Schwebend zum Ziel: Immer mehr Hoffnung ruht auf Seilbahnsystemen als umweltfreundliche Alternative im Stadtverkehr (hier ein Bild aus der Region Koblenz). Ein neues von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördertes Vorhaben untersucht eine solche Option. © Skyglide Event Deutschland GmbH
Urbane Seilbahnen: DBU fördert Vorhaben zur Analyse künftiger Mobilitätsformen
Innenstädte leiden vielfach unter stockendem Verkehr und schlechter Luftqualität. Immer mehr Hoffnung ruht auf einer umweltfreundlichen Alternative im Stadtverkehr: Seilschwebebahnen als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das Ingenieurbüro „SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH“ sowie das Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart entwickeln deshalb derzeit Methoden und Werkzeuge, um dieses neue Verkehrsmittel im urbanen Raum besser planen und entwerfen zu können. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das zweijährige Vorhaben fachlich und finanziell mit rund 300.700 Euro.
Teil der Untersuchung ist auch, den Vergleich mit anderen Mobilitätsformen zu erleichtern. In vielen Stadtzentren sind die Verkehrswege ebenso wie öffentliche Verkehrsmittel überlastet. Staus und hohe Umweltbelastung, etwa durch Feinstaub-Stickoxide (NOx) und Lärm, sind die Folgen. „Wir brauchen Alternativen, um den Autoverkehr zu reduzieren und den ÖPNV zu ergänzen“, sagt DBU-Referatsleiterin für Architektur und Bauwesen, Sabine Djahanschah.
Über den Dächern der Stadt
Eine Möglichkeit könnten Seilbahnsysteme sein, wie sie in Berggebieten oder bei großen Gartenbauveranstaltungen zum Einsatz kommen. „Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln fehlen für deren Anwendung und Bewertung im Stadtraum jedoch bisher praktische Planungshilfen“, sagt Projektleiter Michael Welsch. Dabei hätten Seilschwebebahnen deutliche umweltrelevante Vorteile. Die Bauzeit sei kürzer, es müsse weniger Fläche versiegelt werden und der Material- und Ressourcenbedarf für Stützen und Stationen sei geringer als zum Beispiel bei Stadt- und S-Bahnen. Welsch: „Seilschwebebahnen sind sehr geräuscharm, zerschneiden kaum Natur- oder Bewegungsräume und bieten eine sehr gute CO2-Bilanz sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb.“
Planungssicherheit für Kommunen
Mit Hilfe der nun zu entwickelnden Empfehlungen aus dem Förderprojekt soll Planungssicherheit für die kommunale Verwaltung und die lokale Politik entstehen. Das Ziel: möglichst bald Seilbahnsysteme als Ergänzung zum ÖPNV in deutschen Städten zu installieren. Projektleiter Welsch zu dem nun im zweijährigen Vorhaben zu entwickelnden Werkzeug: „Es soll die Bereiche Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte, Bevölkerungsakzeptanz und den gesamten Lebenszyklus betrachten.“ Dabei werden nach Welschs Worten unter anderem Indikatoren zum CO2-Fußabdruck, Lärm, Spiegelung und Schattenwurf und Flächenversiegelung einbezogen. Begleitet wird das DBU-Projekt durch einen Experten-Beirat aus Vertretern von Kommunen, Verbänden, Politik und Wissenschaft.
Floriade Almere Wasserstation. Foto: Doppelmayr Seilbahn GmbH
Doppelmayr/Garaventa baut Seilbahn für die Floriade
Für die Besucher der international bekannten und beliebten Blumen- und Gartenausstellung, die Floriade Expo 2022, entsteht derzeit in Almere ein abwechslungsreiches Ausstellungsgelände. Frei nach dem Motto „Growing Green Cities“ wurde eine Seilbahn von Doppelmayr/Garaventa als nachhaltiges Verkehrsmittel gewählt. Sie verbindet den nördlichen und den südlichen Teil des Geländes, überspannt die Autobahn A6 und wartet mit viel Komfort für die Fahrgäste und neuester Seilbahntechnik auf.
