40 Jahre NILS – mehr Partner als Lieferant

Schmiermittelspezialist NILS aus Burgstall (Südtirol) hat auch in den letzten beiden Krisenjahren ein Umsatzplus im Wintertechnik-Segment erreicht und seine Marktanteile weiter ausgebaut. Die Erweiterung des Firmensitzes sowie auch die Tochtergesellschaft in Wörgl haben eine positive Resonanz hervorgerufen. Die Liefergeschwindigkeiten sind aufgrund der Kapazitätserhöhung gestiegen, so dass die Kundenbedienung noch schneller abgewickelt werden kann. Auf jeden Fall kann NILS heuer mit Stolz auf eine 40 Jahre anhaltende Firmengeschichte zurückblicken – nicht ohne die Entwicklung weiter voranzutreiben.

NILS hat sich zum Komplettanbieter für Bergbahnen entwickelt. Fotos: NILS

Wie Martin Holzer, technischer Verkaufsleiter der NILS GmbH in Österreich, im Gespräch mit der MM-Redaktion durchblicken ließ, sind derzeit neue Produkte für Pistenfahrzeuge in Bearbeitung um immer an der Spitze zu bleiben. Etwa im Frühjahr 2012 ist mit der Markteinführung zu rechnen. Dann wird erstmals auch der Schweizer Markt bearbeitet. Bislang lag der Fokus auf Italien und Österreich, neue Märkte in Osteuropa kommen langsam aber sicher in Schwung. Mit Polen, Slowenien, Slowakei, und Tschechien konnte NILS voriges Jahr die Umsätze vom Vorjahr steigern. Es ist einmal ein Anfang, sagt Holzer, im Vergleich dazu konnten wir im Herbst 2010 in Österreich den 5000. Kunden begrüßen (alle Geschäftsbereiche zusammengerechnet)! In diesem wichtigen Markt sind wir flächendeckend mit 12 Mitarbeitern aufgestellt, für jedes Gebiet gibt es eigene Außendienstmitarbeiter  davon in Tirol alleine deren 5.

Schmiermittelspezialist NILS kann heuer mit Stolz auf eine 40 jährige Firmengeschichte zurückblicken.

Pool-Alpin LieferantSchon im Jahr 2010 hat sich NILS übrigens den Pool Alpin-Lieferanten angeschlossen. Weiters wurden die Motoröle auch auf die Anforderungen von Caterpillar-Motoren abgestimmt, wie sie z. B. beim neuen Prinoth Bison eingesetzt werden. Ansonsten blieb die bewährte Produktpalette unverändert: die Motoröle auf PAO-Basis BORA 10W40 und STRATOS 10W 40, das Hydrauliköl auf PAO Basis DEXRON III H, die Getriebeöle ATOIL PAO 220 (75W140) und ATOIL SYNTH PAO 150 sowie bei den Fetten das ATOMIC und das CALIT. Möglicherweise wird es eine neue Bezeichnung für das Getriebeöl YORK LT794 geben in ATOIL PAO 220, zumal NILS hier eine eigene Abfüllung in diversen Gebinde-Größen vornehmen wird (bisher nur 20 Liter oder 200 Liter). Die Qualität sämtlicher Produkte ist natürlich ständigen Kontrollen durch das firmeneigene Labor unterworfen.Wie eingangs erwähnt, hat sich die Erweiterung des Firmenhauptsitzes 2009 um eine neue Halle positiv ausgewirkt. Allerdings wurden bereits zusätzlich vier neue Tanks installiert, weil man schon wieder an Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Nun können auch größere Mengen gelagert werden, so dass man im Bedarfsfall schnell reagieren kann…

NILS ist seit vielen Jahren Erstausstatter von Kässbohrer Italia bzw. Formatic und Prinoth Pistenfahrzeugen.

