Ausgabe 5/2020

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Impressum

TRENDS

  • Meinung: Ing. Siegfried Rasser, Vorstand Hochalmbahnen Rauris: „Unser Dynamic Pricing wirkte sich positiv aus“
  • Skidata und Novogenia entwickelten Covid-Tests

Bergsommer (2)

  • Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Die 7 größten Überraschungen des Sommer-Bergurlaubs
  • Mountainbike Tourismus auf der Turracher Höhe
  • Neue Biketrails in Oberndorf
  • Erste Solarsauna der Welt auf 2.000 m
  • Neuer Familienweg KUHbidu in Wagrain
  • Flying Coaster – Weltneuheit in Gröbming
  • Kärntens erste Rollbobbahn in Bad Kleinkirchheim
  • Einzigartiger Schweizer Zipline-Park im Appenzellerland eröffnet
  • Sunkid: BERGaufRODEL – die Rodel die bergauf fährt

SEILBAHNTECHNIK

  • LEITNER ropeways: Roccaraso hält an Ausbaustrategie fest
  • DOPPELMAYR/GARAVENTA: Lünersee generalsaniert in neuem Glanz
  • LEITNER ropeways/Nebelhornbahn Oberstdorf: Baustart früher als geplant
  • DOPPELMAYR/GARAVENTA: Bauarbeiten Salvistabahn kommen gut voran

MARKETING & MANAGEMENT

  • 153. MM-Interview: Friedl Eberl, Betriebsleiter und Prokurist Bergbahnen Hohe Salve: „Sommer gewinnt immer mehr an Bedeutung“
  • Wetterpanorama im Servus-TV setzt auf Panomax-Kunden
  • KASSANDRA für Gästeprognose und Analyse

TECHNIK & WIRTSCHAFT
AKTUELL

  • Snowfarming Resterhöhe: Schnee von gestern für den Sport von morgen
  • Großarler Bergbahnen: Für die Zukunft gerüstet
  • Vorschau 5. MTB Kongress
  • Grischconsulta: Betriebskosten in mittelgroßen Skigebieten
  • Photoprint, ein neues Produkt von Alturos Destinations

PISTENMANAGEMENT & BESCHNEIUNG

  • TechnoAlpin: Problemlos in die kommende Wintersaison
  • Gletscherschutz mit Tencate
  • PowerGIS: Ausbildung und Vernetzung im ARENA Innovationslabor
  • Neuer Servicepoint am Grießenkar

SUPPLEMENT ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

  • Interview mit Mag. Anton Bodner und Florian Wörgetter: Bergbahnen Kitzbühel setzen weiterhin auf PowerGIS
  • Prinoth: Mit voller Kraft in den neuen Winter
  • Motorex: Komplettes Sortiment an Hygiene- und Schutzprodukten
  • Kässbohrer Composites GmbH: Fünf Verfahren, ein Ziel
  • Kässbohrer: Bekenntnis zur Nachhaltigkeit
  • Vorstandswechsel bei Kässbohrer
  • Kässbohrer: Die PRO ACADEMY ist überall
  • Zaugg-Rolba R500 mit Wechselnutzen
  • Lang Energie AG: Saubere Kraft für Pistenfahrzeuge
  • Elektro-Schneefahrzeug Bobsla: Ohne Benzin, ohne Lärm
  • Pistentech: Servicequalität nochmals erhöht
  • Technische Tabellen: Pistenfahrzeuge
  • Technische Tabellen: ATV
  • Technische Tabellen: Motorschlitten

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Ausgabe 4/2020

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Meinung: Jack Falkner, Reto Gurtner, Andy Varallo: „Verantwortungsbewusst in die Zukunft“     

Impressum
Bergsommer (1)

  • Wilder Berg Mautern
  • Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Gut vorbereitet gestartet
  • Mountaincart – Der Gästebegeisterungsgarant
  • Bikepark Innsbruck feilt an seiner Attraktivität
  • Österreichs 1. Klimawanderführer im Kaunertal
  • Sunkid: Außergewöhnliche Sommerprojekte
  • „La Gondola“ am Walensee – das Gondelrestaurant

SEILBAHNTECHNIK

  • Atria mit dem Red Dot Award Procuct Design ausgezeichnet
  • DOPPELMAYR/GARAVENTA: 10er Kabinenbahn „König Laurin“ in Carezza
  • LEITNER ropeways/Geißkopfbahn: Top für Sommer & Winter
  • LEITNER ropeways: Modernes Kraftpaket in Schladming
  • DOPPELMAYR/GARAVENTA: 3S-Bahn auf Cat Ba (Vietnam) eröffnet
  • DOPPELMAYR/GARAVENTA: 10-MGD Schindlergratbahn in St. Anton
    Bartholet Seilbahnen: Neuer Weltrekord in der Türkei

MARKETING & MANAGEMENT

  • Bergbahnen als AUVA-Partner
  • 152. MM-Interview: Franz Moderegger, Vorstand Berchtesgadener Bergbahn AG
  • Studie der Österreich Werbung zum Inlandsurlaub
  • Leadership-Programm für Bergbahnen
  • Bilanz der HTI-Unternehmensgruppe
  • Liefer- & Logistikkette: Das primäre Ziel der Hacker
  • Institute of Brand Logic: Wintertourismus braucht Skisport plus innovative Zusatzerlebnisse
  • Erste Ergebnisse der Studie „Best Ski Resort“
  • Videobasierte Lösung für Zutrittskontrolle von feratel

TECHNIK & WIRTSCHAFT
LEASING (2)

  • Kässbohrer: Besondere Situationen erfordern besondere Lösungen
  • Pistentech: Alles aus einer Hand

PISTENMANAGEMENT

  • PowerGIS: Vermessung & Pistenmanagement aus einer Hand
  • Harte Tests für den elektrischen Pistenbully PB 100E
  • Führungswechsel bei PRINOTH
  • Klenkhart & Partner Consulting: Ökologisch sensible Planungen im alpinen Raum

FIRMEN NEWS

  • Immoos: „One Stop-Shop“ für Sicherheit
  • Sunshine Polishing: Glänzend aus der Krise
  • Neues Produkt von AXESSmisst Körpertemperatur

SUPPLEMENT BESCHNEIUNG

  • DEMACLENKO: Superlative hat einen neuen Namen: TITAN 4.0
  • DEMACLENKO: Nachhaltige Beschneiung dank Lanzentechnologie
  • Schneezentrum Tirol: Wir treiben die Optimierung der technischen Beschneiung weiter voran
  • TechnoAlpin: Superlativ, wenn es wirklich zählt
  • Super Schnee, SUPERSNOW
  • Bächler-“Retrofit“: Mehr Schneileistung leicht gemacht
  • ZMU Austria: Alles andere ist bloß Standard
  • Riesneralm ging mit Beschneiungs- E-Werk in Betrieb
  • TechnoAlpin: Neuer Schacht
  • MND: Saubere Energieerzeugung dank Schneemaschinen
  • Aquasol: Skipistenbegrünung mit Kokosgewebe
  • Sherpa: Spitzentechnologie der Beschneiung entwickelt
  • Technische Tabellen: Propellermaschinen
  • Technische Tabellen: Lanzen