Die Besucher der Floriade Expo 2022 werden in 35 Metern Höhe über das Ausstellungsgelände schweben. Auf 850 Metern Länge wird eine Seilbahn den südlichen Teil des Floriade-Parks mit dem nördlichen verbinden. Die Besucher werden während der 5-minütigen Fahrt eine fantastische Aussicht auf die einzigartige Kleingartenausstellung haben. Das Arboretum mit Bäumen, Pflanzen, Sträuchern und Blumenfeldern und alle anderen Sehenswürdigkeiten können aus einer außergewöhnlichen Perspektive – von oben – bewundert werden. Darüber hinaus wird die Seilbahn als eines der Highlights der Floriade eine einzigartige Gelegenheit sein, das Potenzial von urbanen Seilbahnen zu erleben.
Sven Stimac, Chief Operating Officer bei der Floriade: „Die Seilbahn wird für die Gäste der Floriade eine Attraktion sein. Sie ermöglicht es, das über 60 Hektar große Floriade-Gelände und die A6 in kürzester Zeit zu überqueren und zugleich die Landschaftsarchitektur in Ruhe zu genießen. Mit diesem Verkehrsmittel können wir zudem den Besucherstrom auf dem Floriade-Gelände optimal verteilen. Die Seilbahn ist ein sehr attraktives und komfortables Verkehrsmittel.“
Fertigstellung bis Mitte 2021
Start für den Bau der Seilbahn des Herstellers Doppelmayr/Garaventa und der Ingenieurberatungsorganisation Arcadis war im November 2020. Die Fertigstellung wird voraussichtlich Juni 2021 sein. Somit können sich die Besucher der Floriade und Interessierte schon vor der Messe einen Eindruck von einer Fahrt mit der Seilbahn machen und die Entstehung des Geländes aus der Vogelperspektive mitverfolgen.
Grüne Mobilität
Die Floriade setzt zusammen mit der Doppelmayr/Garaventa Gruppe, Arcadis, der Stadt Almere und weiteren Partnern der Messe Akzente für grüne Mobilitätslösungen. Während der Ausstellung wird die Floriade verschiedene grüne Mobilitätslösungen, zu denen auch die Seilbahn gehört, präsentieren. Zum Beispiel können Besucher von der Esplanade mit einem elektrisch angetriebenen Kanalboot zur Floriade fahren.
„Die Seilbahn passt perfekt zum Thema ‚Growing Green Cities‘, da sie ein nachhaltiges Verkehrsmittel ist. Zum Beispiel verursacht sie mit ihrem in den Stationen untergebrachten Elektromotor während des Betriebs keine Abgase oder Feinstaub und sie ist sehr leise. Die Nach der Floriade wird die Seilbahn abgebaut und kommt dann wo anders wieder zum Einsatz“, sagt Stimac.
Barrierefreiheit für alle Gäste
Die Seilbahn wird direkt über das Floriade-Gelände verlaufen. Beide Stationen werden ebenerdig und gut über verschiedene Fuß- und Radwege erreichbar sein. Sie wird vollkommen barrierefrei ausgeführt und für alle Gäste – auch ältere Menschen, Besucher mit Rollstuhl oder Kinderwagen etc. – sehr gut zugänglich sein. Die Ein- und Ausstiegsbereiche in den Stationen werden getrennt voneinander angelegt, wodurch ein optimaler Personenfluss gewährleistet ist.
Einzigartige Herausforderung
Die Seilbahn wird über die A6 verlaufen. Das ist einzigartig in den Niederlanden. Im Frühjahr 2021 wird die Autobahn für den Seilzug kurzzeitig gesperrt werden. Bei der Fahrt mit der fertiggestellten Seilbahn wird die Überquerung der A6 ein besonderes Erlebnis sein.
Technische Daten 10-MGD Floriade Almere
Länge: 850 m
Höhenunterschied: ca. 35 m
Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s
Fahrzeit: 4,6 min.
Förderleistung (pro Stunde und Richtung): 2.250 P
Anzahl Kabinen: 34
LEITNER, PRINOTH und DEMACLENKO sind für die Ski-WM Cortina 2021 im Einsatz. Foto: LEITNER
Ski-WM Cortina 2021: Starker technischer Support
Wintertechnologie von LEITNER, PRINOTH und DEMACLENKO für die Weltmeister
Vom 8. bis 21. Februar 2021 werden in Cortina d’Ampezzo (IT), im Herzen der Dolomiten, die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften stattfinden. Für die Austragung dieses wichtigen Sportevents hat die Stiftung Cortina 2021 ein strategisches Bündnis mit LEITNER, PRINOTH und DEMACLENKO geschlossen, welche die Stiftung bei der Austragung der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2021 als umfassender Technical Supplier begleiten werden.
