Jahrhundertprojekt zur Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen 2011

In Garmisch-Partenkirchen laufen die Baumaßnahmen für die Ski-WM 2011 auf Hochtouren. Für die Neugestaltung der Rennstrecken werden 10 ha Pistenfläche komplett neu angelegt und 5 ha auf bestehendem Gelände adaptiert. Dadurch wird u. a. die berühmte Kandahar-Abfahrt noch schwieriger, zugleich aber auch für die Zuschauer im Zielbereich durch das sichtbare Steilstück am Ende der Strecke attraktiver. Parallel wird die Beschneiungsanlage massiv ausgebaut, so dass künftig 5 Talabfahrten in 70 Stunden beschneibar sein werden – eine Einzigartigkeit in Mitteleuropa. Für die Gesamtplanung und Oberbauaufsicht erhielt das Ingenieurbüro Klenkhart&Partner Consulting ZT GmbH den Zuschlag als Bestbieter bei den zwei EU-weiten Ausschreibungen (Kandaharabfahrtsstrecke und Slalomhang), bei der Schneitechnik fiel die Wahl auf LENKO mit 88 Schneeerzeugern.

Klenkhart-Projektleiter DI Christian Weiler (r.) mit Heinz Mohr, Chief of Sports der FIS Alpine Ski WM 2001 in Garmisch, an der Talstation der Kreuzeckbahn beim MM-Lokalaugenschein. Im Hintergrund das neue Steilstück der Kandahar-Abfahrt. Foto: mak

Der Mountain Manager konnte sich am 28. Mai, dem Tag des offiziellen Baubeginns in diesem Jahr auf dem Garmischer Hausberg, von den gigantischen Ausmaßen dieses Jahrhundertprojektes „Ski WM 2011“ überzeugen. Man hat es hier mit 7 getrennten Baustellen zu tun, die man in einem Tag gar nicht alle anfahren kann, über 100 (!) Baumaschinen sind gleichzeitig im Einsatz. Die Koordination ist eine große logistische Herausforderung für das Ingenieurbüro Klenkhart, die Projektleiter DI Christian Weiler bravourös managt. Dabei kommt ihm die Tatsache zugute, dass das Ingenieurbüro Klenkhart nun das 13. Jahr durchgehend in Garmisch tätig ist und sozusagen jedes verlegte Kabel und jeden Ansprechpartner kennt. Davon abgesehen müssen auch sehr gute Professionisten beauftragt werden, um die gesteckten Ziele ohne größere Probleme zu erreichen. Weiler hat hier in einer EU-weiten Ausschreibung, die aufgrund der zugeschossenen Fördermittel notwendig war, die bestmögliche Wahl getroffen: für den Pistenbau eine 4er ARGE bestehend aus den Firmen HTB/TEERAG-ASDAG AG/Plattner/Gebrüder Haider, für den Speicherteich die ARGE Haider/ TEERAG-ASDAG AG (Folie AGRU, verlegt von IAT), für die Pumpstation Demac (Hydraulik + Elektrotechnik) und für die Schneitechnik LENKO bzw. Saint Gobain für die Guß-Rohre.

Nahaufnahme Steilstück neue Kandahar-Abfahrt mit 85 % Gefälle. Foto: Klenkhart

Fünf beschneite Talabfahrten„Jedenfalls ist in den letzten 20 Jahren in Bayern nicht soviel passiert im Pistenbau kombiniert mit Beschneiung, wie hier bei diesem Projekt“, verrät Weiler. „Auch in Österreich gibt es kaum ein solch intensives Projekt – am ehesten ist es noch mit den WM-Aktivitäten in St. Anton am Arlberg zu vergleichen. Garmisch hat durch die Maßnahmen eine 5. Talabfahrt gewonnen, und alle 5 werden maschinell beschneibar sein; das ist einmalig in Mitteleuropa! 4 Talabfahrten hat es bisher schon gegeben, darunter aber nur eine beschneite. Dafür wird eine Pumpleistung von 1 000 l/s zur Verfügung stehen, die aus einem bestehenden Speicherteich mit 45 000 m3 und einem neuen mit 75000 m3 gespeist wird. Diese Wassermenge reicht aus, um bis zu einer Temperatur von – 6° C auf voller Stufe Schnee produzieren zu können. Erst dann muss man regulieren“, so Weiler.

Talseitige Böschungssicherung mit rückverankerter Holzstützwand im Bereich der FIS-Schneise. Foto: Klenkhart

Der alte Schneitech Bödele befüllt übrigens den neuen. Die hier bereits bestehende Hauptpumpstation (AGB/Berchtold) soll deutlich vergrößert werden und künftig eine Pumpleistung von rund 330 l/s aufweisen (derzeit 140 l/s). Gemeinsam mit den bestehenden Pumpstationen am Hausberg und bei der Kreuzwankl-Talstation wird somit ab dem Winter 2008/2009 wie o. a. eine Gesamtpumpleistung von rund 1 000 l/s erreicht. „Im Bereich Kandahar soll alles bis Ende 2008 fertig sein, zumal dann eine Junioren WM + 4 Weltcup- Rennen stattfinden. Nächstes Jahr geht es am Slalomhang Gudiberg noch weiter.“

Verbreiterung der FIS-Schneise (ausführende Firma: Arbeitsgemeinschaft HTB/TEERAG-ASDAG AG/Gebr. Haider). Foto: Klenkhart

Touristische Attraktivität erhöhtDer Grund für die getätigten Investitionen lag einerseits in der Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Skigebietes und somit Zukunftssicherung, andererseits in einer touristischen Stärkung der Region mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und Attraktivierung. Demnach wurde die Streckenführung der neuen Kandahar-Abfahrt so gewählt, dass das Live-Publikum im Zielhang davon profitieren wird. „Die neue Kandahar-Abfahrt wird noch schwieriger werden als die Kitzbüheler Streif! Denn das letzte Stück entspricht der Mausefalle – nur auf der Streif ist die nach 15 Fahrsekunden, wo die Rennläufer noch Kraft haben, hier ist das Steilstück mit Sprung am Schluss“, erklärt Weiler. Die alte Herrenabfahrt dient nun den Damen als Abfahrt! Daran sieht man, wie sich das Niveau verschoben hat.

Firma HTB, Innsbruck, bei den Rohrverlegungsarbeiten.

Maßnahmen im PistenbauEinige Beispiele, wie sich die Pisten verändert haben : Im Bereich der „FIS-Schneise“ wurde die bestehende Pistenbreite verdreifacht. Dabei wurden u. a. eine Skibrücke mit einer Spannweite von 25 m und einer Breite von 10 m sowie Böschungssicherungen mit rund 700 m2 rückverankerter Holzstützwand errichtet (HTB). Beim „Tröglhang“ wird derzeit ein Skitunnel errichtet, um künftig unabhängig vom Trainings- und Rennbetrieb eine gefahrlose Querung der Skitouristen zu gewährleisten. Dazu ist es auch notwendig, den vorhandenen mittleren Skiweg, welcher einen der Hauptzubringer in das Skigebiet darstellt, mit aufwendigen Stützmaßnahmen deutlich zu verbreitern.

Der Speicherteich Hausberg mit 75000 m3 Volumen war bereits in der Saison 2007/2008 im Einsatz. Foto: Klenkhart

Auch am Slalomhang „Gudiberg“ werden die im Vorjahr begonnenen Umbauarbeiten fortgesetzt. Durch den Ausgleich von stark exponierten Geländestrukturen wird künftig mit einer deutlich geringeren Schneemenge das Auslangen gefunden werden. Die Verlängerung des Slalomhanges bis in das neue Ziel im Sprungstadion wurde ja bereits im Jahr 2007 umgesetzt. 2009 wird auch noch eine 4er-Sesselbahn auf den Gudiberg errichtet. Speicherteich Hausberg mit 75000 m3 Noch im Jahr 2007 wurde das 2006 geplante und genehmigte Projekt der Pistenadaptierungen und der Beschneiungsanlage inklusive dem 75 000 m3 fassenden Speicherteich im Bereich der Drehabfahrt umgesetzt. Den richtigen Platz zu finden für das Bassin auf 1 500 m Höhe war nicht gerade einfach. Einerseits sollte es möglichst nahe der Piste sein, andererseits durfte ein angrenzendes geschütztes Moor auf gar keinen Fall in Mitleidenschaft gezogen werden. Der schließlich in Frage kommenden Platz musste einer Schlepplifttrasse weichen und neu verlegt werden. Weiters musste ein Berg abgetragen werden, so dass insgesamt 100 000 m3Aushubmaterial anfielen, das jedoch zur Gänze im Pistenbau verwendet werden konnte. Die Firma Gebr. Haider aus Großraming führte diesen Auftrag wieder professionell  gemeinsam mit dem Subunternehmer IAT (Innovative Abdichtungs-Technologien), der mit der Folienverlegung (AGRU) beauftragt wurde, aus. Die Notentleerung des Speicherteiches erfolgt in einen geschützten Wildbach, eine Drainageüberwachung ist selbstverständlich. Durch die Höhenlage des Wasserbeckens kann in vielen Bereichen der Schneileitung mit Naturdruck gearbeitet werden, eine Druckreduzierung bis zu den Tal- Schneigeräten ist jedoch nicht notwendig.

