Mit dem „Teleférico Uruapan“ möchte die Regierung des mexikanischen Bundesstaats Michoacán den Einwohnern der Gemeinde Uruapan ein sicheres, zugängliches, schnelles, leistbares und effizientes Verkehrsmittel für ihre täglichen Wege bieten. © Doppelmayr

Urbaner „Teleférico Uruapan“ in Mexiko wird sehr gut angenommen

Am 18. April 2026 wurde die erste städtische Seilbahnlinie (Seilbahnhersteller: Doppelmayr) in der Gemeinde Uruapan im mexikanischen Bundesstaat Michoacán offiziell eröffnet. Am 29. April 2026 erklärte Gladyz Butanda Macías, Ministerin für Stadtentwicklung und Mobilität von Michoacán, dass diese urbane Seilbahn in ihrer ersten Betriebswoche im Durchschnitt täglich 22.000 Fahrgäste beförderte, damit wurden die ursprünglichen Erwartungen von 18.000 Passagieren übertroffen.

Das war einer Online-Mitteilung der Kommunikationsabteilung der Regierung des mexikanischen Bundesstaats Michoacán zu entnehmen (Quelle: https://michoacan.gob.mx/noticias/teleferico-rebaso-expectativas-de-afluencia-gladyz-butanda/)

Der vom Seilbahnhersteller Doppelmayr realisierte „Teleférico Uruapan“ erstreckt sich von Ost nach West über eine Länge von 8 km und verbindet Stadtteile in den höher gelegenen Gebieten von Uruapan mit dem Zentrum und den wichtigsten Dienstleistungs- und Gesundheitsbereichen der Stadt. Die Fahrzeit liegt bei 27 Minuten, was einer Halbierung im Vergleich zum Busverkehr gleichkommt. Darüber hinaus trägt die kuppelbare 10er-Einseilumlaufbahn zur Reduktion langjähriger Herausforderungen wie Verkehrsüberlastung und urbaner Segregation bei.

Die sechs strategisch positionierten Stationen der „Teleférico Uruapan“ sind:
  • Station 1: Hospital Regional (Regionales Krankenhaus)
  • Station 2: Libramiento Aeropuerto (Flughafen)
  • Station 3: Boulevard Industrial (Industriegebiet)
  • Station 4: Palacio Municipal (Rathaus)
  • Station 5: Centro (Stadtzentrum)
  • Station 6: Parque Nacional (Nationalpark)
Visualisierung der Seilbahnstrecke

In der ersten Woche des Seilbahnbetriebs verzeichneten die Stationen 1, 5 und 6 die höchste Nachfrage. © Doppelmayr

Durch die Anbindung von Gesundheitseinrichtungen, öffentlichen Services, Verwaltungsbereichen, Einkaufsmöglichkeiten und zentralen Verkehrskorridoren stärkt die Seilbahn die Vernetzung und verbessert die tägliche Mobilität in der Stadt nachhaltig. Laut Ministerin Gladyz Butanda Macías waren in der ersten Woche des Seilbahnbetriebs die Stationen mit der höchsten Nachfrage die Station 1 am Regionalkrankenhaus (32.367 Fahrgäste), die Station 5 im Stadtzentrum (30.192) und die Station 6 am Nationalpark (30.056).  Der größte Andrang war zwischen 5:00 und 8:00 Uhr zu verzeichnen.

Einsitegsbereich städtische Seilbahn in Mexiko, Fahägste steigen in Kabine

Die urbane Seilbahn aus dem Hause Doppelmayr ist mit 91 barrierefrei zugänglichen OMEGA V-Kabinen ausgestattet und erreicht eine Förderleistung von bis zu 1.500 Personen pro Stunde und Richtung. Betrieblich ist der „Teleférico Uruapan“ in den städtischen öffentlichen Verkehr integriert. © Doppelmayr

Leistungsstarker und barrierefreier öffentlicher Verkehr

Die urbane Seilbahn aus dem Hause Doppelmayr ist mit 91 barrierefrei zugänglichen OMEGA V-Kabinen ausgestattet und erreicht eine Förderleistung von bis zu 1.500 Personen pro Stunde und Richtung. Damit können täglich rund 54.000 Fahrgäste transportiert werden. Betrieblich ist der „Teleférico Uruapan“ in den städtischen öffentlichen Verkehr integriert. Der Fahrpreis wurde bewusst auf 11 MXN (0,54 EUR) festgelegt, um eine breite Nutzung zu gewährleisten. Infolgedessen positioniert sich das Transportmittel als effiziente, leistbare und inklusive Lösung des öffentlichen Verkehrs für alle Bürger.

Älterer Mann mit Bart hält Ansprache bei Seilbahneröffnung Mexiko

Konstantinos Panagiotou, CEO Doppelmayr Mexiko, bei der Eröffnung des „Teleférico Uruapan“ © Doppelmayr

Statement Konstantinos Panagiotou, CEO Doppelmayr Mexiko:

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir den ‚Teleférico Uruapan‘ realisieren durften. Es ist ein Projekt, das Menschen näher zusammenbringt, Distanzen verkürzt, die zuvor unüberwindbar schienen, und den Alltag tausender Familien nachhaltig positiv verändert. Über die Infrastruktur hinaus steht diese Seilbahn für neue Chancen, Zeitersparnis und eine höhere Lebensqualität für die tägliche Nutzung. Wir haben dieses Projekt nach höchsten technischen, sicherheitsrelevanten und umweltbezogenen Standards umgesetzt. Es spiegelt unser Engagement für eine nachhaltige, inklusive Mobilität für alle wider.“

Komplett staatlich finanzierte urbane Mobilität

Mit einer öffentlichen Investition von 3.200 Mio. MXN (ca. 157 Mio. Euro) ist der „Teleférico Uruapan“ ein strategisches, vollständig staatlich finanziertes Projekt. Uruapan, mit rund 357.000 Einwohnern und einem Anteil von 8,5 % am Bruttoinlandsprodukt Michoacáns, profitiert nun von einer integrierten Mobilitätslösung, die sowohl die sozialen als auch die wirtschaftlichen Entwicklungsziele der Stadt unterstützt.

