Seit dem 25. Oktober 2024 befördert die 10er-Kabinenbahn „Loser Panoramabahn” in Altaussee im steirischen Salzkammergut (Österreich) die Passagiere komfortabel, energieeffizient und barrierefrei in zwei Teilstrecken vom Tal auf den Berg. © cm

Führungswechsel bei den Loser Bergbahnen

Ing. Rudolf Huber, der langjährige Geschäftsführer der Loser Bergbahnen in Altaussee im steirischen Salzkammergut, verabschiedet sich dieses Jahr nach zehn Jahren in „Amt und Würden“ in den wohlverdienten Ruhestand. Ab September wird er von Oliver Freund, MBA, einem erfahrenen Manager aus der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft, abgelöst.

Oliver Freund hat sich in einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Der anerkannte Manager im Bereich Unternehmensführung in der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft ist auch mit der Region familiär eng verbunden. Derzeit ist er noch Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Veitsch GmbH und damit des Skigebiets Brunnalm – Hohe Veitsch im Mürztal.

Mann im Trachtenanzug vor Bergkulisse und See

Oliver Freund, MBA, ist ab September 2026 neuer Geschäftsführer der Loser Bergbahnen © bereitgestellt

Weiterentwicklung mit Maß und Ziel

Der Loser, mit der beeindruckenden Panoramabahn und seinen Vier-Jahreszeiten-Angeboten, steht für Oliver Freund für regionale Wertschöpfung, für Identität, Lebensqualität und für gelebten Gleichklang von Mensch und Natur. Hinkünftig möchte er sich auf die Vermarktung bzw. behutsame Weiterentwicklung nicht nur des touristischen Leitbetriebes Loser Bergbahnen, sondern des gesamten Loser-Resorts konzentrieren. Dabei geht es darum, die ökonomischen Voraussetzungen für eine stabile Zukunft aus eigener Kraft zu schaffen.

Älterer Mann in Tracht hält in Lokal auf Terrasse Ansprache

Seit Juni 2016 hat Ing. Rudolf Huber als Geschäftsführer der Loser Bergbahnen das Seilbahnunternehmen mit viel Engagement und Herzblut erfolgreich für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt – im Bild bei einer Preisverleihung auf der Loser Alm. © cm

Stets mit viel Herzblut dabei

Die Redakteure der Fachzeitschrift Mountain Manager haben den seit Juni 2016 amtierenden Geschäftsführer Ing. Rudolf Huber stets als sehr kompetent und äußerst engagiert erlebt. Während seiner bisherigen Amtszeit wurden etliche Projekte erfolgreich realisiert. Dazu gehört auch die „Loser Panoramabahn“, an deren technischer Planung er selbst mitwirkte. Diese barrierefreie und sehr komfortable Seilbahnanlage aus dem Hause Bartholet mit 76 Fahrzeugen (Kabinen: Design F. A. Porsche) wurde am 25. Oktober 2024 offiziell eröffnet. Sie erweiterte nicht nur für den Loser für einen sanften Ganzjahresbetrieb, sondern war eine zukunftsweisende Investition in den Tourismusstandort Ausseerland.

Weiterführende Lektüre aus unserem Mountain Manager-Archiv:

Die urbane 10er-Kabinenbahn „Cablebús 2“ im Bezirk Iztapalapa im Südosten der Metropolregion Mexiko-Stadt verbindet seit Juli 2021 auf einer Strecke von 10,6 km mit sieben Stationen zwei U-Bahn-Stationen. © LEITNER

Mexikos Seilbahnnetz wächst um weitere 40 km

Der Südtiroler Seilbahnproduzent LEITNER setzt mit neuen Projekten und laufenden Bauvorhaben seine Expansion in der urbanen Seilbahnmobilität in Mexiko fort. Auf bereits rund 25 km Seilbahnstrecke in Betrieb sollen in Zukunft etwa 40 zusätzliche Kilometer folgen. Das teilte das Unternehmen vor kurzem in einer Pressaussendung mit.

Seit dem Markteintritt im Jahr 2016 hat LEITNER in der Metropolregion Mexiko-Stadt und darüber hinaus ein dichtes Netz urbaner Seilbahnen aufgebaut. Die erste davon war die 10er-Kabinenbahn Ecatepec I+II. Mehrere realisierte Projekte bilden gegenwärtig eine zentrale Ergänzung zum öffentlichen Verkehr und haben bereits Millionen Fahrgäste befördert. Mit einer Gesamtlänge von rund 24 km waren bis Ende 2023 drei Seilbahnsysteme mit insgesamt sieben Anlagen im Großraum Mexiko-Stadt im Einsatz (Mexicable 2, Cablebús 2, Ecatepec I+II) – ein solides Fundament für die nächsten Ausbauschritte.

Vier weitere Projekte in Realisierung

Aktuell befinden sich vier weitere Projekte in Umsetzung. Dabei wird eine öffentliche Investition von rund 700 Mio. Euro getätigt. Das Projekt ist vollständig staatlich finanziert.

Seilbahnanlage in Mexiko im Bau

In Morelia wird eine rund 7,3 km lange Seilbahnanlage mit zwei Linien realisiert. Die Inbetriebnahme ist sukzessive ab Winter 2026/27 geplant. © LEITNER

In Morelia entsteht eine rund 7,3 km lange Anlage mit zwei Linien. Ausgehend von einem zentralen Knotenpunkt werden sowohl der Nordwesten bis zum Busbahnhof als auch südliche Stadtbereiche erschlossen. Die Inbetriebnahme ist schrittweise ab Winter 2026/27 vorgesehen.