43 lärmarme LENKO-Schneeerzeuger Whisper auf 6 m Türmen sind das Rückgrat der neuen Beschneiungsanlage in Garmisch Partenkirchen. Foto: Klenkhart

Eine der leistungsstärksten Beschneiungsanlagen DeutschlandsBei der Beschneiungsanlage selbst handelt es sich um eine der leistungsstärksten Deutschlands. Im oberen Streckenabschnitt wurden insgesamt 21 Zapfstellen, vollbestückt mit lärmarmen LENKO Propeller-Schneeerzeugern „Whisper“ mit zweistufigem Ventilatormotor auf höhenverstellbaren 6 m Schneitürmen „Winchtower“, im unterenStreckenabschnitt eine Hybridanlage mit insgesamt 26 Zapfstellen, vollbestückt mit zentralluftversorgten neuen LENKO Lanzen Orion installiert, die autonom betreibbar sind. Zusätzlich sind weitere 10 mobile Propeller-Schnee-Erzeuger im Einsatz. LENKO hat auch alle Schneischächte geliefert, beim Winchtower ist der große Schacht zugleich das Fundament. Der Vorteil des LENKO-Turmes ist neben seinem geringen Gewicht (2 Mann können ihn transportieren) die Erhöhung der Schnee-Produktionsleistung um ca. 20–25%. Heuer folgen im Bereich der Hornabfahrt weitere 22 Zapfstellen, vollbestückt wiederum mit lärmarmen Whisper Schneeerzeugern auf höhenverstellbaren Schneitürmen und 11 Zapfstellen, vollbestückt mit zentralluftversorgten Orion-Lanzen. Summa summarum kommen 88 LENKO-Schneigeräte zum Einsatz, wobei für jeden Anwendungsfall das beste System gewählt wurde (Hybridanlage). Lärmarme Schneeerzeugungsmaschinen vorgeschrieben Die Verwendung von lärmarmen Schneemaschinen war ein wesentliches Ausschreibungskriterium, da jede Kanone in Richtung Garmisch Lärm abstrahlt. Bei Inbetriebnahme hat die Behörde extra noch eigene Schallmessungen durchgeführt. „Wären diese Auflagen nicht erfüllt worden, würde die Anlage jetzt stillstehen“, betont Weiler. So aber konnte die enorme Leistungsstärke der Beschneiungsanlage bereits im Dezember 2007 unter Beweis gestellt werden, als in der letzten Kälteperiode knapp vor Weihnachten die gesamte Drehabfahrt binnen 70 Stunden grundbeschneit werden konnte!

Holger Stübner, Bereichsleiter Tirol und Vorarlberg bei der Firma Haider, zeichnete für den Speicherteich verantwortlich. Foto: mak

Ein Großteil der Dreh- und Hornabfahrt kann, wie bereits erwähnt, mittels Eigendruck beschneit werden. Nur für den obersten Abschnitt sind 2 Mitteldruckpumpen erforderlich. Zusätzlich wird der Bereich „Kreuzwankl“ über 3 HD-Pumpen mit Schneiwasser beschickt, alle von Caprari in einer neuen Demac-Pumpstation mit 260 l/s Pumpleistung (3,0 MW Anschlusswert) – samt Eigendruck von 200 l/s stehen dann enorme 460 l/s zur Verfügung. Die Garagierung der Schneeerzeuger ist im Obergeschoß der Pumpstation vorgesehen, unten befindet sich außer der Hydraulik ein Kompressorraum mit 2 Druckluftkompressoren a 132 kW, ein Service-/Wartungsraum und die 4 Trafos mit je 630 kVA – das ist im Verhältnis zur beschneibaren Fläche gar nicht so viel. Für die Strecke wurden 8000 lfm Gussrohre (Saint Gobain), 3 500 lfm Abwasserrohre und 14 000 lfm HDPE-Rohre verwendet.

Die neue Pumpstation beim Speicherteich Hausberg erhält diesen Sommer noch ein Obergeschoß für die Garagierung der Schneerzeuger. Foto: mak

70 Stunden EinschneizeitDiese Beschneiungsanlage garantiert eine vollflächige Beschneiung aller versorgten Pistenflächen binnen max. 70 Schneistunden – und zwar im Grenztemperaturbereich, den man in diesen Höhenlagen oft hat. Ab ca. – 3° C FKT schaltet man die Propeller ein, ab – 4,5 ° C die Lanzen. Eine große Hilfe ist dabei das sehr kalte Teichwasser von fast 0° C, das mittels Drucklufteinblasung umgewälzt wird. mak

Michael Manthai, Repräsentant von LENKO Deutschland, hat einen riesigen Auftrag eingefahren. Foto: mak

Klenkhart Planungs- und Controllingleistungen- Gesamtplanung der Rennstrecken (Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf) und der Beschneiungsanlagen im Bereich Kandahar;- Gesamtplanung der Rennstrecken (Slalom) und der Beschneiungsanlagen im Bereich Gudiberg;- Schneitechnisches Grundsatzkonzept und Detailplanung Beschneiungsanlage und Speicherteich;- EU-weite Ausschreibung und Oberbauaufsicht für die Pistenverbreiterung im Bereich der FIS-Schneise (Bereich Kandahar);- Öffentliche Ausschreibung und Oberbauaufsicht für die Pistenadaptierungen, Einbindung des Slalomhanges in das Sprungstadion und die Verbindungsleitung zwischen dem Kainzenbad (Speicherteich) und der Hauptpumpstation der Beschneiungsanlage;- Eu-weite Ausschreibungen und Oberbauaufsicht für den Speicherteich, die Hauptpumpstation, die Schneitechnik, die Rohr- und Kabelverlegearbeiten (inkl. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung) und die Technik (Hydraulik, E-Technik und Steuerung) der Hauptpumpstation sowie der Kompressorstation Horn.

Weltneuheit auf der Planai: Schneehöhenmessung via Pistengerät

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen in Schladming haben 2008 erstmals für ihr Weltcup-Rennen ein neuartiges, auf GPS (satellitengestützt) basierendes Messgerät zur Ermittlung der Schneehöhe auf der Weltcup-Piste eingesetzt. Die Anwendung erfolgte mittels Pistenmaschine, an der Entwicklung des Systems waren die Planai-Hochwurzen-Bahnen maßgeblich beteiligt.

Pistenfahrzeuge auf der Planai messen nun die Schneehöhe mittels GPS-Gerät. Foto: Planai-Hochwurzen-Bahnen

Die Zeiten von Bohrmaschine und Maßstab zur Schneehöhenmessung sind vorbei – satellitengestützte GPS-Messung mittels Pistengerät ist angesagt! Die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind das erste Unternehmen weltweit, das die GPS-Schneehöhenmessung mittels Pistengerät großflächig einsetzt und gemeinsam mit der Firma PowerGIS aus Salzburg auch entscheidend an der Entwicklung beteiligt war. Bei der Vorbereitung für den Weltcup-Nachtslalom konnten der FISPisteninspektion mit dem neuen Schneehöhen-Messsystem perfekte, objektive Schneedaten über den kompletten Planaizielhang vorgelegt werden.Funktionsweise der WeltneuheitIm Pistengerät ist die GPS-Infrastruktur eingebaut, welche das ursprüngliche Gelände und die Schneehöhe vermessen kann (Abweichung nur ca. 3–5 cm). Die Basis dafür bildet eine genaue Aufnahme des ursprünglichen Geländes im Sommer. Das neue Gerät stellt im Winter über die Differenz die Schneehöhe fest. Der Pistengerätfahrer kann die Schneehöhe, die sich unter ihm befindet, direkt und sofort am Display ablesen. Die Vermessungsdaten lassen sich auch grafisch darstellen und als Landkarte mit Schneehöhen ausdrucken – somit können Schneedepots und schwächere Schneeauflagen sofort erkannt werden.Ressourcenschonendes Schneemanagement gehört dazu„Grundsätzlich ist die neue Schneehöhenmessung ein entscheidender Beitrag zum ressourcenschonenden Schneemanagement“, so Komm.-Rat Dir. Albert Baier, Geschäftsführer der Planai- Hochwurzen-Bahnen. „Es geht darum, effizient, kostengünstig und ressourcenschonend Schnee zu produzieren und nicht einfach aus allen Schneigeräten zu feuern. Das Schneemanagement beginnt schon beim Pistenbau, reicht über die Sommerbewirtschaftung der Pisten, die technische Ausstattung der Schneianlagen und Schneiteiche bis eben hin zur Schneehöhenmessung.“ Das Ziel ist es, eine gleichmäßig verteilte, kompakte Schneeschicht auf den Pisten zu haben – und möglichst nirgends zu wenig oder zu viel des mitunter teuer produzierten Schnees.Für die Skifahrer ergeben sich als Folge bestens präparierte und schneesichere Pisten bis in den Frühling. pd

    
zurück     
    drucken    
    Download (PDF)    

St. Johann/Tirol: in 60 Stunden schneefit dank extremer Schneileistung

In St. Johann/Tirol, dem Wintersportgebiet des österreichischen Fachverbandspräsidenten Dr. Ingo Karl, entsteht derzeit die modernste Beschneiungsanlage der Alpenrepublik. Nach den leidvollen Erfahrungen des letzten Winters gab es für Tirols zweitniedrigstes Skigebiet nur noch eine sinnvolle Zukunftsoption: eine massive  Schlagkrafterhöhung der Beschneiungsanlage!Karl peilte das Ziel an, in nur 60 Stunden 80% seiner 90 ha Pistenflächen bei – 3,5° C Feuchtkugeltemperatur einschneien zu können. Für diesen Ausbau-Sprung der bereits vorhandenen Schneeanlage von 1998 mit bereits 53 NDSchneeerzeugern und 4 Lanzen muss ein großer Materialaufwand betrieben werden: eine 105 mlange Pumpstation mit 550 l/s Pumpleistung (!), 9 Hochdruckpumpen (3200 kW), 4 Kompressoren (1 000 kW) ein 140000 m3 fassender Speicherteich und 212 Rubis-Lanzen von YORK plus 12 ND-Maschinen (8 LENKO-Propeller FA 450 und 4 Nivis-York 660). Die äußerst kurze Planungs- und Bauzeit forderte dem IngenieurbüroKlenkhart & Partner sowie den beteiligten Professionisten – allen voran TEERAG ASDAG und Stöckl Teichbau – alles ab, was an Leistungskaft und Know-how aufgeboten werden konnte…

