Enquete: Klimawandel – Chancen und Herausforderungen für den Tourismus?

In einer Parlamentarischen Enquete befassten sich Abgeordnete, Bundesräte, Ministerialbeamte, ExpertInnen, Tourismusreferenten und Vertreter von Tourismus-Organisationen mit dem Thema „Klimawandel – Chancen und Herausforderungen für den österreichischen Tourismus?“.

Staatssekretärin Marek: Schnee-unabhänigen Tourismus forcierenDas Einleitungsreferat hielt in Vertretung von Wirtschaftsminister Bartenstein Staatssekretärin Christine Marek. Sie meinte, selbst die größten Kritiker könnten nicht mehr ignorieren, dass ein Klimawandel stattfindet. Es gebe keinen globalen Reduktionseffekt bei Emissionen, weil die Schwellenländer immer noch zu weltweiten Emissionssteigerungen beitragen. Der Anteil der EU an den Emissionsausstößen betrug 14,75 % im Jahr 2004 und werde im Jahr 2030 auf 10 % sinken. Daran erkenne man, sagte sie, dass andere Länder ihre Hausaufgaben noch zu machen haben. Der Klimawandel habe auch Auswirkungen auf den österreichischen Tourismus, nicht nur auf die Hotellerie und auf die Gastronomiebetriebe, sondern auf alles, was tourismusrelevant ist.Für den Tourismus habe der Klimawandel mehrere Seiten, so Marek. Auf der einen Seite gelte es, Herausforderungen und Probleme im Wintertourismus zu lösen, aber auch für den Sommertourismus gebe es Chancen, die genutzt werden sollten. Laut einer bei der Tourismustagung in Werfenweng vorgestellten Studie habe Österreich neben der Einzigartigkeit der Landschaft vor allem aufgrund des Klimas eine internationale Wettbewerbsposition. Auf Grund des extremen Temperaturanstieges in den heute warmen Urlaubsländern eröffne sich für den Sommertourismus eine große Chance.Die aktuellste OECD-Studie zum Klimawandel in den Alpen spreche davon, dass die Erwärmung der Alpen mit 2 bis 2,5 Grad bis zum Jahr 2040 doppelt so hoch ausfallen könnte wie der globale Durchschnitt. Dies führe zu einem Rückzug des Schnees in deutlich höhere Lagen und zu einer Reduktion der schneesicheren Schigebiete in den Alpen. Wenn also in immer höher gelegene Schigebiete ausgewichen werden muss, müsse entsprechend mehr investiert werden und das Buhlen um die Gäste würde sich nicht nur auf regionalem und nationalem Niveau, sondern massiv auf internationalem Niveau abspielen.Zu der Frage, wie der Tourismus auf den Klimawandel reagieren könnte, führte die Staatssekretärin aus, dass der schneeunabhängige Wintertourismus (Städte-, Kur- und Gesundheitstourismus sowie Messe- und Kulturtourismus)forciert werden müsse. Weiters sollten Destinationen als Lifestyle-Marken aufgebaut werden. Man werde sich zudem stärker um neue Quellmärkte bemühen müssen. Auch die künstliche Beschneiung sei weiter auszubauen und die Kooperationen zwischen den Betrieben und Regionen müssten verbessert werden. Eher heikel sei die Frage der Erschließung der höheren Regionen für den Schitourismus.Dem Sommertourismus biete der Klimawandel sehr viele Chancen, da werde es die Umlenkung von Reiseströmen geben, weil in vielen Regionen die Temperaturen zu hoch sind und Österreich auf Grund seines milden Klimas attraktiv für den Sommertourismus sein kann. Für die Ausflugsdestinationen sei die Saisonverlängerung im Sommertourismus sicher ein wichtiges Thema. Sauberes Wasser, saubere Luft und eine intakte Natur seien heute schon zentrale Wettbewerbsvorteile für Österreich, der Alpenraum biete noch ein großes Potenzial, meinte Marek abschließend.Schenn: Klimaänderung führt zu Änderung des ReiseverhaltensKlaus Schenn (SPÖ-Referent) strich heraus, dass im Rahmen des Klimawandels kalte Witterungen seltener, warme Witterungen würden stark zunehmen und extrem warme Witterungen häufiger werden. Als Folge der Klimaänderung verändern sich die Jahreszeiten. Das Frühjahr beginne früher und werde wärmer, der Sommer werde wärmer und länger, der Herbst werde wärmer und ende später und der Winter werde milder und kürzer. Die Extremereignisse, bedingt durch Hitze und Trockenperioden, durch Niederschlagsextreme und Stürme, nehmen zu, auch die touristische „Verwundbarkeit“ steige.Mit dem Fortschreiten der Klimaänderung erfolge eine Veränderung des Reiseverhaltens, und zwar eine zeitliche, räumliche und eine aktivitätsorientierte. Dass man sich anpassen muss, war dem Referenten klar, diese Anpassung sollte durch Diversifikation, durch zeitliche Expansion des Angebotes, durch räumliche Expansion und durch den gemanagten Rückzug des Schitourismus erfolgen. Da es kein Patentrezept für eine Tourismusanpassung gibt, brauche man regionale touristische Klimafolgenanpassungsstrategien. Der Klimawandel, unterstrich Schenn, sei keine plötzlich auftauchende Einzelkatastrophe, sondern eine permanent stattfindende Veränderung der Umwelt. Daher müsse man den Klimawandel akzeptieren, sich laufend anpassen und am Klimaschutz aktiv teilnehmen.Formayer: Klimawandel begünstigt SommertourismusHerbert Formayer (ÖVP-Referent) merkte an, dass die Entscheidungsträger beginnen, die Klimaänderung ernst zu nehmen. Der Redner befasste sich im Zusammenhang mit dem Wintertourismus mit der Variabilität der Witterung und auch mit den besonders gefährdeten Gebieten. Hiezu zählen Gipfel um 1.500 m, Schigebiete, die keine Mittelstation kennen. Die Abnahme der Niederschlagsmenge und der Niederschlagshäufigkeit