Großbaustelle wegen der neuen SCHILTHORNBAHN 20XX auf dem Schilthorn. Fast alle beteiligten Firmen sind regional verankert.© Schilthornbahn/Petroni

Projekt Schilthornbahn 20XX: Wertschöpfung bleibt in der Region

Mit dem Bau der SCHILTHORNBAHN 20XX realisiert die Schilthornbahn AG ein Generationenprojekt. Die Arbeitsvergaben gehen fast ausschließlich an Schweizer Partner. Ein Großteil davon an lokal und regional verankerte Firmen. Dabei garantiert das Tourismus-Unternehmen einen wichtigen Beitrag für die soziale, ökonomische sowie ökologische Nachhaltigkeit.

Bis 2026 wird am Schilthorn vom Talboden bis zum Gipfel gebaut: Das Gesamtprojekt SCHILTHORNBAHN 20XX umfasst nebst dem Bau von drei neuen Luftseilbahnen auch den Neubau aller dazugehörigen Stationen. Ein 100-Millionen-Projekt, das in vielerlei Hinsicht eine Meisterleistung darstellt: Neue Technologien, schwierige Montagebedingungen sowie exponierte und platztechnisch begrenzte Standorte stellen die umsetzenden Firmen immer wieder vor Herausforderungen. Die Wertschöpfung, die bei all diesen Arbeiten generiert wird, bleibt dabei in der Schweiz – ja sogar zum grössten Teil im Berner Oberland und in der Region.

Größter Auftrag geht an die Firma Garaventa aus Goldau

Der größte Auftrag für die Seilbahntechnik wurde an die Schweizer Firma Garaventa in Goldau SZ vergeben. Rund 45 Millionen Schweizer Franken gehen an das traditionsreiche Unternehmen, das seit über 100 Jahren Seilbahnen auf der ganzen Welt baut. Mit der steilsten Luftseilbahn der Welt zwischen Stechelberg und Mürren sowie der neuartigen Funifor-Technik auf den Sektionen 2 und 3, wird das Seilbahn-Unternehmen neue innovative Meilensteine erlangen. Mit der Schindler AG aus Ebikon LU für die Rolltreppen und Personenlifte sowie der Gasser Felstechnik AG aus Lungern OW als marktführende Spezialunternehmung in der Felstechnik, wurden zwei weitere renommierte Schweizer Firmen für Rohbau- und Ausbauarbeiten beauftragt.

Lokale und regionale Partner einbezogen

Weitere Aufträge sind größtenteils regional vergeben worden: Für die Planung zeichnen sich die Brügger Architekten AG sowie die Theiler Ingenieure AG mit Standort Thun, respektive Zweisimmen verantwortlich. Im Tor zum Berner Oberland sind auch der Baumeister der Station Stechelberg, die Frutiger AG, sowie die U. Hauenstein Heizung Lüftung Sanitär AG angesiedelt. Die meisten Vergaben gingen aber direkt in den Amtsbezirk Interlaken-Oberhasli: Die Ghelma Baubetriebe AG aus Meiringen bauen die Stationen Birg und Schilthorn, während die Gerber+Troxler Bau AG aus Bönigen die Station Mürren sowie – gemeinsam mit der Gasser Felstechnik AG – die Fundamente der Stützen errichten. Für sämtliche Holz-sowie Stahlbauarbeiten ist die Brawand Zimmerei AG aus Grindelwald verantwortlich. Die Elektronischen Aufträge teilen sich die Firma Seiler AG aus Bönigen, die Elektro Hunziker AG aus Thun sowie die Aeschimann Automationssysteme AG und Elektro Brunner AG aus Interlaken. Das neue Heizungssystem darf die lokale Firma Marcel Fischer Grindelwald einbauen. Mit der Kolb+Walther AG, welche einen Standort in Mürren hat, bleibt die Wertschöpfung seitens der Sanitärarbeiten gar im Dorf.

Seilbahnkabinen aus dem Nachbarland

Einzig ein Herzstück des Projekts, die neuen Seilbahnkabinen, werden nicht in der Schweiz produziert. Lieferant und Hersteller der Fahrzeuge ist die Firma Carvatech aus Oberweis in Oberösterreich. Als einer der führenden Seilbahnkabinenbauer konnte das Unternehmen mit seiner innovativen, designorientierten Aluminium-Leichtbautechnik sowie erstklassiger Qualität überzeugen. Seit Oktober 2022 ist Carvatech Teil der Unternehmensgruppe Doppelmayr/Garaventa.

Das Projekt «Matterhorn Alpine Crossing» der Zermatt Bergbahnen AG wurde von der Jury des Swiss Mountain Awards mit dem Preis von CHF 10.000 ausgezeichnet. © Zermatt Bergbahnen AG

Matterhorn Alpine Crossing gewinnt den Swiss Mountain Award 2023

Höhepunkt der diesjährigen Branchentagung Forum Seilbahnen Schweiz in Davos war die Verleihung des 10. Swiss Mountain Awards. Die Auszeichnung für eine besonders innovative Leistung in der Seilbahnbranche ging an die Zermatt Bergbahnen AG für das Projekt Matterhorn Alpine Crossing.

Seilbahnen Schweiz (SBS) zeichnet alle zwei Jahre herausragende, innovative Leistungen oder Projekte in der Schweizer Seilbahnbranche mit dem Swiss Mountain Award aus. Der Preis ist mit CHF 10.000 dotiert und wird von SISAG gesponsert. Für die Endauswahl 2023 hatte die Jury im Vorfeld aus zahlreichen Bewerbungen drei Projekte nominiert: Beheizung der Stoos-Lodge durch rekuperierte Energie der Stoosbahnen AG; die SyBaB®-Seilbahnstation ohne Personal der Bergbahnen Hohsaas AG und das Matterhorn Alpine Crossing der Zermatt Bergbahnen AG. Letzteres vermochte die Jury am besten zu überzeugen.