Seit vergangenem Winter ist im Skigebiet Tofana in Cortina die 10er-Kabinenbahn „Col Druscié“ von LEITNER in Betrieb und ermöglicht einen raschen Aufstieg zum Col Druscié, wo auch einige Rennen stattfinden werden. Die neue Anlage, die erste Kabinenbahn in Cortina, ersetzt die erste Sektion der 50 Jahre alten Pendelbahn „Freccia nel Cielo“, welche Cortina d´Ampezzo (1.224 m) mit dem Gipfel Cima Tofana, einem der höchsten Gipfel der Dolomiten (3.244 m), verbindet.
LEITNER hat außerdem seit kurzem die Bauarbeiten für die Kabinenbahn „Son dei Prade – Bai de Dones“ begonnen. Diese neue Anlage, eine Kabinenbahn in zwei Sektionen, verbindet die Pisten der Tofane mit dem Skigebiet Cinque Torri am Falzaregopass, und spielt somit langfristig für die touristische Entwicklung von Cortina eine wichtige Rolle, auch in Anbetracht der Olympischen Spiele im Jahre 2026.
Für eine optimale Präparierung der WM-Pisten werden die Pistenfahrzeuge von PRINOTH zum Einsatz kommen. Mit 11 Pistenfahrzeugen des Modells LEITWOLF sowie einem Fahrzeug des Modells BISON mit Winde – alle Fahrzeuge sind konform zu den Abgasnormen Stage V und deshalb mit besonders geringen Emissionswerten – wird PRINOTH die idealen Voraussetzungen schaffen, um einen hochkarätigen Wettkampf zu gewährleisten. Bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Cortina kann zudem der neue LEITWOLF h2MOTION bewundert werden.
Im Zuge der Vorbereitung für die Ski-WM 2021 hat die Tofana GmbH beschlossen, die bestehende Beschneiungsanlage auszubauen. So hat DEMACLENKO die „Pista A del Col Druscié“, auf welcher die Slalomdisziplinen und das Teamevent ausgetragen werden, sowie die „Pista B del Col Druscié“, die während der Wettkämpfe als Trainingspiste dienen wird, mit hocheffizienten Propellermaschinen verstärkt. Insgesamt hat DEMACLENKO für die Modernisierung der Beschneiungsanlage 40 neue Schneeerzeuger, drei Pumpstationen, die Software Snowvisual 4.0 sowie 91 Betonschächte inklusive Feldleitungen geliefert. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der Stiftung Cortina 2021 den Weg hin zu den Weltmeisterschaften 2021 beschreiten zu können. Diese Veranstaltung bietet eine große Chance, der Welt den Zauber Cortinas näher zu bringen. Unsere innovativen Technologien und unsere einzigartigen Produkte im modernen Design und auf höchstem Qualitätsniveau leisten einen konkreten Beitrag dafür“, betont Anton Seeber, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe HTI, welche auch die drei Marken LEITNER, PRINOTH und DEMACLENKO umfasst.
10-MGD Kumme. Foto: Doppelmayr Seilbahn GmbH
Erste „AURO Seilbahn“ in Zermatt eröffnet
Seit Dezember sorgt in Zermatt die neue kuppelbare 10er-Gondelbahn Kumme für Begeisterung. Sie ist die erste „AURO Seilbahn“ von Doppelmayr/Garaventa.
AURO steht für „Autonomous Ropeway Operation“ und beschreibt den autonomen Fahrgastbetrieb einer Seilbahn. Bei der neuen 10er-Gondelbahn in Zermatt (CHE) sind Tal- und Bergstation jeweils unbesetzt – lediglich ein Seilbahnmitarbeiter hat von der Zwischenstation aus die Anlage im Blick. Sie ist technisch auf dem Höchststand, überzeugt mit intelligenter und vernetzter Technik sowie einem Höchstmaß an Sicherheit. AURO ist wegweisend für die Zukunft der seilgezogenen Mobilität.
