation.

MM-FRAGE: „Im September findet die 1. Helikopter-Downhill-Golf-Trophy statt. Was wird dabei geboten?“A. Moser: „Dabei handelt es sich um ein einzigartiges Projekt, das erst vor wenigen Monaten ins Leben gerufen wurde. Bei der 1. Helikopter- Downhill-Golf-Trophy am Hauser Kaibling spielen die Teilnehmer dort, wo sich im Winter die Skistars des internationalen Skizirkus ins Tal stürzen, nämlich auf der Krummholz-Weltcupstrecke, die eigens für die Golf-Trophy zu einem einzigartigen 18-Loch-Golfplatz umgewandelt wird. Der Aufstieg zum 1. Abschlag erfolgt bequem per Helikopter, der Abstieg dann zu Fuß. Es wird maximal 100 Starter geben und 18 Spielbahnen. Dazu gibt es 3 Skihütten, die extra für dieses Event aufsperren. Das Besondere daran ist, dass die Golfspieler dabei auch kulinarisch verwöhnt werden etwa mit einer Spanferkelgrillerei, Kaffe und Kuchen etc. Die Kombination von Helikopter, Natur und Golf mit Kulinarik wird als Erlebnis inszeniert, das einzigartig in Österreich ist. Auf dieser Schiene wollen wir uns im Sommer in Zukunft etablieren.“MM-FRAGE: „Worauf legen Sie bei Ihren Events Wert, welches Kundensegment sprechen Sie an?“A. Moser: „Wir sind Austragungsort von Damen-Ski-Weltcup-Rennen. Um den Bekanntheitsgrad vom Hauser Kaibling zu erhöhen, finden bei uns immer wieder Trainingseinheiten verschiedenster Mannschaften statt, wie etwa dem ÖSV, der deutschen oder norwegischen Nationalmannschaft. Da wir aber auch abseits der sportlichen Veranstaltungen bekannter werden wollen, bewerben wir den Skiberg über Events und außergewöhnliche Persönlichkeiten. Hier reicht das Spektrum über VIP-Heli-Ski, die neue Helikopter-Downhill-Golf-Trophy bis hin zu Live-Konzerten, mit denen wir die Jugend und Familien mit Kindern gut ansprechen können. Mittlerweile haben wir uns im Segment der Live-Konzerte gut etabliert. Immerhin waren schon Künstler wie Juli, Christina Stürmer, Nena, die Sportfreunde Stiller und Sunrise Avenue Gast am Hauser Kaibling. Schon jetzt bekommen wir immer wieder Anfragen, wer denn beim 4. Open-Air zum Saisonfinale am 4. April 2009 auf der Bühne stehen wird. Wir versuchen also auch hier, neue Wege einzuschlagen und ein großes Spektrum abzudecken.“MM-FRAGE: „Woher kommen Ihre Gäste im Sommer bzw. im Winter, gibt es Unterschiede im Einzugsgebiet, der Altersstruktur etc?“Moser: „Von der Altersstruktur her findet man bei uns ein gemischtes Publikum, beginnend bei den ganz jungen Gästen von 2 bis 3 Jahren aufwärts. Ich persönlich hatte auch schon die Gelegenheit, einen 95-jährigen Gast kennen zu lernen. Am Hauser Kaibling haben wir somit für jedes Alter und jedes Können ein gutes Angebot. Bei den Nächtigungsgästen im Winter haben wir einen sehr hohen Österreicheranteil von 41,5 %. 31,2 % der Gäste kommen aus Deutschland und 12,9 % aus Ost- und Zentraleuropa. Die Benelux-Länder steuern einen Anteil von 5 % bei. Bei den Sommernächtigungen haben wir 46,9 % Österreicher, 37 % aus Deutschland sowie 3,1 % aus Ostund Zentraleuropa. Hier gibt es noch ein großes Potenzial im Vergleich Winter und Sommer. Wichtig für den Hauser Kaibling sind auch die Tagesgäste mit dem Einzugsgebiet Oberösterreich und Steiermark. Hier ist vor allem der Raum Linz/Wels/Steyr und auch Graz bzw. Graz Umgebung sehr gut vertreten. Man fährt durch den Ausbau der Pyhrn-Autobahn mittlerweile von Linz nicht viel länger als von Graz zum Hauser Kaibling.Dabei kommen uns auch die großen Parkflächen zugute, auf denen Busse und Pkw gleichermaßen Platz finden.“MM-FRAGE: „Sie haben in den letzten Jahren viel in die Beschneiung investiert. Nennen Sie bitte wesentliche Eckdaten, was steht noch zur Realisierung an?“

Sender am Hauser Kaibling.

