Markus Unsinn ist der neue Geschäftsführer für Pistenfahrzeuge der Prinoth GmbH in Österreich. ©PRINOTH

Neuer Geschäftsführer für PRINOTH GmbH – Österreich

Mit Mitte März übernahm Markus Unsinn als Geschäftsführer die Leitung der PRINOTH GmbH in Bezug auf die Pistenfahrzeuge in Österreich. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung im nationalen sowie internationalen Vertrieb und Service von Investitionsgütern aus der Bau- und Landwirtschaft zurück.

Mit Sitz in Telfs ist die PRINOTH GmbH die österreichische Niederlassung der PRINOTH Gruppe. Sie ist nicht nur für den Verkauf der Pistenfahrzeuge von besonderer Wichtigkeit, sondern auch für den Kundenservice. In Telfs betreibt die PRINOTH Gruppe zudem ein Ersatzteillager von über 2.000 m², welches weltweit täglich bis zu 1.000 Artikel per LKW, See oder Luftfracht versendet.

 

 

Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, Kärnten Werbung Chef Klaus Ehrenbrandtner, und WKK Spartenobmann Josef Petritsch präsentierten die Schwerpunkte im Kärntner Sommer 2023. © Kärnten Werbung/Studiohorst

Sommertourismus Kärnten 2023: Emotion trifft KI

Mit der Wintersaison 2022/23 hat sich Kärnten dem hohen Niveau vor der Pandemie bereits angenähert und mit 3,3 Mio. Übernachtungen rund 96 % des Nächtigungsvolumens vom Vergleichszeitraum der Vor-Covid-Saison 2018 /19 erreicht. Und auch für den Sommer 2023 sind die Aussichten durchwegs positiv.

Große Reiselust herrscht laut der aktuellen Sommerpotentialstudie der Österreich Werbung in den 10 Kernmärkten. Ca 70 % der Befragten planen einen Sommerurlaub. Die Zahl der Österreich-Urlaubsplaner ist in den wichtigsten Herkunftsmärkten mit 20 Millionen Menschen um 3 Millionen höher als im Vorjahr, das ein sehr gutes Sommer-Ergebnis aufwies. Auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wird im Hinblick auf die Inflation noch mehr Wert gelegt und Urlaubsentscheidungen werden bewusster getroffen. Preissensible Gäste buchen in Nebensaisonen, sparen bei der Unterkunft und bei Nebenausgaben. Für 66 % der österreichischen Reisenden ist Qualität wichtiger als ein günstiger Preis, so ein Ergebnis einer YouGov Umfrage (im Auftrag der TUI). 23 % der deutschen Österreich-Zielgruppe sind bereit mehr Geld für ein nachhaltiges Übernachtungsangebot eines Urlaubshotels auszugeben. Am höchsten ist die Ausgabebereitschaft im Hinblick auf Nachhaltigkeit beim Thema der öffentlichen Anreise und Lebensmittelherkunft (Conjoint Studie: Nachhaltigkeitsaspekte bei der Hotelauswahl, Österreich Werbung).

Qualität gefragter denn je

Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig zeigt sich zuversichtlich: „Der Kärntner Tourismus startet voller Optimismus in eine vielversprechende Sommersaison. Die Nachfrage ist trotz schwieriger Vorzeichen aufgrund der Teuerung bereits stark, auch die Buchungslage stimmt zuversichtlich. Nach den sehr erfolgreichen Sommern der Vorjahre sind unserer Betriebe heuer wieder bestens vorbereitet, viele Gäste von einem Urlaub in Kärnten zu überzeugen. Immer mehr Gäste suchen heuer nach nachhaltigen Reisedestinationen und regionalen, authentischen Urlaubserlebnissen. Qualitätstourismus ist gefragter denn je. Kärnten hat hier viel zu bieten und ist als Urlaubsland ungebrochen attraktiv. Auch heuer werden unsere Gäste wieder kostenfrei mit der Bahn in Kärnten unterwegs sein, um die autofreie Anreise zu erleichtern.

WKK-Spartenobmann Josef Petritsch: „Die derzeitige Buchungslage für den Sommer ist sehr positiv. Investitionen der Betriebe in die Qualität haben sich ausgezahlt, unsere Gäste wissen das zu schätzen. Erfreulich ist insbesondere auch, dass der Tourismus im Regierungsprogramm eine prominente Rolle einnimmt und dem Stellenwert sowie der Bedeutung der Tourismuswirtschaft dadurch Rechnung getragen wird.“

Sommerkampagne 2023: „Mach, was du liebst“

In den Köpfen der Gäste spielt das Thema Corona, wie viele Umfragen ergeben, keine Rolle mehr. Die Pandemie scheint in der Urlaubsplanung so gut wie überwunden zu sein. „Die Post-Covid Gesellschaft sehnt sich daher danach sich wieder frei zu fühlen, die Leichtigkeit des Lebens spüren und sich nicht mehr einschränken zu müssen. Genau darauf zielen wir in den Text-und Bildbotschaften der kommenden Sommerkampagne ab. Die Aufforderung „Mach, was du liebst“ fasst die Möglichkeiten, all dies während eines Kärnten Urlaubs zu erleben, zusammen“, erklärt Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung.

