Fusionen von Skigebieten – Segen oder Fluch?

Die Entwicklung hin zu immer größer werdenden Skigebieten im Alpenraum ist sowohl national als auch international ein Trend. Eine Fachtagung für die Tourismus- und Bergbahnbranche, veranstaltet von der Universität für Bodenkultur Wien in Kooperation mit der Stiftung „pro natura-pro ski in Saalfelden befasste sich mit den Vor- und Nachteilen von Skigebietsfusionen.

Eine aktuelle Studie, präsentiert durch Prof. Dr. Pröbstl Haider von der Universität für Bodenkultur, demonstrierte, dass Pistenkilometer alleine nicht immer ausschlaggebend für die Auswahl des Skigebietes sind und bei unterschiedlichen Segmenten durchaus eine hohe Preissensibilität besteht. Die Besonderheit der Studie lag darin, dass die für die Skigebietsentwicklung relevanten Kriterien –  wie Schneesicherheit, Pistenkilometer, öffentliche Anbindung, Schwierigkeitsgrade und Erlebnisqualität – nicht separat, sondern im Verbund abgefragt wurden. Es wurde deutlich, dass Details wie „Ski-in-Ski-out-Angebote“ oder die Nähe zu Gletscherskigebieten und das oft sehr unterschiedliche Landschaftserlebnis die „traditionell“ angeführten Einflussgrößen wie Pistenkilometer, Schneesicherheit und Schwierigkeitsgrad „überstimmen“ können.Auch Prof. Urs Wagenseil von der Hochschule Luzern, mit eigener langjähriger Erfahrung im Destinationsmanagement in Wintersportgebieten, nahm in Hinblick auf die Nachfrage von Großskigebieten eine kritische Position ein. Wichtiger als die Anzahl an Pistenkilometer sieht er die Gesamtpalette des Angebots. Aus seiner Sicht seien die „Hardcore Skifahrer“, die ihren Ehrgeiz auf die Bewältigung möglichst großer Pistendistanzen legen, weniger bedeutsam für den wirtschaftlichen Erfolg als die vielfältigeren Bedürfnisse der anderen Gästesegmente. Dr. Roland Zegg von grisch consulta erklärte aus seiner Erfahrung mit mehreren Zusammenlegungen in der Schweiz, wie eine erfolgreiche Fusion verlaufen kann und was grundlegende Erfolgsfaktoren sind. Als wichtigste Voraussetzungen nannte er demnach die „finanzielle Sanierung aller beteiligter Unternehmen vor der Fusion“, „die Entwicklung einer starken Vision“, „Ethik, Respekt und Fairness“, „Beachtung von betrieblicher Kultur und Historien“, sowie „externe Projektbegleitung“, die alle Perspektiven wahrnimmt. Aus seiner Erfahrung mit zahlreichen Schweizer Zusammenlegungen erachtet er die „transition“ Phase – jene des Vertrauensaufbaus – als ebenso wichtig, wie das tatsächliche bilanzielle Zusammenwachsen der Betriebe. Fusionen waren zwar in den letzten zehn Jahren ein Mittel um die Medienwirksamkeit der Gebiete zu stärken und ein Versuch, durch Synergieeffekte negative Entwicklungen auszugleichen, Dr. Zegg zeigte aber auch auf, dass diese Ambitionen nicht immer erfolgreich waren. Hier wird der „Synergie-Humbug“, wie Dr. Zegg die „Illusion mancher Businesspläne“ bezeichnet, deutlich. Im Wettbewerb der Skigebiete in einem global stagnierenden Markt sieht er Zusammenlegungen, wenn sie unter den richtigen Voraussetzungen geschehen, dennoch als eine erfolgsversprechende Strategie. Die Belange von Natur und UmweltDie Belange von Natur und Umwelt wurden durch Dr. Johannes Kostenzer, Umweltanwalt des Landes Tirol, repräsentiert. Er betonte, dass es vor allem um eine „qualitative Flächenbilanz“ im alpinen Lebensraum gehe und nicht um eine quantitative. Selbst wenn es später beim Scheitern eines Vorhabens einen „geordneten Rückzug gäbe“, so könne mancher Schaden nicht wieder gut gemacht werden. Dass Fusionen in Hinblick auf die ökologischen Auswirkungen auch „abgemildert“ werden können, betonte Dr. Marc Winkler Geschäftsführer der Sextner Dolomiten. Beim zweiten Anlauf, der inzwischen bereits realisierten Verbindung zwischen vier italienischen Skigebieten, wurde zunächst durch genaue Aufnahmen im Gelände identifiziert, wo die tatsächlichen Konfliktpunkte liegen. Danach wurde versucht „zu vermeiden was zu vermeiden geht, danach vermindern was möglich ist und was übrig blieb durch Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren“. Die Bemühungen wurden – auch von den vormaligen Gegnern des Projektes – positiv honoriert. Zum Abschluss zeigte Dr. Winkler, dass ein erfolgreicher Zusammenschluss nicht immer eine Fusion durch Aufstiegsanlagen bedeuten muss und das Bedürfnis nach Auswahl und Abwechslung auch über gut durchdachte Bahnverbindungen in Kombination mit dem entsprechenden Komfort in der Skiaufbewahrung oder dem Skiverleih und der damit zusammenhängenden Zusammenarbeit der Skigebiete funktionieren kann. Er hinterfragte auch aus der Südtiroler Perspektive, das bloße „Nachahmen“ und „Nacheifern“ und empfahl ein langsameres Wachsen. Weitere Informationen: bergumwelt.boku.ac.at

Schneezentrum Tirol gegründet

Der Jurist Mag. Michael Rothleitner wird per 1. Mai 2016 die Leitung des neu geschaffenen „Schneezentrum Tirol“ übernehmen. Rothleitner gehörte bis 2009 als Vizepräsident des Aufsichtsrates der Mayrhofner Bergbahnen AG an, sein seither bis 2019 laufendes Vorstandsmandat beendet Rothleitner mit 30. April 2016.

Die Tiroler Seilbahnbetriebe nehmen im österreichischen Wintertourismus und somit in der Tiroler Wirtschaft eine tragende Rolle ein. Zugleich stehen sie vor der Herausforderung, die Ressourcen Wasser und Energie schonend einzusetzen, sowohl aus ökologischen, als auch aus Kostengrüden. Vor diesem Hintergrund wird mit finanzieller Unterstützung der Standortagentur Tirol das Schneezentrum Tirol gegründet. In diesem entwickeln Seilbahnen, Unternehmen, Touristiker, Gemeinden und Forschungseinrichtungen gemeinsam innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, mit denen die Effizienz der Schneeproduktion und des Pistenmanagements gesteigert und zugleich der Ressourceneinsatz verringert werden können. Das Land Tirol stellt über die Standortagentur Tirol 100.000 Euro zur Verfügung, um das Schneezentrum Tirol aufzubauen.  Der Sitz wird zunächst in Innsbruck direkt bei der Standortagentur in der Ing. Etzel Straße 17  sein.Mit Michael Rothleitner vertrauen wir dessen Leitung einem ausgewiesenen Experten in Sachen Schneeforschung, Beschneiungstechnik und Pistenmanagement an.Das Schneezentrum Tirol wird als Anwendungszentrum zudem von seinen weitverzweigten Kontakten und Netzwerken profitieren“, so Tourismusreferent Landeshauptmann  Günther Platter. Rothleitner wird im Schneezentrum Tirol die Zusammenarbeit von aktuell 28 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen koordinieren. Das Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen von Unternehmenspartnern und Forschungseinrichtungen gezielt zu nutzen und im Rahmen konkreter Entwicklungs- und Forschungsprojekte auf direktem Weg zur Umsetzung zu bringen. Nach dem ersten Jahr soll sich das Schneezentrum Tirol durch die enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen und Forschungspartnern finanzieren.Internationale Zusammenarbeit für regionalen ErfolgNeben Unternehmen und Hochschulen aus Tirol werden im Schneezentrum Tirol Partner aus Vorarlberg, Salzburg, Kärnten, der Steiermark, dem Burgenland und Wien sowie aus der Schweiz und Norditalien zusammenarbeiten. In der Anfangsphase wird das Schneezentrum Tirol dabei seine Zusammenarbeit mit diesen Partnern besonders auf drei Bereiche konzentrieren:• Entwicklung, Begleitung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten (innovative Produkte und Verfahren zur Schneeerzeugung, weiterführende Grundlagen- und Anwendungsforschung, Verfahren und Dienstleistungen zum effizienten Ressourceneinsatz sowie Umsetzung erster Pilotprojekte)• Know-how-Transfer und Netzwerkausbau• Ausarbeitung eines FinanzierungskonzeptsAm Schneezentrum Tirol beteiligte Partner werden u. a. die Universität Innsbruck, der MCI, die FH Kufstein und die Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer  Tirol sein.

