Ruedi Bösch, CEO Toggenburg Bergbahnen AG. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Ruedi Bösch, CEO Toggenburg Bergbahnen AG – Flexibilität wird von den Gästen sehr geschätzt

Die Toggenburg Bergbahnen AG bietet seinen Gästen Entspannung und Naturerlebnis pur und hat dabei die Entwicklung von der reinen Winterdestination hin zum ganzjährigen Tourismusangebot bereits vor Jahren initiiert.

Sie sind seit 2018 Geschäftsführer der Toggenburg Bergbahnen AG, wie war Ihr Zugang zur Bergbahnbranche?

Mit dem Aufwachsen im oberen Toggenburg und der Arbeit meines Vaters bei den Bergbahnen hatte ich schon immer einen Bezug dazu. Nach meiner Lehre als Landmaschinenmechaniker besaß ich technisches Wissen, dass ich dann gut in meiner Tätigkeit ab 2000 bei der Bergbahn einbringen konnte. Berufsbegleitend absolvierte ich 2004 den eidg. dipl. Seilbahnfachmann und ließ mich danach zum dipl. Techniker HF Maschinenbau ausbilden. In dieser Zeit trat ich auch meine neue Stelle im Unternehmen als Technischer Leiter an und schloss anschließend 2015 das Studium als Wirtschaftsingenieur ab.

Das Gipfelgebäude, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron, im Sommer und im Winter. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Das Gipfelgebäude, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron, im Sommer und im Winter. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Das Gipfelgebäude, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron, im Sommer und im Winter. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Das Gipfelgebäude, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron, im Sommer und im Winter. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Wie sehen Sie den Stellenwert des Unternehmens in der Region?

Die Toggenburg Bergbahnen AG bietet bis zu 250 Arbeitsplätze im Tal, ein Teil davon sind auch Aus- und Weiterbildungsplätze in den Bereichen Seilbahnen, Gastronomie und Administration. So trägt das Unternehmen einen Teil zu einem attraktiven Wohnen in der Region bei. Zusätzlich fördert das Tochterunternehmen, die Chäserrugg Sports AG, mit der Race Academy den Skinachwuchs und bietet Freizeitangebote für die Menschen im Tal.

Wie sieht das Angebot der Toggenburg Bergbahnen AG aus, wie viele Bahnen werden betrieben?

Die Toggenburg Bergbahnen AG verfolgt mit den Bahnanlagen und der Gastronomie eine ganzjährige Tourismusstrategie. Zum Gebiet bei den sieben Churfirsten gehören zwei Achsen (Unterwasser – Iltios – Chäserrugg und Alt St. Johann – Alp Sellamatt – Ruestel) mit einer Standseilbahn, einer Luftseilbahn, 10er-Gondelbahn, eine Sessel-Gondelbahn sowie einer Sesselbahn. Ergänzt werden diese Anlagen mit mehreren Skiliften und zwei Kinderländern mit Zauberteppich etc.

Blick auf die Churfirsten. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Blick auf die Churfirsten. ©Toggenburg Bergbahnen AG

„Das Naturerlebnis tritt in Resonanz zur vielfältigen Alpkultur“

Was würden Sie als die großen Pluspunkte im Angebot bezeichnen?

Der Chäserrugg ist der einzige der sieben Churfirsten-Gipfel, der erschlossen ist. Diese natürliche Ruhe trotz oder mit einem touristischen Angebot zu erhalten, ist ein Grundpfeiler der Positionierung. Der Gast kann hier Entspannung finden durch ein ungestörtes Naturerlebnis. Dies wird durch einen Verzicht auf Werbetafeln und entbehrliche Infrastruktur unterstrichen. Das Naturerlebnis tritt in Resonanz zur vielfältigen Alpkultur, die authentisch ohne Inszenierung in der Region gelebt wird.

Durch das Zusammengehören der Bergbahnen und der Gastronomie kann das Unternehmen sehr agil auf die Gästebedürfnisse eingehen beispielsweise im November. Dies ist vielerorts ein klassischer „Zwischensaison-Monat“, am Chäserrugg wird bei guten Witterungsverhältnissen jedoch am Wochenende das Gebiet und die Restaurants für die Gäste geöffnet.

Welche Neuerungen stehen bei der Toggenburg Bergbahnen AG an, woran wird gearbeitet/gebaut?

Diesen Sommer wird die Talstation Unterwasser neu gebaut und die dazugehörige Standseilbahn erneuert. Dieses Projekt wird gemeinsam mit den Architekten Herzog & de Meuron und Studio Noun, Bauingenieuren wie CWZ und Pirmin Jung, Steurer Seilbahnen, Holzbauer und vielen Handwerker-Firmen aus der Region realisiert. Der Bahnhof Unterwasser beinhaltet eine Café-Bar, ein Spezialitätenshop, einen Info-Desk sowie Kassen und Pick up Boxen. Neu gibt es auch eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs direkt bei der Talstation „Bahnhof Unterwasser“.

Dazu wird auf diesen Winter ein Subscription-Modell bei den Abonnements eingeführt. Ab sofort kann der Gast mit dem Chäserrugg Abo zu einem monatlichen Fixpreis uneingeschränkt die Bergbahnen nutzen und von weiteren Vorteilen profitieren. Dieses Abo ergänzt nun das nachfragebasierte Skiticket-System.

Die Toggenburg Bergbahnen AG hat bereits vor mehr als 10 Jahren erkannt, dass ein Wechsel von einer üblichen Skidestination hin zum Ganzjahrestourismus sinnvoll wäre. Wie hat sich das seither entwickelt?

Die vergangene Zeit hat diesen Strategiewechsel nur noch mehr bestätigt. Mit der Strategie des ganzjährigen Tourismus im Chäserrugg Gebiet verschwimmen die Grenzen der Saisons soweit, dass der Gast nicht mehr in getrennten Saisons denkt. Das Frühlingsskifahren ist dafür ein gutes Beispiel: Während auf dem Gipfel die Gäste Skifahren, machen sie auf dem Nachhauseweg noch einen Schwumm im Freibad bei der Talstation. Und im November, wenn früher Zwischensaison und das Gebiet bei jedem Wetter geschlossen war, entscheiden wir heute donnerstags, ob wir am Wochenende einen Betrieb anbieten. Folglich steht das Gästebedürfnis im Zentrum des Handelns. Diese Flexibilität wird von den Gästen sehr geschätzt.

Blick auf den Walensee vom Hinterrugg aus, dem höchsten der sieben Churfirsten. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Blick auf den Walensee vom Hinterrugg aus, dem höchsten der sieben Churfirsten. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Was sind die größten Umsatzträger?

Die größten Umsatzträger sind Skifahrer respektive Wintersportler, aber auch die Sommer-Ausflugsgäste wie Wanderer und Gastronomieinteressierte. Ganzjährig sind Gruppen eine wichtige Umsatzquelle, die ihren Firmenausflug oder Kundenanlässe bei uns ausrichten. Team Events und Vereinsausflüge sind für das Unternehmen auch ein interessantes Geschäft, da sie mit den gebotenen Programmen wie Führungen, Kulinarik oder Jodelschnupperkursen wetterunabhängig durchgeführt werden können. Dasselbe gilt für die Hochzeiten, die im Sommer fast jeden Samstagabend stattfinden.

Wie sieht die Gästestruktur aus, gibt es Unterschiede in den einzelnen Jahreszeiten?

Die Gästestruktur variiert nicht nur zwischen Winter- und Sommersaison, sondern auch innerhalb der Wintersaison selbst. Der Skigast hat andere Bedürfnisse als der Ausflugsgast, der die Bergwelt ohne Skifahren erleben möchte. Diese unterschiedlichen Ansprüche erfordern eine flexible Anpassung sowohl bei den Mitarbeitenden als auch bei der Infrastruktur, um den Gästen in jeder Situation eine optimale Erfahrung zu bieten.