Die Baustelle im Skigebiet St. Johann/Tirol, von der kaum einer glaubte, dass sie heuer überhaupt zustande kommen wird, von BL Ing. Georg Schuster aus der Luft von verschiedenen Seiten fotografiert. Foto: BB St. Johann

St. Johann wird künftig 45 Pistenkilometer vollautomatisch in nur 60 Stunden gleichzeitig beschneien. Die vorhandene Beschneiungsanlageerlaubte nur das Beschneien von Sektoren hintereinander – eine Taktik, für die bei heutigen Klimabedingungen im Vorwinter keine Zeit mehr ist. Daher entschied sich Dr. Karl beim neuerlichen Ausbau der Schneeanlage für eine Vollbestückung mit Lanzen, die weniger personalintensiv sind als Propellermaschinen und außerdem bei der im Kitzbüheler Raum vorherrschenden Inversions-Wetterlage den Vorteil bieten, dass die eben überall platziert sind und man nicht ständig die Maschinen entsprechend der Witterung verstellen muss. Der Unterschied beim Starten zwischen Lanzen und (herkömmlichen) Propellermaschinen beläuft sich laut jahrelangen Test-Erfahrungen von Dr. Karl auf weniger als 0,5° FKT, ist also inzwischen verkraftbar. Die Alternative wären lückenlos fix installierte Niederdruck-Schneeerzeuger auf Türmen gewesen, was allerdings eine völlig andere Kostendimension verursachen würde. Für Marktführer YORK sprach letztlich neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis die große Erfahrung der Franzosen bei Lanzen-Anwendungen via Hochdruck und das erfolgreiche Beispiel BSA Resterhöhe der Bergbahn AG Kitzbühel (400 Rubis), erklärte Dr. Karl. Folglich wurden 212 regelbare, 10 m hohe Rubis- Lanzen bei der INTERFAB Snowbusiness GmbH. sowie 4 Nivis- YORK Propellermaschinen bestellt. Steuerungssoftware Liberty Ein wesentliches Argument für York war aber auch die ausgereifte Steuerungssoftware Liberty, die seit Jahren über ein effizient arbeitendes Wasser- und Luftmanagement verfügt. Obendrein wurde vom Auftraggeber auch vorgegeben, dass die YORK-Software Liberty als übergeordnetes Leitsystem neben den YORK-Lanzen auch alle Maschinenräume (bestehende und neue Pumpstationen, Kompressorstationen) steuern muss und die 4 bestehenden Zottl-Propellermaschinen bzw. die 4 neu hinzukommenden Nivis-York-Propellermaschinen 660 und 4 autonome Rubis zu integrieren sind. Diese 12 Maschinen werden direkt über Funk von YORKLiberty angesteuert. Nicht zuletzt wird auch die Integrierung der bestehenden und neu hinzukommenden Lenko-Schneeerzeuger in die Mastersoftware Liberty erfolgen, versichert Roderich Urschler. Die Starttemperatur der Rubis R10CC ist abhängig vom Wasserdruck und bewegt sich auf der Beschneiungsanlage St. Johann bei ca. -3° FKT. Enorme Wasserdurchsatzleistung Die beabsichtigte kurze Grundbeschneiungszeit bedingt natürlich eine enorme Schnei- bzw. Wasserdurchsatzleistung. Die Höhenlage (700 m–1600 m) und hohe Luftfeuchtigkeit erfordert jedoch eine solche Kalkulation: 60 ha in 60 Stunden bei Grenztemperaturen. Wenn es wirklich kalt ist, ist man natürlich überbestückt. Das kraftstrotzende Herz der erweiterten Schneeanlage ist die neue, 105 m lange Pumpstation „Schlosserberg“ mit 7,5 MW Anschlussleistung (! ) für die 2 Füllpumpen (je 200 kW) und 7 Hochdruckpumpen (je 400 kW) der Marke Caprari sowie 3 x 400 kW Druckluft-Kompressoren (Atlas Copco) und die 24 Kühltürme, die für 480 l/s Kühlleistung vorbereitet sind. Zusätzlich wurde eine weitere Kompressorstation (Sauregg) mit 2 Atlas Copco Schraubenkompressoren angelegt. Wie schon im Jahr 1998 wurde wieder die italienische Pumpe Caprari ausgewählt, zumal St. Johann sehr gute Erfahrungen damit gemacht hat. Und wie damals wurde auch das Team AGB (Hydraulik) und Berchtold (Elektrotechnik) wieder mit der Ausführung beauftragt – und ebenfalls mit der Erweiterung der bestehenden PST Angerer Alm mit einer 302 kW-Pumpe. Zusammen mit Klenkhart wird dieses Trio eit Anbeginn der Schneiära in St. Johann 1987 eingesetzt. Damals hatte Dr. Karl übrigens den ersten Speicherteich Österreichs angelegt mit bescheidenen 20000 m3 Volumen – scherzhaft „Ingos Badewanne“ genannt.

Der 140000 m3 fassende Speicherteich wurde von der ARGE Stöckl Franz GmbH + TEERAG ASDAG auf ca. 1070 m Höhe errichtet. Das Aushubmaterial wurde für Pistenverbesserungen verwendet. Foto: mak

2000 m3 Beton für die PumpstationDie für den Pumpstations- und Rohrleitungsbau (12 500 m Gussrohre von TRM Buderus) verantwortliche ARGE Stöckl-TEERAGASDAG unter Bauleiter Ing. Marco Wopfner leistete in nur 15 Wochen die Hauptarbeiten bei der Pumpstation (52 Wandabschnitte, 5 Bodenplatten- und 5 Deckenabschnitte), wobei 2000 m3 Beton verarbeitet wurden. 12 Mann waren insgesamt in 4er-Partien 6 Tage die Woche beschäftigt. Dank guter Organisation ist man mit einem 30 t Hebegerät ausgekommen. In der Pumpstation ist außer dem großen Pumpenraum auch eine Kompressorstation, der EDV-Raum, 3 Trafostationen mit 2,5 kVA, ein Werkstätten- und Lagerraum sowie ein WC (welche Seltenheit!) integriert. Oben ist als weiteres Lager ein Holzstadel vorgesehen. Direkt an den Hydraulikraum angeschlossen ist das Kühlturmbecken. Die Pumpstation Schlosserberg, etwas abgerückt vom Teich direkt am bestehenden Forstweg auf ca. 1 060 m angelegt, wurde für folgende Funktionen konzipiert:- Das Schneiwasser in ausreichender Menge zum Speicherteich Angerer Alm Boden hochzupumpen;- Die tiefer liegenden Abfahrten bis zur Talstation der Harschbichlbahn ohne Pumpleistung zu beschneien:- Die Pistenflächen Jodlalm (unterhalb 1 250 m) sowie die Talabfahrt unterhalb der Mittelstation bis etwa 950 m über ein Hochdruckleitungsnetz zu beschneien;

MM-Chefredakteur Dr. Kalchgruber traf sich am 30. Oktober beim Lokalaugenschein mit folgenden Verantwortlichen (v. r.n. l.): Dr. Ingo Karl (Bauherr und GF der Bergbahnen St. Johann), Mag. Irmgard Silberberger (ökolog. Bauaufsicht), DI Christian Klenkhart (Gesamtplanung/ Klenkhart & Partner), DI Helmuth Steinwender (Oberbauaufsicht/Klenkhart & Partner), Ing. Manfred Bertignoll (Prok. Interfab Snowbusiness GmbH), Ing. Marco Wopfner (Bauleiter TEERAG-ASDAG) und Alexander Hörfarter (Techniker TEERAG ASDAG). Foto: mak

Durch die Platzierung konnten Schwierigkeiten durch übergreifende Bauzeiten mit der Dammschüttung sowie das Anlegen eines zusätzlichen Weges vermieden werden. Die Station wird von drei Seiten eingeschüttet und bestmöglich in das Gelände integriert. Die Gesamtpumpleistung wurde auf 550 l/s ausgelegt, wobei allerdings 120 l/s zur Füllung des bestehenden Teiches dienen und zusätzlich 120 l/s ohne Pumpleistung nur durch Filter und UV-Anlage die tiefer gelegenen Schneiflächen versorgen. Ein vorbildlicher Groß-Speicherteich Der neue, 13,5 m hohe Speicherteich „Schlosserbergsee“ (1 090 m) ergänzt den Bestand um ca. 140000 m3 Volumen. Der vorgesehene Speicherstandort war der einzige in der Umgebung, der die Errichtung eines derart großen Bassins zuließ. Mit dem anfallenden Überschussmaterial von ca. 150000 m3 wurde die Verbesserung der Skipistenflächen im unmittelbaren Nahbereich durchgeführt. Auch hier zeichnet die ARGE Stöckl – TEERAG ASDAG verantwortlich, beim Pistenbau an insgesamt 6 Teilabschnitten auch HTB Imst, die u. a. ein neues System für im Felsen rückverankerte Krainer-Wände bei Skiweg- Verbreiterungen zum Einsatz brachte.