Ski amadé ist Superbrand Austria 2015-2016

„Ski amadé“ ist von der Markenbewertungsgesellschaft Superbrands als Superbrand Austria 2015-2016 ausgezeichnet worden. „Österreichs größtes Skivergnügen“ stand nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und weltweit gleicher Beurteilungskriterien der wohl bekanntesten Institution auf diesem Gebiet als Gewinner der Kategorie „Skigebiet“ im Bereich Reise/Urlaub fest. Der von Superbrands Austria verliehene Titel verdeutlicht, dass Ski amadé in Österreich sehr bekannt ist, überaus geschätzt wird und Kunden wie Geschäftspartnern die Sicherheit bietet, hervorragende Produkte und Dienstleistungen zu erhalten!

Ski amadé umfasst als eines der größten Skigebiete Europas 5 Regionen, 760 Kilometer Pisten, 270 Liftanlagen sowie 260 Skihütten und Bergrestaurants. Zum bei weitem größtem Skiverbund Österreichs gehören die Salzburger Sportwelt, die Region Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und das Großarltal. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung als Superbrand Austria 2015-2016, denn sie krönt auch unser langjähriges Engagement bei der Führung einer angesehenen, wertvollen wie auch nachhaltigen Marke“, kommentiert Managing Director Dr. Christoph Eisinger die Entscheidung der Experten von Superbrands Austria. „Sehr schön ist, dass wir damit von neutraler Seite geehrt werden, denn für den Titel Superbrand Austria kann man sich nicht bewerben.“ Eine Superbrand Austria werde nur von Markenexperten und den Konsumenten bestimmt.  Seit nunmehr genau 20 Jahren bewertet Superbrands die besten (Firmen-)Marken in mittlerweile 88 Ländern der Welt und gilt damit als angesehenste Autorität auf dem Gebiet der Markenauszeichnung. Als Superbrands gelten Marken, die im jeweiligen Marktsegment insgesamt ein sehr gutes Image aufgebaut haben und im Vergleich zu den Mitbewerbern der Öffentlichkeit konkrete Vorteile bieten. Ausgehend von allen beim Österreichischen Patentamt registrierten Marken erfolgt eine erste Auswahl durch Superbrands Austria samt Einteilung nach Branchen und danach eine Reihung von der Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B bzw. dem Marktforschungsinstitut GfK, das Österreichs Konsumenten nach ihren Lieblingsmarken befragt. In weiterer Folge werden die dann noch „im Bewerb“ befindlichen Marken auch vom Superbrands Brand Council, einem unabhängigen Expertengremium, nach den sog. weichen Faktoren wie z.B. Tradition, Bekanntheit, Nachhaltigkeit usw. bewertet und abschließend dann zu Superbrands gekürt. Entsprechend begehrt ist demnach auch der Titel, objektiver als bei Superbrands kann ein Markenwettbewerb gar nicht ablaufen! 

Biken als Zukunftschance des alpinen Sommertourismus

Auf der Tourismus-Fachtagung theALPS 2015 am 8. 9. In Moena (Trentino / I) wude u. a. darüber diskutiert, inwiefern der Bike-Tourismus die alpine Sommerentwicklung dynamisieren kann. Als Basis dafür diente die neue Studie der EURAC Bozen in Kooperation mit der Trentino School of Management zum Status Quo von Bike-Angeboten und den zukünftigen Anforderungen an die Regionen im Alpenraum.

Die Ergebnisse der von Prof. Harald Pechlaner durchgeführten Studie waren für viele Branchenexperten überraschend. In Kurzform: Alpine Bikeangebote brauchen mehr Kooperation und Spezialisierung! Grundsätzlich unterscheidet Pechlaner  drei Zielgruppen im Bike-Segment: Road-Biker, Mountain Biker und Trekking Biker. Wobei vor allem letztere, so der Studienleiter, in Zukunft die größte Zielgruppe ausmachen werden. Allein im Zielmarkt Deutschland nutzen mehr als 12 Millionen Menschen regelmäßig ihr Trekking Bike, in Großbritannien sind es mehr als 9 Millionen. Das Potenzial ist also sehr groß, doch es fehlt derzeit im Alpenraum noch an der Infrastruktur, um Trekking Biker anzusprechen. Dasselbe gilt in vielen Regionen für Road- und Mountain-Biker.Pechlaner wies darauf hin, dass ein qualitativ hochwertiges Bike-Angebot nur in Zusammenarbeit entstehen kann. Biker seien mobil und nicht an einen Ort gebunden, daher fordert er eine Abkehr vom Einzelkämpfer-Dasein und empfiehlt den Regionen, sich zusammenzuschließen, um mit vereinten Kräften attraktive Angebote zu schaffen: „Bike-Tourismus im Alpenraum kann nur durch Kooperationen der Destinationen funktionieren.“Darüber hinaus sei die Politik gefordert, in enger Zusammenarbeit mit dem Tourismus die nötigen Rahmenbedingungen, wie etwa Radwege, zu schaffen. Mehr als ein SommersportDie Studie belegt, dass Biken mehr als nur ein Sommersport ist. In den vergangenen Jahren wurde Radfahren zum Lifestyle, der für Individualismus, Nachhaltigkeit und Abenteuer steht. Die Tourismusbranche müsse stärker auf diesen Trend reagieren, so Pechlaner. Naturerlebnis, spezielle, auf die Biker zugeschnittene Routen und spezialisierte Unterkünfte sind die Ansprüche, die alle Bike-Touristen an ihre Urlaubsregion stellen. Zugleich müsse man sich aber darüber klar werden, welche Biker man anspricht. Hier rät Pechlaner zur Spezialisierung, was voraussetzt, sich eingehend mit den jeweiligen Szenen zu beschäftigen. Denn die Szene wird aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen – Stichwort E-Bikes – immer differenzierter. Die Bike-Industrie habe das längst verstanden und bietet sogar schon eigenständig passende Urlaubsangebote für ihre Kunden an. Pechlaner rät den Regionen daher, die Kooperation mit der Industrie und den Bike-Medien zu verstärken, um am Puls der Zeit zu bleiben und die einzelnen Zielgruppen besser zu erreichen.

pronatour-Projekt gewann Swiss Mountain Award 2015

Der Erlebnispark „Mooraculum“ (Sörenberg – Luzern, CH), realisiert vom österreichischen Kreativunternehmen pronatour, gewann die Auszeichnung des Schweizer Seibahnverbands für herausragende Projekte.

Die Erlebnisarchitekten von pronatour haben für die Bergbahnen Sörenberg im Kanton Luzern das „Mooraculum“ entwickelt und umgesetzt – es ist der größte Moorwasserpark der Alpen, der kürzlichz  von den Seilbahnen Schweiz (SBS) mit dem „Swiss Mountain Award“ prämiert wurde. Alle zwei Jahre zeichnet der Branchenverband damit herausragende, innovative Leistungen oder Projekte in der schweizerischen Seilbahnbranche aus. „Wir sind schon besonders stolz, dass wir als Österreicher so erfolgreich in der Schweiz sind“, freuen sich die pronatour-Geschäftsführer Christian Lang und Werner Stark. „Und dass wir mit diesem Projekt nicht nur einen wirtschaftlichen Mehrwert, sondern auch ein Mehr an Bewusstsein für die geschützte Moorlandschaft geschaffen haben.“ Der größte Moorwasserpark der Alpen Das „Mooraculum“ ist Vorzeigeprojekt in Sachen Naturschutz und Umweltbildung. Mitten in der UNESCO Biosphäre Entlebuch können Kinder und Erwachsene das Moor tatsächlich erleben und lernen so verstehen, dass man diese einzigartige Wunderlandschaft bewahren muss. Auch die Jury war vom Konzept von pronatour begeistert: Jurypräsidentin Monika Bandi, Leiterin der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern, strich in ihrer Laudatio in Laax hervor, dass es gelungen sei, aus einem vermeintlichen unternehmerischen Nachteil einen Vorteil – für das Unternehmen sowie für die Natur – zu schaffen. In Sörenberg gebe es viele Hoch- und Flachmoore mit seltenen Pflanzen und Tieren. Und Schutzgebiete hätten oft besondere Einschränkungen für eine Bergbahnunternehmung zur Folge. „In der hohen Biodiversität verbirgt sich aber auch ein touristisches Potenzial. Die Nutzbarmachung dieses Potenzials ist aus Sicht der Jury tatsächlich eine wegweisende Innovation“, so Bandi.Erlebnis und Bewusstseinsbildung“Gleichzeitig werden die Gäste aber auch für die empfindliche Naturwelt sensibilisiert. Damit verfügt das ausgezeichnete Projekt zusätzlich über einen Wissensvermittlungsaspekt und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung“, betont die Jurypräsidentin. Nach dem „Innovationspreis in Gold“ im Rahmen des internationalen Skiareatests und dem Biosphärenpark-Preis 2015 ist der Swiss Mountain Award bereits die dritte Auszeichnung für das pronatour-Leuchtturmprojekt.

Neues Qualitäts-Magazin für den Tourismus

Seine Premiere erlebte Ende Mai im Rahmen des ÖW-Tourismustages in Krems das künftig im Vierteljahres-Rhythmus erscheinende wissenschaftliche Magazin „Tourismuswissen – quarterly“.

Ziel von TWq ist es, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Tourismusforschung verständlich, fachlich versiert und gut lesbar aufzubereiten, mit dem Ziel, die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Branche zu unterstützen. Das Medium richtet sich gleichermaßen an die Praktiker in Hotellerie und Tourismusorganisationen, wie an die Tourismus-Bildungseinrichtungen. Die erste Ausgabe hat 100 Seiten Umfang und ist ab sofort um 26 Euro oder im Abonnement (alle sechs Ausgaben bis Ende 2016) um 98 Euro beziehbar.Initiator des Projektes und Herausgeber ist der Fachjournalist Fred Fettner, als Herausgeber des „Ski Guides“ sowie als Korrespondent des deutschen Fachmagazins FVW, der „Salzburger Nachrichten“, des Manstein-Verlags und von T.A.I. bestens bekannt. Als Mitherausgeber hat Fettner neben T.A.I.-Chefredakteur Christopher Norden auch den ehemaligen Generalsekretär der ÖHV (Österreichische Hoteliervereinigung) und nunmehrigen Partner der Tourismusberatung von GFB|Prodinger, Thomas Reisenzahn, mit an Bord geholt. TWq erscheint im T.A.I.-Verlag.Mit eingebunden in „Tourismuswissen – quarterly“ ist ein hochkarätiger, wissenschaftlicher Fachbeirat. 23 Lehrende und Forscher aus allen deutschsprachigen Ländern, sämtliche aktiv im Lehrbetrieb, sind in diesem Gremium versammelt, von Dr. Martin Lohmann, Leuphana Uni, Lüneburg, bis Mag. Dr. Herta Neiß Leitung des Masterlehrgangs Tourismusmanagement an der Johannes Kepler Universität Linz, und Prof. Dr. Karl Wöber Gründungsrektor der Modul University Vienna.Die erste Ausgabe enthält einen Teil der besten Arbeiten der Studierenden ebenso, wie praxisnah aufbereitete Studien und Analysen heimischer und internationaler Fachhochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. So skizziert z.B. eine herausragende Arbeit von Professor Ulrike Pröbstl-Haider, Boku Wien, in einer Zusammenfassung exklusiv zwei von ihrem Institut erarbeitete Studien rund um alternative Energie im Tourismus. Anspruchsvoll wiederum ist – ebenfalls in der ersten Ausgabe – das engagierte Hinterfragen der aktuellen e-Tourismus-Optionen, ergänzt mit Beiträgen aus internationaler Sicht. Details zum Projekt „Tourismuswissen – quarterly“ inkl. der Möglichkeit das Heft zu bestellen, finden sich unter www.tourismuswissen.net

Medienkunst am Wendelstein

Seit Juni setzt man am Wendelstein mit Medienkunst Akzente. Zum ersten Mal veranstaltet die Wendelstein Bergbahn GmbH eine Höhlenmediale, bei der vier KünstlerInnen die Infostelen der Wendelsteinhöhle mit visueller und akustischer Kunst bespielen.

Seit Anfang Juni können die Besucher der höchstgelegenen Schauhöhle Deutschlands ein so noch nicht da gewesenes Ausstellungskonzept erleben: Zeitgenössische aktuelle Positionen der Medienkunst werden in der natürlichen Umgebung einer urzeitlichen Höhle präsentiert. Dabei werden die vier interaktiven Infostehlen in der Höhle mit visuellen und akustischen Installationen bespielt. Die künstlerischen Arbeiten von Annie Goh aus Großbritannien, Akitoshi Honda aus Japan, Bastus Trump aus Nürnberg und Bartholomäus Traubeck aus München können dabei alle vor dem Hintergrund des diesjährigen Themas der Höhlenmediale „Zeit – Moment – Ewigkeit“ gehört und gesehen werden.Kurator und künstlerischer Leiter der Höhlenmediale ist Alois Späth, der die Wendelsteinhöhle bereits vor zwei Jahren mit seinem Projekt „Zither am Berg“ zum Klingen brachte. Späth konnte die Künstler für das diesjährige Kunstprojekt gewinnen, das die Gegensätze urzeitliche Höhle und Technik auf ungewöhnliche Weise umsetzt.Klänge und Bilder entstehen, sind da, vergehen oder sie sind – wenn die Medienarbeiten in nahtlosen Endlos-Loops ablaufen – immer im Raum um die Höhlenstele vorhanden. Es gibt Transformationen über die Zeit hinweg, konstatierende Elemente halten im Moment inne, sich endlos wiederholende Arrangements verweisen in die Ewigkeit. „Zeit – Moment – Ewigkeit“ – unter diesem Gesamttitel der Ausstellung reflektieren die Kunstwerke über die Höhle und die besondere Faszination, die Höhlen auf Menschen heutzutage immer wieder ausüben.

Skigebiet Riesneralm freut sich über beste Saison aller Zeiten

Obwohl die  Riesneralm im steirischen Donnersbachwald durch die warmen Temperaturen und den mangelnden Naturschnee mit minus 27% katastrophal in die Wintersaison gestartet war, konnte man am Ende der Saison vom besten Ergebnis aller Zeiten berichten.

Geschäftsführer Erwin Petz ist begeistert und berichtet, dass sich das gesamte Team inklusive Aufsichtsrat über diese unglaubliche Kehrtwende in der vergangenen Wintersaison freut. Mit einem Plus von 4% geht damit die kürzeste und effektivste Saison zu Ende. GF Erwin Petz erläutert, dass speziell im Februar die Riesneralm zu jenen Gebieten zählte, die Skigäste im großen Ausmaß anziehen konnte. Top Pistenbedingungen, die tolle Gastronomie am Berg und natürlich das traumhafte Winterwetter mit ausreichend Schnee waren die Hauptfaktoren. Es hat sich gezeigt, dass mit entsprechender Qualität und einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis auch Skigebiete wie die Riesneralm enorm punkten können.Mitverantwortlich war zudem, dass man sich heuer wieder einem allgemeinen Skigebietstest über die ganze Saison hinweg unterzogen hat, und man damit das Gesamtniveau wieder ein Stück heben konnte. Dass sich auch der Umbau des Restaurants Berghof bezahlt gemacht hat, zeigt die 35%ige Steigerung im Restaurantbereich, wie Gastronomieleiter Heinz Luidold berichten kann. Auch der Hochsitz mit Leiter William Gasser erreichte seine beste Saison, womit beide Betriebe einen wesentlichen Anteil zur Steigerung des Gesamtunternehmens beitrugen.Petz bedankt sich bei seinem gesamten Team, welches dafür hart gearbeitet hat und mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen, dieses unglaubliche Ergebnis erreichen konnte. Immerhin ist die Riesneralm mit insgesamt 48 Dienstnehmern bereits das größte Tourismusunternehmen der Region bzw. der neuen Gemeinde Irdning-Donnersbachtal.

Aufatmen in der Seilbahn-Branche: VwGH gibt Beschwerde recht

Rückstellungen für den Rückbau von Seilbahnanlagen sind steuerlich anzuerkennen. Mag. Roland Pfeffer von PRODINGER STEUERBERATUNG (Zell/See): „Damit haben wir Rechtssicherheit für die Unternehmen erreicht“.

Nach nunmehr sechsjährigem Verfahrensverlauf hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) eine wichtige Grundsatzentscheidung im Interesse der Seilbahnbetreiber getroffen: Rückstellungen, die während der Betriebsdauer für den Rückbau der Anlagen gebildet werden, sind steuerlich anzuerkennen. „Diese Entscheidung ist für die ganze Branche von großer Bedeutung, da wir endlich Rechtssicherheit erreicht haben“, erklärt Roland Pfeffer von der PRODINGER STEUERBERATUNG Zell am See, auf deren Initiative der Fall vor den VwGH gebracht worden war. Bei der Errichtung von Seilbahnen wird vertraglich und in den behördlichen Bescheiden bereits der Rückbau der Anlagen vorgeschrieben. Die Verpflichtung zur Beseitigung der Anlage am Ende der Konzessionsdauer betrifft den Betreiber. Für die meist sehr hohen Aufwendungen zur Rekultivierung (beispielsweise Entfernen der Masten und Leitungen, Wiederaufforstung) und Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes ist während des laufenden Betriebes Vorsorge zu treffen. Es sind daher ausreichend steuerliche Rückstellungen für Abbau- und Rekultivierungsmaßnahmen zu bilden. Das Finanzamt vertrat jedoch eine andere Rechtsansicht und verneinte die Möglichkeit einer entsprechenden steuerrechtlichen Berücksichtigung der Rückstellungen. Das Verfahren hatte 2009 mit der Außenprüfung eines Seilbahnbetriebes durch das zuständige Finanzamt begonnen. Die zweite Instanz folgte der ablehnenden Argumentation des Finanzamtes. Aus diesem Grund hat die Steuerberatungskanzlei PRODINGER 2011 im Namen des betroffenen Unternehmens Beschwerde beim VwGH eingebracht. Nach eingehender Prüfung stellte dieser ausdrücklich klar, dass „in den Jahren zwischen Errichtung und voraussichtlichem Abbau der Anlagen eine Rückstellung zu bilden ist“. Der angefochtene Bescheid wurde wegen inhaltlicher Rechtswidrigkeit aufgehoben.

Skitourenparadies Sellraintal-Kühtai punktet mit noch mehr Sicherheit

Neues Avalanche Training Center unterstützt Tourengeher

Die ausgesprochen beliebte Skitour auf die rund 2.800 m hohe Lampsenspitze im nahe bei Innsbruck gelegenen Sellraintal ist nun um einen weiteren Sicherheits-Checkpoint reicher. Neben dem Tourenlehrpfad Praxmar, bei dem verschiedene Schautafeln auf dem Weg einladen, das dort gebotene Wissen gleich in die Praxis umzusetzen, um das Sportvergnügen am winterlichen Berg mit höchster Sicherheit zu verbinden, wurde nun ein Avalanche Training Center, kurz ATC, errichtet.Beim Alpengasthof Praxmar befindet sich diese hochmoderne Anlage, die von einem Schweizer Unternehmen entwickelt wurde. Hier können alle Skitourengeher zum einen ihre „Piepser“, also die Lawinensuchgeräte, auf ihre Funktionstüchtigkeit testen. Zum anderen lässt sich auch praxisnah erproben, ob man imstande ist, mithilfe der Lawinensonde in einer lebensrettenden Zeit einen Verschütteten zu orten. Das funktioniert an der ATC-Anlage mit fünf bereits vergrabenen Sendern, die der Benutzer einzeln aktivieren kann. Auch die Zeit, die man benötigen möchte, kann eingestellt werden. Die leicht zu bedienende Anlage zeigt dann die Treffer an und gibt den Tourengehern damit die Sicherheit, bestens gerüstet im Gelände unterwegs zu sein.Die ATC-Sicherheitstests können kostenlos genützt werden. Der Skitourenlehrpfad Praxmar sowie das Avalanche Trainings Center machen das Skitourengebiet Sellraintal-Kühtai zu einem Vorreiter in Sachen alpine Sicherheit im Bergwinter.

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