So wirbt Kärnten in den Märkten

Als die vier Top Themen für einen Sommerurlaub in Österreich haben sich laut der ÖW Potentialstudie Natur, Wasser, Erholung und Kulinarik erwiesen. Dies deckt sich auch mit den führenden Themen für einen Kärnten Urlaub. Basierend auf den Ergebnissen aus der T-Mona Gästebefragung steht Kärnten thematisch mehr denn je für Natur Aktiv-Urlaub bzw. aktiven Erholungsurlaub zwischen Bergen und Badeseen. Wandern hatte im Sommer 2022 mit 71 % seinen Höchstwert im Ranking der Urlaubsaktivitäten und auch das Radfahren stieg in der Top-Riege der Aktivitäten noch weiter nach vorne (von 36 % auf 41 %). Urlaubsaktivität Nr. 1 ist mit 78 % Baden/Schwimmen. In den Segmenten Familienurlaub und Campingurlaub ist Kärnten im Österreich Vergleich weiterhin führend. Ehrenbrandtner: „Die Kärnten Sommerkampagne, die diese Themen und die Sehnsüchte unserer Gäste widerspiegelt, wird via TV, Radio und reichweitenstarken Printmedien breitenwirksam ausgespielt. Zusätzlich wird über digitale Medien zielgruppengenauer Content transportiert.“ Der Fokus der Kampagne, die in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Tschechien, Polen, Ungarn und Italien umgesetzt wird, liegt auf der Bewerbung der Schultersaison. Eine starke Allianz mit der Kärnten Werbung bilden die Kärntner Tourismusregionen, weiters werden gemeinsame internationale Kampagnen mit der Österreich Werbung umgesetzt.

KI Concierge – Kärnten als Vorreiter

Die Kärnten Werbung geht innovative Wege und setzt als erstes Bundesland auf ihrer Website www.kaernten.at seit 10. Mai auf den KI-Concierge, ein KI-basiertes Service für Gästefragen zur Planung des Kärntenurlaubs. „Wir nutzen künstliche Intelligenz als Ergänzung und Unterstützung unserer Urlaubsspezialist:innen, um unseren Gästen rund um die Uhr schnelle und individuelle Information in allen Sprachen zur Verfügung stellen zu können. Der Content stammt aus den über 1500 Seiten der kaernten.at. Der KI Concierge ist ein wichtiger Schritt im Zuge der Digitalisierung“, erläutert Ehrenbrandtner den Zugang der Kärnten Werbung zur effizienten Nutzung künstlicher Intelligenz im Gästeanfragenbereich.

Tourismus Akademie Kärnten

„Zum Thema Arbeitsmarkt trägt die Kärnten Werbung ihren Teil bei, wir arbeiten hier gemeinsam und abgestimmt mit der Wirtschaftskammer Kärnten und dem Tourismusreferat des Landes Kärnten. Aktuell forcieren wir die praktische Unterstützung der Betriebe durch die Tourismus Akademie Kärnten, die den Betrieben auch Hilfestellung im Bereich Employer Branding bieten soll“, informiert Klaus Ehrenbrandtner. Im Juni erfolgen Impulsroadshows zum Thema Leadership und zielgerichtete Integration neuer Mitarbeiter:innen in den Betrieb, Mitte September findet ein Auftaktsymposium für Beherbergungsbetriebe unter dem Titel „Leben und Arbeiten im Süden“ statt. Das Kursprogramm ab Herbst 2023 beinhaltet Lehrgänge zur Mitarbeiter:innenmotivation und -bindung sowie zum Thema der Nachhaltigkeit. „Das Kärntner Qualitätssiegel soll nicht nur Richtung Gäste, sondern auch Richtung Arbeitskräfte eine Strahlkraft entwickeln. Eine Entwicklung Richtung Ganzjahresdestination ist auch ein wichtiger Hebel im Bereich der Arbeitskräfte-Bindung. Eines der strategischen Ziele ist es, die Potenziale im Herbst mit verschiedenen Schwerpunkten weiter zu heben“, so Ehrenbrandtner abschließend.

Die BUGA-Bahn verbindet den Spinelli- mit dem Luisenpark. ©Andreas Henn

Doppelmayr-Seilbahn verbindet Ausstellungsparks der BUGA in Mannheim

Vom 14. April bis 8. Oktober 2023 findet in Mannheim die Bundesgartenschau (BUGA) statt. Im Fokus stehen die aktuellen Themen unserer Zeit: Klima, Energie, Umwelt und Nahrungssicherung. Den Nachhaltigkeitsgedanken der BUGA unterstreicht auch die Mobilität auf dem Gelände: Eine Seilbahn von Doppelmayr verbindet die beiden Ausstellungsgelände Spinelli- und Luisenpark.

