V.l.h. Domenik David, Helge Lorenz, Manuel Resch, Martin Zauner, vordere Reihe: AT-Spartan-Topathleten mit dem Südtiroler Europa- und Ultra-Weltmeister in der Mitte. © Zell am See-Kaprun Tourismus

SPARTAN EUROPEAN CHAMPIONSHIP erstmals in Österreich

Die Region Zell am See-Kaprun ist von 6. bis 8. September 2024 Schauplatz des Extrem-Hindernislaufs Spartan Race und die erste Destination in Österreich, die die Europameisterschaft dieser Extremsportveranstaltung ausrichtet. Rund 4.500 internationale Athleten werden erwartet.

Spartan Race ist ein extremer Hindernislauf, bei dem vor allem Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination gefragt sind. Die Europameisterschaftsstrecke in Zell am See-Kaprun gilt mit 21 Kilometern, 30 Hindernissen und 2000 Höhenmetern als die härteste der Welt. Sie führt vom Maiskogel-Parkplatz in Kaprun, um den Klammsee, hinauf zur Dreiwallnerhöhe am Maiskogel und wieder zurück. Das Europameisterschaftsrennen findet am Samstag, den 7. September statt. Im Start- und Zielbereich können die Zuschauer nicht nur die Athleten anfeuern, sondern sich auch selbst an den Testhindernissen versuchen oder die Familienangebote wie den Maisiflitzer, die Hüpfburg oder den Kinderspielplatz nutzen. Für Hobbysportler, Kinder und Jugendliche werden während des gesamten Wochenendes von 6. bis 8. September Wettbewerbe mit kürzeren Distanzen geboten.

„Der Austragungsort einer Europameisterschaft zu sein, ist für eine Destination stets eine besondere Ehre. Daher freut es mich umso mehr, dass es uns gelungen ist, die Spartan European Championship nach Zell am See-Kaprun zu holen. Dieses außergewöhnliche Event gilt bereits jetzt als eine der größten Laufveranstaltungen im SalzburgerLand“, so Manuel Resch, CEO der Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH.

Erstmals findet die Spartan European Championship im SalzburgerLand statt. „Bis zu 4.500 Athleten, rund 25 Prozent davon sind Frauen, aus 40 Nationen kommen in den Pinzgau. Mit diesen europäischen Titelkämpfen bewährt sich unser Land einmal mehr als Ausrichter von Sport-Großveranstaltungen – egal ob im Sommer oder im Winter. Die Veranstaltung bringt aber nicht nur eine finanzielle Wertschöpfung für die Region, sondern liefert auch imposante und einzigartige Bilder dieser spektakulären Sportart“, betont Landesrat Mag. (FH) Martin Zauner, M.A.

Der Veranstalter Helge Lorenz über das Event: „Als Veranstalter werden wir für unsere Arbeit der letzten Jahre belohnt, indem wir die Europameisterschaft ausrichten dürfen. Unser Ziel ist es, der Spartan-Community ein meinzigartiges Erlebnis in der atemberaubenden Bergwelt von Zell am See-Kaprun zu bieten.“

Positiv gestimmt für das bereits dritte Spartan Trifecta Weekend in Zell am See-Kaprun ist auch der amtierende Spartan Europa- und Spartan-Ultra Weltmeister Luca Pescollderungg: „Ich freue mich auf eine herausfordernde Europameisterschaft auf der härtesten Strecke der Welt und gehe mit einem guten Gefühl an den Start, da ich in Zell am See-Kaprun bereits den ersten und zweiten Platz bei einem Spartan Race holen konnte.“

Infos: www.zellamsee-kaprun.com

 

 

V.l.n.r.: Björn Rasmus (GF Bioalpin eGen.), Ingo Panknin (Mitglied der Geschäftsführung MPREIS) und Simon Wolf (Obmann Bioalpin eGen.). Foto: Mathias Brabetz

Erfolgreiches erstes Halbjahr für BIO vom BERG

Im Zuge der diesjährigen Vollversammlung verkündete die Erzeugergenossenschaft Bioalpin eine erfreuliche Bilanz des ersten Halbjahres 2024. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Trotz anhaltender Marktunsicherheit stimmen die Kundentreue und der gelungene Schulterschluss mit dem Handel optimistisch. Die langjährige Partnerschaft mit MPREIS wird weiter ausgebaut und intensiviert.

Während das Geschäftsjahr 2023 für BIO vom BERG mit einem leichten Minus endete, konnte im ersten Halbjahr 2024 ein Umsatzplus erwirtschaftet werden. „Obwohl wir immer noch mit den Folgen der Teuerung zu kämpfen haben und die Marktsituation schwer einschätzbar bleibt, ist unsere Entwicklung im ersten Halbjahr sehr erfreulich. Wir verzeichnen derzeit einen Zuwachs im unteren zweistelligen Prozentbereich“, erklärt Björn Rasmus, Geschäftsführer von BIO vom BERG. „Zurückzuführen ist der Erfolg maßgeblich auf die Kundinnen und Kunden, die das Bio-Sortiment durch ihr Kauf- und Konsumverhalten mitgestalten und ausbauen“, so Rasmus. Besonders Obst und Gemüse gewinnen im Bio-Bereich zunehmend an Bedeutung und stellen derzeit die wichtigste Warengruppe dar. Auch Molkereiprodukte verzeichnen stabile Absätze, was für das Premiumsegment, in dem sich BIO vom BERG bewegt, sehr positiv ist.

Starke Partnerschaft mit MPREIS

Die Zusammenarbeit mit MPREIS, die bereits seit 22 Jahren besteht, ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von BIO vom BERG. MPREIS-Geschäftsführer Ingo Panknin betont: „Die Kernwerte von MPREIS – Familie, Regionalität und Nachhaltigkeit – spiegeln sich in der Marke BIO vom BERG perfekt wider und es freut uns sehr, dass wir durch die langjährige Kooperation die kleinstrukturierte, heimische Landwirtschaft unterstützen, die uns sehr am Herzen liegt. Derzeit führt MPREIS rund 200 Artikel der Marke BIO vom BERG, ca. 90 % davon entfallen auf Frischeprodukte wie Backwaren, Fleisch/Wurst, Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse. Neu in unserer Zusammenarbeit sind Workshops, in denen wir gemeinsam neue Produktideen entwickeln. Im September 2024 werden wir erstmals gemeinsam eine groß angelegte Werbekampagne durchführen, die mehrere Wochen dauern wird. So werden wir unsere erfolgreiche Kooperation noch intensivieren.“

Neue Produktideen

Im Hinblick auf das zweite Halbjahr zeigt sich Rasmus optimistisch: „Wir hoffen, die positiven Entwicklungen des ersten halben Jahres bestätigen zu können. Generell haben wir wieder viel vor. Es gibt neue Lebensmittel von unseren Erzeugerinnen und Erzeugern wie etwa neue Obst- und Gemüsesorten sowie Innovationen rund um die Tiroler Käsespezialitäten.“ Mehr als 900 Bio-Bäuerinnen und -Bauern produzieren mittlerweile für die einzige unabhängige Bio-Erzeugermarke Tirols. BIO vom BERG garantiert eine Bio-Premium-Qualität, nachhaltige und faire Produktionsbedingungen und den Erhalt der kleinstrukturierten heimischen Berglandwirtschaft.

Weitere Infos unter: www.biovomberg.at

 

 

Der neue Kongress INAC wurde von Christian Mayerhofer (Geschäftsführer CMI), Jan-Thomas Fischer (Institutsleiter Naturgefahren BFW), Gebhard Walter (Leiter WLV), und Stefan Hupfau (CMI) (v.l.n.r.) vorgestellt. ©CMI

Neuer europäischer Kongress für alpine Naturgefahren INAC

Mit der Inter-Alpine Natural Hazards Conference starten das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und die Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol (WLV) gemeinsam mit der Congress Messe Innsbruck (CMI) einen neuen Kongress zur Vernetzung von Infrastrukturbetreibern mit der Forschung und Industrie. Der Kongress findet erstmals vom 5. bis 7. Mai 2025  zeitgleich mit der Weltleitmesse für alpine Technologien INTERALPIN in Innsbruck statt.

Das Potenzial für Naturgefahren im Alpenraum steigt aufgrund des Klimawandels stetig an. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Prognose, Prävention, Monitoring und Management wird immer bedeutender. Ausgehend davon lanciert das österreichische Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) zusammen mit dem Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol (WLV) des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft und der Congress und Messe Innsbruck GmbH die europäische Inter-Alpine Natural Hazards Conference, kurz INAC. Mit dem Motto „Industry Meets Science“ vernetzt der Kongress Schlüsselakteure aus Forschung und Praxis, darunter Industrie und Infrastruktur. Eine Verbindung zur Praxis und Industrie erfolgt zudem durch die zeitgleich stattfindende Weltleitmesse für alpine Technologien INTERALPIN auf der Messe Innsbruck vom 5. bis 7. Mai 2025. Die INAC befasst sich mit ganzjährigen Naturgefahren im Alpenraum, darunter insbesondere Lawinen, Muren, Hochwasser und Steinschlag.

Der Kongress findet erstmals vom 5. bis 7. Mai 2025 statt und soll künftig alle zwei Jahre der Treffpunkt der europäischen Experten der relevanten Anwendungsindustrien, Hersteller und Ingenieurbüros, der beteiligten Organisationen und Institutionen, der Gemeinden und Regionen, der Eigentümer und Betreiber von Infrastruktur wie etwa Straße, Bahn, Elektrizität, Wasser, Telekommunikation, Bergbahnen sowie der Wissenschaft und Forschung sein.

Internationaler Austausch zwischen Forschung und Praxis
Die Inter-Alpine Natural Hazards Conference befasst sich mit der Erkennung von Gefahrenpotenzialen, Präventionsmaßnahmen, Frühwarn- und Warnsystemen sowie mit demEreignisfall und der Schadensbeseitigung, erklärt der Institutsleiter Naturgefahren des BFW Jan-Thomas Fischer: „Die INAC widmet sich der Frage, wie man das integrale alpine Naturgefahren-Management im Kontext des globalen klimatischen Wandels für die Zukunft gestalten kann.“ Dass der Fokus dabei insbesondere auf dem internationalen Austausch liegt, erklärt Gebhard Walter, Leiter der WLV: „Ziel der Inter-Alpine Natural Hazards Conference ist die Vernetzung der Key Player im Naturgefahrensektor auf internationaler Ebene, um einerseits neue Lösungen für nachhaltige Schutzkonzepte zu finden und andererseits die aktuellen Lösungen der Industrie und Hersteller noch stärker mit einzubinden.“ Die INAC eröffnet so einen interdisziplinären und branchenübergreifenden Austausch mit praxisnahen Einblicken und Best-Practice-Beispielen zur Diskussion und Erarbeitung von Sicherheitskonzepten im Bereich des Naturgefahren- und Risikomanagements.

Wissenschaft trifft auf Industrie: INAC überlappend mit Weltleitmesse INTERALPIN
Mit der Inter-Alpine Natural Hazards Conference sollen auf europäischer Ebene neue zukunftsweisende Verbindungen von Praxis und Wissenschaft geschaffen werden. Die Überlappung der INAC mit der INTERALPIN, als Weltleitmesse für alpine Technologien, bietet einzigartige Chancen, effizient und konstruktiv Geschäft mit höchstem Expertenniveau zu verbinden und eröffnet so neuartige und exzellente Synergien, berichtet Christian Mayerhofer, Geschäftsführer der CMI: „Auf der INTERALPIN dürfen wir ausstellende Unternehmen aus über 60 Ländern begrüßen, die zum Teil bereits im Bereich Naturgefahren aktiv sind und Lösungen anbieten. Die Fachbesucher der INTERALPIN kommen aus rund 130 Ländern. So können wir unsere Kompetenzen und die globale Strahlkraft bestmöglich einbringen.“ Der Austragungsort Innsbruck wurde dabei bewusst gewählt, schildert Gebhard Walter: „Der Standort Innsbruck inmitten der Alpen eignet sich hervorragend für den intensiven Austausch zur Abmilderung von zunehmenden Naturgefahr-Risiken im alpinen Raum aufgrund der klimatischen Veränderungen. Wir freuen uns, wenn durch den Kongress vielfältige Netzwerke entstehen und festigen können, um ein nachhaltiges Programm für die Zukunft auf diesem Sektor des Schutzes vor Naturgefahren bieten zu können.“

www.inac-conference.com

Der neue Klettersteig Seitwand – senkrecht rauf, das ganze Kaunertal im Blick! © Simon Schöpf

Kaunertal: Neuer Klettersteig eröffnet

Wenn das keine Steilvorlage für ein cooles Urlaubserlebnis ist: Im Kaunertal, eine der schönsten Bergregionen Österreichs, steht eine neue Attraktion bereit – der Klettersteig „Seitwand“. Eine steile und überhängende 100 Meter hohe Felswand, die zu erklimmen ist. Wer noch höher hinauswill, auf den warten über 80 Dreitausender-Gipfel. An der Seite eines erfahrenen Kaunertaler Bergführers kann man seinen ersten Dreitausender besteigen.

 Neu, aber anspruchsvoll: Der frisch fertiggestellte Klettersteig „Seitwand“ hat es in sich und verspricht dafür ein echtes Abenteuer. Der Steig ist circa 150 Meter lang und hat den Schwierigkeitsgrad C/D. Los geht es direkt oberhalb von Feichten, von wo man eine steile, 100 Meter hohe Felswand unterhalb der Aussichtsplattform „Adlerblick“ hinaufkraxelt. Hier geht es senkrecht hoch, es gilt spektakuläre Quergänge und kleine Überhänge zu bewältigen. Und dabei hat man immer das ganze Kaunertal im Blick. Voraussetzung für dieses Abenteuer sind Kondition, Kraft und Schwindelfreiheit. Dazu sollte man Klettersteigerfahrungen von leichten Klettersteigen haben. Der Aufstieg an der Seite eines Kaunertaler Bergführers dauert circa drei Stunden, die Teilnahme kostet mit der Summercard 85 Euro (ohne Card 95 Euro).

Gipfelerlebnis „Dein erster 3.000er“

Im Kaunertal können Bergsteiger ganz groß rauskommen, schließlich ragen hier über 80 Dreitausender in den Himmel. Wem ein solches Gipfelerlebnis noch in seiner Sammlung fehlt, der ist im Kaunertal am richtigen Ort und macht sich an das Projekt „Dein erster 3.000er“. Gemeinsam mit einem erfahrenen Kaunertaler Bergführer nimmt man seinen ersten Dreitausender in Angriff. Auf welchen? Die Auswahl ist groß.

Eine der beliebtesten Hochtouren der Region ist der Aufstieg zur „Königin des Kaunertals“, der Weißseespitze auf 3.532 Meter. Von der Bergstation der Falginjochbahn auf 3.113 Meter Höhe geht es angeseilt in leichter Kletterei über den Westgrat auf das Gletscherplateau des Gepatschferners. Zum krönenden Finale wird eine einzigartige Gletscherfläche überquert. Nach dem Gipfelerlebnis führt der Abstieg über vergletscherte Flächen zum Nordgrat und anschließend in leichter Gratkletterei zurück zum Ausgangspunkt. Die gesamte Tour dauert sechs bis acht Stunden.

Weitere Tipps fürs erste Mal: Die „Bergtour Glockturm“, die zur höchsten Erhebung am Glockturmkamm mit 3.353 Metern führt und die Gletschertour Rauhekopfhütte. Diese verläuft über Fels und Eis entlang der Gletscherzunge des Gepatschferners.