Die Zermatt Bergbahnen freuten sich gemeinsam mit Doppelmayr/Garaventa über die Eröffnung der ersten AURO Seilbahn. Die neue 10er-Gondelbahn Kumme wartet mit vielen Besonderheiten und technischen Highlights auf. Drei Stationen, 3.192 m Strecke und 56 Kabinen sind mit neuester Seilbahntechnik von Doppelmayr/Garaventa ausgerüstet. Das Außergewöhnliche daran: Sie wird von nur einer Person betrieben. Die Tal- und Bergstation sind jeweils unbesetzt. In der Mittelstation befindet sich das sogenannte Ropeway Operation Center (ROC). Ein Seilbahnbediensteter hat hier die komplette Anlage stets im Blick – via Kameras in allen Stationen. Die meisten Fehlerbehebungen können von hier aus durchgeführt werden. Bei Bedarf ist ein anderer Seilbahnmitarbeiter, der als Springer fungiert und verschiedenste Tätigkeiten im Skigebiet ausführt, schnell zur Stelle.
Sicher und barrierefrei
Hinweisbanner über den Bahnsteigen in den Stationen weisen unter anderem auf den autonomen Betrieb hin. Bei den Bahnsteigbegrenzungen sind jeweils Nothalttaster und die Gegensprecheinrichtung für Fahrgäste angebracht – für die direkte Kommunikation mit dem Seilbahnbediensteten im ROC, sollte das erforderlich sein. Der Einstieg in die Kabinen ist barrierefrei. So ist etwa die Trittbrettgeometrie der 56 OMEGA V Kabinen ans Bahnsteigniveau angepasst. Für ein stressfreies Einsteigen werden die Skier ganz einfach mit in die geräumige Kabine genommen und in dem im Boden eingelassenen TWISTIN-Skiköchersystem verstaut.
Die Zermatt Bergbahnen versprechen sich dank der neuen Gondelbahn und der Installation einer neuen Beschneiungsanlage eine massive Aufwertung des gesamten Wintersportgebiets hinsichtlich der Transport- und Pistenqualität. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Doppelmayr/Garaventa dieses einzigartige Seilbahnprojekt umgesetzt haben. Die Gondelbahn Kumme zeigt eindrücklich die Möglichkeiten, welche Technik und Digitalisierung heutzutage bieten. Die ersten Wochen seit der Inbetriebnahme dieser technischen Meisterleistung und die positive Entwicklung der Frequenzen haben bestätigt, dass das Skigebiet unterhalb des Rothorns eine massive Aufwertung erfahren hat. Wir erhoffen uns, dass dieses Bahnprojekt über die Destination Zermatt hinaus den Weg für technische Innovation ebnen wird“, sagt Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen AG.
AURO ist zukunftsweisend
Eine AURO Seilbahn von Doppelmayr/Garaventa zeichnet sich durch ihren bedienerlosen Betrieb aus. Sie ist technisch auf dem Höchststand, überzeugt mit intelligenter und vernetzter Technik sowie einem Höchstmaß an Sicherheit. Sie verfügt über Kameras und Sensoren, welche die Anlage – insbesondere beim Ein- und Ausstieg in die Kabinen – überwachen. Das System erkennt eigenständig Situationen welche vom „normalen Betrieb“ abweichen. Sollte beispielsweise ein Fahrgast mit seinem Skischuh in der Kabinentüre hängen bleiben, reagiert das System sofort und die Bahn schaltet automatisch ab. Wieder eingeschaltet wird die Anlage von einem Seilbahnmitarbeiter. Dieser bedient die Seilbahn vom ROC aus. Die perfekte Synergie von Mensch und fortschrittlicher Technik ergibt eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit einer AURO Seilbahn. Autonome Seilbahnen sind wegweisend für die Zukunft der seilgezogenen Mobilität. Sicher, zuverlässig und autonom bringen AURO Seilbahnen Fahrgäste in Tourismusgebieten oder in Städten an ihr Ziel.