Für die Folienverlegung zeichnet die Firma IAT, Niederlassung Kärnten, mit 7 Mann unter Prok. Reinhard Frießer verantwortlich.Foto: Steinwender

Dank dem Spezialisten für naturnahen Teichbau bei der Stöckl GmbH aus Hollersbach, Herrn Hauser Bacher, gelang eine vorbildliche Einbettung des Speicherteiches in die Naturlandschaft. Die Böschungen wurden so authentisch angedeckt, dass man kaum erkennen kann, was neu gemacht und was Urgelände ist! Davon war sogar die ökologische Bauaufsicht in der Person von Mag. Irmgard Silberberger begeistert…Abdeckung mit Bio-Folie Der Teich wurde von 7 Mann der Firma IAT unter Prok. Reinhard Frießer mit einer Foliendichtung aus PE-HD ausgeführt und vollflächig überschüttet. Als Spezialität wünschte sich Dr. Karl hier eine 2,5 mm starke „Bio-Folie“, gefertigt von AGRU nach der sogenannten Ellmauer-Methode mit energetisch aufgeladenem Wasser, die Schutz vor Algenbewuchs bietet. Die Nachbarn von den Kitzbüheler Bergbahnen haben diese Folie ebenfalls seit Jahren in Verwendung und stellten ihr ein gutes Zeugnis aus. Die Teichbefüllung erfolgt aus der Kitzbüheler Ache im Tal mit einer genehmigten Entnahme von 120 l/s innerhalb von ca. 14 Tagen, die beantragte Jahreskonsenswassermenge beträgt 285000 m3. An fünf Punkten wurden Drainageüberwachungen angebracht, die mit einem Messbecken mit Thomson-Wehr in der Pumpstation verbunden sind. Die planerische Herausforderung war für DI Christian Klenkhart und dem projektverantwortlichen Mitarbeiter DI Helmuth Steinwender die extrem kurze Planungszeit.

Die Rekultivierung wurde von dem Spezialisten auf diesem Sektor, Herrn Bacher Hauser von der Firma Stöckl, derart professionell gemacht, dass der Unterschied zur Urlandschaft nicht zu erkennen ist, wie das Bild beweist. Foto: Silberberger

„Im Februar wurde eine Projekt-Studie gemacht, im März mit der Planung begonnen und im Juni die Einreichung durchgeführt. Dass dann im selben Jahr noch gebaut wird, ist normalerweise nicht zu schaffen. Da hat die Reputation von Dr. Karl und das Wissen um die prekäre Situation im letzten Winter seitens der Landesregierung eine große Rolle gespielt“, so Klenkhart. Die letzten Lücken auf eine 100%-Beschneiung will Dr. Karl in ca. 2–3 Jahren schließen.

Ende nie: die 105 m lange Hauptpumpstation „Schlosserberg“ in der mittleren Bauphase. Foto: mak

Die technischen Voraussetzungen für diese eine Abfahrtsbeschneiung werden bereitsjetzt geschaffen. Selbst dann sollte sich aufgrund des gleichzeitigen Schneiens die Grundbeschneiungszeit nicht über die jetzt prognostizierten 60 Stunden erhöhen. Zunächst aber gilt es, Anfang Dezember2007 mit der neuen Schnei-Armada in Betrieb zu gehen. Der Mountain Manager hält St. Johann dafür die Daumen!mak

Detailblick in den von der Firma AGB ausgestatteten Pumpenraum auf 4 von 9 Caprari-Pumpen. Foto: mak

– Oberbauaufsicht: Klenkhart & Partner Consulting ZT GesmbH Innsbruck- Statik: IFS DI Gerhard Saurwein, Innsbruck- Geolog. Bauaufsicht: Mag. Wolfram Mostler, Innsbruck- Geotechn. Bauaufsicht: DI Dr. Hans Teindl ZT GmbH Innsbruck- Ökolog. Bauaufsicht: Technisches Büro für BiologieMag. Irmgard Silberberger, St. Johann- Speicherteich: Stöckl Franz GesmbH, HollersbachTEERAG ASDAG KufsteinHOCH-TIEF-BAU IMST Wörgl- Pumpstation: AGB GesmbH (Hydraulik) HallElektro Berchtold GmbH PettnauTEERAG ASDAG Kufstein- Schneileitung: Tiroler Röhren- und Metallwerke Hall- Schneeerzeuger- PE Rohre: INTERFAB Snowbusiness GmbH Innsbruck- Folienverlegung: IAT GmbH. Weitensfeld

Neue Aeros von Gemini schneit bei 0° C

HDP Gemini führte zur Interalpin eine neue Schneilanze mit der Bezeichnung „Aeros” ein, die bereits bei 0° C mit 70% Luftfeuchtigkeit und 1° C kaltem Wasser schneit. Die 12 m hohe, dreistufige Lanze arbeitet mit einer neuen Druckluftund Düsentechnologie, wodurch Schneeproduktion knapp unter dem Gefrierpunkt möglich wird (- 2° C FKT).

Auf der Interalpin wurde die neue Lanze Aeros von Gemini offiziell eingeführt. Testbetriebe fanden bereits letzten Winter statt. Foto: Gemini

„Die Verbesserung bei der Aeros gegenüber der bisher bekannten Gemini-Lanze liegt im Grenztemperaturbereich, außerdem wird der Luftbedarf wird geregelt. Das heißt, wir setzen zwar im Grenztemperaturbereich mehr Druckluft durch und brauchen mehr Energie, wenn es jedoch kälter wird, wird zurückgefahren auf die Standardwerte (690 l/min). Der höhere Energieverbrauch ist also durch den um ca. 2 Grad früheren Schneibeginn gerechtfertigt. Ein Start bei -2° C FKT ist für eine Lanze sicher ein Spitzenwert. Bei unseren Tests im letzten Winter hat sich gezeigt, dass dies ein Riesenvorteil ist. Die Testkunden waren sehr zufrieden und ziehen einen Ankauf in Erwägung”, informiert Gerhard Fladenhofer die MM-Redaktion. Die Grundausführung ist gleich geblieben wie bei den Eco-Lanzen, die neuen Köpfe sind auch auf Eco-Lanzen montierbar, die Aeros ist mit dem bisherigen Gemini-System absolut kompatibel.Weitere Features der Aeros- Das lange Lanzenrohr garantiert eine hohe Fallhöhe bis 12 m und sichert eine gute Kristallisation des Schneekorns.- Der nach vorne gerichtete, fächerförmige Sprühnebel erzielt hohe Wurfweiten.- Der kuppelbare Düsenkopf mit integrierter Wasserheizung garantiert vereisungsfreien Betrieb.- Der kurze Knick erleichtert die Handhabung und hält den Düsenkopf in optimaler Position.- Die zuschaltbaren Düsen produzieren hohe Schneileistungen.- Die stabile, leicht zu montierende Aufstellvorrichtung benötigt kein Werkzeug. Daher extrem kurze Montagezeit.

Der Lanzenkopf arbeitet mit 12 Nukleatordüsen und 4 bis 8 Stück zuschaltbaren Wasserdüsen. Foto: Gemini

Technische Daten:Startbedingungen: 0° C/70 % rel. Feuchte/1° C WasserSchneeproduktion ab: 15 barWasserdurchfluss: 0,63 l/s bis 3,05 l/sProduktionsleistung: 5 bis 27,5 m3/hLuftverbrauch geregelt: 690 bis 1 600 l/minLuftdruck geregelt: 3 bis 8 barAnzahl Wasserdüsen: 4 bis 8 Stück (zuschaltbar)Anzahl Nukleatordüsen: 12 StückLanzenhöhe: 12 mGewicht: 135 kg

130 x T60 für Sölden: Schnee auf höchstem Niveau

Big 3, Golden Gate to the Glacier, Hannibal, Alpiner FIS Ski Weltcup – Sölden gehört im Winter zum Besten, was der Alpenraum in puncto Snow-Activities zu bieten hat. Die Basis des Erfolges ist jedoch die Schneesicherheit, die heuer massiv mit 130 Schneemaschinen T60 von TechnoAlpin ausgebaut wird.

Verschiedene Generationen von TechnoAlpin-Schneeerzeugern am Rotkogl in Sölden.

Hans Falkner, der 1916 geborene Seilbahnpionier des mittleren Ötztales und Vater von Jack Falkner, kam eher durch Zufall zum Seilbahngeschäft, doch er erkannte sehr schnell die Rolle der Schneesicherheit für den langfristigen Erfolg: Wenn wir den Winter-Tourismus im Ötztal aufbauen wollen, müssen wir Schneesicherheit bieten, so seine Philosophie. Sölden liegt in einer ungünstigen Mittellage zwischen Norden und Süden. Von beiden Seiten fällt relativ wenig Schnee, zusätzlich macht sich der Föhn negativ bemerkbar. Hans Falkner kannte diese Gegebenheiten bestens und wollte eine dauerhafte Lösung um Qualitätstourismus betreiben zu können. Diese fand er unter anderem in der Erschließung der Hänge oberhalb der 2 000 Meter und als Höhepunkt seiner Entwicklungs- und Aufbauarbeit in der Erschließung des Rettenbachferner-Gletschers. Endlich konnte Schneesicherheit garantiert werden. Jack Falkner, seit 1980 Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden setzte die Pionierarbeit seines Vaters fort. Auch die Maxime seines Handelns ist Innovation, Einzigartigkeit und Qualität. Diese spiegeln sich in Projekten wie Sölden als Weltcupdestination des alpinen Skizirkus, Hannibal, Mars: 2068, Big 3, Golden Gate to the Glacier etc. wieder. Die steigende Anzahl an russischen Wintergästen, die bekanntermaßen höchste Qualitätsanforderungen stellen, bestätigen die Marschrichtung. Basis des Erfolges: Schneesicherheit.