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Ausgabe 3/2020

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Impressum

TRENDS

  • Gernot Memmer, Kohl & Partner Destinationsmanagement in der Krise
  • MEINUNG Mike Partel: Wie sicher sind unsere Skigebiete im nächsten Winter?
  • pronatour: Bergsommer als große Chance
  • hochkant: Seit 50 Jahren neue Ideen aus dem Allgäu
  • Sunkid: Big Pictures
  • Osetbikes eröffnet neue Dimensionen

KOMMUNIKATION

  • Mountain Guide Inside auf Titlis
  • Kommunikation in Zeiten von Corona

SEILBAHNTECHNIK

  • DOPPELMAYR- GARAVENTA/ Berwang: Auf gutem Weg
  • LEITNER ropeways: Vision der Alpenüberquerung nimmt Gestalt an
  • Zermatt baut Gondelbahn und Beschneiung Kumme
  • DOPPELMAYR- GARAVENTA: Direkter Anschluss in Fiesch (CH)
  • LEITNER ropeways: Grünes Licht für neuen Helmjet in Sexten

MARKETING & MANAGEMENT

  • MM-Interview: Johann Kleinhofer, GF Mariazeller Bürgeralpe Seilbahnbetriebs GmbH
  • 50 Jahre Wendelstein-Seilbahn
  • Bergbahn AG Kitzbühel: Neuer Marketingsvorstand ernannt
  • Saalbach-Hinterglemm geht mit 6 statt 4 Bergbahnen in den Sommer

TECHNIK & WIRTSCHAFT

LEASING

  • Hinterglemm: Leasing der neuen 12er KOGEL Bahn
  • Expertise von Markus Untertrifaller: Leasing als Finanzierungsalternative
  • Lawinenschutz-Leasing mit Inauen-Schätti
  • Supersnow bietet auch Leasing

ÖKOLOGIE

  • Solarstrom made by Kässbohrer
  • Süd-Rasen: Interessante Begrünungslösungen für den alpinen Bereich
  • Huesker: Weltneuheit ecoLine
  • Kärntner Saatbau: Optimale Auswahl

PISTENMANAGEMENT

  • Kässbohrer: (Field)Service in Coronazeiten
  • PowerGIS: ARENA UnternehmensEntwicklung & ProjektManagement
  • Prinoth: Rotes Kreuz in Italien setzt auf HUSKY
  • Top- Ausbildung bei Kässbohrer

BESCHNEIUNG

  • TechnoAlpin: Zuverlässige Beschneiungsanlagen auch in schwierigen Zeiten
  • DEMACLENKO: Superlative hat einen neuen Namen

FIRMEN NEWS

  • Team Service: Neues Förderband als Einstiegsmodell
  • AXESS AG: Fulminanter Jahresabschluss 2019/20
  • Änderung im Vorstand von DEMACLENKO

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Peter Grander, GF SkiStar St. Johann. Foto: SkiStar St. Johann

Peter Grander, GF SkiStar St. Johann – „Wir müssen uns fokussieren!“

2016 hat die schwedische SkiStar AB die Mehrheit an den St. Johanner Bergbahnen erworben. Seither hat SkiStar St. Johann viel investiert, ein durchdachtes Konzept wurde auf den Weg gebracht. Der MOUNTAIN MANAGER hat Peter Grander, GF SkiStar St. Johann, nach den Zielen und Herausforderungen befragt.

Sie sind seit 1,5 Jahren Geschäftsführer von SkiStar St. Johann, was hat Sie an der Aufgabe gereizt?

Ein Hauptgrund, diese Aufgabe zu übernehmen, war für mich, wieder in die Heimat zurückzukehren und hier zu arbeiten. Ein wesentlicher Aspekt, der mich gereizt hat, war aber auch die spezielle Konstellation der Bergbahngesellschaft, die zu SkiStar gehört. SkiStar ist eine schwedische Unternehmensgruppe, die in den Bereichen Freizeit, Tourismus, Immobilien und Einzelhandel tätig und an der Stockholmer Börse notiert ist. Die Gruppe besitzt und betreibt Ski Resorts in Schweden, Norwegen und mit St. Johann in Tirol auch in Österreich.

Wie war Ihr Zugang zur Bergbahnbranche, was haben Sie vorher gemacht?

Ich habe in Innsbruck am MCI Tourismus und Freizeitwirtschaft studiert. Über die Vermittlung eines Professors bin ich mit der Sparte Tourismusberatung in Kontakt gekommen, genauer mit der conos gmbh, Mag. Arnold Oberacher. Ich habe dort mein Praktikum gemacht und war insgesamt 5 Jahre in Wien. Dort war dann auch mein Einstieg in das Seilbahn-Consulting, wobei ich ursprünglich meinen Schwerpunkt eigentlich auf den Bereich Gastronomie gelegt hatte. In der Folge bin ich dann zu den Gletscherbahnen Kaprun gewechselt und war dort kaufmännischer Assistent vom Vorstand. In dieser Zeit wurden die Maiskogelbahn und die Gletscherbahnen Kaprun fusioniert und die Arbeiten für die Seilbahnverbindung 3K-K-onnection in Angriff genommen, eine recht spannende Zeit.

Was sehen Sie als die wesentlichen Elemente Ihrer Arbeit?

Mein Aufgabengebiet ist ausgesprochen vielseitig. Wir kümmern uns hier nicht nur um die Gäste und die Seilbahnen. Wir haben an die 100 Grundeigentümer und sehr viele Stakeholder, die man informieren und am laufenden halten muss. Dazu ist die Koordination mit SkiStar AB sehr wichtig, entsprechend aufwändig und intensiv. Alle Bereiche in ein stimmiges Gesamtpaket zu bekommen, ist sicher eine große, aber ausgesprochen interessante Aufgabe.

Bei der Bergbahngesellschaft ist SkiStar mit 68 Prozent Haupteigentümer. Welche Vorteile/Synergien/Herausforderungen bringt das mit sich?

Die Vorteile liegen sicher in der Größe der Unternehmensgruppe SkiStar AB, gerade wenn es um den gemeinsamen Einkauf und die Verwirklichung von Projekten geht. Dann ist natürlich auch die Markterschließung eine sehr gute, man kann hier bestehende Märkte nutzen und darauf zurückgreifen. Dazu gibt es interessante Strukturen, die für uns sicher ein Vorteil sind. Ich denke da vor allem an den Non-Stop-Shop, in dem unter skistar.com alles von der Unterkunft über Skipass, Skischule bis zum Skiverleih und den Sportprodukten buchbar ist.

Es gibt natürlich auch viele Herausforderungen, zu denen etwa die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen gehören. Da gibt es immer wieder Erklärungsbedarf. Da SkiStar AB ein börsennotiertes Unternehmen ist, ist auch das Reporting sehr zeitintensiv. Alle Gespräche laufen auf Englisch, sodass man hier wirklich gefordert ist, wenn es um Details geht.

SkiStar St. Johann hat in den letzten Jahren rund 25 Mio. Euro in die Infrastruktur investiert. Foto: SkiStar St. Johann

SkiStar St. Johann hat in den letzten Jahren rund 25 Mio. Euro in die Infrastruktur investiert. Foto: SkiStar St. Johann

„Wir sind auf einem guten Weg“

Wie stellt sich heute das Angebot von SkiStar St. Johann dar, wohin möchte man?

Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben zwar noch einige ältere Anlagen, aber hier tut sich etwas. So sind wir gerade bei den Projektierungsarbeiten für den Jodlalmlift. Dabei handelt es sich um einen fixgeklemmten Doppelsessellift, der als wichtiger Verbindungslift durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn ersetzt werden soll.

In den letzten Jahren haben wir rund 25 Mio. Euro in die Beschneiung und den Neubau der Bahnen Eichenhof I & II sowie 2019 den Tauwiesenlift investiert. Grundsätzlich wollen wir unsere Ausrichtung auf Familien weiter stärken. Dabei hilft uns auch unser Maskottchen Valle, der als tollster Schneemann der Welt für die Kinder Akzente setzt. Die Aktivitäten rund um Valle werden von allen 4 Skischulen mitgetragen und bewähren sich gut.

Welches Gästesegment sprechen Sie an, gibt es Unterschiede im Winter im Vergleich zum Sommer?

Ein wesentlicher Unterschied zu den Skidestinationen in Norwegen und Schweden, in denen es nahezu keine Tagesgäste gibt, ist es, dass wir rund 40 % Tages- und 60 % Nächtigungstouristen haben. Bei beiden steht wiederum die Familie im Fokus, und das im Winter und im Sommer.

Es gibt auch Gäste aus Skandinavien, die zu uns kommen – da gibt es aber sicher noch Spielraum nach oben. In diesem Zusammenhang ist es natürlich eine Herausforderung, die Channel-Managementsysteme der einzelnen Anbieter so zu vernetzen, dass man direkt zugreifen kann und Kontingente dann direkt freigeschalten werden können. Hier gibt es im Moment einen Testlauf, an diesem Punkt wird gearbeitet.

SkiStar St. Johann hat sein Angebot auf Familien ausgerichtet. Foto: Mirja Geh

SkiStar St. Johann hat sein Angebot auf Familien ausgerichtet. Foto: Mirja Geh

Im Oktober hat die Bergbahn Anteile am Tauwiesenlift in Oberndorf übernommen. Welche Erwartungen hat man/welche Pläne gibt es?

Der Tauwiesenlift ist ein kleiner Verbindungslift, der privat geführt wurde. Nachdem der Betreiber diesen Lift, der schon in die Jahre gekommen war, nicht mehr weiterführen wollte, haben die Gemeinde Oberndorf, der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen/St. Johann und wir uns entschlossen, hier aktiv zu werden. Mit Hilfe eines Kooperationsprojektes wurde der bestehende, veraltete Schlepplift 2019 durch einen modernen Tellerlift von Doppelmayr ersetzt, installiert wurde auch eine Trassenbeleuchtung. Die Kosten wurden gedrittelt. Auf diese Weise möchte man Einheimischen und Gästen ein attraktives Skianfängergelände bieten, das leicht zugänglich ist.

Seit diesem Winter gibt es ein Pistentouren-Ticket? Warum hat man sich dazu entschlossen, wie wird das durchgeführt?

Wir haben in St. Johann sehr viele Pistentourengeher, der Trend zum Pistentourengehen hält auch nach wie vor an. SkiStar St. Johann ist es darum gegangen, ein Leitsystem auf den Weg zu bringen, das ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Skifahrern und Pistengehern möglich macht. Grundsätzlich muss man sagen, dass mit dem Tourengeher keine Wertschöpfung zu lukrieren ist – im Gegenteil, wenn er mit dem Pkw kommt, nimmt er dem zahlenden Skifahrer Platz weg. Deshalb haben wir in diesem Winter das Pistentouren-Ticket eingeführt und drei Aufstiegsrouten definiert, die entsprechend beschildert sind. Auf diese Weise möchten wir sowohl den Skifahrern als auch den Pistentourengehern gerecht werden und ein Nebeneinander möglich machen. In Summe sind wir bis jetzt zufrieden, wie das Angebot angelaufen ist und wie es angenommen wird. Das muss sich alles natürlich noch einspielen – ich glaube aber, dass wir so auf dem richtigen Weg sind.

Der Sommer ist nicht mehr wegzudenken aus unserem Angebot

Welchen Stellenwert hat der Sommer im Angebot, wie sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Mit dem Sommer generieren wir rund 20 % unseres Umsatzes. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass wir im Sommer durchschnittlich 75.000 Gäste am Berg begrüßen dürfen. Der Sommer ist damit nicht mehr wegzudenken aus unserem Angebot. Für das Unternehmen bedeutet ein erfolgreicher Sommer aber nicht nur ein Plus an Umsatz, sondern auch dass wir attraktive Ganzjahresarbeitsplätze zur Verfügung stellen können.

Ich denke, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind. Wir haben sehr schöne Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden, einen Klettersteig auf das Kitzbüheler Horn und einen Single-Trail, der ins Tal führt. Unser Angebot umfasst außerdem eine Mountaincart-Strecke und einen Waldseilkletterpark. SkiStar St. Johann verfügt über das Gütesiegel der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“, wobei Action und Erholung am Berg im Mittelpunkt stehen. Durch unser vielfältiges Angebot haben wir die Auszeichnung als „Abenteuer-Berg“ erhalten.

Der Hochseilgarten wird im Sommer gut angenommen. Foto: Mirja Geh

Der Hochseilgarten wird im Sommer gut angenommen. Foto: Mirja Geh

Welche Investitionen stehen für den Sommer/Winter an?

Die Projektierung für den Ersatz des Doppelsesselliftes „Jodlalm“ durch eine moderne 6er-Sesselbahn ist im Laufen. Für den Sommer sind wir gerade dabei, für den Tauwiesenlift ein kleines Trailangebot zu erarbeiten. Da sind wir im Moment ebenfalls in der Projektierungsphase. Dazu steht im Sommer der Folientausch bei einem Speicherteich am Programm. Bei diesem Teich handelt es sich um den ersten Speicherteich Österreichs, der vor mittlerweile 30 Jahren gebaut wurde.

Was sehen Sie als die großen Aufgaben/Herausforderungen der Zukunft in der Positionierung der Bahn im touristischen Umfeld?

Wir müssen uns fokussieren. Der Schwerpunkt liegt bei uns auf der Familie und Konzepte um diesen Schwerpunkt müssen wir konsequent weiterverfolgen. Dazu stehen die „soft facts“, also unsere Dienstleistungsqualität, im Blickpunkt. Dienstleistung wird für die Zukunft sicher noch wichtiger werden, als sie es jetzt schon ist.

lw

Ausgabe 2/2020

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Impressum

TRENDS

  • Umfrage: Corona Krise 2020: Alles auf Stopp!
  • Meinung: Dr. Berno Stoffel: Motivierte Mitarbeiter – Happy Gäste
  • Allegra Tourismus: Warum sich jetzt mit Mountainbike- Tourismus beschäftigen?
  • Idee Concept & Engineering: Zweite Etappe der Erlebniswelt Säntis inszeniert
  • Die vermutlich höchste Bürsten-Waschanlage der Welt in Zermatt
  • Pistensperre bei Präparierung
  • Familienstudie: Das Urlaubsverhalten nach Corona
  • Motasdesign: grafisches Hilfspaket für Covid-19