Technische Daten 10-MGD Gondelbahn Kumme
Seilbahnbau: Doppelmayr/Garaventa
Kunde: Zermatt Bergbahnen AG
Schräge Länge: 3.192 m
Höhenunterschied: 965 m
Förderleistung: 1.500 P/h
Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
Fahrzeit: 5,8 min
Kabinenanzahl: 56 Kabinen für je 10 Personen
AURO: Tal- und Bergstation sind unbesetzt
Titan 4.0 von DEMACLENKO im rot-weißen Spezialdesign. Foto: DEMACLENKO
DEMACLENKO als „Official Supplier der Hahnenkamm-Rennen“ liefert Schneeerzeuger im Spezialdesign
Mit den Bergbahnen Kitzbühel verbindet DEMACLENKO bereits eine langjährige Partnerschaft, die nun einen weiteren Meilenstein erreicht hat. 2020 wurde die „Streif“, eine der berühmtesten Herrenabfahrten im Ski-Weltcup, mit Schneeerzeugern der neuesten Generation ausgestattet. Besonderes Highlight: Neben der prominenten Gams ziert nun ein Titan 4.0 in einem rot-weißen Spezialdesign den Zielhang am Hahnenkamm.
Bereits seit Anbeginn der Firmengeschichte von DEMACLENKO im Jahr 2011 vertrauen die Bergbahnen Kitzbühel auf die Qualität und die Kompetenz des Beschneiungsspezialisten. Über die Jahre wurde kontinuierlich in den Ausbau der Anlagen investiert und maßgeschneiderte Lösungen realisiert. Die beeindruckende Bilanz: DEMACLENKO hat bereits rund 320 Schneeerzeuger an KitzSki geliefert und war maßgeblich am Bau dreier Pumpstationen beteiligt. Zudem ist DEMACLENKO „Official Supplier“ der Hahnenkamm-Rennen.
2020 wurde die Partnerschaft mit der Übergabe eines speziell für KitzSki designten Schneeerzeugers gekrönt, der am Zielhang der „Streif“ nun die Blicke auf sich zieht. Bei der Sonderedition handelt es sich um eine Propellermaschine des Typs Titan 4.0, die 2020 offiziell vorgestellt wurde und Kunden weltweit sofort überzeugte. Mit einem Wasserdurchsatz von 12 l/s ist Titan 4.0 der leistungsfähigste Schneeerzeuger auf dem Markt, was eine maximale Schneeproduktionsmenge von 120 m3/h bedeutet.
Zusätzlich zur Maschine mit dem Spezialbranding wurden 2020 insgesamt 32 neue Schneeerzeuger geliefert, die nun die Schlagkraft des Kitzbüheler Beschneiungsnetzes verstärken. Außerdem wurde DEMACLENKO mit den hydraulischen Arbeiten für die Wasserfassung Aschauer Ache sowie für die Pumpstationen Aschauer Ache und Röhrmoos beauftragt. Letztere wurde zudem teilweise erweitert.
Wer die KitzSki Pure Card über den Webshop bestellt, kann sie auf Wunsch mit Vor- und Nachnamen personalisieren lassen. V.l.: Walter Astl, Mag. Anton Bodner und Mag. Christian Wörister. © KitzSki/Elisabeth Laiminger
KitzSki Pure Card – weltweit das erste Liftticket aus Holz
Die KitzSki Pure Card ist eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Keycard. Erhältlich ist die KitzSki Pure Card ab sofort zum Preis von € 3,00 pro Stück an allen geöffneten Kassen von KitzSki und online über shop.kitzski.at. Die KitzSki Pure Card ist Teil der konsequent verfolgten Nachhaltigkeitsstrategie der Bergbahn Kitzbühel.
Kitzbühel | Kirchberg | Mittersill. Mit der KitzSki Pure Card halten die Kunden von KitzSki eine Weltneuheit in den Händen, die modernes Design, Nachhaltigkeit und Innovation miteinander verbindet. „Die KitzSki Pure Card ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die wir erarbeitet haben. Unser Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Maßnahmen zu ergreifen, um langfristig Energie und Ressourcen einzusparen sowie nachhaltige und innovative Konzepte in allen Bereichen umzusetzen“, freut sich Mag. Anton Bodner, Vorstandsvorsitzender der Bergbahn Kitzbühel.