Unterwegs in der „Clean Alpine Region Kaunergrat“

Der neue Klettersteig „Seitwand“ ist nur eines der zahlreichen Angebote im Kaunertal was Klettern, Bouldern und Bergsteigen angeht. Ob Anfänger oder erfahrener Kletterer – für jeden ist etwas dabei. Es gibt Kletterkurse für Neulinge, Familienklettern, geführte Wanderungen und Bergtouren. Dazu stehen reichlich Berg- und Schutzhütten sowie Almen und Gastronomie am Kaunergrat zur Verfügung. Wer nicht kraxeln, aber dennoch das volle Berggefühl erleben will, sollte sich auf die Erlebnisrunde Kaunertal begeben. Sie führt durch wilde Schluchten, vorbei an tosenden Wasserfällen und rauf zur Aussichtsplattform Adlerblick. Von hier eröffnet sich ein traumhafter Blick über die Verpeilschlucht.

Bei allen aufregenden Aktivitäten und Attraktionen wird im Kaunertal großen Wert auf Natur- und Klimaschutz gelegt. So darf sich die Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal samt den umliegenden Gemeinden eine „Clean Alpine Region Kaunergrat“ nennen. Diese verfolgt das Ziel einer „ressourcenschonenden, glaubwürdigen und nachhaltigen touristischen Ausrichtung der Naturpark- und Gletscherregion“. Im Kaunertal ist man auf dem richtigen Weg, was die Auszeichnung zum Best Tourism Village Kaunertal für die nachhaltige Ausrichtung durch die Welttourismusorganisation (UNWTO) beweist.

 

 

 

Das neue HTI Produktionszentrum in Utah ist nach nur 10-monatiger Bauzeit fertig. Foto: HTI

HTI eröffnet neues Produktionszentrum in Utah

Nach nur zehn Monaten Bauzeit eröffnete die HTI Unternehmensgruppe jetzt ihr neues und zugleich größtes Produktionszentrum Nordamerikas im Bundesstaat Utah. Auf einer Gesamtfläche von 20 Hektar entstand ein 12.000 Quadratmeter großes Werk, das neben der Modernisierung und Kapazitätssteigerung bei der Produktion auch für neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit sorgt. Die Investition in Höhe von 30 Millionen Dollar ist zugleich ein starkes Signal am wachsenden Markt in Übersee. „Mit dem neuen Standort reagieren wir proaktiv auf die wachsenden Anforderungen des Wintergeschäfts und neue Trends im städtischen Verkehr“, so Daren Cole, CEO von Leitner Poma of America.

Die HTI Unternehmensgruppe verdoppelt mit dem neuen Werk die Kapazität ihrer Produktionszentren und festigt damit das Geschäft in Nordamerika, das derzeit bereits heute 30 Prozent (über 400 Millionen Euro) des Gruppenumsatzes ausmacht. Zusätzlich zum historischen Hauptsitz in Grand Junction in Colorado mit Produktionsflächen und Büros auf über 9.000 Quadratmetern wird Leitner Poma of America (LPOA) – ein auf den Seilbahnsektor spezialisiertes Unternehmen der HTI-Gruppe – nun auf zusätzlichen 20 Hektar Fläche in Tooele, Utah, produzieren. Der 12.000 Quadratmeter große Campus der neuesten und nachhaltigsten Generation ermöglicht es, die wachsenden Anforderungen des US-amerikanischen und kanadischen Marktes im Segment der Wintersport- und urbanen Seilbahnen zu erfüllen. Während das Unternehmen in Übersee bei alpinen Seilbahnen bereits zum zweiten Mal in Folge auf eine Rekordsaison zurückblicken kann, setzt man mit dem kürzlich beim World Congress of Cable Cars in Vancouver präsentierten kombinierten Seilbahn-Bus-System ConnX auch bei Anlagen für den städtischen Verkehr ein starkes Ausrufezeichen.

Nach nur zehn Monaten Bauzeit steht das 30 Millionen Euro teure Werk nun für die 120 Beschäftigten bereit. Das neue Zentrum wird unter anderem als Hauptsitz und einzige Produktionsbasis der auf die Herstellung von fixgeklemmten Seilbahnen spezialisierten Tochtergesellschaft Skytrac fungieren. Zudem beherbergt der Standort auch einen Teil der Produktion von Seilbahnkomponenten, die derzeit am Hauptsitz von Leitner Poma of America in Colorado erfolgt. Darüber hinaus wird das Werk in Tooele auch als Vertriebs- und Servicezentrum für Prinoth (Pistenfahrzeuge und Kettennutzfahrzeuge) und für den Beschneiungssystem-Hersteller Demaclenko dienen. Prinoth verfügt mit den Produktionshallen im kanadischen Granby, in denen Pistenfahrzeuge und Kettennutzfahrzeuge hergestellt werden, bereits über eine starke Präsenz in Nordamerika. Weiters zählt auch der Hauptsitz von Jarraff – einem auf die Produktion von Teleskopmaschinen für die Instandhaltung von Bäumen und Pflanzen entlang von Straßen und Bahnlinien spezialisierten Unternehmen – in Minnesota zum nordamerikanischen Produktionsnetzwerk der HTI Unternehmensgruppe.

„Wir sind stolz, nach fast einem Jahr Bauzeit die Eröffnung unserer größten Produktionsstätte in den Vereinigten Staaten feiern zu können“, sagte Daren Cole, Präsident und CEO von Leitner Poma of America. „Mit der Geburt dieses neuen Standortes und dank der hohen Baugeschwindigkeit verfügen wir jetzt über eine todmoderne Produktionsmöglichkeit in den USA und können so mit Blick auf das schnelle Wachstum der Tourismusbranche und das große Interesse der Städte an der Erforschung neuer alternativer Formen des nachhaltigen Transports professionell, schnell und verlässlich agieren.“ Dank der Unterstützung der Economic Development Agency konnte der Ausbau in Utah effizient umgesetzt und damit auch dem verstärkten Trend hin zur lokalen Produktion aufgrund sich verändernder politischer Rahmenbedingungen entsprochen werden. „Die neue Produktionshalle samt Bürogebäude stellt auch dahingehend eine bedeutende Investition für den nordamerikanischen Markt, unsere Branche und unser kompetentes Team dar“, so Cole.

Moderne Campus-Struktur mit Möglichkeit der Erweiterung

Der neue Campus in Tooele, etwas mehr als 50 Kilometer von Utahs Hauptstadt Salt Lake City entfernt, ist nun LPOAs größter Sitz in den Vereinigten Staaten und bietet zugleich Möglichkeit eines weiteren nachträglichen Ausbaus der Kapazitäten. Begünstigt wird dieser Standort auch durch die direkte Nähe zur University of Utah und zum Tooele Technical College – zwei Institutionen, mit denen bereits erste wichtige Kooperationen initiiert wurden.

Fokus auf umfassende Nachhaltigkeit – 100 Prozent Öko-Energie aus Windkraft 

Die Produktionshalle wurde mit großem Augenmerk auf ökologische Nachhaltigkeit entworfen und gebaut. Neben der bevorstehenden Installation von Solarpaneelen wird neben dem Gebäude demnächst eine leistungsstarke Windkraftanlage des HTI-Unternehmens Leitwind mit einer Gesamtleistung von 250 Kilowatt errichtet. Die Windturbine trägt zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks bei und ermöglicht klimafreundliche Energieerzeugung – künftig wird die 50 Meter hohe Anlage bis zu 100 Prozent des Energiebedarfs der neuen Produktionsstätte abdecken.

Die vergleichsweise kleine Dimension und der leise DirectDrive-Generator machen die Leitwind-Anlage zu einer idealen Lösung für Unternehmen und Gemeinden, die auf saubere und wirtschaftliche Weise energieautark werden möchten. Die Windkraftanlage von Tooele könnte in Zukunft auch Symbol für die weiteren Perspektiven des neuen Produktionsstandortes sein: Entwickelt sich die Marktnachfrage nach Windkraftanlagen in Nordamerika weiter wie erwartet, könnten im Werk in Utah bald auch Turbinen produziert werden.

