Mit der ISO 27001-Zertifizierung hat die Wyssen Seilbahnen AG einen weiteren Meilenstein geschafft.
ISO 27001-Zertifizierung erreicht!
Nach mehr als einem Jahr intensiver Arbeit hat die Wyssen Seilbahnen AG mit Hauptsitz in Reichenbach im Kandertal (CH), inklusive der Wyssen Avalanche Control AG und dessen Niederlassungen, Anfang September dieses Jahres die ISO 27001-Zertifizierung erfolgreich erhalten.
In einer digitalen Welt, in der Cyberangriffe, Datenlecks und Sicherheitslücken zur täglichen Bedrohung gehören, ist ein effektives Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) entscheidend. Genau hier setzt die ISO 27001-Zertifizierung an – dieser international anerkannte Standard gilt als Gütesiegel für Informationssicherheit. Er garantiert, dass vertrauliche Daten, interne Prozesse und Kundeninformationen bei dem zertifizierten Unternehmen optimal geschützt sind – gegen Risiken wie Datenverlust, Cyberangriffe oder Missbrauch. Der Wyssen Seilbahnen AG zufolge bestand die besondere Herausforderung darin, ISO 27001 nicht als isoliertes Projekt umzusetzen, sondern es in ihr bestehendes Managementsystem zu integrieren. Das ist gelungen – und damit hat das Unternehmen nicht nur die Anforderungen erfüllt, sondern auch die Basis für effiziente, sichere und nachhaltige Prozesse geschaffen. Laut der Wyssen Seilbahnen AG verfügen nur wenige Unternehmen über diese Zertifizierung.
HKD Snowmakers zählt zu den Marktführern im Bereich der Beschneiungssysteme in den USA und Kanada und erzielte zuletzt einen Umsatz von 60 Millionen Dollar (= ca. 51 Mio. Euro). © HTI-Unternehmensgruppe
HTI-Gruppe expandiert in Nordamerika
Die Südtiroler Unternehmensgruppe HTI wird Mehrheitsaktionär von HKD Snowmakers. HKD ist ein auf Beschneiungsanlagen spezialisiertes Unternehmen mit Niederlassungen in den USA und Kanada. Damit wird die Präsenz der HTI-Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt weiter gestärkt.
Das teilte die HTI-Unternehmensgruppe Anfang September dieses Jahres in einer Presseaussendung mit. HKD Snowmakers erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 80 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 60 Mio. US-Dollar (= ca. 51 Mio. Euro). Durch die Integration dieses nordamerikanischen Beschneiungsunternehmens stärkt die HTI-Gruppe ihre bereits solide Position, die aus den Seilbahnherstellern Leitner, Poma und Bartholet, den Pisten- und Kettennutzfahrzeugen von Prinoth sowie dem am europäischen Markt etablierten Beschneiungsexperten Demaclenko besteht. Dieser Schritt ist Teil einer Strategie, die in den vergangenen Jahren zu einer geografischen wie thematischen Diversifizierung der Aktivitäten der Südtiroler Unternehmensgruppe geführt hat. In diesem Zusammenhang wurden eine Reihe von Investitionen in Nordamerika getätigt: Von einer Produktionsstätte in Utah über die Übernahme von Jarraff (Vegetation Management) in Minnesota bis hin zur Erweiterung der Werke von Prinoth in Granby in Kanada und Leitner Poma of America in Grand Junction in Colorado. Investitionen, die sich sowohl aufgrund des Wachstums des nordamerikanischen Wintertourismusmarktes, insbesondere in den USA, als auch aufgrund der jüngsten politischen Rahmenbedingungen als erfolgreich erweisen. „Made in USA“ gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Anton Seeber, Präsident der HIT-Unternehmensgruppe (li.), und Charles Santry, Präsident und Mitbegründer von HKD Snowmakers. © HTI-Unternehmensgruppe