Älterer Politiker läutet Kuhglocke zur Seilbahneröffnung in Mexiko

Am 18. April 2026 wurde der „Teleférico Uruapan“ offiziell eröffnet. Die urbane Seilbahn ist vollständig staatlich finanziert – im Bild: Alfredo Ramírez Bedolla, Gouverneur von Michoacán. © Doppelmayr

 

Parallel zur Errichtung der Seilbahninfrastruktur wurden zahlreiche Begleitprojekte realisiert, wie z. B. die Aufwertung öffentlicher Räume, die Entwicklung eines neuen Markts im westlichen Stadtgebiet zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (Projekt „Sichere Fußwege“).

Am Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, werden erfolgreiche Best-Practice-Beispiele sichtbar gemacht und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen diskutiert. Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER. © Gabriele Grießenböck

Wie macht Sport Destinationen für neue Gäste attraktiv?

Beim Sport.Tourismus.Forum am Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich (CH) zeigen Experten aus dem DACH-Raum, wie Sport und Tourismus strategische Kooperationen bilden und wie man damit neue Zielgruppen gewinnen kann. Erstmals findet der Branchentreff im FIFA-Museum statt. Mountain Manager-Leser erhalten auf das Ticket 20 % Rabatt.

Bewegung ist für viele Reisende ein wichtiges Motiv für ihre Urlaubswahl. Destinationen entdecken Sport deshalb immer stärker als strategischen Erfolgsfaktor im Tourismus. Das Sport.Tourismus.Forum am 26. Mai 2026 in Zürich bringt Touristiker, Sportveranstalter, Marken und Destinationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und aus Italien zusammen. Rund 200 Teilnehmende und etwa 40 Experten diskutieren neue Strategien für Destinationen.

Statement Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer des ESB Marketing Netzwerks und Veranstalter des Kongresses:

„Mehr als 50 % der Bevölkerung betreibt über drei Stunden Sport pro Woche. Destinationen entdecken zunehmend, welch riesiges Potenzial darin steckt, echte Sport-Urlaube anzubieten. Natürlich hilft da auch der Longevity-Trend. Outdoorangebote, Sportevents und digitale Services müssen zusammenspielen, damit Destinationen profitieren.“

Ein Blick ins Programm des Sport.Tourismus.Forum zeigt, welche Themen die Branche derzeit bewegen:

Reisetrends im Fokus

Aktuelle Travel-Trends machen deutlich, dass Reisen zwar gefragt bleibt, sich jedoch verändert. Gäste reisen preisbewusster sowie nachhaltiger, und sie suchen authentische Erlebnisse. Gleichzeitig gewinnen Eventreisen und sportliche Aktivitäten deutlich an Bedeutung. Welche Chancen sich daraus für Destinationen ergeben, erläutert Frauke Becker von der Strategieberatung Simon Kucher.

Technologie verändert den Tourismus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Technologie: Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Baustein im Tourismus. Plattformlösungen sollen Daten von Bergbahnen, Hotels und Veranstaltern bündeln und so ganzjährige digitale Erlebniswelten schaffen. Auch Wetterdaten werden strategischer genutzt, etwa für Besucherlenkung, Marketing oder Eventplanung.

Outdoor-Sport als Reiseintention

Daneben stehen Outdoor-Sportarten und Communities im Fokus. Trailrunning, Bike-Tourismus oder Wassersport werden immer häufiger selbst zum Reisemotiv. Destinationen wie das Engadin oder Zell am See-Kaprun zeigen, wie sich daraus internationale Zielgruppen entwickeln lassen.

Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

Das Programm ist voller konkreter Praxisbeispiele: Das Oberengadin positioniert den Silvaplanersee als Hotspot für Kite und Windsurfer. Im Allgäu bringen Events wie der Allgäu Triathlon neue Zielgruppen in die Region. Beim Großglockner Ultra Trail wiederum arbeitet die Tourismusregion Zell am See Kaprun mit der Trailrunning-Marke Salty zusammen, um internationale Läufer anzusprechen.

Das Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, gilt als Branchentreffpunkt für Touristiker, Sportanbieter und Eventveranstalter. Ziel ist es, erfolgreiche Best Cases sichtbar zu machen und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen zu diskutieren.

20 % Rabatt auf das Ticket für die Leserschaft

Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket zum „Sport Tourismus Forum“ – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER.

Informationen und Anmeldung:

https://www.sporttourismusforum.com/

Interessierte am neuen Lehrgang für Seilbahntechniker ab Mitte September 2026 am BFI Pinzgau erhalten am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, auf einem Info-Abend alle relevanten Details. Eine Anmeldung (online oder per Telefon) wird erbeten. © BFI Salzburg

Neuer Lehrgang für Seilbahntechniker am BFI Pinzgau

Die technischen Anforderungen an moderne Seilbahnanlagen wachsen rasant, und mit ihnen auch der Bedarf an hochqualifiziertem Fachpersonal. Um die rechtliche Absicherung und die fachliche Expertise in den Betrieben langfristig zu stärken, setzt das BFI Pinzgau auf eine bewährte Strategie: die Ausbildung als Seilbahntechniker und Seilbahntechnikerin über den zweiten Bildungsweg. Besonders für langjährige Kolleginnen und Kollegen, die zwar über enormes Praxiswissen, aber über keinen formalen Abschluss verfügen, bietet sich diese Möglichkeit eines Lehrabschlusserwerbs an.

 Ab Mitte September 2026 startet dazu ein Vorbereitungslehrgang, der gezielt auf die Lehrabschlussprüfung (LAP) in der Seilbahntechnik hinführt. Durch das Nachholen der LAP profitieren nicht nur die Angestellten von einer höheren Qualifikation, sondern auch die Seilbahnunternehmen, die durch rechtlich abgesichertes Fachpersonal ihre Betriebssicherheit nachhaltig erhöhen.

Info-Abend im Mai

Um interessierten Betrieben sowie Mitarbeitenden einen detaillierten Einblick in Ablauf, Kosten und die Vereinbarkeit mit dem laufenden Betrieb zu geben, findet ein Info-Abend statt:

Datum: Mittwoch, dem 20. Mai 2026

Zeit: Ab 18:00 Uhr

Ort: BFI Pinzgau, Ebenbergstraße 1, 5700 Zell am See

Folgende Experten dieser Ausbildung stehen zur Verfügung:
  • Erwin Stangassinger: Lehrgangsleiter und ehemaliger Betriebsleiter der Dorfgasteiner Bergbahnen.
  • Alois Innerhofer, MSc BEd.: Ausbildungskoordinator für Seilbahntechnik beim Fachverband der Seilbahnen (WKÖ)
Anmeldung und Kontakt:

Interessierte werden gebeten, sich vorab online über www.bfi-sbg.at/kurs/27635 oder telefonisch unter 06542/74326 anzumelden. Für individuelle Rückfragen stehen die Berater und Beraterinnen des BFI Pinzgau jederzeit zur Verfügung.

