Garaventa setzt gezielt auf die Ausbildung junger Fachkräfte und hieß vor kurzem mehrere neue Lernende willkommen. © Garaventa AG

Garaventa erweitert Lehrlingsausbildung

Seit fast 100 Jahren entwickelt und baut Garaventa, ein Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, Seilbahnen auf der ganzen Welt. Um weiterhin den gewohnt sehr hohen Qualitätsstandard aufrechtzuerhalten, braucht es bestens ausgebildete Fachkräfte. Deswegen legt Garaventa großen Wert auf die Lehrlingsausbildung und hat am Standort Goldau (CH) sein Lehrstellenangebot mit dem neuen Ausbildungsplatz als „Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung“ erweitert.

Das teilte Garaventa in seiner jüngsten Presseaussendung mit. Insgesamt absolvieren derzeit 41 junge Menschen ihre Ausbildung bei Garaventa an den Standorten Goldau und Uetendorf in der Schweiz, das entspricht rund 10 % der gesamten Belegschaft. „Die Ausbildung bei Garaventa öffnet jungen Menschen die Tür in eine spannende Branche mit Zukunftsperspektiven. Dass wir auch in diesem Jahr zehn unserer zwölf Absolventinnen und Absolventen weiterbeschäftigen können, bestätigt den hohen Stellenwert und die Qualität unserer Ausbildungsprogramme und ist nicht zuletzt dem Engagement unserer Ausbildnerinnen und Ausbildner zu verdanken“, erklärte Garaventa-CEO Arno Inauen.

Neuer Ausbildungsplatz in der Informatik

Das Lehrstellenangebot bei Garaventa an den Schweizer Standorten Goldau und Uetendorf verteilte sich bislang auf folgende fünf Berufe:

  • Konstrukteur/in,
  • Polymechaniker/in,
  • Seilbahn-Mechatroniker/in,
  • Anlagen- und Apparatebauer/in,
  • Kaufmann/-frau.

Neu ist jetzt der Beruf „Informatiker/in mit Fachrichtung Plattformentwicklung“ hinzugekommen. In den vergangenen Jahren wurden angehende Informatiker im Rahmen des Ausbildungsverbunds bildxzug jeweils für ein Jahr bei Garaventa eingesetzt. Nun übernimmt Garaventa erstmals die vollständige Ausbildung über vier Jahre hinweg am Standort Goldau. Das ist ein weiterer Schritt, um zukunftsrelevante Kompetenzen im eigenen Haus aufzubauen. Die Ausbildung bei Garaventa ist praxisnah, die Arbeitsplätze sind modern und die Entwicklungsmöglichkeiten vielfältig, so Garaventa. Start der diesjährigen Lehrlingsausbildung markierte ein Informationstag mit CEO Arno Inauen. Vor kurzem begannen 13 neue Lernende ihre Ausbildung bei dem Seilbahnproduzenten, der zur Doppelmayr-Gruppe gehört.

Das Skigebiet Willingen ist eine Station des Weltrekordversuchs: „Bond auf Brettern“ Christian Flühr (li.) mit Jörg Wilke, Geschäftsführer der Ettelsberg-Seilbahn GmbH & Co. KG/Skigebiet Willingen. ©Lisa Schilling

Mehr als 20 Skigebiete unterstützen Weltrekordversuch

Wie bereits berichtet, möchte der als „Bond auf Brettern“ bekannte deutsche Extremskifahrer Christian Flühr mit seinem „#Project 3M“ innerhalb eines Jahres mehr als drei Millionen Höhenmeter auf Skiern fahren. Der Startschuss soll diesen Herbst erfolgen. An diesem Weltrekordversuch sind inzwischen über 20 Skigebiete beteiligt.

Am 15. Juli 2025 kamen mit den Skigebieten Nummer 21 und 22 die bislang letzten Zusagen dazu. Dazu Teamchefin Sabrina Hoever-Houben, die Christian Flühr seit vielen Jahren begleitet: „Was besonders erfreulich ist: Nur ein einziges Skigebiet hat bisher abgesagt – das zeigt, wie groß das Interesse und die Unterstützung für dieses außergewöhnliche Projekt sind.“ Die gebürtige Niederländerin mit deutschen Wurzeln war bereits beim legendären Projekt „The Race Across The Allgäu“ als strategische Leiterin dabei. Mit der Zusage von Skigebiet Nummer 22 führt die Route auch ins hintere Oberallgäu, Flührs frühere Wahlheimat und Ort seiner ersten Rekordversuche.

#Project 3M erstreckt sich über fünf Kontinente

An etwa 250 von 365 Tagen wird Flühr unterwegs sein. Dabei wird er eine Vielzahl von Skigebieten in verschiedenen Ländern besuchen. Teilweise soll der Rekord auch in Skihallen, auf Matten und an ungewöhnlichen Orten aufgestellt werden. Die offizielle Routenveröffentlichung erfolgt Anfang September 2025. „Es wird klassische Skiorte geben, aber auch überraschende Destinationen, mit denen niemand rechnet“, kündigt Teamchefin Hoever-Houben an.

Frau lehnt sich stehend an Seitenwand

Teamchefin Sabrina Hoever-Huben unterstützt Christian Flühr seit vielen Jahren. © Christian Flühr

Konditionstraining in den Alpen

Parallel zur Organisation bereitet sich Flühr körperlich auf die Extrembelastung vor. Gemeinsam mit Michael Maier, Skischulleiter von Top-On-Snow am Sudelfeld, trainierte er zuletzt in der Region Oberaudorf – beim Mountainbiken, Nordic Walking und Höhentraining. „Christian ist in beeindruckender Form“, sagt Maier. „Im Winter werden mein Team und ich ihn auch auf Skiern begleiten.“

Über Christian Flühr

Christian Flühr (1973 in Oberhausen geboren) zählt zu den bekanntesten deutschen Extremskifahrern.

Bisherige Erfolge (Auszug):

  • 14 offizielle Ski-Weltrekorde;
  • 31.1.2025 Guinness-Ski-Weltrekord 80 Lifte an einem Tag bei KitzSki und in der SkiWelt Wilder Kaiser;
  • Expeditionen und Skiaktionen in über 20 Ländern.

Regelmäßige Updates zur Vorbereitung, zu den teilnehmenden Skigebieten und zur Streckenplanung im Zusammenhang mit „#Project 3M“ gibt es auf:

https://www.bond-auf-brettern.com/

Die Luftseilbahn Engelberg–Ristis über der Klostermatte ©Brunni-Bahnen Engelberg AG

Engelberg: Rekordjahr für Brunni-Bahnen

Die Brunni-Bahnen Engelberg AG im Kanton Obwalden (CH) schloss das Geschäftsjahr 2024/205 mit einem beträchtlichen Gewinn ab, der erneut eine Dividendenausschüttung ermöglicht. Dank einer außergewöhnlich guten Wintersaison und hoher Ersteintritte konnte gezielt in Infrastruktur, Solaranlagen und ein neues Ökonomiegebäude investiert werden. Dieses Erfolgsjahr stärkt auch die Position des Brunni-Gebiets als Ganzjahresdestination.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 konnte die Brunni-Bahnen Engelberg AG einen Gewinn von 242.900 CHF (= ca. 261.020 Euro) erwirtschaften. Das Anlagevermögen nach Abschreibungen beträgt neu 16,8 Mio. CHF (= ca. 18,06 Mio. Euro) und die Aktionäre können wieder eine Auszahlung von 25 CHF (= ca. 26,87 Euro) pro Aktie erwarten.

Statement Geschäftsführer Roman Barmettler:

„Wir blicken somit auf das umsatzmäßig beste Geschäftsjahr zurück und sind uns durchaus bewusst, dass das sehr gute Wintergeschäft dazu beigetragen hat.“

Herausragende Wintersaison sorgte für Zuwächse

Nach einer durchwachsenen Sommersaison 2024 mit vielen Regentagen entwickelte sich das Wintergeschäft besonders erfreulich. Im November verzeichnete die Brunni-Bahnen Engelberg AG bereits eine Zunahme an Ersteintritten gegenüber dem 5-Jahresschnitt von 60%. „Wir haben im November bewusst eine verkürzte und gestaffelte Betriebsrevision vorgenommen, um unseren Gästen auch im Spätherbst ein erlebnisreiches Angebot zu bieten“, erklärt dazu Roman Barmettler. Und pünktlich vor den Festtagen kamen der Schneefall und das stabile Wetterhoch. Dies bescherte der Brunni-Bahnen Engelberg AG auf den Anlagen und in der Gastronomie Rekordwerte. Geschäftsführer Barmettler informiert: „Dass wir 14% des Jahresumsatzes über Weihnachten und Neujahr erwirtschaften, verdeutlicht unser ausgeglichenes Geschäftsmodell über das ganze Jahr hindurch.“ Der Umsatz auf den Seilbahnanlagen und Liften erhöhte sich gegenüber dem Vorwinter um 79%. Der Umsatz des Familienrestaurants OX wiederum stieg um 50%, und das während einer Betriebszeit von rund 3,5 Monaten. Mit dem Erfolg des OX, der großen Nachfrage im Berglodge Restaurant Ristis und dem Betrieb der Brunnihütte (seit Oktober 2024), fallen rund 40% des Betriebsertrags der Brunni-Bahnen Engelberg AG auf alle Gastrobetriebe. Das entspricht einem Anstieg um 10% gegenüber dem Vorjahr. Knapp 250.000 Gäste besuchten in den 310 Betriebstagen des vergangenen Geschäftsjahres das Brunni-Gebiet.

Investitionen in erneuerbare Energien und in die technische Beschneiung

Geschäftsführer Barmettler sagt: „Dank des erfreulichen Geschäftsgangs konnten wir in die Infrastruktur und unsere Bauten investieren.“ Mit zwei weiteren Solaranlagen auf der Tal- und Bergstation können in Zukunft bis zu 30% des jährlichen Eigenbedarfs mit Sonnenenergie gedeckt werden. Investitionen in die technische Beschneiung werten das Wintersportangebot deutlich auf. Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des Ökonomiegebäudes im Yeti-Park. Dort befinden sich neu ein Kiosk mit Schlittenverleih sowie eine Terrasse mit weiteren Sitzmöglichkeiten rund um den Kinder-Rutschpark.

Zum Unternehmen:

Die Brunni-Bahnen Engelberg AG bezweckt die Bewirtschaftung des Gebiets Engelberg-Brunni als Ausflugs- und Erholungsgebiet und kann jährlich durchschnittlich 240.000 Gäste begrüßen. Die Brunni-Bahnen Engelberg AG erwirtschaften mit einer Pendel-, einer Sesselbahn, drei Skiliften, drei Restaurants und weiteren Erlebnis- und Gastronomieangeboten einen Gesamtumsatz von rund 8 Mio. CHF (= ca.  8,56 Mio. Euro).

Mehr Informationen auf:

https://brunni.ch/

Dr. Erich Egger (Schmittenhöhebahn AG, 3. v. r.) übergibt den Vorsitz des ALPIN CARD-Beirats an Hannes Schwabl (Saalbacher Bergbahnen, 2. v. r.) – gemeinsam mit Vertretern der drei Partnerregionen an Bord der MS Schmittenhöhe. @ faistauer photography

ALPIN CARD: Vorsitzwechsel im Beirat

Auf der MS Schmittenhöhe und damit an jenem Ort, an dem 2019 der Startschuss für die ALPIN CARD fiel, wurde vor kurzem der Vorsitz im Beirat dieses Ticketverbunds neu besetzt. Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, übergab diese Funktion nach mehreren Jahren erfolgreicher Kooperation an Hannes Schwabl, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen.

Die ALPIN CARD wurde im Jahr 2019 als gemeinsamer Ticketverbund der drei Premium-Regionen Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, die Schmittenhöhe in Zell am See und das Kitzsteinhorn Kaprun gestartet. Die offizielle Unterzeichnung fand ebenfalls auf dem Schiff MS Schmittenhöhe statt. Seither steht das Produkt für ein überregionales und ganzjähriges Bergerlebnis mit einem einheitlichen Kartenangebot.