Statement Anton Seeber, Präsident der HTI-Unternehmensgruppe:
„Wir freuen uns, dass unsere große Unternehmens-Familie in den Vereinigten Staaten mit der Aufnahme eines Unternehmens, welches unseren Werten entspricht, erneut wächst. HKD Snowmakers wird wie die anderen Unternehmen unserer Gruppe agieren, und seine Autonomie und Unabhängigkeit bewahren, um effizient und flexibel auf die Bedürfnisse des eigenen Referenzmarktes reagieren zu können. Mit Dezentralisierung und Diversifizierung verfolgt unsere Gruppe das Ziel, nachhaltigen und langfristigen Erfolg zu erzielen, der es ermöglicht, Arbeitsplätze zu sichern und in den Regionen, in denen wir präsent sind, Wertschöpfung zu generieren.“
Statement Charles Santry, Präsident und Mitbegründer von HKD Snowmakers:
„Dies ist eine außergewöhnliche Chance für uns alle bei HKD Snowmakers. In den letzten 35 Jahren haben wir hart daran gearbeitet, technologischer Marktführer im Bereich zuverlässiger und energieeffizienter Beschneiung zu werden. Durch den Zusammenschluss mit HTI und die enge Zusammenarbeit mit Demaclenko werden wir nun unser aktuelles Produktangebot vervollständigen und unseren Kunden in Nordamerika die vielfältigste und zuverlässigste Beschneiungstechnologie bieten können, die derzeit auf dem Markt erhältlich ist.“
Über HKD Snowmakers
1973 entwickelte Herman Kress Duprè (der Name des Unternehmens ist ein Akronym aus seinen Initialen) die erste Beschneiungsanlage in den Bergen des Familienresorts Seven Springs in Pennsylvania. Anfang der 1990er Jahre schlug Hermans Schwiegersohn Charles Santry, ausgebildeter Geologe und Spezialist in Umweltfragen, vor, diese innovative Technologie zu vermarkten. So entstand HKD Snowmakers, und der „HKD-Standard” wurde in der Branche eingeführt und entwickelte sich schnell zu einem effektiven Schneegenerator, der von nordamerikanischen Skigebieten verwendet wurde. HKD Snowmakers wuchs durch Übernahmen weiter und fusionierte 2011 mit dem kanadischen Propellerhersteller Turbocristal, wodurch die Propellertechnologie in die Produktpalette aufgenommen wurde. Im Jahr 2018 schließlich übernahm HKD Snowmakers iSno, die Steuerungs- und Automatisierungssparte von Sno-Matic in Lyme mit Sitz in New Hampshire.
Weitere Informationen auf:
Die Anfängerinitiative „Skifahren lernen in drei Tagen“ wurde im Land Salzburg vergangenen Winter schon von mehr als 1.000 Schülern genutzt. © von Pexels über Pixabay
Salzburger Land: In nur drei Tagen kostenlos Skifahren lernen
Immer mehr Kinder wachsen heute in Familien auf, in denen der Skisport keine Rolle spielt – und das betrifft längst nicht nur Familien mit Migrationshintergrund, sondern auch viele Einheimische. Wie das „Netzwerk Winter“ aus aktuellen Marktforschungen weiß, sind vorwiegend Eltern und Schulen entscheidend dafür, ob Kinder den Zugang zum Skifahren finden oder nicht. Aus diesem Grund wird die Anfängerinitiative „Skifahren lernen in drei Tagen“ jetzt erweitert.