Die neue beschneite Fläche am Giggijoch bzw. den Gletscherverbindungspisten

MOUNTAIN MANAGER stellte 3 Fragen an Jack Falkner:MM-FRAGE: „Sölden gehört im Winter zum Besten, das der Alpenraum zu bieten hat. Worauf basiert der Erfolg von Sölden?“Jack Falkner: „Die erste Säule des Erfolges ist zweifelsohne die Schneekompetenz. Es gibt sehr viele Skigebiete in den Alpen, die über die natürliche Höhenlage verfügen. Genauso gibt es sehr viele Skidestinationen, die über technische Beschneiung verfügen. Es gibt jedoch sehr wenige Skigebiete, die auch auf einem Gletschergebiet liegen und Sölden hat zwei davon. Sölden hat in Punkto Schneekompetenz eine 3-fache Versicherung: Die natürliche Höhe, den Gletscher und die technische Beschneiung. Eine klare Positionierung bildet für uns die zweite Säule des Erfolges. Wir haben uns ganz klar als Sportund Unterhaltungsdestination positioniert. Diese Positionierung setzen wir konsequent im Winter wie im Sommer um. Beispielhaft können der Auftakt zum FIS-Ski Weltcup, zum FIS Snowboard-Weltcup oder der Ötztal-Radmarathon im Bereich Sport bzw. Veranstaltungen wie Hannibaloder die Auftaktveranstaltung zum World-Pyro-Award, der nach Sölden in Leipzig, Toronto und St. Petersburg Station macht, genannt werden. Der Faktor Einzigartigkeit stellt die dritte Säule des Erfolgs dar. Bei allen Events, egal ob sportlicher Natur oder dem Bereich Unterhaltung zugeordnet, achten wir auf Einzigartigkeit, Kontinuität und Qualität.“

130 Stück der neuen T60 von TechnoAlpin werden zur nächsten Wintersaison in Sölden zum Einsatz kommen. Fotos: TechnoAlpin

MM-FRAGE: „Im heurigen Sommer wird massiv in die Beschneiung investiert. Welche Erfahrungen machten Sie in der vergangenen Wintersaisonund welche Perspektiven ergaben sich daraus?“Falkner: „Unser Ziel ist es, dass der Wintergast in der Talstation beim Parkplatz in die Gondel steigt, und bis zum höchsten Punkt des Skigebietes fahren kann, ohne ins Auto steigen zu müssen. Es hat sich gezeigt, dass die natürliche Höhe und die Anbindung an das Gletscherskigebiet nicht ausreichen. Mit der neuen Beschneiungsanlage wollen wir die Lücke schließen, die uns die letzten beiden Winter ganz drastisch aufgezeigt haben. Besonders der letzte Winter hat die Entscheidung für die Beschneiungsanlage, die wir im Sommer 2005 getroffen haben, nochmals zusätzlich bestätigt. Die Beschneiungsanlage am Rotkogl wird die Verbindung zwischenWinterskigebiet und Ganzjahresskigebiet am Gletscher darstellen.“

Jack Falkner, GF der Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden: „Die Basis unseres Erfolges ist die Schneesicherheit.“

MM-FRAGE: „Welche Ziele werden mit der neuen Beschneiungsanlage verfolgt?“Falkner: „Ganz salopp gesagt, heißt die primäre Anforderung: Minimale Einschneizeit bei bester Schneequalität. Das heißt, die 65 ha Pistenfläche am Rotkogel müssen in einer Woche eingeschneit werden. Gemäßunseren hohen Qualitätsstandards wollten wir dafür auch das beste Produkt am Markt. Das haben wir uns nun mit einer Anlage von TechnoAlpin, bekanntlich dem Rolls Royce unter den Schneeerzeugern, zugelegt. Zum Einsatz werden 130 Stück der neuesten Schneeerzeugergeneration aus dem Hause TechnoAlpin, die T60, kommen.“MM: „Besten Dank für das Gespräch.”

Pistenfläche am Rotkogel

Beschneiungsanlage ROTKOGLAb Herbst 2007 geht die Schneeanlage Rotkogl nach 2-jähriger Bauzeit in Betrieb. Ab diesem Zeitpunkt ist die maschinelle Beschneiung der Pisten am Giggijoch und der Gletscherverbindungspisten möglich. Das dazu benötigte Wasser wird aus dem neu errichteten Teich unterhalb der Rotkoglhütte entnommen. Die Befüllung des Speicherteichs erfolgt über eine Zuführleitung von der Wasserfassung am Rettenbachgletscher- Schneeerzeuger: 130 Stück- Fassungsvermögen Speicherteich: 150000 m3- Beschneite Fläche: ca. 65 ha- Rohrleitungslänge: 16 km

Neuheit von CORTECH: Schneemaschinen ohne Kabel und Strom steuern

Italo Corona, Eigentümer der Firma CORTECH aus Canal S. Bovo, stellte auf der Interalpin eine Weltneuheit vor: die revolutionäre Schneemaschinen- Kontrolle „C-matic”, die ohne Strom, Kabel, Chipkarten und bordgestützte Computer auskommt. Damit lassen sich vor allem manuelle Anlagen sofort und kostengünstig automatisieren.

Italo Corona, Eigentümer der Firma CORTECH, präsentierte der Presse auf der Interalpin seine Neuheiten. Fotos: mak

CORTECH wurde Anfang der 90er-Jahre gegründet und hat viele Neuheiten wie z. B. die Hydrobox (versenkbare Schacht-Säule), den Hydrostop (intelligenter, entfernbarer Hydrant), Skitrack (Motorschlitten zum Spuren) und vor allem die Campus Pole (Nukleatoren-Lanze) auf den Markt gebracht, ehe die Firma im Jahr 2000 Teil der Snowstar-Gruppe wurde. Seit 2005 geht Italo Corona wieder eigene Wege und hat seither neue Propellerkanonen (Lynx), neue Lanzen (Hawk) und ein breites Sortiment an Zubehör entworfen – darunter die eingangs erwähnte Automatiksteuerung C-Matic. Dank dieser ist jede beliebige Schneilanze automatisierbar – vorausgesetzt, es ist eine zentrale Wasser- und Luftzufuhr vorhanden –, das System ist nämlich mit allen handelsüblichen Produkten kompatibel. Die durch internationale Patente geschützte C-Matic garantiert folgende Funktionen:- Automatischer Start.- Automatisches Ausschalten.- Einstellen der Schneeart.- Regulierbarer Wasserdurchsatzje nach Temperatur und zwar ohne Einsatz von Strom,Kabeln, Elektronik oder Bordcomputer. Für den Betrieb genügen Wasser unter Druck und Luft unter Druck. Das Herz des C-Matic-Systems liegt im Schacht.Es lassen sich auf diese Weise der Start der Pumpstation steuern und die Position der Maschinen am PC anzeigen.„Wir möchten mit unserem Konzept vermeiden, dass die Betreiber mit der eher ungeliebten Elektronik arbeiten müssen und Kabel auf der Piste haben”, so Corona.

Die Lanze Hawk mit dem neuen Lanzenkopf Testa Rossa wurde am CORTECHStand ausgestellt.

Neuer Lanzenkopf Testa RossaCORTECH verbindet dieses System mit einem neuen, kompakten Lanzenkopf, den „Testa Rossa” für die Lanze Hawk. Dieser rote Kopf im platzsparenden Design, erstmals in Innsbruck am 18.4. vorgestellt, verhindert angeblich das Problem der Eisbildung völlig und braucht keine elektrische Heizung zum Funktionieren. Zugleich ist die Ausbeute im Grenztemperaturbereich erhöht (ab 2,3 m3/h Wasserdurchsatz). Laut Italo Corona ist auch der Testa Rossa ein bedeutender Fortschritt für die Branche, zumal er auf einer neuen Konstruktionsweise beruht. Ausgestattet mit 8 Doppelklingen-Düsen und 2 Nukleatoren stellt er eine interessante Kombination von Produktionsleistung und Kosten dar. Die ersten Anlagen mit diesen Neuheiten werden heuer in Italien installiert.

Konzept Winterplanet – Skihallen-Zielgruppen zu 10 % Kosten

Die Vakuum-Technologie der israelischen Firma IDE für temperaturunabhängiges Schneien (bis zu +30° C) in großen Mengen ist in der Branche inzwischen ein Begriff. Angesichts der Klimaerwärmung stößt sie bei den Skigebieten auf immer größeres Interesse, ist aber aufgrund der hohen Investitionskosten nicht für großflächige Beschneiung geeignet. Trotzdem sind vielversprechende Anwendungen für Pistenbetreiber möglich, die neue Zukunftsperspektiven zulassen – etwa die „Skihalle ohne Halle” für stadtnahe Kleinlifte. Das hieße, dass sich große Alpen-Skigebiete z. B. in Deutschland Außenposten leisten, die im Gegensatz zur Skihalle finanzierbar und dank eines IDE-Snowmakers schneesicher sind. Mit diesem „Winterplanet” genannten Konzept könnte u. a. dem Ski-Nachwuchsproblem entgegengewirkt werden.