Im Großraum von Mexiko-Stadt wird mit der Kabinenbahn „Mexicable Línea 3“ in Naucalpan eine weitere bedeutende Verbindung realisiert. Das Seilbahnsystem umfasst drei Linien mit insgesamt zehn Stationen, einer Länge von 9,8 km und rund 390 Fahrzeuge. Ziel ist es, bislang schwer erreichbare, hügelige Gebiete im Westen effizient an die Metrostation Cuatro Caminos anzubinden. Die Fahrzeit verkürzt sich dadurch deutlich von einer Stunde auf eine halbe Stunde, während täglich bis zu 40.000 Fahrgäste erwartet werden. Insgesamt profitieren rund 700.000 Menschen im Einzugsgebiet von einer verbesserten Mobilität und Anbindung.

Seilbahnanlage in Mexiko im Bau


Im Bau: die Kabinenbahn „Mexicable Línea 3“ in Naucalpan. Die 9,5 km lange Seilbahnstrecke umfasst drei Linien mit zehn Stationen. Ziel ist es, bislang schwer erreichbare, hügelige Gebiete im Westen effizient an die Metrostation Cuatro Caminos anzubinden. © LEITNER

Zwei neue Cablebús-Linien

Parallel dazu laufen die Bauarbeiten an zwei weiteren groß dimensionierten Projekten: „Cablebús Línea 4“ und „Cablebús Línea 6“. Beide Anlagen befinden sich seit Herbst 2025 in Umsetzung.

Die „Cablebús Línea 4“ verbindet auf 11,3 km und mit acht Stationen topografisch anspruchsvolle Hanglagen im Süden mit zentralen Stadtbereichen und integriert sich direkt in bestehende Verkehrsnetze. Dazu zählen Anschlüsse an Bus- und Metrolinien sowie eine direkte Verbindung zur Universidad Nacional Autónoma de México – einer der bedeutendsten Bildungseinrichtungen Lateinamerikas. Mit einer Fahrzeit von rund 40 bis 45 Minuten und einer prognostizierten Nachfrage von etwa 65.000 Fahrgästen wird die Seilbahnanlage einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Verkehrs leisten.

Die „Cablebús Línea 6“ wird mit rund 12,7 km die Bezirke Milpa Alta, Xochimilco und Tláhuac erschließen und bindet bislang schwer zugängliche, teilweise ländlich geprägte Regionen an das urbane Verkehrsnetz an. Über sieben Stationen wird eine direkte Verbindung zur Metrolinie 12 geschaffen. Auch hier wird die geplante Fahrzeit bei etwa 40 bis 45 Minuten liegen.

Mit diesen Projekten erhöht sich die Gesamtlänge der von LEITNER realisierten und im Bau befindlichen urbanen Seilbahnanlagen in Mexiko deutlich. Die Kombination aus bereits bestehenden rund 25 km und den neuen Projekten mit etwa 40 zusätzlichen km unterstreicht die dynamische Entwicklung des Unternehmens im lateinamerikanischen Markt und die wachsende Bedeutung urbaner Seilbahnen als nachhaltige Lösung für komplexe Verkehrsanforderungen.

Ist ab Anfang nächster Woche an die Leserschaft unterwegs: der Mountain Manager 3/26. © cm via Canva.com

Neuer Lesestoff: der Mountain Manager 3/26

Für diese Ausgabe besuchte das Mountain Manager-Team zahlreiche interessante Branchenevents im In- und Ausland. Dazu gehörte die Fachmesse Mountain Planet im französischen Grenoble, dessen Highlights wir in diesem Heft eine sehr umfassende Berichterstattung widmen.

Im Rahmen der Eröffnungskonferenz der Fachmesse Mountain Planet 2026, die vom 21. bis 23. April in Grenoble (FR) abgehalten wurde, präsentierte der anerkannte Experte für Alpintourismus und die Skigebietsbranche, Laurent Vanat, die 18. Ausgabe seines „International Report on Snow & Mountain Tourism“. Darin bot er einen globalen Rückblick auf die Wintersaison 2024/25 und analysierte die Entwicklung der weltweiten Skiindustrie.

Aber auch das OITAF-Seminar über die Beeinflussung der Betreiberbedürfnisse auf die Seilbahnplanung und das Kongressformat City Cable Car Solutions 3CS, das urbane Seilbahnen weltweit im Fokus hat, wurden im Rahmen der Mountain Planet abgehalten. Ausführliche Reportagen darüber finden Sie in dieser Ausgabe. Das gilt auch für die diesjährige österreichische Jubiläums-Seilbahntagung „100 Jahre Seilbahnen in Österreich – Vom Transportanbieter zum modernen Dienstleister“.

Die Rax-Seilbahn in den Wiener Alpen feierte am 9. Juni 2026 als erste ihr 100-Jahre-Jubiläum. Bernd Scharfegger, Inhaber und Geschäftsführer, Rax-Seilbahn stand dazu dem Mountain Manager Rede und Antwort.

Ebenfalls teilgenommen haben wir am 35. TFA TourismusForum Alpenregionen, das dieses Jahr zum Thema „Der Berg verhandelt nicht – Realitätssinn im Tourismus der Zukunft“ vom 13. bis 15. April in Lech am Arlberg abgehalten wurde. Die Palette der zahlreichen Expertenvorträge widmete sich Thematiken wie z. B. dem Gletscherabbruch und Bergsturz in Blatten/Lötschental und dessen Folgen, einer innovativen und nachhaltigen Technik gegen aufbauenden Permafrost am Piz Nair oder dem Online-Tool „Kompass Schnee“. Mehr darüber erfahren Sie in unserem ausführlichen Nachbericht.