Das „Netzwerk Winter“ ist eine branchenübergreifende Meinungsbildungs-Plattform für Wintersport und Tourismus. Projektentwickler Franz Schenner erklärt: „Bereits vor der jüngsten Jugendstudie im Salzburger Land haben wir begonnen, gezielte Angebote für Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Schulstufe sowie ihre Eltern zu entwickeln. Unser Ziel: Kindern im Rahmen einer Wintersportwoche die Möglichkeit zu bieten, in nur drei Tagen Skifahren zu lernen.“
Erfolgsprojekt wird erweitert
Was zunächst mit 460 Schülern begann, wurde im vergangenen Winter bereits von mehr als 1.000 Jugendlichen genutzt. Dank der Zusammenarbeit mit dem Salzburger Skilehrerverband und lokalen Skischulen konnten inzwischen mehrere tausend Kinder für den Wintersport begeistert werden. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Erfolgsprojekt nun erweitert: „Ab sofort bieten wir dieses kostenlose Skikursangebot auch Schülerinnen und Schülern aus Niederösterreich, Wien und dem Burgenland an – sofern sie ihre Wintersportwoche im Salzburger Land verbringen“, so Schenner weiter.
Statements
Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Mag. Stefan Schnöll (zuständig für Tourismus) und Dr. Erich Egger, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der WK Salzburg, betonen unisono: „Unser Ziel ist es, Jugendliche für den Skisport zu begeistern und zugleich die Klassengemeinschaft zu stärken.“
Die Finanzierung übernehmen engagierte Partner wie Doppelmayr, Skidata, Raiffeisen, UNIQA, die Wirtschaftskammer Salzburg, die Salzburger Seilbahnen und der Tourismusförderungsfonds des Landes Salzburg.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Die heutigen Seilbahnanlagen sind komplexe High-Tech-Systeme. Um sie effizient betreiben zu können, ist ein fundiertes Know-how erforderlich – im Bild: die Dachstein-Gletscherbahn.
Know-how-Austausch im Seilbahn-Kompetenzzentrum in Hallein
Im Rahmen der Seilbahnakademie des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs der WKO wird am Donnerstag, dem 4. September 2025, wieder ein „Ausbildertag“ im internationalen Kompetenzzentrum für Seilbahntechnik an der Landesberufsschule Hallein, abgehalten.
Diese ganztägige Veranstaltung soll Ausbilder bei ihrer Tätigkeit in ihrem Seilbahnunternehmen unterstützen. Der Schwerpunkt des „Ausbildertags“ wird unter anderem die „Doppellehre Seilbahn- und Elektrotechnik“, die seit 2019 angeboten wird, sein. Zudem werden die neuen elektrotechnischen Einrichtungen in den Labors vorgestellt. Weitere Themen werden Lehrinhalte der Doppellehre sowie Erfahrungen mit den Lehrabschlussprüfungen Seilbahntechnik- und Elektrotechnik sein.
Lehrberuf Seilbahntechnik
Das internationale Kompetenzzentrum für Seilbahntechnik an der Landesberufsschule (=LBS) Hallein ist eine essentielle Ausbildungsstätte für die Seilbahnunternehmen. Wie dem Geschäftsbericht 2024/2025 des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs der WKO zu entnehmen ist, ist der Lehrberuf Seilbahntechnik mit inzwischen mehr als 900 Absolventen (inkl. 2. Bildungsweg) seit der Einführung im Jahr 2008 ein fixer Bestandteil des Bildungspfades in der Seilbahnbranche.
Landesberufsschule Hallein
Im Schuljahr 2024/25 haben 103 neue Lehrlinge in der LBS Hallein mit der Ausbildung zum Seilbahntechniker begonnen. Das entspricht erneut einer Steigerung an Schülern von über 10 % gegenüber dem vergangenen Jahr. Somit werden wieder vier erste Klassen mit Schülern beschickt. Das Interesse an der vielseitigen Ausbildung zum Seilbahntechniker nimmt konstant zu, was in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt sehr erfreulich ist. Trotz der schulischen Herausforderungen für die Lehrlinge wird auch die Doppellehre Seilbahn- und Elektrotechnik sehr gerne in Anspruch genommen. Mehr als die Hälfte der Lehrlinge entscheidet sich dafür.