Seit dem Sommer 2023 ist die lang gehegte Vision der durchgehenden, ganzjährigen Verbindung zwischen Zermatt und dem italienischen Ort Cervinia durch das Matterhorn Alpine Crossing Realität. Als letztes Puzzlestück ermöglicht der Matterhorn Glacier Ride II zwischen dem Matterhorn Glacier Paradise und Testa Grigia die Alpenüberquerung zwischen Italien und der Schweiz per Seilbahn. Die moderne 3S Bahn ermöglicht den seit mehr als 80 Jahren angestrebten, lückenlosen Zusammenschluss von Zermatt und Cervinia.

Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen AG sagt zum Matterhorn Alpine Crossing: «Neben dem Mehrwert für unsere Gäste bringt dieses visionäre Seilbahnprojekt auch eine Wertsteigerung für die touristische Entwicklung auf beiden Seiten der Grenze durch den Aufbau von länderübergreifenden Partnerschaften. Davon profitiert nicht nur Zermatt und Cervinia, sondern auch das Aostatal und das Wallis sowie die gesamte Schweiz.».

Die Preisübergabe fand am Donnerstagnachmittag, 19. Oktober 2023, vor rund 380 Personen an der Branchentagung Forum Seilbahnen Schweiz in Davos statt.

 

 

Tourismus Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler freut sich, dass Österreich bei der Erarbeitung der internationalen Standards zur Nachhaltigkeit federführend ist. © ÖW

Österreich federführend bei internationalen Nachhaltigkeitsstandards im Tourismus

Die Mitgliedstaaten der UN Welttourismusorganisation einigen sich erstmals auf einen weltweiten statistischen Rahmen für die Messung von Nachhaltigkeit im Tourismus. Österreich ist mit dem Ko-Vorsitz durch Peter Laimer von der Statistik Austria prominent vertreten.

„In Österreich nehmen wir die Messung von Nachhaltigkeit im Tourismus sehr ernst. Im ‚Plan T – Masterplan für Tourismus‘ haben wir dazu eine Reihe innovativer Indikatoren festgehalten, darunter der Anteil erneuerbarer Energieträger, der Energiemix in Gastronomie/Hotellerie und die Tourismusakzeptanz der Bevölkerung. Umso mehr freut es mich, dass das Statistikkomitee der UNWTO unter Ko-Vorsitz von Österreich vertreten durch Peter Laimer von der Statistik Austria dieses statistische Rahmenwerk jetzt finalisiert hat. Es wird uns in Zukunft erleichtern, auch international vergleichbare Daten zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismus zu erheben. Das fördert den Wettbewerb in eine nachhaltige Richtung und ermöglicht evidenzbasierte Initiativen und Maßnahmen“, so Staatssekretärin für Tourismus Susanne Kraus-Winkler.

Der statistische Rahmen schließt eine kritische Lücke, indem er international vereinbarte Leitlinien für die Erhebung und Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten im Tourismus auf nationaler und regionaler Ebene bereitstellt. „Harmonisierte und verlässliche Statistiken sind sowohl für Regierungen, Behörden und Unternehmen, als auch Bürgerinnen und Bürger wichtig, um Benchmarks zu setzen, Fortschritte aufzuzeigen und um sicherzustellen, dass Maßnahmen evidenzbasiert gestaltet werden und auch tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen“, so der Generaldirektor der Statistik Austria, Tobias Thomas.

Der neue statistische Rahmen zeigt erstmals in international akkordierter Weise auf, wie alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit besser erfasst werden können: ökonomische Aspekte können z.B. durch Besucherströme, Ausgaben der Gäste, die wirtschaftliche Leistung von Betrieben, das Anlagevermögen oder das Beschäftigungspotential gemessen werden; ökologische Aspekte können beispielsweise anhand des direkten Verbrauchs von Wasser und Energie, der Landnutzung und weitere Auswirkungen touristischer Aktivitäten auf die Umwelt wie Biodiversität, Treibhausgasemissionen, Abfall dargestellt werden. In der sozialen Dimension geht es vor allem um die gesellschaftlichen Aspekte des Tourismus wie die Auswirkungen des Tourismus auf die Bevölkerung, das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Gastgeberinnen und Gastgeber und die Zufriedenheit der Gäste.

In einem nächsten Schritt wird im Jahr 2024 das Dokument der Statistikkommission der Vereinten Nationen zur Annahme vorgelegt, um dann als dritter weltweiter statistischer Standard für den Tourismus – nach den internationalen Empfehlungen für Tourismusstatistik und dem Tourismussatellitenkonto – mit universeller Anwendbarkeit für alle Länder und Stakeholder zu gelten.

Alle Verantwortlichen freuen sich sichtlich über die Auszeichnung als „Best Tourism Village“ 2023, v. l.: Peter Mall (Geschäftsführer St. Antoner Fremdenverkehrsförderungs GmbH), Helmut Mall (Bürgermeister St. Anton am Arlberg), Mag.a Michaela Gasser-Mark (KLAR!-Managerin der Region KLAR! Arlberg Stanzertal), Martin Ebster (Direktor Tourismusverband St. Anton am Arlberg), Gerhard Eichhorn (Stv. Direktor Tourismusverband St. Anton am Arlberg). © TVB St. Anton am Arlberg

St. Anton am Arlberg zum „Best Tourism Village“ 2023 ernannt

St. Anton am Arlberg wurde bei der dritten Auflage der Initiative „Best Tourism Villages“ der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) ausgezeichnet. Dieses internationale Renommee unterstreicht das Engagement der österreichischen Gemeinde für verantwortungsbewussten Tourismus und die Wahrung ihres einzigartigen Lebensraumes und kulturellen Erbes.www.unwto.orgwww.stantonamarlberg.com