Skifahrer in der Ostabfahrt und vor dem Gipfelgebäude. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Skifahrer in der Ostabfahrt und vor dem Gipfelgebäude. ©Toggenburg Bergbahnen AG

Wie kann die geschützte Landschaft zum Leben im Toggenburg beitragen, ohne dass sie beschädigt wird?

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit im Unternehmen?

Die Nachhaltigkeit hat in den unterschiedlichen Sphären einen hohen Stellenwert für die Toggenburg Bergbahnen. Die Natur im Toggenburg ist unglaublich schön, nicht beengend, die Kulturlandschaft ist Zeuge und Verpflichtung zu gleich. Was als Klischee tönen mag, wird für die TBB eine Leitplanke der Strategie: Wie kann diese geschützte Landschaft mit alle ihren Komponenten und ihrem hohen Grad an Naturbelassenheit zum Leben im Toggenburg beitragen, ohne dass sie beschädigt wird. Da das Chäserrugg Gebiet Teil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (kurz BLN) ist, birgt das BLN-Gebiet eine spannende Herausforderung und zwingt zu einer Qualität in der nachhaltigen Entwicklung.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat die Tourismusinfrastruktur-Landschaft Chäserrugg/Toggenburg zur «Landschaft des Jahres 2021» gekürt. Was bedeutet das für das Bergbahnunternehmen?

Die Verleihung des Preises hat uns natürlich unglaublich gefreut und potenzielle Gäste wurden auf unsere Art des sanften Tourismus aufmerksam, die wir bis anhin kommunikativ noch nicht erreicht hatten. Gleichzeitig entstand für zukünftige Projekte eine hohe Erwartung an nachhaltiges Handeln.

Der Preis hat einen spannenden und bis heute anhaltenden Austausch mit der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz angeregt. Dieser Austausch und der damit verbundene Diskurs um Nachhaltigkeit hat positiven Einfluss auf die Projekte und ist Inspiration für die Weiterentwicklung eines sanften, kultur- und naturnahen Tourismus.

Was wurde schon bisher im Bereich Nachhaltigkeit umgesetzt?

Seit 2011 entwickeln wir mit Herzog & de Meuron das Chäserrugg Gebiet weiter. So hat man die Bauten, die erneuerungsbedürftig waren, evaluiert und erneuert mit dem Ziel, den Fokus vom Frequenzdenken zum Gästebedürfnis hin zu verschieben und der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. Seit 2015 wurden gemeinsam mit Herzog & de Meuron sechs Gebäude realisiert: das Gipfelrestaurant Chäserrugg mit Bergstation, Stöfeli-Gondel-Bahn mit Tal-, Mittel- und Bergstation, der Espel Pavillon und der Bahnhof Unterwasser.

Sind in naher Zukunft weitere Nachhaltigkeitsprojekte geplant?

Weiter ist die TBB an einem Vorprojekt für einen multifunktionalen Wasserspeicher beteiligt, wobei auch die Nachhaltigkeit und die natürlichen Gegebenheiten eine große Rolle spielen. Im Zusammenhang mit dem See wurde eine Studie mit der ETH Zürich umgesetzt, welche nun auch öffentlich zugänglich ist:

https://vogt.arch.ethz.ch/forschungsthema/beschneiungsspeicher-erfassen-analysieren-und-beurteilen/

Was sehen Sie in den nächsten Jahren als größte Herausforderung für das Bergbahnunternehmen?

Wie setzen wir den Resonanztourismus um? Die größte Herausforderung besteht darin, den Gast als Mensch mit individuellen Bedürfnissen wahrzunehmen und gleichzeitig eine nachhaltige Wertschöpfung zu generieren. Das erfordert eine strategische Verankerung sowie eine authentische Umsetzung durch die Mitarbeitenden. Der Gast soll die Bergwelt und Alpkultur authentisch erleben, während die lokale Bevölkerung aktiv an der Weiterentwicklung eines zukunftsfähigen Tourismus teilhaben soll.

lw

Ausgabe 7/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum

ÖKOLOGIE

  • Meinung: Dr. Anna Amacher Hoppler, Hochschule Luzern Institut Tourismus und Mobilität: „Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Bergbahnen“
  • Saalfelden Leogang: Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung
  • Beschneiungsanlagen zur Stromerzeugung nutzen
  • Brunni-Bahnen Engelberg AG: Neue Solaranlagen für mehr Nachhaltigkeit
  • SnowSpace Salzburg: Durch Projekt „Ruck Zug“ 50 Tonnen CO₂ vermieden
  • TourCert Auszeichnung für Zermatt Bergbahnen AG

TRENDS

  • Wandersymposium 2024: Auf den Spuren der Magie des Gehens
  • Neue Zutrittslösung sMove von SKIDATA
  • Mountainbiken wird zur Strategie

SKISERVICE & RENT

  • WINTERSTEIGER Sports: Mehr Zeit für die individuelle Kundenbetreuung
  • MONTANA: Doppelt greift besser

MATERIALSEILBAHNEN

  • Moosmair GmbH: Knowhow für extreme Einsätze
  • Zuverlässige Unterstützung per Seilbahn

NEUE BAHNEN

  • LEITNER präsentiert das neue exklusive Schmiermittel LP Longlife
  • Cablebús Línea 3 in Mexico City von Doppelmayr eröffnet
  • Seilbahnen der HTI Gruppe erobern die Stadt
  • Loser Panoramabahn von Bartholet eröffnet

MARKETING & MANAGEMENT

  • Deutsche Seilbahntagung: Neuer Vorstand führt in nachhaltige Zukunft
  • 186. MM-Interview: Johannes Aldrian, MBA, GF Katrinseilbahn GmbH: Unsere Gäste fahren auf den Berg rauf, um runterzukommen!
  • Kärntner Seilbahntagung: Wir sollten uns viel selbstbewusster präsentieren
  • Salzburger Seilbahner und Skilehrer tagten erstmals gemeinsam
  • Mountain Management Consulting: Kinder frühzeitig für den Skisport begeistern

TECHNIK & WIRTSCHAFT

PISTENMANAGEMENT

  • Informationsveranstaltung von LM Energy über HVO 100
  • Prinoth investiert in weltweite Ersatzteillogistik mit Projekt in Telfs
  • Prinoth Snowpark Services: Maßgeschneiderte Lösungen für Snowparks, Funlines, Loipen und Pisten
  • Seit 25 Jahren mit PistenBully erfolgreich in Mittel- und Osteuropa

BESCHNEIUNG

  • TechnoAlpin Innovation im Grenztemperatur-Bereich: Der lokale Wärmetauscher
  • Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG verlässt sich auf das Know-how von DEMACLENKO
  • Technische Seilbahn-Fachtagung Schweiz: Weitblick in der Gegenwart
  • Kommentar SMI Snowmakers AG

ELEKTROTECHNIK

  • Frey AG Stans: Zwei Großprojekte nehmen Fahrt auf

 

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Ausgabe 6/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum

ÖKOLOGIE

  • Meinung: Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider: Warum es an der Zeit ist, alte Feindbilder abzulegen
  • Bergwanderführer informieren über Klimawandel
  • Blick in die Forschung
  • Riesneralm steht für Nachhaltigkeit
  • Flumserberg: Energie aus Abfall
  • Wintersport-Arena Sauerland: Nachhaltigkeitsuntersuchung zeigt Potenzial auf
  • SMI Snow Makers AG über Ressourcensparen durch Snowfarming

TRENDS

  • Neuer XXL-Dirtpark Grünwald in Sölden
  • Revue 9. Mountainbike-Kongress Saalbach
  • Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen: Zwischenbilanz zum Sommer 2024 zeigt Steigerung
  • IDEE Concept & Exhibition Engineering: Neues Aussichtspodest in Muschelform für Triassic Park
  • Sunkid-Zauberteppich in Saalfelden

NEUE BAHNEN

  • Nachhaltigkeitsbetrachtung der BUGA23-Seilbahn
  • Skiwelt Gstaad und Gletschergebiet Glacier 3000: Generationenprojekt und Gipfelrestaurant in Umsetzung
  • Modernisierung Metro Alpin und Hannigbahn in Saas-Fee
  • Neue Wege auf Spaniens höchsten Vulkan
  • Zwei neue „Retrofit-Projekte“ von LEITNER in Schweizer Skigebieten
  • Penang Hill Cable Car feiert Spatenstich
  • Hoch hinauf mit dem HighStep System

MARKETING & MANAGEMENT

  • Sattes Umsatzplus für Doppelmayr Gruppe
  • MM-Interview: Ruedi Bösch, CEO Toggenburg Bergbahnen AG: Flexibilität wird von den Gästen sehr geschätzt
  • „New Horizon“ für Bergbahnen Sörenberg AG
  • Dynamic Pricing in Hinterstoder und auf der Wurzeralm
  • Steirische Seilbahntagung: 105 Mio. Euro investiert
  • Kids on Ski

TECHNIK & WIRTSCHAFT

PISTENMANAGEMENT

  • PRO ACADEMY Camp: Fit für alle Anforderungen
  • PistenBully: Assistenzsysteme für optimale Pistenpflege
  • Prinoth: Gebrauchtfahrzeuge als Investition

BESCHNEIUNG

  • Innovatives Wettermodul von TechnoAlpin erleichtert Arbeit
  • DEMACLENKO: Beschneiung digital transformieren, Effizienz steigern
  • Allwetter-Schneeerzeuger mit Abwärmenutzung
  • Kotelnica Białczańska vertraut auf SUPERSNOW
  • Klenkhart & Partner: Hochwasserschutz – eine Investition in die Zukunft

FIRMEN NEWS

  • Schrankenfreies Parken für Serfaus-Fiss-Ladis mit Peter Park-System
  • REMEC präsentiert: POLLUX – Digital Alpine Twin

 

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Klaus Nussbaumer

Klaus Nussbaumer, Vorstand Lech Bergbahnen AG – Zusammenschlüsse unabdingbar, um Verbesserungspotenziale auszuschöpfen

Seit der Fusion der Skilifte Lech GmbH mit der Rüfikopf Seilbahn AG und der Rud-Alpe Gastronomie GmbH zur Lech Bergbahnen AG ist beinahe ein Jahr vergangen. Als neuen Vorstand konnte der Aufsichtsrat Klaus Nussbaumer gewinnen, der zuvor erfolgreich die Pizolbahnen (CH) und die BB Diedamskopf im Bregenzerwald managte. Im MM-Interview zieht der gebürtige Dornbirner Bilanz über die erste Saison und gibt Einblick in seine Zukunftsstrategien und Ziele.


Herr Nussbaumer, Sie haben die erste Wintersaison als Vorstand der Lech Bergbahnen AG hinter sich. Wie fällt Ihre Bilanz aus – geschäftlich und persönlich?

Mit 1. Januar durfte ich meinen spannenden Posten bei der Lech Bergbahnen AG antreten – mitten im Winter und nach einem starken Start. Der frühe Wintereinbruch machte es möglich, dass wir bereits am 1. Dezember mit dem kompletten Angebot starten konnten. Ab Mitte der Saison gab es dann doch frühlingshafte Temperaturen und so manch ein Föhnsturm der uns beschäftigte. Zum Saisonende verzeichneten wir noch einmal große Schneefälle bis in die Tallagen. Insgesamt dürfen wir doch zufrieden mit der Saison sein.

Persönlich war und ist es wieder eine Herausforderung, die ich gerne angenommen habe.

Die 10 EUB Zugerbergbahn wird heuer erstmals auch im Sommer in Betrieb genommen. Ein weiterer Schritt in Richtung Ganzjahresdestination.

Die 10 EUB Zugerbergbahn wird heuer erstmals auch im Sommer in Betrieb genommen. Ein weiterer Schritt in Richtung Ganzjahresdestination.

Bei Ihrem Antrittsstatement haben Sie gesagt, Sie freuen sich, die Lech Bergbahnen in die Zukunft zu führen. Wie soll und kann diese Zukunft aussehen?

Hauptaugenmerk haben wir auf die Neuorganisation unseres Unternehmens, das im Juli 2023 aus der Fusion der Skilifte Lech GmbH, der Rüfikopf Seilbahn AG und der Rud-Alpe Gastronomie GmbH entstanden ist, gelegt. Wir strukturieren die Bereiche neu, machen unsere IT zukunftsfit und arbeiten an der Unternehmenskultur. Ziel ist es, unsere Funktion als Leitbetrieb ausüben zu können und die Entwicklung zu einem Ganzjahres Betrieb voranzutreiben.

Gibt es konkrete Pläne bezüglich Erweiterungen, Ausbauten oder sonstige Projekte?

Aktuell arbeiten wir mit der Fa. Erlebnisplan aus Luzern an einem Masterplan für die Sommerentwicklung. Dazu prüfen wir die Möglichkeiten für Ersatz- und Neuanlagen, die auf die Pistenkapazitäten abgestimmt sind. Auch hier entsteht mit Salzmann Ingenieure ein entsprechender Masterplan. Um gesamthaft zu denken, haben wir die anderen Gesellschaften innerhalb des Ski Arlberg Pool West eingeladen, mitzugestalten. Eine weitere große Planung liegt bei der Beschneiung, die wir markant ausbauen wollen. In diesem Zusammenhang, konnten wir die Konsenswassermengen für die Entnahme aus dem Lech-Fluss mit den Behörden um ca. 40% erhöhen.

Blick auf die Rüfikopf Pendelbahn, die nun Teil der fusionierten Lech Bergbahnen AG ist. © Lech Bergbahn AG

Blick auf die Rüfikopf Pendelbahn, die nun Teil der fusionierten Lech Bergbahnen AG ist. © Lech Bergbahn AG

Wie hat sich die Fusion der der Skilifte Lech und der Rüfikopf Seilbahn AG bisher ausgewirkt? Was hat sich zum Positiven verändert? Und sind weitere Integrationen möglich bzw. gewünscht? Welche?

Jede Fusion von Unternehmen birgt Herausforderungen, die nicht über Nacht gelöst werden können. Mit der Neustrukturierung wird es aber einfacher, eine gemeinsame Unternehmenskultur und Organisation aufzubauen. Damit entfallen bisherige Schnittstellen und vereinfachen die Abläufe.

Bereits bei der Fusion der drei Gesellschaften wurde kommuniziert, dass es angedacht ist, weitere Unternehmen zu integrieren. Aktuell organisieren immer noch acht Gesellschaften den Erlebnisraum im Ski Arlberg Pool West. Mit weiteren Fusionen würde die Struktur weiter verschlankt. In größeren Einheiten lässt es sich einfacher planen und finanzieren. Aktuell führen wir wieder Gespräche, um weitere Schritte in diese Richtung zu machen.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial? Immerhin sprechen Sie ja von Lech als einzigartiger Destination mit großem Potenzial und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten? Quo vadis?

Lech gehört zu den großen Winterdestinationen mit einem weltweit bekannten Namen und eigenem Flair. Eingebettet in die Destination Arlberg sind wir Teil von 300 Pistenkilometern und einem wunderbaren Freeride Gebiet. Lech hat einfach etwas Besonderes an sich.