Das Gesamtkonzept schlägt einNach den Gründen für den anhaltenden Erfolg von NILS befragt, meint Martin Holzer: Was bei den Kunden vor allem sehr gut ankommt ist unser angebotenes Gesamtkonzept, welches einzigartig in der Branche ist. Das reicht von der Beratung über die Auswahl des richtigen Produktes bis hin zur Nachbetreuung durch Analysen sowie zum Verleih von Filtergeräten oder Seilreinigungs-/bzw. Seilschmiergeräten. Diese Vorgangsweise führt erwiesenermaßen zu Einsparungen bei den Verbrauchsmengen und zu einer höheren Betriebssicherheit (weniger ölbedingte Schäden bei Hydraulik und Getriebe). Dadurch spart man nicht nur Geld, auch aus ökologischer Sicht ergibt sich ein Vorteil, wenn man hochwertige Produkte einsetzt: da das Wechselintervall größer ist, werden Rohstoffe gespart und man schont die Umwelt außerdem durch reduzierte Entsorgungsmengen.Ein weiterer Erfolgsfaktor ist, dass NILS sich zum Komplettanbieter für Bergbahnunternehmen entwickelt hat. Die Südtiroler decken ja nicht nur den Pistenfahrzeug- und Schneemobile Sektor ab, sondern auch den Bereich Aufstiegsanlagen (Fette), Karusselle und andere Freizeitparkausrüstungen sowie Beschneiung. Für letzteren hat man Kompressorenöle im Programm, diemit ausgezeichneten Erfolgen bei der Qualität der Schmierung und langen Wechselintervallen aufwarten können. Außerdem wird eine Absenkung der Betriebstemperaturen bewirkt, was natürlich bei der Schneeproduktion eine wichtige Rolle spielt: je kühler die Schneiluft desto besser.

Die Erweiterung des Firmensitzes in Burgstall hat sich positiv ausgewirkt.

Spezialisierung macht den UnterschiedEs ist also kein Wunder, wenn NILS seine Marktanteile Jahr für Jahr erhöht. Bei den bereits bestehenden Kunden erweitert sich das Spektrum der verkauften Produkte wie o.e. kontinuierlich. Das Vertrauen in Spezialprodukte ist markant gestiegen  es hat sich nämlich herumgesprochen, dass sich diese Taktik letztlich lohnt. Und kein anderer Schmiermittelproduzent bietet auf die Bergbahnbranche abgestimmte Spezialprodukte an. Für den Wettbewerb rechnet sich eine Spezialisierung bei einer so kleinen Branche eher nicht. NILS hingegen hat sich bewusst für eine Partnerschaft mit der Bergbahnbranche entschieden  und erntet dafür ein dementsprechend positives Feedback. Man will mehr als nur Lieferant sein, sozusagen ein Allround-Wartungsberater der imstande ist, maßgeschneiderte Lösungen zur Senkung der Gesamtkosten und Erhöhung der Verfügbarkeit bzw. Betriebssicherheit vorzuschlagen. Diese Ansage trifft den Zeitgeist, der Sicherheits- und Spareffekten einen sehr hohen Stellenwert einräumt! mak

Doppelmayr / Garaventa: „Wir werden Vollgas weiterfahren“

Die Doppelmayr Holding AG konnte sich im Geschäftsjahr 2007/08 als Weltmarktführer behaupten und den Umsatz wie schon in den Vorjahren erhöhen. Einmaleffekte führten zu einem reduzierten Betriebsergebnis.

Hanno Ulmer, Vorstand Doppelmayr Holding AG.

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat die Doppelmayr Holding AG 144 Seilbahnprojekte realisiert. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 3,2 % auf 679,7 Mio. Euro. Auch der Mitarbeiterstand wurde neuerlich erhöht, sodass nunmehr 2.605 Beschäftigte weltweit für die Doppelmayr-Garaventa Gruppe tätig sind.Dennoch musste man im abgelaufenen Geschäftsjahr ein reduziertes Konzernergebnis von 98,4 auf 84,4 Mio. Euro zur Kenntnis nehmen. Dieses Ergebnis sei, so Vorstand Hanno Ulmer bei der Bilanzpressekonferenz Mitte November, auf Einmaleffekte zurückzuführen, daman in Spanien durch die Großinsolvenz einer Baufirma ein 27 Mio. Euro-Projekt verloren habe. Dennoch werde auf Vollgas weitergefahren, stellte Vorstand Michael Doppelmayr klar: „Wer in einer solchen Situation bremst, verliert“.Marktführerschaft gefestigtMit dem erneuten Umsatzwachstum konnte die Doppelmayr Holding AG die Weltmarktführerschaft eindrucksvoll bestätigen. Rund 80% des Umsatzes wurden im Wintergeschäft erwirtschaftet. Als wichtigster Absatzmarkt kristallisierte sich Österreich heraus, Schlüsselländer für das gute Ergebnis waren außerdem die europäischen Alpenländer, Nordamerika und die aufstrebenden Länder Ost-, Zentral- und Südosteuropas. Dabei hat die Doppelmayr-Garaventa Gruppe zahlreiche Innovationen auf den Weg gebracht: eine „bedienerlose“ Kabinenbahn in Val Thorens (F), die ersten Kabinenbahnen mit Sitzheizung in Ischgl und Zell am See oder die erste Einseilumlaufbahn mit Saunakabine in Finnland. Auch im technischen Bereich konnten Maßstäbe gesetzt werden. So basiert die neue österreichische Verfahrensrichtlinie für Feuerverzinken in zentralen Elementen auf Forschungsarbeiten von Doppelmayr.