Frauen in der Seilbahntechnik
Dass die Seilbahntechnik-Ausbildung auch für Mädchen schon lange kein Tabuthema mehr ist, zeigt die Tatsache, dass sich in den Klassen der LBS Hallein bereits 35 Mädchen der Seilbahntechnik verschrieben haben. Aktuell befinden sich ca. 304 Lehrlinge in Ausbildung und besuchen das Seilbahn-Kompetenzzentrum an der LBS Hallein. Des Weiteren entschließen sich kontinuierlich immer mehr Seilbahnunternehmen dazu, selbst Lehrlinge auszubilden. So haben mittlerweile schon über 100 Seilbahnunternehmen in Österreich zumindest einen Lehrling im Lehrberuf Seilbahntechnik ausgebildet.
Mehr Informationen unter:
Seilbahn-Kompetenzzentrum an der LBS Hallein:
https://lbs-hallein.salzburg.at/lehrberufe/seilbahn-und-elektrotechnik/seilbahntechnik
Die Tiroler Zugspitzbahn wurde vor kurzem erneut als eine der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ ausgezeichnet. ©Tiroler Zugspitzbahn/Albin Niederstrasser
Tiroler Zugspitzbahn wieder als Beste Österreichische Sommer-Bergbahn ausgezeichnet
Das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich und ist ein Qualitätsversprechen an die Gäste und die Region. Insgesamt 100 Kriterien müssen für diese Auszeichnung erfüllt werden. Diese werden alle drei Jahre neu überprüft. Die Tiroler Zugspitzbahn zählt seit Sommer 2004 zu den „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ und konnte auch dieses Mal die Prüfung bestehen.
Das teilte das Seilbahnunternehmen vor kurzem in einer Pressemeldung mit. Als eine der 82 „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ hat sich die Tiroler Zugspitzbahn in der Themenwelt „Panorama & Naturerlebnis“ spezialisiert. Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und liegt direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Mit der Tiroler Zugspitzbahn erreicht man vom österreichischen Ehrwald aus den Gipfel in nur zehn Minuten. Schon die Auffahrt mit der Seilbahn ist ein Erlebnis. Durch die Panoramaverglasung der Fahrzeugkabinen erhält man während der Fahrt ein beeindruckendes Aussichtserlebnis auf die Grenzregion Bayern-Tirol. Oben angekommen, erhält man von der großzügigen Aussichtsplattform am Gipfel aus bei klarer Sicht einen unvergleichlichen 4-Länder-Fernblick. Im Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“ wiederum bekommt man spannende Einblicke in die Geschichte der Zugspitze, den Bau der ersten Seilbahn sowie eine Sonderausstellung zum Thema „Erstbesteigung“. In der „Schneekristall-Welt“ erfährt man Interessantes rund um diese Thematik. Im Tal wiederum wartet auf die Gäste der Besuch des Museums „BAHNORAMA anno 1926“. Um den Original-Seilbahnantrieb von 1926 zeigen diverse Ausstellungselemente das Gipfelerlebnis. Des Weiteren erhalten Interessierte im Technik-Schauraum einen Einblick in den Antriebsraum der laufenden Seilbahn. Schautafeln liefern Erklärungen und technische Daten. Übrigens feiert die Tiroler Zugspitzbahn im Juli 2026 ihr 100-Jahre-Jubiläum.