V.l.n.r.: Prok. Florian Wörgetter; Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner, der künftige Vorstandssprecher Ing. Mag. Gabriel Sieghartsleitner, Vorstand Mag. Christian Wörister und Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler.

Personalnews bei der Bergbahn AG Kitzbühel

Der derzeitige Vorstandsvorsitzende Mag. Anton Bodner tritt im Dezember 2026 seine Pension an. Aus diesem Grund hat die Bergbahn AG Kitzbühel nun mit einer neuen Managementstruktur die Weichen für die künftige Unternehmensentwicklung gestellt. So wird ab Dezember dieses Jahres die „Kommandobrücke“ mit zwei Vorständen und einem Prokuristen besetzt sein. Das teilte das Seilbahnunternehmen am Freitag, dem 24. April 2026, in einer Presseaussendung mit.

Der neue Vorstand, Ing. Mag. Gabriel Sieghartsleitner, bringt als Prokurist und COO der OÖ Seilbahnholding GmbH Managementerfahrung mit Expertise in der Seilbahnbranche und wertvoller Außensicht ein. Seit 2022 war er dort für die operative, technische und rechtliche Gesamtsteuerung des Unternehmens mit klarem wirtschaftlichem Fokus zuständig. Zuvor war Sieghartsleitner (Jahrgang 1991) nach dem Studium der Rechtswissenschaften von 2012 bis 2022 bei der Österreichischen Bundesforste AG als Projektmanager tätig. Bei der Bergbahn AG Kitzbühel wird er ab Dezember 2026 als Vorstandssprecher fungieren und für die Bereiche Finanzen, Operations, HR und Strategie verantwortlich sein.

Als Vorstand wird Mag. Christian Wörister weiterhin die Bereiche Marketing, IT Vertrieb und Internationalisierung leiten und wie gewohnt hohe Qualität und auch Kontinuität im Unternehmen sicherstellen.

Die Technik wird auch künftig vom langjährigen technischen Leiter und Prokuristen Florian Wörgetter geführt.

Statement Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler:

„Es war mir in meiner Verantwortung als Vertreter des Hauptaktionärs und Vorsitzender des Aufsichtsrates sehr wichtig, zeitgerecht für einen geordneten Managementübergang zu sorgen. Unterstützt von Mag. Robert Pfoser, Pfoser Executive Search, wurde unter mehr als 40 internationalen Bewerberinnen und Bewerbern der neue Vorstand Ing. Mag. Gabriel Sieghartsleitner sorgfältig ausgewählt und im Aufsichtsrat die entsprechenden Beschlussfassungen zur Bestellung gefasst. Das neue Management-Team stellt eine gute Mischung aus externer Managementerfahrung, sowie wettbewerbsintensiver Marketing-Expertise und langjähriger hausinterner Erfahrung dar. Damit sind die Weichen gestellt, den Erfolgskurs der Vergangenheit nachhaltig in der Zukunft fortzusetzen.“

© cm par Canva / © cm via Canva

Le nouveau numéro de Mountain Manager Worldwide / The new Mountain Manager Worldwide

Notre dernier numéro de « Mountain Manager Worldwide » est paru hier et marque une grande première : il a été publié pour la première fois en deux langues, à savoir le français et l’anglais. Vous trouverez ci-dessous un extrait du sommaire. Le numéro complet est disponible ici, sur la page d’accueil de notre site web.

Our latest issue of “Mountain Manager Worldwide” was published yesterday and marks a first for us: it has been produced in two languages, French and English. Below, we present an excerpt from the contents. You can find the full issue on our homepage.

Extrait du sommaire :

OPINION

  • Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro : « Restauration en montagne : un avenir ancré dans les origines »

TENDANCES

  • Les technologies immersives dans les téléphériques
  • Faut-il limiter le nombre de visiteurs à la journée ?

NOUVELLES TÉLÉPHÉRIQUES

  • Hoch Ybrig AG / Groupe Doppelmayr : La première TRI-Line au monde est en service
  • Doppelmayr / Île-de-France Mobilités : Projet phare pour la région parisienne
  • LEITNER construit le premier téléphérique urbain d’Océanie
  • LEITNER montre son offensive technologique au salon Mountain Planet 2026
  • Bartholet Ropeways AG : RopeTwin élargit le champ d’application des téléphériques à va-et-vient
  • MND construit le premier téléphérique urbain neutre en énergie à La Réunion

MARKETING & GESTION COMMERCIALE

  • MM-INTERVIEW : Anton Bodner et Christian Wörister, Bergbahn AG Kitzbühel : « La diversification devient essentielle ! »

TECHNIQUES

GESTION DE PISTES

  • La nouvelle fraise SmartCut du PistenBully : Plus d’efficacité. Plus de qualité. De série.

CÂBLES ET ENTRETIEN

  • FATZER Smart Service : priorité à la prévisibilité et à la sécurité

L’équipe de Mountain Manager vous souhaite une lecture passionnante !

Excerpt from the contents:

OPINION

  • Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro: “Mountain gastronomy – a future with strong roots”

TRENDS

  • Mountaincarts have shaped the range of leisure activities
  • VISCOPE® sound systems launched as a new addition to the market

NEW ROPEWAYS

  • Bartholet Ropeways AG: RopeTwin expands the operational spectrum of aerial tramways
  • Hoch Ybrig AG / Doppelmayr Group: World’s first TRI-Line now in operation
  • Doppelmayr / Île-de-France Mobilités: Showcase project for the Greater Paris region
  • LEITNER to build Oceania’s first urban ropeway
  • LEITNER launches major technology initiative at Mountain Planet 2026
  • MND builds first energy-neutral urban ropeway in La Réunion

MARKETING & MANAGEMENT

  • MM-Interview: Anton Bodner and Christian Wörister, Bergbahn AG Kitzbühel: “Diversification is becoming essential!”