„Die BUGA ist nicht nur eine wunderbare Blumen- und Gartenschau, sondern auch ein ganz besonderes Ereignis, das Menschen verbindet und zusammenbringt“, erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Eröffnung der Bundesgartenschau am 14. April 2023 und ergänzt: „Die BUGA zeigt, wie sich Stadt und Natur verbinden lassen und gibt interessante Ausblicke auf die Zukunft unserer Städte.“ Diesen Anspruch erfüllt die BUGA auch mit einer Seilbahn als nachhaltiges Transportmittel auf dem Gelände eindrucksvoll. Die 10er-Gondelbahn verbindet den Spinellipark mit dem Luisenpark und überquert auf der zwei Kilometer langen Strecke die urbane Infrastruktur Mannheims, darunter unter anderem die Wasserschifffahrtsstraße auf dem Neckar oder die Zugstrecke der Deutschen Bahn. Den Fahrgästen eröffnet sie während der Fahrt ein ganz neuer Blick auf die Stadt.

Mobilität für alle

Verantwortlich für den Bau und den Betrieb während der BUGA ist der österreichische Seilbahnhersteller Doppelmayr. Die Anlage ist eine kuppelbare Gondelbahn der Generation D-Line. Sie ist mit insgesamt 64 komfortablen OMEGA V Kabinen ausgestattet, jede davon bietet Platz für 10 Personen. Ganz nach dem BUGA-Motto „Das sind wir alle“ ist die Seilbahn barrierefrei für alle Fahrgäste, auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen. In knapp sieben Minuten transportiert sie bis zu 2.800 Personen pro Stunde und Richtung.

Nachhaltig auf ganzer Länge

Die Funktion der Seilbahn ist es, zwei Ausstellungsgelände der BUGA für die Besucher verkehrs-technisch zu verbinden. Dabei beansprucht sie nur minimale Flächen am Boden. Die Seilbahn ist nahezu emissionslos, schwebt geräuschlos auf einer neuen Ebene durch die Lüfte und wird durch Ökostrom angetrieben. Damit ist die Seilbahn die ökologischste und anwohnerfreundlichste Variante der Mobilität. Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt betrifft die Wiederverwendung der Seilbahnanlage. Einige Komponenten, zum Beispiel Stationsbauteile oder Kabinen waren 2022 bereits bei der niederländischen Blumenausstellung Floriade in Almere im Einsatz. Auch nach der BUGA 23 soll die Anlage an einem neuen Standort weiterverwendet werden. Dazu werden bereits Gespräche mit möglichen Gebieten geführt.

Naturraum, wo überall möglich

Die Seilbahnstationen sind ein weiteres Beispiel für nachhaltige Architektur im urbanen Kontext. Die Dächer der BUGA-Seilbahn sind begrünt und fügen sich so mit zahlreichen Vorteilen perfekt in das grüne Landschaftsbild der Ausstellung ein: Die Bepflanzung hat einen Cooling-Effekt, bindet Feinstaub, absorbiert Umgebungslärm und stellt neue Biodiversitätsflächen bereit. Zudem nehmen die begrünten Dächer eine wichtige Rolle bei der Regenrückhaltung ein. Sie entlasten nicht nur die Entwässerungseinrichtungen, sondern sorgen auch für bessere klimatische Verhältnisse.

Das BUGA-Erlebnis

Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA 23 erklärt: „Wir bieten mit der BUGA 23 unseren Besucherinnen und Besuchern eine spannende Mischung aus Blumen, innovativen Ausstellungsbeiträgen zur Nachhaltigkeit und ein Kulturfestival mit über 6.000 Veranstaltungen.“ Auch die Seilbahn wird als Event-Location, als Raum für Kunst und Kultur, genutzt. Denn sie ist nicht nur ein Transportmittel, sondern ein integraler Baustein des BUGA-Erlebnisses.

Technische Daten 10-MGD BUGA Mannheim 2023

Förderleistung: 2.800 p/h/d

Fahrgeschwindigkeit: 6,5 m/s

Fahrzeit: 7 min

Kabinen: 64 OMEGA V Kabinen à 10 Personen

Stützenanzahl: 10

Schräge Länge: 2.049 m

Höhenunterschied: 6 m

 

 

Gurgl eröffnet traditionell als eines der ersten Winterskigebiete im Alpenraum die Saison. ©Ötztal Tourismus / Roman Huber

Gurgl trägt erstmals FIS-Weltcuprennen aus

Mit einem einzigartigen sportlichen Highlight startet Gurgl im November 2023 in die Wintersaison. Slalom-Stars wie Lucas Braathen, Henrik Kristoffersen oder Linus Straßer versammeln sich für den Weltcup-Auftakt erstmals im Diamant der Alpen. Die Ötztaler Destination will sich durch eine perfekte Organisation als Fixstarter im jährlichen Rennkalender empfehlen.

Im Herbst 2023 wird das Ötztal innerhalb weniger Wochen gleich zweimal zum Zentrum des Alpinen Skirennlaufs. Ende Oktober feiert der FIS-Weltcup traditionell seinen Start mit zwei Riesentorläufen am Rettenbachgletscher in Sölden. Bereits Mitte November dürfen sich Skifans auf das nächste Rennen und eine besondere Premiere freuen. Die Piste am Kirchenkar in Hochgurgl wird am 18. November zur Spielwiese von Top-Athleten wie Ramon Zenhäusern, Linus Straßer, Lucas Braathen, Henrik Kristoffersen oder Fabio Gstrein und Manuel Feller. Damit taucht der Diamant der Alpen erstmals im FIS-Rennkalender auf und darf im Rahmen des Skiopening-Wochenendes 2023 noch mehr scheinen.