Das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“
Das Gütesiegel ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich und steht seit mehr als 20 Jahren für Qualität, Kooperation und die nachhaltige Weiterentwicklung des alpinen Bergsommers. Es werden nur jene Bergbahnen ausgezeichnet, die ihren Gästen durch abwechslungsreiche Angebote innovative und unbeschwerte Bergerlebnisse garantieren. Dazu müssen 100 Kriterien bestanden werden, die alle drei Jahre neu geprüft werden. 2001 zur Stärkung des alpinen Bergsommers gegründet, vereinen die „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ innovative Köpfe der Branche. Laut Sprecher Kornel Grundner werden gemeinsam Strategien entwickelt, die dafür sorgen, dass der Sommertourismus beständig bleibt: „Es ist unsere Aufgabe Angebote zu schaffen, die zukunftsgerichtet sind und mit denen wir uns gleichzeitig unserer Verantwortung für einen nachhaltigen Bergtourismus stellen. Bei den Sommer-Bergbahnen steht das Zusammenwirken von Natur und Technik schon von Haus aus im Vordergrund, da wollen wir in der Tourismusbranche ganz bewusst Vorreiter sein. Das reicht von der Energieversorgung der Bergbahnen, über Abfallmanagement bis hin zur Wertschöpfung in der Region. Dank unserer Mitgliedsbetriebe, die beispielsweise bereits einen hohen Nutzungsgrad erneuerbarer Energien aufweisen, gibt es hier schon wichtige Weichenstellungen und ‚Best-Practices‘.“ Die Tiroler Zugspitzbahn zählt seit Sommer 2004 zu den „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“. „Durch den engen Austausch mit den anderen Mitgliedsbetrieben der ‚Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen‘ konnten wir in den letzten Jahren Angebote entwickeln, die unsere Region nachhaltig stärken. Das ist ein Gewinn für die gesamte Tiroler Zugspitz Arena und schafft ganzjährig Arbeitsplätze“, so Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, abschließend.
Mehr Informationen zum Gütesiegel auf:
Gerlitzen Alpe: Mit der Kanzelbahn (4er-Kabinenbahn) und der Gipfelbahn (4er-Sesselbahn) geht es innerhalb von 30 Minuten von der Talstation in Annenheim am Ossiacher See zum Gerlitzen Gipfel auf 1.911 m ü. M. © Michael Stabentheiner
Kärntner Sommerbergbahnen ziehen sehr positive Zwischenbilanz
14 Erlebnisberge – von Heiligenblut im Westen und dem Klippitztörl im Osten, dem Katschberg im Norden bis zur Petzen im Süden – bieten ihren Gästen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit beispielsweise Wanderungen, Sommerrodelbahnen, Spielplätzen oder Flow Trails für Mountainbiker. Fünf Seilbahnen haben spezielle Bike-Angebote. Die vorläufige Sommer-Zwischenbilanz der Kärntner Seilbahnbetriebe ist äußerst erfreulich. Bis zum Ende der Sommersaison am 2. November rechnen sie mit rund 1,1 Mio. Gäste.
Das geht aus einer Pressemitteilung der WKO Kärnten, Sparte Transport und Verkehr, hervor. Der Seilbahn-Sommerbetrieb dauert dieses Jahr insgesamt 186 Tage und endet am 2. November 2025. Josef Bogensperger jun., Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der WKO Kärnten, betonte: „Der Juni war sehr gut, der Juli wetterbedingt durchwachsen und der August entwickelt sich großartig. Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Saisonschluss rund 1,1 Mio. Gäste begrüßen werden. Einmal mehr zeigt sich, dass sich Investitionen in attraktive Erlebnisangebote lohnen. Wir tragen wesentlich zur Attraktivität Kärntens als Sommer-Urlaubsland bei, besonders in der Vor- und Nachsaison.“ Damit haben sich Kärntens Sommerbergbahnen und die Flow Trails für Mountainbiker auch dieses Jahr als stabile und zentrale Säule des Tourismus erwiesen. Doch der wetterbedingt sehr durchwachsene Juli hat wieder einmal gezeigt, dass Allwetter-Erlebnisangebote erfolgsentscheidend sind. Kärntens Seilbahnbetriebe können etliche Attraktionen anbieten, die bei (fast) jedem Wetter Spaß machen. In Zukunft sei es essentiell weitere Allwetter-Angebote zu kreieren, heißt es in der Medienmitteilung weiter, doch dafür brauche es allerdings auch tatkräftige Unterstützung durch die Politik.
Statements aus der Kärntner Seilbahnwirtschaft zum bisherigen Sommer:
- Bad Kleinkirchheim: „Bislang verzeichnen wir ein deutliches Plus bei unseren Sommergästen und sind mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden. Die Investitionen der vergangenen Jahre in die Erlebnisinfrastruktur rund um die Seilbahnen zeigen bereits klar ihre Wirkung“, erklärte Hansjörg Pflauder, Vorstand der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen.