„Wir wollen so bald wie möglich in die Saison starten“Moser:„Die gesamte Beschneiungsanlage am Hauser Kaibling wurde in den letzten 3 Jahren um 15 Mio. Euro komplett erneuert und ausgebaut, das heißt, das komplette Leitungsnetz, alle Pumpstationen, Teiche und Schneekanonen wurden erneuert. In Summe haben wir jetzt am Hauser Kaibling 130 Schnee-Erzeuger, davon sind 66 mobil, 57 auf fixen 4,5 m hohen Türmen und 7 auf 10 m langen Schwenkarmen. Wir können am Hauser Kaibling 9000 m3 Schnee pro Stunde erzeugen.Wenn alle Schneekanonen durchgehend in Betrieb sind, so können wir in 24 Stunden 22000 Lkw-Fuhren Schnee herstellen. Auch wenn in Zukunft die Temperaturen milder werden, wird es immer Phasen geben, in denen sich das Thermometer 3 Tage hindurch unter dem Gefrierpunkt bewegt. Genau diese 72 Stunden genügen dann, um eine Grundbeschneiung, also eine Schneedecke von 40 cm, vom Gipfel bis ins Tal zu produzieren. Alle Schneekanonen sind außerdem via Handy oder PC steuerbar, zudem regeln sie ihren Output je nach Temperatur selbstständig.Wir haben uns hier am gesamten Skiberg für den Komplettanbieter Technoalpin entschieden. Voraussetzung für die Beschneiung ist natürlich Wasser. In unserem Fall stammt es aus Speicherteichen am Berg mit einer Gesamtkapazität von knappen 200000 m3. Weiters können wir zurzeit 70 Sekundenliter Wasser aus der Enns entnehmen, wobei nächstes Jahr der Endausbau geplant ist, sodass uns dann 130 Sekundenliter zur Verfügung stehen. Um das kostbare Nass zum Einsatzort zu transportieren, haben wir ein 27 km langes Leitungsnetz, dazu gibt es 5 Pumpstationen im Tal, bei der Mittelstation und am Berg, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Insgesamt haben wir 100 ha Pisten, die wir zu 95 % beschneien können.Dieses Jahr wurde der letzte Abschnitt des Beschneiungsprojektes realisiert. Wir haben 3 km Leitungen verlegt, eine neue Pumpstation gebaut, 4 ha Pisten verbreitert und den Speicherteich „Schwarze Lacke“ mit 70000 m3 Speicherkapazität komplett saniert und erweitert. Hier sind wir gerade mit der Fertigstellung beschäftigt. Der Teich wird am 19./20. September mit Wasser gefüllt, was ungefähr 11 bis 12 Tage dauert. Dann ist unsere Anlage „scharf gestellt“ und wir sind bereit. Ab Mitte Oktober müssen wir damit rechnen, jeden Tag mit der Beschneiung zu beginnen. Wir wollen schließlich so bald wie möglich in die Saison starten.“

Das Nena-Livekonzert lockte viele begeisterte Zuschauer auf den Hauser Kaibling.