Ing. Michael Doppelmayr, Vorstand Doppelmayr Holding AG.

Steigende NachfrageDie zukunftsweisende Strategie der Gruppe, Seilbahnen im städtischen Personenverkehr zu positionieren, zeigt Erfolge. Weltweit wurden in den letzten Jahren zahlreiche urbane Anwendungen installiert, die im Hinblick auf Funktionalität und Leistungsfähigkeit keinen Vergleich scheuen müssen. Außerdem hat sich das Tochterunternehmen DCC Doppelmayr Cable Car GmbH mit ihrem Cable Liner System am People Mover Markt etabliert. Derzeit werden Projekte in Las Vegas, Venedig und Katar realisiert. Die Investitionen in das jüngste Tochterunternehmen, die Doppelmayr Transport Technology GmbH, machen sich ebenfalls bezahlt. Die Nachfrage nach dem Materialtransportsystem RopeCon steigt.2007 und 2008 wurden auf Jamaika sowie auf der Pazifikinsel Simberi, Papua Neuguinea, zwei Anlagen zum Transport von Bodenschätzen errichtet. Zahlreiche Anfragen und konkrete Aufträge aus aller Welt sind im Haus.Gute AussichtenIm laufenden Jahr erwartet die Doppelmayr-Garaventa Gruppe trotz der hohen Rohstoffpreise und der angespannten Situation bei Zukauf teilen eine zufrieden stellende Geschäftsentwicklung.Derzeit nicht abzusehen wären allerdings mögliche Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Realwirtschaft und die Investitionsbereitschaft von Investoren.D/dwl

Die 8 MGD „Fimbabahn“ Ischgl war die erste Kabinenbahn mit Sitzheizung. Foto: Doppelmayr

Daten/Fakten:2007/08Umsatz 680 Mio. EURMitarbeiter weltweit 2.605davon in Österreich 1.1072006/07Umsatz 659 Mio. EURMitarbeiter weltweit 2.479davon in Österreich 1.051

MOTOREX: Schweizer Qualität jetzt auch in Österreich

Seit Jahren ist MOTOREX geschätzter Partner vieler Unternehmen der Seilbahnbranche. Mit Jahresanfang 2011 sind das komplette Sortiment an Schmierstoffen für Bergbahnen und der bekannt gute Service auch über die neue Niederlassung in Hallein/Österreich zu haben.

Roland Kapeller (l.), Gebietsleiter Österreich, und Robert Konvalina, Verkaufsleiter ALPINE LINE, stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Beide Fachleute verfügen über viele Jahre Praxis in der Branche und gezielte Weiterbildung. Fotos: MOTOREX

Seit mehr als 90 Jahren hat sich die Marke MOTOREX mit ihrer breiten Palette an Schmierstoffen durch höchste Qualität sowie besten Service einen Namen gemacht. So werden MOTOREX-Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungen in über 65 Länder der Welt exportiert. 250 engagierte Mitarbeiter sorgen dafür, dass die innovativen Produkte auf dem neuesten Technologiestand sind und Kunden genau das erhalten, was ihren Anforderungen entspricht. Nicht umsonst wird MOTOREX in einem Atemzug mit Rennsporterfolgen, Spitzenqualität und Industriekompetenz genannt.Höchstleistung kombiniert mit gewissenhaftem Umgang mit der NaturFür die Schmierung und Wartung der alpinen Infrastruktur setzen renommierte Bergbahnunternehmen seit Jahren auf das bewährte Know-how und den hohen Umweltstandard von MOTOREX. Dabei bietet das Unternehmen ein ausgesprochen umfangreiches Sortiment, das alle Aspekte vom biologisch schnell abbaubaren Hydrauliköl über erprobte Seilschmiermittel bis zum geeigneten Helfer aus der Spraydose umfasst.So steht etwa mit dem LowSAPS-Motorenöl MOTOREX FOCUS QTM ein Produkt zur Verfügung, mit dem man schon heute die strengen ACEA-Normen E9/E6 erfüllt. Dieses Öl ist deshalb ideal für modernste Pistenfahrzeuge mit Abgasnachbehandlung geeignet. Es sorgt für ein optimales Funktionieren von Filtersystemen, bietet hervorragenden Verschleißschutz und ermöglicht verlängerte Serviceintervalle.Mit dem MOTOREX OEKOSYNT HEES hat man ein Hydrauliköl entwickelt, das biologisch schnell abbaubar ist und gleichzeitig in punkto Leistungsfähigkeit neue Maßstäbe setzt. Es erfüllt die Anforderungen aller führenden Hersteller und Anbieter von Hydraulik-Komponenten und ist ein leuchtendes Beispiel, wie Umweltverträglichkeit mit Spitzenleistung und Wirtschaftlichkeit kombiniert werden kann.Ergänzt wird die Produktpalette durch eine kompetente Beratung vor Ort und einen technischen Kundendienst, der auch für schwierige Fragen der richtige Ansprechpartner ist. Forschung und Entwicklung stehen im firmeneigenen Labor im Fokus. Für den Kunden bedeutet das: Produkte auf dem neuesten Stand der Technik, garantierte Qualität und schneller Analyseservice.