KitzSki Pure Card – nachhaltig und stylisch
Der nachwachsende Rohstoff Holz macht sie zu einer umweltfreundlichen und wertigen Alternative zum herkömmlichen Liftticket. „Jede Karte ist ein Unikat, die Maserung ist einzigartig. Der Gast bekommt mit diesem nachhaltigen Liftticket auch ein hochwertiges Erinnerungsstück, das er gerne behält“, erklärt Mag. Christian Wörister, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel. Im Inneren dieses umweltfreundlichen Tickets befindet sich ein kleiner Chip, der es ermöglicht, dass sich die KitzSki Pure Card immer wieder aufladen lässt. Das Holz für die Karte kommt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Beständen; ein Musterbeispiel für den Ersatz erdölbasierter Materialien durch nachwachsende Rohstoffe. „Entwickelt wurde die Keycard aus Holz von SKIDATA, international führend im Bereich Zutrittslösungen. Schon seit vielen Jahren schätzen wir die gute Zusammenarbeit, die durch Verlässlichkeit und Innovation charakterisiert wird“, lobt Walter Astl, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel.
KitzSki Pure Card – die Vorteile im Überblick
Die KitzSki Pure Card hat eine lange Lebensdauer. Sie ist eine Kaufkarte und wird auf Wunsch mit Vor- und Nachnamen versehen; somit wird sie auch zum personalisierten Einzelstück. Wichtig: Eine Personalisierung ist nur beim Kauf über den Webshop unter shop.kitzski.atmöglich. Der Kaufpreis dieser exklusiven Keycard beträgt € 3,00 pro Stück. Die KitzSki Pure Card ist ein wahrer Hingucker und eignet sich ideal als Geschenk. Geeignet ist sie für alle Tagestickets, Saison- und Jahrestickets von KitzSki. Besitzer einer KitzSki Pure Card können die Keycard aus Holz jederzeit von zu Hause aus im Webshop (shop.kitzski.at) mit einem Liftticket aufladen – im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Schon zum dritten Mal sind Oberstdorf und PistenBully Partner bei der Ausrichtung der FIS Nordischen Ski-WM. Foto: Kässbohrer Geländefahrzeug AG
PistenBully offizieller Ausstatter der FIS Nordischen Ski WM 2021
Bereits zum dritten Mal ist PistenBully der Garant für perfekte Bedingungen bei der Nordischen Weltmeisterschaft in Oberstdorf. Dahinter steht eine langjährig gewachsene Partnerschaft.
Oberstdorf ist gut vorbereitet
Die Vorbereitungen zur 53. FIS Nordischen Ski-WM laufen auf Hochtouren: Oberstdorf hat einiges investiert und ist für den jährlichen Höhepunkt der Weltbesten gerüstet. Schon seit vielen Jahren vertraut man in Oberstdorf auf PistenBully. Und weil bei solch einer großen Veranstaltung ganz besonders hohe Anforderungen gelten, unterstützt PistenBully seinen langjährigen Kunden während der FIS Nordischen Ski-WM auch mit neun zusätzlichen Fahrzeugen. So ist eine umfassende Präparation auf der Loipe und an der Schanze zu jeder Zeit garantiert.
Schon immer Partner
„Rund um Oberstdorf fahren PistenBully, so lange ich denken kann,“ erinnert sich Christoph Huber, PistenBully Gebietsmonteur im Allgäu, der ganz in der Nähe aufgewachsen ist. Er erinnert sich noch lebhaft an die PistenBully 060 und 070, die in seiner Kindheit ihre Spuren gezogen haben – und natürlich an die PistenBully 130 D bei der Nordischen WM 1987.
Fidel Joas war bereits 1987 bei der ersten WM dabei und ist seit 2004 im Organisationskomitee der WM verantwortlich für den Bereich Langlauf: „Mit PistenBully war und ist das schon immer wie in einer großen Familie – alle sind füreinander da. Wenn wir Unterstützung brauchen, ist Christoph oder einer seiner Kollegen sofort zur Stelle. In Notfällen auch an Weihnachten oder in der Silvesternacht. Da ist Verlass drauf!“
Experten-Feedback aus der Praxis
„Im aktuellen PistenBully 100 steckt auch ein bisschen Oberstdorf drin,“ erinnert sich Wolfgang Seibert, Versuchsingenieur bei PistenBully. Anregungen und Forderungen, genauso wie ganz viel Herzblut und Engagement des Teams der Sportstätten Oberstdorf flossen schon früh in die Entwicklung ein, bevor dann dort auch intensiv die ersten Prototypen getestet wurden. Ihr Feedback wurde aufmerksam gehört – und erfolgreich umgesetzt.