MM-FRAGE: „Auch im Bereich der Aufstiegsanlagen setzen Sie auf modernste Technik. Welche Anlagen umfasst das Angebot, was ist Ihnen in diesem Segment wichtig und stehen Neuerungen am Programm?“Moser: „Dank zahlreicher Großinvestitionen präsentiert sich der Hauser Kaibling am aktuellsten Stand der Technik. Wir haben am gesamten Berg 11 Aufstiegsanlagen, davon 1 8er- Kabinenbahn aus dem Jahr 2000 von Doppelmayr und eine Pendelbahn. Dann gibt es eine kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben und 4 kuppelbare 4er-Sesselbahnen ebenfalls mit Wetterschutzhauben. Wie man aus diesem Angebot sieht, ist uns der Komfort der Gäste sehr wichtig. Wartezeiten gehören damit am Hauser Kaibling der Vergangenheit an. Zusätzlich verfügen wir über 4 Schlepplifte. Einer von ihnen führt auf über 2 000 m Seehöhe und damit zu einem der höchsten Punkte in unserem Skigebiet. Von hier aus kann man auch in unberührte Pisten wie Buckelpiste oder Tiefschneehänge einfahren. Das ist ein Geheimtipp für Genießer und hat sich sehr gut entwickelt.Da wir in den letzten Jahren viel in die Beschneiung investiert haben, werden die nächsten Investitionen sicher in Infrastrukturmaßnahmen wie z. B. den Parkplatz und dann wieder in Aufstiegsanlagen erfolgen. Hier geht die Tendenz in Richtung 6er-Sesselbahnen mit Wetterschutzhauben – ob beheizte oder nicht beheizte Sessel, muss man sich dann im Detail ansehen.“MM-FRAGE: „Die Infrastruktur Ihres Unternehmens ist auf Top-Niveau, wie sieht es mit dem Umfeld z. B. Hotels, Verkehrsanbindung aus? Sind Sie zufrieden, gibt es Handlungsbedarf?“Moser: „Hier gibt es auf jeden Fall Handlungsbedarf, wobei der Ausbau der Ennstal Bundesstraße sicher oberste Priorität hat. Für den Gast hat es große Bedeutung, dass er schnell und bequem in die Region kommt. Leider hat sich das Thema Straßenbau im Ennstal zu einer unendlichen Geschichte entwickelt, wird doch bereits mehr als 3 Jahrzehnte über eine Lösung diskutiert, ohne einen Schritt vorwärts gekommen zu sein. Durch den Zuschlag zur Ski-WM 2013 für Schladming hoffen wir aber, dass endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Darüber hinaus wird sich natürlich auch der Hauser Kaibling, vor allem der Talstationsbereich, weiterentwickeln. Einige Projekte sind auch schon geplant, aber noch nicht 100%ig ausgereift – Hotels, Infrastruktur Restaurants etc.“„Die gesamte Entwicklung muss im Einklang mit der Natur erfolgen“MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat das gastronomische Angebot, was darf man in der Region Hauser Kaibling erwarten?“Moser: „Wir sind sehr stolz auf unser kulinarisches Angebot am Berg und können dabei auf eine 100-jährige Tradition bei den Skihütten verweisen. Für mich ist aber der wichtigste Punkt die Qualität und der Service unserer 14 Skihütten. Bei uns, und das möchte ich betonen, gibt es ausschließlich Bedienung in allen 14 Hütten und keine Selbstbedienung. Wir legen einfach großen Wert auf besten Service für den Gast. Wer bei uns Tages- und Wochengast ist, kommt deshalb auch in Kontakt mit den Mitarbeitern oder dem Hüttenwirt selbst. Die persönliche Note zeichnet den Hauser Kaibling aus und hat uns schon in der Vergangenheit viel gebracht. Bei unseren 14 Skihütten findet man von der urigen Skihütte mit 100 Jahren Tradition bis hin zum modernen Salettl alles, was dieser Bereich zu bieten hat. Wir haben ein breites Spektrum, und das zeichnet unseren Skiberg aus.“MM-FRAGE: „Sind Trendsportangebote für Ihr Unternehmen wichtig?“Moser: „Slopestyle und Freeride-Skiing werden immer populärer. Die Zielgruppe dabei umfasst die 6- bis 30-Jährigen, die eine Alternative zum klassischen Skifahren und Snowboarden suchen. Der Hauser Kaibling bemüht sich auch hier, in Zukunft entsprechende Angebote zu schaffen und die steigende Nachfrage zu befriedigen. Für die Wintersaison 2009/10 wollen wir mit einem Slopestyle-Park der Nachfrage gerecht werden. Wenn man sich allerdings in diesem Bereich engagiert, muss man natürlich ein entsprechend perfektes Angebot haben, das von A bis Z stimmt. Trendsportarten sind grundsätzlich immer mehr im Kommen. Das sieht man auch im Sportgeschäft in der Talstation am Hauser Kaibling. Viele Jugendliche tendieren heute zum Slopestyle oder zum Freeriden, der klassische Skisport oder das Snowboarden geht in diesem Segment eher zurück.“MM-FRAGE: „Wo sehen Sie in den nächsten Jahren Herausforderungen auf die Branche generell zukommen und auf Ihre Destination im Besonderen?“Moser: „Ein ganz wichtiger Punkt ist die Beschneiung, weil sie einfach das Um und Auf für ein Skigebiet ist. Man kann die beste Infrastruktur und die modernsten Aufstiegsanlagen haben, ohne Schnee kann man sein Angebot nicht präsentieren. Der Trend geht sicher dahin, seine Pisten in kurzer Zeit fertig zu haben. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren auch sehr viel in die Beschneiung investiert. Ein wichtiges Ziel ist es deshalb auch für mich, zu den ersten Nicht-Gletscher-Skigebieten in Österreich zu zählen, wo man bereits im November Ski fahren kann – vorausgesetzt natürlich, die Witterungsverhältnisse passen. Ich sehe hier noch großes Potenzial, weil man gerade am Anfang der Saison die Gäste noch begeistern kann oder auch neue Gäste gewinnen.Besonders wichtig ist mir aber auch die Entwicklung abseits der Skipisten. Wir haben moderne Aufstiegsanlagen, eine Beschneiung und eine stimmige Infrastruktur am Berg – aber auch der Talbereich, der Ort und die Umgebung müssen mitspielen. Hier gibt es bei uns in Richtung Hotels, Restaurants, Freizeiteinrichtungen schon einige interessante Projekte. Die gesamte Entwicklung muss im Einklang mit der Natur erfolgen. Nur dann werden wir auch weiterhin erfolgreich sein. dwl