 Eine hohe Anspannung lag in der Luft, als im Rahmen der 25. UNWTO-Generalversammlung am 19. Oktober 2023 im usbekischen Samarkand internationale Tourismusdestinationen zum dritten Mal als „Best Tourism Villages by UNWTO“ ausgezeichnet wurden. Umso größer war die Freude der 54 Tourismusorte aus aller Welt, die sich von 260 Bewerbungen aus 60 Nationen absetzen konnten, was eine klare Demonstration ihrer herausragenden Werte und Handlungen zur Förderung des ländlichen Tourismus darstellt. St. Anton am Arlberg in Tirol konnte neben dem Kaunertal (2021), Wagrain (2022), Zell am See (2022) und Schladming (2023) als weitere österreichische Gemeinde diese weltweit anerkannte Auszeichnung durch Peter Mall, Geschäftsführer der St. Antoner Fremdenverkehrsförderungs GmbH, entgegennehmen. In einer Zeit, in der der globale Tourismussektor einem rasanten Wandel unterzogen ist, hat St. Anton am Arlberg bewiesen, dass es möglich ist, Tourismus und Nachhaltigkeit erfolgreich miteinander in Einklang zu bringen. Diese Auszeichnung würdigt das langjährige Bemühen der Gemeinde und des Tourismusverbandes, nachhaltige Praktiken zu fördern, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die reiche kulturelle Vielfalt des Ortes zu bewahren. „Die Ernennung von St. Anton am Arlberg zum ‚Best Tourism Village‘ 2023 ehrt uns sehr und erfüllt uns auch mit Stolz! Die Auszeichnung bestätigt, dass die Gemeinde und der Tourismusverband bezüglich der Erhaltung unseres Lebensraumes sowie in der nachhaltigen touristischen Entwicklung unserer Region auf dem richtigen Weg sind!“, freut sich Helmut Mall, Bürgermeister von St. Anton am Arlberg.

Über „Best Tourism Villages by UNWTO“

Die in Madrid ansässige UN World Tourism Organization (UNWTO) ist das führende Bündnis im globalen Tourismus. Es fördert nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus auf internationaler Ebene und setzt sich für die sozioökonomische Entwicklung, den Umweltschutz und den Erhalt kultureller Werte ein. Mit „Best Tourism Villages by UNWTO“ wurde 2021 eine Initiative geschaffen, die darauf abzielt, die Herausforderungen des rasant wachsenden Welttourismussektors anzugehen und den Tourismus in Einklang mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen zu bringen. Mit dem Award zeichnet die UNWTO jene Orte aus, die sich in besonderer Weise für nachhaltigen Tourismus und den Schutz der Umwelt einsetzen. Die prämierten Dörfer und Gemeinden sollen als Leuchttürme für verantwortungsbewussten Tourismus und als Vorbilder dienen. „Ich bin überzeugt, dass von dieser umfassenden Ausrichtung auf Nachhaltigkeit nicht nur die Gäste – durch ein qualitätsvolles und regionales Angebot – sondern vor allem auch die ansässige Bevölkerung, die Unternehmen und Mitarbeiter*innen in hohem Maße profitieren“, sagt Mag.a Susanne Kraus-Winkler, MRICS, Staatssekretärin für Tourismus im österreichischen Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft. „Das Natur- und Kulturerbe der Region wird so langfristig noch attraktiver werden. Ich bin stolz, dass Österreich derart herausragende Tourismusdestinationen mit Vorbildwirkung hat und dieses Engagement nun auch international ausgezeichnet wird.

Aus Tradition und Überzeugung

Wegweisende Initiativen in St. Anton am Arlberg

„Die Bemühungen der Region um nachhaltige Initiativen und die Stärkung des Lebensraums, die 2017 schon zu einer Auszeichnung bei ‚Entente Florale‘ geführt haben, wurden nun zu unserer Freude auch von der UN-Welttourismusorganisation anerkannt. St. Anton am Arlberg ist stolz, die Bezeichnung ‚Best Tourism Village‘ tragen zu dürfen und wird den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen“, sagt Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg.

Zum Umwelt-Engagement von St. Anton am Arlberg zählen verschiedene ökologische Maßnahmen und Projekte – von alternativer Energiegewinnung über Abfallentsorgung bis hin zu naturfreundlicher Pistenpflege und umweltfreundlicher Mobilität. Bereits 1921 wurde mit dem ersten lokalen Wasserkraftwerk grüner Strom erzeugt, seit 2006 ist St. Anton am Arlberg in Sachen Energieversorgung unabhängig. Durch das neu gebaute Nahwärmenetz mit einer jährlichen Wärmemenge von 16,5 GWh, an das bereits über 80 Betriebsgebäude angeschlossen sind, konnten seit Fertigstellung im November 2020 zudem bereits über 5,4 Millionen Liter Heizöl und somit 14.400 Tonnen CO2 eingespart werden. Als offiziell ausgewählte KLAR!-Modellregion (Klimawandel-Anpassungs-Modellregion) arbeitet die verantwortungsbewusste Bevölkerung intensiv an verschiedenen Nachhaltigkeits- sowie Klimaschutz-Projekten und befindet sich derzeit in Phase 2 des österreichweiten Programms.