TECHNICS

SLOPE MANAGEMENT

  • The new 6-band X-Track chain: Precision that inspires – even with little snow

ROPES & MAINTENANCE

  • FATZER Smart Service: Plannable operations and focus on safety

The Mountain Manager team hopes you enjoy reading this!

Nach mehr als 60 Jahren zuverlässiger Arbeit wird die Zweiseil-Pendelbahn „Walmendingerhornbahn“, ausgestattet mit zwei Fahrzeugen mit Kabinen für je 40 + 1 Personen, neu errichtet. Die Bauarbeiten starten im Sommer 2026. © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen

Walmendingerhornbahn: In jedem Abschied liegt ein Neuanfang.

Nach der Modernisierung der „Fellhornbahn I“ und der Revitalisierung der „Möserbahn“ als einer der Hauptverbindungen im 2-Länder-Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand, steht bei den Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen bereits die nächste Modernisierung an: Die „Walmendingerhornbahn“ (Baujahr: 1966), eine Zweiseil-Pendelbahn nach System Bleichert-Zuegg, wird durch eine neue Pendelbahn ersetzt und damit technisch auf den neuesten Stand gebracht. Der Spatenstich ist am 16. März 2026 erfolgt, die Bauarbeiten beginnen nach der aktuellen Wintersaison.

Mit dieser Investition gehen die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen weiter konsequent den Weg für eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Johannes Krieg, Vorstand der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, erklärte: „Mit dem Neubau setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Die neue Anlage wird modernste Seilbahntechnologie vereinen und gleichzeitig die bewährte Betriebsart der Pendelbahn bewahren. Unsere Gäste können sich auf mehr Komfort, eine höhere Beförderungskapazität und eine insgesamt verbesserte Servicequalität freuen.“

Die Erhöhung der Förderleistung sorgt für verkürzte Wartezeiten. Die neue Anlage (Seilbahnproduzent: Doppelmayr-Gruppe) soll aber nicht nur den Gästen ein noch hochwertigeres Erlebnis bieten, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Bahn verbessern – etwa durch optimierte Betriebsabläufe, moderne Technik und zeitgemäße Arbeitsplätze.

Eyecatcher Panoramakabinen

Ein Höhepunkt der neuen „Walmendingerhornbahn“ sind die beiden neuen, komfortablen Kabinen der Fahrzeuge. Sie stammen aus dem Hause Carvatech, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, und überzeugen z. B. durch eine bodentiefe Panoramaverglasung sowie durch einen barrierefreien Einstieg für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Sportgeräte. Beide Kabinen wurden bewusst als sichtbares Symbol für die enge Kooperation und Verbundenheit der Bergbahnen und der touristischen Destination konzipiert. Andreas Gapp, Vorstand der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, informierte: „Eine der beiden Kabinen wird im Design der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen gestaltet, während die zweite das Erscheinungsbild von Kleinwalsertal Tourismus trägt.“

Rendering einer Pendelbahnkabine (Farbe Blau)


Rendering einer der neuen Kabinen der Fahrzeuge der „Walmendingerhornbahn“, die im Corporate Design der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen gestaltet ist. © design by natdesign/carvatech

Rendering einer Pendelbahnkabine (Farbe Grün)


Rendering der zweiten Kabinen der Fahrzeuge der „Walmendingerhornbahn“: Beide Kabinen verfügen über eine sehr großzügige Panoramaverglasung und sind für je 65 Fahrgäste ausgeführt. © design by natdesign/carvatech

Beim Neubau wird großer Wert auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen gelegt. Die Bauarbeiten im alpinen Gelände stellen hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Dennoch ist vorgesehen, den Neubau der Walmendingerhornbahn bis Dezember 2026 fertigzustellen.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Oliver Kern nach dem gelungenen Weltrekordversuch im Bergrestaurant Panorama-Alm im Skigebiet KitzSki. © skiresort.at

Neuer Weltrekord: 22 verschiedene 8er-Sesselbahnen an einem Skitag

Den Weltrekord aufgestellt hat Oliver Kern vom Internetportal Skiresort. Am 17. März 2026 führte ihn sein Rekordversuch an einem regulären Betriebstag durch mehrere große Skigebiete im Salzburger Land und in Tirol – darunter der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, die Steinplatte, die SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental sowie das Skigebiet KitzSki. In Summe nutzte er dabei an nur einem Skitag 22 unterschiedliche 8er-Sesselbahnen.

Seine Tour startete am Morgen pünktlich um 8 Uhr mit rund 30 cm Neuschnee im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn und führte anschließend weiter zur Steinplatte. Danach ging es in die SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental und schließlich in das Skigebiet KitzSki rund um Kitzbühel und Kirchberg. Durch eine präzise Planung, schnelle Ortswechsel und den frischen Neuschnee konnte Oliver Kern innerhalb eines Tages mit insgesamt 22 unterschiedlichen 8er-Sesselbahnen fahren. Als Inhaber und Geschäftsführer des Internetportals Skiresort ist er seit Jahren begeisterter Fan dieser herausragenden Seilbahnanlagen. Um 15.46 Uhr wurde die 8er-Sesselbahn Hartkaser am Pass Thurn im Skigebiet KitzSki als Anlage Nr. 22 gefahren, und der neue Weltrekord war damit besiegelt. Insgesamt wurden an diesem Tag 40 verschiedene Aufstiegsanlagen genutzt sowie 58,5 km und 16.359 Höhenmeter mit Seilbahnen zurückgelegt. Den Abschluss des Weltrekordtages bildete eine Feier im Bergrestaurant Panorama-Alm und auf der Sonnalm an der Berg- und Talstation der 8er-Sesselbahn Hartkaser im Skigebiet KitzSki.

Urkunde Weltrekord Oliver Kern

Neuer Weltrekord: 22 verschiedene 8er-Sesselbahnen an einem Skitag.
© skiresort.at

Zur Person Oliver Kern

Der leidenschaftliche Skifahrer und Extremsportler Oliver Kern ist Inhaber und Geschäftsführer des Internetportals Skiresort mit mehr als 20 Millionen Besuchern pro Jahr. In den vergangenen Jahren hat er zehn Weltrekorde aufgestellt und ist in über 1.000 verschiedenen Skigebieten in 35 Ländern sowie auf sechs Kontinenten Ski gefahren. Zudem hält er mit mehr als 8.400 gefahrenen Skiliften und Seilbahnen einen weiteren Rekord.

Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner und Vorstand Mag. Christian Wörister, Bergbahn AG Kitzbühel. © gb

„Diversifizierung wird essenziell!“

Top-moderne Seilbahn- und Beschneiungsanlagen, dazu ein durchdachtes Angebot für den Gast und neu eine Schneegarantie – KitzSki hat viel auf den Weg gebracht und noch viel vor. Der MOUNTAIN MANAGER hat bei Mag. Anton Bodner, Vorstandsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel, und Vorstand Mag. Christian Wörister nachgefragt.

Du hast Deine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel in einer schwierigen Zeit, zu Beginn der Corona-Pandemie übernommen und dabei gleich Krisen-Management praktiziert. Gibt es positive Erfahrungen, die Du aus dieser Zeit mitnimmst?

Anton Bodner: Die Coronazeit hat eine beispiellose Extremsituation gebracht, umso mehr als wir uns entschlossen hatten, das Skigebiet offen zu halten. Es war klar, dass keine Gäste aus anderen Ländern kommen würden und der Betrieb der Anlagen eine finanzielle Herausforderung ist, dennoch wollten wir den Skibetrieb für die Einheimischen möglich machen. Wir haben zu dieser Entscheidung dann auch sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Bestätigt wurde in dieser Zeit die Bedeutung einer klaren Kommunikation, eines starken Teams und kurzer Wege in der Entscheidung. Natürlich ging es auch darum, Prioritäten konsequent umzusetzen und flexibel auf Entwicklungen zu reagieren. Es wurden außerdem Strukturen geschaffen und umgesetzt, die auch jetzt noch Bedeutung haben, etwa Arbeit im Homeoffice oder Meetings per Teams.

Du bist im Herbst 2020 als Vorstand Marketing und Digitale Services ins Unternehmen gekommen. Wo hat man in der Erarbeitung der Marketingstrategie angesetzt, was steht im Fokus?

Christian Wörister: Ich war in der glücklichen Situation, in ein sehr kompetentes Team zu kommen, sowohl was Marketing, IT als auch Kundenservice betrifft. Wir haben dann begonnen, uns den Markt genau anzusehen und zu definieren, wo wir als Bergbahn aktiv sein wollen. Dabei haben wir schnell gesehen, dass wir den Markt der Tagesskifahrer, den wir mit Anfahrtsdistanzen bis zu 1,5 Stunden definieren, sehr gut selber bearbeiten können. Bei den übrigen Märkten wie DACH-Raum, die Schweiz, Benelux- und CEE-Länder kooperieren wir mit den Tourismusorganisationen. Hier haben wir Strategien entwickelt, was im klassischen Werbebereich und bei Veranstaltungen gemacht wird und wo die Digitalisierung hingehen soll, also Web-Shop, digitaler Verkauf, Ticketing oder Handy-Ticket, das wir gemeinsam mit SkiData auf den Weg gebracht haben. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter. So testen wir im Moment wieder gemeinsam mit SkiData, ob beim Eintritt das Gästebild auf dem Ticket mit dem realen übereinstimmt. Für die Zukunft wollen wir noch mehr auf Internationalisierung setzen. Ein Beispiel ist der Ikon Pass, ein weltweit agierender Skiverbund, in dem wir gemeinsam mit Ischgl als einzige österreichische Destination mit anderen Top-Gebieten wie etwa Dolomiti-Superski in Italien, dem Matterhorn in der Schweiz, Chamonix in Frankreich oder Aspen und DeerValley in den USA internationale Gäste ansprechen wollen.

Sesselbahn während der Fahrt im Winter

Talstation CD6C Gauxjochbahn. © KitzSki / Bernhard Jellinger

KitzSki hat in den letzten Jahren nach hohen Investitionen in Seilbahnanlagen verstärkt in die Schneesicherheit investiert, was wurde gemacht?

Bodner: Investitionen in die Schneesicherheit waren in den letzten Jahren ein großes Thema, weil es natürlich wichtig ist, den Gästen gute Schneebedingungen anbieten zu können und für sie und die Tourismusbetriebe vor Ort ein verlässlicher Partner zu sein. Da wollten wir die Voraussetzungen optimieren. Um das bestmöglich umzusetzen, haben wir in den letzten Jahren deutlich mehr als 30 Mio. Euro investiert. Das umfasst Schneeerzeuger genauso wie Pumpen, Trafostationen, Leitungen und als wesentliches Element auch Kühltürme. Auf diese Weise können wir auch unter schwierigen Bedingungen jedes Zeitfenster zur Schneeerzeugung nutzen. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt diese Wintersaison, in der es bis jetzt ausgesprochen wenig Naturschnee gibt.

Wörister: Das Interesse der Gäste am Skifahren und am Wintersport ist außerdem im Spätherbst und zu Winterbeginn höher als im Frühjahr. Schon aus diesem Grund ist es wichtig, mit einer guten Schneegrundlage in den Winter starten zu können.

Für die Wintersaison 2025/26 wurde erstmals eine Schneegarantie auf den Weg gebracht. Wie hat man das ermöglicht?

Bodner: Die umfassenden Investitionen in die Beschneiung und sichere Pisten sind die Grundlage für die Schneegarantie, die wir diese Wintersaison anbieten können. Für Gäste sind zwei Kriterien entscheidend, wenn sie sich für einen Aufenthalt in einem bestimmen Skigebiet entschließen: die Größe der Destination und die Höhe, nach der man auf das Vorhandensein von Schnee schließt. Vor diesem Hintergrund war es uns wichtig zu erklären, dass wir in Kitzbühel zuverlässig Schnee zum Skifahren haben. Dafür möchten wir das Bewusstsein schaffen.

Wörister: Die Entscheidung für eine Schneegarantie wurde bei uns aufgrund einer fundierten Datenbasis getroffen. Wir haben uns die Werte der letzten Jahre genau angesehen und dann entschieden, dass wir tatsächlich in der Lage sind, eine Schneegarantie abzugeben.

Wo liegen die Schwerpunkte bei den Investitionen der nächsten Jahre?