Darüber hinaus bieten wir in dieser Ausgabe interessante Artikel zu unseren inhaltlichen Schwerpunkten „Trends“, „Digital“, „Ökologie“, „Neue Bahnen“, „Pistenmanagement“ und „Beschneiung“. Hier stellen wir z. B. eine neue Studie zur technischen Beschneiung in Österreich vor.

Die Ausgabe Mountain Manager 3/26 erscheint am Montag, dem 15. Juni.

 

Das Mountain Manager-Team wünscht eine interessante Lektüre!

Österreich blickt auf eine sehr erfolgreiche Wintersaison 2025/26 zurück. © Volker Meyer über Pexels

Wintersaison 2025/26: Neuer Nächtigungsrekord in Österreich

Mit 74,23 Mio. Nächtigungen und 21,33 Mio. Gästen wurden laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria in der Wintersaison 2025/26 in Österreich neue Nächtigungs-Höchstwerte erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,5 % bei den Nächtigungen und 3,4 % bei den Ankünften. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus hervor.

Für Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sind die Zahlen weit mehr als nur eine erfreuliche Statistik: „74 Millionen Nächtigungen bedeuten nicht nur volle Hotels. Dahinter stehen Arbeitsplätze, Familienbetriebe, regionale Wertschöpfung und viele Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Österreich weltweit für Qualität, Gastfreundschaft und Verlässlichkeit steht. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig der Tourismus für unser Land ist.“

Besonders erfreulich sei, dass die Nachfrage sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland gestiegen ist. Deutschland bleibt mit 26,5 Mio. Nächtigungen der wichtigste Herkunftsmarkt. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung in Wien mit einem Plus von 6,1 %, wie stark sich Österreich mittlerweile als Ganzjahresdestination positioniert. „Österreich ist längst mehr als nur Skiurlaub. Unser Erfolg entsteht dort, wo Natur, Kulinarik, Kultur, Bewegung, Sicherheit und Lebensgefühl zusammenkommen. Genau darin liegt unsere internationale Stärke“, so Zehetner.

Tourismus steht dennoch unter hohem Druck

Zehetner warnt zugleich davor, Rekordzahlen mit Selbstverständlichkeit zu verwechseln. Der Tourismus stehe weiterhin vor großen Herausforderungen. Hohe Kosten, Fachkräftebedarf, internationale Konkurrenz oder Fragen der Akzeptanz in den Regionen müssten aktiv begleitet werden.

Sommerlandschaft mit Kabinenbahn im Hintergrund und Speicherteich mit Wanderweg im Vordergrund

Der Sommer in den österreichischen Bergen wird immer beliebter, hat aber noch „Luft nach oben“. © Wolfgang Welser über Pexels

Sommer bringt neue Impulse für die Regionen

Rückenwind für die kommenden Monate gibt auch die bereits präsentierte Sommerpotenzialanalyse. Sie zeigt eine stabile Reiselust in den wichtigsten europäischen Märkten und macht deutlich, dass Österreich auch im Sommer enorme Chancen hat. „Die Sommerpotenzialanalyse zeigt klar: Österreich ist auch im Sommer stark nachgefragt. Wandern, Radfahren, Seen, Kulinarik, Kultur und Naturerlebnisse sind keine Nischen mehr, sondern zentrale Zukunftsfelder unseres Tourismus. Gerade darin liegt die Chance, Wertschöpfung breiter über das Jahr und stärker in die Regionen zu bringen“, betonte Tourismus-Staatssekretärin Zehetner.

Eröffneten feierlich das neugestaltete Museum auf der Zugspitze (v.li.n.re.): Franz Dengg (Geschäftsführer Tiroler Zugspitzbahn), Theo Zoller (Obmann Tiroler Zugspitz Arena), Mario Gerber (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung) und Norbert Span (Glaziologe und Astrofotograf). © Tiroler Zugspitzbahn / Franz Oss

Eröffnung des neu gestalteten Erlebnismuseums „Faszination Zugspitze“

Die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald feiert im Jahr 2026 ihr 100-Jahre-Jubiläum. Vor diesem Hintergrund wurde das an der Bergstation auf 2.962 m befindliche Erlebnismuseum vom Glaziologen und Astrofotografen Norbert Span neu gedacht und zeitgemäß inszeniert. Am 19. Mai 2026 fand die offizielle Eröffnung statt.

Im neu gestalteten Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“ wird die traditionsreiche Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn bis zur heutigen „Himmelsstürmerin“ mit modernster Medientechnik gewürdigt. Mithilfe interaktiver Stationen und digitaler Installationen wurde das 2005 erbaute Museum vom Glaziologen, Ausstellungsgestalter und Astrofotografen Norbert Span grundlegend überarbeitet.

Statement Museumskurator und Projektentwickler Norbert Span:

„Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur die Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn erzählen, sondern auch junge Menschen inspirieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von technischer Innovation und regionaler Identität stärken. Die Ausstellung soll Tradition, Innovation und Bildung mit Emotion verbinden – als ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit Tirols.“

Das Museum im Überblick

Gleich zu Beginn fällt der Blick auf die Geschichte und die Pioniere der Tiroler Zugspitzbahn. Großflächige Grafiken und modernste Displays machen die Entwicklungen der vergangenen 100 Jahre sichtbar. In der originalen Kabine Nr. 5 von 1978 erfahren Besucher beispielsweise mittels Telefons mehr zum Ausstellungsstück, für Kinder wartet dort ein „Kabinenmemory“. Highlight der Ausstellung ist das begehbare Kaleidoskop: Dort spiegeln sich die Impressionen der Zugspitze in einer überdimensionierten Kugel. Ein weiteres zentrales Element im Museum ist ein dreidimensionales Modell der Region rund um die Zugspitze, das durch eine interaktive Reise zum Leben erweckt wird. Das digitale Head-Up-Display zeigt die damalige Fahrt der Kabine aus dem Jahr 1978 als Animation über der realen Landschaft.