ALPIN CARD: ein Ticket für drei Regionen

Mit nur einem Ticket können Gäste in drei Top-Regionen 365 Tage im Jahr Bergerlebnis genießen. Die enge Zusammenarbeit im Hintergrund ist dafür eine wichtige Grundlage. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Beirat, der in den vergangenen drei Jahren von Dr. Erich Egger geleitet wurde. Mit Hannes Schwabl übernahm nun vor kurzem ein langjähriger Partner aus der Seilbahnwirtschaft den Vorsitz.

Mehr Informationen zur ALPN CARDhttp://www.alpincard.at/

 

Die Baden-Württembergische Filmakademie hat eine 90-minütige Doku mit dem Titel „Abfahrt auf Zeit“ verfasst, die im Herbst in die Medien kommen wird. © Schneezentrum (6)

Der Klimawandel trennt die Spreu vom Weizen

Das Schneezentrum Tirol ist nun über ein Jahr in Obergurgl. Letztes Jahr deuteten die Testergebnisse in Richtung Effizienzsteigerung. Der MOUNTAIN MANAGER hakte nach, ob das immer noch so ist und was es ganz generell Neues gibt.

Mann mit dunklen Locken, Portraitaufnahme

Mag. Michael Rothleitner, Schneezentrum Tirol

Michael, wie sieht es aktuell mit der Effizienzsteigerung aus?

Effizienz bleibt aus meiner Sicht die Herausforderung in allen Belangen. Früher gab es auf die Frage nach den drei wichtigsten Erfolgskriterien im Tourismus die flapsige Antwort: „Lage, Lage und nochmals Lage“. Die Herausforderungen durch den Klimawandel treiben diese für den Schneesport in die Richtung: „Effizienz, Effizienz und nochmals Effizienz“. Auch wenn die Lage, im konkreten Fall die Höhe des Skigebiets, natürlich eine entscheidende Rolle spielt, muss die Beschneiung an drei Effizienzkriterien ausgerichtet werden: die Qualität der Beschneiungsanlage, die Schlagkraft und das Schneemanagement. Was die Qualität der Beschneiungsanlage anbelangt, sind sehr umfangreiche Überlegungen notwendig. Das ist nicht neu. Am Ende stehen dann die Schneeerzeuger, deren Effizienz inzwischen sehr genau mit dem „Obergurgler Verfahren“ getestet werden können. Der MM habt darüber schon berichtet, die Testungen auch vor Ort in Skigebieten sind inzwischen Routine und eingespielt. Ich komme darauf später noch zurück. Ein wesentliches Ergebnis der Effizienztestung ist auch die Tauglichkeit der Anlage im Grenztemperaturbereich. Im vergangenen Winter haben wir sehen müssen, dass so mancher Skibetrieb später als erhofft in Betrieb gehen konnte, weil es für die Beschneiung zu warm war. Beim Thema Schlagkraft muss man sich bewusst sein, dass die Dauer von Wetterlagen – die sogenannte Persistenz – größer zu werden scheint. Zwar stehen Klimatologen bei dieser Aussage noch etwas auf der Bremse (dazu später noch genauer), aber die Praxis beweist leider, dass es mit dem Nachschneien schwieriger wird. Wer also seine Saison absichern will, ist zunehmend dazu gezwungen zu „Klotzen“ statt zu „Kleckern“. Es könnte sonst unter Umständen nicht bis zur nächsten Kaltperiode reichen. Beides hat eine aus meiner Sicht unerfreuliche Auswirkung auf das Schneemanagement. Konnte man bisher bei geeigneter Beschneiungsstrategie Wasser und Energie in der Grundbeschneiung sparen und je nach Saisonverlauf nachschneien, nimmt der Klimawandel den Skigebieten diese Möglichkeit zunehmend aus der Hand. Wenn es zu Saisonbeginn kalt wird, dann muss man fast zwangsweise verantwortungsvoll für den eigenen Betrieb und die Region mit entsprechend ausreichender Schneeproduktion vorsorgen. Flapsig: Volles Rohr! Wir beobachten daher weiterhin Effizienzsteigerungsmaßnahmen, was weiterhin auch höchst notwendig ist. Ich muss aber festhalten, dass es um mehr geht. Die Betriebe müssen klimafit werden.

Chart Temperaturanstieg in Österreich.

Chart Temperaturanstieg in Österreich.

Was heißt das genau? Gibt es zum Klima und seinen Auswirkungen auf den Schneesport neue Erkenntnisse?

Ihr habt im letzten Jahr darüber berichtet, dass wir im Expertenforum „Klima.Sport.Schnee“ die Auswirkungen der neuesten Klimaforschungsergebnisse auf den Schneesport im Juli veröffentlichen wollten. Tatsächlich gelang uns das erst jetzt im vergangenen Juni 2025, weil die Daten zum Temperaturanstieg genau berücksichtigt werden sollten. Und diese Daten sind richtig ernüchternd. Nach neuesten Erkenntnissen beträgt die mittlere Erwärmung seit vorindustrieller Zeit bis Ende 2024 in Deutschland 2.5°C, in der Schweiz 2.9°C und in Österreich 3.1°C. Das Klimaziel von Paris 2015 war 1,5°C seit vorindustrieller Zeit und hier sind wir in Österreich jetzt schon bei mehr als dem Doppeltem!

Du hast vorhin erwähnt, dass ein wesentliches Ergebnis eurer Effizienztestungen die Tauglichkeit der Anlage im Grenztemperaturbereich zeigt. Kann man das genauer beschreiben?