Produkte speziell auf die Anforderungen von Bergbahnen zugeschnitten und ein komplettes Sortiment, Beratungsleistung inklusive, sind die Pluspunkte von MOTOREX.

Willkommen Österreich!Um seiner Zielsetzung einer größtmöglichen Nähe zum Kunden Rechnung zu tragen, hat MOTOREX seit Anfang 2011 nun auch eine Niederlassung im österreichischen Hallein. Dabei ist man vor Ort sicher kein Unbekannter mehr. Immerhin ist MOTOREX Partner für Schmiertechnik im Seilbahn Kompetenzzentrum Hallein und auch Industrie und Sport wissen das Schweizer Know-how hierzulande bereits seit Jahren zu schätzen. So ist MOTOREX z. B. als enger Partner von KTM sowohl Erstausrüster als auch gefragter Entwicklungspartner, und im After-Sales-Market wird man seinen Aufgaben für den hochsensiblen Motorradbereich weltweit gerecht.Die Zweigstelle in Hallein verfügt mit Roland Kapeller über einen Fachmann, der Erfahrung in der Branche hat und jene Kompetenz mitbringt, die man von der Schweizer Muttergesellschaft kennt und schätzt. Kundenanfragen werden schnell und effizient behandelt, für jede schmiertechnische Aufgabe steht das richtige Produkt zur Verfügung.Infos: www.motorex.comMOTOREX AGZweigniederlassung ÖsterreichBahnhofstraße 1A-5400 HalleinTel.: +43(0)664/6472876Ansprechpartner: Roland KapellerE-Mail: roland.kapeller@motorex.comwww.motorex.comBesuchen Sie uns auf der Interalpin4. bis 6. Mai 2011 in InnsbruckErdgeschoss, Halle 1, Stand Nr. 112

40 Jahre Frey AG Stans: Von der Zufallsbekanntschaft zum Marktführer

Mit insgesamt 410 Gästen und Mitarbeitern feierte die Frey AG Stans Anfang September ihr 40jähriges Bestehen. Der Anlass auf dem Flugplatz Buochs, unweit des Frey-Firmensitzes in Stans-Oberdorf, war geprägt vom Selbstbewusstsein eines Leaders in einem hochspezialisierten Markt, der seine Tradition und Zukunft im Dienst am Kunden sucht und findet.

Seit 1969 residiert die Frey AG Stans mit Verwaltung und Produktion am Standort Stans-Oberdorf. Das Unternehmen beschäftigt heute über 70 hochqualifizierte Mitarbeiter und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.

Historischer Start-upWas heute als ein Inbegriff an Verlässlichkeit und Sicherheit steht, begann mit einem Zufall, wie Verwaltungsratspräsident und Unternehmenschef Peter Frey in seinen Grußworten an die Festgäste bekannte. Eigentlich suchte sein Vater, Unternehmensgründer Fritz Frey, vor vierzig Jahren einen Technischen Leiter für das damals im Familienbesitz stehende Bürgenstock-Hotel. Es meldete sich der Elektroniker Gerhard Hürzeler, selbst auf der Suche nach einem sicheren Standbein neben seiner kleinen Zwei-mann-Firma für Seilbahnsteuerungen. Die Affinitäten waren gegeben – der Familie Frey gehörten damals neben der Bürgenstockbahn auch mehrere Elektro-Betriebe. Fritz Frey übernahm kurzerhand Hürzeler samt Kleinbetrieb und stieg am Standort Stans in die Entwicklung und Fertigung von Seilbahnsteuerungen ein. Und fand einen dynamischen Markt vor, der die junge erfolgreiche Frey AG Stans schon 1969 aus dem angemieteten Garagenbetrieb an den heutigen Firmen- und Produktionssitz in Stans-Oderdorf übersiedeln ließ. Damals noch neun große Seilbahnbauer und der sich rasant entwickelnde Bedarf an bergtouristischen und industriellen Seilbahnlösungen führten das Unternehmen auch schnell über die Grenzen des „Seilbahnkantons Nidwalden“ (Peter Frey) in die Welt. Meilensteine der frühen siebziger Jahre waren unter anderem die elektrischen Ausrüstungen für fünf 80-Personen-Pendelbahnen und drei Schwerlast-Materialbahnen im indonesischen Westirian.