Neben der Sonderausstellung „200 Jahre Erstbesteigung Zugspitze“ und dem museumseigenen Kino mit neuen Filmen zum Seilbahnbau gibt es weitere Anziehungspunkte: Eine interaktive Station offenbart mithilfe eines Zeitschiebers die unterschiedliche Trassenführung großflächig auf der Wand. Zugleich werden die fünf Kabinen der vergangenen 100 Jahre als Modelle ausgestellt. Im letzten Raum des neugestalteten Museums werden die Themen Wetter und Klima anschaulich präsentiert: An einem großen Relief der Ostalpen können Besucher auf Knöpfe drücken und sehen dadurch Wetterextremwerte der Zugspitze im Vergleich zu anderen Bergen. Eine Impressionswand mit Wetterereignissen auf der Zugspitze rundet die Ausstellung ab.

Statement Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn:

„Das neugestaltete Museum bietet den Gästen eine weitere Attraktion am Gipfel der Zugspitze mit beeindruckenden Bildern von Sonnenaufgängen und -untergängen bis zur Technik und der Geschichte der Zugspitze.“

Besucher erhalten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch ein besseres Verständnis für die Veränderungen im alpinen Raum.

Pendelbahn-Kabinen erstrahlen im neuen Glanz

Parallel dazu investierte die Tiroler Zugspitzbahn auch in die Modernisierung ihrer bestehenden Infrastruktur. Im Rahmen einer umfassenden Kabinenrevision durch den Schweizer Hersteller CWA, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, erhielten die beiden Panorama-Kabinen der Tiroler Zugspitzbahn ein technisches und optisches Upgrade. Die Außenflächen wurden in edlem Metallic-Blau lackiert und verleihen den Pendelbahn-Kabinen so einen modernen Auftritt. Auch im Innenraum wurde die Kabine mit einer neuen Lackierung in Weißaluminium, einem neuen Bodenbelag sowie erneuerten Scheiben optisch aufgefrischt. Darüber hinaus wurden Türmechanik und Unterboden sorgfältig überarbeitet, um die Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen.

Über die Tiroler Zugspitzbahn

Die damalige „Österreichische Zugspitzbahn“ war bei ihrer Eröffnung vor hundert Jahren die erste Seilbahn Tirols und die zweite Österreichs. Im Laufe ihrer Geschichte setzte die Tiroler Zugspitzbahn zahlreiche Meilensteine: von den ersten Kabinen für 19 Personen im Jahr 1926 über die Erschließung des Gipfels mittels Gipfelbahn 1964 bis hin zur heutigen Direktverbindung auf die Zugspitze, die seit 1991 in Betrieb ist. Nach dem Talstationsbrand 2003 gelang ein Wiederaufbau der Pendelbahn in Rekordzeit. Auch danach entwickelte sich die Tiroler Zugspitzbahn konsequent weiter – mit neuen Erlebniswelten, innovativen Ausstellungen und modernen Infrastrukturen. Heute überwindet die Pendelbahn auf einer Länge von 3.600 m rund 1.725 Höhenmeter in nur zehn Minuten Fahrzeit. Zwei Panorama-Kabinen für je 100 Personen transportieren bis zu 730 Passagiere pro Stunde auf knapp 2.950 m Seehöhe. Die höchste Stütze misst 55 m, der größte Bodenabstand beträgt 160 m.

Weitere Informationen:

http://zugspitze.at

Das von Seik entwickelte „SkyX“ ist ein fortschrittliches 3D-Seilbahnsystem für den sicheren Transport von Material und Personal. In Brasilien wird diese Seilbahnlösung für die Wartung eines Rückhaltebeckens eingesetzt. © Seik

HTI übernimmt Mehrheit des Materialtransport-Spezialisten Seik

Die Sterzinger Unternehmensgruppe HTI wird Mehrheitsaktionär des Südtiroler Unternehmens Seik mit Sitz in Truden im Naturpark und stärkt damit ihre Position im Bereich Materialtransport weiter. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung Ende April 2026 mit.

HTI verfügt für den Materialtransport auf schwierigem Gelände bereits über ausgeklügelte Lösungen wie dem „Flyingbelt“ (patentiertes System, das die Vorteile von Förderbändern und Seilbahnanlagen vereint) oder Produkten wie dem sogenannten „Blondin“ (Kabelkräne für große Infrastrukturprojekte) sowie Seilbahnsystemen für Spezialanwendungen. Zu den wichtigsten Referenzen zählen die Flyingbelt-Anlagen in Barroso (Brasilien), am Fluss Lippe in Deutschland, in Rogun (Tadschikistan) oder auf der Baustelle des Terzo Valico dei Giovi in Genua. Weitere wichtige Projekte im Bereich Materialtransport sind die Kabelkran-Systeme für den Bau von Staudämmen in Portugal, Peru und der Türkei oder die Apfel-Seilbahn im Trentino.

Ideale Ergänzung im Materialtransport

Die Produkte von Seik ergänzen das Portfolio der HTI‑Gruppe und ermöglichen es, weltweit ein sehr umfassendes und vollständiges Lösungsangebot für den Seiltransport von Material anbieten zu können. Hier reicht die Palette von stationären Systemen für große Nutzlasten bis zu flexiblen und spezifischen Lösungen für komplexe Baustellen und extreme Umgebungen.