Antreten, um zu bleiben: Gurgl will überzeugen

Die Höhenlage von 1.800 m bis 3.080 m in Kombination mit einer herausragenden Infrastruktur garantiert in Gurgl Schneesicherheit und damit Verlässlichkeit für alle Wintersportler:innen. Deshalb eröffnet man im hinteren Ötztal seit jeher als eines der ersten Winterskigebiete im Alpenraum. Diese Argumente überzeugten auch die Verantwortlichen des internationalen Skiverbandes FIS bei der Vergabe des ersten Herrenslaloms der Saison 23/24 ins Ötztal. „Für uns ist das eine einzigartige Chance. Neben dem etablierten Auftakt am Gletscher stellen wir unsere Wintersport- und Schneekompetenz nun auch in Gurgl ins Rampenlicht der internationalen Öffentlichkeit“, erklärt Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus. Die Freude über den Zuschlag für das Rennen und die Einsatzbereitschaft sind groß: „Unser Anspruch ist es, Gurgl als jährlichen Austragungsort zu etablieren. Wir werden beweisen, dass wir dazu in der Lage sind.“ Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Mit dem multifunktionalen Top Mountain Crosspoint in Hochgurgl steht eine geeignete Infrastruktur als Zielbereich bereit, die sämtliche Anforderungen für Teams, Fans und Medienvertreter:innen erfüllt. Gleiches gilt für das Kongress- und Veranstaltungszentrum Gurgl Carat in Obergurgl. Für ein Skifest erster Güte greift man auch gern auf das Know-how von Partner:innen aus Sölden zurück. „Als langjähriger Begleiter des Weltcupauftakts am Rettenbachgletscher bringt etwa Isidor Grüner seine Erfahrung, Wissen und Netzwerk in Gurgl ein. Damit zeigen wir im Ötztal Teamspirit“, erläutert Schwarz.

Saisonauftakt für alle

Auch wenn naturgemäß die Profisportler am 18. November im Fokus stehen, lädt das Gurgl Skiopening von 16. bis 19. November jede und jeden zum persönlichen Winterauftakt. Auf Hobbysportler:innen warten im „Diamant der Alpen“ 112 Pistenkilometer und 25 moderne Liftanlagen, an denen Wartezeiten ein Fremdwort sind. Auch von den Hotels und Unterkünften geht es dank Ski-in/Ski-Out direkt auf die Piste. Hinzu kommt am Opening-Wochenende ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit vielen Highlights auch abseits der Piste.

Weitere Infos: www.gurgl.com

 

 

 

Startschuss beim ausverkauften Wings for Life App Run in Zell am See. © Johannes Radlwimmer

Ausverkaufter Wings for Life World Run in Zell am See-Kaprun

Am 7. Mai um 13:00 Uhr fiel der Startschuss im Elisabethpark Zell am See für den organisierten Wings for Life App Run. Weltweit starteten über 200.000 Läufer und Rollstuhlfahrer zur selben Zeit. Davon 200 beim ausverkauften App Run Event in Zell am See. Alle gaben ihr Bestes, bis sie vom virtuellen Catcher Car eingeholt wurden. 100% des Startgeldes fließen in die Rückenmarksforschung und helfen, Querschnittslähmung zu heilen.

Ein Wings for Life App Run mit vielen Highlights in Zell am See: Bereits vor dem offiziellen Start stand eine gemeinsame Warm-Up Session by BASEFIVE im Elisabethpark am Programm. Top-aufgewärmt und voller Emotion fand im Anschluss der atemberaubende Lauf um den Zeller See statt, den Erich Flatscher organisierte. Ein weiteres Ziel der Sportler und Sportlerinnen: Die 11,1 Kilometer der Seeumrundung einmal, zweimal oder sogar dreimal zu überwinden. Von jedem individuellen Ende kamen alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit dem kostenfreien Schiff Shuttle by Schmitten oder dem Audi Shuttle Service by Porsche Zell am See zurück zum Ausgangspunkt: dem Elisabethpark in Stadtnähe von Zell am See. Ein großer Dank geht an den Turn-, Alpen- und Volleyboiverein Zell am See, die mit ihren Labestationen im Elisabethpark, Haus Gabi und Wieshof allen Läufer und Läuferinnen reichlich Unterstützung boten. Anstelle des Führungsautos fuhr ein E-Bike für die schnellste Frau und für den schnellsten Mann mit: Gratulation an Barbara Reisinger für 25,1 Kilometer und an Christoph Aigner für einen 32,8 Kilometer langen Wings for Life App Run Zell am See. Alle Läufer wurden mit einer Finisher Medaille belohnt. Bei der Siegerehrung um 16:00 Uhr wurde als Hauptpreis ein Wochenende mit einem Audi E-Tron vergeben und die Bedeutung des jährlichen Wings for Life World Run zur Heilung von Querschnittslähmung gezeigt.