Bewegt man sich in dieser Liga, hat man auch viel zu verlieren und muss ständig am Ball bleiben. Wir müssen unseren Blick fokussieren, die Brille des Gastes aufsetzen sowie unsere Kraft für unsere Entwicklung und den Markt einsetzen. Die Kleinstrukturiertheit von vielen kleinen Gesellschaften ist dabei nicht förderlich. Daher war die Fusion der beiden größten Bergbahngesellschaften in und für Lech so wichtig. Weitere Zusammenschlüsse müssen folgen, um die Herausforderungen zu meistern und Verbesserungspotenziale im Winter wie im Sommer voll ausschöpfen zu können.

Sonnenuntergangsstimmung auf dem Lecher Panoramaberg Rüfikopf.

Sonnenuntergangsstimmung auf dem Lecher Panoramaberg Rüfikopf.

Was erachten Sie derzeit als größte Herausforderung? Zum einen für die Lech Bergbahnen, zum anderen für die Seilbahnbranche generell?

Die Unternehmen unsere Branche stehen generell vor ähnlichen Herausforderungen, egal wie groß oder an welchem Standort diese sind. Die Ausprägungen sind unterschiedlich. Schlussendlich wird es darum gehen, die Veränderungen anzunehmen und die Chancen zu identifizieren, die sich daraus ergeben. Unsere Branche musste sich immer wieder mit Veränderungen auseinandersetzen und ich bin überzeugt, dass es Lösungen gibt.

Wie geht Ihr mit der Klimaproblematik um? Lech hat ja einen prominenten Namen im Umweltbereich bzw. auch als Pionier für Innovationen?

Die Lech Bergbahnen AG ist ISO 9001 und 14001 zertifiziert. Bereits 2004 haben wir unseren ersten Umweltbericht herausgebracht und wir haben im Umgang mit der alpinen Natur weltweit Maßstäbe gesetzt. Wir werden dieses Engagement nicht nur beibehalten, sondern zukünftig ausbauen.

Wird es u.a. auch Stromgewinnung via Beschneiungsanlage geben?

Die Stromgewinnen aus PV-Anlagen ist bereits seit 2002 am Kriegerhorn Realität. Bei der Planung unseres großen Beschneiungs-Projektes denken wir auch an die Stromerzeugung. Es macht einfach Sinn, Infrastrukturen nicht nur für wenige Tage im Jahr zu errichten, sondern diese ebenfalls für andere Zwecke zu verwenden.

Das Sommergeschäft wird allgemein in der Branche als immer bedeutender eingestuft bzw. registriert. Wie sieht es diesbezüglich in Lech aus? Gibt es Visionen für die Weiterentwicklung in der schneefreien Zeit?

Wir sehen die schneefreie Zeit als ein großes Potenzial für uns. Die Gemeinde Lech, Lech-Zürs Tourismus und nun auch wir als Leitbetrieb haben uns klar zur Entwicklung zur Ganzjahres-Destination ausgesprochen. Wie bereits erwähnt, arbeiten wir an einem Masterplan für den Sommer, um genau dieses Ziel zu erreichen und den Möglichkeiten einen roten Faden zu geben. Ein großer Schritt dazu ist, dass wir die Zugerbergbahn (10er-Gondelbahn) ab 2024 auch im Sommer in Betrieb nehmen werden.

Lech ist im Winter eingebettet in die Destination Arlberg mit 300 Pistenkilometern. Im Bild der 10 EUB Auenfeldjet, der die Skigebiete Lech Zürs und Warth-Schröcken verbindet.

Lech ist im Winter eingebettet in die Destination Arlberg mit 300 Pistenkilometern. Im Bild der 10 EUB Auenfeldjet, der die Skigebiete Lech Zürs und Warth-Schröcken verbindet.

Werden sich die klassischen Saisonen aufgrund der Klimaerwärmung verschieben bzw. wird man als Bergbahnunternehmen hier flexibler agieren müssen als bisher?

Generell denke ich schon, dass unsere Branche flexibler werden muss und wir uns auf neue Gegebenheiten einstellen müssen. Ich sehe aber mehr die Chancen und Möglichkeiten, die sich für uns Bergbahnen auftun. Was den Arlberg betrifft, habe ich aber keine Bedenken, dass wir auch in den nächsten Jahrzehnten ein tolles Skiangebot bereitstellen werden. Die Höhe, die Schneemengen und der Ausbau der Beschneiung passen.

Zum Schluss eine persönliche Frage: Wie schwer ist es, in die Fußstapfen des großen Seilbahners und Visionärs Michi Manhart zu treten? Spielt er noch irgendeine (beratende?) Rolle. Einen totalen Ruhestand nimmt man ihm ja kaum ab?

Dies ist eine gute Frage. Michi hat in seiner aktiven Laufbahn wirklich viel verwirklicht und erreicht – für Lech und die Branche. Er war für mich immer „DER“ Seilbahner in unserem Land. Als ich vor gut 27 Jahren den Betriebsleiterkurs machte, durfte ich die damals noch übliche „Fremdpraxis“ bei den Skiliften Lech und dem Rüfikopf absolvieren. Das war 1997 schon ein großes Ding für mich als jungen Seilbahner, Michi Manhart kennenlernen zu dürfen. Eingefädelt hatte dies damals DDr. Hubert Kinz, mein Chef bei der Pfänderbahn.

Heute, etwas gereift und einige Jahre an Erfahrung reicher, habe ich daher die Funktion als Alleinvorstand der Lech Bergbahnen AG gerne und mit großer Demut übernommen. Es ist ein großes Erbe, das ich antreten durfte und ist für mich wie eine Krönung. Es war für mich aber auch klar, dass ich nicht in die Fußstapfen von Michi treten sondern einen eigenen Weg einschlagen werde. Trotzdem greife ich gelegentlich auf den großen Erfahrungsschatz von Michi zurück und bin froh über die Expertise. mak

 

 

 

 

 

 

Ausgabe 5/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum
  • Meinung: Matthias Imdorf, Erlebnisplan AG: Zukunftsbild Liftgesellschaft – vom Pionier zum Leitbetrieb

BIKEN

  • Vorschau Mountainbike-Kongress Saalbach
  • Neue woom bike area maßgeschneidert für Kids
  • Galtür realisiert familienfreundlichen Alpkogel Trail
  • Weltneuheit E-Bike Riding Center in Ischgl
  • Saalfelden Leogang: Zuwachs in der Singletrail Familie
  • E-Trial Park in Watles begeistert Touristen und Einheimische

BERGSOMMER

  • Katschi’s Almspielplatz als Erlebnis für Jung und Alt
  • Österreichs Wanderdörfer gestalten die Zukunft des Wanderns
  • Neuer Knappenweg Audio-Guide
  • Neue Hängebrücke schwebt über der Partnachklamm
  • Schmittenhöhebahn AG: Panoramablick ist „kaiserwürdig“
  • Sunkid: Das höchste Spielparadies – das „kuuhlste“ Freizeiterlebnis

ÖKOLOGIE

  • Söll: Nachhaltige Energie aus Wasserkraft
  • Skiweltcup in Gurgl 2023: „Nachhaltig gewinnen!“
  • Zwölferhorn Seilbahn fährt energieautonom mit Sonnenkraft

NEUE BAHNEN

  • Meilenstein für Alpin Arena Schnals
  • Führungswechsel bei Bartholet: Neue Leitung bekennt sich zu Flums
  • HTI eröffnet neues Produktionszentrum in Utah
  • LEITNER: Neue Ära für Seilbahnen am Ochsenkopf

MARKETING & MANAGEMENT

  • 184. MM-Interview: Thomas Eckl, BL Fürstlich
  • Hohenzollernsche Arber-Bergbahn e. K.:„Zukunft mit Qualität und Flexibilität meistern!“
  • Strategiestudie Bergbahnen von P8: Wertschöpfungspotenziale der Zukunft
  • Rebranding der Marke Kitzbühel

TECHNIK & WIRTSCHAFT

  • Optimierte Schneileistung bei schwierigen Bedingungen: die TL 8 von TechnoAlpin
  • SLF Davos: Wasserverluste bei der technischen Beschneiung
  • Neuer Speichersee am Pizol wird befüllt
  • Studie zur Bedeutung von Beschneiungsteichen

FIRMEN NEWS

  • Erfinder von „Elaskon“ feiert 95. Geburtstag
  • Mitarbeiterhäuser voll im Trend

SUPPLEMENT ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE
II PistenBully Select: Immer eine echte Alternative
III Jetzt Plätze für das PRO ACADEMY Camp sichern!
VI Prinoth Leitwolf & Prinoth Connect: Eine Klasse für sich
IX Toni Bächler zum 90. Geburtstag
XII Zaugg AG EGGiwil…genauso einzigartig wie ihre Kunden
XIV 5 Fragen zum Einsatz von E-Fuels, HVO, GTL und Co.
XV Wesentliche Updates für Brute Force 750 4x4i EPS von Kawasaki
II–XIII Technische Tabellen Pisten- und Loipenfahrzeuge

 

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Ausgabe 4/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum
  • Meinung: Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen/GF Leoganger Bergbahnen: Der „Berg“ ist beim Gast ein begehrtes Ziel!

BERGSOMMER

  • Der Plosebob garantiert Gästen Adrenalinkick
  • Mountaincarts – Türöffner für erfolgreiches Sommerangebot
  • hochkant: Ein Spielplatz wird zum Besuchermagnet
  • Spektakuläre Hängebrücke auf dem Sunnseit’n Weg
  • Hochkönig: Einer der längsten Kugelbahn-Wanderwege der Alpen
  • AlpspitzSPLASH als Attraktion auf dem Speicherteich
  • Südtiroler „Seilbahnsommer 2024“: Seilbahnen günstig nutzen
  • Südtirols erster Osetbike-Park entsteht am Watles
  • Sommerauftakt ÖW und FVB Seilbahnen: Großes Nachfragepotenzial macht optimistisch

TRENDS

  • elements wird zu valantic Austria: Eine Digital Journey im Zeitraffer
  • Internationaler Bericht zum Schnee- und Bergtourismus
  • WINTERSTEIGER Sports Bike Services: Smarte Filtertechnik und effiziente Energienutzung

ÖKOLOGIE

  • Treibhausgas-Bilanz 2023 Carezza Dolomites
  • Niesenbahn AG: Auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen
  • Aberg – Hinterthal – Bergbahnen AG: Nachhaltige Energieversorgung mit Photovoltaik

NEUE BAHNEN

  • MND: Neue Produktion für ORIZON™
  • Neue Graseckbahn setzt Akzente
  • LEITNER verbindet Boden und Luft mit dem Mobilitätssystem ConnX
  • Neuer Glanz für San-Salvatore-Bahn
  • Seilbahn Huy in Betrieb
  • Neue Dachstein Bergstation: Runderneuerung mit Fokus Nachhaltigkeit
  • Klenkhart: Weitere Qualitätsverbesserung im Skigebiet Königsleiten

MARKETING & MANAGEMENT

  • Bergbahn AG Kitzbühel: Erfolgsbilanz und neue Projekte
  • MM-Interview: Klaus Nussbaumer, Vorstand Lech Bergbahnen AG: „Zusammenschlüsse unabdingbar, um Verbesserungspotenziale auszuschöpfen“
  • Cable Car World 2024: Impulse für Mobilität am Seil
  • HTI-Gruppe zeigt geballte Kompetenz
  • Interview Martin Ganzer, Prokurist SUPERSNOW

TECHNIK & WIRTSCHAFT

PISTENMANAGEMENT

  • Xelom präpariert emissionsfrei
  • PistenBully AfterWork-Party 2024
  • SNOWsat Suite macht Arbeit einfacher und wirtschaftlicher
  • Prinoth Connect: Effizient und nachhaltig im Alltag

SUPPLEMENT BESCHNEIUNG

II – DEMACLENKO am Stubaier Gletscher: Eine der größten Pumpstationen der Welt

V – Evo 4.O definiert Effizienz neu

VI – Interview Mag. Michael Rothleitner, Schneezentrum Tirol: Die Entwicklung geht in Richtung Effizienz

X – TechnoAlpin: Kühlung auf höchstem Niveau

XII – SUPERSNOW: Die Zukunft der Beschneiung liegt im Vorausdenken

XIV – Bächler SnoTek TRINITY: „Immer der höchsten Effizienz nach!“

XVI – ARENA setzt neue Maßstäbe in der Beschneiung

XVIII – MND: Pionier bei der Beschneiung seit 1963

XX – Technische Tabellen: Propellermaschinen

XXVI – Technische Tabellen: Lanzen

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Mag. Markus Redl, CEO Ecoplus Alpin GmbH

Mag. Markus Redl, CEO Ecoplus Alpin GmbH – Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün!

Mag. Makus Redl ist seit 2011 Chef der ecoplus Alpin GmbH, den landeseigenen Bergbahnen in Niederösterreich. Der ausgebildete Sportwissenschafter zeigt seit Jahren auf, wie Skigebiete angesichts des Klima- und demografischen Wandels eine erfolgreiche Zukunft haben können. Seine Ideen dazu hat der Harvard-Absolvent kürzlich in Buchform mit dem Titel „Das weiße Gold wird grün“ zusammengefasst. Tenor: die Transformation zum ganzjährigen Bergerlebnis ist unabdingbar.

Sie haben kürzlich ein Buch mit dem Titel „Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün!“ herausgebracht. Welche Motivation steckt dahinter, was wollen Sie damit anstoßen?

Ich bin 2016 zum Tourismuspresse-Blog der APA-Comm eingeladen worden, Beiträge zu verfassen bzw. die berufliche Praxis zu reflektieren. Bis heute sind daraus ca. 80 Beiträge geworden. Dieser Diskurs, den ich versuche hier zu führen, hat durchaus eine Resonanz hervorgerufen und ich wurde auch immer wieder darauf angesprochen. Das hat mich darin bestärkt, die Quintessenz zusammen zu fassen. Im Wesentlichen besteht der Inhalt des Buches aus Beiträgen aus dem letzten Jahr, ergänzt um Praxisbeispiele gelungener Transformation – wie jene bei der Wexl Arena in St. Corona am Wechsel oder die aus dem Pandemiemanagement entstandene Digitalisierungsoffensive. Neun von Robert Six illustrierte Zukunftsbilder zeigen auf, welche strategische Entscheidungen rund um das schneesportliche Angebot von Destinationen zu treffen sind, wie sich Infrastruktur und Kultur des Alpinsports weiterentwickeln lassen.

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass wir von der Seilbahnwirtschaft uns aktiv am Diskurs beteiligen und unsere Argumente unbedingt einbringen sollten. Die große Diskussion, die wir führen lautet: wir leben in einer Zeit des geschäftlichen Umbruchs hin zum ganzjährigen Bergerlebnis, weg vom Geschäftsmodell einer eher kurzen, intensiven Skisaison — nicht nur in den Voralpen. Es geht darum, wie diese Transformation gelingen kann und sich der Schneesport-Tourismus weiter entwickeln lässt.

Natürlich hat das alles auch mit Klimawandel und Verlust der Biodiversität, demografischem Wandel und Digitalisierung zu tun. In Summe ist die Seilbahnwirtschaft extrem gefordert, die speziellen Rahmenbedingungen des jeweiligen Standortes klug zu nutzen. In Niederösterreich gehen wir diesen Weg seit 2011 und spüren daher manche Trends etwas früher.