Gruppenbild mit sieben Männern

Der neue Verwaltungsrat von Seik mit der HTI-Geschäftsleitung © HTI

Über Seik

Seik wurde 1991 gegründet und ist ein renommierter Spezialist für den Materialtransport mit modernen Seilbahnanlagen: Vom ersten patentierten motorisierten Laufwagen bis zu Anlagen, die für den Betrieb unter extremen Bedingungen konzipiert sind, hat das Unternehmen aus Truden eine Reputation für technische Kompetenz, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Innovation aufgebaut. Nach dem ersten großen Projekt in Indien im Jahr 2004 schlug Seik einen konsequenten internationalen Wachstumskurs ein und ist heute in 16 Ländern vertreten. Zu den repräsentativsten Entwicklungen zählen der „Skydumper“ mit einer Nutzlast von 40 t und Energierückgewinnung, sowie der „Skytruck“, ein Traversenkran auf Seilen mit einer Nutzlast von 30 t, der beim Bau von Staudämmen und Brücken eingesetzt wird. Das Angebot umfasst außerdem Seilbahnen mit motorisierten Laufwagen, Seilbahnsysteme für Berghütten („Skycargo“), Schürfwinden, Luftpipelines und kundenspezifische Systeme wie „SkyX“, oder den jüngsten Portalkran mit 25 t Nutzlast, der für Honduras realisiert wurde und eine Arbeitstiefe von 600 m erreicht. Das Unternehmen ist zudem auch im Forstsektor tätig und bietet Ausrüstung und motorisierte Laufwagen mit fortschrittlicher Technologie („Skytiger“).

Statement Michael Lantschner, Gründer und Geschäftsführer der Firma Seik:

„Unser Ziel ist es, die Kontinuität des Unternehmens sicherzustellen und für unsere Kunden weiterhin ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein. Wir möchten unseren Mitarbeitern eine langfristige Perspektive geben und schaffen jetzt die Voraussetzungen für weiteres Wachstum der Firma.“

Weitere Informationen:

https://www.hti.global/de/

https://seik-cableway.com/de/

 

Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten: Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe. © Arthur Swiffen über pexels

Durchwachsene Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten

Der wetterbedingt sehr unterschiedliche Verlauf der Wintersaison 2025/26 zwischen den westlichen Regionen und jenen östlich der Rocky Mountains war ein Thema der diesjährigen NSAA National Convention & Tradeshow, die vom 4. bis 7. Mai in Carlsbad, Kalifornien, abgehalten wurde.

Die bis dato vorläufigen Daten der National Ski Areas Association (NSAA) zeigen, dass die Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten 52,6 Mio. Besuche von Wintersportlern verzeichnete. Dies entspricht einem Rückgang von 9,1 % gegenüber dem 10-Jahres-Durchschnitt, einem Minus von rund 9 Mio. Besuchen gegenüber der Vorsaison und Platz 32 von 48 Wintersaisons seit Beginn der Aufzeichnungen der NSAA. Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe.

„Kaum eine Wintersaison zeigt so deutlich wie diese, wie sehr unsere Branche von regionalen Wetterverhältnissen abhängt“, erklärte Michael Reitzell, Präsident und CEO der NSAA. „Schwierige Bedingungen in weiten Teilen des Westens – darunter ein verhaltener Saisonstart, Regenfälle und rekordverdächtig hohe Temperaturen im März – haben die Besucherzahlen während der gesamten Saison erheblich beeinträchtigt.“

Die Ergebnisse im Detail

Die Wintersaison 2025/26 zeigt, wie stark die Teilnahme am Wintersport mit den regionalen Wetterverhältnissen korreliert. Trotz des herausfordernden und sehr wechselhaften Wetters im Westen der USA war die Gesamtzahl der Besucher vergleichbar mit anderen Saisons mit geringeren Schneemengen. Während die Wetterbedingungen im Westen die nationalen Besucherzahlen stark beeinträchtigten, trugen die guten Ergebnisse in den Regionen östlich der Rocky Mountains, insbesondere im Nordosten und Südosten, zu einem positiven Gesamtergebnis bei. Konstantere Temperaturen und Schneefälle in diesen Gebieten sorgten für solide Besucherzahlen während der gesamten Wintersaison.

„Die starken Saisonverläufe im Nordosten und Südosten der USA spielten eine entscheidende Rolle für die nationale Entwicklung“, sagte Reitzell. „Bei günstigen Bedingungen verzeichnen wir weiterhin eine hohe Nachfrage nach Skifahren und Snowboarden, was die anhaltende Attraktivität dieser Sportarten unterstreicht.“

Regionale Auswirkungen

Die NSAA unterteilt das Land in sechs Regionen: In der Wintersaison 2025/26 führte die Rocky-Mountain-Region mit 20,1 Mio. Besuchen, gefolgt vom Nordosten (12,9 Mio.), dem Mittleren Westen (5,8 Mio.), dem Pazifischen Südwesten (5,7 Mio.), dem Südosten (4,8 Mio.) und dem Pazifischen Nordwesten (3,2 Mio.). Der Nordosten und Südosten verzeichneten jeweils ihre zweitbeste Saison des vergangenen Jahrzehnts, wobei der Nordosten von einem frühen Saisonstart und anhaltendem Schneefall profitierte. Die Skigebiete im Südosten stellten zudem erneut die Schlagkraft ihrer Beschneiungsanlagen unter Beweis, während der Mittlere Westen von kälteren Temperaturen und effizienteren Betriebsabläufen profitierte.

Der Schneefall

Der durchschnittliche Schneefall in der Wintersaison 2025/26 betrug landesweit 112 Zoll (ca. 2,85 m) und lag damit deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 169 Zoll (rund 4,30 m) – der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt. Während die Regionen östlich der Rocky Mountains nahe am oder über dem Durchschnitt lagen, blieben alle westlichen Regionen deutlich darunter. Trotzdem ging die Zahl der Betriebstage landesweit nur geringfügig zurück, obwohl die Schneemengen 33 % unter dem Durchschnitt lagen. Dies spiegelt die fortgesetzten Investitionen in Beschneiungsanlagen und Infrastruktur wider.

Die Investitionen

Trotz eines schwierigen Winters investierten die US-Skigebiete insgesamt 569,3 Mio. US-Dollar (= ca. 489,44 Mio. Euro), darunter in 45 neue und 52 modernisierte Seilbahn- und Liftanlagen.

Saisonkarten weiterhin stark gefragt

Saisonkarten blieben mit 49 % die beliebteste Ticketvariante, während Tages- und Mehrtageskarten 31 % ausmachten. Nach mehreren Jahren rasanten Wachstums hat sich der Saisonkartenverkauf in den letzten beiden Saisons auf ein bestimmtes Niveau eingependelt. Auf der NSAA Nationals Convention & Tradeshow der vergangenen fünf Jahre war es immer wieder ein Thema, dass die hohe Nachfrage nach Saisonkarten den Verkauf der anderen Ticketformen zurückgedrängt hat. Diese Entwicklung dürfte in der Wintersaison 2025/26 nicht mehr in diesem großen Ausmaß der Fall gewesen sein.

Branchenausblick

Die Wintersaison 2025/26 verdeutlicht die Herausforderungen und die Widerstandsfähigkeit der US-Skiindustrie. Während die zunehmenden Wetterschwankungen weiterhin ein entscheidender Faktor sind, passen sich die Skigebiete durch Investitionen in Infrastruktur, Beschneiungsanlagen und das Gästeerlebnis kontinuierlich an. In einem Jahr mit unterdurchschnittlichen Schneefällen hat die Branche ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Betrieb aufrechtzuerhalten, die Nachfrage zu sichern und sich für zukünftiges Wachstum zu positionieren. Historische Trends zeigen, dass auf schneearme Saisons häufig schneereiche folgen.

Zur Infomation:

Ein Besuch in einem Skigebiet wird gezählt, sobald eine Person eine Liftkarte oder einen Skipass benutzt. Die NSAA erfasst die Besucherzahlen seit der Wintersaison 1978/79.

NSAA-Präsident und CEO Michael Reitzell (li.) und INTERALPIN-Projektleiter Stefan Kleinlercher sprachen auf der NSAA National Convention & Tradeshow 2026 über ihre weitere internationale Kooperation. © Congress Messe Innsbruck

INTERALPIN stärkt Partnerschaft mit der NSAA

Vom 4. bis 7. Mai 2026 war die diesjährige NSAA National Convention & Tradeshow in Carlsbad, Kalifornien, beliebter Branchentreffpunkt für zentrale Akteure der nordamerikanischen Seilbahn- und Wintersportbranche. Auch die INTERALPIN, die Weltleitmesse für alpine Technologien, war dort vertreten, um die langjährige Partnerschaft mit der National Ski Areas Association (NSAA) zu vertiefen. Dabei war außerdem das Veranstaltungsformat „City Cable Car Solutions (3CS)“, das zuletzt auf der Fachmesse Mountain Planet 2026 spannende Einblicke in urbane Mobilitätslösungen gab, ein Thema.

Rund 850 Fachteilnehmer aus Skigebieten, Industrie und Infrastruktur besuchten dieses Jahr die NSAA National Convention & Tradeshow, die vom 4. bis 7. Mai in Carlsbad im US-Bundesstaat Kalifornien abgehalten wurde. Im Mittelpunkt des Veranstaltungsprogramms standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der Branche, darunter Nachhaltigkeit, technologische Innovationen, künstliche Intelligenz, Gästeerlebnis sowie Betriebs- und Sicherheitskonzepte für Bergdestinationen. Mit ihrer Teilnahme an dieser wichtigen Branchenveranstaltung stärkt die INTERALPIN ihre internationale Vernetzung in Nordamerika und setzt ein weiteres Zeichen für ihre globale Markenpräsenz. Der amerikanische Markt war übrigens bei der INTERALPIN 2025 durch mehr als 500 Teilnehmer aus Nord- und Südamerika vertreten. Hierbei handelte es sich nahezu ausschließlich um Führungskräfte und Entscheidungsträger. Das ergab eine unabhängige Besuchererhebung.

Langjährige Kooperation zwischen INTERALPIN und NSAA

Am Rande der Veranstaltung traf INTERALPIN-Projektleiter Stefan Kleinlercher den NSAA-Präsidenten und CEO Michael Reitzell. Im Gespräch wurde die seit Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit zwischen der NSAA und der INTERALPIN bekräftigt und eine weitere Vertiefung des internationalen Austauschs vereinbart. Des Weiteren wurde erstmals die „City Cable Car Solutions (3CS)“, ein Veranstaltungsformat für urbane Mobilitätslösungen, im nordamerikanischen Raum im Rahmen der Convention vorgestellt.