Die ausgewiesene Strecke in atemberaubender Landschaft von Zell am See-Kaprun: Elisabethpark – über die Elisabethpromenade nach Schüttdorf – Seespitzstraße – Am Schilf – Karl-Vogt-Straße – Karl-Vogt-Weg – Thomas Bernhard Weg nach Haus Gabi – über Seeuferstraße nach Thumersbach – über Thumersbacherstraße zum Badeplatz Wieshof – Doktor-Schandlbauer-Promenade – Prielaupromenade zurück nach Zell am See.

Manuel Resch, Geschäftsführer Zell am See-Kaprun Tourismus spricht begeistert: „Der Wings for Life World Run ist ein weltweit bekanntes Laufevent mit einer gemeinsamen Mission, die Wissenschaft zur Heilung von Querschnittslähmung zu unterstützen. Umso mehr freut es mich, dass wir beim organisierten und ausverkauften App Run in Zell am See so viele motivierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten und gemeinsam unseren Beitrag leisten konnten!“

Lukas Hollaus, Lokalmatador: „Es freut mich sehr, dass der Lauf so erfolgreich war und viele Teilnehmer für den guten Zweck gemeinsam an der Startlinie standen. Es ist immer wieder besonders, in dieser einzigartigen Region zu Laufen. Die Strecke rund um den Zeller See ist beeindruckend und während dem Lauf herrschte super Stimmung mit vielen Zusehern. Ich hoffe, dass das in den nächsten Jahren so weiter geht und Hobby-Sportler gemeinsam mit ambitionierten Sportlern für die Rückenmarksforschung an den Start gehen!“

 

 

Wendelstein-Zahnradbahn. ©Peter Hofmann

Kostenlose Seilbahnfahrten am 7. Mai 2023 für Menschen mit Behinderung

Am 7. Mai 2023 findet wieder der traditionelle Aktionstag der deutschen Seilbahnunternehmen für Menschen mit Handicap statt.

Gäste mit einer im Ausweis eingetragenen Behinderung ab 60 % werden an diesem Tag kostenfrei auf den Berg und wieder ins Tal befördert. Ebenfalls kostenlos ist die Mitfahrt für eine im Ausweis eingetragene Begleitperson.

Deutsche Seilbahnunternehmen bieten diesen Tag schon seit Jahren an, um auch Menschen mit Handicap einen erholsamen Aufenthalt auf den Berggipfeln zu ermöglichen.

„Wir freuen uns darüber, wenn viele Menschen mit Einschränkungen unseren jährlichen Aktionstag nutzen, um die Schönheit der Berge und die traumhafte Natur zu genießen“, so Antonia Asenstorfer, 3. Vorstand des Verbandes Deutscher Seilbahnen (VDS) und Geschäftsführerin der Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH.

Der Aktionstag findet in diesem Jahr in Zusammenhang mit dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, der unter dem Motto „Zukunft barrierefrei gestalten“ steht.

Eine Liste der am Aktionstag beteiligten Seilbahnen gibt es auf der Website www.seilbahnen.de

 

Peter Hager wurde von den GF der Hinterstoder -Wurzeralm Bergbahnen AG Rohregger (li.) und Holzinger zum Umweltbeauftragten ernannt. © HIWU Michael Schirmbeck

Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen ernennen Umweltbeauftragten

Die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG ist einer der wichtigsten touristischen Leitbetriebe in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Das oberösterreichische Unternehmen setzt sich seit Jahren dafür ein, nachhaltig und umweltfreundlich zu agieren. Nun wurde erstmals mit Peter Hager ein ein Umweltbeauftragter ernannt. 

„Mit der Ernennung von Peter Hager zum Umweltbeauftragten möchten wir dem Zukunftsthema Nachhaltigkeit die notwendige Priorität in unserem Betrieb einräumen. Als technischer Leiter besitzt er wichtiges Know-how, um unser Unternehmen in diesem Bereich laufend umweltfreundlich weiterzuentwickeln“, so Rainer Rohregger, Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Der Aufgabenbereich umfasst neben dem Forschungsprojekt „Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge“, die Konzeptionierung umweltfreundlicher Anreisemöglichkeiten (Öffentlicher Verkehr), den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen und die Erstellung eines Öko-Auditings, also die regelmäßige Erfassung und Protokollierung umweltrelevanter Bereiche der Unternehmenstätigkeit und der Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Geplant ist, das bis 2028 die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen energieautonom betrieben werden.

Umweltgerechte Weiterentwicklung

„Wir arbeiten schon seit Jahrzehnten sehr eng mit dem Natur- und Umweltschutz zusammen, wie man etwa am naturnahem Speichersee auf der Höss sehen kann. Unsere Geschäftstätigkeit im Sinne der Umwelt weiter auszubauen ist eine enorm wichtige Aufgabe und gleichzeitig eine Herausforderung. Ich freue mich, dass ich hier einen Beitrag leisten kann, den Betrieb der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen im Sinne aller weiterentwickeln zu können“, so Peter Hager, der neue Umweltbeauftragte.

Touristen schätzen Nachhaltigkeit

Neben der Tatsache, dass Unternehmen sich aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen an immer mehr und neue Regelungen zu halten haben, sind die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch immer wichtiger werdende Faktoren im Tourismus. Denn immer mehr Gäste legen derartige Parameter an ihre Urlaubsplanung. Von öffentlichen Anreisemöglichkeiten bis zum ökologischen Fußabdruck, vom naturnahen Vorgehen eines Betriebes – wie etwa von Seilbahnen – bis hin zur Verwendung von E-Mobilität und Ökostrom. Deshalb erachten die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor.

Präsentierten die aktuelle Studie zur Wertschöpfung durch den Tourismus in der Region (v.l.): Studienautor Florian Schwillinsky (economixs Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung), Mathias Schattleitner (GF TVB Schladming-Dachstein) und Herbert Kolb (Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Schladming-Gröbming). © GEOPHO Schladming

Tourismus in Schladming-Dachstein sichert österreichweit 20.000 Arbeitsplätze

Eine aktuelle Studie des economixs Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung zeigt, dass der Tourismus als Lebensader der Region Schladming-Dachstein  nicht nur den Wohlstand in der Region selbst vorantreibt, sondern auch für steiermarkweite und sogar österreichweite Wertschöpfungseffekte sorgt. Die zusätzliche Wertschöpfung in der Region beläuft sich auf 612 Mio. Euro.

Die Entwicklung der Region Schladming-Dachstein steht seit Jahren im Zeichen des Tourismus. Wie weitreichend die ökonomischen Effekte sind, die durch den Tourismus in der Region angestoßen werden, macht nun eine aktuelle Studie deutlich. Der Public Value Report, der vom TVB Schladming-Dachstein gemeinsam mit der Raiffeisenbank Schladming-Gröbming in Auftrag gegeben wurde, untersucht die ökonomischen Impulse sowie die sozio-regionalen Effekte der gelebten Gastfreundschaft in der Tourismusregion Schladming-Dachstein im Beobachtungszeitraum 2019 bis 2023. Die Nachfrage aus Tourismus- und Freizeitwirtschaft betrifft eine Vielzahl von Dienstleistungen und Gütern aus den unterschiedlichsten Produktionsbereichen. „Durch die von Gästen und Besucher:innen ausgelöste Nachfrage wird in zahlreichen regionalen Wirtschaftszweigen direkt Umsatz und in Folge daraus auch steiermarkweit und sogar österreichweit Wertschöpfung ausgelöst. Diese weitreichenden Effekte wollten wir sichtbar machen“, schildert TVB-Geschäftsführer Mathias Schattleitner. Konkret entsteht durchschnittlich eine jährliche Nachfrage von über einer Milliarde Euro in ganz Österreich – angestoßen durch den Tourismus in der Region Schladming-Dachstein.

Außerdem werden durch den Tourismus in der Region Schladming-Dachstein direkt rund 3.600 Arbeitsplätze in touristischen Betrieben geschaffen. Die touristischen Betriebe wiederum beziehen Vorleistungen- und Investitionsgüter und setzen dadurch weitere Produktionsprozesse in Gang, wodurch indirekt weitere 3.600 Arbeitsplätze im Handel, Handwerk und Dienstleistungen in der Region entstehen. Die Vorleistungslieferanten beziehen ebenfalls Vorleistungen, die zu neuen Produktionsanstößen führen, so dass Nachfrageimpulse entlang der gesamten Wertschöpfungskette ökonomische Effekte auslösen. „Über diese komplexen Wirtschaftskreisläufe werden zusätzlich 6.100 Arbeitsplätze in der Steiermark und 6.800 Arbeitsplätze in ganz Österreich geschaffen. In Summe sichert der Tourismus in Schladming-Dachstein österreichweit rund 20.000 Arbeitsplätze“, erläutert Studienautor Florian Schwillinsky.

Tourismus gestaltet Lebensraum

Wenn das touristische Angebot kontinuierlich verbessert wird, so trägt das neben sicheren Arbeitsplätzen und kontinuierlicher Wertschöpfung auch wesentlich zur steigenden Lebensqualität und Attraktivität des Lebensraumes für die Menschen, die hier leben bei. Denn die Attraktivität einer Region hängt untrennbar mit ihrem Angebot in den Bereichen Mobilität, Freizeit, Gesundheit und Kultur zusammen. „Die Einnahmen aus dem Tourismus tragen wesentlich dazu bei, dass moderne hochwertige Infrastruktur, attraktive öffentliche Verkehrsangebote und ein breites Gesundheitsangebot für alle Menschen in der Region geschaffen und finanziert werden können. Wir als Regionalbank sehen uns hier als Ermöglicher, um viele dieser Projekte auch in die Umsetzung zu bringen“, freut sich Herbert Kolb, Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Schladming-Gröbming.

Actionreicher Start für Österreichs ersten Indoor-Bikepark. ©AREA 47 / Markus Geisler

Actionreicher Start für Österreichs ersten Indoor-Bikepark

Ganzjähriges und wetterunabhängiges Bikevergnügen: Diesen Wunsch von Zweiradfans erfüllt ab sofort der erste Indoor-Bikepark des Landes in der AREA 47 am Eingang zum Ötztal.

Auf einer Fläche von 3.700 m² locken Pumppark, Flow- und Jumpline sowie die passende Infrastruktur. Hunderte BesucherInnen und Top-AthletInnen wie Ausnahmebiker Szymon Godziek und Österreichs Downhill-Weltmeisterin Vali Höll kamen zum Opening, um das neueste Highlight in Österreichs größtem Outdoor-Freizeitpark kennenzulernen.

Mit dem weitum einzigartigen Indoor-Bikepark beweist die AREA 47 erneut ihre Innovationsführerschaft und erweitert ihr Portfolio auf knapp 40 actionreiche Aktivitäten – von Bungy Jumping über einen XXL-Rutschenpark bis Wakeboarding. Die Entscheidung für das neueste Projekt bezeichnet Christian Schnöller, Geschäftsführer der AREA 47, als logischen Schritt: „Biken zählt nicht nur outdoors zu den beliebtesten Sportarten weltweit. Indoor-Bikeparks boomen rund um den Globus. Deshalb haben wir die vorhandene Infrastruktur verwendet, um damit ein ganzjähriges Angebot zu schaffen. Der Indoor-Bikepark entspricht unserer Mission, actionreiche Sporterlebnisse zu kreieren.“

Testen & Staunen beim Opening

Hunderte BesucherInnen aller Generationen überzeugten sich bei der Eröffnung von den Dimensionen der Anlage auf 3.700 m² Grundfläche mit Pumppark inklusive Kids-Pumptrack, Jumpline, Flowline und Skills AREA. Intensiv genutzt wurde dabei die Chance, den Indoor-Bikepark kostenlos auszutesten. Das große Bikefest veredelten die Auftritte des Nachwuchses der heimischen Radclubs aus Haiming und Sölden sowie die spektakulären Demos von WeltklasseathletInnen wie Szymon Godziek (Red Bull Rampage), Paula Zibasa und Fabian Dankl. Zum staunenden Publikum gehörten unter anderem auch die Geschäftsführerin der Tirol Werbung Karin Seiler, der Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden Jakob Falkner, Verkehrslandesrat René Zumtobel, Direktor von Ötztal Tourismus Oliver Schwarz und Obmann von Imst Tourismus Paul Auderer. Lobende Worte gab’s von Österreichs Downhill-Weltmeisterin Vali Höll. „Es ist richtig cool geworden und ich werde hier bestimmt viel Zeit verbringen. Insbesondere in den Wintermonaten habe ich durch den Indoor-Bikepark künftig mehr Trainingseinheiten am Bike und kann mich optimal vorbereiten“, so die Wahl-Innsbruckerin.

Infrastruktur für alle Levels

Der Indoor-Bikepark spricht sowohl Profis als auch Einsteiger an, die sich im sicheren Setting auf das Ausprobieren und Lernen konzentrieren wollen. Dank Bike- und Ausrüstungsverleih können auch Neugierige sofort loslegen. Im vorderen Bereich wartet ein asphaltierter Pumppark inklusive Kids-Pumptrack. Auf der Jumpline mit zwei Roll Ins (Level Medium bis Expert) wird actionreich gesprungen und anschließend im Landingbag sicher gelandet. Seitlich entlang führt die 140 Meter lange Flowline mit Schwierigkeitsgraden im Bereich leicht bis medium bis zur Skills AREA. Dort wird auf Naturmaterialen wie Wurzelteppich, Rockgarden, Übungs-Drops und Spitzkehren gezielt an den eigenen Fähigkeiten für den nächsten Trailausflug trainiert.

 

Indoor-Bikepark der AREA 47 

*flexible, wetterunabhängige Nutzung

*bis zu 260 Öffnungstage von Januar bis Dezember

*3.700 m² große Halle für rund 50 BikerInnen zeitgleich

*Equipment-Verleih vor Ort: TREK-Mountainbikes, Helme und IXS-Protektoren

*Test & Try-Station von adidas Five Ten

*Chill-out AREA, Duschen und Umkleiden

*Tickets für 2 Stunden (Erwachsene: 22,- Euro) oder ganztags (Erwachsene: 32,- Euro) – Alle Tickets auch zum Jugendtarif erhältlich.

*Saisonkarten (1. Oktober bis 30. April)

*Halle kann für Events, Firmenincentives oder Trainings gemietet werden

*Bikekurse und Trainings für verschiedene Levels und Zielgruppen

Über die AREA 47

Seit der Eröffnung im Jahr 2010 begeistert Österreichs größter Outdoor-Freizeitpark mit einer ständig wachsenden Zahl an Trendsportarten. Mittlerweile stehen rund 40 verschiedene Aktivitäten im einzigartigen Setting des 9,5 Hektar großen Areals zur Auswahl. Die Innovationskraft der AREA 47 wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, etwa dem Tirol Touristica-Award, dem Exportpreis der Wirtschaftskammer Österreich oder dem Österreichischen Innovationspreis Tourismus. International und national renommierte Brands wie adidas Terrex, GoPro und Stiegl zählen zu den Partnern der AREA 47.