Bei strahlendem Festwetter folgten über 400 Gäste und Mitarbeiter der Jubiläums-Einladung auf den Flughafen Buochs.

(Fort-)SchrittmacherTechnologisch blieb man nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern wurde zum echten Schrittmacher im Seilbahnbereich. Die Übergänge von der Elektromechanik zur Vollelektronik bis hin zu den heute überall anzutreffenden Computersteuerungen wurden entscheidend von Stans aus mitgeprägt. Von mechanischen Kopierwerken aus eigener Produktion zur Fahrzeug-Standortermittlung und den Steuerungen für die voluminösen Ward-Leonard-Antriebe ging die Entwicklung über die ersten thyristorgespeisten Gleichstromantriebe (ab 1978), den elektronischen Kopierwerken (ab 1986) zu den heute aktuellen programmierbaren Steuerungen (PSS) und Frequenzumrichter-Antrieben (1998 bzw. 2000). Hinzu kamen Kommunikationsund Überwachungssysteme, die nicht nur den Betrieb immer sicherer machten, sondern durch moderne Visualisierung auch die Bedienungvereinfachten – weg vom riesenhaften Analogsteuerpult hin zum PC-Terminal mit intuitiv bedienbarem Touchscreen. Die Revolutionen vollzogen sich dabei freilich meist im verborgenen – die breite Öffentlichkeit, will heißen der Fahrgast, bekam davon im Normalfall des störungsfreien Betriebs nichts mit. Umso stolzer ist man in Stans deshalb auch, dass viele der spektakulärsten Bahnbauten in den vergangenen vier Jahrzehnten das imaginäre Label „Frey AG inside“ tragen. Insgesamt fahren bis heute rund 1 300 Seilbahnen in 44 Ländern mit Antriebstechnik und Steuerungen aus Stans.

Peter Frey (Mitte) mit den Gastreferenten des Festabends: Dr. David Bosshart (l.), CEO Gottlieb Duttweiler Institut fürWirtschaft und Gesellschaft und einer der Väter des erfolgreichen Migros-Konzepts, plädierte für eine klare Ausrichtung des Schweizer Tourismusmarketings an neuen gesellschaftlichen Werten – nicht an kurzfristigen Moden und Trends; Thomas Bucheli, RedaktionsleiterSF Meteo, erläuterte kurz- und langfristige Wetter- und Klimaphänomene.

Solide Basis für die ZukunftDie Frey AG Stans wird seit 1992 von Peter Frey geleitet, beschäftigt heute 73 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben „kerngesund“. In Stans gab Peter Frey die Übernahme der deutschen EAG Elektronik Apparatebau GmbH bekannt: als neue Frey FUA AG werden die Aktivitäten des Weltmarktführers für Signal- und Sicherheitseinrichtungen an der angestammten Produktionsstätte in Markt Schwaben bei München weitergeführt.

Auch bei den USamerikanischen Metro-Shuttles der achtziger Jahre war die Frey AG Stans maßgeblich beteiligt.

Als größte Herausforderung am Markt für Seilbahnsteuerungen, den sich das Unternehmen als Schweizer Marktleader (ca. 60% Marktanteil) international mit zwei weiteren Anbietern teilt, sieht man einen wachsenden Kosten- und Leistungsdruck im Neu- und Umbausegment sowie wachsende Serviceanforderungen auf Betreiberseite.

Maschinen für Menschen: Ein wesentlicher Beitrag der modernen Steuerungstechnik ist die intuitive Bedienbarkeit komplexer Anlagen durch visualisierte Touchscreen-Panels.

Nur mit einem klaren Bekenntnis zu hoher Produkt- und Servicequalität, in deren Zentrum die maximale Sicherheit für Bahnbetreiber und Fahrgäste steht, lasse sich diesen Herausforderungen auch in Zukunft erfolgreich begegnen, so Peter Frey. Dass die Frey AG Stans hier auf dem richtigen Kurs ist, zeigt das laufende Geschäftsjahr, das sich nach Aussagen der Firmenleitung „hervorragend entwickelt“.tb

Ramsauer & Stürmer: Möglichkeiten erkennen und realisieren

Nach den Anfängen in der Seilbahnbranche 1996/97 haben sich die Softwareprofis aus Salzburg zur ersten Ansprechadresse in Österreich entwickelt. Mit einem durchdachten, ganzheitlichen System, das an jede Betriebsgröße angepasst werden kann, will man jetzt auch in den Nachbarländern durchstarten.

Geschäftsführung Ramsauer & Stürmer: Univ.-Doz. Dr. Helmut Ramsauer (l.) und Markus Neumayr. Foto: Ramsauer & Stürmer

1984 gründete Univ.-Dozent Dr. Helmut Ramsauer das Softwareunternehmen „Ramsauer & Stürmer“, das konsequent auf die Eigenentwicklung betriebswirtschaftlicher Software ausgerichtet ist. Durch engagierte Mitarbeiter und erfolgreich etablierte Branchenlösungen hat man sich in den letzten 20 Jahren zu einem der größten privaten Software- und Beratungsunternehmen entwickelt. Standorte gibt es in Salzburg, Wien, Graz sowie Prien und Stephanskirchen in Deutschland. Beschäftigt sind mittlerweile 70 Mitarbeiter, die maßgeschneiderte Softwarelösungen für mittelständische Unternehmen in den Bereichen Produktion, Handel und Dienstleistung entwickeln. Seit 1999 ergänzt Markus Neumayr als zweiter geschäftsführender Gesellschafter das engagierte Team in Salzburg.Branchenlösung Bergbahnen1996/97 realisierte man für die Schmittenhöhebahn AG in Zell am See eine Softwarelösung, deren Basis das gesamte Rechnungswesen mit einer speziell für Bergbahnen entwickelten „Investitionsüberwachungsrechnung“ bildete. Diese Softwarelösung, die sich in den folgenden Jahren bestens bewährte, erregte schließlich die Aufmerksamkeit weiterer Bergbahnunternehmen. Im Jahr 2000 konnte man für die Bergbahn AG Kitzbühel aktivwerden und das vorhandene Paket um die Fakturierung, Lieferscheinverrechnung und eine integrierte Schnittstelle zum SKIDATASystem ergänzen. Heute steht den Bergbahnen ein ganzheitliches System zur Verfügung, das sich an jede Betriebsgröße anpassen lässt. Durch die Internationalisierung des Bereiches Rechnungswesen kann es auch auf die Bedürfnisse anderer Länder optimal ausgerichtet werden. Dabei sind es vor allem 3 Komponenten, die das System auszeichnen:- Rechnungswesen: Hier stehen u. a. eine Finanzbuchhaltung für den gesamten Unternehmensbereich, ein übersichtliches Controlling, eine bewährte Investitionsüberwachungsrechnung für Neuoder Umbauten, Projektplanung und -überwachung sowie ein umfassendes Anlagenverzeichnis zur Verfügung. Auf diese Weise hat der Anwender alle relevanten Bereiche im Blick, Kostentransparenz z. B. bei der Beschneiung oder dem Einsatz von Pistenfahrzeugen ist Realität. Durch die subjektive Definition einzelner Cost-Center können außerdem genau jene Bereiche kontrolliert und zusammengefasst werden, die für das Unternehmen relevant sind.- Automatisierung im Tagesgeschäft: Eine Normschnittstelle zu gängigen Ticketsystemen ermöglicht die vollautomatische Verbuchung der Tageseinnahmen. Auch die Fakturierung an Reisebüros, die Abstimmung im Bereich der Kreditkartenabrechnung oder die Rabattermittlung erfolgen automatisch, wobei die gesammelten Daten für Auswertungen und gezielte Marketingaktivitäten zur Verfügung stehen.- Logistik: Service, Wartung, Lagerhaltung, Revision und die Beschaffung von Ersatzteilen sind durch die entsprechenden Module leicht zu handhaben und zu kontrollieren. Dabei hat der Anwender direkten Datenzugriff auf alle relevanten Informationen. Vergleiche, Frequenzstatistiken oder Kostenstellenübersichten können abgerufen werden und bieten eine fundierte Grundlage für verantwortungsbewusste Entscheidungen.