Statement INTERALPIN-Projektleiter Stefan Kleinlercher:

„Die langjährige Partnerschaft mit der NSAA ist für die INTERALPIN ein wichtiger Bestandteil unserer internationalen Vernetzung innerhalb der Branche. Der persönliche Austausch in Carlsbad hat erneut gezeigt, wie wertvoll diese Verbindung für beide Seiten ist.“

Nächster Treffpunkt: INTERALPIN 2027

Bereits jetzt richten sich die Blicke auf die kommenden Branchenevents 2027: die INTERALPIN vom 20. bis 23. April 2027 auf der Messe Innsbruck (AT) sowie die NSAA National Convention & Tradeshow vom 2. bis 5. Mai 2027 auf Amelia Island, im US-Bundesstaat Florida.

Weiterführende Informationen:

http://www.interalpin.at

https://www.citycablecar.solutions

https://nsaa.org

 

Mit dem „Teleférico Uruapan“ möchte die Regierung des mexikanischen Bundesstaats Michoacán den Einwohnern der Gemeinde Uruapan ein sicheres, zugängliches, schnelles, leistbares und effizientes Verkehrsmittel für ihre täglichen Wege bieten. © Doppelmayr

Urbaner „Teleférico Uruapan“ in Mexiko wird sehr gut angenommen

Am 18. April 2026 wurde die erste städtische Seilbahnlinie (Seilbahnhersteller: Doppelmayr) in der Gemeinde Uruapan im mexikanischen Bundesstaat Michoacán offiziell eröffnet. Am 29. April 2026 erklärte Gladyz Butanda Macías, Ministerin für Stadtentwicklung und Mobilität von Michoacán, dass diese urbane Seilbahn in ihrer ersten Betriebswoche im Durchschnitt täglich 22.000 Fahrgäste beförderte, damit wurden die ursprünglichen Erwartungen von 18.000 Passagieren übertroffen.

Das war einer Online-Mitteilung der Kommunikationsabteilung der Regierung des mexikanischen Bundesstaats Michoacán zu entnehmen (Quelle: https://michoacan.gob.mx/noticias/teleferico-rebaso-expectativas-de-afluencia-gladyz-butanda/)

Der vom Seilbahnhersteller Doppelmayr realisierte „Teleférico Uruapan“ erstreckt sich von Ost nach West über eine Länge von 8 km und verbindet Stadtteile in den höher gelegenen Gebieten von Uruapan mit dem Zentrum und den wichtigsten Dienstleistungs- und Gesundheitsbereichen der Stadt. Die Fahrzeit liegt bei 27 Minuten, was einer Halbierung im Vergleich zum Busverkehr gleichkommt. Darüber hinaus trägt die kuppelbare 10er-Einseilumlaufbahn zur Reduktion langjähriger Herausforderungen wie Verkehrsüberlastung und urbaner Segregation bei.

Die sechs strategisch positionierten Stationen der „Teleférico Uruapan“ sind:
  • Station 1: Hospital Regional (Regionales Krankenhaus)
  • Station 2: Libramiento Aeropuerto (Flughafen)
  • Station 3: Boulevard Industrial (Industriegebiet)
  • Station 4: Palacio Municipal (Rathaus)
  • Station 5: Centro (Stadtzentrum)
  • Station 6: Parque Nacional (Nationalpark)
Visualisierung der Seilbahnstrecke

In der ersten Woche des Seilbahnbetriebs verzeichneten die Stationen 1, 5 und 6 die höchste Nachfrage. © Doppelmayr

Durch die Anbindung von Gesundheitseinrichtungen, öffentlichen Services, Verwaltungsbereichen, Einkaufsmöglichkeiten und zentralen Verkehrskorridoren stärkt die Seilbahn die Vernetzung und verbessert die tägliche Mobilität in der Stadt nachhaltig. Laut Ministerin Gladyz Butanda Macías waren in der ersten Woche des Seilbahnbetriebs die Stationen mit der höchsten Nachfrage die Station 1 am Regionalkrankenhaus (32.367 Fahrgäste), die Station 5 im Stadtzentrum (30.192) und die Station 6 am Nationalpark (30.056).  Der größte Andrang war zwischen 5:00 und 8:00 Uhr zu verzeichnen.

Einsitegsbereich städtische Seilbahn in Mexiko, Fahägste steigen in Kabine

Die urbane Seilbahn aus dem Hause Doppelmayr ist mit 91 barrierefrei zugänglichen OMEGA V-Kabinen ausgestattet und erreicht eine Förderleistung von bis zu 1.500 Personen pro Stunde und Richtung. Betrieblich ist der „Teleférico Uruapan“ in den städtischen öffentlichen Verkehr integriert. © Doppelmayr

Leistungsstarker und barrierefreier öffentlicher Verkehr

Die urbane Seilbahn aus dem Hause Doppelmayr ist mit 91 barrierefrei zugänglichen OMEGA V-Kabinen ausgestattet und erreicht eine Förderleistung von bis zu 1.500 Personen pro Stunde und Richtung. Damit können täglich rund 54.000 Fahrgäste transportiert werden. Betrieblich ist der „Teleférico Uruapan“ in den städtischen öffentlichen Verkehr integriert. Der Fahrpreis wurde bewusst auf 11 MXN (0,54 EUR) festgelegt, um eine breite Nutzung zu gewährleisten. Infolgedessen positioniert sich das Transportmittel als effiziente, leistbare und inklusive Lösung des öffentlichen Verkehrs für alle Bürger.