- Gerlitzen Alpe: „Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden und blicken voller Zuversicht und Vorfreude auf den kommenden Herbst“, betonte Manuel Kapeller-Hopfgartner, Prokurist der Gerlitzen Alpe Bergbahnen.
- Goldeck: „Wir sehen den Sommer 2025 sehr positiv und rechnen mit mehr Gästen als 2024. Ausschlaggebend dafür ist auch die Attraktivität unserer neuen Angebote: der Kinderspielplatz bei der Seehütte, das Bergrestaurant Goldalm-Mountain Dining und die beiden neuen Erlebniswanderwege– die ‚Mission Goldalm (Nord & Süd, Anm. d. Red.)‘ – die von der Bergstation bzw. vom Parkplatz Seetal zur Goldalm führen“, berichtete Erik Zechmann, Geschäftsführer der Goldeck Bergbahnen.
- Ankogel: „Bis Ende Oktober erwarten wir ähnlich viele, wenn nicht sogar mehr Sommergäste als 2024 – und sind mit dieser Entwicklung sehr zufrieden“, betonte Adi Gugganig, Technischer Leiter des im Juni 2025 gestarteten neuen Betreibers der Ankogel
- Heiligenblut: „Die Entwicklung unserer Sommergäste ist äußerst erfreulich – wir sind mit den bisherigen Zahlen sehr zufrieden“, erklärte Christian Prinz, Geschäftsführer der Großglockner Bergbahnen in Heiligenblut.
- Klippitztörl: „Wir freuen uns über eine noch stärkere Nachfrage als im Vorjahr. Besonders gut angenommen werden unsere Neuheiten – wie etwa der Kugelspielturm beim Klippitzsee“, berichtete Alexandra Nabi von den Seilbahnen am Klippitztörl.
- Weissensee: „Der am 1. Mai 2025 gestartete Sommer entwickelt sich für uns sehr gut. Unsere attraktive Kombination aus Wandern, Biken und See findet großen Zuspruch. Daher erwarten wir zumindest einen ähnlich guten Sommer wie im Vorjahr“, fasste Christoph Rupitsch, Geschäftsführer der Weissensee Bergbahn, seine Saisoneinschätzung zusammen.
Mehr Informationen über Kärntens Sommerbergbahnen gibt es hier: https://www.sommerbergbahnen-kaernten.at/
Die modernisierte Standseilbahn Rigiblick in Zürich nimmt am 26. September 2025 ihren offiziellen Betrieb auf. Sie ist ein viel genutztes und unverzichtbares Transportmittel im öffentlichen Verkehr der Stadt Zürich. Auch die Haltestellen wurden modernisiert, um geänderte feuerpolizeiliche Auflagen zu erfüllen. © Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
Zürich: Standseilbahn Rigiblick erstrahlt im neuen Glanz
Die Standseilbahn Rigiblick ab Rigiplatz im Stadtkreis 6 ist Teil des öffentlichen Verkehrs in Zürich und wird von den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) betrieben. Sie verbindet die Talstation an der Universitätsstraße über drei Zwischenstationen mit der Bergstation Rigiblick auf dem Zürichberg. Vollautomatisch betrieben, befördert die als „Seilbahn Rigiblick“ bekannte Anlage jährlich bis zu ca. 700.000 Fahrgäste. Nun wurde sie auf den neuesten Stand der Technik (Steuerung, Zugseil, Fahrzeuge) gebracht. Vor kurzem wurden die beiden neuen Wagen der Öffentlichkeit vorgestellt. Den offiziellen Betrieb wird die Standseilbahn Rigiblick am 26. September 2025 wieder aufnehmen. Die Umsetzung erfolgte durch den Seilbahnproduzenten Garaventa AG, ein Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe. Derzeit läuft der Testbetrieb.