Mit dem Almlammprojekt geht man am Hauser Kaibling neue Wege.

Daten & Fakten Hauser KaiblingHöhenlage: 750–2 015 m SeehöheBeförderungsanlagen: 11 (1 8 EUB, 1 Pendelbahn, 1 kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben, 4 kuppelbare 4er-Sesselbahnen, 4 Schlepplifte)Gesamtförderleistung: 16000 P/hGesamtbeförderung 2007/08: 4700000 PersonenBeschäftigte: Winter 90, Sommer 35Pisten: 37 kmPistenanzahl: 14Längste Abfahrt: FIS-Abfahrt 7 kmPistenfläche: 100 haParkplätze: 2000 Pkw-Parkplätze, 150 Bus-Parkplätze, 40000 m2 befestigte ParkplätzeSkihütten: 14 ausschließlich mit BedienungSchneeerzeugung: auf 95 % der gesamten PistenSchneekanonen: 130 Stk.

Ausgabe 6/2008

Inhalt
Editorial
MM MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE & ARCHITEKTUR
• Meinung: DI Bibiane Hromas: Architektur macht Gäste
• Die Zukunft der Berggastronomie
• ETB: Mehr Rendite in Skigastronomie als beim Lift
• Schwebend schlemmen im Gondelrestaurant
• Orderman Leo2: Spezialist für Hochfrequenz-Gastronomie
• Neuer Gamssteig am Wurmkogel
• Nachhaltiges Bauen in Zermatt
TREND(SPORT)
• Fiss überrascht mit Sommer-Schneewelt
• One Big Parkzeit am „Neusser Gletscher“
• Helicopter Downhill Golf am Hauser Kaibling
• Neue Generationen von Bullcart und Freerider
SKISERVICE & RENT
• Montana: Qualität im Rental-Bereich ist Auswahlkriterium
• 1. Wintersteiger-Service & Verleihmesse
NEUE BAHNEN
• LST Loipolder: Neueste Technik für Zakopane
• Gebietserweiterung durch neue 8 MGD Buchau
• Doppelmayr/Garaventa: Die süße Alternative
• Leitner: Top Komfort für Karlesjochbahn

MARKETING & MANAGEMENT

• 58. MM-Interview: Arthur Moser, GF Hauser Kaibling Seilbahnund LiftgesmbH & CoKG
• Kundenzufriedenheit als Erfolgsschlüssel
• Wintersportland Österreich im Spiegel der Presse
• Salzburger Seilbahntagung: 40 % weniger Investitionen
• Schweiz: Technische Leiter tagten in Locarno
• Schweizer Seilbahntagung in Pontresina
• Vail setzt auf Windenergie

TECHNIK & WIRTSCHAFT

BESCHNEIUNG
• Haider: Qualitätsarbeit beim Speicherteich Ehrwald
• Wintertechnik: 15 Jahre für den Schnee von morgen
• Adelboden und Arosa erweitern mit TechnoAlpin
• Rot-grüne „Koalition“ macht Rußbach schneefit
ÜBERSCHNEE- & SONDERFAHRZEUGE
• Technische Tabellen Raupenquads
• Bacher: Motorschlittenausstattung in höchster Qualität
• CanAm Outlander 800
• Yamaha: Auf Sand gebaut
• Bearcat Z1 XT von Arctic Cat, Modell 2009
• Westa: gut gerüstet für den Winter
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