seien günstige Bedingungen für den Sommertourismus, vor allem für den Seen-, Donau- und Alpentourismus. Die Hitzebelastung werde aber das Tourismusverhalten im Alpenraum beeinflussen, da die Leute aus den Städten flüchten und sich Veränderungen im Freizeitverhalten ergeben werden. Auch müsse der Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre mitberücksichtigt werden, daher habe der Tourismus auch einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu leisten, und zwar durch die thermische Sanierung von Hotels, durch Kraft-Wärme-Kopplungen in Wintersportorten, durch Nutzung der Solarenergie auch im Wellnessbereich und durch verstärkte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.Hlavac: Tourismuswirtschaft als Opfer und als Täter des KlimawnadelsChristian Hlavac (Referent der Grünen) unterstrich: „Der Klimawandel findet statt, die Tourismuswirtschaft ist Opfer und Täter zugleich.“  Aufgrund des Klimawandels werde die Sommersaison in den Alpen länger und bedeutender und man werde in einigen Jahren, mutmaßte er, in den Alpen vor Liftruinen stehen. In der Schweiz seien derzeit über 60 Anlagen wirtschaftlich nicht mehr rentabel, aus diesem Grund wurde ein neues Seilbahngesetz beschlossen, das den Rückbau von stillgelegten Anlagen verlangt. Eine solche gesetzliche Regelung würde man nach Ansicht des Referenten auch in Österreich brauchen. Außerdem sollte es eine Klimaverträglichkeitsprüfung geben, und auch die touristische Mobilität vor Ort sei auszubauen. In Zukunft müsse das Motto „Urlaub von Anfang an“ lauten. Als Beispiel einer geschlossenen Mobilitätskette nannte der Redner Werfenweng. Es habe sich gezeigt, dass die Nachfrage hiefür vorhanden ist, weil die Zahl der Übernachtungen zugenommen hat. Als notwendig sah er auch an, die Kostenwahrheit in den Verkehrssystemen einzuführen.Huber: Förderungen für Tourismus-Kleinbetriebe im ländlichen RaumEr komme aus Lienz, also einem typischen vom Klimawandel betroffenen Ort, erklärte einleitend Gerhard Huber (von der FPÖ nominierter Referent). In seinem Referat konzentrierte er sich auf die touristischen Familienbetriebe, die besonders unter den negativen Auswirkungen der klimatischen Veränderungen zu leiden haben. Es handle sich dabei um Klein- und Kleinstbetriebe mit maximal 30 bis 40 Betten, die unter die Kategorie 1- bis 3-Sterne fallen, oder um Vermieter von privaten und gewerblichen Ferienwohnungen bzw. -zimmern sowie um Urlaub am Bauernhof. Österreichweit gibt es davon rund 58.000 Betriebe mit 540.000 Betten, die jährlich – bei 39 Millionen Nächtigungen – 7,5 Millionen Gäste beherbergen; dies sei ein Drittel des österreichischen Tourismus. Es sei sehr wichtig, diese touristischen Familienbetriebe, von denen rund 200.000 Menschen abhängen, im ländlichen Raum zu erhalten, unterstrich Huber. Im Hinblick auf den Klimawandel solle man nicht vergessen, dass die Personen, die in diesen Betrieben tätig sind, ihren Arbeitsplatz zu Hause haben und somit auch keinen Verkehr verursachen. Huber forderte zudem die Politik auf, diesen Menschen zusätzliche Förderprogramme und Weitbildungsmaßnahmen anzubieten, um auf die neuen Verhältnisse reagieren zu können, sowie die Installierung einer gemeinsamen Interessenvertretung.Steininger: „Die Alpen sind speziell verwundbar“Der Grazer Universitätsprofessor Karl Steininger (vom BZÖ nominiert) ging in seiner Rede auf die volkswirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels auf den Tourismus ein. Der direkte Wertschöpfungsanteil des Tourismus in Österreich betrage 6,5 %, bzw. wenn man die indirekten Effekte hinzuzählt sogar 9 %. Damit liege man im Vergleich zu den anderen Industrieländern an erster Stelle, was den Anteil des Tourismus am BIP angeht, hob Steininger hervor. Die Wetterbedingungen und die Schneelage im Winter hätten natürlich eine Auswirkung auf die Saison und auf die Arbeitslosenzahlen, zumal in einzelnen Gemeinden bis zu 80 % der Beschäftigten im Tourismus tätig sind. Die Freizeitwirtschaft müsse sich an die neuen Bedingungen anpassen, und zwar zunächst einmal auf die Niederschlagsänderungen sowie auf die Erwärmung um 0,2 Grad pro Dekade bis 2050. Danach hänge es davon ab, welche Maßnahmen heute ergriffen werden, erklärte Steininger, die Prognosen gehen von einer Temperaturerhöhung zwischen 1,8 und 4 Grad aus.Im Alpenraum könne man davon ausgehen, dass es keine geschlossene Schneedecke unter 1.500 Meter mehr geben wird; eine Schneesicherheit (eine Schneedecke von 30-50 cm an zumindest 100 Tagen zwischen dem 1. Dezember und 15. April, in 7 von 10 Wintern) werde es nicht mehr unter 1.800 Meter geben. Gleichzeitig habe man festgestellt, dass die Gletscher (bis 3000 Meter) noch früher als man bisher dachte, und zwar bis zum Jahr 2035 wegschmelzen werden. Bezüglich der Auswirkungen auf den Sommertourismus gebe es noch nicht so viele Untersuchungen, räumte Steininger ein. Man wisse lediglich, dass die erwartete Temperaturerwärmung im Mittelmeerraum (teilweise über 40 Grad) dazu führen wird, dass der bisherige Tourismusstrom (vom Norden in den Süden) teilweise in den Norden, d.h. auch nach Österreich, umgelenkt wird.In einzelnen Jahren würden bestimmte Tourismusformen auch empfindlich auf die zunehmenden extremen Wetterereignisse, z.B. Hitzewellen, Hochwasser, Lawinen, Muren