Bergbahnen Fieberbrunn. Foto: ©Anton Niederwieser

Erfolgsfaktor KundenzufriedenheitDas ganzheitliche Softwaresystem von Ramsauer & Stürmer erleichtert die tägliche Arbeit durch Bedienerfreundlichkeit und logische Strukturen. Dabei kommt den Anwendern die enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit Bergbahnprofis zugute, deren Anregungen in die Weiterentwicklung der Software einfließen. Der Umgang mit den einzelnen Modulen ist rasch erlernbar, sodass keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Bei Fragen steht das engagierte Supportteam von Ramsauer & Stürmer gern zur Verfügung. Dass man damit genau den Anforderungen der Seilbahnunternehmen gerecht wird, zeigen die Wortmeldungen zufriedener Kunden:- Walter Astl, Controlling Bergbahn AG Kitzbühel: „Wir arbeiten seit 2001 mit der Software von Ramsauer & Stürmer und sind sehr zufrieden. Obwohl es nicht die kostengünstigste Lösung war, hatten wir uns damals für dieses Produkt entschieden, weil es unsere Anforderungen am besten erfüllt hat. Besonders positiv fällt uns der Support auf – es gibt mehrere Ansprechpartner, sodass immer jemand für Fragen erreichbar ist. Die Vorzüge liegen für uns außerdem in der Bedienerfreundlichkeit, in den Auswertungen, in der Kostenrechnung generell und im Zahlenmaterial, das wir zur Verfügung haben. Das Programm ist hervorragend strukturiert, sodass wir für jedes Profit-Center jene Zahlen erhalten, die wir für die Planung und Steuerung unseres Unternehmens brauchen. Deshalb sind wir auch gerade dabei, das Controlling-System als weiteres Modul einzuführen und aufzubauen.“- Gerold Huber, kaufmännische Büroleitung Silvretta Seilbahn AG: „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Arbeit mit dem Softwaresystem von Ramsauer & Stürmer, sind aber mit den ersten Schritten, der Präsentation, der Einschulung und dem Service sehr zufrieden.“- Prokurist Anton Niederwieser, Bergbahnen Fieberbrunn: „Die Betreuung seitens Ramsauer & Stürmer war ausgezeichnet. Wir galten nicht als irgendeine Nummer, obwohl wir ein nicht so großes Unternehmen darstellen. In den Beratungsgesprächen reiften gemeinsam Ideen, wodurch wir das Gefühl bekamen, an der Weiterentwicklung des Produkts direkt mitzuwirken, um eine maßgeschneiderte Lösung zu erhalten. Zudem gab es auch wertvolle Tipps bezüglich unserer innerbetrieblichen Kostenrechnung. Dieses fachliche Wissen ist bei Softwarehäusern keineswegs selbstverständlich. “Vor diesem Hintergrund kann sich Geschäftsführer Markus Neumayr auch 2006 wieder über 6 weitere Bergbahnkunden wie z. B. die Bergbahnen Schladming, Ischgl oder die Schröcksnadelgruppe freuen. Auch erste Installationen über die Grenzen hinaus sind gelungen. So ist man in Deutschland z. B. bei den Fellhornbahnen in Oberstdorf vertreten, weitere Länder wie die Schweiz oder Südtirol sollen folgen.Infos: www.rs-soft.com

rs2, das Softwarepaket für Bergbahnen, inkludiert kompetente Beratung und Schulung und liefert damitdie Basis für langfristigen Erfolg. Foto: Ramsauer & Stürmer

Auszug aus der ReferenzlisteSchmittenhöhebahn AGBergbahnen Filzmoos GmbH & CoKGBergbahn AG KitzbühelBergbahnen Fieberbrunn GmbHFellhornbahnen OberstdorfBergbahnen Flachau GmbHSilvretta Seilbahn AGSilvretta Nova Bergbahnen AG

Weisse Arena für die Zukunft gerüstet

Die Weisse Arena AG (Laax) setzt die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens weiter konsequent um. Nach der Neuorganisation der Geschäftsleitung im Mai dieses Jahres kündigte man nun die Umstrukturierung des Verwaltungsrates an.

Weisse Arena AG weiter auf Erfolgskurs (v. l.n. r.): Andreas Bärtsch (Marketing & Sales), Reto Gurtner (VR-Präsident), Adrian Wolf (Finanzen und Personal).