PistenBully 100
Multitalent und Pionier der neuen Generation
Mit diesem Fahrzeug präsentierte Kässbohrer 2016 eine komplett neue Fahrzeuggeneration, die mit dem EU 5 Motor, dem erstmals präsentierten intuitiven Bedienkonzept und vielen ergonomischen und technischen Details richtungsweisend für alle zukünftigen Modelle war und ist.
In Oberstdorf geht er zusammen mit seinen großen Brüdern PistenBully 600 und PistenBully 600 E+ sowie den digitalen Lösungen von SNOWsat an den Start: Alle gemeinsam unterstützen die Organisatoren bei ihrem Ziel einer besonders nachhaltigen Weltmeisterschaft – dem wichtigsten von vielen Gründen für diese Kooperation.
Spitzen-Fräse für Spitzenleistungen
Die bei der WM in allen Fahrzeugen eingesetzten Schneefräsen bestechen mit noch mehr Power und Flexibilität, ermöglichen ein besonders effizientes und ressourcenschonendes Arbeiten unter Berücksichtigung von Gelände und Schnee. Ergebnis: ein noch besseres Pistenbild und homogene, gleichbleibende Pistenverhältnisse. Maßgeblich dafür verantwortlich ist auch die besonders konzipierte feine Teilung des Finisherprofils, welches speziell für das Skaten optimiert worden ist: Die feinere Struktur verleiht mehr Stabilität und ermöglicht den Athleten Höchstgeschwindigkeiten, ohne das Risiko, sich in den Spuren zu verkanten. Perfekte Voraussetzungen für spannende Wettkämpfe.
Infos:
www.oberstdorf2021.com
NR Franz Hörl, Obmann der Seilbahnen Österreichs
Hörl: Volle Härte gegen alle, die gegen Regeln verstoßen und der Branche schaden
Verdachtsfälle auf britische Virus-Mutation in Jochberg und Verstöße gegen das Beherbergungsverbot müssen hinterfragt und scharf sanktioniert werden, sagt der Obmann der Österreichischen Seilbahnen NR Franz Hörl. „Wir befinden uns alle in einem Lockdown und leiden unter den damit verbundenen Einschnitten. Wenn manche diese Situation nun dazu nützen, um entgegen der Regeln zu handeln, dann schadet das doppelt: der Gesundheit aller und der Tourismusbranche insbesondere“.
Er spricht dabei die medial bekannt gewordenen Fälle von Verstößen gegen das Beherbergungsverbot in Tirol an. „Hier braucht es ein kräftiges Signal und volle Härte bei den entsprechenden Strafen. Jedes einzelne schwarze Schaf ist zu jeder Zeit, aber besonders in dieser wirtschaftlich sensiblen Situation, eines zu viel. Das ist weder mit Blick auf die kraftzehrende Pandemiebekämpfung, noch mit Blick auf all jene Unternehmerinnen und Unternehmer zu tolerieren, die sich an die Regeln halten und um ihr Überleben kämpfen“, so Hörl.
Auch betreffend der Verdachtsfälle auf die britische Virus-Mutation in Jochberg fordert der Fachverbandsobmann der Seilbahnen rasche Aufklärung. „Der Tiroler Skilehrerverband hat in dieser Zeit in Jochberg weder eine Skilehrerfortbildung noch eine Skilehrerausbildung durchgeführt. Wenn die Personen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in Tirol waren, dann braucht es hier unmissverständliche Konsequenzen. Ich werde es als Branchenvertreter sicher nicht zulassen, dass ein gesamter – zudem volkswirtschaftlich essentieller – Wirtschaftszweig in Tirol wegen einiger weniger in Verruf gerät. Viele Skigebietsbetreiber haben enorm viel an Herzblut und Geld investiert, um eine vertretbare Form des Betriebs zu ermöglichen. All diese Unternehmen kommen dank dieser Beispiele indirekt zum Handkuss und geraten ungerecht in Verruf!“
Michael Partel, GF Mountain-Management Consulting.
Was passiert da gerade in einigen österreichischen Skigebieten?
Es scheint, dass man die jahrzehntelange Image-Pflege mit Füßen tritt“ – ein Kommentar von Mike Partel, Mountain Management Consulting.