etc. reagieren. Da die Betroffenheit in den einzelnen Gebieten sehr unterschiedlich ist, gelte es, spezifische Adaptionsstrategien und Gesamtkonzepte für die Regionen zu entwickeln, wünschte sich Steininger. Auch im Rahmen des Energie- und Klimafonds sollte es eine Programmlinie geben, die spezielle Förderungen für Anpassungsmaßnahmen vorsieht. Abschließend stellte er fest, dass die Alpen speziell verwundbar sind, dass der Einfluss des Klimawandels in verschiedenen Dimensionen bereits feststellbar sei, dass sich die beobachteten Trends verstärken werden, dass die Verluste im Wintertourismus durch Zugewinne im Sommertourismus ausgeglichen werden können, aber nur dann, wenn wirksame Anpassungsmaßnahmen durchgeführt werden.Die Statements der TourismussprecherAbgeordnete Melitta Trunk (S) sprach von einem dringenden Handlungsbedarf der Politik auf allen Ebenen im Sinne einer nachhaltigen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Werteorientierung in der Freizeitwirtschaft. Die Experten haben heute ganz klar auf die sichtbaren Auswirkungen des kontinuierlichen nachlässigen Umgangs mit der Umwelt im globalen Zusammenhang hingewiesen. Nunmehr gehe es darum, die Konsequenzen zu ziehen und Maßnahmen zu setzen, die von der Evaluierung und Änderung von Förderrichtlinien, einer sehr klaren Prioritätensetzung im Bereich der Infrastruktur bis hin zur Erstellung eines Masterplans für die österreichische Freizeit- und Tourismuswirtschaft reichen.Die Debatte über den Klimawandel in den letzten Monaten schwankte je nach Interessenlage zwischen Hysterie und Verharmlosung, konstatierte Abgeordneter Franz Hörl (V). Die Einschätzung sei manchmal auch schwierig, da Schigebiete, die im Winter gar nicht in Betrieb waren, Schiregionen gegenüberstehen, die enorme Umsatzsteigerungen aufweisen. Aus seiner Sicht sei es auch kein großes Problem, wenn in den nächsten 20 Jahren der Wintertourismus zahlenmäßig den Sommertourismus überhole; diese Entwicklung habe Tirol in den letzten 20 Jahren bereits durchgemacht. Es sei auch sachlich falsch, dass das Wetter in den letzten Jahren viel extremer geworden ist. Seiner Auffassung nach gehe es vor allem darum, den Unternehmen mehr Freiheiten einzuräumen und sie von Bürokratie zu entlasten, damit sie in der Lage sind, die jeweiligen Probleme zu lösen. Außerdem müssen mit der gebotenen Gelassenheit und Konsequenz jene ökologischen Maßnahmen gesetzt werden, die der Erderwärmung entgegensteuern. Da es sich allerdings um ein globales Problem handelt, könnten die österreichischen Aktivitäten nur symbolischen und bewusstseinsbildenden Charakter haben. Der Klimawandel könne jedoch als Chance für den Tourismus und auch für die österreichische Wirtschaft, die gerade auf dem Sektor der Umwelttechnologie zu den innovativsten der Welt gehöre, gesehen werden; dieser Wirtschaftszweig wachse mit 7,3 % pro Jahr.Da es den Klimawandel immer gegeben habe und auch immer geben werde, geht es für Abgeordnete Gabriela Moser (G) vor allem darum, einerseits auf die Auswirkungen richtig zu reagieren und andererseits die Energieeffizienz zu erhöhen. Angesichts der Energieengpässe sei es ein Gebot der Stunde, auch die Tourismusindustrie fit für die Zukunft zu machen und bei Investitionen Klimaverträglichkeits- Prüfungen durchzuführen. Weiters sprach sich Moser für die Förderung des Inlands- und Nachbarschaftstourismus, der sanften Mobilität sowie für kreative Lösungen und Modelle in Bezug auf die Anreise zum Urlaubsort aus. Sie könnte sich auch vorstellen, dass der Staatspreis für Tourismus an jene Betriebe verliehen wird, die innovative Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel entwickelt haben.Auch für Abgeordneten Gerald Hauser (F) steht es außer Streit, dass der Klimawandel stattfindet und eine Herausforderung für die Freizeitwirtschaft darstellt. Die Politik sei nun aufgefordert, die negativen Auswirkungen einzubremsen und die Betriebe durch zusätzliche Förderungen zu unterstützen, damit vor allem die kleinen Familienunternehmen die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur vornehmen können.Österreich sei an einer Wegscheide angekommen und es sei nun der richtige Zeitpunkt, den heimischen Tourismus grundsätzlich und strategisch völlig neu auszurichten, meinte Abgeordneter Josef Bucher (B). Wenn man sich die Wortmeldungen der Experten anhört, dann stehen für ihn vor allem drei Maßnahmen im Vordergrund. Erstens gehe es um die Erstellung eines Masterplans für die nächsten zehn Jahre, der die gesamtheitliche Betrachtung des Tourismus mit einschließt. Dieses Vorhaben könnte in einem Unterausschuss vorbereitet werden, schlug Bucher vor, und letztlich in einem Bundestourismusgesetz seinen Ausdruck finden. Es sollte seiner Meinung nach auch eine Koordinationsstabstelle eingerichtet und gewisse Kompetenzen von den Ländern an den Bund übertragen werden. Drittens schlug Bucher als kurzfristige Maßnahme „eine Auffettung“ des Budgets der Österreich- Werbung vor.15.000HINWEIS: Eine noch ausführliche Zusammenfassung der Enquete finden Sie auf der Homepage des Parlaments (www.parlament.gv.at), Menüpunkt Aktuelles, Pressedienst. (Schluss)Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640 e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: www.parlament.gv.at