Die Entwicklung von HTI in den Vereinigten Staaten schreitet aber auch abseits dieser Potenziale stetig voran: So erwägt LPOA auch die Erweiterung der historischen 9.000 Quadratmeter großen Sitzes in Grand Junction, Colorado, an dem erst kürzlich zwei Hektar Land neben der Produktionseinheit erworben wurden.

 

10-MGD-BUGA Mannheim. Foto: Doppelmayr

Nachhaltigkeitsbetrachtung der BUGA 23 Seilbahn

Die Seilbahn auf der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim war nicht nur ein Besuchermagnet, sondern auch ein Beispiel dafür, was nachhaltige Mobilität bedeuten kann. Die Hochschule Darmstadt hat eine Studie durchgeführt, in der die Nachhaltigkeit des Betriebs der BUGA23-Seilbahn im Vergleich zu hypothetischen Diesel- und Elektrobus-Alternativen für den Transport der Besucher zwischen den beiden Hauptstandorten des BUGA-Geländes bewertet wurde. Im nun vorliegenden Ergebnispapier geht die Seilbahn als die nachhaltigste Lösung im Vergleich zum Bus hervor.

Auf der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim vernetzte eine Seilbahn von Doppelmayr die beiden, zwei Kilometer voneinander entfernt liegenden Ausstellungsgelände Spinelli- und Luisenpark. Insgesamt drei Millionen Fahrgäste nutzten 178 Tage lang die mit Ökostrom betriebene Seilbahn. Bei der Anlage handelte es sich um eine kuppelbare Gondelbahn der Generation D-Line mit 64 OMEGA V Kabinen, die jeweils Platz für 10 Personen bereithielten.

Durch die Seilbahn als Mobilitätslösung konnte eine direkte und kosteneffiziente Verknüpfung von Spinelli- und Luisenpark umgesetzt werden. Die Anbindung via Luftlinie in einer unabhängigen und freien Verkehrsebene erlaubte es, verschiedene Hindernisse und den urbanen Raum mit wenig Aufwand zu überwinden. Diese Seilbahn war nicht nur ein Bestandteil des Nachhaltigkeitskonzepts der BUGA, sondern gab auch einen Ausblick auf neue Mobilitätskonzepte.

Umfassende Nachhaltigkeitsbetrachtung

Die Hochschule Darmstadt erarbeitete eine Nachhaltigkeitsbetrachtung des Betriebs der BUGA23Seilbahn, bei der drei Verkehrssysteme zur Verbindung der beiden Veranstaltungsorte Luisenpark und Spinelli-Park gegenübergestellt und bewertet wurden: die tatsächlich errichtete BUGA23Seilbahn, eine fiktive Elektrobus-Verbindungsalternative und eine DieselbusVerbindungsalternative. Ein Augenmerk wurde dabei auf drei verschiedene Aspekte gelegt, die in der Verkehrsgestaltung und im Erleben von Mobilität sehr wichtig sind: Soziales, Ökonomie und Ökologie. In allen drei Kategorien konnte die Seilbahn mit ihren Eigenschaften punkten.

  • Soziales: In der umfassenden Analyse der betrachteten Verkehrssysteme und deren sozialen Auswirkungen, werden neben der Qualität der Anbindung auch subjektive Aspekte wie Fahrgefühl, Komfort und das Erlebnisgefühl untersucht. Dabei werden ebenso Aspekte wie Unfallgefahr, soziale Sicherheit oder Barrierefreiheit betrachtet. Nach dieser Bewertung ist die Seilbahn das sozial nachhaltigere Verkehrsmittel im Vergleich zu beiden BusVarianten. Insbesondere die Anbindungsfunktion mit taktfreiem Betrieb und die gewährleistete Barrierefreiheit sind besonders gut bewertet worden. Auch in Sachen Emissionen, Komfort und Erlebnis schneidet die Seilbahn sehr gut ab.
  • Ökonomie: Neben Investitions- und Betriebskosten wurden im Bereich der Ökonomie Themen wie Energieverbrauch, Personalbedarf und Flächenverbrauch berücksichtigt, ebenso nachgelagerte Prozesse wie Rückbau, Flexibilität und Recycling. In der Gesamtbewertung der ökonomischen Nachhaltigkeit steht die Seilbahn knapp vor dem Elektrobus. Ausschlaggebend war insbesondere der niedrige Energie- und Flächenverbrauch.
  • Ökologie: In allen drei untersuchten Bereichen wurde im Bereich Ökologie der deutlichste Unterschied zwischen den drei verschiedenen Verkehrsvarianten festgestellt. Die Seilbahn ist mit Abstand am besten bewertet worden. Flächenversiegelung, Lärmbelastung sowie die Auswirkung auf die Luftqualität waren hier untersuchte Größen.

 

Das Fazit

Die Nachhaltigkeitsbetrachtung der BUGA23-Seilbahn im Vergleich mit zwei Busvarianten durch die Hochschule Darmstadt bestätigt die Entscheidung für die Seilbahn als nachhaltige Verkehrslösung. In allen drei untersuchten Säulen der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökonomie und Ökologie – hat die Seilbahn im Vergleich zu Dieselbus und Elektrobus am besten abgeschnitten.

Die Seilbahn in Mannheim hat sich als sozial attraktives, schnell realisierbares, wirtschaftliches und umweltbewusstes Verkehrsmittel bestätigt und einen Anstoß für mögliche weitere urbane Seilbahnprojekte gegeben. Dank ihres geringen Flächenverbrauchs und ihres kleinen ökologischen Fußabdrucks können Seilbahnen nicht nur einen effizienten, sondern auch nachhaltigen Beitrag beim Wachstum der Städte und der Verbesserung urbaner Mobilität leisten. Als weiterer Baustein einer multimodal verknüpften Mobilität helfen sie dabei, Hindernisse im Verkehrsnetz zu überwinden und Lücken zu schließen, um eine punktuelle Entlastung zu schaffen. Sie können dabei Teil des öffentlichen Personennahverkehrs und damit auch des Ticketsystems und des Fahrplans werden.

 

Weiterführende Informationen der Studie:

Titel: Nachhaltigkeitsbetrachtung des Betriebs der BUGA23-Seilbahn. Eine Begleitstudie für Doppelmayr Seilbahnen GmbH und Bundesgartenschau Mannheim gGmbH

Hochschule Darmstadt, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen Haardtring 100, 64295 Darmstadt

http://www.fbbu.h-da.de/forschung/projekte/urbane-seilbahnen

Erstellt von:

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Follmann

Thomas Marx M. Eng.

Sebastian Bruns B. Eng.

im Auftrag von Doppelmayr Seilbahnen GmbH und Bundesgartenschau Mannheim gGmbH

 

 

Vor kaiserlicher Kulisse die schönsten Wanderungen erleben – Sommerzeit am Wilden Kaiser. © TVB Wilder Kaiser/Mathäus Gartner

Neun gute Gründe für Ferien in Ellmau, Going, Scheffau und Söll

Sommer, Berge, Ferienzeit – wer nach einem abwechslungsreichen Urlaubsziel mit beeindruckendem Panorama und zahlreichen Aktivangeboten sucht, wird in der Ferienregion Wilder Kaiser in Tirol fündig. Die auf der Südseite des Bergmassivs gelegenen Kaiser-Orte Ellmau, Going, Scheffau und Söll besitzen ihr jeweils einzigartiges Flair, gleichzeitig haben sie eines gemeinsam: Hier treffen Gastfreundschaft, Authentizität und Erholung auf actionreiche Outdoor-Erlebnisse.

Bergparadies für jeden Geschmack

Von leichten Wanderungen und atemberaubenden Gipfeltouren, über anspruchsvolle Trailrunning-Strecken bis hin zu genussvollen Bike-Touren: Die Region überzeugt mit einem vielfältigen Programm für sämtliche Bergsportvorlieben, Altersgruppen und Fitnesslevel. Beim Waldbaden und geführten Moorwanderungen lässt sich die Natur mit allen Sinnen erkunden. Paragleiten und das Erklimmen anspruchsvoller Klettersteige sorgen für unvergessliche Momente

Dreifach ausgezeichnete Wanderwege

Nicht umsonst ist die Region Wilder Kaiser als einzige Österreichs sowohl mit dem Tiroler Bergwege-Gütesiegel als auch mit dem Österreichischen Wandergütesigel und dem Europäischen Wandergütesiegel ausgezeichnet. Bestens gepflegte Wege, rund 1.000 Richtungsschilder und über 580 Standorttafeln dienen der Orientierung und machen das Wandern zum Genuss

Hoch hinaus – seilbahnunterstütztes Wandern

Hochmoderne Bergbahnen ermöglichen es der ganzen Familie, inklusive Großeltern und kleinen Kindern, mühelos Bergluft zu schnuppern. In jedem Kaiser-Ort befindet sich eine Talstation, von wo es mit der Gondel gemütlich hinauf geht. Oben angekommen, können alle gemeinsam die herrliche Aussicht genießen und entweder gleich in eine der vielen familiengeführten Hütten einkehren, oder vorher noch die traumhaften Panoramawanderwege erkunden. Die jüngsten Gäste freuen sich besonders auf spannende Abenteuer in märchenhaften Bergerlebniswelten …

Zwischen Realität und Fantasie: Die Bergerlebniswelten

Ob Ponyreiten auf der Astberg Pony Alm in Going, unterwegs auf einer mystischen Zauberlehrlings-Reise in Ellmi’s Zauberwelt am Hartkaiser in Ellmau, in der Kaiserwelt in Scheffau oder dem berühmten Hexenwasser in Söll – die Ferienregion Wilder Kaiser bietet die höchste Dichte an Bergerlebniswelten in Österreich, ein wahres Paradies für Familien.

Erholung im Naturschutzgebiet Kaisergebirge

Gegenüber von den sanften Grasbergen, auf die uns Seilbahnen bringen, erstreckt sich das Bergmassiv Wilder Kaiser als Teil des vor 60 Jahren zum Naturschutzgebiet erklärten Kaisergebirges. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und der Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt werden hier großgeschrieben. Bei einer der zahlreichen geführten Wanderungen am Wilden Kaiser erfahren Gäste mehr über Flora, Fauna und die Besonderheiten dieses Gebirgsstocks.

Aktivprogramm von Genusswanderung bis hin zum Panorama-Yoga

Alle vier Kaiser-Orte bieten in den Sommermonaten vielseitige Aktivangebote. Dazu gehören unter anderem Lama Trekking, kulinarische Genusswanderungen, geführte E-Bike-Touren sowie Wildkräutererlebnisse beim Kochen auf der Alm. Außerdem neu im Programm ist die Happy Morning Tour: eine Morgenwanderung zum Sonnenaufgang mit einer aussichtsreichen Yoga-Einheit auf 1.224 Metern. So kann der Tag beginnen!

Gesellige Abendveranstaltungen

Auch kulturell ist an den lauen Sommerabenden allerhand geboten: Immer dienstags sorgt die Ellmauer Sommernacht für einen stimmungsvollen Abend mit Tiroler Spezialitäten. Beim Z’sammkemma in Söll begegnen sich jeden Mittwoch Kulinarik, Musik und Handwerk. Der Scheffauer Dorfabend am Donnerstag verspricht ein gemütliches Beisammensein mit kühlen Drinks und bei „GoingLIVE“ geht es auf der zentral gelegenen Dorfbühne mit Kaiser-Blick musikalisch heiß her.

Regionale Kulinarik und ausgefallene Köstlichkeiten

Wer kennt sie nicht, die Tiroler Kasspatzln? Doch neben traditionellen Gerichten lassen sich die Gastronom*innen in Ellmau, Going, Scheffau und Söll mit viel Kreativität und regionalen Zutaten immer wieder neue kulinarische Köstlichkeiten einfallen. Innovative landwirtschaftliche Ansätze wie die erste Weinbergschneckenzucht Tirols runden das Angebot am Wilden Kaiser ab. Zu den Highlights gehören zudem ein „Frühstück am Berg“ sowie das Gourmetfestival in Scheffau am 30. August 2024.

Und das alles ohne Auto

Mit dem Angebot der „Grünen Anreise“ macht es die Region Wilder Kaiser ihren Gästen leicht, stressfrei im Urlaub anzukommen: Denn wer in einer der teilnehmen Unterkünfte übernachtet und mit der Bahn anreist, erhält ein kostenloses Shuttle vom Bahnhof in die Unterkunft. Außerdem gibt’s Vergünstigungen beim Rad-Verleih. Vor Ort sorgen Wander- und Seebusse, sowie der KaiserJet, der im 30-Minuten-Takt zwischen Ellmau, Going, Scheffau und Söll verkehrt, dafür, dass man kein Auto braucht.

Alle Infos, Veranstaltungen und Aktivitäten unter: www.wilderkaiser.info

 

Die Seilbahnexpert:innen von TÜV SÜD sind weltweit im alpinen und urbanen Raum im Einsatz. © Claus Uhlendorf

Expert:innentalk zu den wichtigsten Entwicklungen der Seilbahnbranche

Renommierte Expert:innen berichteten bei der Online-Veranstaltung TÜV SÜD Impuls „Seilbahnen in die Zukunft“ über die aktuell bewegendsten Themen der Seilbahnbranche und gaben spannende Insights aus der Praxis.

Von neuen Seilbahnenprojekten für die bevorstehende Ski-WM Saalbach 2025 über fortschrittliche Systeme für autonomes Fahren von Seilbahnen bis hin zur Generalrevisions-Verordnung präsentierten Branchexpert:innen beim Online-Gipfeltreffen TÜV SÜD Impuls unter dem Motto “Seilbahnen in die Zukunft” im Juni spannende Themen der Seilbahnbranche. So wird etwa die FIS Alpine Ski Weltmeisterschaft Saalbach 2025 im nächsten Februar ein absolutes Highlight der heimischen Sportszene sein. In 11 Bewerben werden unter internationalen Spitzenreiter:innen des Skisports die Besten der Besten gekürt. Täglich wird mit bis zu 15.000 begeisterten Skifans im Zielstadion gerechnet. Um Zuschauer:innen, Athlet:innen, Material, Bewirtung und TV-Equipment schnell und sicher zu transportieren und gleichzeitig auch über die WM hinaus eine nachhaltige Infrastruktur für den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn zu schaffen, werden zwei Seilbahnprojekte des Herstellers Doppelmayr/Garaventa realisiert: 12er-Kogel-Nord und 10EUB-Streuböden-Lärchfilzkogel. Die Expert:innen von TÜV SÜD sind als Partner für Sicherheit und Zuverlässigkeit der Bergbahnen im Einsatz, prüften bei beiden Seilbahnprojekten die Bauentwurfsunterlagen und sind für die Erstellung des Sicherheitsberichts sowie der Gutachten für Seilbahntechnik, Elektrotechnik, Hochbau, Lärmschutz und Arbeitnehmer:innenschutz verantwortlich.

„Mit den neuen Seilbahnen 12er-Kogel-Nord und 10-EUB-Streuböden-Lärchfilzkogel schaffen die Bergbahnen der Region ein zusätzliches Angebot, um das gemeinsame Ziel einer leicht zugänglichen Anreise mit den Skiern zur WM zu erreichen. Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn wird sich auch während der WM ohne Einschränkungen weiterdrehen. Darüber hinaus schaffen die Bergbahnen eine langfristige Verbesserung der Infrastruktur im gesamten Skigebiet, die auch über das sportliche, touristische, gesellschaftliche und mediale Großereignis hinaus positive Auswirkungen auf die Region haben wird“, berichtet Florian Phleps, Projektleiter Austria Ski WM und Großveranstaltungsges.m.b.H.

Autonom fahrende Seilbahnen als neuer Maßstab

Innovative Systeme der Seilbahnhersteller Doppelmayr/Garaventa und Leitner ermöglichen bereits heute den vollautomatisierten Betrieb von Seilbahnstationen ganz ohne Stationspersonal. Zum Einsatz kommen bei modernen Systemen beispielsweise KI-gestützte Bildinterpretation, Sensorentechnik, Lichtschranken und Druckmatten. Damit ersetzen technische Sicherheitseinrichtungen zuverlässig Aufgaben, die bisher menschliches Zutun erforderten, und gewährleisten einen sicheren und wirtschaftlichen täglichen Seilbahnbetrieb. So sind im Skigebiet Silvretta Montafon bereits jetzt zwei der insgesamt 36 Seilbahnanlagen innovative AURO-Seilbahnen für autonome Mobilität des Herstellers Doppelmayr: die Kabinenbahn 10MGD AURO Valisera I & II sowie die Sesselbahn 8CLD/B AURO Silvretta. Nachdem die Praxistauglichkeit der AURO-Systeme am Beispiel dieser beiden Seilbahnen bewiesen werden konnte, sind bereits weitere Projekte vor Ort in Planung.

„Technische Sicherheitsmaßnahmen der 10MGD AURO Valisera I & II umfassen unter anderem eine Kabinenstabilisierung, Bahnsteigsbegrenzungen, Lichtschranken und Videoüberwachung. Vom ROC – dem Remote Operation Center – aus wird die Anlage überwacht und Springer:innen von benachbarten Bergstationen sind in Notfallsituationen in unmittelbarer Nähe. Seit Inbetriebnahme der Anlage 2021 war die Anlage größtenteils im AURO-Betrieb und nur in Ausnahmesituationen, wie zum Beispiel Wind und Großveranstaltungen am Berg, von Personal besetzt. Auch bei der 8CLD/B AURO Silvretta arbeiten wir mit einem KI-gestützen Kamerasystem. Vor der Inbetriebnahme hat das AUROSystem einen Pilotbetrieb mit ca. 3 Millionen Fahrgästen durchlaufen. In der Wintersaison 2023 war unser AURO-System bei der 8 CLD/B AURO Silvretta das erste Mal im Einsatz“, so Dipl.-Ing. Martin Oberhammer, Geschäftsführer Silvretta Montafon Holding GmbH.

TÜV SÜD war bei der Erstellung des Sicherheitsgutachtens involviert und prüfte dabei, inwieweit das AURO-System den hohen Sicherheitsstandards im Bereich Seilbahnen gerecht wird. „Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass das System eine mindestens ebenso hohe Sicherheit bietet wie der manuell gesteuerte Betrieb“, berichtete Dipl.-Ing. Peter Hofer, Leiter der Seilbahnprüfstelle des TÜV SÜD in Österreich. Durch sein weltweites Kompetenznetzwerk und unabhängige Prüfungen konnte TÜV SÜD darüber hinaus bei vielen Landesbehörden bereits eine hohe Akzeptanz für autonome Mobilität bei Seilbahnen schaffen. So sind die Expert:innen von TÜV SÜD etwa bei Abnahmen vor Ort für Umrüstungen und Neubauten innovativer Systeme im Einsatz. Das gewährleistet hohe Qualität und mehr Effizienz bei erforderlichen Behördenverfahren.

Generalrevisions-Verordnung voraussichtlich ab Herbst 2024

Neuerungen gibt es auch auf regulatorischer Ebene. Mit der neuen GeneralrevisionsVerordnung stehen der Branche in naher Zukunft wesentliche Änderungen bevor. Die Generalrevision ist demnach künftig laut gesetzlicher Bestimmungen erstmals 40 Jahre nach der Errichtung durchzuführen, weitere Revisionen sind dann alle 30 Jahre fällig. Für Seilbahnen, die bereits 40 Jahre alt sind, gilt eine Einschleifregelung. Die Verordnung soll in Kürze fertiggestellt und dann dem zuständigen Ministerium vorgelegt werden. Mit dem Inkrafttreten ist nach heutigem Status voraussichtlich im Herbst 2024 zu rechnen.

Dipl.-Ing. Peter Hofer sagt dazu: „In Österreich sprechen wir von insgesamt knapp mehr als 100 Seilbahnanlagen, die bis zum Jahr 2031 40 Jahre alt und damit von der Generalrevision betroffen sind. Frühestens drei Jahre vor dem Ablauf der Generalrevision kann der erforderliche Antrag gestellt werden. Für die Umbauten, die meist nur in der Nebensaison stattfinden können, sollten Betreiber:innen ein bis zwei Jahre einplanen. Betreiber von betroffenen Seilbahnanlagen sollten deshalb vorausschauend planen, um rechtzeitig alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.“

 

 

 

V.l.: Kornel Grundner, Sandra Neukart, Rupert Schiefer bei der Sommertagung BÖSB. © Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen

Vielfältiges Freizeitangebot trifft auf großes Nachfragepotenzial

Sommerurlaub in Österreichs Bergregionen immer beliebter: Innovative Konzepte locken sowohl Erholungssuchende als auch Aktivurlauber:innen an.

Im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs präsentierten ÖW-Chief-Operating Officer Sandra Neukart, WKÖ-Seilbahnen-Obmann Franz Hörl und Kornel Grundner, Vorsitzender der Qualitätsinitiative „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“, auf der Seegrube in Innsbruck einen optimistischen Ausblick auf die kommende touristische Sommersaison in den Bergregionen Österreichs. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche wichtige Rolle die Seilbahnbranche für den Erfolg des Tourismus – sowohl im Sommer als auch im Winter – in Österreich spielt.

Neukart: Großes Potenzial für einen erfolgreichen Bergsommer 2024

Laut aktuellen Umfragen und Prognosen der Österreich Werbung steht der österreichischen Tourismusbranche ein erfolgreicher Sommer bevor. Die Nachfrage nach Sommerurlaub in Österreich stimmt optimistisch. Gerade die österreichischen Bergregionen sind seit jeher Magnet für Erholungssuchende und Aktivurlauber:innen aus den Nahmärkten und immer stärker auch aus den touristischen Fernmärkten. Die Tourismusregionen haben in den letzten Jahren enorme Innovationskraft bewiesen und eine vielfältige Angebotspalette entwickelt. „Österreichs Bergregionen bieten im Sommer eine riesige Vielfalt an Aktivitäten. Unsere Gäste lieben die Landschaft und unsere Berge und schätzen die damit verbundenen Aktivitäten – allen voran das Wandern. Gleichzeitig geht es verstärkt in Richtung Kombination mit anderen Aspekten – wie Kulinarik oder Wellness. Dabei sind die Seilbahnen ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg ganzer Tourismusregionen und sind somit für die Wertschöpfung unerlässlich“, sagt Sandra Neukart, Chief Operating Officer der Österreich Werbung.

Hörl: Regionen mit Bergbahnangeboten sind beliebt

„Auch wir können die positive Entwicklung des Bergsommers bestätigen“, ergänzt Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich. „Mittlerweile macht der Sommertourismus über 15 Prozent des Umsatzes der Seilbahnbranche aus.“ Österreichweit gibt es rund 200 Betriebe mit Sommerbetrieb. Diese verzeichnen jährlich rund 20 Mio. Ersteintritte im Sommer – Tendenz steigend.