Man spricht von „schwarzen Schafen“, welche man in den letzten Wochen in fast allen Bundesländern antreffen musste, man hört von fast täglichen Polizei-Einsätzen… Das können und dürfen doch nicht die Botschaften sein, die diese Branche an die immer stärker verunsicherten Skifahrer im In- und Ausland senden will. Unser Image als Skination Nr. 1 wird damit extrem geschädigt! Siehe die mediale Präsenz im In- und Ausland. Die aktuelle „Sonderstellung der Skigebiete“ wird ja auch von anderen Berufsgruppen stark angegriffen. (Skigebiete dürfen öffnen, wir nicht)
Was nützen all die gut gemeinten Sicherheitskonzepte, wenn solche Bilder dann über die Fernsehkanäle und Social-Media laufen? Es war doch klar, dass man genau hinsehen wird, ob unsere Skigebiete für den Winter fit sind.
Irgendwie – dazu wurden auch in Fachmagazinen einige Beiträge geschrieben – wollte man wahrscheinlich nicht ganz wahrhaben, dass sich hier etwas gravierend verändert. Angesprochene Themen wie Limitierung, Befüllungsgrad der Bahnen, unterschiedliche Zutrittszeiten, Reservierungen etc. – eigentlich genau die Themen, die uns gerade beschäftigen – haben in so manch eigene Überlegung nicht hineingepasst.
Man könnte auch sagen, Gästemeinungen wurden nicht ernst genommen. Einige durchgeführte Sonder-Studien zu Covid-19 (auch von uns) haben klar gezeigt, welche Erwartungshaltung Gäste bezüglich z. B. dem Befüllungsgrad der Gondeln /Limitierung haben. Es wäre eine Möglichkeit gewesen, dieser Verunsicherung proaktiv zu begegnen, statt sich nachträglich mit den Behörden darüber einigen zu müssen.
Es ist klar, dass alle vor einer großen Herausforderung standen, einerseits diese Pandemie im Auge zu behalten und andererseits einen halbwegs normalen Betrieb aufnehmen zu können. Aber spätestens nach dem ersten Fiasko bei Gletscher-Skigebieten hat jeder der Beteiligten genau gewusst, worauf es ankommen wird.
Schade, dass man aktuell sehr viel „Porzellan zerbricht“ mit Bildern, welche Skifahrer weiterhin stark verunsichern. Persönlich würde ich hier einen Anteil von 30 % sehen, die deshalb die Skigebiete meiden, weil eben diese geforderte Sicherheit nicht gegeben ist.
Ergänzend ein Hinweis zum „Ankommen“
Es muss uns bewusst sein, dass unsere Gäste einen Empfang der Polizei auf unserem Parkplatz nicht als „welcome“ empfinden. Leider ist einigen Skigebieten die Wichtigkeit vom Parking bis zum Lift-/Gondeleinstieg – also dieses „Ankommen“ im Bereich der Kundenzufriedenheit immer noch nicht ganz bewusst. Das gilt ganz generell. Service-Qualität beginnt eben dort! Vielleicht schafft man es dennoch die Skigebiete (hoffen wir auch mit Hotels) für die Ferienzeit im Februar offen zu halten. Wenn man diese noch zögernden Gäste erreichen will, sollte auf den Homepages klar aufgezeigt werden, wie es beim „Ankommen“ bestellt ist. Live-Bilder dieser Situation vor Ort sind jenen vom Skigebiet vorzuziehen, bzw. zu ergänzen. Das bringt aktuell mehr Gäste!! Die aufgeführten, lesbaren Maßnahmen genügen nicht; es muss erlebbar/nachvollziehbar sein.
Mein Appell an alle Verantwortlichen, die diesen Beitrag lesen: wir befinden uns in einer Ausnahme-Situation, die einen größeren Einsatz auf diesen neuralgischen Punkten des „Ankommens“ erfordert. Schicken Sie Ihre Top-Leute im Umgang mit Gästen an diese Front. Jetzt können Sie mit persönlicher Ansprache punkten. Ein sich sicher fühlender Gast ist derzeit das größte Kapital. Die entsprechende Weiterempfehlung ist Ihnen gewiss!
Diese „Image-Killer“ müssen vermieden werden, sonst wird unsere Ski-Community noch kleiner als sie schon ist. Und wir brauchen doch jeden Fan!