Buchcover „Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün!“© ecoplus Alpin GmbH

Buchcover „Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün!“ © ecoplus Alpin GmbH

Ist die Quintessenz des Buch-Inhalts, dass wir uns intensiver auf den „Grünen Berg“ vorbereiten müssen?

Der Buchtitel ist natürlich augenzwinkernd gemeint. Da stecken mehrere Anspielungen drinnen. Etwa das „Weiße Gold“ des Skitourismus in Anspielung auf das „Schwarze Gold“ Öl – was ja ein nicht prolongierbares Geschäftsmodell ist, das aber jahrzehntelang sehr lukrativ war und Wohlstand gebracht hat. Das Zweite ist: „das weiße Gold wird grün“. Damit ist einerseits eine umfassende Ökologisierung als unsere Hausaufgabe gemeint. Wobei unsere Verantwortung nicht dort beginnen kann, wo der Gast bei uns aufschlägt, sondern wir müssen uns auch über die Mobilität im Vorfeld bzw. auch vor Ort Gedanken machen und über die Besucherlenkung.

Weitere Anspielungen sind das „weiße Band“ in der grünen Landschaft – was oft medial polemisch dargestellt wird – oder dass man da und dort, wie z. B. in Kopenhagen mit dem futuristischen Ski- & Freizeithügel Coppenhill, stärker in den Städten präsent sein soll. Hier bieten sich etwa auch Dry Slopes an, die ja bekanntlich oft in Grün ausgeführt sind.

Aber davon abgesehen ist die Hauptaussage sicher schon die, dass wir es u. a. aufgrund des Klimawandels mit weniger Weiß und mehr Grün in unserem Geschäftsfeld zu tun haben werden und diese Tatsache managen müssen.

Die Sommerbahnen sind ja eigentlich sogar das ältere Geschäftsmodell im Alpenraum. Sollen wir uns wieder mehr darauf besinnen?

Wir sind bereits in dieser Transformation, das Pendel schwingt wieder zurück. Ja der Tourismus hat einmal im Sommer begonnen, und zwar entlang der Bahnlinien von St. Anton bis zum Semmering. Viele Orte, die fast nur noch auf den Winter gesetzt haben, nutzen jetzt aus Strategiegründen vermehrt die Potenziale der Infrastruktur auch in den anderen Jahreszeiten. Man erkennt nun: das kann ja auch ein gutes Geschäft sein, sogar für uns als Seilbahn im Umfeld der Destination. Wenn wir es geschickt anlegen. Daraus entstehen letztlich strategische Möglichkeiten.

Natürlich brauchen wir jetzt noch den Schnee. Die Profitabilität bzw. Wertschöpfung ist ja um ein Vielfaches höher. Auf der anderen Seite: wenn man betrachtet, was mit der exzellenten Seilbahnstruktur z. B. im Glemmtal in Richtung Ganzjahrestourismus gelungen ist! Isabella Dschulnigg bestätigte mir, dass an guten Sommertagen bereits 14.000 Tagesgäste gezählt wurden!

Das spielt sich natürlich überall in den Alpen so ab. Jedoch alle müssen darüber nachdenken, was wir strategisch machen müssen, wenn die Winter immer häufiger so werden wie heuer (Regen, Föhnsturm, Wärme, teure Schneeproduktion etc.).

Parallelbetrieb von Winter- und Sommerangeboten in der Wexl Arena.

Parallelbetrieb von Winter- und Sommerangeboten in der Wexl Arena.

Die niederösterreichischen Skigebiete haben seit 2011 – also dem Zeitpunkt Ihres Eintritts in die ecoplus Alpin GmbH – eine erstaunliche Entwicklung genommen. Skizzieren Sie für uns bitte den Prozess.

Ein Weg, den wir beschritten haben, war ganz einfach die zu beschneiende Fläche zu reduzieren bzw. dass wir Skigebiete zurückgebaut haben. Wobei die Pistenfläche, die wir unbedingt brauchen, das Residuum, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Weihnachten funktionieren muss. Für diesen Bereich habe ich also eine höhere Schlagkraft. Gleichzeitig werden andere Areale frei für alternative touristische Nutzungen. Das bedeutet, man wartet nicht, bis nichts mehr geht, sondern dass man parallel Kompetenz und Gäste aufbaut. Es ist ja ein Unterschied, ob man es mit Skigästen oder Mountainbike-Gästen zu tun hat. Wir zielen darauf ab, auch im Winter Gäste zu haben, die flexibler sind – also z. B. am Vormittag skifahren gehen und am Nachmittag eine Alternative suchen, weil die Pisten zu sulzig sind, wie es heuer bereits im Februar war. Diese Leute gehen dann z. B. laufen im „Winter Trail Running“. Solche Entwicklungen brauchen wir.

Ähnliche Prozesse haben sich in den anderen ecoplus Skigebieten Annaberg, Hochkar & Ötscher Tourismus Erlebnisalm Mönichkirchen-Mariensee abgespielt.

Werden die Saisonübergänge künftig also fließend sein, oder soll es sogar, wenn möglich, einen Parallelbetrieb von Winter- und Sommerangeboten geben?

In Niederösterreich haben wir aus der Not heraus zu den Winterangeboten parallel z. B. Motorikpark, Alpine Coaster oder Zip-Line aufgesperrt. Jetzt müssen wir diese Flexibilität kultivieren und noch mehr forcieren. Diese Flexibilität kommt ja nicht von alleine. Sie ist ja nicht nur eine Identitäts- bzw. Kulturfrage unseres Unternehmens, sondern sie berührt auch rechtliche und organisatorische Fragen. Ja wir müssen die Dinge teilweise parallel laufen lassen können, wir müssen schneller wechseln können

Ein Erfolgsbeispiel für diese Strategie ist die Wexl Arena in St. Corona am Wechsel u. a. mit dem Produkt der Wexl-Trails samt Bikepark. Die Besonderheit ist, dass man hier die Saisonübergänge extrem kurz halten kann – teilweise innerhalb von zwei Wochen. Das ist sicher total ungewöhnlich, liegt aber daran, dass wir dort sowieso kaum Betten/Hotellerie haben, die mitziehen müssten, und auch die hiesige Topografie ist dabei förderlich.

Der Prozess gestaltete sich so, dass man anfänglich in der Wexl Arena  die Zielgruppe mit den kleineren Kindern (unter 10) in den Mittelpunkt gestellt und perfekt bedient hat. Dann ist das Mountainbike-Thema dazu gewachsen. Man hat es geschafft, dass sich diese beiden Zielgruppen nicht gegenseitig stören, sondern harmonisch ergänzen. Es kommt so rüber, als wäre es immer so geplant gewesen…Dabei war das ehemalige Skigebiet zuvor ins Strudeln gekommen, weil massivste Investitionen erforderlich gewesen wären. Zuletzt zählte man nicht einmal 50.000 Skier Days. Jetzt verbuchen wir 250.000 Ankünfte im Jahr, wobei der Winter wieder über 50.000 Skier Days liegt und der Sommerbetrieb zwei Drittel ausmacht. Wirtschaftlich gesehen sind beide Saisonen gleich stark. Das Thema Ganzjährigkeit wurde mit Motorikpark, Coaster, Erlebniswegen und MTB  erfolgreich besetzt.

Die Wexl Trails haben in St. Corona Erfolgsgeschichte geschrieben. Im Bild der Bikelift. © Erlebnisarena St. Corona (5)

Die Wexl Trails haben in St. Corona Erfolgsgeschichte geschrieben. Im Bild der Bikelift. © Erlebnisarena St. Corona (5)

Kann Ihr Ansatz / Geschäftsmodell eine Vorbildwirkung für die Bergbahnen im Alpenraum generell haben, oder beschränkt es sich auf niedrigere Lagen?

Hier bin ich vorsichtig. Ich bin voll dafür, dass man sich funktionierende Modelle anschaut und daraus versucht, für sich zu extrapolieren. Denn copy / paste klappt in diesem Fall nicht. Die Topografie sollte passen, um niederschwellige Einstiege wie z. B. via Slow Trails zu ermöglichen. Was man generell lernen kann, ist der Zugang zum Thema, die Flexibilität und die Mentalität, etwas auszuprobieren. Verwenden wir das Förderband, das wir rein für den Skibetrieb angeschafft hatten, auch einmal im Sommer. Lassen wir die Kinder mit dem Laufrad oder ersten Pedalierrad rauffahren und kleine Trails runterfahren! Beobachten wir, ob das angenommen wird. Das würde dem Pioniergeist, der in der Seilbahnwirtschaft immer da war, entsprechen!

Ich denke, der Prozess hat in der Branche bereits begonnen – siehe das Beispiel Gletscherskigebiete und ihr zunehmender Ausflugstourismus.

St. Corona scheint ein Paradebeispiel gelungener Transformation zu sein. Was hat es mit dem aktuellen TranStat-Projekt auf sich, worum geht es hier?

Dabei handelt es sich um ein Interreg-Projekt im Alpine Space-Programm. Der Lead-Partner ist eine staatliche französische Agentur, die für Regionalentwicklung im alpinen Raum zuständig ist. Es findet eine internationale Vernetzung von 10 Orten bzw. Skigebieten statt, die sich Gedanken über ihre Zukunft machen müssen, weil es bereits sehr sichtbare Herausforderungen durch den Klimawandel gibt. Die ecoplus Alpin GmbH. nimmt mit der Wexl Arena teil. Wir profitieren dabei vom Austausch untereinander in so genannten Livings (?) Labs. Die Kultur in unserer Seilbahnwirtschaft ist ja erfreulicherweise generell eine, die offen ist gegenüber den Kolleg:innen.

Detail vom Motorikpark.

Detail vom Motorikpark.


Die ecoplus Alpin engagiert sich außerdem für Nachwuchsinitiativen. Können Sie uns mehr dazu sagen?

Wir haben über die Jahre Verschiedenes probiert. Etwa die Initiative „Volksschulen zum Schnee“. Denn die ersten Kontakte zum Schneesport sollen möglichst früh erfolgen, nicht erst in Schulskikursen der Sekundarstufe 1. Ziel war, dass jeder dritte Schüler bzw. Schülerin im Laufe der Volksschulkarriere einen perfekt durchorganisierten Tag im Schnee erlebt hat. Allerdings kleiner Wermutstropfen: die Teilnehmer haben einen Gutschein für Freifahrt erhalten, wenn sie mit den Eltern oder Großeltern wieder kommen. Dieser Gutschein wurde praktisch nie eingelöst. Das heißt, im familiären Kontext bringt man das Ansinnen fast nicht rüber. Daher bin ich der Meinung, dass die ersten Gleit-/Rutscherfahrungen, die ersten Kurven, vermutlich besser auf der dry slope direkt in der Stadt passieren sollten – dort, wo die Kindergärten und Schulen sowieso sind. Super abgestimmt vom Material her und dem Unterricht, so dass dann die nächsten Schritte auf dem Schnee erfolgen können. So holen wir vielleicht die Kinder ab, deren Eltern gar nicht skifahren. Der Landesskiverband Wien auf der Hohen Wand Wiese hat diese Taktik im Winter 23/24 in kleinem Maßstab bereits vorexerziert und uns von ecoplus Alpin zu Gesprächen eingeladen, um das Ganze zu erweitern. Es braucht ja dann für den nächsten Schritt die Skigebiete.  Die urban sports Angebote wie Pump Tracks, Kletterhallen etc. können und sollen also um dry slopes ergänzt werden, um Menschen in städtischen Gebieten in ihrem (polysportiven) Umfeld Lust auf Skifahren zu machen bzw. eine Schnittstelle zu Wintersportaktivitäten zu verankern.

Welche Entwicklungsprognose geben Sie für die Zukunft unserer Branche, wo liegen die Knackpunkte für den Erfolg?

Der Knackpunkt ist der: es gibt unsere Schnee affinen Gäste, die skifahren bzw. snowboarden oder auch Pistengehen. Wenn jedoch die Nachfrage und das Angebot abschmilzt, müssen wir die Infrastruktur anders auslasten. Und auch über die digitalen Möglichkeiten nachdenken, die wir haben. In Niederösterreich verzeichnen wir z. B. 60 % Online-Anteil. Dadurch ergeben sich auch Chancen zur Steuerung der Gästeströme – das geht bis zur Kontingentierung und Dynamic Pricing.

Das andere Thema ist: nicht jeder fährt Ski. Der Markt der Non-Skiers ist der größere. Die Frage ist, was wir denen verkaufen können? Manche machen bereits gute Erfahrungen mit

Ausflugsgästen oder auch Winterwanderwegen. Da kann uns noch viel einfallen…Zuerst einmal sollen wir die Begleitpersonen der Skifahrer abholen, die selbst nicht (mehr) skifahren. Dann gibt es die anderen Zielgruppen, die das Bergerlebnis an sich interessiert – egal zu welcher Jahreszeit. Rufen wir uns in Erinnerung, dass Befunde den Aufenthalt auf dem Berg als physiologisch wertvoll einstufen, sprich hohen Erholungswert bestätigen.

Es sollen daher nicht nur die „gesellschaftlichen Kosten“ des Bergtourismus ins Treffen geführt werden (CO2 Problematik), sondern dass es auch einen nicht zu unterschätzenden Nutzen gibt.

Die Skigebiete sind hier überaus stark aufgestellt: Auf extrem geringer Fläche (0,45 %der Alpenfläche sind Skipisten) finden 50 Mio. Besuche im Winter statt. Also eine enorm intensive Nutzung dieses Areals mit einem hohen Erholungswert. Wir können es sozusagen gut legitimieren, dass wir Menschen auf den Berg bringen. Es erhöht deren Lebensqualität, hat einen enorm positiven Effekt für das Wohlbefinden, bringt ihnen körperlich, geistig und seelisch etwas. Wohin werden die Leute sich zurückziehen, wenn es künftig in den Städten super heiß wird? Genau, in die Berge! mak

Ausgabe 3/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum
  • Meinung: Markus Webhofer, Institute of Brand Logic: „Es gibt kein Allheilmittel, nur den individuellen Weg!“

DIGITAL

  • LEITNER: Smarte Technologie für autonomen Seilbahnbetrieb
  • Doppelmayr Digital Training
  • Skadii: Daten effektiv nutzen
  • Case-Study eLearning der Bergbahnen Zermatt
  • Sisag: Digitale Kommunikation mit SisMedia
  • Elements: Best Practice Beispiel

ÖKOLOGIE

  • Nachhaltige Energie für Hinterglemmer Bergbahnen
  • Climate & Ski: Wie nachhaltig ist die Seilbahnbranche?
  • Schauinsland Bahn Freiburg: Positiver Einfluss auf CO₂-Bilanz
  • Pfänderbahn AG setzt auf Nachhaltigkeit

TRENDS

  • 33. TFA-Forum: Bergtourismus neu (er)leben
  • Skifahren auf der Steinplatte bis 2050 problemlos möglich
  • Boyne Mountain Resort setzt auf Transportlösungen von Sunkid
  • ProjektTranStat:  Fit für den Klimawandel
  • Slope Gliding: Schweben ist das neue Skifahren