Machen wir ein konkretes Beispiel. Wir haben im Auftrag eines Skigebiets drei vorausgewählte Schneeerzeuger getestet und mit einander verglichen. Die Messergebnisse sieht man im eingangs dargestellten Bild: Bei annähernd identen Bedingungen (Temperatur, Feuchte, Wassertemperatur) wurden fast idente Schneequalitäten (Gewicht und Dichte) erzeugt. Den Wasserdruck und die Wassermenge mussten wir natürlich dazu jeweils anpassen, um diese gleichen Ergebnisse zu erzeugen. Hier gab es dann doch enorme Abweichungen. Wenn man die Maschinen 1 und 2 vergleicht, dann zeigt sich bei etwas höherem Wasserdruck von rund 6 bar aber einer Energieaufnahme von nur einem Drittel und einem doppelt so hohen Wasserdurchsatz, um wieviel besser die Maschine 2 arbeitet. Zudem liegt der Wasserverlust durch Verdunstung während der Beschneiung deutlich niedriger. Enger verlief das „Rennen“ zwischen den Maschinen 2 und 3. Hier entscheiden dann andere Faktoren, wie Betreuung, Preis, Wartung, Handling etc. Wenn dieselben Maschinen dann noch einem Test bei -1,5°C FKT unterzogen werden, dann kann man schon das deutlich bessere Produkt in Bezug auf Schlagkraft und Effizienz finden und wählen. Leider kann ich nicht weiter aus der Schule plaudern, weil die Tests fast allesamt strengen NDA-Vereinbarungen unterliegen. Aber wir testen jetzt doch schon einige Jahre und es manifestieren sich unsere Beobachtungen. Einiges deutet darauf hin, dass sich die Spreu vom Weizen trennt. Manche Hersteller haben immer ein Produkt unter den besten Schneeerzeugern, aber keines bei den schlechtesten und bei anderen Herstellern ist es dann eben umgekehrt.

Chart Vergleich Messergebnisse von drei Schneeerzeugern.

Chart Vergleich Messergebnisse von drei Schneeerzeugern.

Jetzt wird es aber schon spannend, kannst Du nicht Namen nennen?

Ich verstehe die Frage, ich frage mich auch selbst oft, wann wir mit gutem Gewissen den sich abzeichnenden Trend mit Namen belegen, komme aber doch – zumindest noch – zum Schluss, dass die Anzahl unserer Tests und die Unterschiede in den Schneibedingungen nicht ausreicht, um den Nagel verlässlich einzuschlagen. Leider kommt auch noch dazu, dass wir mit unseren Partnern immer wieder auch an den Basics der Beschneiung „herumdoktern“ müssen. D.h. dass manche Tests interpretiert werden müssen, weil falsche Maschineneinstellungen, Fehler bei der Wasserdruckdosierung oder auch Aufzeichnungsfehler bei der Testdauer das notwendig machen. Bei groben Unterschieden ist das kein Problem, wenn die Unterschiede aber relativ gering sind, so wie z. B. bei den Maschinen 2 und 3 oben, dann reicht das aus meiner Sicht nicht, um professionell zu urteilen. Ich kann nur empfehlen sich mit der eigenen Beschneiungsanlage genau zu beschäftigen. Wer für seine Beschneiungsanlage ein genaues Ergebnis haben will, der kann das aber verlässlich bekommen.

Eure Tests zeigen ja bis zu einem gewissen Grad auch die Grenzen des Machbaren auf? Muss sich der Wintersport aus Deiner Sicht Sorgen um seinen Bestand machen?

„Der Wintersport“ nicht, aber manche Destinationen und auch einzelne Events schon und bei all dem muss man die Rolle der Medien im Auge behalten. Der zweite Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel ( APCC 2025, AAR2 https://aar2.ccca.ac.at/download-de) führt uns drastisch vor Augen, wohin die Reise leider zu gehen droht. Auch das Expertenforum Klima.Sport.Schnee, in dem ich mitarbeiten darf, hat für den Wintersport in den Alpen darauf hingewiesen, dass 1. die Schneedecke langfristig zurückgehen, 2. sich die Anzahl und Dauer der Beschneizeiten verringern und 3. sich der Wasser- und Energiebedarf erhöhen wird. Es werden sogar erste Nutzungskonflikte sichtbar. Das ganze Positionspapier ist unter https://www.stiftung.ski/dflip/expertenforum_2025.html einsehbar. Folglich werden weitere Skilifte aus ökologischen oder ökonomischen Gründen ihren Betrieb einstellen müssen. Das kommt nicht überraschend, wir können/müssen das ohnehin schon seit Jahren verfolgen.

Buchtitel mit blauem Himmel und Meßstation

Das Expertenforum „Klima.Sport.Schnee“, veröffentlichte den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Perspektiven des Winter- und Bergsports im Zeichen globalen Klimawandels“.

Was setzt Ihr dem zunehmenden medialen Druck entgegen?

Große Events wie beispielsweise sogar Weltcup-Rennen kommen unter medialen Druck. Die Baden-Württembergische Filmakademie hat im letzten Winter in St. Anton den Aufwand für WC-Rennen unter die Lupe genommen, mit Klimaforschern das Thema genau beleuchtet und sich von uns zeigen lassen, wie die Beschneiungseffizienz gemanagt werden kann. Das Ergebnis ist eine 90-minütige Doku mit dem Titel „Abfahrt auf Zeit“, die im Herbst in die Medien kommen wird. Hier in Gurgl konnten wir mit unseren Tests zeigen, dass die Rennen in Hochgurgl sogar zu einer Effizienzsteigerung geführt haben. Der Klimawandel und die Medien spornen daher durchaus auch an. Wenn aber z. B. das Kandahar-Rennen in Garmisch-Partenkirchen abgesagt werden muss, dann hat das enorm negative Auswirkungen. Mit Servus TV haben wir letzten Winter eine Trilogie zum Themenschwerpunkt ökologisch verantwortliche Beschneiung gemacht, die aus meiner Sicht nicht nur die Verantwortung in den Skigebieten sehr gut aufgezeigt hat, sondern auch sehr positive Beispiele, wie mit ihr umgegangen wird. Im großen Medienrauschen geht so etwas aber fast unter. Im Anton Pustet Verlag wird gerade ein Buch zum Thema „Zukunft des Skifahrens“ redigiert, das im Wesentlichen die Auswirkungen auf die Natur aufzuzeigen versucht. Wieder ein Beispiel, dass der Druck auf den Wintersport weiter steigen wird. Unter dem Strich heißt das für mich, dass die Anstrengungen zu den Themen Ressourceneinsparung und Effizienzsteigerung weiter erhöht werden müssen.

Fernsehteam im Schneezentrum

Mit Servus TV hat das Schneezentrum Tirol letzten Winter eine Trilogie zum Themenschwerpunkt „ökologisch verantwortliche Beschneiung“ gemacht.

Zum Schluss: wie geht es bei Euch weiter?

Wir testen im nächsten Winter die gesamten Neuentwicklungen eines Herstellers, werden in einem Südtiroler Skigebiet ein Projekt zur Effizienzsteigerung der Pistenpräparierung begleiten, planen den Ausbau unseres Labors und sind in vielen neuen Forschungsprojekten engagiert. In Obergurgl geht ein neues Speicherteichprojekt von der Planung in die Umsetzungsphase, wir werden dort das Thema effiziente Wasserkühlung begleiten. Beispiele für aktuelle Forschungsprojekte wären: das FuturLab des Landes Tirol zur Zukunft des Wintertourismus, das europäische Projekt zur Klima-Resilienz in den Alpen – „Mount Resilienz“ , ein spannendes Projekt im Stollen von Hagerbach in der Schweiz zur Effizienzsteigerung im Wassermanagement beim Snowfarming und vieles mehr. Und zur Frage, wie der nächste Winter wird, sage ich aber nichts mehr. Letztes Jahr lag ich ja mit meiner Einschätzung: „kalt und schneeweiß“ nicht so ganz richtig….

Wir danken für das Gespräch!

mak

 

Modernisierung der Forschungsstation „Troll“ des Norwegischen Polarinstituts in der Antarktis: Bereits vor Weihnachten dieses Jahres werden die ersten drei Panther XL-Fahrzeuge anspruchsvolle Transport- und Logistikaufgaben übernehmen. @Prinoth

Panther XL auf Mission in der Antarktis

Die im Königin-Maud-Land in der Antarktis situierte Forschungsstation „Troll“ des Norwegischen Polarinstituts (Norsk Polarinstitut) soll modernisiert werden. Dabei werden die leistungsstarken Raupentransporter Panther XL von Prinoth, mit Sitz in Sterzing, Telfs und Granby (Canada), für Transport- und Logistikaufgaben an der Forschungsstation „Troll“ eingesetzt. Der Auftrag umfasst zehn Panther XL-Fahrzeuge sowie ein umfangreiches Ersatzteil- und Servicepaket im Umfang von 175 Mio. NOK (= ca. 14,76 Mio. Euro).

Bereits vor Weihnachten dieses Jahres werden die ersten drei Panther XL auf dem Eis stehen und bereit sein, anspruchsvolle Transportaufgaben in der wetterhärtesten Gegend der Welt zu übernehmen.

Statement Camilla Brekke, Direktorin des Norwegischen Polarinstituts:

„Diese Beschaffung ist wichtig für den Zeitplan der Arbeiten an unserer neuen Station, aber auch für die gesamte norwegische Antarktisforschung. Die aktuelle Station befindet sich am Ende ihrer Lebensdauer, und wir benötigen einen modernen Maschinenpark, der den extremen Wetterbedingungen in der Antarktis gewachsen ist. Die neuen Raupenmaschinen tragen dazu bei, die Grundlage für die Entwicklung und Verstärkung der norwegischen Forschungsanstrengungen im Königin-Maud-Land zu schaffen.“

Der Panther XL im Detail

Endgefertigt im Werk Granby (Québec), ist diese Maschine das Ergebnis intensiver bereichsübergreifender Zusammenarbeit: Entwicklungen aus den Bereichen Pistenfahrzeuge (Sterzing, Telfs) und Raupentransporter (Granby) wurden erstmals in einem Fahrzeug zusammengeführt. Zudem wurden, laut Prinoth, Innovationen umgesetzt, die speziell für extreme Bedingungen wie in der Antarktis entwickelt wurden. Aus dem Bereich Prinoth-Pistenfahrzeuge stammen ein großes, intuitives und individuell anpassbares Touchscreen-Display, beheizbare Scheiben und Scheibenwischer für die extremen antarktischen Wetterbedingungen sowie im Cockpit ein luftgefederter Spezialsitz, ein ergonomisches Lenkrad und ein Tempomat. Damit ist ein sehr hoher Bedienkomfort für Langstreckeneinsätze gewährleistet. Die Fahrzeuge müssen immerhin 10 bis 15 Transportschlitten mit einem Gewicht von bis zu 150 Tonnen über zwei bis drei Tage von der Übernahmestelle zur Forschungsstation „Troll“ ziehen. Von den Prinoth-Raupentransportern stammen das von Prinoth patentierte Gummikettenfahrwerk mit groß dimensionierten Laufrollen und automatischer Kettenspannung für zuverlässige Leistung in anspruchsvollem Gelände sowie ein fortschrittlich integriertes Antriebssystem, das auf der langjährigen Erfahrung mit Caterpillar Power Packs basiert. Überdies bringt der Panther XL eigens für den Polareinsatz entwickelte Neuerungen mit sich. Dazu zählen eine vollständig gefederte Kabine für optimale Fahrqualität, Prinoths patentierte Antriebs-Dynamik für maximale Traktion und Stabilität sowie ein zum Patent angemeldetes Assistenzsystem, das lange Fahrten unter Extrembedingungen deutlich erleichtert. Dank der neuen Kettenfahrzeuge kann der Transport von Modulen und anderer Ausrüstung zur neuen Station während der kurzen und hektischen antarktischen Sommersaison durchgeführt werden. Die Fahrt von der Entladestelle an der Eiskante zur Forschungsstation „Troll“ dauert zwei bis drei Tage. Die Maschinen werden nahezu ununterbrochen im Einsatz sein und spielen eine zentrale Rolle in der Logistik dieses ehrgeizigen Bauprojekts.

Statement Erland Loso, Direktor für Betrieb und Logistik am Norwegischen Polarinstitut:

„Dies sind Kettenfahrzeuge der Extraklasse, die speziell für den Einsatz in der Antarktis entwickelt wurden und in enger Zusammenarbeit mit den Fahrern und Mechanikern des Polarinstituts entwickelt wurden. In Norwegen gibt es kaum vergleichbare Maschinen.“

Statement Klaus Tonhäuser, Präsident von Prinoth:

„Die Antarktis verlangt nach Spitzentechnologie. Indem wir die Stärken unserer Teams für Pistenfahrzeuge und Raupentransporter vereint und gezielte Innovationen ergänzt haben, ist uns ein Fahrzeug gelungen, das selbst unter den härtesten Bedingungen überzeugt – und unsere gruppenweite technische Kompetenz sowie den Fokus auf Kundenbedürfnisse unterstreicht.“

Das Projekt verdeutlicht Prinoths Anspruch, leistungsstarke und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, mit denen Kunden selbst dort erfolgreich arbeiten können, wo herkömmliche Maschinen an ihre Grenzen stoßen.

Mehr Informationen auf:

http://www.prinoth-crawlercarriers.com

My Ski amadé Friends Club. © Ski amadé

„Die Herausforderungen sind größer geworden“

Anfang Juni 2025 hat Manuel Schnell die Geschäftsführung von Ski amadé übernommen. Der MOUNTAIN MANAGER hat ihn nach seinen Zielen und den Herausforderungen der Zukunft befragt.

Ski amadé wurde im Jahr 2000 gegründet. Was war die Intention vor 25 Jahren, wie steht man heute zur Zielsetzung?

Die Intention war damals sicherlich, den Gästen ein starkes, einzigartiges Produkt zu bieten, um die Größe, die Stärken und die Vielfalt unserer Skigebiete in den Vordergrund zu rücken. Das waren unsere Ziele für den Gast. Darüber hinaus wollten die Unternehmen Synergien nutzen und Kooperationen finden und stärken. Das hat unterschiedliche Bereiche betroffen, den Vertrieb der Skipässe, Knowhow-Transfer, nationales und internationales Marketing und gemeinschaftliche Einkaufsaktionen für die Destinationen. Ich denke, man kann sagen, dass die Ziele erreicht worden sind. Wenn man sich etwa die Bekanntheit der Marke Ski amadé ansieht, sind wir schon sehr gut aufgestellt. Die Ziele heute sind im Vergleich mit den Anfängen sicher sehr ähnlich, es sind in den letzten Jahren aber natürlich sehr viele Aufgaben dazugekommen. Die Herausforderungen sind größer geworden.

Zwei Männer im Anzug

Managing Director und Geschäftsführer Dr. Christoph Eisinger (li.) übergab das Zepter an Manuel Schnell. © Ski amadé

Wie sehen Sie die Position von Ski amadé am Markt?

Ski amadé ist mit Sicherheit eine sehr starke Marke, die Destinationen sind sehr gut aufgestellt im Bereich Ski- und Wintertourismus. Das spiegelt sich etwa in diversen Marktstudien, die uns vorliegen. Das unterstreicht unsere Bemühungen, als starke Marke aufzutreten. Die Kernbotschaften von Ski amadé, also Größe, Vielfalt und Qualität werden sehr gut an die Gäste herangetragen und von ihnen auch so angenommen.

Was sind die Vorteile für die Mitgliedsbetriebe?

Zusätzlich zur Bekanntheit der Marke, von der jeder Mitgliedsbetrieb profitiert, hat Ski amadé mit den bekannten Pluspunkten entsprechendes Vertrauen in das dahinterstehende Angebot aufgebaut. Davon profitieren Gäste und natürlich im Gegenzug auch unsere Mitgliedsbetriebe. Wesentlich sind dazu die Synergien, die zum Tragen kommen und von denen die Mitglieder profitieren, das gemeinsame Auftreten und natürlich die Größe, die Ski amadé hat. Darüber hinaus gibt es Schulungen, Workshops und Arbeitsgruppen, in denen man sich intensiv mit wichtigen Themen wie Digitalisierung, Sicherheit oder KI beschäftigt. Hier versucht Ski amadé, auf die Bedürfnisse der Mitgliedsbetriebe einzugehen und wichtige Themenbereiche abzudecken.

Sie haben vor wenigen Wochen die Geschäftsführung von Dr. Christoph Eisinger übernommen, wie war Ihr Zugang zur Branche und zu Ski amadé im Besonderen?

Ich habe am 1. Juni die Geschäftsführung von Christoph Eisinger übernehmen dürfen, der seit Anfang an bei Ski amadé dabei war. Ich bin in Bischofshofen im Pongau aufgewachsen und wohne auch heute noch dort. Ich hatte deshalb von frühester Kindheit an einen starken Bezug zum Wintersport. 2012 habe ich dann neben meinem Studium Informationstechnik und Systemmanagement begonnen, 25 Stunden die Woche für Ski amadé zu arbeiten. Ein Jahr später ist daraus eine Vollzeitanstellung geworden. Ich kenne Ski amadé und die Aufgaben also schon seit vielen Jahren. Das ist ein Vorteil in meiner jetzigen Funktion, weil die Anforderungen sehr komplex und vielfältig sind.

Zwei Skitouerengeher unterwegs im Skigebiet

Skitouren Coaching. © TVB St. Johann

Welche Ziele setzen Sie sich?

Es ist eine große Herausforderung in große Fußstapfen zu treten. Das hat aber auch den Vorteil, dass sehr viel vorhanden ist, was sehr gut funktioniert. Ein Ziel ist es, dass wir Ski amadé im Sinne der Bergbahnunternehmen und der touristischen Einheiten weiter stärken, um national und international relevant und vorne dabei zu bleiben. Wir möchten im touristischen Umfeld also unsere gute Position weiter halten und stärken. Für die Gäste bedeutet das, dass wir auch weiterhin maßgeschneiderte Angebote aufbauen und bieten wollen, dazu Service auf höchstem Niveau. Auch digital sind wir schon sehr gut aufgestellt, wollen uns in diesem Bereich aber auch stetig weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang freut es uns sehr, dass wir als innovativ wahrgenommen werden, wie uns Umfragen bestätigen. Diese Linie wollen wir beibehalten und ausbauen.

Stehen Änderungen im Konzept, in der Ausrichtung an?

Grundsätzlich wollen wir den Fokus verstärkt auf digitale Services legen. Das bezieht sich nicht nur auf alles rund um den Skipass, sondern das gesamte Bergerlebnis, ob das jetzt den Winter oder auch den Sommer betrifft. Das wird immer mehr Thema für uns und unsere Partner. Ein immer wichtigeres Thema im Bereich Marketing ist dann alles rund um Social Media. So hat Ski amadé auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram rund 500.000 Follower, auch unsere Website ist mit mehr als 6 Mio. Zugriffen allein im Winter eine sehr starke Plattform. Auch hier sind wir bestrebt, noch stärker zu werden – das wird ebenfalls ein Fokus in unserer Arbeit sein.

Pumpstation von innen

Bergbahnen Inside Tour. © Hochkönig Bergbahnen GmbH

Wo sehen Sie die Vorteile der Digitalisierung, auch der KI?

Für Ski amadé ist Digitalisierung schon seit langem Thema. Wir waren unter den ersten Destinationen, wo man den Skipass digital erwerben konnte. Mittlerweile lukrieren wir einen wesentlichen Teil unseres Gesamtumsatzes digital. Das sehen wir etwa im Bereich der Buchungen. Gäste buchen heute immer früher und das hilft den Mitgliedsbetrieben dann sehr gut in der Planung. Wir sind dadurch in der Lage, immer besser auf unsere Gäste einzugehen und ein maßgeschneidertes Angebot bereitzustellen. Durch unsere Präsenz auf den diversen Social-Media-Kanälen können wir unsere Gäste mit Informationen sehr gut am laufenden halten. Aber auch intern helfen uns die Daten, die wir generieren können, enorm. Dazu haben wir eine Plattform geschaffen, die höchsten Anforderungen an Datenqualität, Sicherheit und Zustellschnelligkeit gerecht wird. Unsere Mitglieder erhalten für sie wesentliche Kennzahlen und können diese tagesaktuell abrufen, das ist für uns tatsächlich ein Quantensprung. Die KI wird uns hier sicher in Zukunft vermehrt weiterhelfen. Dafür werden wir unseren Partnern die benötigten Tools und Schulungen bieten, damit wir aus dieser Thematik alles herausholen, was für uns nützlich ist. Das sind Kernaufgaben, die wir Stück für Stück in Angriff nehmen werden.

Wie viele Mitgliedsbetriebe gibt es heute, sehen Sie hier noch Wachstumspotenzial – etwa in anderen Bundesländern?

Ski amadé umfasst Mitgliedsbetriebe hauptsächlich in den Bundesländern Salzburg und Steiermark. Das sind fünf große Regionen, nämlich die Salzburger Sportwelt, Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und das Großarltal, darin 25 Skiorte. Derzeit gibt es keine Überlegungen, die Anzahl an Mitgliedern zu erhöhen oder noch andere Bundesländer miteinzubeziehen.

Skifahrer auf Piste bei Sonnenschein

Skigenuss trifft Wellness. © TVB Großarl

Was sehen Sie als wesentliche Herausforderungen der Zukunft?

Die wesentlichen Herausforderungen liegen sicher im technologiebedingten und klimatischen Wandel, der sich in vielen Bereichen niederschlägt. Das wird viele Herausforderungen mit sich bringen, damit man die Dinge und die Position, die man erreicht hat, auch weiter ausbauen kann. Dazu werden die Anforderungen der Gäste immer spezieller und individueller. Auf sie einzugehen und hier maßgeschneiderte Angebote zur Verfügung zu stellen, wird eine Herausforderung bleiben. Helfen wird uns dabei sicher die engmaschige Vernetzung mit unseren Leistungsträgern. Auch hier wird die KI nicht nur Herausforderung, sondern auch große Hilfe sein, damit wir Informationen besser verknüpfen und unser Angebot entsprechend ausrichten können. Bei allen anstehenden Aufgaben sind wir aber auch darauf bedacht, dass wir unsere Authentizität beibehalten. Sie ist ein wesentlicher Punkt, warum Gäste zu uns kommen. Unser Angebot ist groß und vielfältig, unserer Destinationen setzen auf Glaubwürdigkeit und Integrität. Das zeichnet unsere Regionen und unsere Mitgliedsbetriebe aus. Das wollen wir auch in Zukunft leben und kommunizieren.

lw

© cm

Coming soon: the supplement snowmaking

Die neueste Ausgabe Nr. 4/25 der Fachzeitschrift Mountain Manager mit der Beilage zum Thema „technische Beschneiung“ wird nächste Woche verschickt. Das Supplement enthält auch technische Tabellen zu den Propellermaschinen und Schneeerzeugern verschiedener Hersteller. Darüber hinaus beinhaltet die Beilage informative Artikel.

Auszug aus dem Inhalt der Beilage „technische Beschneiung“:
  • Interview Mag. Michael Rothleitner, Schneezentrum Tirol: Der Klimawandel trennt die Spreu vom Weizen.
  • DEMACLENKO: Maximale Effizienz und Wartungsfreundlichkeit mit dem E-TOWER;
  • Optimierung mit dem SNOWMASTER von TechnoAlpin ;
  • Bächler Top Track AG: Der „Pioneer“ testet wieder.
  • Innovative und kosteneffiziente Speicherseeumwälzung mit OLOID;
  • Schneeprophet mit dem SIS ECO Award 2025 ausgezeichnet.
  • MND Snow: eine neue Generation von Schneeerzeugern;
  • Supersnow präsentiert die 900 H.
Das MM-Team wünscht eine interessante Lektüre!

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Check it out: the Mountain Manager 4/25

Die neueste Ausgabe wird nächste Woche versendet und hat unter anderem den Bergsommer, Trends im Sommergeschäft, die Ökologie und die technische Beschneiung als Schwerpunkte. Eine eigene Beilage zum Thema „technische Beschneiung“ bietet interesssante Arikel zu dieser Thematik. Technische Tabellen über Propellermaschinen und Schneilanzen unterschiedlicher Hersteller bieten detaillierte Einblicke. Mehr über das Supplement erfahren Sie demnächst bei uns online.

Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 4/25:
  • Meinung: Mag. Günther Aigner, Zukunft Skisport: „Beschneiung ist ökologischer als Polemiker glauben.“
  • SUPERSNOW feiert 25 Jahre-Jubiläum.
  • Vielversprechender Start der Schweizer Sommersaison;
  • Millionen Urlauber zieht es in Österreichs Berge.
  • Bikepark am Großen Arber eröffnet;
  • Neuerungen beim Bikepark auf der Planai;
  • Professionelle Fahrradwäschen steigern das Bike-Erlebnis.
  • Rupert Schiefer: Das klassische Saisondenken ist vorbei.
  • Solar-Forschungsprojekt SLF Davos: Licht ist nicht gleich Licht.
  • MM-Interview: Manuel Schnell, Geschäftsführung Ski amadé: „Die Herausforderungen sind größer geworden.“
Das MM-Team wünscht eine interessante Lektüre!