Als Schlüsseltechnologie der Verkehrswende wirkt St. Anton am Arlberg außerdem im Rahmen des Projekts „So fährt TIROL 2050“ aktiv am Umbruch zur Elektromobilität mit und gilt als attraktives Ziel für Bahnreisende aus ganz Europa. Das Bergdorf ist Railjet-Station, pro Tag gibt es sieben Direktverbindungen aus Wien und Zürich. Seit 2023 beheimatet St. Anton am Arlberg zudem den weltweit höchstgelegenen ICE-Bahnhof, direkt beim Dorfzentrum gelegen. In der gesamten Urlaubsregion kommen Übernachtungsgäste ohne Auto ans Ziel: Von und zu allen Ortsteilen sowie umliegenden Regionen im Stanzertal pendeln regelmäßig kostenlose Busse. Mit dem neuen Tool GreTA (Green Travel Alternatives) koordinieren Urlauber ihre Anreise bereits seit Sommer 2022 vom ersten bis zum letzten Meter im Hinblick auf den kleinstmöglichen CO2-Fußabdruck.

 

 

 

Bereit für den Start in die Wintersaison mit der neuen SalzburgerLand-Kampagne "Generation Winter": Marcel Hirscher mit Leo Bauernberger. © SLT

Mit Marcel Hirscher für die neue „Generation Winter“

Kinder und Jugendliche fürs Skifahren begeistern: Dieses Ziel eint den Tourismus im SalzburgerLand mit einem seiner größten Ski-Helden, Marcel Hirscher. Am Dienstag präsentierten die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) und Tourismus-Botschafter Hirscher ein neues Video, das im Rahmen der Kampagne „Generation Winter“ die Leidenschaft für den Wintersport an die nächste Generation weitertragen soll. Denn Skifahren ist nach wie vor das mit Abstand wichtigste Motiv für einen Winterurlaub im SalzburgerLand – und das soll laut den Verantwortlichen auch in Zukunft so bleiben.

Fast 98 Prozent des Vor-Corona-Niveaus erreichten die Nächtigungszahlen bereits im vergangenen Winter, der ersten „kompletten“ Wintersaison ohne Lockdowns für die Beherbergungsbetriebe nach der Pandemie. Dieser positive Trend soll sich weiter fortsetzen, wenn es nach dem Salzburger Landtagsabgeordneten Hans Scharfetter geht, der als Bereichssprecher auch für Wirtschaft und Tourismus verantwortlich zeichnet.

„Kinder und Jugendliche sind unsere treuen Gäste der Zukunft“

„Unsere großartigen Tourismusbetriebe überzeugen jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Qualität und der gelebten Gastfreundschaft. Wir befinden uns derzeit in den finalen Vorbereitungen für die Wintersaison, die wir ab heute im Tourismusmarketing besonders in den Fokus rücken“, so Scharfetter. „Besonders wichtig ist uns dabei ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen, aber genauso auch der Ski-Nachwuchs. Wir wollen Kinder und Jugendliche aus Nah und Fern für das Skifahren begeistern und damit langfristig als treue Gäste für unser Land gewinnen. Ich bin daher froh über jede Initiative, die uns dabei hilft, dieses Ziel zu verwirklichen und möchte mich auf diesem Wege auch bei allen Touristikerinnen und Touristikern in diesem Land bedanken, die das SalzburgerLand zu dem machen, was es ist: Eine Vorzeige-Region im Tourismus.“

Auf Urlaub will man auch in schwierigen Zeiten nicht verzichten

Die Erwartungen für die bevorstehende Wintersaison sind positiv, auch wenn die Auswirkungen globaler Krisen und insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die weltweite Inflation ein Unsicherheitsfaktor bleiben. Aber, so Scharfetter: „Es hat sich auch in der zu Ende gehenden Sommersaison gezeigt, dass Urlaub von vielen Menschen als ein Grundbedürfnis für die Lebensqualität angesehen wird, auf das man nicht verzichten will.“ Unterstrichen wird diese Einschätzung von der Tourismusstatistik, die zum aktuellen Zeitpunkt das bisher beste Sommer-Ergebnis seit Aufzeichnungsbeginn ausweist. Über elf Millionen Nächtigungen von Mai bis August 2023  bedeuten ein weiteres Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SalzburgerLand erste Wahl bei Urlaub mit Kindern

Die Bedeutung eines qualitätsvollen Angebots auf den Pisten zeigt auch die Gästebefragung Tourismus Monitor Austria (T-Mona): Mehr als zwei Drittel der Winter-Gäste im SalzburgerLand gehen während ihres Urlaubs skifahren oder snowboarden. Damit ist der Wintersport mit großem Abstand das wichtigste Urlaubsmotiv – gefolgt vom Wandern in Vor- und Nachsaison bzw. Winterwanderungen (36%) und Wellness-Angeboten sowie Schwimmbädern (26%). „Die Umfrage zeigt auch: Das SalzburgerLand ist besonders beliebt bei Familien. Ein Drittel unserer Gäste kommt mit Kindern oder Jugendlichen. Mit diesen Zahlen liegen wir über dem österreichweiten Schnitt“, sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG).

Bauernberger: „Fackel der Winter-Begeisterung weitertragen“

Um diese Position zu halten und weiter auszubauen, legt die SLTG in diesem Winter bei ihren Marketing-Aktivitäten einen besonderen Fokus auf die nächste Generation. „Unsere Kampagne mit dem Slogan ‚Wir sind die Generation Winter‘, die wir im vergangenen Jahr gestartet haben und die zum Ausdruck bringt, wie sehr uns im SalzburgerLand durch alle Generationen hindurch die Liebe zum Winter und zum Wintersport verbindet, ist prädestiniert dafür“, so Bauernberger. „Es war für uns logisch, im zweiten Kampagnen-Jahr die Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund zu stellen. Damit unsere Tourismuswirtschaft auch in Zukunft vom Wintersport leben kann, ist es entscheidend, die Fackel der Begeisterung an die nächste Generation weiterzutragen.“ Ein wichtiger Faktor sind hierbei auch Großveranstaltungen wie die Weltcup-Rennen in Altenmarkt-Zauchensee oder Flachau und natürlich das im März 2024 anstehende Weltcup-Finale bzw. das große Highlight, die FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach Hinterglemm. „Wenn Kinder ihren Idolen, den weltbesten Skifahrerinnen und Skifahrerinnen, ganz nah kommen können, springt die Begeisterung über.“

Video mit Marcel Hirscher und der neuen „Generation Winter“

Eines der neuen Kampagnen-Highlights ist ein Video, das gemeinsam mit dem langjährigen SalzburgerLand-Botschafter Marcel Hirscher in dessen Heimat Annaberg-Lungötz gedreht wurde. „Die Idee war, den erfolgreichsten Skifahrer unserer Zeit mit jenen zusammenzubringen, deren großer Traum es ist, einmal in seine Fußstapfen zu treten – und zwar genau dort, wo auch Hirscher seine ersten Spuren in den Schnee zog“, erzählt Bauernberger.

Hirscher war von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme. Es entstand der Plan, die Kinder des Skiclub Annaberg bei einem Training zu überraschen und einen gemeinsamen Tag auf der Piste zu verbringen. „Nur der Trainer wusste Bescheid, für die Kids war es bis zur letzten Sekunde ein Geheimnis. Umso schöner waren die Reaktionen“, freut sich Hirscher über das Ergebnis.

SalzburgerLand-Kampagne startet nächste Woche im TV

Das ‚Helden von Morgen‘-Video mit Marcel „ergänzt und akzentuiert unsere Winter-Kampagne insbesondere in Online- und Social-Media-Kanälen“, verrät Bauernberger. „Aber es ist natürlich nicht unser einziges Kampagnen-Highlight. Wir starten ab kommender Woche mit einer TV-Kampagne in den wichtigsten Herkunftsmärkten Deutschland und Österreich.“ Hierzulande wird der ‚Generation Winter‘-TV-Spot, der ebenfalls mit Marcel Hirscher gedreht wurde und der schon im vergangenen Jahr sehr erfolgreich lief, u.a. auf ORF und ServusTV zu sehen sein. In Deutschland setzt man u.a. auf einen Sendermix mit einer Wintersport-affinen Zielgruppe, darunter ProSieben, Sat1, Vox und Eurosport.

Alpine Nachwuchsschmiede mit Tradition

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum die SLTG im kommenden Winter den Fokus auf den Wintersport-Nachwuchs legt. „Das SalzburgerLand genießt als alpine Nachwuchsschmiede einen hervorragenden Ruf in ganz Europa“, sagt SLTG-Geschäftsführer Bauernberger. Und das nicht nur, weil diese Region von Annemarie Moser-Pröll über Hermann Maier bis Marcel Hirscher in den vergangenen Jahrzehnten die weltbesten Skifahrer ihrer Generation hervorgebracht hat. „Wir sind seit Jahrzehnten auch die klare Nummer-eins-Destination bei Wintersportwochen in Österreich, die meisten Schulkinder ziehen auf unseren Pisten die ersten Kurven in den Schnee.“

Die nachhaltige Anreise nach Zell am See-Kaprun wird nun noch komfortabler. © Johannes Radlwimmer

Mit ÖBB Transfer vom Bahnhof direkt in die Unterkunft

Seit 1. Oktober wird die Anreise zum Urlaub in die Region Zell am See-Kaprun noch nachhaltiger und komfortabler: der Shuttle-Service ÖBB Transfer von ÖBB 360° bringt Bahnreisende ab sofort vom Bahnhof Zell am See in eine der rund 600 Unterkünfte der Region. Die letzte beziehungsweise erste Meile vom Bahnhof zur Unterkunft und retour wird so direkt aus einer Hand abgedeckt. Buchbar sind die Shuttles bis 48 Stunden vor der gewünschten Fahrt über die ÖBB App, die wegfinder App, den ÖBB Ticketshop online sowie an allen Ticketschaltern in Österreich.

 Die letzte Meile vom Bahnhof zum endgültigen Ziel für die Fahrgäste komfortabel zu gestalten und so für weniger Individualverkehr sowie eine bessere Parkplatzsituation in den Gemeinden zu sorgen – das sind die Ziele von ÖBB Transfer. Zell am See-Kaprun ist die zweite Region in welcher der Shuttle Service von ÖBB 360°, einem Team der ÖBB, angeboten wird. Vor Ort werden die Gäste durch ein lokales Taxiunternehmen sicher zur jeweiligen Unterkunft gebracht. Der Preis für eine Fahrt orientiert sich am Standort der Unterkünfte, die in Zonen aufgeteilt werden und startet bei 7,50 Euro pro Person. Reisende können die gesamte Fahrt zu ihrem Ziel mit wenigen Klicks über nur eine Plattform buchen. Ein weiterer Vorteil: sollte der Zug verspätet sein, warten die Fahrer von ÖBB Transfer – natürlich ohne Preisaufschlag – auf ihre Fahrgäste.

Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Anreise in Zell am See – Kaprun

Seit zwei Jahren ist Zell am See-Kaprun Klima und Energie Tourismus Schwerpunktregion und hat sich im Zuge dieses Projektes zum Ziel gemacht, alternative Mobilität zu fördern und unter anderem ein Angebot für die sogenannte Letzte Meile zu schaffen. Das Angebot ÖBB Transfer wurde von einer Arbeitsgruppe aus Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH und KEM Management in Zusammenarbeit mit ÖBB 360° konzipiert. Bereits in der Vergangenheit hat Zell am See-Kaprun die Themen Nachhaltigkeit sowie Energie, Klima und Mobilität als zentrale Punkte erkannt. Die nachhaltig intakte Natur ist die Basis und gleichzeitig das Kapital der Tourismusregion. Diese gilt es langfristig zu schützen, um Gästen und Einheimischen auch in Zukunft die Möglichkeit zu geben, die Natur vor Ort in ihrer Ursprünglichkeit zu genießen. Die Anreise ohne Auto ist problemlos durch gute und oft direkte Bahnverbindungen aus zahlreichen europäischen Städten möglich. Der Bahnhof Zell am See liegt im Zentrum der Stadt direkt am glasklaren Zeller See. Gäste erreichen von dort aus in wenigen Minuten zu Fuß die Innenstadt sowie viele Beherbergungsbetriebe. Dank des gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs bleiben Gäste ganzjährig auch vor Ort mobil. Dabei sind in den Wintermonaten von Ende Oktober bis Anfang Mai alle Ski- und Linienbusse mit dem Skipass Ski ALPIN CARD in Zell am See-Kaprun kostenlos. In der Sommersaison sind die Fahrten mit den Öffis dank der Mobilitätskarte für Gäste ab der 1. Übernachtung ebenso kostenfrei.

 

 

Wasserspielplatz Rauriser Hochalmbahnen. ©Inspiranto

Sommerbetrieb der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen bis November

Milde Temperaturen ziehen auch im Herbst zahlreiche Urlaubsgäste in die alpinen Reisedestinationen. Die anhaltende Nachfrage bewirkt, dass die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen ihren Sommerbetrieb heuer zum Teil bis in den November verlängern. Die Qualitätsinitiative des Fachverbands der Seilbahnen zieht bereits jetzt ein positives Resümee zur Sommersaison 2023.

 Abkühlung für heiße Tagen – Flexibilität bei wechselhafter Wetterlage

Schon in den letzten Jahren hat sich abgezeichnet: Das Interesse an Bewegung und Abwechslung in der österreichischen Bergwelt im Sommer steigt stetig. Mit entsprechenden Erwartungen starteten die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen in die Saison 2023. Die jüngste Blitzumfrage unter den Mitgliedern bestätigt die Erwartungen: 3 von 4 Bergbahnen erzielten ein Gästeplus von bis zu 20 %.

Den größten Einfluss auf die Seilbahnnutzung hat das Wetter, zeigt die Umfrage: „Während der ausgeprägten Hitze- und Regenperioden dieser Saison bemerkten unsere Mitglieder Schwankungen bei den Gästezahlen. Einen dementsprechend hohen Stellenwert hat die Entwicklung von vielfältigen In- und Outdoorerlebnissen, um Gästen auch bei wechselhafter Wetterlage ein sicheres und attraktives Angebot zu geben“, berichtet Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen.

Starker Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Angebote rund um das Thema Wasser und Abkühlung am Berg. Besonders beliebt sind Wasserspielplätze, Kneippanlagen und eine Inszenierung der Beschneiungsteiche im Sommer. Insbesondere bei wechselhaftem Wetter bewegen sich die Bergurlauber:innen gerne in der Nähe der Bergbahnen: Bei Regen ist man schnell wieder im Tal und am Berg gibt es zunehmend wetterunabhängige Angebote abseits der Gastronomie. So können sich junge Entdecker:innen beispielsweise in der AlbertAdler SpieleWelt bei der Ahornbahn austoben oder im Triassic Center auf der Steinplatte mehr über die Triaszeit lernen.

Regionale Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

65 % der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen haben zum Auftakt der Sommersaison 2023 angegeben, dass sie den Wunsch von Gästen, Mitarbeiter:innen und Partner:innen nach betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen am stärksten im Bereich Regionalität wahrnehmen. „Wir sehen es in der Seilbahnbranche nicht nur in Bezug auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung in unserer Verantwortung, Bewusstsein für Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu schaffen und diese selbst umzusetzen“, so Grundner. Drei Viertel der Bergbahnen sind Teil von mindestens einer regionalen Initiative bzw. Kooperation. Die wichtigsten Beweggründe für eine Kooperation sind eine nachhaltige Positionierung (57 %), die innere Überzeugung (53 %) und die Erwartung der Urlaubsgäste (45 %).

Am häufigsten kooperieren die Mitglieder mit regionalen Partner:innen im Bereich Tourismus, Verkehr und Mobilität, Gastronomie und Kulinarik und Umwelt und Natur. Weit verbreitet sind z.B. Marketingkooperationen mit Tourismusverbänden, Gäste- bzw. Erlebniskarten, Mobilitätsangebote und lokalen Einkaufsgemeinschaften. Dazu gehören aber auch Erlebniswege zur Wissensvermittlung über die heimische Landwirtschaft, Initiativen zur Sensibilisierung für ein respektvolles Verhalten am Berg oder Weiterbildungs- und Benefitangeboten für Mitarbeiter:innen. Viele Bergbahnen sind außerdem Teil von Initiativen, die die Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft vorantreiben, wie z.B. Klima- und Energie-Modellregionen (KEM), TurntoZero oder CleanUP Days.

Sommerbetrieb bis in den November

Grundner blickt positiv auf den Herbst: „Der Herbst ist bekanntlich der ideale Zeitpunkt für einen Outdoor- und Aktivurlaub in den Bergen. Insbesondere bei dem sonnigen Wetter in den letzten Wochen hat es viele Gäste in die österreichische Bergwelt gezogen. Wenn das Wetter weiterhin so schön ist, wird das auch in den kommenden Wochen so sein.“

Diese Zuversicht bestätigt auch die aktuelle Umfrage: Für 9 von 10 Bergbahnen wird die Nebensaison (Frühjahr und Herbst) immer wichtiger für den Sommerbetrieb. Der Großteil der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen beendet den Sommerbetrieb erst Ende Oktober. Besonders spannend ist, dass jede 3. Bergbahn sogar bis in den November im Sommerbetrieb ist – bei einigen gilt das sogar bis 30. November. Ein Blick auf die Saison 2024 verrät: Mehr als ein Drittel der Bergbahnen will die Sommersaison kommendes Jahr noch weiter über der Nebensaison ausdehnen.