Winterplanet, ein neues Konzept mitsamt 100 % Schneegarantie, welches das Wintererlebnis zu den Menschen in deutschen Ballungsräumen bringen soll. Grafik: Zau{:berg:} – Semmering

Um auch zukünftig die Frequenzen in den Skigebieten zu sichern, empfiehlt sich u. a. die Strategie, das Wintererlebnis zu den Menschen in die Ballungszentren zu bringen. Aus dieser Idee heraus sind in den letzten Jahren zahlreiche Indoor-Schnee-Erlebniswelten entstanden und eine Menge weiterer befinden sich im Projektstadium. Schon etliche renommierte alpine Skigebiete nutzen diese wetterunabhängigen SnowDomes in den Herkunftsländern ihrer Gäste als Plattform zur Präsentation bzw. Bewerbung samt angeschlossenem Reisebüro.Eine zweite Taktik im o. a. Sinn ist der massive Ausbau der Beschneiungsanlagen in stadtnahen Mittelgebirgsskigebieten wie dem Sauerland oder dem Schwarzwald, um die Gäste buchstäblich dort abzuholen, wo sie zuhause sind. Doch trotz der teils überwältigenden Erfolge – die Jever Skihalle Neuss zählt z. B. jährlich eine Million Besucher, das Skiareal am Schwarzwälder Feldberg verbuchte in der Saison 05/06 eine halbe Million Ersteintritte – haben sowohl das Konzept der Skihallen als auch der konventionellen Beschneiung klimatisch geeigneter Mittelgebirgsskigebiete ihre Schwächen:Schwächen der Skihallen- Skihallen können wegen der enormen Investitions- und Betriebskosten nur an wenigen Standorten wirtschaftlich betrieben werden. In Deutschland gibt es kaum noch geeignete Standorte.- Obwohl die Hallen Skibetrieb an 365 Tagen im Jahr ermöglichen, bleiben sie im Sommer weitgehend ungenutzt, die Nachfrage konzentriert sich auf die Zeit von Oktober bis Ostern. Die Infrastruktur wird also am wenigsten genutzt, wenn sie am teuersten zu betreiben ist.- Wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit wird die Lufttemperatur in den Hallen als beißend kalt empfunden, was sich negativ auf das Gesamterlebnis auswirkt.- Ein entscheidender Aspekt der Faszination des Schneesports wird im kühl-industriellen Ambiente der Indoor-Pisten nicht transportiert: das Naturerlebnis! Gerade die beiden letztgenannten Aspekte lassen die Begeisterung oft nicht aufkommen, die erforderlich wäre, um aus Anfängern, deren erster Kontakt mit dem Schneesport in einer Halle stattfindet, regelmäßige Wintersportler zu machen. Sie sind für die Branche wahrscheinlich für immer verloren! Auf der Habenseite können die Hallen jedoch eine komplette und meist reibungslose Servicekette verbuchen: sie bieten Shopping, Gastronomie, Verleih, Unterricht und Schneesportaktivitäten aus einer Hand.

Stärken und Schwächen von ballungsraumnahen Schneesportangeboten. Grafik: Viehauser

Schneeproblematik im MittelgebirgeDie Stärken der Ziele im Mittelgebirge sind demgegenüber das Natur- Erlebnis, das vergleichsweise günstige Preisniveau und die Vielfalt der möglichen Schneesportaktivitäten, vom Schneeschuhwandern bis zur Pferdeschlittenfahrt, die den Winter hier als Lebensstil erlebbar machen. Das Problem hierbei ist nur, dass in den deutschen Mittelgebirgen nur an wenigen hochgelegenen Standorten mit Hilfe konventioneller Beschneiungstechnik ausreichend verlässlich Schnee produziert werden kann. Und selbst mit Beschneiungsanlagen kann keine 100 %ige Schneesicherheit gewährleistet werden. Gerade diese Regionen unterliegen fast ausnahmslos strengen Naturschutzauflagen, was die Entwicklungsmöglichkeiten erheblich einschränkt, und ihre Verkehrsanbindung ist selten optimal. Eine meist zersplitterte Betreiberstruktur limitiert die Wertschöpfung und verhindert häufig die konsequente Ausrichtung des Angebots an den Gästebedürfnissen. Für qualitätsorientierte alpine Wintersportregionen kommen diese Areale daher kaum als Partner in Frage.

Der IDE All Weather Snowmaker ist eine bereits weltweit eingesetzte Vacuum Ice Machine mit 200 m3–2000 m3 Produktion/Tag. Foto: IDE

Eine neue Vision mit der VIMAls Alternative zu den o. a. Konzepten, die Bevölkerungsmassen der Ballungsräume mit schnell erreichbaren Schneeangeboten zu „versorgen”, hat Felix Viehauser – bekannt als Betreiber der Internet- Branchenplattform „seilbahn.net” sowie der Softwarefirma SEC aus Bad Hofgastein – das Konzept „Winterplanet” entwickelt. Es überwindet die jeweiligen Schwachstellen von Skihallen und Mittelgebirgen, indem es mittels der wetterunabhängigen Vakuum Ice Machine (VIM) von der Firma IDE Kleinliften in Stadtnähe eine Piste schneesicher macht (Formel: 700 m Piste in 14 Tagen eingeschneit bei 700 m3 Schnee/Tag Produktion).Schlagwort: „eine Skihalle ohne Halle”! Konkret kann man sich darunter folgendes vorstellen:- ein Areal mit vielfältigen Schneeund Bergsportangeboten (Carving, Freestyle, Rodeln, Tubing, Instant Fun Tools, Schneeschuhwandern, Snowplay, Zip-Riding, Klettern, Rope Course, Nordic-Sports, Lookout u.v.m.) sowie herausragenden Dienstleistungen (Kinderbetreuung, Schneesportschule, Verleihcenter, Gastrotainment, VIP-Club, Lodging, Convenience-Bereich mit Duschen und Umkleiden, Relax-Center);- in unmittelbarer Nähe einwohnerstarker Ballungsräume,- unter freiem Himmel in natürlicher Gebirgslandschaft, aber dennoch,- mit 100 %iger Schneesicherheit von November bis März,- sowie herausragender Qualität und vertriebsstarkem Management aus einer Hand.Stärken bisheriger Konzepte vereinigt „Damit vereint der Winterplanet als menschlich dimensioniertes, naturnahes und damit authentisches Universum zum Erleben der Fliehkraft am Berg die Vorteile und Stärken der bisher am Markt eingeführten Konzepte und sichert sich damit den entscheidenden Wettbewerbsvorteil”, erklärt Viehauser die Vision. So eine Positionierung ist seiner Meinung nach die Grundlage für einen wirtschaftlich profitablen Betrieb, zumal sich ein „Winterplanet” schon mit 10 % der Investition einer Skihalle realisieren lässt. Daher könnte es sich bei guter Standortwahl rasch rechnen. So gesehen wäre ein „Winterplanet” prädestiniert als strategischer Partner für alpine Skigebiete im Sinne eines Breeder-, Feeder-, Leader- Konzeptes: d. h. auf dem „Winterplanet” werden die neuen Skifahrer „ausgebrütet”, mit welchen die führenden Schneeziele im Alpenland später „gefüttert” werden. Auf diese Art lohnt sich die Investition doppelt! Während die am Markt befindlichen konventionellen Beschneiungssysteme zur Schneeproduktion Minustemperaturen benötigen, arbeitet die VIM unabhängig von der Umgebungstemperatur – und zwar umweltfreundlich und energieeffizient. Es sind zwar die Anfangsinvestitionen beim „All Weather Snowmaker” VIM etwas höher, dafür aber die Betriebskosten weitaus geringer als bei herkömmlichen Schneeanlagen und die in Skihallen fortwährend erforderliche, teure Kühlung entfällt ebenfalls. Schmelzverluste der Schneedecke können jederzeit ausgeglichen werden, daher ist voller Betrieb auch während warmer Perioden garantiert. Oder anders formuliert: Damit kann Schnee während jener Zeit, in der die Gäste danach verlangen, auch ohne Halle zu 100% garantiert werden – jedoch zu weitaus günstigeren Kosten.

Der Schneehügel in Südafrika bei der Goldmine von Anglo Gold Ashanti, die mit der VIM gekühlt wird, eignet sich auch ausgezeichnet für alle Wintersportaktivitäten. Foto: IDE

Investoren willkommenViehauser hat bereits 15–20 Standorte in Deutschland ausfindig gemacht, die über bestehende kleine Skilifte (Bürgermeisterlifte) verfügen, aber seit Jahren wegen der Erwärmung keinen Betrieb mehr zustande bringen und obendrein total veraltet sind. Aber sie haben zum Teil ein sehr gutes Einzugsgebiet und wenn 100 Betriebstage garantiert sind, lassen sich Marketingmaßnahmen treffen. Für Investoren kann sich das sehr schnell rechnen, außerdem kommt man in so einem Fall viel schneller mit den Genehmigungen durch. Laut Viehauser interessiert sich eine große Bank bereits dafür, solche Projekte in Form eines Fonds zu finanzieren und eine Handvoll österreichischer Skigebiete überlegt sich bereits ein Engagement. SEC sucht aber noch weitere Investoren – schließlich gibt es in den deutschen Mittelgebirgen mehr als 1 200 Aufstiegshilfen, genug also, um für jeden wichtigen Ballungsraum einen passenden Standort zu finden. makInfos:Ing. Felix ViehauserGriesgasse 6A-5630 Bad Hofgastein++43(0)6432/3849www.sec.at

Technik der VIMDie „Vacuum Ice Machine” (VIM) erzeugt Schnee aus Vakuumverdampfung. Die Technologie nutzt Wasser als Kühlmittel. In der VIM führt ein hohes Vakuum zum Phänomen der dreifachen Aggregatzustände des Wassers nebeneinander.Ein Teil des Wassers verdampft, während das restliche Wasser gefriert. Das Eis-Wasser-Gemisch wird aus der Maschine in einen Schneekonzentrator gepumpt, wo das Wasser und die Schneekristalle getrennt werden. Daraus ergibt sich qualitativer hochwertiger Schnee bei jeder Umgebungstemperatur bis + 30° C.- Produktionskapazitäten von 170–2000 m3/Tag,- empfohlene Größe: VIM 400 für 680 m3/Tag,- Energieverbrauch: 6,7 kWh/m3 bei 6° Wasserzufuhr,- umweltfreundliche Schneeproduktion ohne chemische Zusatzstoffe,- seit mehreren Jahren weltweit eingesetzte Technologie für Kühlzwecke.