Bodner: Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt noch bei einem neuen Speicherteich, den wir bauen. Dazu wollen wir im Sommer die Parkgarage bei der Talstation der Fleckalmbahn in Angriff nehmen und in sieben Monaten fertig stellen. Die Parkmöglichkeiten sind wichtig, damit wir unseren Gästen einen guten Zugang ins Skigebiet bieten können. Auf der Parkgarage soll in der Folge dann ein Hotel gebaut werden. KitzSki verfügt derzeit bereits über 10 Speicherteiche, nur bei zwei von ihnen gibt es allerdings Kühltürme. Auch hier wollen wir aktiv werden und zusätzliche Kühltürme errichten, um die Schneifenster effektiv nutzen zu können. Für die nahe Zukunft stehen dann auch wieder Investitionen in Seilbahnen am Plan. So wird etwa die Modernisierung der Pendelbahn auf das Kitzbüheler Horn Thema werden. Planungen werden auf den Weg gebracht, dazu erste Studien und Überlegungen zur Trassenführung. Auch im Bereich der Gastronomie wollen wir aktiv Verbesserungen und Neues in die Wege leiten. Aus Befragungen und Rückmeldungen der Gäste wissen wir, wie wichtig hier das richtige Angebot ist.

Wörister: Bei den Investitionen im Bereich der Speicherteiche ist es uns ein Anliegen, darauf zu achten, dass sie ganzjährig bespielbar sind und auch im Sommer für Gäste nutzbar. Dazu investieren wir weiter in unser Bikeangebot, für das wir in den letzten Jahren eine gute Grundlage geschaffen haben. Für den Sommer ist etwa geplant, den längsten Trail in Tirol zu eröffnen.

Im Talbereich von KitzSki stehen 10 Übungslifte kostenlos zur Benützung bereit, wie kommt das Angebot an – wie wird es genutzt?

Bodner: Das Angebot wird genutzt, soll aber noch deutlicher in den Fokus gestellt werden. Es geht uns einfach darum, Kindern und auch Erwachsenen eine Möglichkeit zu eröffnen, Skifahren einfach mal auszuprobieren, Erfahrungen möglich zu machen und die Lust auf Bewegung im Schnee zu wecken. In Kitzbühel haben Kinder ab 4 Jahren bis zum Ende der Volksschule außerdem die Möglichkeit, eine Woche im Jahr einen Gratis-Skikurs zu belegen, dazu gibt es gratis Ski, Ticket und Skilehrer sowie Mittagessen. So wollen wir auch den Einheimischen den Spaß am Skifahren von Anfang an vermitteln.

Kernpunkt im Winter ist das Skifahren, es gibt aber auch immer mehr zusätzliche Angebote – warum?

Wörister: Wir haben in den letzten Jahren verstärkt in ein umfangreiches Angebot investiert, um allen Wünschen der Gäste entgegenzukommen. So haben wir beste Bedingungen zum Winterwandern am Kitzbüheler Horn bzw. auf der Resterhöhe, dazu bieten wir Höhenloipen und Möglichkeiten zum Rodeln. Man hat diese Aktivitäten früher häufig im Tal genutzt, aufgrund der Witterungsbedingungen haben wir sie nach oben auf den Berg verlegt. Hier sehen wir eine Aufgabe, aber auch eine Chance, uns mit einem durchdachten Angebot entsprechend breit aufzustellen und schöne Momente im Schnee erlebbar zu machen.

Zwei Mountainbiker fahren im Sommer am Berg

Das Bikeangebot ist zu einem wesentlichen Faktor im Sommerangebot von KitzSki geworden. © KitzSki / Werlberger

Klimaveränderungen sind nicht nur fordernd für den Winter, sondern rücken verstärkt den Sommer ins Blickfeld – ist das eine Herausforderung oder eine Chance?

Bodner: Als Bergbahnunternehmen sehen wir darin durchaus eine Chance. Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, ist ein Aufenthalt in den Bergen sehr angenehm und eine gute Möglichkeit, der Hitze zu entkommen. Wandern ist nach wie vor gefragt, mit dem Bikeangebot ziehen wir auch jüngere Besucher an. Es gibt für den Sommer einen Masterplan, es gibt eine Bike-ARGE und eine ganze Reihe an Optionen, die wir nutzen können.

Wörister: Wenn wir uns das internationale Wettbewerbsumfeld ansehen, können wir hier sicher punkten. Bei uns hier ist es sauber, es ist sicher, die Umwelt ist intakt und die Temperaturen im Sommer sind angenehm. Die Grundvoraussetzungen sind sehr gut – es liegt an uns, ein gutes Angebot zu erarbeiten.

KitzSki ist Teil der Global Sustainability Ski Alliance. Was war dafür ausschlaggebend, welche Aufgaben resultieren daraus?

Bodner: Nachhaltigkeit ist für KitzSki schon lange ein wichtiges Thema. Dabei haben wir Nachhaltigkeit auch breit definiert, also sowohl die ökologischen als auch die ökonomischen und sozialen Belange miteinbezogen. Wir sind in diesem Bereich schon lange aktiv und verfügen auch über entsprechendes Datenmaterial. Deshalb ist für uns die Teilnahme an der Global Sustainability Ski Alliance wichtig und folgerichtig. Die Ziele der Alliance stimmen mit unseren überein, der Erfahrungsaustausch mit anderen Destinationen wird uns in der Entwicklung voranbringen.

Wörister: Wir haben im Rahmen der Gespräche bereits begonnen, Geschäftsfelder zu definieren, die für nachhaltiges Wirtschaften von Bedeutung sind. Dazu zählen Innovationen gemeinsam mit der Industrie, Mobilität, Energie und Abfallwirtschaft. Diese Bereiche wollen wir im Rahmen der nächsten Workshops sukzessive abarbeiten, Erfahrungen austauschen und Prozesse in Gang bringen.

Wie schwer ist es, qualifizierte Mitarbeiter zu finden? Welche Rolle spielt hier das neue „KitzSki Living“?