 

 

Franz Hörl (re.) übergab am Tiroler Seilbahntag die Obmannschaft der Tiroler Fachgruppe an Mag. Reinhard Klier, Vorstand Wintersport Tirol AG. © gb

Reinhard Klier ist Tirols neuer Seilbahnobmann

Auf der Tiroler Seilbahntagung am 9. Oktober in Igls übergab Franz Hörl nach 15 Jahren die Obmannschaft der Tiroler Fachgruppe der Seilbahnen in jüngere Hände: Der 43-jährige Mag. Reinhard Klier, Vorstand der Wintersport Tirol AG (Stubaier Gletscherbahn und Intersport Okay), nahm die große Herausforderung an.

Das Wirken Franz Hörls als „unermüdlichen Obmann“ würdigten auf der Seilbahntagung etliche Wegbegleiter sowie die zahlreich anwesenden Vertreter der Politik bzw. Verwaltung. Auch Nachfolger Mag. Reinhard Klier hielt eine kurze Laudatio, in welcher er die unerschütterliche Arbeit Hörls für die Interessen der Seilbahnen reflektierte. Typisch für ihn seien zähe Verhandlungen und viel Überzeugungsarbeit gewesen,  wenn z. B. „in regelmäßiger Folge neue Gesetze, Verordnungen, Normen und Protokolle erarbeitet wurden, die mitunter von der Praxis der Seilbahnmaterie weit entfernt sind. Hörl dabei auch öfters mediale Tiefschläge einstecken müssen.

In seiner Antrittsrede gab Mag. Klier auch einen Ausblick auf die Herausforderungen und Ziele der Tiroler Skigebiete. Der neue Obmann strich die Bedeutung der Seilbahnbranche in Tirol mit knapp 5.000 Mitarbeitenden und 50.000 Beschäftigten im Tourismus heraus. Allerdings habe sich die Seilbahnwirtschaft in den letzten Jahren mit heftiger und zum Teil unsachlicher Kritik konfrontiert gesehen. Die Branche nehme zwar zweifellos den Klimawandel sehr ernst, aber nicht immer sei ein ehrlicher und objektiver Umgang mit Fakten und Studienergebnissen von Seiten der Medien bzw. in der öffentlichen Debatte erkennbar. Etwa beziehe die Tiroler Seilbahnwirtschaft, ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen, wodurch der Betrieb der Seilbahnen und Beschneiungsanlagen nahezu CO2-neutral erfolgt. Auch beim Thema Wasser werde durch das Sammeln der Schneeschmelze in Speichersee ein natürliches Kreislaufsystem realisiert. Zur immer wiederkehrenden Kritik am Gletscherskilauf meinte Klier, dass es in Tirol 320 Gletscher gebe und davon aber nur zwölf teilweise erschlossen seien! Dies werde in der fehlgeleiteten öffentlichen Diskussion außer Acht gelassen. Genauso beim Thema CO2-Reduktion. „Wenn man eine ehrliche Diskussion über eine CO2-Reduktion im Tourismus führen will, dann ist die Anreisedistanz und -art der entscheidende Faktor. Dabei ist es egal, ob man auf Skiurlaub, Strandurlaub, Kulturreise oder zu einem Kongress unterwegs ist. Unsere Aufgabe ist es, attraktive CO2-reduzierte Anreisemöglichkeiten anzubieten, um einen Wandel im Mobilitätsverhalten zu erreichen“.

In Hinblick auf die Zukunft zeigte sich Klier überzeugt, dass der Wintersport auch in den kommenden Jahrzehnten stattfinden wird. Zudem werde das Sommerangebot der Seilbahnen laufend erweitert. Es sei seiner Meinung nach auf jeden Fall in Tirol möglich, eine gute Balance zwischen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum zu finden.

Franz Hörl bleibt übrigens weiterhin Bundesobmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft und vertritt die Branche im Nationalrat.

Ein detaillierter Bericht zur Tiroler Seilbahntagung folgt in der nächsten MM-Ausgabe.

In Koblenz fand die Deutsche Seilbahntagung 2023 statt. Im BIld die BUGA Bahn, eine Dreiseilbahn von Doppelmayr 35-TGD. © Henry Tornow

Deutsche Seilbahntagung in Koblenz: VDS zieht positive Bilanz

Am 10. Oktober 2023 fand die jährliche Tagung der Deutschen Seilbahnbranche in Koblenz mit über 150 Teilnehmern statt. Vertreter der 120 Mitgliedsunternehmen des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte trafen sich zum gemeinsamen Austausch mit internationalen Branchenvertretern aus Industrie, Wirtschaft und Sport. Schwerpunktthemen waren neben Nachhaltigkeit und Digitalisierung auch erneuerbare Energien und technische Weiterentwicklungen zur Senkung des Energieverbrauchs.

“Wir haben uns aufgrund der Thematik ““urbane Seilbahnen” bewusst für Koblenz als Tagungsort entschieden. Mit diesem Praxisbeispiel hoffen wir als Verband, dass in Zukunft weitere urbane Seilbahnanlagen als nachhaltiges und innovatives Mobilitätsangebot zur Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs entstehen”, so Matthias Stauch, 1. Vorstand des VDS.

Dr. Bernhard Harrer, Vorstand des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München (DWIF), stellte seine aktuelle Wertschöpfungsstudie zum Thema “Wirtschaftliche Effekte durch Seilbahnen” vor.
Das Untersuchungsziel der Studie war die Gesamtheit der volkswirtschaftlichen Effekte durch Seilbahnnutzer in der Sommer- und Wintersaison in Deutschland. Die Studie belegt unter anderem, dass sich der Wertschöpfungseffekt bzw. Einkommens-multiplikator durch Seilbahnen von 5,1 auf 5,3 erhöht hat. Übertragen bedeutet das: Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft bzw. sichert insgesamt 5,3 Arbeitsplätze in der Region.

Die große Bedeutung der Seilbahnen aus ökologischer, sozialer und ökonomischer Sicht wurde auch im fachlichen Austausch von Referenten, dem VDS-Vorstand und den Branchenvertretern deutlich.
Letztere verzeichnen eine ungebrochene Nachfrage der Gäste nach den immer umfangreicheren Ganzjahresangeboten am Berg für die ganze Familie und freuen sich auf den Start in die Wintersaison.

Ein detaillierter Bericht folgt in der nächsten MM-Ausgabe.

Das neue Gebäude bietet Platz für 200 Mitarbeiter. ©BRP-Rotax GmbH & Co KG

BRP-Rotax eröffnet neues R&D-Gebäude in Gunskirchen

Mit der Eröffnung des neuen R&D-Gebäudes in Gunskirchen setzt BRP-Rotax einen wichtigen Meilenstein in seiner groß angelegten E-Zukunft. Ausgestattet mit modernster Technik und Infrastruktur werden auf rund 7.000 m2 zukunftsfähige innovative Elektroantriebskomponenten entwickelt und getestet. Damit sorgt das Unternehmen für einen weiteren technologischen Aufschwung in Oberösterreich und schafft zukunftsweisende Arbeitsplätze in der Region.

 Mit seinen innovativen Antriebssystemen „Made in Oberösterreich“ ist BRP-Rotax der führende Hersteller von Motoren im Freizeit- und Powersportsbereich. Neben der Spezialisierung auf Verbrennungsmotoren für den Powersportsbereich, ist das Gunskirchner Unternehmen auch Vorreiter bei alternativen Antriebsmodellen und beweist dies u.a. mit Projekten wie dem emissionsfrei angetriebenen Schneemobil Lynx HySnow mit Brennstoffzelle oder der leistungsstarken E-Kart-Serie. Der kanadische Mutterkonzern BRP geht jedoch noch einen Schritt weiter und führt bis Ende 2026 in jeder einzelnen Fahrzeuglinie serienmäßig auch Elektromodelle ein. Diese richtungsweisende Strategie ist auch für BRP-Rotax von entscheidender Bedeutung. Denn die benötigten Elektroantriebskomponenten werden künftig im neuen R&D-Gebäude in Oberösterreich entwickelt und getestet.

Neues R&D-Gebäude: Herzstück der globalen E-Zukunft im Herzen OÖ

„Mit der Einführung von Elektroantrieben in allen Produktlinien verfolgt unser Mutterkonzern BRP ein ambitioniertes Ziel für eine nachhaltigere Zukunft in der Welt des Powersports. Die Eröffnung des neuen R&D-Gebäudes in Gunskirchen ist dazu ein entscheidender Meilenstein unserer gemeinsamen elektrischen Reise. Denn genau hier werden die benötigten Elektroantriebskomponenten entwickelt und ausführlich getestet. Unser hochmodernes R&D-Gebäude bildet also das Herzstück der weltweiten Unternehmung im Bereich der Elektromobilität“, freut sich Wolfgang Rapberger, General Manager BRP-Rotax / Representative of the Management Board, Vice-President Global Sourcing & Operations Powertrain.

Nach einer Bauzeit von 14 Monaten wurde das R&D-Gebäude diese Woche gemeinsam mit 250 R&D-Mitarbeiter:innen aus Gunskirchen und Kottingbrunn (BRP-Rotax Vienna) durch die BRP-Rotax Geschäftsführung eröffnet. Als besondere Ehrengäste aus Kanada durfte das Team Rotax dazu auch Thomas Uhr, Chief Technology Officer BRP und Sebastien Martel, Chief Financial Officer  BRP, vor Ort begrüßen. Im Anschluss an die Vorstellung und Begehung des Gebäudes wurde der Abschluss der Bauarbeiten passend bei einer klassisch österreichischen Leberkäsejause gefeiert.

Modernste Technik

Das neue R&D-Gebäude am Firmengelände von BRP-Rotax wird nun im Oktober in Betrieb genommen. Dabei umfasst es auf einer Fläche von rund 7.000 m2 und drei Stockwerken mitunter ein EV-Entwicklungslabor und Werkstatt, Testinfrastruktur mit hochentwickelten EV-Prüfständen sowie Komponentenprüfstände und wichtige Büroflächen. Das Gebäude bietet dazu Platz für rund 200 top qualifizierte Mitarbeiter:innen.

Modernste Technik und lokale Expertise für technologischen Aufschwung

„Ausgestattet mit modernster Technik und Infrastruktur schaffen unsere Expert:innen im neuen R&D-Gebäude einen substantiellen Beitrag für den technologischen Wandel im Freizeit- und Powersportbereich. Hierfür nutzen wir unser technisches Know-how und unsere Innovationsfähigkeiten, um die beste Strategie für die Entwicklung von elektrisch betriebenen Produkten umzusetzen“, erklärt Stefan Arndt, General Manager BRP-Rotax / Member of the Management Board, Vice-President R&D Powertrain.

Mit entscheidenden Investitionen in Infrastruktur sorgt BRP-Rotax nicht nur für einen weiteren technologischen Aufschwung in Oberösterreich, sondern schafft über die nächsten Jahre hinweg auch eine Vielzahl an zukunftsweisenden Arbeitsplätzen in der Region.

 

 

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