NEUE BAHNEN

  • Doppelmayr Gruppe: Urbane Seilbahnen in Lateinamerika auf Erfolgskurs
  • 50 Jahre „Mount Faber Line“
  • LEITNER: Erste 10er-Kabinenbahn im Stubaital
  • Gurtenbahn mit neuen Wagen von CALAG/Gangloff
  • Bartholet: Loserbahn voll im Plan
  • Doppelmayr/Compagnie du Mont-Blanc: Beginn des Bauprojekts Grands Montets

SKISERVICE & RENT

  • Regensburger rüstet BB Serfaus mit Mitarbeiterschränken aus

MARKETING & MANAGEMENT

  • 182. Mag. MM-Interview: Markus Redl, CEO ecoplus Alpin Gmbh: „Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün“
  • Österreichische Seilbahntagung: Zufriedenheit trotz weniger Betriebstage
  • Rekordjahr für Südtiroler HTI Gruppe
  • Nachbericht Mountain Planet Grenoble
  • Employer Branding-Projekt in der Tourismusregion Millstätter See-Bad Kleinkirchheim

TECHNIK & WIRTSCHAFT
PISTENMANAGEMENT

  • PistenBully auf der Mountain Planet 2024
  • Nachwuchssicherung– eine Herzensangelegenheit für Kässbohrer
  • Prinoth Service und Support
  • RoboFlail Funkraupen von Rapid

BESCHNEIUNG

  • TechnoAlpin: Datengetriebene Optimierung für maximale Performance

SICHERHEIT

  • Software von Wyssen bietet Allround-Lösung im Lawinenschutz
  • TÜV SÜD: Sicherheit steht über allem

FIRMEN NEWS

  • MOTOREX: Die Seiltänzerin aus Lenzerheide
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Ausgabe 2/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum
  • Meinung: Paul Zach, GF Young Mountain Marketing: Fun Mountain – vom Durchschnitt zum Leuchtturm!

WINDENERGIE

  • Windenergie für Bergbahnen: Chance oder No-Go?
  • Salzstiegl: Windkraft findet Zustimmung bei den Gästen
  • Recycling von Rotorblättern: Neues Leben für alte Flügel
  • BergWind Energy entwickelt sich weiter
  • Windenergie für den Shuttleberg?

ÖKOLOGIE

  • Zwölferhorn Seilbahn: Zeichen für Umweltengagement
  • Sölden: Neue Solartechnologie im Test
  • Saubere Pisten ohne große Umstellung – mit Shell GTL Fuel Alpine

TRENDS

  • pronatour: Erlebnisse für den grün(er)en Winter
  • Mountaincarts entwickeln sich auch im Winter zur Attraktion
  • Neue Sommer-Attraktion für den Unternberg in Ruhpolding
  • Auch bei Aussichtsplattformen punktet man mit Originalität
  • Bischofsmais realisiert familienfreundlichen Trailpark
  • Oset führt neue Generation von Elektro-Motorrädern ein
  • Schrankenloses Parkraummanagement am Katschberg erfolgreich

NEUE BAHNEN

  • AURO-CLD von Doppelmayr: Mobilität der Zukunft ist autonom
  • Doppelmayr/Garaventa: Generationenprojekt für noch mehr Skigenuss
  • LEITNER 10 EUB Wilde Krimml: Schneller, moderner, komfortabler
  • Team Service srI erfolgreich in St. Johann in Tirol
  • LEITNER auf der Mountain Planet in Grenoble
  • Garaventa: AURO 10er-Kabinenbahn für Morgins

MARKETING & MANAGEMENT

  • Cable Car World 2024 Essen: Chance für Mobilitätswende
  • 181. MM-Interview:  Arthur Moser, GF Zwölferhorn-Seilbahn Ges.m.b.H./Prokurist Arlberger Bergbahnen AG: „Energietransformation ist voll im Gang“
  • feratel und sitour: Zutrittsportal plus Bannersystem gleich Erlebnis
  • Skadii Resort Management: Eine Basis für alle Elemente
  • Bilexa AG: Gegensprechanlage CLARSON PUBLIC IV
  • Doppelmayr plant neues Werk am Standort Hohe Brücke

TECHNIK & WIRTSCHAFT
PISTENMANAGEMENT

  • PistenBully macht den Riesenslalom der Damen in St. Vigil perfekt
  • SNOWsat iX: „Einsteigen und loslegen!“
  • Prinoth Husky E-Motion: Volle Kraft, Zero Emission

BESCHNEIUNG

  • Bächler SnoTek TRINITY: Verkaufsstart nach erfolgreichem Testwinter
  • TechnoAlpin zum Thema „Effizienz“: Optimale Anlagenplanung für maximale Leistung im Grenzbereich
  • Schneeprophet: Simulation von Wetter- und Schneebedingungen mit lokalen Daten
  • Langfristige  Partnerschaft: DEMACLENKO erneuert Beschneiungsanlage in Corvatsch

FIRMEN NEWS

  • Lawinengefahr vorbeugen: MND festigt seine Position als Weltmarktführer
  • REMEC: Frankreich im Fokus
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Ausgabe 1/2024

MAGAZIN

  • Editorial
  • Impressum
  • Meinung: Prof. Dr. Robert Steiger, Universität Innsbruck: „Nachhaltigkeit im Tourismus muss man als Prozess sehen“

WINTERSPORT

  • Wintersport quo vadis – ist Skifahren alleine zu wenig?
  • Prowinter: Es geht wieder kontinuierlich aufwärts
  • BERGaufRODEL – was sonst?
  • Innovatives BASKET STORAGE interpretiert Depot für Skischuh, Helm und Handschuh neu

TRENDS

  • Sunkid: 4.000ster Zauberteppich® für Hochzillertaler Bergbahnen
  • Mountain Bike Movement: Die Zukunft der Wege-Wartung

ÖKOLOGIE

  • Planai-Hochwurzen-Bahnen: Großflächiger Einsatz von HVO100
  • Lech Zürs sagt „GOODBYE zu CO2
  • Nachhaltigkeitskommunikation im Tourismus
  • Nachhaltige Beschneiung in Oberösterreich
  • Klimaschonende Anreise in 6 Salzburger Skigebiete
  • Solarbäume für grüne Energie

NEUE BAHNEN

  • Bergbahnen Saalbach Hinterglemm/Doppelmayr Garaventa: Für alle Anforderungen gerüstet
  • LEITNER sorgt für Seilbahn-Aufschwung in Osteuropa
  • Neue Bartholet-Kombibahn in Thyon
  • Seilbahn Komperdell GmbH/Doppelmayr Garaventa: Alles neu bei der Komperdellbahn
  • Weitere Qualitätsverbesserung im Skigebiet Königsleiten
  • Frey Stans: Erfolgreiche Premiere am „höchsten Luzerner“
  • Mobilitätskonzept Bonn
  • AIS Baumanagement: Ein vertrauensvoller Projektpartner

MARKETING & MANAGEMENT

  • Vorschau MOUNTAIN PLANET 2024 in Grenoble
  • MM-Interview: Michael Nellen, CEO Sportbahnen Bellwald AG: „Es ist uns ein Anliegen, nachhaltig zu wirtschaften!“
  • Hochschullehrgang „Seilbahnen“ startet wieder

TECHNIK & WIRTSCHAFT

PISTENMANAGEMENT

  • 000 PistenBully – eine einzigartige Erfolgsgeschichte
  • Kässbohrer: Neuheit PistenBully Werkstatt-Handbücher
  • SNOWsat Trainings – online oder in Präsenz
  • Prinoth Leitwolf: Der Meister der Pisten

BESCHNEIUNG

  • DEMACLENKO: Von der Piste ins Fußballstadion
  • TechnoAlpin: Beeindruckende Performance im Grenztemperaturbereich
  • Bächler: Erfolgreiche Feldtests mit SnoTek TRINITY
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Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
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