Alpine Erlebnispakete bei 39 ausgezeichneten österreichischen Sommer-Seilbahnen

39 mit Gütesiegel ausgezeichnete Seilbahnen bieten umfangreiches Sommerprogramm: Family-, Action-, Genuss-, Aussichts- oder Fit & Aktiv-Themenberge präsentieren maßgeschneiderte Erlebniswelten für Bergfreunde.

Die „Sommerakademie am Berg“ lädt zu Kreativ-, Koch- oder „Natur pur“ – Kursen am Gipfel.Die „Ausgezeichneten Österreichischen Sommerbahnen“ starten in den Bergsommer 2007 mit einer Vielzahl an Neuerungen. Das verliehene Zertifikat bescheinigt den damit ausgezeichneten Seilbahnbetrieben besonders hohe Qualitätsstandards und innovative Angebote. Nach strengen Qualitätskontrollen durch unabhängige Prüfer dürfen auch heuer wieder 39 heimischeSeilbahnunternehmen das Gütesiegel führen. „Jedem Gast sein individuelles Bergerlebnis“ – diesem Motto fühlen sich die 39 „Ausgezeichneten Österreichischen Sommerbahnen“ verpflichtet. So ist jedem „Themenberg“ ein spezielles Erlebnisangebot zugeordnet, das sich auf unterschiedliche Gästegruppen konzentriert. Family-Berge halten kinderfreundliche Spielestationen oder Activity-Plätze bereit, Fit & Aktiv-Berge bieten Programme für die körperliche und geistige Gesundheit, Aussichts-Berge locken mit spektakulären View-Points, Genuss-Berge offerieren ein umfangreiches Kulinarik-Angebot und Action-Berge sorgen für Abenteuer und Nervenkitzel. Nähere Infos zu den „Ausgezeichneten Sommerbahnen“ und ihre vielfältigen Erlebnisprogramme finden Sie unter www.seilbahnen.at.Sommerakademie am BergDie „Sommerakademie der Themenberge“ lädt Jung und Alt zu gemeinsamen Seminaren in luftiger Höhe. Ob kreative Aktionsmalkurse, Kräuterkurse, Pirschlehrgänge oder Fahrtechnikkurse für Mountainbiker – Interessierte finden bestimmt das richtige Angebot. Die Teilnehmer an der Ferienakademie am Berg erhalten ein Komplettangebot, das sowohl die Fahrt zum Gipfel-Seminarort beinhaltet, als auch die Teilnahme am Seminar selbst sowie alle dafür benötigten Materialien. Leinwand und Pinsel, Kräuter aus heimischen Wäldern, oder die benötigte Sportausrüstung – alles ist vor Ort vorhanden. Vom Forstmeister, der weisen „Kräuterhexe“ bis zur Malerin reicht die Palette der Trainer für das Erlebnis-Seminar-Angebot am Berg. An der Sommerakademie beteiligen sich heuer die Bergbahnen Diedamskopf (Vorarlberg), die Rauriser Hochalmbahnen (Salzburg), die Alpbacher Bergbahnen (Tirol) und die Schmittenhöhebahn (Salzburg).“Wir treiben den Schulstart auf die Spitze“Als weiteren Schwerpunkt widmen sich die „Ausgezeichneten Sommerbahnen“ der Jugend. Mit der Aktion „Wir treiben den Schulstart auf die Spitze“ werden zu Schulbeginn Mitte September Schüler und Lehrer in das Klassenzimmer der Natur eingeladen. Auf dem „Outdoor-Lehrplan“ stehen die Themen Ökologie und Umwelt und ein Blick hinter die Kulissen eines Seilbahnbetriebes.Jugendliche für das Thema Berge und Natur zu begeistern, ist den Seilbahnen Österreichs ein besonderes Anliegen. Ziel des Schulprojekttages ist es, Österreichs Berge, ihre vielfältigen Möglichkeiten und auch dahinter liegende Themen wie Ökologie und Landschaftspflege, Technik der modernen Aufstiegshilfen oder Beschneiung und Umwelt ins Bewusstsein zu rücken.Schüler erhalten für die Projekttage einen besonders vergünstigten Ticketpreis, die Führungen selbst sind kostenlos. An der Schulstart-Aktion beteiligen sich die Zillertaler Gletscherbahnen (Tirol), die Rauriser Hochalmbahnen (Salzburg), die Alpbacher Bergbahnen (Tirol), die Fisser Bergbahnen (Tirol), die Saalbacher Bergbahnen (Salzburg), die Schmittenhöhebahn (Salzburg) und die Gletscherbahn Kitzsteinhorn (Salzburg). Lehrer können sich direkt mit den betreffenden Bergbahnen in Verbindung setzen und das Programm besprechen. Neben der Wissensvermittlung in freier Natur kommt auch der Spaß garantiert nicht zu kurz.

Managing Alpine Future – sicher durch die Zeit des Wandels

Vom 15.-17. Oktober 2007 findet im Congress Innsbruck eine internationale Konferenz zum Thema Klimawandel im Alpenraum statt. Damit will sich Innsbruck auch als Forum für die Zukunft der Alpen etablieren.

Durch den Klimawandel und Globalisierungseffekte ist in den nächsten Jahren und Jahrzehnten im gesamten Alpenraum mit einer hohen Dynamik sowohl im Naturraum als auch im Kulturraum zu rechnen. Der globale Wandel ist nicht mehr zu leugnen und kurzfristig nicht mehr reversibel. Durch zukunftsorientiertes politisches, institutionelles und persönliches Handeln in seinen Folgen für den Alpenraum ist er jedoch reduzierbar. Anhand der 8 Kernbereiche Ökologie, Tourismus, Naturgefahren, Mobilität, Gesundheit, Energie, Raumplanung und -entwicklung sowie Kultur & Identität soll die Ist-Situation und insbesondere die zu erwartende zukünftige Situation durch Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Hand beleuchtet werden. Ansätze, Strategien und Lösungen zum Umgang mit diesen dynamischen Vorgängen werden aufgezeigt und grenzüberschreitend diskutiert.Tagungsziele sind u.a. der Aufbau einer Disziplin-, Institutions- und länderübergreifenden Kommunikationsplattform mit Beteiligung der Öffentlichkeit, die Förderung der internationalen Solidarität als Basis für zukünftiges, gemeinsames Vorgehen aller Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Sozialpartnern sowie eine präzise und ergebnisorientierte Darstellung gesicherten Wissens und Erfahrungen zu Klimawandelfolgen im Alpenraum. Zudem soll das Verständnis der Interaktionen zwischen Klimawandel und sozioökonomischem Wandel und deren Auswirkungen auf den Natur- und Kulturraum verbessert sowie Risiken und Entwicklungspotenziale erkannt werden. Abschließend werden alle teilnehmenden Personen und Einrichtungen eine Grundsatzerklärung zur operativen Zusammenarbeit abgeben.Veranstalter der Konferenz sind alpS – Zentrum für Naturgefahren Management, die Österreichische Akademie der Wissenschaften sowie die Universität Innsbruck.Weitere Infos und Anmeldung unter www.alpinefuture.com

Bergbahnen Kitzbühel ausgezeichnet

Die Bergbahn AG Kitzbühel wurde als erste Bergbahn in Österreich als Vorzeigeunternehmen im Bereich Nachhaltiges Wirtschaften ausgezeichnet!

„Nachhaltigkeit ist heute bedeutender denn je und ein wichtiger Bestandteil jedes erfolgreichen, innovativen Unternehmens“, so Landesrat Hannes Bodner bei der Überreichung der Zertifikate am 7.Mai im Landhaus. Nachhaltigkeit, nicht länger bloß Umweltschutz – so lautet das Credo von nachhaltig zertifizierten Unternehmen Tirols. Und so gehört als Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsbericht mit Folgezertifizierung durch das Land Tirol und Wirtschaftskammer auch gleich zum guten Ton. Und hier geht es nicht nur um den Bericht an sich, sondern noch viel mehr um den Prozess des Entstehens, das Miteinander von Experten, Universität Innsbruck, Unternehmensleitung, MitarbeiterInnen und Kunden…Nachhaltigkeitskoordinator Gottfried Mair „Ein Nachhaltigkeitsbericht beschreibt Werte des Unternehmens und deren Taten. Entscheidend ist die Glaubhaftigkeit des Unternehmens als Ganzes, und hier sind alle drei Dimensionen angesprochen: Wirtschaft, Soziales und Umwelt – Wirtschaftlicher Erfolg, soziale Kompetenz und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen ist nicht leicht. Deshalb höchste Achtung diesen Betrieben.“Damit sich diese Unternehmen aber nicht nur mit der Auszeichnung zufrieden geben und es eine jährliche Weiterentwicklung im Unternehmen gibt, werden im Folgejahr „Der Nachhaltigkeitsbericht“ und ein Erfahrungsaustausch unter den zertifizierten Unternehmen angeboten. Diese Unternehmen werden am 2.Oktober einen Zukunftsdialog mit Ex-EU-Kommisär Franz Fischler führen. Tirol hat hier eine einmalige Entwicklung geschaffen, Universität Innsbruck, Wirtschaftskammer und Land Tirol ziehen an einem Strang. Tirol ist in diesem Gebiet die Nummer 1 in Österreich.

Das österreichische Seilbahnrecht

Der Innsbrucker Jurist Dr. Christoph Haidlen ist Mitglied im Weltseilbahnverband O.I.T.A.F im  Studienausschuss für juristische Angelegenheiten und hat das Buch „Das Österreichische Seilbahnrecht. Handbuch für die Praxis“ herausgebracht. Damit   wird erstmalig ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, in dem sämtliche der für die Errichtung und den Betrieb von Seilbahnanlagen wichtigen Normen zusammengefasst sind.

Die Seilbahnwirtschaft stellt einen für Österreich nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor dar: Über 600 Mio. Fahrgäste werden jährlich befördert, dabei wird ein Gesamtumsatz von rund 1,3 Mrd. Euro erwirtschaftet; im Jahre 2006 wurden insgesamt 523 Mio. Euro in die Erneuerung oder Verbesserung der Anlagen investiert.Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Seilbahnwesen zu beachten sind, finden sich allerdings quer verstreut durch die gesamte Rechtsordnung. Das neue Buch fasst nun erstmals alle wichtigen Normen, die für Errichtung und den Betrieb von Seilbahnanlagen wichtig sind, zusammen. Daher richtet es sich zunächst an die Seilbahnunternehmen selbst, weiters aber auch an Versicherungen, Hersteller, Lieferanten, Tourismusbetriebe und Behörden.Der Autor behandelt verwaltungsrechtliche Bestimmungen (Seilbahngesetz, Seilbahn-Überprüfungsverordnung, Unfalluntersuchungsgesetz) und erörtert zivilrechtliche Haftungsfragen sowie strafrechtliche Aspekte (insbesondere das Verbandsverantwortlichkeitsgesetz). Auch die Bereiche Umweltrecht (UVP-Verfahren, Alpenkonvention) Arbeitsrecht, europäisches Recht und landesrechtliche Besonderheiten (etwa das Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm) werden in die Betrachtung einbezogen. Im Anhang sind die relevanten Gesetzes- und Verordnungstexte abgedruckt.Experte für die SeilbahnwirtschaftDr. Christoph Haidlen ist Partner der auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Innsbrucker Rechtsanwaltskanzlei CHG Rechtsanwälte. Er vertritt und berät Seilbahnunternehmen und befasst sich dabei insbesondere mit den rechtlichen Bestimmungen, die für die gesamte Seilbahnwirtschaft (Seilbahnunternehmen, Versicherungen, Hersteller) von Bedeutung sind. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der Internationalen Organisation für das Seilbahnwesen (O.I.T.A.F.) arbeitet er im  Studienausschuss für juristische Angelegenheiten mit. Fachseminare und Publikationen zu Themen der Seilbahnwirtschaft runden seine Tätigkeit ab.DatenDas Österreichische Seilbahnrecht. Handbuch für die Praxis. Wien 2007, Linde Verlag 2007. 480 Seiten gebunden. ISBN: 978-3-7073-0960-7. EUR 88.00,-

Österreich wirbt auch um russische Sommergäste

Österreichs Wintertourismus konnte 06/07 aus Russland ein Plus von 21% verzeichnen. Diese Sympathien will ÖW-Chefin Dr. Petra Stolba nützen und künftig in Russland auch vermehrt den Sommer bewerben.

Alleine im Januar tummelten sich fast 35.000 russische Gäste auf Österreichs Pisten und sorgten damit für 267.000 Nächtigungen. Die größten Zugewinne konnten Salzburg, Tirol und Wien verzeichnen. „Besonders erfreulich sei, dass mehr und mehr Gäste aus den russischen Provinzen nach Österreich kämen., sagt Emanuel Lehner  von ÖW Außenstelle in Moskau“ Eine soeben vom russischen Branchenmagazin „Banko“ durchgeführte Umfrage sieht für Österreich als Urlaubsland besonders in der Wolga- und Uralregion sowie in Südrussland sehr hohe Sympathiewerte. Österreich liegt somit oftmals vor den in Russland traditionell starken Urlaubsdestinationen wie Frankreich oder Italien.“Diese Sympathien gilt es zu nützen und auszubauen, zukünftig auch verstärkt im Sommer Russland zu bewerben“, unterstreicht Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.Erste Initiativen zeigen bereits ihre Wirkung. So führte der größte russische Österreich-Reise-Spezialist, ASCENT Travel, vom 4. – 8.5.07 ein Sommeropening für 250 russische Gäste in Mayrhofen/Zillertal durch. ASCENT Travel, eigentlich Ski-Reiseveranstalter, erhofft sich durch diese Veranstaltung einen Schub für das Sommergeschäft in Österreich. „Österreich hat im Sommer wahnsinnig vieleFacetten zu bieten, welche die russischen Gäste begeistern. Wir müssen sie den Russen nur näher bringen“, gibt sich Boris Burykin, Generaldirektor des Veranstalters ASCENT Travel optimistisch. „Die reine und wunderschöne Natur in Verbindung mit der hervorragenden Infrastruktur und Servicementalität in Österreich seien aus russischer Sicht die Pluspunkte Österreichs im Sommer“, so Burykin. Mittelfristig könne Österreich sicherlich auch im Sommer davon profitieren, dass russische Reisende von den Pauschalhochburgen wie Türkei oder Ägypten übersättigt seien und Österreich eine individuelle Alternative biete.Die Österreich Werbung hofft auf einen Zuwachs russischer Gäste im kommenden Sommer von 25%.

Dachstein-Tauern: ab Sommer die neue Inklusiv-Region!

Nach dem Moto „alles inklusive“ werden heuer rund 80.000 Gäste ihren Sommerurlaub in der Dachstein-Tauern Region verbringen. Mit über 100 kostenlosen Urlaubserlebnissen und über 70 Bonusleistungen, zählt die neue Sommercard der Dachstein-Tauern Region bereits im ersten Jahr zu den größten Inklusivkarten Österreichs.

In rund 400 Hotels und Vermietungsbetrieben der nächtigungsstärksten steirischen Tourismusregion wird ab 1. Juni alles anders. Jeder Urlaubsgast erhält bei Anreise seine Sommercard für die gesamte Dauer des Urlaubs kostenlos. Uneingeschränkt können mit der neuen Sommercard die touristischen Freizeiteinrichtungen beliebig oft und gratis in Anspruch genommen werden.Über 100 der schönsten Urlaubserlebnisse, angefangen bei den Bergbahnen, bis zu Mautstraßen, Museen, Frei- und Hallenbädern sowie Freizeitprogrammen sind für den Urlaubsgast durch die neue Sommercard gratis. Zusätzlich bieten rund 70 Bonuspartner bis zu 50 % Ermäßigung bei sportlichen Aktivitäten, Eintritten oder Sportverleih. Für Kinder gibt es eine eigene KidsCard, die neben den erwähnten Gratis-Vergünstigungen noch eine Reihe weiterer, interessanter Angebote für Familien beinhaltet. Vom Kinderkletterkurs über Ganztageskinderbetreuung bis zur lustigen Fahrt mit dem Bummelzug, bietet die KidsCard uneingeschränkten Ferienspaß für die Kleinsten.Ausgegeben wird die neue kreditkartenähnliche Gästekarte bei Anreise des Urlaubsgastes direkt vom Vermieter. So können bereits ab einer Nächtigung alle Urlaubsleistungen am Anreise- sowie Abreisetag gratis und uneingeschränkt in Anspruch genommen werden.Beispiele einiger Urlaubs-Highlights die mit der neuen Sommercard gratis sind:- Dachsteingletscher Bahn mit dem neuen Eispalast – Planai & Hochwurzen Bergbahnen – Stift Admont – Erlebnisbad Schladming – Dachstein Mautstraße – Linienbusse sowie öffentlicher Verkehr – Wandertaxi – Nordic-Walking Kurs – Ganztages-Kinderbetreuung – Esel- und Pferdereiten – Kinder Abenteuerpark Gröbming – uvm.

Zukunftsforum Welltain®“ in Lech am Arlberg

Vom 05. bis 07.Juli 2007 findet das diesjährige „Zukunftsforum Welltain®“ in Lech am Arlberg in Österreich statt. Das Thema des Symposiums lautet: „Urlaub als Strategie – Gesundheit neu definiert“ und greift die Frage auf, ob und unter welchen Bedingungen der Urlaub für eine effektive Gesundheitsförderung genutzt werden kann.