Bodner: In Coronazeiten und kurz danach war es ausgesprochen schwierig, Mitarbeiter zu bekommen. Und auch jetzt ist es durchaus fordernd. In früheren Jahren war es häufig so, dass Bauern der Umgebung im Winter Arbeit gesucht und bei den Bergbahnen gefunden haben. Diese Vorstellung ist seit einigen Jahren überholt, das geht sich nicht mehr aus. Wir sind immer stärker auf Saisonarbeitskräfte angewiesen, die nicht aus der Region kommen. Dabei spielt dann natürlich die Unterkunft, und damit „KitzSKi Living“ eine große Rolle. Wir haben im letzten Jahr noch 57 Zimmer für Mitarbeiter angemietet, das war nicht einfach zu bewerkstelligen. Es ist uns daher immer deutlicher bewusst geworden, dass wir leistbaren Wohnraum für unsere Saisonkräfte brauchen, wenn wir wollen, dass sie wiederkommen. Wir sehen deshalb „KitzSki Living“ als eine wesentliche Investition in die Zukunft.

 Männergruppe bei symbolischer Schlüsselübergabe vor Mitarbeiterhaus

Symbolische Schlüsselübergabe „KitzSki Living“, v. l.: Prok. Florian Wörgetter, Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner, Stadtpfarrer Mag. Michael Struzynski, ARV Bgm. Dr. Klaus Winkler, BR Werner Gantschnigg, ZBRO Andreas Hochwimmer und Vorstand Mag. Christian Wörister. © Joachim Frenner

Warum hat man sich entschlossen, das Mitarbeiterhaus auch für touristische Zwecke zu nutzen?

Bodner: Im Sommer wird das Mitarbeiterhaus nicht von Saisonkräften bewohnt, deshalb war eine touristische Nutzung naheliegend, weil wir daraus einen Mehrwert generieren können. Vor diesem Hintergrund haben wir um eine entsprechende Umwidmung angesucht und eine solche dann auch bekommen. Wir denken, dass wir mit unserer Lage und der Ausstattung der Wohneinheiten Gäste von unserem Angebot überzeugen können.

Wörister: Starten wollen wir nach der Wintersaison. Im Moment sind wir mit Backoffice-Arbeiten beschäftigt, also Buchungstools zu erstellen, dazu eine Homepage, das Managementsystem auf den Weg zu bringen etc. Dann wollen wir den Verkauf starten, d. h. wir als Bergbahnunternehmen werden die damit verbunden Aufgaben selber übernehmen.

Wo sieht KitzSki die größten Herausforderungen für die nächsten Jahre?

Bodner: Fordernd sind und werden in Zukunft vermehrt die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang wird etwa die Bettenauslastung Thema. Im Raum Kitzbühel gibt es derzeit 6.200 Betten, die Auslastung beträgt rund 35 Prozent. Hier gibt es Luft nach oben, da müssen wir ansetzen. Dazu braucht es zusätzliche Angebote und ein starkes Bergbahnunternehmen, weil wir als Motor der Region auch einiges in Bewegung bringen und bewirken können.

Wörister: Diversifizierung wird essenziell. Wir brauchen zusätzliche Beschäftigungsfelder im Unternehmen, in denen wir zusätzliche Wertschöpfung erzielen. Dazu müssen wir noch internationaler werden, der deutschsprachige Raum allein wird ein erfolgreiches Wirtschaften in Zukunft nicht garantieren können.

 

Danke für das Gespräch! LW

Im Mittelpunkt des LEITNER Messeauftritts auf der „Mountain Planet“ in Grenoble steht das Seilbahnsystem Ropera®. © LEITNER

LEITNER auf der Mountain Planet 2026 – immer am Puls der Zeit!

Vom 21. bis 23. April 2026 wird in Grenoble die „Mountain Planet“, eine der weltweit führenden Fachmessen für Berginfrastruktur, alpinen Tourismus und nachhaltige Entwicklung, abgehalten. Dort warten in der Halle 1 beim neu konzipierten Messestand (Nr. 1099) des Seilbahnproduzenten LEITNER auf die Besucher aktuelle Produktentwicklungen und Zukunftsthemen der Branche: Angefangen von Ropera®, dem Seilbahnsystem für Einseilumlaufbahnen, über Lösungen für den Ganzjahresbetrieb und urbane Anwendungen bis hin zum umfassenden Kundenservice.

Im Mittelpunkt des LEITNER Messeauftritts auf der „Mountain Planet“ in Grenoble steht das Seilbahnsystem Ropera® als neuer Standard für Einseilumlaufbahnen. Herstellerangaben zufolge vereint es Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität über sämtliche Komponenten hinweg und zielt auf geräuscharme Betriebsabläufe, hohe Arbeitssicherheit, Wartungsfreundlichkeit sowie reduzierte Lebenszykluskosten ab.

Ganzjahresbetrieb im Fokus

Immer mehr Destinationen stellen auf eine Ganzjahresnutzung um. Um diesem Anspruch Rechnung zu tragen, wird der Biketransport für Sesselbahnen als Lösung für den Ganzjahresbetrieb am LEITNER-Messestand vorgestellt.

Kundenservice wird großgeschrieben

Einen eigenen Bereich widmet das Unternehmen auch dem Kundenservice. Dort werden Leistungen des Customer Service-Kompetenzzentrums aus dem italienischen Leini anhand praktischer Beispiele dargestellt, darunter der Vergleich einer revisionierten und einer nicht revisionierten Klemme sowie der digitale Ersatzteil-Webshop.

Urbane Seilbahnen auf der Mountain Planet

Mit „City Cable Car Solutions (= 3CS)“, der Branchenplattform für urbane Seilbahnen, die nach ihrer Premiere auf der Interalpin 2025 nun erstmals auch in Grenoble stattfindet, entsteht ein Forum für den Austausch zu seilbahnbasierten Mobilitätslösungen im urbanen Kontext. Teilnehmende haben die Möglichkeit, sich für eine „Guided Tour“ anzumelden und im Anschluss an die Konferenz am LEITNER-Messestand vertiefende Einblicke zu gewinnen.

Das Mitarbeiterhaus der Schmittenhöhebahn AG. © Schmittenhöhebahn AG

Leistbarer Wohnraum für Mitarbeiter

Es wird immer schwieriger, Arbeitskräfte für Aufgaben im Tourismus zu finden. Um hier gegenzusteuern und den Mitarbeitern sinnvollen Mehrwert zu bieten, setzen Bergbahnunternehmen vermehrt auf den Bau von Mitarbeiterhäusern.