Älterer Mann mit Bart hält Ansprache bei Seilbahneröffnung Mexiko

Konstantinos Panagiotou, CEO Doppelmayr Mexiko, bei der Eröffnung des „Teleférico Uruapan“ © Doppelmayr

Statement Konstantinos Panagiotou, CEO Doppelmayr Mexiko:

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir den ‚Teleférico Uruapan‘ realisieren durften. Es ist ein Projekt, das Menschen näher zusammenbringt, Distanzen verkürzt, die zuvor unüberwindbar schienen, und den Alltag tausender Familien nachhaltig positiv verändert. Über die Infrastruktur hinaus steht diese Seilbahn für neue Chancen, Zeitersparnis und eine höhere Lebensqualität für die tägliche Nutzung. Wir haben dieses Projekt nach höchsten technischen, sicherheitsrelevanten und umweltbezogenen Standards umgesetzt. Es spiegelt unser Engagement für eine nachhaltige, inklusive Mobilität für alle wider.“

Komplett staatlich finanzierte urbane Mobilität

Mit einer öffentlichen Investition von 3.200 Mio. MXN (ca. 157 Mio. Euro) ist der „Teleférico Uruapan“ ein strategisches, vollständig staatlich finanziertes Projekt. Uruapan, mit rund 357.000 Einwohnern und einem Anteil von 8,5 % am Bruttoinlandsprodukt Michoacáns, profitiert nun von einer integrierten Mobilitätslösung, die sowohl die sozialen als auch die wirtschaftlichen Entwicklungsziele der Stadt unterstützt.

Älterer Politiker läutet Kuhglocke zur Seilbahneröffnung in Mexiko

Am 18. April 2026 wurde der „Teleférico Uruapan“ offiziell eröffnet. Die urbane Seilbahn ist vollständig staatlich finanziert – im Bild: Alfredo Ramírez Bedolla, Gouverneur von Michoacán. © Doppelmayr

 

Parallel zur Errichtung der Seilbahninfrastruktur wurden zahlreiche Begleitprojekte realisiert, wie z. B. die Aufwertung öffentlicher Räume, die Entwicklung eines neuen Markts im westlichen Stadtgebiet zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (Projekt „Sichere Fußwege“).

Am Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, werden erfolgreiche Best-Practice-Beispiele sichtbar gemacht und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen diskutiert. Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER. © Gabriele Grießenböck

Wie macht Sport Destinationen für neue Gäste attraktiv?

Beim Sport.Tourismus.Forum am Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich (CH) zeigen Experten aus dem DACH-Raum, wie Sport und Tourismus strategische Kooperationen bilden und wie man damit neue Zielgruppen gewinnen kann. Erstmals findet der Branchentreff im FIFA-Museum statt. Mountain Manager-Leser erhalten auf das Ticket 20 % Rabatt.

Bewegung ist für viele Reisende ein wichtiges Motiv für ihre Urlaubswahl. Destinationen entdecken Sport deshalb immer stärker als strategischen Erfolgsfaktor im Tourismus. Das Sport.Tourismus.Forum am 26. Mai 2026 in Zürich bringt Touristiker, Sportveranstalter, Marken und Destinationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und aus Italien zusammen. Rund 200 Teilnehmende und etwa 40 Experten diskutieren neue Strategien für Destinationen.

Statement Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer des ESB Marketing Netzwerks und Veranstalter des Kongresses:

„Mehr als 50 % der Bevölkerung betreibt über drei Stunden Sport pro Woche. Destinationen entdecken zunehmend, welch riesiges Potenzial darin steckt, echte Sport-Urlaube anzubieten. Natürlich hilft da auch der Longevity-Trend. Outdoorangebote, Sportevents und digitale Services müssen zusammenspielen, damit Destinationen profitieren.“

Ein Blick ins Programm des Sport.Tourismus.Forum zeigt, welche Themen die Branche derzeit bewegen:

Reisetrends im Fokus

Aktuelle Travel-Trends machen deutlich, dass Reisen zwar gefragt bleibt, sich jedoch verändert. Gäste reisen preisbewusster sowie nachhaltiger, und sie suchen authentische Erlebnisse. Gleichzeitig gewinnen Eventreisen und sportliche Aktivitäten deutlich an Bedeutung. Welche Chancen sich daraus für Destinationen ergeben, erläutert Frauke Becker von der Strategieberatung Simon Kucher.

Technologie verändert den Tourismus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Technologie: Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Baustein im Tourismus. Plattformlösungen sollen Daten von Bergbahnen, Hotels und Veranstaltern bündeln und so ganzjährige digitale Erlebniswelten schaffen. Auch Wetterdaten werden strategischer genutzt, etwa für Besucherlenkung, Marketing oder Eventplanung.

Outdoor-Sport als Reiseintention

Daneben stehen Outdoor-Sportarten und Communities im Fokus. Trailrunning, Bike-Tourismus oder Wassersport werden immer häufiger selbst zum Reisemotiv. Destinationen wie das Engadin oder Zell am See-Kaprun zeigen, wie sich daraus internationale Zielgruppen entwickeln lassen.

Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

Das Programm ist voller konkreter Praxisbeispiele: Das Oberengadin positioniert den Silvaplanersee als Hotspot für Kite und Windsurfer. Im Allgäu bringen Events wie der Allgäu Triathlon neue Zielgruppen in die Region. Beim Großglockner Ultra Trail wiederum arbeitet die Tourismusregion Zell am See Kaprun mit der Trailrunning-Marke Salty zusammen, um internationale Läufer anzusprechen.

Das Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, gilt als Branchentreffpunkt für Touristiker, Sportanbieter und Eventveranstalter. Ziel ist es, erfolgreiche Best Cases sichtbar zu machen und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen zu diskutieren.

20 % Rabatt auf das Ticket für die Leserschaft

Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket zum „Sport Tourismus Forum“ – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER.

Informationen und Anmeldung:

https://www.sporttourismusforum.com/

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