Die gezielte Weiterentwicklung des Bergsommers zieht Jahr für Jahr Urlaubsgäste aus den unterschiedlichsten Regionen an. Gleichzeitig ist sie ein entscheidender Treiber für die regionale Wirtschaft und sorgt dafür, dass Mitarbeiter:innen ganzjährig in den Regionen beschäftigt sind: Von insgesamt 17.100 Mitarbeiter:innen in der Seilbahnbranche sind knapp 8.000 ganzjährig angestellt. „Wir wissen, dass sich Regionen mit Bergbahnangeboten besser entwickeln als Regionen ohne Bergbahnen“, ergänzt Hörl. „Deshalb ist es im Sommer wie im Winter unsere Aufgabe, die Angebotsvielfalt konstant zu erweitern, damit unsere Gäste weiterhin top zufrieden sind.“ Aktuelle Gästebefragungen zeigen, dass rund 80 Prozent der Gäste äußerst begeistert vom Bergangebot sind. Die Angebote werden als erlebnisreich, genussvoll und einzigartig wahrgenommen. Mit Blick auf den kommenden Sommer will man das Erfolgsrezept „Qualität und Erlebnis“ fortsetzen. Die Qualitätsinitiative des Fachverbandes „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ ist seit über 20 Jahren der Vorreiter im Bereich Stärkung des Bergsommers und Weiterentwicklung qualitätsvoller und abwechslungsreicher Bergerlebnisse, im Einklang mit der Natur, Region und den Gästen.

Grundner: Im Trend liegen Genuss- und Erlebniswanderungen, Familien- sowie Bike-Angebote

„Abwechslungsreiche Erlebnisangebote am Berg sind ausschlaggebend dafür, dass die Sommergäste eine Destination auswählen und die Seilbahn zum Teil sogar mehrfach in ihrem Urlaub nutzen“, so Kornel Grundner, Sprecher der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“. „Insbesondere Familien kommen wegen der Bergerlebnisse gerne auch ein zweites, drittes, viertes Mal zurück.“

Eines der Haupt-Urlaubsmotive für einen Sommerurlaub am Berg ist nach wie vor das Wandern. Allerdings geht der Trend in Richtung Genuss- und Erlebniswandern mit gemütlichen Routen, zum Verweilen einladende Zwischenstopps oder App- bzw. Virtual Reality-gestützte Rätseltouren. Familien wünschen sich Unterhaltung, spielerische Bewegung und Entdeckungstouren, bei denen Groß und Klein etwas lernen können. Bike-Angebote sind nach wie vor ein Dauerbrenner. Die Trails werden laufend ausgebaut und erweitert und ziehen inzwischen auch vermehrt internationale Gäste an.

Über das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“

Das Gütesiegel Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen (Wirtschaftskammer Österreich) und steht für Qualität, Kooperation und nachhaltige Regionalentwicklung. Das Gütesiegel vereint die Fachleute und Vorreiter:innen des heimischen Sommer-Berg-Tourismus und zählt mittlerweile 79 Mitglieder mit 96 Themenbergen. Nur Betriebe, die mindestens 100 Qualitätskriterien erfüllen, werden eine der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“. Spezialisiert in fünf Themenwelten – Abenteuer, Familie, Panorama & Naturerlebnis, Genuss, Kunst & Kultur – müssen die Mitglieder alle drei Jahre eine Rezertifizierung bestehen. Abwechslungsreiche Erlebnisangebote sind garantiert – nicht zuletzt deshalb ist das Gütesiegel mittlerweile ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Destinationswahl der Urlaubsgäste.

 

 

Der bisherige Sportliche Leiter Harald Haim (re.) tritt in die Fußstapfen von Direktor Arno Staudacher (li.). © Oberhuber & Kuen Kommunikation

KADERSCHMIEDE FÜR TOP-ATHLETINNEN UND -ATHLETEN

Das Schigymnasium Stams ist mehr als eine Schule – es ist eine einzigartige Institution, die Generationen von talentierten Athletinnen und Athleten ausgebildet hat. Stams ist in den vergangenen fast sechs Jahrzehnten zu einem Synonym für österreichische Erfolge im Wintersport geworden.

Berühmte Absolventinnen und Absolventen sind unter anderem Manuel Feller, Katharina Liensberger, Benjamin Raich, Marlies Raich, Mario Matt, Stephan Eberharter, Patrick Ortlieb, Mario Reiter, Anita Wachter, Nicole Hosp, Elisabeth Görgl, Daniel Albrecht, Sandro Viletta, Andreas Wenzel, Paul Frommelt, Willi Pürstl, Toni Innauer, Karl Schnabl, Hubert Neuper, Andreas Felder, Ernst Vettori, Heinz Kuttin, Gregor Schlierenzauer, Stefan Kraft, Daniela Iraschko-Stolz, Hippolyt Kempf, Klaus Sulzenbacher, Felix Gottwald, Johannes Lamparter, Sabine Schöffman, Andreas Promegger, Markus Schairer, Christoph Sumann und Markus Gandler. Sie haben gemeinsam den Ruf des Schigymnasium Stams als Kaderschmiede des österreichischen Wintersports gefestigt.

Die Erfolgsgeschichte der Schule beginnt in den späten 1960er Jahren als Reaktion auf enttäuschende Ergebnisse der österreichischen Skisportler bei der Alpinski-Weltmeisterschaft in Portillo (Chile). Um langfristig erfolgreich zu sein, sollten Schulen mit Schwerpunkt Skisport gegründet werden und die Verantwortlichen im Österreichischen Skiverband suchten Kontakt mit dem Stift Stams. Das Stift führte zur Zeit der Gründung 1967 bereits ein Aufbaurealgymnasium, sodass die Internatsschule für Skisportler dem Meinhardinum angeschlossen werden konnte: „Die Klassenzimmer waren im Stift beheimatet und das Stift war alleiniger Schulträger. Zu diesem Zeitpunkt zeigten weder Bund noch Land Interesse, sich an dieser Einrichtung zu beteiligen und sich zu engagieren“, erinnert sich Abt German. Das änderte sich als Schülerinnen und Schüler aus Stams erste Medaillen bei den Olympischen Spielen beziehungsweise den Weltmeisterschaften erringen konnten.

EXZELLENZ IN SPORT UND SCHULE: MEDAILLENSPIEGEL

GOLD SILBER BRONZE
Olympia 39 45 47
Weltmeisterschaften 102 113 95
Junioren Weltmeisterschaften 164 125 124
Weltcup Gesamtwertungen 25
Weltcup Disziplinenwertungen 60

 

WILLKOMMEN AN DER SPITZE – WILLKOMMEN IN STAMS

„Es entstand damals geradezu eine Euphorie. Die Anmeldezahlen stiegen merklich und es war offensichtlich, dass das Stift diesen gesamten Betrieb nicht mehr alleine bewältigen konnte und so nahm man Bund und Land mit ins Boot und gründete den Schulverein ‚Internatsschule für Schisportler Stams’“, erklärt Abt German die Entwicklung. Das Schigymnasium Stams ist heute im Besitz der Republik Österreich, des Landes Tirol und des Zisterzienserstifts Stams und fördert begabte Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren. Neben einem Oberstufen-Realgymnasium und einer Handelsschule verfügt Stams über schuleigene Sportanlagen wie Sportplatz und Skisprungschanzen. Das Schigymnasium Stams bietet den Schülerinnen und Schülern die Sportdisziplinen Ski Alpin, Skispringen, Nordische Kombination, Biathlon/Langlauf und Freestyle Ski und Snowboard. Zahlreiche Erfolge bei den Olympischen Spielen, sowie diversen Weltmeisterschaften und Nachwuchswettbewerben untermauern den Ruf des Schigymnasium Stams als weltweit anerkanntes Ausbildungszentrum.