Dr. Karl, Fachverbandsvorsteher Österreichs: St. Johann/Tirol schneite bei -0,5° FKT mit Zottl

Die Bergbahnen St. Johann/Tirol unterstützen die Bemühungen der Firma Zottl, der Branche mit einer neuartigen Propellermaschine das (trockene =

Interviewpartner DI Dr. Ingo Karl, GF der Bergbahnen St. Johann und Österreichs Fachverbandspräsident, setzte als erster Seilbahner der Alpenrepublik Zottl-Maschinen ein. Foto: Studio

MM-FRAGE: „Ingo, wie kam es zu Deiner Entscheidung für die außergewöhnlichen ZEKMaschinen?”Dr. Karl: „Ich predige bei diversen Besprechungen mit den Zulieferern von Beschneiungsanlagen aber auch bei Seilbahntagungen seit 5 Jahren immer wieder, dass es nicht angehe, dass diese Firmen nur verkaufen und verkaufen, und sich nicht intensiv um (revolutionierende) Forschung und Entwicklung kümmern. Ein neues Gehäuse und niedrigere Aggregate sind keine echten Innovationen, diese müssen vielmehr in den Bereichen Kältetechnologie, Steuerung und Regelung stattfinden. Hier hat sich vor allem ein Südtiroler Hersteller sehr engagiert, aber sonst ist relativ wenig passiert. Es gibt ja sicher eine Vielzahl von Zugängen zur Kältetechnik und hier sollten die Schneemaschinen-Produzenten überprüfen, was für unsere Belange adaptierbar ist. Auf meine Appelle hin ist natürlich jahrelang nichts geschehen, bis ,zufällig’ ein Quereinsteiger in unsere Branche, die niederösterreichische Firma Zottl, einen Schritt in diese Richtung getan hat. So trifft bei der Zottl z. B. die Luft schon in der optimalen Strömung auf das Ventilatorblatt, der Kompressor ist stärker, ohne mehr Energie zu verbrauchen als durchschnittliche Propellermaschinen und viele weitere Kleinigkeiten. Das hat mir gefallen und meine Leute haben nach einem Test im März 2006 bestätigt, dass die Zottl geschnien hat, während aus Propellermaschinen anderer Marken nur Wasser versprüht wurde. Hierauf habe ich mich für eine Zusammenarbeit als Testgebiet zur Verfügung gestellt – das heißt, wir bezahlen für den Einsatz der 5 ZEKMaschinen, können diese aber Ende Februar 2007 zurückgeben, wenn sie unsere Erwartungen bezüglich Leistungen im Grenztemperaturbereich nicht erfüllen. Derzeit (Ende Jänner) geht die Tendenz dazu, sie zu behalten.”

Die neue ZEK147 C von Zottl beim Schneemachen vor der Kulisse von St. Johann am 4. 11. 2006. Foto: Zottl

MM-FRAGE: „Hat die ZEK die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt?”Dr. Karl: „Bezüglich der Temperaturen sehr wohl. Die Maschine arbeitet im Grenztemperaturbereich tatsächlich bei -0,5° C Feuchtkugeltemperatur – das will ja was heißen! Wir schneien dabei zwar nicht überaus viel, aber immerhin es funktioniert. Wieviel Schnee wir genau produziert haben, kann ich erst nach Abschluss der Mengenmessungen bekannt geben. Die Maschine hat natürlich noch Kinderkrankheiten, die jetzt vermutlich der Reihe nach beseitigt werden. Für mich ist sie eine reinrassige Testmaschine mit vielversprechenden Zukunftschancen. Früher als wir in St. Johann hat meines Wissens nur die (klimatisch begünstigtere) Reiteralm Schnee produziert. Wir haben vor allem die Senken von Wegkanten bei Pistenquerungen beschnien, die bekanntlich immer sehr viel Maschinenschnee brauchen und einen Betreiber immer sehr aufhalten. Bis knapp vor Weihnachten sind die Senken mit Schnee gefüllt geblieben, so dass wir uns nachher, als die Temperaturen wieder allgemenein Schneeproduktion zuließen, um einiges leichter getan haben. Wir hätten mit 5 Zottl-Maschinen aber niemals eine Piste einschneien können, weil es nie so lange die -0,5° C Feuchtkugel gehabt hat. Es ist jedoch den Leuten im Unterinntal aufgefallen, dass St. Johann schneit, und die Kunde hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet – auch bei anderen Schneierfirmen.”MM-FRAGE: „Was sind ihre größten Vorteile bzw. gibt es auch Nachteile, z. B. beim Handling aufgrund des Gewichtes oder bei der komplizierten Steuerung?”Dr. Karl: „Die größten Vorteile sind die um ca. 3° C höheren Feuchtkugeltemperaturen, die einen Schneistart erlauben, bei kaum mehr Energieverbrauch als normale 5-Ring-Maschinen. Die ZEK ist tatsächlich kompliziert in der Steuerung, aber meine Leute haben nach einem halben Tag Einschulung die Sache verstanden. Das Handling mit Pistengeräten ist grundsätzlich an der Grenze. Gewichtsreduktion wäre also wünschenswert, ebenso Vereinfachung der Steuerung. Man sollte Zottl in jedem Fall die Chance für weitere Optimierungen geben.”

MM-FRAGE: „Wie ist der Vergleich zu Deinen anderen Propellermaschinen?”Dr. Karl: „Die anderen Propellermaschinen sind bei -0,5° C Feuchtkugel noch still gestanden, weil wir diese erst bei -3,6° C Feuchtkugel starten können. Die relative Luftfeuchtigkeitbetrug ca. 75 %, das heißt, dass die Lufttemperatur tatsächlich im Plusbereich lag (ca. +0,75° C).MM-FRAGE: „Hat man mit dieser Maschine eine Waffe gegen zu warme Winter gefunden? Liegt hier die Zukunft der Beschneiung?”Dr. Karl: „Ja, sie ist eine Waffe, allerdings eine noch zu teure! Das wird sich aber mit der Serienproduktion ändern. Die Maschine hat das Potenzial, im Niederdrucksektor eine neue Dimension zu eröffnen. Hannes Zottl wird sicher nicht ruhen, bis er eine optimale Variante ausgetüftelt hat. Welche Grenztemperautr-Werte mit diesem Aggregates noch zu erreichen sind, kann ich nicht sagen. Ich glaube, dass dieser Zugang zur Kältetechnik derzeit bei 0° C FKT seine Grenzen hat. Von dort weg sind andere Zugänge vonnöten. Die israelische Firma IDE zeigt uns ja mit einem ,Zufallsprodukt’ vor, wie leicht es ginge – in diesem Fall mit der Vakuum-Technologie. So gesehen hat unsere Branche also noch Pfeile im Köcher in Hinblick auf die Klimaerwärmung. Bei einer raschen Weiterentwicklung der Schneeerzeuger haben die Skigebiete auf alle Fälle Perspektiven. Ich denke, dass technologisch ein Schneien bei +5° C in den nächsten 10 Jahren erreichbar ist.”MM: „Wir danken für das Gespräch.”

Eine Aufnahme vom 21. Dezember 2006. Laut Zottl ist die ZEK die Maschine mit dem geringsten Energieverbrauch per m3 Schnee im Grenzbereich. Foto: Zottl

Großoffensive am Spitzingsee mit 50 LENKO-Maschinen

Die Alpenbahnen Spitzingsee GmbH. errichtet derzeit eine der größten Beschneiungsanlagen Bayerns: 50 Propellermaschinen von LENKO werden in zwei Ausbaustufen die Suttenabfahrt und Teile der Stümpflingabfahrt mit 240 l/s verfügbarem Wasser in 60 Stunden einschneien! Auf diesen Wert hin hat das Ingenieurbüro Klenkhart bei der Gesamtplanung die Schlagkraft ausgelegt. Bemerkenswert ist, dass man am Spitzingsee bisher noch keine Erfahrungen mit der Schneeproduktion hat und sich trotzdem gleich für diese Riesendimension entschied, die faktisch einen Endausbau darstellt.

28 Türme Winchtower liefert LENKO bei der ersten Ausbaustufe nach Spitzingsee. Foto: LENKO

Am Spitzingsee musste vor drei Jahren eine Grundsatzentscheidung getroffen werden: aufhören oder weitermachen. Der international bekannte Urlaubs- und Wintersportort in den Bayerischen Alpen in der Region Schliersee war vor 30Jahren die Winterdestination vor den Toren Münchens schlechthin, zuletzt musste die damalige Betreibergesellschaft jedoch Konkurs anmelden.Es fanden sich schließlich Interessenten, die sich eine positive Weiterführung nach einer intensiven Modernisierung vorstellen konnten. Geschätzter Investitionsbedarf: 10 Millionen Euro. Konkret waren dies die Unternehmensgruppe Schörghuber mit GF Stefan Schörghuber und die Kreissparkasse Miesbach. Die neue Gesellschaft begann sofort mit der Erneuerung des 2er-Sesselliftes Stümpflingbahn in eine kuppelbare 4er-Sesselbahn, ein Jahr später folgte die Suttenbahn, die ebenfalls von einem 2er-Sessellift in eine 4 SBK mit Wetterschutzhaube umgewandelt wurde. Dadurch wurde das Tegernseer Tal an das Skigebiet Spitzingsee angeschlossen, und zwar in 6 Minuten Fahrzeit statt deren 18 wie vorher. An der Talstation wurden die Parkplätze auf 200 verdoppelt und ein Ski-/Boardverleih bzw. –Service errichtet. Ein wichtiger Schritt war im Dezember 2005 auch die Eröffnung der neuen „alten“ Jagahütt’n am Gipfel des Stümpfling, dem 1506 m hohen Hausberg am Spitzingsee. Die 100 Jahre alte Traditionsgaststätte im Blockhausstil mit 130 Innen- und 300 Terrassenplätzen wurde von der Valepp neben die Bergstationen der am Stümpfling zusammentreffenden Sutten- und Stümpflingbahn versetzt und so zu einem zentralen Treffpunkt in der Skiregion aufgewertet. Nach wie vor in Betrieb ist Taubenstein-Kabinenbahn (1700 m) und zwei Schlepplifte. Diese Maßnahmen sollen das nur 70 Kilometer von München entfernte Skigebiet besonders attraktiv für Incentive- und Gruppenreisen machen, wovon auch die umliegenden Hotel- und Gastronomiebetriebe profitieren würden.