SKISERVICE & RENT

  • Thaler bringt frischen Wind nach Italien

SEILBAHNTECHNIK

  • TeamService platziert Förderband in Serfaus
  • Load-Here-Plattform von Chairkit etabliert
  • Skirama Kronplatz/Projekt Olang I und II
  • DOPPELMAYR- GARAVENTA/Hinterglemmer Bergbahnen: Schneller und bequemer am Zwölferkogel
  • DOPPELMAYR- GARAVENTA: Erste 8er-Sesselbahn D-Line für die Schweiz
  • LEITNER ropeways: Urbanes Seilbahnsystem in Mexiko-Stadtt
  • LEITNER ropeways/Savognin: Strategisch wichtiger Hauptzubringer
  • LEITNER ropeways: Neue Kabinenbahn für Cortina d‘Ampezzo
  • Bartholet Seilbahnen: Dreimal neu in der Schweiz
  • CWA: Erfolgreiche Einführung der neuen Kabinenmodelle OMEGA V und ATRIA
  • Klenkhart plante 10 EUB Gabühelbahn in Dienten

MARKETING & MANAGEMENT

  • MM-Webinar Dynamic Pricing: Kompakte Information online
  • Feratel One-Stop Mountain Shop für mehr Convenience
  • Pizol kombiniert Entertainment von Skiline und Klimaschutz
  • Bergbahn AG Kitzbühel: Auszeichnungen dokumentieren Qualität

TECHNIK & WIRTSCHAFT

PISTENMANAGEMENT

  • Pistentech: Am Puls der Zeit
  • Der neue PistenBully Kässbohrer 600 E+ ist Nachhaltigkeit pur
  • Kässbohrer Geländefahrzeug AG: Arrivederci und Ciao!
  • PRINOTH bei der Biathlon-WM Antholz
  • PowerGIS: Eine neue Management-Plattform für alle Systeme
  • ROTAX präsentiert Motorschlitten mit Wasserstoffantrieb

BESCHNEIUNG

  • DEMACLENKO Kundenzeitschrift
  • TechnoAlpin: Communication is key
  • DEMACLENKO: Schnee- und Pistenmanagement neu definiert

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Sonderausgabe Mountain Manager Worldwide April/2020

MM-MAGAZINE

  • Editorial
  • Content
  • Opinion: Dr. Josef Burger, CEO Bergbahn AG Kitzbühel: “Responsibility, sustainability and the courage to change”
  • Statements MMag. Günther Aigner/Forum Zukunft Skisport: “Regime change in the summer”
  • Premiere of the Wiegand Alpine Coaster in the Ukraine
  • Milestone for Ski Circus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn: Ski Circus develops slope control system that is unique in Europe
  • Panomax launches a webcam with incredible performanc: Panoramic night images that no-one thought possible until now

SKI SERVICE & RENT

  • digiCOM IT-Solutions on the Zugspitze: Germany’s highest toboggan rental is booming
  • An automation success story: Wintersteiger celebrates 1500 automated ski service machines at ISPO
  • Hermann Thaler: Modern customer service with the “Welcome Terminal”

NEW CABLE LINES

  • Klenkhart & Partner Consulting planned 10 MGD Gabühelbahn in Dienten
  • Doppelmayr -Garaventa/Gletscherbahnen Kaprun AG Dream of generations is reality
  • Doppelmayr/Garaventa wins contract in Mexico City
  • Bartholet Seilbahnen: Three new installations in Switzerland
  • CWA Constructions SA showcases innovation ATRIA

MARKETING & MANAGEMENT

  • Preview Interalpin 2021
  • MM-Interview: Mag. Reinhard Wieser, MD Alpbacher Bergbahnen: “The size of a ski resort is not the only criterion for success”

TECHNICAL SERVICES

SLOPE MANAGEMENT

  • Pistentech: Always current
  • Interview Jens Rottmeier, CEO Kässbohrer Geländefahrzeug AG: Customer orientation is the ultimate goal
  • Courchevel: “We save a lot of time with SNOWsat ToDo!”
  • ARENA Slope Management: Guarantee skiing and protect the environment
  • Prestigious work of PowerGIS: ARENA at the Hahnenkamm-Race Kitzbühel 2020
  • Bächler impresses in Kaprun: Systematic efficiency

Reinhard Wieser, ©Grießenböck

Mag. Reinhard Wieser, GF Alpbacher Bergbahnen – Die Größe eines Skigebiets ist nicht das einzige Erfolgskriterium

Seit dem Zusammenschluss der Alpbachtaler Bergbahnen mit der Wildschönau im Jahr 2012 geht es im sogenannten „Ski Juwel“ steil bergauf. Mag. Reinhard Wieser hat 2016 ein großes Erbe von Hausberger übernommen und führt die Destination mit Umsicht und Charme zu weiteren Höhenflügen. Die verbesserten Zufriedenheitswerte der Gäste sprechen für sich!

Herr Wieser, wie war eigentlich Ihr Werdegang in die Seilbahnbranche, welche Vorgeschichte  und Stationen haben Sie durchlaufen? Welche Funktionen üben Sie noch aus?

Sport und im speziellen Skifahren ist seit jeher meine große Leidenschaft. Bereits als Kind bin ich im Winter jede freie Minute auf den Skiern gestanden. Weil es im Valsertal, wo ich aufgewachsen bin, keinen Lift gab, musste ich mit meinen Brüdern die Skipiste selber treten und immer zu Fuß aufsteigen. Später kam ich zum Skirennsport, der mich bis zum Ende meines Betriebswirtschaftsstudiums an der Universität in Innsbruck begleitet hat. Nach dem Abschluss meines Studiums sowie der Trainerausbildung suchte ich einen „Job“, bei dem ich beide Bereiche verbinden konnte. Und so kam es, dass ich 2003 bei den Mayrhofner Bergbahnen meine hauptberufliche Laufbahn mit den Aufgabenbereichen Controlling und strategisches Marketing startete. 2006 wurde ich dann als Mitglied in den Vorstand berufen. Nach meiner Zeit im Zillertal folgte ein Engagement bei den Bergliften Langes in Lermoos/Biberwier sowie in der Axamer Lizum. Seit 2016 führe ich die Alpbacher Bergbahn als Geschäftsführer und ich kann sagen, dass aus dem anfänglichen „Job“ meine neue Leidenschaft geworben ist. Daneben fungiere ich als kooptiertes Mitglied in der Fachgruppe Seilbahnen der Wirtschaftskammer Tirol, kooptiertes Aufsichtsratsmitglied unseres Tourismusverbandes sowie als Gesellschaftervertreter bei der Alpbach Tourismus GmbH, welche die Dachgesellschaft des Congress Centrums Alpbach ist.

Die Skigebiete Alpbach und Wildschönau haben sich 2012 mit der sogenannten Verbindungsbahn zum „Ski Juwel“ zusammengeschlossen. © Alpbacher Bergbahnen

Die Skigebiete Alpbach und Wildschönau haben sich 2012 mit der sogenannten Verbindungsbahn zum „Ski Juwel“ zusammengeschlossen. © Alpbacher Bergbahnen

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz nach 3 Jahren Geschäftsführertätigkeit in Alpbach aus und was ist seit dem Abgang von Peter Hausberger geschehen?

Als ich 2016 zur Alpbacher Bergbahn kam, merkte ich gleich, dass viele wichtige Weichenstellungen in der Vergangenheit richtig gestellt wurden. Durch diese Entscheidungen wurde die Basis für eine positive Entwicklung in der Zukunft gestellt. Hervorheben möchte ich die seilbahntechnische Verbindung mit unserem Nachbarn in der Wildschönau und der Schaffung des „Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau“ im Jahre 2012. An der Realisierung dieses Projektes hatte mein Vorgänger Peter Hausberger einen entscheidenden Anteil und natürlich hat er in seiner 32-jährigen Amtszeit das Unternehmen wesentlich geprägt. Aber auch die Entwicklung der Gesellschaft in den vergangenen drei Jahren ist sehr erfreulich. Es konnte nicht nur eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden, auch die Zufriedenheitswerte unserer Kunden haben sich erfreulich verbessert. Die Entwicklung der Sommersaison ist dabei besonders hervor zu heben. Bei den Investitionen achten wir sehr auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen „Basis-, Leistungs- und Begeisterungsanforderungen“. D.h. die geplanten Investitionen werden einem Check mit einer adaptierten Version des „Kano-Models“ unterzogen. Das Ziel ist die richtige Mischung an Investitionen. Seit ich in Alpbach bin, sind ca. EUR 12 Mio. an Investitionen getätigt worden.

Der Zusammenschluss mit der Wildschönau zum „Ski Juwel“ hat bekanntlich das Alpachtal attraktiviert. Wie hat er sich wirtschaftlich ausgewirkt?

Der Zusammenschluss der Skigebiete im Alpbachtal und der Wildschönau zum „Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau“ ist eine großartige Erfolgsgeschichte –  wir zählen seither zu den attraktivsten Gebieten in Tirol. Der größte Sprung bei Gästen und Umsatz gelang natürlich im ersten Jahr (+13,5 % bei den Ersteintritten). Allerdings gibt es eine laufende Steigerung, ohne dass wir Kapazitätsprobleme bekommen. Auf der Alpbacher Seite konnte der Umsatz seit dem Zusammenschluss um ca. 60% gesteigert werden. Dadurch sind wir in der Lage, nicht nur alle laufenden Aufwendungen abzudecken und notwendigen Ersatzinvestitionen zu tätigen, sondern auch in neue Erlebnisse und Produkte zu investieren. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum öffentlichen Nahverkehr, der über eine reine Skibusfinanzierung hinausgeht.

Der Alpbachtaler Lauser Sauser im Winterbetrieb. © Alpbacher Bergbahnen

Der Alpbachtaler Lauser Sauser im Winterbetrieb. © Alpbacher Bergbahnen

Ist eine gewisse Größe tatsächlich ein Erfolgskriterium, oder gehören da andere Faktoren wesentlich dazu?

Wir Menschen werden von der ersten Stunde an zum Vergleichen erzogen. Alles und jedes wird verglichen, ob die Fähigkeiten eines 6-jährigen oder die Reichweite eines Elektrofahrzeuges. Aus diesem einfachen Grund ist die Größe eines Skigebietes nicht das einzige aber doch ein wesentliches Erfolgskriterium. Festgemacht wird die Größe oft an Pistenkilometern oder der Anzahl der Anlagen. Dies passiert aus dem einfachen Grund, weil diese Parameter mit leicht zu vergleichenden Zahlen ausgedrückt werden können. Differenzieren sollte man noch zwischen Gästen, welche das Gebiet bereits kennen und jenen, welche noch keine persönlichen Eindrücke davon haben. Gerade bei der zweiten Gruppe spielt die an leicht vergleichbaren Zahlen festgemachte Größe oft eine entscheidende Rolle. Wesentliche alternative Erfolgskriterien sind die Erreichbarkeit, die Qualität der Pisten, das Angebot in der Gastronomie und Hotellerie, das Engagement der Skiverleiher und Skischulen. Am Ende des Tages geht es um die Atmosphäre in einem Gebiet, welche über die Zufriedenheit, die Begeisterung und schlussendlich über den Erfolg eines Gebietes entscheidet.

Eure jüngste Maßnahme war die Realisierung des Speicherteichs Kohlgrube. Welche Dimensionen hat er und welchen Effekt versprecht Ihr Euch davon? Durch die Realisierung des Speicherteichs Kohlgrube mit einem Speicherinhalt von 136.000 m³ erhöhen wir unser Wasserbevorratungs-Volumen von 170.000 m³ auf ca. 306.000 m³. Zudem steigern wir unsere Pumpleistung im Hochdruckbereich von derzeit 600 l/s auf 900 l/s. Dadurch können wir durch diese Investition von ca. EUR 5,5 Mio. nicht nur mehr Schnee produzieren und damit mehr und breitere Pisten beschneien, sondern dies auch in einer deutlich kürzeren Zeit erledigen. Bei entsprechenden Temperaturen ist die Grundbeschneiung in 72 Stunden erledigt. Das wichtigere dahinterliegende Ziel ist, dass wir bereits am Saisonanfang für unsere Wintersportler ein verlässlicher und verbindlicher Gastgeber sein können. Auch die Entwicklung vieler Betriebe und der gesamten Region hängt wesentlich von unserer Leistungsfähigkeit und Professionalität in diesem Bereich ab. Involvierte Firmen waren Hollaus Bau GmbH, Techno Alpin Austria GmbH, Tiroler Rohre GmbH sowie zahlreiche Handwerks- und Gewerbebetriebe aus der Region. Geplant und begleitet wurde Speicherteich-Bau vom Büro AEP Planung und Beratung GmbH.

Der neue 136.000 m3 Speicherteich Kohlgrube in Alpbach. © Alpbacher Bergbahnen

Der neue 136.000 m3 Speicherteich Kohlgrube in Alpbach. © Alpbacher Bergbahnen

Im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau steht Spaß für die ganze Familie stets im Mittelpunkt. Welche altersgerechten Angebote existieren? Neu ist ja das Kinderland „Juppi Do…

Wir sind eine ausgewiesene Familiendestination und haben dafür auch schon etliche Preise bekommen, die uns weiter anspornen. Damit sich eine Familie wohl fühlt, braucht es aber für die Kinder jeden Alters ein passendes und überzeugendes Angebot. Beim Kid´s Center am Wiedersbergerhorn in Alpbach kümmert sich ein eingespieltes Team von Kinderbetreuern direkt im Skigebiet um die Kinder ab zwei Jahren, während die Eltern das Skifahren genießen. Für die Kinder, welche bereits Skifahren können, bieten wir einen einfachen Kid´s Run, eine Fun Slope sowie einen Family und eine Snowpark. In Reith im Alpbachtal direkt bei der Talstation der Reitherkogelbahn gibt es seit 2018/19 das Kinderland „Juppi Do“. Das einfache Gelände sowie die Lage direkt am Parkplatz neben einem Gasthaus waren die wesentlichen Argumente, um hier ein ganzheitlich durchdachtes Kinderland zu realisieren. Gemeinsam mit Smart Solutions wurde ein 100 Meter Förderband mit drei Themenpisten sowie einem Kleinkindbereich mit Figuren, Teppichen und einem Karussell errichtet.

Mit dem Angebot  ‚Lauser Land‘  gehört Ihr zur Gruppe „Beste Österr. Sommerbahnen“ Was kann man sich darunter vorstellen? Wie wichtig ist der Sommerbetrieb inzwischen?