Die Schmittenhöhebahn AG hat 2024 ein Mitarbeiterwohnhaus eröffnet, das im Ortsteil Schüttdorf in Zell am See gebaut wurde. Das Gebäude umfasst 29 Ein-Zimmer-Appartements zu je 24 m2 Wohlfläche und vier Zweiraumwohnungen mit einer Größe von je 40 m2. Die Wohneinheiten, die Vorstand Dr. Erich Egger als „perfekten Rückzugsort zur Entspannung und Freizeitgestaltung“ bezeichnet, sind mit Kleinküche, WLAN und TV-Anschluss sowie komfortablen Möbeln und einem modernen Badezimmer ausgestattet. Für die Energieversorgung kommt eine Wärmepumpenanlage zum Einsatz, die Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung. Am Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 352 m2 und einer Leistung von 75 kW Peak errichtet. Der Strom wird für das Wohnhaus und die hauseigenen E-Ladestationen genutzt. Zusätzlich zu den Wohnungen bietet das Gebäude eine Dachterrasse, eine Waschküche sowie einen Fitnessbereich, dazu eine 280 m2 große Lagerhalle und einen 80 m2 großen Schulungsraum für die Fortbildung in der hauseigenen Akademie.

Team Lodge Planai eröffnet

Am 10. Dezember 2025 wurde in Schladming die Team Lodge Planai eröffnet, die ihren Bewohnern 24 moderne Garconnieren auf zwei Stockwerken bietet. Jede Wohneinheit ist mit Küchenzeile, Bad und TV ausgestattet, helle, freundliche Räumlichkeiten sorgen für ein angenehmes Wohngefühl. Bei der Architektur des Gebäudes hat man sich an der Optik der Seilbahnstationen orientiert. Da die Team Lodge auf der Busgarage der Planai-Hochwurzen-Bahnen errichtet wurde, konnte eine zusätzliche Bodenversiegelung vermieden werden. Strom wird aus einer Photovoltaikanlage bezogen, die sich auf einem benachbarten Gebäude, ebenfalls einer Busgarage, befindet. Die Team Lodge richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptwohnsitz nicht in der Region liegt, und bietet leistbaren Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz. „Mit der Team Lodge wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Zuhause auf Zeit bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Die zentrale Lage in direkter Nähe zum Arbeitsplatz erleichtert den Alltag, schafft kurze Wege und bietet gleichzeitig ein modernes, gemütliches Wohnambiente“, so Dir. Georg Bliem bei der Eröffnung.

Gruppenfoto mit vier Männern und einer Frau im Winter

Eröffnung der „Team Lodge Planai“, v. li. n. re.: Ing. Reinfried Prugger, Projektleiter Planai, Dr. Michael Krainer, Aufsichtsratsvorsitzender Planai, Dir. Georg Bliem, Planai, DI Hermann Trinker, Bürgermeister Schladming, Mag. Eva Maria Kroismayr-Baier, Landtagsabgeordnete, Mag. Peter Weichbold, GF Planai. © Harald Steiner

Für die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind im Winter 2025/26 410 Mitarbeiter im Einsatz, für 30 von ihnen wird Wohnraum zur Verfügung gestellt. 24 Mitarbeiter nutzen die Team Logde, die damit voll belegt ist. Auch im Sommer wird das Gebäude von Saisonkräften genutzt. Durch die Aufgaben im Bikepark ist der Bedarf an Mitarbeitern vor Ort gestiegen, die Team Logde erfüllt also auch in dieser Zeit wesentliche Aufgaben.

Moderne und nachhaltige Lösung

Mitte Dezember 2025 feierte die Bergbahn AG Kitzbühel die Eröffnung und Segnung ihres neuen Teamhauses „KitzSki Living“ an der Hahnenkammbahn und reagiert damit auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes. „Von den zusätzlich rund 250 Saisonarbeitskräften im Winter haben wir eine Gruppe von 70 bis 80 Personen, die nur für eine Saison zu uns kommt. Wenn wir denen keine Unterkunft anbieten können, dann kommen sie nicht und der Seilbahnbetrieb ist nicht, oder nur in eingeschränktem Umfang möglich. Außerdem ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden Personalunterkünfte anzumieten. So waren wir fast gezwungen, diesen Schritt zu setzen und so wie andere Seilbahnen es schon vor Jahren gemacht haben, ein Personalhaus zu bauen“ so Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner.

Mitarbeiterhaus von Kitzski in Kitzbühel im Winter

KitzSki Living Außenansicht. © Helmut-Lackner

Der Gebäudekomplex umfasst insgesamt 60 Wohneinheiten, davon 48 kleinere, 2 barrierefreie und 10 größere Wohnungen. Eine Photovoltaikanlage am Dach erzeugt umweltfreundliche Energie, dazu gibt es ein innovatives Heizungssystem mit Erdspeicher und Tiefenbohrungen sowie eine Wärmepumpe für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes. Neben den Wohnungen wurden 65 Tiefgaragenstellplätze sowie eine kleine Bürofläche vorgesehen. Investiert wurden rund 14,5 Mio. Euro, umgesetzt wurde das Projekt in 14 Monaten Bauzeit. Im Sommer steht das Teamhaus für eine touristische Nutzung zur Verfügung.

Komfortabel wohnen in Zug

In Lech konnte die Lech Bergbahnen AG rechtzeitig zum Start der Wintersaison 2025/26 die Bauarbeiten für das neue Teamhaus in Zug abschließen. Rund 90 % der 250 Mitarbeiter im Winter benötigen in Lech eine Unterkunft, sodass man bereits über mehrere Teamhäuser verfügt. In die neue Wohnanlage, für deren Errichtung eine innovative Holzmodulweise zum Einsatz gekommen ist, wurden 6,4 Mio. Euro investiert. Sie verfügt über 41 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage. Neben den hellen Zimmern bietet das Haus gemeinschaftliche Räume wie etwa einen Aufenthaltsraum und einen Fitnessraum, die allen Mitarbeitenden offenstehen. Dazu Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG: „Dieses Haus ist ein wichtiger Schritt, doch beim Thema Mitarbeiterwohnen denken wir schon weiter – gemeinsam mit der Gemeinde und mit Blick auf zusätzliche Projekte. Sogar die Tiefgarage ist so vorbereitet, dass künftige Erweiterungen problemlos angedockt werden können.“

lw

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