Anlässlich der Bilanz-Medienorientierung am 30. September 2005 stellte Reto Gurtner, Präsident der Weissen Arena AG außerdem die strategischen Pläne und neuen Projekte der Unternehmensgruppe vor: Anlässlich der Generalversammlung wird eine Umstrukturierung des Verwaltungsrates erfolgen. Der neue Verwaltungsrat wird von acht auf fünf Mitglieder reduziert. Neben Reto Gurtner, dem VRPräsidenten und -Delegierten sind die bisherigen VR-Mitglieder Dr. Otto Bruderer (Uitikon), Ernst Gautschi (Berneck) und Joachim Kohm (Pforzheim) für den neuen Verwaltungsrat vorgeschlagen. Neu im VR-Team ist Thorvald Sverdrup, vormals CEO des erfolgreichen skandinavischen Konzerns Skistar. Sverdrup ist seit 2003 als Privatinvestor und Berater in der Schweiz mit Sitz in Laax tätig. Die bisherigen VR-Mitglieder Gaudenz Beeli und Dr. Peter Curdin Conrad konnten nicht für eine weitere Mitarbeit im Verwaltungsrat der Weissen Arena Bergbahnen AG gewonnen werden.Mit neuer VR-Struktur gut gerüstet Mit der Umstrukturierung gelingt eine klare Trennung zwischen strategischer Führung durch den Verwaltungsrat der Weisse Arena AG einerseits und fachlicher Kompetenz auf regionaler Ebene in den Tochtergesellschaften andererseits. Dazu erhalten die Gemeindepräsidenten der drei Standortgemeinden einen Sitz im Verwaltungsrat der Weissen Arena Bergbahnen AG. Für Falera ist dies Silvia Casutt, Vitus Dermont vertritt die Gemeinde Laax und Dr. Thomas Raghettli hat den VR-Sitz für Flims inne. Alle drei politischen Vertreter sitzen auch im Verwaltungsrat der Finanz Infra AG. Reto Gurtner, VR-Präsident zum neuen Verwaltungsrat: „Wir haben das höchste Gremium entpolitisiert, um als strategisches Führungsgremium beweglicher zu sein und professioneller als bisher im internationalen Wettbewerb agieren zu können. Gleichzeitig bündeln wir die Sachkompetenz der politischen Interessenvertreter in den Verwaltungsräten der Tochtergesellschaften ganz im Sinne eines Public Private Partnership. Mit  dieser Struktur sind wir international wie regional bestens für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt.“ In den letzten Jahren ist hier eine Unternehmensgruppe entstanden, die als einzige die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt: Von Skiund Snowboardschule über die Bergbahnen und die Vermietung bis hin zu Hotellerie und Gastronomie erhält der Gast alle Leistungen aus einer Hand.
Weisse Arena in ZahlenDie Weisse Arena AG meldet ihr zweitbestes Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Obwohl die schwierigen meteorologischen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Rückgang der Gästeeintritte um 5,5% führten, konnten die daraus resultierenden Umsatzeinbussen mit insgesamt 1,7 % in Grenzen gehalten werden. Im Geschäftsjahr 04/05 lag die Anzahl der Gäste bei 981 112. Nach zwei Geschäftsjahren mit über 1 Mio. Gästen bedeutet dies einen Rückgang von rund 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Sommer war der Rückgang von 6000 Gästen bei den Bergbahnen vergleichsweise gering. In der Gletschersaison führten fehlende Niederschläge zu einem Rückgang von 14 000 Gästen. Zwischen den Monaten Februar und April wurden rund 40 000 Gäste weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres begrüsst, was vor allem auf die wenigen Schönwetter-Wochenenden in diesem Zeitraum zurückzuführen ist. Trotz dieses Rückgangs der Gästeeintritte konnten die daraus resultierenden Umsatzeinbußen mit insgesamt 1,7 % in Grenzen gehalte n werden. Der Netto-Umsatz der Weissen Arena Gruppe belief sich auf CHF 63,3 Mio CHF, dies entspricht einem Umsatzrückgang von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahresergebnis (2003/04: CHF 64,4 Mio.). Als Folge des Umsatzrückganges und aufgrund von Kostensteigerungen in den Bereichen Betriebsstoffe, Veranstaltungen und Werbung sank der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um auf CHF 13,8 Mio. Dies entspricht einem Rückgang von CHF 1,6 Mio. oder 10,6 %. Die Eigenkapitalquote stieg von 19,7 % auf 22,9 % oder 28,8 Mio. CHF.roh

    
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