Der Sommerbetrieb hat enorm an Bedeutung gewonnen.  Erwachsene jeden Alters gehen wandern, genießen die Aussicht und Familien verbringen teilweise ganze Tage am Berg. Je besser und zielgerichteter das Angebot, desto zufriedener und glücklicher sind die Besucher. Mit der Errichtung des Lauserlands 2004 wurde diese Entwicklung bereits sehr früh erkannt. Jedes Jahr wurde das Angebot für Kinder um einzelne Stationen erweitert und so entstand ein Niederseilgarten, eine Almhütte, eine Kletterwand, ein Holzkugelpark, mehrere Trampoline, usw. Die Mitgliedschaft bei den „Besten Österreichischen Sommerbahnen“ ist einerseits eine große Auszeichnung, andererseits ist es auch ein Ansporn die Qualität des Angebotes immer weiter voran zu treiben. Mit der Errichtung des Alpine Coasters „Alpbachtaler Lauser Sauser“ im Jahr 2017, der unser Angebot im Sommer und im Winter erweitert, sowie der Installation des „Lauser Sprungturms“ im Jahr 2018 wurden zwei neue Highlights installiert. Darüber hinaus betreiben wir an der Bergstation der Reitherkogelbahn gemeinsam mit dem Tourismusverband den Juppi Zauberwald. Wirtschaftlich lebt der Sommerbetrieb bei uns eindeutig von der Wintersaison.

Geländezeichnung vom Kinderland Juppi Do (Smart Solutions) an der Talstation der Reitherkogelbahn. © Ski Juwel

Geländezeichnung vom Kinderland Juppi Do (Smart Solutions) an der Talstation der Reitherkogelbahn. © Ski Juwel

Welche Zukunftsperspektiven habt Ihr, was sind Ihrer Meinung nach Eure größten Herausforderungen?

Ich habe eine sehr positive und optimistische Zukunftsperspektive. Allerdings nicht deshalb, weil ich den Kopf in den Sand stecke und die Augen vor klimatischen oder gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Veränderungen verschließe. In Erinnerung ist mir eine Studie, die besagt, dass unsere Branche seit Jahrzehnten gefordert ist, Lösungen auf die sich verändernde Umwelt zu finden und dies auch schafft und in Zukunft schaffen wird. Schwierigkeiten haben wir vielmehr beim positiven Führen der öffentlichen Diskussion in diesem Zusammenhang. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen und ich bin überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit für unsere Zukunft entscheidend sein wird. Dazu zählt für mich einerseits der ressourcenschonende und wertschätzende Umgang mit der Natur und andererseits das Begeistern und Gewinnen der jungen Menschen für die Berge und den Skisport – die Schlagworte sind Qualität und Convenience. Eine weitere Aufgabe besteht darin, einen gemeinsamen Nenner mit den Grundeigentümern und sonstigen Stakeholdern zu finden und die Bedeutung und den Wert unserer Arbeit zu vermitteln. Dabei kommt unseren Mitarbeitern eine zentrale Aufgabe zu, weshalb wir ihnen große Aufmerksamkeit und Wertschätzung zukommen lassen und Weiterentwicklung laufend fördern sollten. Wenn uns das gelingt, brauchen wir uns keine Sorgen über unser Image und unsere Zukunft machen!

Herr Mag. Wieser, wir danken für das Gespräch

Ausgabe 1/2020

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Impressum

TRENDS

  • Meinung: Claus Fleischer, CEO Bosch e-BikeSystems: Wie E-Bikes den Berg verändern
  • Best Summer Resort: Größte alpenübergreifende Sommer-Studie liefert Überraschungen
  • Pronatour: Maßgeschneidertes Spielvergnügen
  • ISPO Nachbericht: Die Branche übernimmt Verantwortung
  • Sunkid: Warum Bergbahnen jetzt Skikinderländer entwickeln müssen

PISTENGASTRONOMIE

  • Metallidee GmbH: Je mehr Flächen zum Öffnen, desto besser

SKISERVICE & RENT

  • Wintersteiger: Erfolgsgeschichte Automatisierung
  • Montana: Optimale Lösung für jeden Einsatz
  • Thaler: Zeitgemäßer Kundenservice mit dem „Welcome Terminal“
  • digiCOM bei Deutschlands höchstem Rodelverleih

NEUE BAHNEN

  • LEITNER ropeways: So individuell kann Standard sein
  • DOPPELMAYR- GARAVENTA/Planai Hochwurzen-Bahnen: Top-Komfort für den Gast
  • LEITNER ropeways: Cortina feiert seine erste Kabinenbahn
  • DOPPELMAYR- GARAVENTA/Bergbahnen Brixen im Thale: Europas 1. Kombibahn D-Line
  • Rabanser Seilbahnen GmbH: Die Seiser Alm, ein Juwel               in den Dolomiten
  • Sender-Express: Nächste kindersichere 8er Sesselbahn in Lofer

MARKETING & MANAGEMENT

  • Vorschau Mountain Planet
  • 149. MM-Interview: Peter Grander, GF SkiStar St. Johann in Tirol: „Wir müssen fokussieren!“
  • Feratel mit PIA auf Erfolkskurs

DYNAMIC PRICING

  • Smart Pricer: Dynamic Pricing von Ski-Tickets
  • Mountain Manager Webinar: Dynamic Pricing
  • Franz Holzer, SKIDATA: „Unser Weg ist Advanced Pricing“
  • Liftopia: Skipässe erfolgreich verkaufen
  • AXESS: Ticketpreis mit Strategie verkaufen
  • Alturos Destinations: Andermatt Sedrun Disentis startet in digitale Zukunft

TECHNIK & WIRTSCHAFT
SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

  • MND Austria: Gazex in Neukirchen am Großvenediger
  • WAC.3® von Wyssen Avalanche Control: Neues „Cockpit“ für volle Übersicht
  • IMMOOS Safety Management: Angebot bewährt sich international

PISTENMANAGEMENT

  • Kässbohrer: Fräse für ein optimales Pistenbild
  • PRINOTH SNOW HOW: High-Tech-Lösung überzeugt als Praxis-Sieger auf der Piste
  • Kässbohrer: Mehr Produktivität. Weniger Kosten.
  • PowerGIS: ARENA beim Hahnenkammrennen

BESCHNEIUNG

  • Oberstdorf fit für die Nordische SKI-WM 2021
  • TechnoAlpin: Beschneiung am Optimum – Ressourcen am Minimum
  • Bächler überzeugt in Kaprun: Effizienz mit System
  • DEMACLENKO modernisiert Beschneiungsanlage für die Funivie Saslong

ÖKOLOGIE

  • Ischgl – Größtes klimaneutrales Skigebiet der Alpen

FIRMEN NEWS

  • Stützenverschiebung auf der Schmitten
  • Rexel Power APP: Energiemanagement leicht gemacht

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Ausgabe 8/2019

MAGAZIN

  • Editorial
  • Inhalt
  • Impressum

TRENDS

  • Meinung: Günther Aigner, Forum Zukunft Skisport: „Regimewechsel im Sommer“
  • Forum Zukunft Winter: Österreich bleibt Skidestination Nr. 1
  • Europaweit einzigartiges Pistenleitsystem im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn
  • Snow Space Salzburg reduziert Umweltbelastung: Mit der Bahn ins Skivergnügen
  • Panomax bringt eine neue Webcam: Ein Nachtpanorama, das man bisher nicht für möglich hielt
  • 20 Jahre Pronatour: Erlebnisse zu inszenieren, ist unsere Profession