Panoramabild Wintersportgebiet Spitzingsee. Foto: Alpenbahnen Spitzingsee

Lärmarme Whisper-Maschinen gefragtDie erste Etappe sieht die Beschneiung der Suttenabfahrt und der Lorapiste vor, nächstes Jahr will man dann noch den unteren Teil der Stümpfling-Abfahrt machen. Für jede Etappe liefert LENKO jeweils 25 Propellermaschinen der Type FA540, davon sind bei der heurigen Etappe drei lärmarme Whisper-Maschinen. Außerdem haben die Alpenbahnen 28 Schneitürme für die 42 Schächte der ersten Etappe bestellt. Der sogenannte 6 m hohe, elektrisch bedienbare LENKO-Winchtower benötigt kein Fundament, kann also direkt auf den Schacht gesetzt werden. Durch den Turm erhöht sich die Schneileistung um ca. 20 %. Neu ist, dass die Schneemaschinennun auch (bei Bedarf) vom Turm aus bedient werden können. Im allgemeinen ist dies jedoch nicht notwendig, da die Anlage vollautomatisch per Funk über das Leitsystem SNOWNet gesteuert wird. Die Schneerzeuger werden von LENKO komplett mit grünen Abdeckhauben geliefert, damit sie problemlos auf denTürmen stehen gelassen werden können. Dies ist aufgrund des geringen Serviceaufwandes erstens kein Problem (ölfreier Kompressor) und zweitensauch aus ökologischer Sicht besser, da man sonst beim Aufstellen im Vorwinterdie Wiesen in Mitleidenschaft sziehen müsste.

Baustelle Hauptpumpstation an der neuen Beschneiungsanlage Suttenabfahrt. Foto: DI Weiler/Klenkhart

Nur 60 Stunden EinschneizeitDie Einschneizeit wurde wie eingangs erwähnt auf 60 Stunden ausgelegt – ein Wert, der eine schlagkräftige Anlage bedingte. Verständlich, da in diesen Höhenlagen zwischen 1 100–1 500 m jede verfügbare Zeit optimal genutzt werden muss und viel im Grenztemperaturbereich gearbeitet werden wird. Nach der zweiten Ausbaustufe wird man es am Spitzingsee also mit einer der größten Anlagen in Bayern zu tun haben. Man hat hier keine „Salamitaktik“praktiziert, sondern die Anlage sofort für den Endausbau konzipiert.Die Ausschreibung, Oberbauaufsicht und Behördeneinreichung wurde von DI Christian Weiler, Ingenieurbüro Klenkhart, abgewickelt.  Keine leichte Aufgabe für die bewährtenPlaner, die Auflagen für die Umweltverträglichkeit zu bewältigen. Man musste Verzögerungen bei der Bewilligung hinnehmen.Von den in Frage kommenden drei Schneemaschinenanbieternbekam schließlich LENKO den Zuschlag. Als Begründung gab Geschäftsführer Peter Lorenz neben demguten Preis-Leistungsverhältnis die Tatsache an, dass der angebotene Schacht Turmlösungen zuließ, ohne dass Fundamente nötig sind. Weiters war auch die Whisper-Maschine ausschlaggebend, die wegen des Lärmgutachtens gebraucht wird und bei LENKO den Vorteil hat, dass man diese Maschine aufgrund ihrer zwei Drehzahlbereiche auch wie eine „normale“ Maschine einsetzen kann. Folglich muss keine weitere Maschinentype gekauft werden, wie es bei den Mitbewerbern der Fall gewesen wäre, um diese Schneemenge zu erreichen.

Die Interviewpartner beim MM-Lokalaugenschein (v. l. n. r.): Günther Praxmarer (LENKO Austria), Michael Manthei (LENKO Deutschland), Peter Lorenz (Technischer GF Alpenbahnen Spitzingsee) und BL Stefan Heiß.

Wenig Verstellarbeit durch große BestückungFür die Firma LENKO ist dieser Auftrag einschönes Referenzprojekt. Selbstverständlich wird man die neu aufgestellte Schneimannschaft bei ihren ersten Schneierfahrungen tatkräftig unterstützen. „Wobei einem ja die Automatik bereits viel Arbeit abnimmt“, bemerkt LENKO-Austria Geschäftsführer Günther Praxmarer. „Auch das Beispiel Oberjoch zeigt, dass man auf Anhieb viel Erfolg haben kann. Außerdemergibt sich bei dieser großen Bestückung relativ wenig Verstellarbeit.“Von der Initiative in Spitzingsee profitiert übrigens auch Deutschlands größter Skipass- und Bergbahnverbund mit 75 Bahnen und Liften, die „Alpen Plus Partner“, zu denen auch noch der Skizirkus Brauneck-Wegscheid in Lenggries, die Wallbergbahn in Rottach-Egern/Tegernsee, das Skiparadies Sudelfeld in Bayrischzell/Oberaudorf sowie das Skizentrum Zahmer Kaiser in Walchsee-Durchholzen/Tirol gehören. Der seit 2002 bestehende Kartenverbundsetzt auf moderate Kartenpreise und die schnellere Erreichbarkeit für den Großraum München bzw. Rosenheim. Angesichts der hohen Spritpreise heutzutage kein unwichtiges Argument für viele Familien.mak

Paana: Der kleine Gigant mit der Mega-Leistung

Mit einer Arbeitsbreite ab 2,10 m sind Paana-Pistengeräte der optimale Partner für die Pisten- und Loipenpflege. Zum Saisonschluss präsentierte die Firma Watzinger, die seit August 2005 als Generalvertreter für Österreich und die angrenzenden Länder agiert, die kleinen Finnen im Praxiseinsatz.

Bildunterschrift

Probieren geht über Studieren: Unter diesem Motto trafen sich am Samstag, 18. März, Abgesandte von Tourismusverbänden und Gemeinden aus ganz Österreich, um sich selbst von den einzigartigen Vorzügen der Paana Pisten- und Loipengeräte zu überzeugen. Wer dabei nur an einen langweiligen Vortrag dachte, lag in diesem Fall falsch. Die Teilnehmer der Präsentation konnten sich gleich selbst hinter das Steuer schwingen und Spuren in den Schnee ziehen. Bereits erfahrene Paana-Lenker standen mit Rat und Tat zur Seite. Zusätzliche Unterstützung erhielt man bei Watzinger zu diesem Event aus Finnland. Erfinder und Ur-Vater der Paana Pistengeräte, Olavi Paananen, und Kari Ristanen, Export Manager der Firma Keiteleen Latukone, wo die Pistengeräte auch gebaut werden – und ehemaliges Mitglieder der finnischen Langlauf Nationalmannschaft ließen ebenfalls an ihrem praxisbewährten Know-How teilhaben und beantworteten detailliert und fachmännisch alle Fragen. Beim abschließenden Abendessen wurde dann noch fachgesimpelt und über die Vorzüge der Paana Pistengeräte diskutiert.

Weitere Infos zu den Paana-Maschinen und Bombardier Freizeitgeräten erhalten Sie unter www. paana.at und www.ski-sea-atv.at

Nische gefundenMit dieser Maschine beweist Klaus Watzinger einmal mehr sein feines Gespür für Marktlücken. Wie der Slogan „Der kleine Gigant mit der Mega-Leistung“ bereits vorgibt, eignet sich die Paana mit ihren vergleichsweise geringen Maßen optimal für die Loipenpflege und auch für die Pistenpräparation. Enge Durchfahrten und Tunnel, in denen andere aufgrund ihrer Größe scheitern, sind für dieses Gerät kein Problem. Interessierte Besucher konnten bei der Präsentation im März außerdem die bereitgestellten Motorschlitten ausprobieren und über den Schnee „brettern“, der von den Pistenraupen optimal aufbereitet war. Watzinger hatte in den letzten Jahren das Segment der Bombardier Freizeitgeräte rund um Motorschlitten, ATV/Quad und Jet Ski (Sportboot) intensiv aufgebaut, sodasszum Testen nur allerbestes Material zur Verfügung stand. Bereits jetzt ist das Reichenauer Unternehmen damit eine Topadresse für Bombardier Freizeitgeräte in Mitteleuropa.

Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
Neueste technische Entwicklungen, zukunftsweisende Trendanalysen und internationale Recherchen stehen im Vordergrund der Berichterstattung.
Aktuelle Reportagen über branchenrelevante Ereignisse, interessante Beiträge von renom mierten Gastautoren sowie Interviews mit markanten Persönlichkeiten und wissenswerte News machen den MOUNTAIN MANAGER zur Pflichtlektüre.

Kontakt
  • EuBuCo Verlag GmbH, Geheimrat-Hummel-Platz 4, 65239 Hochheim
  • 0049-(0)6146-605-0
  • vertrieb@eubuco.de