Das Zukunftsforum versteht sich als interdisziplinäres Forum für Repräsentanten und Entscheidungsträger aus den Bereichen Medizin, Gesundheitswesen, Politik, Tourismusindustrie und Management. Gegründet wurde es von dem österreichischen Mediziner Prof. Dr. med. Egon Humpeler und findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Es wird vom ihs Institut Humpeler & Schobersberger Forschungsinstitut für Urlaubs- und Freizeitmedizin sowie Gesundheitstourismus und der Lech Zürs Tourismus GmbH in Kooperation mit Vorarlberg Tourismus und dem Schweizer Malik Management Zentrum St. Gallen (MZSG) veranstaltet. Auf dem Zukunftsforum werden folgende Themen präsentiert und zur Diskussion gestellt: Urlaub als Strategie – ein Thema für Krankenkassen und Mediziner? Wie engagieren sich die Arbeitgeber? Welche Chancen und Möglichkeiten birgt der Gesundheitstourismus? Unter welchen Bedingungen ist ein gesundheitsförderndes Urlaubsangebot tatsächlich effizient?Ebenfalls diskutiert wird die Rolle von Wissenschaft und Forschung bei der Entwicklung neuer Urlaubsangebote.  In diesem Kontext werden auch neue Erkenntnisse der AMAS II – Höhenstudie (Austrian Moderate Altitude Studies) erstmals der breiten Öffentlichkeitvorgestellt. Ergebnisse der AMAS I – Höhenstudie zum gesundheitlichen Effekt von Aufenthalten in der „mittleren Höhe“ sind bereits in den „Welltain®-Urlaub“ eingeflossen, der in Lech am Arlberg in Österreich mit großem Erfolg angeboten wird.Mehr Information zum „Zukunftsforum Welltain®“ unter:www.welltain.at

Zufriedene Wintersportler trotz schneearmen Winters

Aktuelle Umfrage zur Gästezufriedenheit stellt Seilbahnen gutes Zeugnis aus.

Trotz des späten Saisonstarts und des Schneemangels sind die Wintersportgäste mit den österreichischen Pisten zufrieden. Dies ergab eine von den Seilbahnen Österreichs durchgeführte Kundenbefragung unter 17.500 Gästen. Auch die Nächtigungszahlen von November 2006 bis Februar 2007 sind, wie berichtet, im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.Zu diesem guten Ergebnis trugen die Seilbahnbetriebe bei, die den Verhältnissen entsprechend die Hänge beschneiten und die Pisten bestens präparierten. Von den rund 523 Millionen Euro an geplanten Investitionen für 2006/2007 waren alleine 127 Millionen für die Beschneiung vorgesehen und in der heurigen Saison gut angelegt. Dies drückt sich auch in der beschneiten Fläche aus: rund 55 % der österreichischen Pisten können bei Bedarf beschneit werden.Insgesamt hat der Wintertourismus nur bedingt gelitten. Einbußen hatten vor allem niedrig gelegene Skigebiete und Seilbahnen, die aufgrund der verkürzten Saison und des Schneemangels mit Umsatzverlusten und hohen Aufwänden konfrontiert waren.“Interessanterweise ist die Zufriedenheit mit dem gesamten Angebot im Skigebiet im Vergleich zum Vorjahr mit der Zufriedenheitsnote 2,0 gleich geblieben (Zufriedenheitsskala 1 = äußerst zufrieden bis 6 = eher enttäuschend). Selbst mit den Pisten sind die Befragten mit 2,0 nur leicht unzufriedener als im Vorjahr (1,8)“, berichtete Ingo Karl, Fachverbandsobmann der Seilbahnen Österreichs, anlässlich der in Innsbruck stattfindenden 50. österreichischen Seilbahntagung. Ebenfalls gleich bewertet wie im Vorjahr wurden die Seilbahnen und Lifte mit 1,9.Die Zufriedenheit der Wintersportler auf Österreichs Pisten spiegelt sich auch in der Weiterempfehlung wider: auf die Frage, ob die Gäste im Bekannten- und Freundeskreis das besuchte Skigebiet weiterempfehlen würden, antworten fast 60 % mit „ganz sicher“. (hp)

Deutlich weniger Pistenunfälle 2006/2007

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit  rechnet mit rund 50.000 spitalsbehandelten verletzten Wintersportlern in der Saison 2006/2007. Das sind bis zu 20  % weniger als in der Vorsaison.

Verletzten sich in der Saison 2005/2006 rund 62.000 Skifahrer und Snowboarder auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten, so erwartet das KfV für die Saison 2006/2007 „nur“ rund 50.000 Verletzte, etwa 12.000 weniger als in der Vorsaison. „Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf Schneemangel zurückzuführen. Es waren einfach weniger Skifahrer und Snowboarder auf Österreichs Pisten unterwegs“, sagt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Immer besser werdende Wintersportausrüstungen, besser präparierte Pisten und der Rückgang von Snowboarderunfällen sind weitere Gründe für sinkende Unfallzahlen.Der Trend, dass der Anteil der Snowboarder an den Pistenunfällen rückgängig ist, setzt sich auch in der Wintersaison 2006/2007 fort: 2005/2006 betrug der Anteil der Snowboarder an den Pistenunfällen 23 Prozent (Skifahrer: 77 %), in der Saison 2006/2007 ging der Anteil mit 22 Prozent noch einmal um ein Prozent zurück.

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