SKISCHULEN

  • Snowsports Academy: 2. Snowsports Conference in Kaprun 6. – 10. Mai 2020
  • Interview mit Richard Walter (TSLV) Tiroler Skilehrerverband kehrt zu altem Namen zurück
  • 25 Jahre Pinguin BOBOs Kinderclub
  • Österreichischer Skischulverband: Ein Jahr Buchungsplattform Book2Ski.com

SKISERVICE & RENT

  • Reichmann & Sohn GmbH / Sport Unterlercher Fügen: Hightech im Top-Design

NEUE BAHNEN

  • DOPPELMAYR-GARAVENTA / Gletscherbahnen Kaprun: Generationentraum ist Realität
  • CWA: Stimmiges Gesamtkonzept für die neue Kabine ATRIA
  • LEITNER ropeways mit 9 neuen Anlagen: Komfort-Plus für Wintersportler in den Dolomiten
  • DOPPELMAYR-GARAVENTA / Kaunertaler Gletscherbahnen: Windstabil und barrierefrei – die neue FUNIFOR
  • LEITNER ropeways: Kräftiger Ausbau in Bayerns Skigebieten
  • Bergbahn AG Kitzbühel/ LEITNER ropeways: Neue Fleckalmbahn bietet Premium-Qualität für den Gast
  • LEITNER ropeways: Flying Belt – effiziente Transporttechnik entlastet die Umwelt
  • Planungsbüro Salzmann Ingenieure über „Kosteneffizienz“

MARKETING & MANAGEMENT

  • Ski plus City-Pass Stubai / Innsbruck: Skigenuss trifft Stadtflair
  • Nachhaltig in die Zukunft: Vitalpin baut Brücken
  • MM-Interview: Mag. Reinhard Wieser, GF Alpbacher Bergbahn GmbH. & Co.KG: „Die Größe eines Skigebietes ist nicht das einzige Erfolgskriterium“
  • Vorbericht 30. TFA in Andermatt
  • Schladming-Dachstein präsentiert eigenen TV-Sender
  • Österreich Werbung und Fachverband Seilbahnen: Gästebefragung berechtigt zu Optimismus

TECHNIK & WIRTSCHAFT

BESCHNEIUNG

  • Demaclenko: SNOW4EVER THERMAL – Technischer Schnee aus erneuerbaren Energien

PISTENMANAGEMENT

  • ARENA startet“ Thintank Pistenmanagement“
  • PRINOTH X CAMP – Round 2
  • Kässbohrer: Ersatzteil -Webshop ist online
  • Interview mit Kässbohrer-Vorstand Jens Rottmair: Kundenorientierung ist das Nonplusultra

HALFPIPES & FUNPARKS

  • QParks: Ressourceneinsparung im Schneeanlagenbau
  • Schneestern beantwortet die Frage: What the hell is a snowpark

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Christine Kury

Christine Kury, 2. stellv. VDS Vorstand und kaufmännische Leiterin der Schauinslandbahn – Zukunftsweisende Themen für die Branche aufbereiten

Nach 10 Jahren Öffentlichkeitsarbeit für den Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) ist Christine Kury kürzlich zum 2. stellvertr. Vorstand aufgestiegen. Hauptberuflich ist die Freiburgerin kaufmännische Leiterin der Schauinslandbahn und für den ÖPNV bei der städtischen Verkehrs AG zuständig. Dem MM verriet sie ihre Motive, Ziele und Einschätzungen.

Frau Kury zunächst zu Ihrer Person. Wie war eigentlich Ihr Werdegang in die Seilbahnbranche?

Ich bin Betriebswirtin mit Masterabschluss und habe lange im Marketing in der Textilbranche in leitender Funktion gearbeitet. 2008 habe ich mich für einen Branchenwechsel entschieden und bin bei der Freiburger Verkehrs AG gelandet (Bereich ÖPNV). So kam ich dann auch zur Schauinslandbahn, weil diese seit den 80er Jahren zur Freiburger Verkehrs AG gehört. Hier übe ich seit 2009 die kaufmännische Leitung aus. Der Technische Betriebsleiter Günter Voigt bildet mit mir gemeinsam das Führungsduo. Ich habe nebenher  immer den Unternehmensbereich Betriebswirtschaft in der VAG geleitet, seit 2018 leite ich jedoch den Bereich Personal und Verwaltung. Ich habe also zwei Hüte – wobei mir die Seilbahn sehr ans Herz gewachsen ist.

Beschreiben Sie bitte die 2S Schauinslandbahn auf den Freiburger Hausberg näher. Sie hat ja einige Besonderheiten.

Wir liegen nahe an der Stadt und führen auf den 1.284 m hohen Schauinsland. Die Seilbahn wurde 1930 erbaut und war die erste weltweit mit Personenbeförderung nach dem Umlaufprinzip und ist noch heute mit 3.600 m Streckenlänge Deutschlands längste Umlaufseilbahn. Prinzipiell handelt es sich um eine Zweiseilumlaufbahn, allerdings mit der Besonderheit, dass die Bahn zwar auf jeder Fahrspur ein Tragseil hat, die Kabinen aber von zwei umlaufenden, endlos gespleißten Zugseilen bewegt werden. 2009 wurde die Bahn als „technisches Kulturdenkmal“ unter Denkmalschutz gestellt. Das spricht u. a. zusätzlich ein spezielles Publikum an. Bei allen Umbauten stimmen wir uns natürlich mit dem Denkmalschutz ab – bis hin zu den Farben der Markisen…–  erhalten aber auch Fördermittel. Eine weitere Besonderheit ist die solarbetriebene Lüftung der 37 Kabinen (11 Personen, Kapazität 700 p/h).

Die Schauinslandbahn erschließt den Freiburger Hausberg und ist mit 3.600 m Strecke Deutschlands längste Umlaufseilbahn. Eine Fahrt dauert fast 20 Minuten

Die Schauinslandbahn erschließt den Freiburger Hausberg und ist mit 3.600 m Strecke Deutschlands längste Umlaufseilbahn. Eine Fahrt dauert fast 20 Minuten

Wie hat sich die Bahn seit 2013 bei den Fahrgastzahlen & Umsätzen entwickelt? Wodurch wurde der Aufwärtstrend möglich?

Wir haben 2012/13 eine umfangreiche Modernisierung vorgenommen, Elektrik, Antrieb und Bremsen erneuert, Lichtwellenleiter aufgelegt und den Einstiegskomfort für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erhöht. Das heißt wir halten die Kabinen an, so dass man – ohne die Geschwindigkeit auf der Strecke zu reduzieren – in aller Ruhe einsteigen kann. In diesem Zug wurde auch das Restaurant neu positioniert bzw. saniert sowie die Stationsgebäude. Das ganze Ambiente wurde sozusagen verbessert, was uns in Summe letztlich einen Super Erfolg beschert hat. Im Vergleich zum Jahr 2011 haben wir bei den Fahrgästen ein Plus von 60 % und bei den Umsätzen liegen wir bei + 64 %. Der Aufschwung ist sicher eine Konsequenz der o. e. Maßnahmen.

Wer ist heute der typische Fahrgast – hat sich das Publikum verändert?

Unsere Gäste schätzen die Seilbahnfahrt an sich als Erlebnis! Man könnte nämlich auch mit dem Auto auf den Berg kommen – wer die Seilbahn wählt, tut dies bewusst. Auf der Bergfahrt kann man sich eine gratis Audio-Tour über die Geschichte der Bahn etc. anhören.

Wir fahren seit 2009 mit Öko-Strom, sind also ein bisschen „gelebte Elektro-Mobilität“.

Die Gastronomie am Berg wurde neu ausgerichtet, bietet frische regionale Spezialitäten – der absolute Renner ist derzeit das Frühstücksangebot. Das ist immer vorausgebucht.

Dazu kommt noch das Wanderangebot, so dass man sagen kann, der Gast such die Seilbahnfahrt samt Aussicht etc.als zentrales Erlebnis, dazu die gute Einkehr / Geselligkeit und ein bisschen Bewegung am Berg.

Die Hälfte unserer Fahrgäste sind Einheimische, viele davon mit Jahreskarte.. Es kommen Senioren mit Enkel genauso wie die Studenten der Stadt. Für viele ist es ein ganz schneller Weg zur Luftveränderung. Die andere Hälfte sind Touristen. Da profitieren wir einserseits vom Städteurlauber, auch vom Schwarzwald, der im Moment recht populär ist.

Beliebt bei Einheimischen (50 %) und Touristen sind Spezialangebote wie Nachtfahrten oder Bergfrühstücks-Arrangements.

Beliebt bei Einheimischen (50 %) und Touristen sind Spezialangebote wie Nachtfahrten oder Bergfrühstücks-Arrangements.

Handelt es sich vor allem um eine Ausflugsbahn oder spielt auch (Winter)Sport eine Rolle?

Wir sind zwar eine Ganzjahresbahn, aber bei uns machen die Leute das ganze Jahr das Gleiche! Im Winter macht man dann eben Winterwanderungen. Ein echtes Wintersportangebot haben wir nicht. Es gibt jedoch in unmittelbarer Nähe ein paar Lifte, u. a. auch zum Schlittenfahren, diese werden aber nicht von uns betrieben. Ist aber nicht mit einem echten Skigebiet zu vergleichen.

Unsere USPS sind sehr angenehme Fahreigenschaften, schöne Aussicht, eine interessante Technik sowie einen persönlichen Charakter im Umgang. Wir erschließen außerdem den Hausberg und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz.

Ein interessantes Angebot ist auch der Mystery Walk. Was kann man sich darunter vorstellen?

Das ist eigentlich eine Outdoor-Variante vom bekannten „Escape Room“. Der Gast erhält am Berg einen Rucksack zum Wandern und kann sich durch das Lösen von Rätseln das Ticket für die Talfahrt erspielen. Damit sind die Leute 1,5 bis 2 Stunden beschäftigt und man erreicht auf diese Weise vor allem auch jüngeres Publikum.

Die Berggastronomie mit frischen regionalen Produkten spielt eine große Rolle bei den Gästen der Schauinslandbahn.

Die Berggastronomie mit frischen regionalen Produkten spielt eine große Rolle bei den Gästen der Schauinslandbahn.

Welche Zukunftsperspektiven habt Ihr, gibt es derzeit oder bald Neuheiten?

Barrierefreiheit ist ein großes Thema bei uns. Deshalb errichten wir derzeit eine barrierefreie Aussichtsplattform an der Bergstation mit einladendem Außenbereich und komfortablen Sitzgelegenheiten sowie Baumhäusern für die Kinder. WIr glauben vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist das für viele Menschen von Bedeutung – nicht nur für mobilitätseingeschränkte Personen. Ja selbst für Familien mit Kinderwagen…

Der zweite Schwerpunkt ist Geschichtsvermittlung. Wir werden nächstes Jahr 90 Jahre alt und die Stadt Freiburg 900 Jahre. Zu den Jubiläumsfeiern wird es u. a. Städteführungen mit Schauspielern geben und unser Beitrag dazu wird ein Schaffner von 1930 sein, der Führungen zur Seilbahngeschichte macht.

Seit kurzem haben Sie im VDS die Funktion des 2. Stellvertretenden Vorstands angenommen. Was hat Sie dazu bewogen und was möchten Sie hier einbringen?

Ich hatte mich schon zuvor 10 Jahre lang im VDS im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit eingebracht. Ich stehe als Person für ein paar Themen, die für den Verband künftig immer wichtiger werden wie z. B. Personalfindung und -entwicklung, Nachhaltigkeit, Ganzjahresbetrieb und Barrierefreiheit. Hier kann ich überall aufgrund meiner Tätigkeiten bei der VAG viel Erfahrung einbringen. Durch die kürzliche Neuwahl im VDS-Vorstand hat es sich angeboten, das Führungsteam mit meinem Know-how zu ergänzen. Davon abgesehen, finde ich ehrenamtliches Engagement sehr wichtig – sonst würde unsere Gesellschaft eigentlich ja gar nicht funktionieren…Die Arbeit im Verband empfinde ich als sehr qualitätsvoll und bringe mich daher gerne ein. Auch mein Arbeitgeber VAG findet Verbandsarbeit wichtig.

Gibt es neue Ideen, die Sie beim Verband auf dem Weg in die Zukunft umsetzen wollen?

Ganz vorne steht da Personalgewinnung und -entwicklung. Das ist derzeit eine Herausforderung für alle in der Branche, die dringend Antworten braucht. Auch bei „Nachhaltigkeit“ will ich mich engagieren – da haben die Seilbahnen ja sogar einige Vorteile zu bieten. Und da ich mit ÖPNV auskenne, bin ich natürlich auch für das Thema Urbane Mobilität und Seilbahnen. Schließlich gilt es auch, über geeignete Angebote / Integration für die immer größer werdende Gruppe der Älteren nachzudenken.

Was soll/kann überhaupt beim Thema Nachhaltigkeit von den Seilbahnen künftig getan werden?

Ich glaube, dass die Seilbahnen bereits ein sehr nachhaltiges Produkt anbieten. Im Gegensatz dazu, wird man Flugreisen künftig vermutlich kritischer sehen. Es geht auch um die umweltfreundliche Anreise zu einem Urlaubs-/Freizeitvergnügen. Bei uns ist man in 20 Minuten vom Hauptbahnhof mit den Öffis an der Talstation und fährt dann mit Öko-Strom auf den Berg rauf!

Letzte Frage: Wie kann die Personalproblematik am besten angegangen werden?

Die Seilbahnen müssen vor allem das Image als Arbeitgeber aufpolieren. Wir bieten ein spannendes Arbeitsumfeld in wunderschönen Regionen. Wir müssen uns aber als Unternehmen auch auf die nächste Generation einstellen, die durchaus begeisterungsfähig ist, wenn wir ihnen unsere spannenden Aufgaben vermitteln können! Ein Ganzjahresbetrieb ist ebenfalls wichtig als Chance für ein langfristiges Arbeitsverhältnis. Und last but not least das Thema Ausbildung – hier seid Ihr in Österreich mit der Seilbahn- Berufsschule in Hallein ja Vorreiter.

Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
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