Auch Vorstandsmitglied Herbert Hauser setzt sich für den schulischen und sportlichen Erfolg der jungen Athletinnen und Athleten ein: „Die Vorstände sind Lenkungs- und Leitungsorgane für die Eigentümer Bund, Land und Stift Stams. Als solche sorgen sie gemeinsam mit dem Geschäftsführer für die notwendigen Rahmenbedingungen, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Mit Prof. Mag. Paul Ganzenhuber hatte ich einen exzellenten Wegbegleiter, der mich gründlich in die Funktion eingeführt hat. Mit Marlies Raich als neuer Vorstandskollegin wird es aufgrund ihrer Expertise gelingen, gemeinsam den Weg in Stams erfolgreich in die Zukunft zu gehen.“ Der Vorstand des Schigymnasium Stams besteht aus zwei von den Mitgliedern Land Tirol und Stift Stams bestellten Personen, die jeweils für fünf Jahre tätig sind. Ab Juli 2024 folgt Marlies Raich dem derzeitigen Vorstand Paul Ganzenhuber als Vorständin des Vereins „Internatsschule für SchisportlerInnen Stams“ nach.

EIN ENGAGIERTER DIREKTOR VERABSCHIEDET SICH

In die Amtszeit von Arno Staudacher fielen wichtige Neuerungen, die das Schigymnasium Stams zu einer der führenden Bildungseinrichtungen Österreichs gemacht haben: Die letzten Herausforderungen waren die Vorbereitung auf die Zentralmatura, die Bewältigung der schwierigen Zeit während der Corona Pandemie und zuletzt die Überführung des Schulbetriebes in das Regelschulwesen: „Dass der Schulversuch vorbei ist, wissen wir. Wir haben unsere Vorstellungen eingereicht, wie Stams weiter erfolgreich arbeiten kann und warten seither auf Antwort, aber ich bin optimistisch“, hofft Arno Staudacher, dass dieser Step zeitnah über die Bühne gebracht werden kann.

Arno Staudacher war es stets ein Herzensanliegen die bestmögliche Ausbildung für „seine“ Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Der scheidende Direktor gilt als außergewöhnlich engagiert. Seine Arbeit war stets am Menschen orientiert, deshalb hat er sich für hervorragende Arbeitsbedingungen im Schigymnasium Stams eingesetzt. Auch schreckte er nicht davor zurück seine Standpunkte zu vertreten, was ihm den Ruf als Provokateur eingebracht hat: „Um etwas weiterzubringen, muss man poltern. Da war es mir egal, ob mir ein Präsident des ÖSV oder ein Kollege gegenüber sitzt. Schlussendlich haben mir alle verziehen. Und das laut sein hat sich für unsere Schülerinnen und Schüler ausgezahlt.“ Arno Staudacher wird als der Direktor mit den meisten Bauprojekten in die Geschichte eingehen: Das Mädchen- und das Burscheninternat wurden unter seiner Ägide erweitert und generalsaniert, außerdem wurden die Sportstätten großangelegt erweitert und erneuert.

Schon vor seiner Zeit als Direktor war Arno Staudacher am Schigymnasium Stams tätig: Von 1987 bis 2005 war er Trainer und Spartenleiter, von 2000 bis 2005 war außerdem der Sportliche Leiter des Hauses. In diese Zeit fällt die Einführung des Präventiven Leistungstrainings: „Da hat das Schigymnasium Stams seine Innovationsstärke bewiesen. Wir haben das entwickelt und nachhaltig etabliert“, ist Arno Staudacher stolz. Diese Zugänge sind heute „State of the Art“ und wurden von den Verbänden übernommen.

HARALD HAIM ÜBERNIMMT DIE DIREKTION

Als langjähriger Kooperationspartner des Österreichischen Skiverbandes sorgt Stams seit Jahrzehnten für die besten Rahmenbedingungen um Schule und Spitzensport vereinen zu können: „Mit dem Führungswechsel in der Direktion von Arno Staudacher zu Harald Haim wird die Schule den erfolgreichen Weg fortsetzen und die Zusammenarbeit mit Ski Austria auf Augenhöhe bestehen bleiben“, ist ÖSV Sportdirektor Mario Stecher sicher. Er bedankt sich bei Arno Staudacher für sein Engagement sowie seine Leidenschaft für den Skisport und das sehr freundschaftliche Miteinander. „Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Stams. Der Nachwuchsbereich hat für uns oberste Priorität. Wir als Schneesportler müssen unsere Community begeistern“, fügt Mario Stecher hinzu.

Auch Harald Haim sieht es als eine gemeinsame Aufgabe an, die Begeisterung für den Skisport frühstmöglich zu vermitteln: „Der Erstkontakt mit unseren Sportarten findet oft in den Vereinen vor Ort statt. Wenn die Kinder und Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen im Sport gemacht haben, dann geht es darum das Vertrauen der Eltern zu gewinnen.“ Der 1967 geborene Harald Haim ist selbst Absolvent der Schule und arbeitet seit 1994 als Skisprungtrainer in Stams. Im Jahr 2000 wurde er zum Spartenleiter für den Sprunglauf ernannt und seit 2006 ist er auch der Sportliche Leiter des Hauses. Darüber hinaus ist Harald Haim Vorsitzender des FIS Subkomitee Youth/Children im Sprunglauf sowie der Nordischen Kombination und Nachwuchsreferent des ÖSV. „Wir müssen uns im Klaren sein, dass es am Schigymnasium Stams nicht nur um die sportliche Ausbildung geht. Die duale Ausbildung birgt gewisse Hürden, die es zu überwinden gilt – nicht damit es einen beruflichen Plan B gibt, sondern weil die Schülerinnen und Schüler Stärke beweisen müssen, um erfolgreich zu sein. Diese Persönlichkeitsentwicklung ist wichtig, wenn man Weltmeister werden will“, ist Harald Haim überzeugt.

Für die Zukunft nimmt sich der neue Direktor eine gewisse Flexibilität vor, um das Schigymnasium Stams erfolgreich weiterzuentwickeln: „Es ändern sich die Rahmenbedingungen für den Wintersport. Die Zeit, in der man schneesicher trainieren kann, wird knapper und das hat auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Wir haben bereits Konzepte entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen. Wir werden uns stets verändern… das ist nie fertig, sondern wird immer weitergehen.“ Mario Stecher sichert in diesen Belangen Unterstützung von Seiten des ÖSV zu: „Der Winter verändert sich und so muss sich auch das Trainingsverhalten verändern. Wir sind davon überzeugt, dass man sich hier nicht einschränken sollte. Der ÖSV kann hier ein Partner sein, um das richtig zu kommunizieren.“

SCHULABSCHLUSSFEST MIT SPORTLANDESRAT GEORG DORNAUER

Im Anschluss an das Pressegespräch fand das traditionelle Schulschlussfest statt. In Anwesenheit von Sportreferent LHStv Dornauer Georg Dornauer wurden die Schülerinnen und Schüler des Schigymnasium Stams für besondere sportliche und schulische Leistungen geehrt: „Für Spitzenleistungen braucht es Ausdauer, Willen, Talent und Zeit. Am Schigymnasium Stams erhält der Tiroler Nachwuchs deshalb eine fundierte Ausbildung, die sie optimal mit ihrer sportlichen Karriere vereinbaren können. Dieses duale Ausbildungssystem hat sich als Erfolgskonzept herausgestellt und das Schigymnasium gilt als absolute Kaderschmiede für Top-Athletinnen und -Athleten. Allen Absolventinnen und Absolventen wünsche ich viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg und allen weiteren Schülerinnen und Schülern erholsame Ferien und bereits jetzt einen guten Start ins kommende Schuljahr“, betont Sportreferent LHStv Georg Dornauer im Rahmen der Schulabschlussfeier und bedankt sich im Zuge dessen auch bei dem langjährigen Direktor Arno Staudacher für das Engagement im Dienste des Sportlandes Tirol.

Das Schigymnasium Stams blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und steht bereit, mit einer starken Führung und einem klaren Leitbild in eine vielversprechende Zukunft zu gehen. Unter der Leitung von Harald Haim wird die Schule ihren Beitrag zur Spitzenleistung im österreichischen Wintersport leisten und junge Talente auf ihrem Weg zu erfolgreichen Athletinnen und Athleten unterstützen.

 

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