Gemeinsam mit Milani Design & Consulting AG und CWA Constructions SA, die ebenfalls ein Teil der Doppelmayr-Gruppe ist, entstanden zwei neue moderne, komfortable Fahrzeuge im typischen Blau-Weiß der VBZ, dessen Design sich an jenem der Flexity-Trams orientiert. „Die Seilbahn ist ein fester Bestandteil des Quartierlebens und prägt das Stadtbild von Zürich“, betonte Stadtrat Michael Baumer anlässlich der feierlichen Einweihung der beiden neuen Fahrzeuge der Standseilbahn Rigiblick am 19. August 2025. „Zum vielfältigen öffentlichen Verkehr (ÖV) in Zürich gehören neben Trams und Bussen auch die Seilbahnen, die lokale Bedürfnisse und topographische Begebenheiten sehr gut aufnehmen“. Die beiden Wagen erfüllen nicht nur moderne technische Standards, sie entsprechen auch den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG). „Als städtischer Verkehrsbetrieb tragen wir Verantwortung für den langfristigen Erhalt unserer Infrastruktur. Die Modernisierung der Seilbahn Rigiblick ist Teil dieses nachhaltigen Engagements“, erklärte VBZ-Direktor Martin Sturzenegger bei dieser Präsentation.
Mehr Platz und barrierefrei
Die beiden neuen Fahrzeuge sind gespiegelt konstruiert und 80 cm länger als ihre Vorgänger. Außerdem wurde das Platzangebot in den Wagen um jeweils 10 % erhöht, d. h. es können 33 Passagiere und damit um drei mehr als zuvor befördert werden. Es stehen acht Sitzplätze und 25 Stehplätze zur Verfügung. Dazu gehört auch eine leicht erhöhte, u-förmige Sitzlounge. Ein zentrales Dachfenster mit ringförmiger Deckenleuchte sowie eine großzügige Panoramaverglasung sorgen im Fahrgastraum für eine angenehme Atmosphäre. Holzoberflächen erinnern an die Ausstattung der Vorgängerwagen. Darüber hinaus wurde auf pflegeleichte Oberflächen, robuste Materialien und wartungsfreundliche Konstruktionen großer Wert gelegt. In den neuen, barrierefreien Fahrzeugen können auch Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Fahrräder transportiert werden. Abgesehen von den beiden neuen Fahrzeugen wurde von Frey Stans, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, die Seilbahnsteuerung erneuert.

Anlieferung der neuen, barrierefreien Fahrzeuge im typischen Blau-Weiß der VBZ, die in Zusammenarbeit von CWA Constructions SA und Milani Design entstanden sind. © Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
Die Standseilbahn Rigiblick absolviert von frühmorgens bis nach Mitternacht ca. 160 Fahrten pro Tag, die Fahrzeit beläuft sich auf etwas mehr als zwei Minuten. Das sorgt für eine hohe Beanspruchung des Zugseils. Im Zuge der Modernisierung wurde das bestehende Zugseil durch das speziell für städtische Anlagen entwickelte Performa-Zugseil der Fatzer AG ersetzt.
Urban erprobtes Hochleistungsseil
Das Performa-Seil eignet sich besonders für Seilbahnen mit hoher Fahrfrequenz. Fatzer zufolge ist es trotz hoher Beanspruchung sehr langlebig und geräuscharm im Betrieb. Dadurch steigt der Fahrkomfort, und die Wartungsintervalle verlängern sich. Zwei Zugseile mit einem Durchmesser von jeweils 32 mm, einer Länge von jeweils 480 m und einem Gewicht von je 1,9 wurden am 20. Juni 2025 aus dem Fatzer-Werk in Romanshorn geliefert. Eines der beiden Zugseile dient als Ersatz. Die Montage erfolgte am 6. August.