Weitere Infos: www.area47.at

 

 

 

Das IPEK/OST hat ein neues System zur Schneebeförderung in Rohr- bzw. Schlauchleitungen entwickelt. ©IPEK

Ostschweizer Fachhochschule/Campus Rapperswil: Effizienter Schneetransport im Rohr

Feldversuche haben es gezeigt: Schnee kann durch eine Rohr- oder Schlauchleitung effizient und ohne Störung befördert werden.

 Ein Team des IPEK/Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion der Ostschweizer Fachhochschule OST/Campus Rapperswil arbeitet seit 2017 an der Entwicklung eines neuartigen Schneefördersystems. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF unter Federführung von Hansueli Rhyner konnte man dabei in den letzten Jahren Vorstudien und erste Feldversuche etwa in einer Kiesgrube in Davos oder am Flüela Pass durchführen, die teilweise von der Innosuisse Bern gefördert wurden. Im Dezember 2022 hat man schließlich in Elm GL/Kanton Glarus in einem weiteren Praxistest die Richtigkeit des Arbeitsansatzes eindrucksvoll demonstriert – das Schneefördersystem hat die Anforderungen gemeistert. „Damit wird es möglich, substanzielle Schneemengen aus einem Snow-Farming-Depot zu verteilen oder Schnee direkt bei einer zentralen Wasserquelle wie einem Reservoir zu produzieren und ihn dann durch einfache Schlauch- oder Rohrleitungen dorthin zu befördern, wo der Schnee benötigt wird“, so Projektleiter Prof. Dr. Albert Loichinger.

Transport ohne Verklumpen

Die zugrundeliegende Technik der Beförderung ist weitgehend bekannt und hat sich in anderen Bereichen wie etwa der Beförderung von Pellets, Zement oder Asche bereits bewährt. Der feinkörnige Schnee wird demnach im Schlauch oder Rohr mithilfe einer stabilen Luftströmung befördert, sodass eine Strömungsgeschwindigkeit von rund 25 bis 30 m/s vorhanden ist.

Ein neuralgischer Punkt war bisher allerdings immer das Einbringen von Schnee in den Fördermechanismus. Die bekannten Einschleusekonzepte wie z. B. Trichter oder Zellradschleusen, die bei granuliertem Material üblicherweise gute Dienste leisten, haben bei Schnee nämlich nicht funktioniert, weil hier immer die Gefahr besteht, dass er verklumpt oder sintert. Hier konnte das IPEK nun Abhilfe schaffen und sorgt mit einem neuartigen Ansatz beim Einschleusen von Schnee dafür, dass die feinkörnige Schneestruktur erhalten bleibt. Dann kann er über mehrere hundert Meter transportiert werden, wobei auch engere Radien problemlos gemeistert werden. Möglich ist das durch eine kontinuierliche Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit, sodass die Schneekristalle auseinandergehalten werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass sie an ihren Berührungspunkten zusammenwachsen, also sintern. Unerwünschte Schneeansammlungen oder Stauungen, und somit Verstopfungen in der Rohr- oder Schlauchleitung werden verhindert.

„Im Moment ist das IPEK gerade dabei, Schlüsselbauteile zu konstruieren, weil es diese natürlich nicht von der Stange gibt“, so Prof. Loichinger. Im Sommer sollen diese dann gebaut werden, damit man die Maschinentechnik in der Folge bei unterschiedlichen Schneebedingungen testen kann. Im Fokus dabei steht:

* Materialeinsatz und Energieeffizienz der Förderung,

* Ermittlung der Auslegungsdaten, also Förderleistung, Anlagendimensionierung, Automatisierung für mannlosen Betrieb,

* Ermittlung der Schneeeigenschaften und Veränderungen durch die Förderung,

* Erschließung weiterer Anwendungsgebiete (Bahn auf dem Gleis, Schneeräumung, Flachdachabräumungen).

Um in allen Belangen, die den Schnee betreffen, zu aussagekräftigem Datenmaterial zu kommen, wird man die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF fortsetzen. Gemeinsam mit Umsetzungspartnern soll also ein marktreifes System auf den Weg gebracht werden, das hinsichtlich eingesetzter Energie und der Förderleistung die Bedürfnisse der Wintersportdestinationen im Alpenraum erfüllen kann. „Geplant ist eine nutzbare erste Anlage im kommenden Winter 2023/24“, so Prof. Loichinger.

 

Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
Neueste technische Entwicklungen, zukunftsweisende Trendanalysen und internationale Recherchen stehen im Vordergrund der Berichterstattung.
Aktuelle Reportagen über branchenrelevante Ereignisse, interessante Beiträge von renom mierten Gastautoren sowie Interviews mit markanten Persönlichkeiten und wissenswerte News machen den MOUNTAIN MANAGER zur Pflichtlektüre.

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