 

Auch dieses Jahr im Sommer steht in Österreich bei den Bergurlaubern Mountainbiken hoch im Kurs – im Bild der Biketrail Serfaus. @Bergbahnen Serfaus-Fiss-Ladis

Österreich bei Bergurlaubern europaweit äußerst beliebt

Gemäß einer aktuellen Sonderauswertung der Sommerpotenzialstudie der Österreich Werbung (ÖW) belegt Österreich unter bergbegeisterten Urlaubern in Europa einen Spitzenplatz. Es ist wichtig, dass hochwertige Angebote in den Regionen zur Stärkung dieses Trends beitragen.

Rund 43 Millionen Menschen in den zehn von der ÖW analysierten europäischen Märkten (Österreich, Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Dänemark, UK, Italien, Polen und Tschechien) möchten dieses Jahr einen Urlaub in den Bergen verbringen. Dabei stehen Wandern und Mountainbiken besonders hoch im Kurs. Dies entspricht ca. einem Viertel aller Sommerreisenden. Besonders erfreulich ist, dass ein Drittel dieser europäischen Bergurlauber, also 13 Millionen Menschen, Österreich als Reiseziel für ihren Urlaub angeben. Im Allgemeinen gehört Österreich in den zehn untersuchten Märkten zu den Top-5-Bergzielen: Es belegt den ersten Platz im Inland und in den Niederlanden, sowie den zweiten Platz in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Dänemark und Großbritannien. „Die Sehnsucht nach frischer Luft, majestätischen Panoramen und vielfältigen Outdoor-Aktivitäten trifft auf eine Zielgruppe, die jünger, aktiver und naturbewusster als der Durchschnittsgast ist. Besonders relevant ist, dass von ihnen 60 bis 80 % auch in den Vor- und Nachsaisonen verreisen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass unsere Bergerlebnisse das ganze Jahr populär und damit zentral für die Weiterentwicklung des Ganzjahrestourismus in Österreich sind“, sagt Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

Tourismusmotor Seilbahnen

Seilbahnen ermöglichen den Zugang zu alpinen Natur- und Erlebnisräumen und tragen durch ihre Infrastruktur wesentlich zur Mobilität und Aufenthaltsqualität in den Regionen bei. „Seilbahnen sind der Schlüssel zu vielen außergewöhnlichen alpinen Erlebnissen und einzigartigen Aktivitäten in Österreichs Bergwelt. Sie verbinden nicht nur Tal und Gipfel, sondern fungieren ganzjährig als zentrale Säulen nachhaltiger touristischer Mobilität“, so Steharnig-Staudinger weiter.

Hörl: Angebote der Seilbahnen im Sommer bleiben voll im Trend

Für den Fachverband der österreichischen Seilbahnen wird die Sommersaison zu einem bedeutenderen Bestandteil innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. „Wir beobachten seit Jahren einen positiven Trend, der untrennbar mit der intensiven Weiterentwicklung des Angebots der Seilbahnen verbunden ist“, so Fachverbandsobmann Franz Hörl. Inzwischen beträgt der Anteil des Sommertourismus am jährlichen Gesamtumsatz bereits 15 %. Dies führe nicht nur zu einer weiteren Attraktivierung der Branche als Arbeitgeber mit einer steigenden Anzahl an Ganzjahresarbeitsplätzen, sondern entspreche auch den Wünschen der Gäste. „Immerhin geben bereits 40 % der Gäste an, dass sie bei einem fehlenden Bergbahnangebot eine andere Region als Urlaubsdestination wählen“, erklärt Hörl. Seitens der österreichischen Seilbahnen werde sich daher die Professionalisierung und Diversifikation der Angebote weiter fortsetzen. „Wir werden uns auch in Zukunft mit Qualität und einem starken Fokus auf die Vielfalt der Bergerlebnisse als attraktive Bereicherung des heimischen Sommertourismus positionieren. Dies trägt maßgeblich zu einer markanten Alleinstellung der Destination Österreich im Wettbewerb der Urlaubsziele bei“, so der Fachverbandsobmann.

Grundner: Hohe Nachfrage nach Naturerlebnis, Entschleunigung und generationenübergreifende Angebote

„Die Nachfrage nach echten Naturerlebnissen und Entschleunigung am Berg ist ungebrochen – und unsere Mitglieder liefern genau das: naturnahe Erlebnisräume, kreative Inszenierungen und höchste Qualitätsstandards”, so Kornel Grundner, Sprecher der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen”. Das Gütesiegel steht nicht nur für abwechslungsreiche Bergerlebnisse und Familienfreundlichkeit, sondern auch für ein tief verankertes Nachhaltigkeitsverständnis. „Gäste dürfen sich 2025 auf neue Biketrails, erweiterte Wasserwelten oder Erlebniswege freuen, die Generationen verbinden und den Berg ganzjährig erlebbar machen. Unsere Bergbahnen sind längst mehr als ein Transportmittel – sondern aktiver Teil der alpinen Sommer-Berg-Erlebnisse unserer Gäste, die auch immer häufiger ein zweites oder drittes Mal während der Saison wiederkommen. Nachhaltigkeit ist dabei Teil unserer DNA. Und mit starken Partnerschaften, etwa im Bereich nachhaltige Mobilität mit dem ‚KlimaTicket Ö‘ oder der ‚Gipfel-Charta für mehr Achtsamkeit am Berg‘, übernehmen wir Verantwortung für unsere Bergwelt – gemeinsam mit unseren Gästen“, so Grundner.

Über die Studie „Bergurlaub im Sommer“

Die Studie „Bergurlaub im Sommer“ wurde von der Österreich Werbung in Auftrag gegeben und liefert wertvolle Erkenntnisse zu Zielgruppen, Trends und Potenzialen im alpinen Sommertourismus.

Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
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