Die neuen, komfortablen Fahrzeuge mit großzügiger Panoramaverglasung sind rollstuhlgängig und bieten nun mehr Fahrgästen Platz als die Vorgängerwagen. © Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
Zur Standseilbahn Rigiblick
Die Standseilbahn Rigiblick wurde am 4. April 1901 als „Seilbahn Rigiviertel“ in Betrieb genommen und 1978/79 erneuert. Die bestehenden roten Fahrzeuge hat man durch die blau-weißen Wagen ersetzt, außerdem wurde die Strecke um 80 m bis zum Rigiblick verlängert. Im Zuge dessen wurde die Standseilbahn in „Seilbahn Rigiblick“ umgetauft. Am 29. Mai 1979 nahm die modernisierte Seilbahn den Betrieb auf. Sie war damit eine der ersten vollautomatisch konzessionierten Seilbahnen in der Schweiz. 2011 wurden die elektronische Steuerung und der Antrieb ersetzt. Am Wagenkasten und am Fahrwerk wurden gleichzeitig umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen. So konnte die Seilbahn noch über sehr viele Jahre weiter im Einsatz bleiben. Mit einem Alter von mehr als 40 Jahren waren die Bahnkomponenten – allen voran die Fahrzeuge – nun am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Deshalb erhielt die Garaventa AG im Sommer 2023 den Auftrag, zwei neue Fahrzeuge zu produzieren und die Seilbahnsteuerung zu erneuern. Zur Zeit läuft der Testbetrieb. Nach erfolgreich abgeschlossener Inbetriebnahme nimmt die modernisierte Standseilbahn Rigiblick am 26. September 2025 ihren offiziellen Betrieb auf. Die Projektkosten belaufen sich auf rund vier Mio. CHF (ca. 4.26 Mio. EUR).
Am 8. August 2025 legte Präsident Sadyr Zhaparov (re.) gemeinsam mit Michael Doppelmayr offiziell den Grundstein für das neue Ski- und Ganzjahresresort im Osten von Kirgistan. © President of the Kyrgyz Republic
Erster Seilbahnauftrag für Doppelmayr in Kirgisistan
In der Region Issyk-Kul im Osten des Landes Kirgisistan entsteht ein Leuchtturmprojekt für den Wintersport in Zentralasien: das Ala-Too Resort. Es soll sowohl einheimischen als auch internationalen Gästen das ganze Jahr über abwechslungsreiche Aktivitäten bieten. Doppelmayr errichtet dafür zwei D-Line-Kombibahnen. Am 8. August 2025 legte Präsident Sadyr Zhaparov gemeinsam mit Michael Doppelmayr offiziell den Grundstein für das Ski- und Ganzjahresresort.
Das Projekt erstreckt sich über drei Gebiete – Jyrgalan, Ak-Bulak und Boz-Uchuk – und wird den Gästen mehr als 200 km Skipisten, zahlreiche Wanderrouten, Hotels, Restaurants, ein traditionelles Ethno-Dorf und noch vieles mehr bieten. Doppelmayr baut in Jyrgalan zwei D-Line Kombibahnen mit 6er-Sessel und 10er-Kabinen. Die Anlagen sind zusammen insgesamt vier km lang und werden sowohl für den Skibetrieb im Winter als auch im Sommer eingesetzt. Die schlüsselfertige Übergabe ist im Frühjahr 2026 vorgesehen.
Offizieller Startschuss für Leuchtturmprojekt
Der offizielle Grundstein für das Ala-Too Resort wurde am 8. August 2025 gelegt. Kirgisistan setzt auf nachhaltigen, modernen und gleichzeitig regional verankerten Tourismus. Präsident Sadyr Zhaparov betonte bei der feierlichen Zeremonie die Bedeutung der touristischen Entwicklung und die hohe Qualität, auf die bei der Umsetzung großen Wert gelegt wird. Auch für die Doppelmayr-Gruppe ist dies ein ganz besonderes Projekt. Michael Doppelmayr führte bei seiner Ansprache aus: „Wir sind sehr stolz darauf, am Bau des ersten modernen Resorts in der Geschichte Kirgisistans mitwirken zu dürfen. