Forum Seilbahnen Schweiz 2025: eine Branche im Aufwind
Als Auftakt zum diesjährigen Forum Seilbahnen Schweiz (= Forum SBS), das von Dienstag, 28. Oktober bis Donnerstag, 30. Oktober, in Rapperswil-Jona abgehalten wurde, standen am ersten Veranstaltungstag SBS-Präsident und Ständerat Hans Wicki sowie SBS-Direktor Berno Stoffel der geladenen Presse Rede und Antwort.
Das sind einige interessante Erkenntnisse:
- Die Wintersaison 2024/25 verlief für die Schweizer Seilbahnbranche mit 902 Mio. CHF (= ca. 971 Mio. Euro) Personenverkehrserträgen sehr erfreulich. Gegenüber der Wintersaison 2023/24 ist das eine Zunahme von 9 % und damit der höchste Wert seit Beginn der systematischen Erhebungen von Seilbahnen Schweiz.
- Der Umsatzzuwachs wurde zwar durch mehr Skier-Days gestützt, diese zeigen sich aber nicht vollständig im Umsatz. Gründe sind günstigere Ticketpreise in mittelgroßen Seilbahnbetrieben, mehr Fahrten mit Saisonkarten, sowie die dynamische Preispolitik mit günstigeren Skier-Days.
- Mit 26,3 Mio. Skier-Days in der Wintersaison 2024/25 wurde ein Besucherrekord erzielt. Skigebiete in niedrigeren Lagen (< 20.000 Skier-Days) haben besonders profitiert (+ 31 %), aber grundsätzlich gab es einen Anstieg in der gesamten Schweiz.
- 63 % der Wintersportler waren in der Wintersaison 2024/25 Einheimische, doch es wurde ein starkes Comeback ausländischer Gäste registriert. Allen voran jenen aus den U.S.A., Hintergrund dafür sind sicherlich die Saisonkarten wie Epic Pass oder Ikon Pass. Nicht zu vergessen, der Magic Pass mit mehr als 100 Partner-Skigebieten in der Schweiz, Frankreich und Italien. Inzwischen gibt es schon ca. 300.000 Magic Pass-Inhaber. Laut SBS-Direktor Berno Stoffel ist der Magic Pass inzwischen ein „Lifestyle-Produkt“, das man haben muss, vor allem unter Jugendlichen.
- Das Sommergeschäft hat sich in den vergangenen 16 Jahren bei den Schweizer Seilbahnunternehmen positiv entwickelt. 2008 lag der Umsatzanteil des Sommerbusiness bei 13 %, nun ist er bei 30 %.
- Die Seilbahnunternehmen müssen sich verstärkt zu Gastronomen und Hoteliers entwickeln, um dem Gast ein ganzheitlich positives Bergerlebnis bieten zu können.
- Umsatzmäßig waren in der Wintersaison 2024/25 die ersten drei Top-20-Destinationen folgende: Zermatt mit 77 Mio. CHF (= rund 83 Mio. Euro), gefolgt von der Jungfrauregion mit 58 Mio. CHF (= rund 62,5 Mio. Euro) und Davos-Klosters mit 55 Mio. CHF (= ca. 59 Mio. Euro).
- Investition in ca. 37 neue Seilbahnanlagen, bis auf wenige Ausnahmen sind es Ersatzanlagen.

Umsatzmäßig waren in der Wintersaison 2024/25 die ersten drei Top-20-Destinationen folgende: Zermatt mit 77 Mio. CHF (= rund 83 Mio. Euro), gefolgt von der Jungfrauregion mit 58 Mio. CHF (= rund 62,5 Mio. Euro) und Davos-Klosters mit 55 Mio. CHF (= ca. 59 Mio. Euro). © cm
In der anschließenden zweitägigen Branchenveranstaltung Forum Seilbahnen Schweiz mit mehr als 400 Teilnehmern, interessanten Vorträgen und Workshops drehte sich alles um das Thema „Besser führen. Seilschaften statt Alleingang – was Führung heute braucht.“ Einen ausführlichen Nachbericht dieses Events können Sie in unserer nächsten Mountain Manager-Ausgabe 7/25 nachlesen.
Rendering der neuen Talstation der Diasbahn. © Gerhard Poller
„Wir wollen die Qualität im Angebot optimieren.“
Die Bergbahnen Kappl haben sich Qualitätssteigerung im Sommer und im Winter zum Ziel gesetzt, wollen dabei aber auch größtmöglichen Bedacht auf Nachhaltigkeit nehmen. Ing. Andreas Kleinheinz, Vorstand Bergbahnen Kappl AG, hat mit dem MOUNTAIN MANAGER über Aufgaben, Ziele und Herausforderungen gesprochen.
Sie sind seit 2011 Geschäftsführer und seit 2016 Vorstand der Bergbahnen Kappl AG, welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Ein wesentliches Ziel ist, unser Freizeitangebot zu verbessern, also im Sommer und im Winter die Qualität für unsere Kunden, für unsere Gäste zu optimieren. Dazu ist es mir ein Anliegen, die Bergbahnen Kappl wirtschaftlich zu stärken und Arbeitsplätze in unserer Region zu sichern. Nachhaltigkeit und Regionalität sind ebenfalls zentrale Themen, auf die wir immer Rücksicht nehmen.
Kappl hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe an Auszeichnungen erringen können, welche sind das?
Die Bergbahnen Kappl haben sich in der Freeride-Szene stark auszeichnen können. So veranstalten wir jährlich die Open Faces Freeride-Bewerbe, die Freeride Junior World Championships sowie die Holländischen und Belgischen Freeride Meisterschaften. Auch das SAAC Schnee- und Lawinensicherheitscamp ist für die Bergbahnen Kappl obligatorisch geworden. Zudem zeichnet unser Skigebiet ein starkes Familienangebot aus. Freude bereiten uns die sehr guten User- und Familien-Bewertungen auf skigebietetest.de sowie auf skiresort.de, beim ADAC sind wir unter den Top Familienskigebieten geführt. Dazu wurden die Bergbahnen Kappl mit dem Pistengütesiegel und dem Rodelbahn-Gütesiegel ausgezeichnet.
Die Bergbahnen Kappl übernehmen für die neue Diasbahn die 10er-Kabinenbahn von Doppelmayr, die zuvor bei der BUGA 2023 in Mannheim im Einsatz war. Warum haben Sie sich für diese Bahn entschieden?
Ich glaube, dass die Bergbahnen Kappl mit der 10er-Kabinenbahn aus Mannheim auf eine wegweisende Innovation setzen – eine hochmoderne Kabinenbahn von Doppelmayr. Die Kabinenbahn hat eine ganz besondere Geschichte und wurde bereits auf der Bundesgartenschau in Mannheim mit großem Erfolg eingesetzt. Nach dem Umzug und einer Anpassung an die Bedürfnisse der Bergbahnen Kappl wird die Bahn bei uns nun ein dauerhaftes Zuhause finden. Die Idee, die Kabinenbahn von Mannheim nach Kappl zu verlegen, kam aus einem tiefen Verständnis für die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Innovation. Als ich von der einzigartigen Möglichkeit erfuhr, diese Bahn zu nutzen, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Bahn für das Skigebiet in Kappl zu sichern. Die Verlegung der Kabinenbahn von Mannheim nach Kappl ist ein klares Zeichen unseres Engagements für Nachhaltigkeit und Innovation. Wir haben die einzigartige Chance ergriffen, eine bewährte und hochmoderne Infrastruktur zu nutzen und sie in unser Skigebiet zu integrieren.
Wie wurde die Bahn an die Gegebenheiten vor Ort angepasst?
Die Talstation konnte 1:1 von Mannheim übernommen werden, es gab nur minimale Anpassungen. Bei der Bergstation mussten wir geringfügige Adaptierungen für den Anschluss zum Sesselbahnhof machen. Der Direkt-Antrieb in der Bergstation konnte ebenfalls übernommen werden. Der Bahnhof mit der Sesselgaragierung wurde neu gemacht. Bei der Streckenausrüstung konnten 5 Stützen 1:1 übernommen werden, 4 Stützen mussten angepasst werden. Die Elektrotechnik konnte ebenfalls mit geringen Anpassungen übernommen werden.
Wurde die Streckenführung im Vergleich mit der Vorgängerbahn verändert?
Nein, die Streckenführung ist gleich wie bei der alten Diasbahn. Dadurch musste die Trasse nur minimal verbreitert werden, was die Eingriffe in die Natur stark reduziert hat.
Was war Ihnen im Bereich der Stationen wichtig, wer war für die Architektur zuständig?
Für die Architektur ist das Planungsbüro Gerhard Poller Architektur und Design zuständig.
Besonders wurde auf folgende Punkte in der Planung geachtet:
- Fahrgastverkehr ohne Kreuzungen und kurze Wege,
- eine absolute Barrierefreiheit für unsere Gäste,
- Raumaufteilung generell funktional und logisch,
- bei der Talstation wurde eine Fußgängerbrücke, die über Fluss und Straße führt, eingebaut. Somit kommen die Gäste direkt vom Parkplatz über die Brücke zur Einstiegstelle und zum Kassabereich, ein Busterminal vor der Station wurde ebenfalls integriert;
- Rolltreppe und Aufzug wurden installiert.
Außerdem wurde bei der Planung auf den Biketransport im Sommer Rücksicht genommen.
Wie weit sind die Bauarbeiten?
Wir sind planmäßig am Weg, sowohl in der Seilbahntechnik als auch in der Bautechnik. Mitte November werden wir im Verkehrsministerium um das Betriebsbewilligungsverfahren ansuchen.
Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit grundsätzlich für die Bergbahnen Kappl?
Die Bergbahnen Kappl versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Nachhaltigkeit so gut wie möglich zu leben. Ein großes Zeichen haben wir mit unserer neuen Zubringerbahn gesetzt. Die Anlage ist, wie schon erwähnt, bereits ein Jahr in Mannheim gefahren und wurde bei uns nun wieder aufgebaut. Wir haben auch dieselben Stationsstandorte und dieselbe Trasse wie bei der alten Diasbahn gewählt, und somit den Eingriff in die Natur wesentlich reduziert. Zusätzlich sind wir dabei, ein Gesamtkonzept für unser Skigebiet betreffend Photovoltaik auszuarbeiten. Hier erheben wir die effektiven Flächen im gesamten Skigebiet und ermitteln den gesamten Leistungsumfang, der mit Sonnenenergie möglich ist.
Nennen Sie bitte einige Beispiele, was in den letzten Jahren umgesetzt/gemacht wurde.
In den letzten Jahren haben wir unter anderem eine neue Pumpstation errichtet und sind nun in der Lage, die Grundbeschneiung bei entsprechenden Temperaturen in 5 bis 6 Tagen herzustellen. Die Pumpleistung liegt hier bei 400 l/s. Zudem haben wir einen weiteren Speicherteich, Speicherteich Dias II, mit einem Fassungsvermögen von 65.000 m³ Wasser gebaut. Im Zuge dessen haben wir auch unseren Sunny Mountain Erlebnispark erweitert und einen Fischteich mit zusätzlichen Kinderspieleinrichtungen errichtet. Den Sunny Mountain Erlebnispark betreiben wir seit 2003, er wird jährlich erweitert. Eine weitere große Investition war die Anbindung der Rodelbahn 6 km bis zur Talstation der Diasbahn. Die Rodelbahn ist beleuchtet und mit einer Depotbeschneiung versehen. Zudem haben wir auch unser Parkplatzangebot ausgebaut.
Gibt es Pläne für die nächsten Jahre?
Heuer im Sommer bauen wir unsere Zubringeranlage, die Diasbahn, neu. Zu unseren Plänen gehört es, die bestehenden Seilbahnanlagen im Skigebiet zu verbessern bzw. zu erneuern, das Pistenangebot mit Beschneiung (derzeit sind ca. 70 % der Pisten beschneit) auszubauen, und unser Gastronomie-Angebot zu verstärken (Sunny Mountain Erlebnisgastronomie, Tiroler Hütte).

Das Sunny Mountain Sommerfest auf der Dias Alpe ist ein Highlight in der Sommersaison. © TVB Paznaun – Ischgl
Welchen Stellenwert hat das Sommerangebot für Kappl?
Der Sommer hat für die Bergbahnen Kappl einen großen Stellenwert. Wir betreiben bei der Bergstation der Diasbahn unseren Sunny Mountain Erlebnispark, der aus einem Themenrundwanderweg besteht, dem Flaxidorf aus kleinen Holzhütten, wo die einheimische Tierwelt vorgestellt wird, einem Fischteich, Discgolf Parcours, Wasserspielen, Rutschen, Schaukeln, Kneippanlage, Sandkasten und vielem mehr. Ein Juwel ist auch unser Almmuseum, die alte Dias-Alpe, die gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt restauriert wurde. Dabei wurde der Urzustand wie in den 70er Jahren wieder hergestellt, bestehend aus einem Sennraum, Butterkeller, Stube, Schlafgemächer usw. Wir haben versucht, das bäuerliche Leben, das Almleben, die Almgeschichte in der alten Diasalpe spürbar zu machen, und das alles in musealer Form bzw. in Ausstellungsform. Eine Schaukäserei, die wir für unsere Gäste vorstellen, ist ebenfalls dabei. Für nächsten Sommer ist eine Mountain Card Strecke geplant, dazu wollen wir auch unser Bikeangebot weiter ausbauen.
Die Skischaukel Kappl & See tritt für die kommende Wintersaison als Kopfsponsor für Lara Wolf auf. Was sind die Gründe dafür?
Lara Wolf ist eine sehr sympathische, erfolgreiche Sportlerin aus Kappl, Vizeweltmeisterin 2025 im Slopestyle bei der Freestyle-WM im Engadin. Lara macht es sehr viel Spaß, für ihre Heimat tätig zu sein und zum Bekanntheitsgrat der Skischaukel beizutragen. Die Skischaukel Kappl & See ist sehr stolz, dass wir Lara Wolf als Kopfsponsor gewinnen konnten, und so ist es eine Win-Win Situation für uns alle. Die gesamte Region wird mit Lara Wolf an Bekanntheit gewinnen.
Was sehen Sie für die nächsten Jahre als größte Herausforderungen für Ihre Destination?
Mit der Skischaukel Kappl & See und der Erneuerung unserer Zubringeranlage, der Diasbahn, haben wir zukunftsorientierte Schritte für unser Skigebiet gesetzt. Die Herausforderung wird sein, im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten den Komfort für unsere Kunden und Gäste zu verbessern, dabei aber immer den Nachhaltigkeitsgedanken beizubehalten.
Danke für das Gespräch! lw
Der Countdown für Christian Flührs (s. Bild) Weltrekordversuch läuft: Am Montag, dem 10. November 2025, erfolgt am Mölltaler Gletscher in Kärnten der Startschuss.
Weltrekordversuch startet am 10. November am Mölltaler Gletscher
Wie bereits berichtet, möchte der als „Bond auf Brettern“ bekannte deutsche Extremskifahrer Christian Flühr mit seinem „Project3M“ innerhalb eines Jahres mehr als drei Millionen Höhenmeter auf Skiern fahren. Der Startschuss für dieses ambitionierte Ski-Projekt erfolgt am Montag, dem 10. November 2025, am Mölltaler Gletscher in Kärnten.
Damit möchte der deutsche Weltrekordjäger Christian Flühr, der gebürtig aus Oberhausen im Ruhrgebiet kommt, eine neue Dimension im Extremsport erreichen: Über 250 Skitage auf fünf Kontinenten, in mehr als 30 Skigebieten und mit einer vertikalen Strecke, die von München bis zu den Kanarischen Inseln reicht. Ziel ist, täglich rund 12.000 Höhenmeter zu schaffen, also mehr als das Dreifache dessen, was in der Regel herkömmliche Skifahrer an einem Tag meistern. Hinzu kommen Herausforderungen wie wechselnde klimatische Bedingungen, Jetlag, Materialverschleiß und eine exakte Dokumentation, die für den angestrebten offiziellen Weltrekord zwingend erforderlich ist.
Statement Christian Flühr:
„Ich habe Respekt vor dieser Herausforderung. Ich kenne niemanden, der weiß, wie sich so etwas anfühlt. Ich weiß, wie sich 264 Stunden nonstop auf Ski anfühlen – aber das war nur ein Bruchteil dessen, was jetzt kommt.“
Die Route: Von Kärnten in die Welt
Nach Kärnten folgen Stationen in ganz Europa – und später auf fünf Kontinenten.
Die ersten bestätigten Termine sind:
- 10.–21.11.2025 – Start am Mölltaler Gletscher (Kärnten)
- 21.–28.11.2025 -– Obertauern (Salzburg)
- 28.11.–06.12.2025 – Hochfügen im Zillertal (Tirol)
- 06.–13.12.2025 – Ischgl (Tirol)
- 14.–23.12.2025 – Sudelfeld (Bayern)
- 24.–31.12.2025 – Hocheck/Oberaudorf (Bayern)
Viele weitere Stationen liegen bereits fest – beispielsweise im Januar die Oberstdorf Kleinwalsertaler Bergbahnen mit der 2-Länderskiregion Fellhorn-Kanzelwand und das Tannheimer Tal, im Februar Willingen im Sauerland sowie die Olympiaregion Sarajevo, im März das Skigebiet Myler in Armenien und der Ifen im Kleinwalsertal. Ziele auf der Südhalbkugel – unter anderem in Australien und Südamerika – werden im Frühjahr 2026 bekannt gegeben.
Teamleistung mit 50 Mitwirkenden
Rund 50 Personen unterstützen das Projekt im Hintergrund – von Technikern über Logistikprofis bis hin zu medizinischem Personal.
Interessierte können Flührs Rekordversuch in Echtzeit verfolgen:
„Erlebniswelt Kahlenberg“ übernimmt mit Mitte November 2025 die Mariazeller Bürgeralpe. © Bürgeralpe Mariazell
Mariazeller Bürgeralpe wird Teil der Erlebniswelt Kahlenberg
Die „Erlebniswelt Kahlenberg“ am Hausberg von Wien, die von der Hoch 4 Erlebniswelt Leopoldsberg Betriebs GmbH betrieben wird, übernimmt mit Mitte November 2025 die Bürgeralpe in Mariazell. Mit der Übernahme will das Team rund um Geschäftsführer Hannes-Mario Dejaco die Bürgeralpe zu einem ganzjährigen Erlebnisberg weiterentwickeln.
Die „Erlebniswelt Kahlenberg“ hat jährlich mehr als 200.000 Besucher und ist unter anderem für ihren großen Waldseilpark, den weitläufigen 3D-Bogensportpark sowie das beliebte E-Bike-Center bekannt. „Wir freuen uns über die entstehenden Synergien und die neuen Herausforderungen. Die Pläne für einen Ganzjahresbetrieb sind bereits in Ausarbeitung“, betonte Geschäftsführer Hannes-Mario Dejaco.
Ganzjahresbetrieb im Fokus
Der bereits vom Betrieb eingeschlagene Weg vom klassischen Wintertourismus hin zu einem Ganzjahreserlebnis soll künftig durch attraktive Alternativangebote massiv verstärkt und ergänzt werden. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits im Vorjahr gesetzt: Der neu eingeführte beleuchtete Rodelbetrieb erfreute sich großer Beliebtheit. Nun sollen weitere Highlights, manchebereits noch in diesem Winter folgen, um die Abhängigkeit vom klassischen Skibetrieb zu reduzieren. Auch im Sommer sind neue Attraktionen geplant. Die beliebten Konzerte auf der Seebühne bleiben fixer Bestandteil des Programms. Ziel der neuen Eigentümer ist es, die Bürgeralpe als lebendiges Zentrum für Freizeit, Sport und Kultur weiter zu stärken.
Mit der Übernahme durch den „Erlebnisberg Kahlenberg“ beginnt für die Bürgeralpe ein neues Kapitel – mit frischen Ideen, regionaler Verbundenheit und einem klarenBekenntnis zu einem nachhaltigen Ganzjahrestourismus.
Weitere Informationen über den „Erlebnisberg Kahlenberg“ finden Sie hier:
Für den „Swiss Mountain Award 2025“ nominiert: die Alpine Top-Kabine von Grimentz-Zinal. © Remontées Mécaniques Grimentz-Zinal SA
Verleihung des Swiss Mountain Award 2025
Mit dem „Swiss Mountain Award“ des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz (SBS) werden herausragende Leistungen in der Schweizer Seilbahnbranche ausgezeichnet. Drei innovative Projekte wurden nominiert. Der Gewinner wird nächste Woche auf der SBS-Branchentagung am 28. Oktober 2025 in Rapperswil-Jona verkündet.
Wer den „Swiss Mountain Award 2025“ gewinnt, der in diesem Jahr zum elften Mal verliehen wird, entscheidet eine siebenköpfige Jury, die sich aus Experten aus den Bereichen Bergbahnen, Tourismus, Wirtschaft und Forschung zusammensetzt. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 CHF (= ca. 10.803 €) wird von der Firma Sisag AG gesponsert.
Folgende drei Projekte wurden aus den zahlreichen Bewerbungen von der Jury nominiert:
Alpine Top: die weltweit erste vollständig verglaste Seilbahnkabine
Mit der Alpine Top-Kabine setzt das Bergbahnunternehmen Remontées Mécaniques Grimentz-Zinal SA neue Maßstäbe in der Seilbahntechnik. Die vollständig verglaste Kabine mit zwei offenen Balkonen bietet den Fahrgästen eine spektakuläre Rundumsicht und sorgt für ein einzigartiges Fahrerlebnis. Die innovative Konstruktion mit einem gläsernen Boden verstärkt das Gefühl, über den Alpen zu schweben, während die seitlichen Glasbalkone ein Open-Air-Erlebnis ermöglichen. Die Jury würdigte insbesondere die Kombination aus technischer Innovation, Erlebniswert und Tourismusförderung.
Mantis Autonomy: KI-gestützte Sicherheit für Sesselbahnen
Mantis Autonomy ist das weltweit erste KI-gestützte System für den autonomen Betrieb von Sesselbahnen und wurde von Mantis Ropeway Technologies AG entwickelt. Das System verwendet Kameras und eine Software, die künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um den Ausstiegsvorgang der Fahrgäste zu überwachen und potenzielle Gefahrensituationen zu erkennen. Dadurch kann die Bergstation ohne permanente Mitarbeiter betrieben werden. Nach fünf Jahren Entwicklung wurden im Dezember 2023 die ersten Betriebsbewilligungen erteilt, und im Winter 2024/25 wurden bereits sechs weitere Anlagen in Betrieb genommen. Die Jury lobte die wegweisende Technologie, die sowohl die Sicherheit der Fahrgäste erhöht als auch Personalressourcen optimiert. Bereits in mehreren Skigebieten erfolgreich im Einsatz, zeigt das System großes Zukunftspotenzial für die gesamte Seilbahnbranche.

Ebenfalls für den „Swiss Mountain Award 2025“ nominiert: Das KI-gestützte System Mantis Autonomy für den autonomen Betrieb von Sesselbahnen, entwickelt von der Mantis Ropeway Technologies AG. © Mantis Ropeway Technologies AG
blueYAGI: Frühwarnsystem für Seilbahntechniker
Das blueYAGI-System wurde entwickelt, um die Sicherheit von Seilbahntechnikern während Wartungsarbeiten bei laufendem Betrieb an Luft- und Standseilbahnen zu erhöhen. Es bietet eine dreistufige Alarmierung mit einer Reichweite von bis zu 500 m für Luftseilbahnen und 300 m für Standseilbahnen, wobei es auch in Tunneln und bei Kurven zuverlässig funktioniert. In der Praxis erfolgt der erste Alarm bereits bei einer Distanz von 150 m, wobei die Signalfrequenz bei Annäherung auf 100 und 50 m schrittweise erhöht wird. Dieses technische Hilfsmittel ermöglicht, dass sich die Techniker auf ihre Aufgaben konzentrieren können, ohne ständig den Fahrbetrieb überwachen zu müssen. Durch die rechtzeitige Warnung vor herannahenden Fahrzeugen können gefährliche Situationen vermieden und die Arbeitssicherheit signifikant erhöht werden. Die Jury war beeindruckt von der hohen Relevanz dieses Projekts für die Sicherheit in der Seilbahnbranche sowie der präzisen technologischen Umsetzung.
Peter Weichbold wird 2026 neuer Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen., und Georg Bliem tritt gegen Mitte 2026 als Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen in den Ruhestand. © cm via Canva.com
Planai-Hochwurzen-Bahnen: Führungswechsel ab 2026
Der jetzige Finanzchef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, Peter Weichbold, wird gegen Ende der Wintersaison 2025/26 die Geschäftsführung von Georg Bliem übernehmen.
Peter Weichbold ist ein ausgewiesener Finanzexperte mit mehr als 20 Jahren Führungserfahrung bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen. Der diplomierte Betriebswirt begann seine Laufbahn im Unternehmen als Controller und ist seit 2019 Prokurist des Unternehmens. Als Geschäftsführer der Galsterbergalm Bahnen verfügt er bereits über Gesamtgeschäftsführungserfahrung. Der gebürtige Schladminger hat auch Erfahrungen mit Großveranstaltungen, er war maßgeblich an der Organisation der Alpinen Ski-WM 2013 beteiligt.
Nachdem der langjährige und erfolgreiche Planai-Geschäftsführer Georg Bliem bekanntgegeben hatte, gegen Jahresmitte 2026 in den Ruhestand treten zu wollen, wurde mit 12. Juli 2025 die Ausschreibung der Führungsposition gestartet. Das Auswahlverfahren wurde von der Personalberatungsagentur „Hill International” begleitet. Von allen Bewerbern erfüllten 59 die Ausschreibungskriterien, davon wurden sechs Personen von der Personalberatungsagentur für die finale Bewerbungsrunde vorgeschlagen. Aus dieser Runde folgte ein Dreiervorschlag, aus welchem Weichbold als designierter Kandidat hervorging. Die Übernahme der Geschäftsführung ist gegen Ende der Wintersaison 2025/26 geplant.
Statement Mario Kunasek, Landeshauptmann Steiermark und verantwortlicher Eigentümervertreter:
„Mit Peter Weichbold haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die jahrzehntelange Erfahrung aus dem Seilbahngeschäft und dem Tourismus mitbringt. Ich bin fest davon überzeugt, dass er den von Georg Bliem erfolgreich eingeschlagenen Weg des Unternehmens in der Region Schladming-Dachstein und darüber hinaus fortsetzen wird. Ich wünsche Peter Weichbold für seine bevorstehenden Aufgaben viel Erfolg und bedanke mich für seine Bereitschaft, die große Verantwortung als Geschäftsführer zu übernehmen. Gleichzeitig bedanke ich mich herzlich bei Georg Bliem für sein unermüdliches Engagement für die Planai-Hochwurzen-Bahnen, die er seit 2012 mit großer Leidenschaft geleitet hat und nun geordnet kommendes Jahr übergeben wird”,
Die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind das größte Bergbahnunternehmen der Steiermark und eines der fünf führenden in ganz Österreich. Aktuell sind dort rund 430 Mitarbeitende sowie 20 Lehrlinge beschäftigt, sie kommen überwiegend aus der Region. Das Land Steiermark ist mit 61,83 % an den Seilbahnen beteiligt.
Die diesjährige Deutsche Seilbahntagung in Bodenmais ist mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) gut besucht. © cm
Deutsche Seilbahntagung 2025
Heute ist der letzte Tag der diesjährigen Deutschen Seilbahntagung des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e. v. (VDS), die seit 15. Oktober in Bodenmais stattfindet. Es ist eine Exkursion zum Großen Arber vorgesehen.
Diesjähriger Gastgeber dieser wichtigen Branchenveranstaltung mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) sind die Arber-Bergbahnen und die Silberbergbahn. Die Region Bayerischer Wald ist ein Vorzeigegebiet für nachhaltigen Ganzjahrestourismus. So wurde am 5. Juli 2025 nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit der neue „Silberberg Coaster“ feierlich in Bodenmais eröffnet. Die moderne Allwetterrodelbahn, die auch in den Wintermonaten betrieben werden kann, ist als attraktive Alternative zu klassischen Wintersportangeboten gedacht. Seit diesem Sommer bietet auch der brandneue „Bike-Park“ am Großen Arber im Bayerischen Wald Einsteiger und Profis abwechslungsreiche Flowtrails, Jumps und technische Abfahrten.

Eröffnung der Förderkreisausstellung v. re. n. li.: VDS-Vorstand Henrik Volpert, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, VDS-Geschäftsführerin Birgit Priesnitz, 2. VDS-Stellv. Antonia Asenstorfer und 1. VDS-Stellv. Karl Dirnhofer. © cm
Nachhaltiger Ganzjahrestourismus im Fokus
Die Eröffnung der Förderkreisausstellung übernahm Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Er vertrat Staatsministerin Michaela Kaniber, die verhindert war. Bittlmayer hob die Bedeutung der Seilbahnen für ländliche Regionen und den Ganzjahrestourismus hervor und ging kurz auf das Modernisierungsgesetz ein.
Bei der anschließenden Pressekonferenz betonte VDS-Vorstand Henrik Volpert, der auch Vorstand der Oberstdorfer Bergbahn AG und Nebelhornbahn AG ist, die enorme Bedeutung des nachhaltigen Ganzjahresbetriebs der Seilbahnen, der in Deutschland schon lange nicht die Ausnahme, sondern die Regel sei: „Wir sprechen von einem echten ganzjährigen Betrieb, nicht Winter und Sommer“, so Volpert. Landrat Dr. Ronny Raith vom Landkreis Regen wiederum wies darauf hin, dass nur durch ein „Miteinander“ von Seilbahnunternehmen und zuständigen Ämtern sowie Behörden Leuchtturmprojekte wie der Bike-Park am Großen Arber oder der Silberberg-Coaster am Erlebnisberg Silberberg realisiert werden können: „Es ist ein miteinander gehen und ein sich miteinander weiterentwickeln.“

Nachhaltiger Ganzjahrestourismus gehört gefördert – darin war man sich auf der Pressekonferenz einig, v. li. n. re.: Landrat Dr. Ronny Raith, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer und VDS-Vorstand Henrik Volpert.
Auswirkungen einer geschützten Schmetterlingsart auf ein Bauvorhaben
Zum Veranstaltungsprogramm gehörten auch mehrere Workshops. Einen davon hielt Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Der 1. stellvertretende VDS-Vorstand behandelte den Ablauf der naturschutzrechtlichen Genehmigung am Beispiel des Ersatzes der bisherigen 6er-Sesselbahn Kreuzwankl-Ski-Express durch die neue, gleichnamige 8er-Sesselbahn. Dies erwies sich als sehr schwieriges Unterfangen, da in diesem Gebiet der streng geschützte Schmetterling „Blauschimmernder Feuerfalter“ verbreitet ist. Grund für die hohe Biodiversität sei aber auch, dass dort schon seit langem das Gras gemäht und nicht gemulcht werde, so Dirnhofer. Deshalb sei es angebracht, derartige Naturschutzmaßnahmen des Seilbahnbetreibers in der „Bayerischen Kompensationsverordnung“ auch zu berücksichtigen, was derzeit nicht der Fall sei, betonte Dirnhofer. In der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) wird die naturschutzrechtliche Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft geregelt.

Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, informierte darüber, wie sehr eine seltene und streng geschützte Schmetterlingsart ein Projekt verzögern und auch verteuern kann. © cm
Die neueste Mountain Manager-Ausgabe 6/25 ist ab morgen an die Leserschaft unterwegs.
Druckfrisch: der Mountain Manager 6/25
Die neueste Ausgabe wird ab morgen an die Leserschaft versendet. Sie hat das Thema „Ökologie“ als Schwerpunkt. Dazu gehören die alternative Energiegewinnung, das Energiemanagement sowie Nachhaltigkeit & Umweltschutz am Berg. Darüber hinaus beinhaltet dieses Heft interessante Reportagen und Interviews in Bezug auf urbane Seilbahnen, die technische Beschneiung, das Pistenmanagement, Service & Wartung, die neuesten Trends u. v. mehr.
Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 6/25:
ÖKOLOGIE
- Snow Space Salzburg: Die Klimaneutralität ist in greifbarer Nähe.
- Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Nachhaltigkeit als Weg nach vorne bestätigt.
- Technik und Naturschutz – kein Widerspruch;
- Treibhausgas-Bilanz 2024 Carezza Dolomites;
- Umbau Talstation Karrenseilbahn: Modern, effizient und umweltbewusst;
- SLF-Studie: Snowfarming im nordischen Skisport;
- Die Snow Farm Swiss made;
- Ulrike Pröbstl-Haider, Boku Wien: Beschneiung und Umwelt – eine Bilanz nach 40 Jahren.
- Nachhaltige Energiegewinnung durch faltbares Solardach;
- one2zero: Energieeffizienz als Zukunftsfaktor für alpine Tourismusregionen?
- AT&S bringt Power-Embedding-Technologie auf den Weg.
Das MM-Team wünscht eine interessante Lektüre!
Mit 121 Seilbahnen und Liften sowie bis zu 408 Pistenkilometern präsentiert sich der ALPIN CARD-Ticketverbund als Vorreiter für zukunftsweisenden Bergtourismus. © Schmittenhöhebahn AG
ALPIN CARD Regionen sind digital und nachhaltig
Die drei ALPIN CARD Premium-Regionen Kitzsteinhorn, Zell am See sowie Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn eröffnen die Wintersaison 2025/2026 mit zahlreichen nachhaltigen Neuerungen, Jubiläen und zukunftsweisenden Weiterentwicklungen. Diese wurden vor kurzem auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
Die Premium-Regionen des ALPIN CARD-Ticketverbunds bieten ab diesem Jahr gemeinsam mit dem Technologiepartner SKIDATA das digitale Smartphone-Ticket an. „Die moderne BLE-Technologie (= Bluetooth Low Energy-Technologie) von SKIDATA sorgt für zuverlässige Funktion bei minimalem Akkuverbrauch und macht das Bergerlebnis nicht nur komfortabler, sondern auch nachhaltiger“, heißt es dazu auf der Pressekonferenz. Darüber hinaus profitieren seit Mai 2025 Gäste zusätzlich vom neuen Guest Mobility Ticket: Alle Übernachtungsgäste in den Premium Ski-Regionen erhalten kostenlosen Zugang zu sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Salzburger Land – von der bequemen Anreise bis zur Erkundung der ganzen Region, womit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird.
Kitzsteinhorn: Modernisierungen und rundes Jubiläum
Das Kitzsteinhorn, Österreichs erstes Gletscherskigebiet, feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr wurde die Gipfelbahn vom Alpincenter zur Gipfelstation modernisiert. Ebenfalls modernisiert und ausgebaut wurde das Bedienrestaurant Gletschermühle „ … in dem wir in hervorragender Weise die Symbiose von Moderne und Tradition vorfinden“, betonte Mag. Thomas Maierhofer, Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun AG auf der Pressekonferenz.
Skicircus: Saison-Highlights und Jubiläen
Ein dreifacher Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn feiert ein dreifaches Jubiläum: 80 Jahre Saalbacher Bergbahnen, 75 Jahre Hinterglemmer Bergbahnen und 10 Jahre Zusammenschluss mit Fieberbrunn. Zu den Saison-Highlights zählen mehrere wegweisende Projekte: In Fieberbrunn sorgt eine neue 6er-Sesselbahn als Ersatz für den Maiskopf-Schlepplift dafür, dass Wartezeiten auf dem Weg zurück ins Tal der Vergangenheit angehören. Besonders innovativ: Zentrale Komponenten der ehemaligen Sassgalun-Bahn aus Ischgl werden wiederverwendet – ein Leuchtturmprojekt für ressourcenschonende Bergbahninfrastruktur. Parallel dazu wurde im Sommer 2025 mit der Erweiterung des Speicherteichs am Schattberg begonnen, der ab nächstem Jahr eine noch effizientere Beschneiung ermöglicht. Zusätzlich erweitert eine neue Funcross-Strecke am Schanteilift in Leogang das Erlebnisangebot für alle Altersgruppen. „Zehn Jahre Skicircus in seiner heutigen Dimension stehen für eine konsequente Weiterentwicklung, getragen von den Werten Innovation und Qualität“, so Mag. Isabella Dschulnigg-Geissler, Geschäftsführerin der Saalbacher Bergbahnen.
Schmittenhöhebahn: 10 Jahre EMAS-Zertifizierung und Betriebskindergarten
Die Schmittenhöhebahn AG übernimmt Verantwortung für Natur und Umwelt – und feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 10 Jahre EMAS-Validierung. D.h. das Seilbahnunternehmen erfüllt schon seit zehn Jahren die strengen Kriterien des europäischen Umweltmanagementsystems EMAS. Dazu Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG: „Als einziges EMAS-zertifiziertes Seilbahnunternehmen Österreichs nehmen wir von der Schmittenhöhebahn AG bewusst eine Vorreiterrolle ein. Unser Ziel ist es, diesen einzigartigen Lebens- und Freizeitraum zu bewahren und gleichzeitig ein unvergessliches Naturerlebnis für künftige Generationen zu ermöglichen.“ Alle Seilbahnanlagen werden mit 100 % Ökostrom betrieben. Photovoltaikanlagen liefern zusätzliche Energie aus erneuerbaren Quellen. Ein ökologisches Pistenmanagement sowie moderne Beschneiungstechnologien sichern beste Qualität bei möglichst geringem Ressourceneinsatz.
Ein sozialer Meilenstein ist der neue Betriebskindergarten Kunterbunt – die erste überbetriebliche Kinderbetreuung im Pinzgau. Der Kindergarten bietet 48 Kindern Platz und unterstützt Familien in der Tourismusbranche mit flexiblen, an die Betriebszeiten der Seilbahnen angepassten Öffnungszeiten. Des Weiteren erwartet ab diesem Winter Skischulen und junge Skifahrer an der areitXpress-Bergstation ein neues Kinderrestaurant mit insgesamt 200 Plätzen im Endausbau.
Die Tannwaldfahrt nach Viehhofen wurde weiter ausgebaut und soll sich als Wiederholerbahn etablieren. Das lang angestrebte Seilbahnprojekt Verbindung Viehofen in das Saalbacher Skigebiet wurde nun endgültig abgesagt. Als Begründung dient die Kostenexplosion von 30 auf 60 Mio. Euro und die Nichtgenehmigung eines Speicherteichs.

V. li. n. re.: Mag. Thomas Maierhofer (Gletscherbahnen Kaprun), Mag. Isabelle Dschulnigg-Geissler (Saalbacher Bergbahnen) und Dr. Erich Egger (Schmittenhöhebahn AG) präsentieren die Alpin Card. © gb
Kritik an langwierigen Behördenverfahren
Scharfe Kritik übten die Seilbahnbetreiber an den schwierigen und immer wieder viel zu lange dauernden Behördenverfahren. Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG und Sprecher der Salzburger Seilbahnunternehmen: „Die Zeiten der Neuerschließungen sind ohnehin vorbei. Aber dass man bei Genehmigungsverfahren von Ersatzanlagen oder Speicherteichen, als Beispiele kann ich die Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe oder den Speicherteich am Schattberg anführen, eine derartige Verzögerungstaktik einsetzt, ruft mittlerweile große wirtschaftliche Schäden hervor. Die Seilbahnbranche ist eine der wenigen Wirtschaftszweige, die auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten investitionsfreudig ist. Für die westlichen Bundesländer ist der Alpintourismus von größter Bedeutung und stärkt die gesamte Wirtschaft dieser Bundesländer, vor allen Dingen, weil wir zusehen, dass die Wertschöpfung immer zu einem hohen Grad in der Region bleibt!“
Nur 15 % kaufen ein Tagesticket
Unisono verstehen die Seilbahnchefs nicht die jährlich aufflammende Diskussion über die Liftpreise, die immer am Tagesticket aufgehängt wird. „Nur 15 % aller Besucher erwerben ein Tagesticket, alle anderen kaufen Mehrtages- oder Saisonpässe, die den Tagespreis dann erheblich verringern“, erklärte dazu Mag. Thomas Maierhofer. „Im Übrigen liegen wir in Österreich im internationalen Vergleich am unteren der Skala.“





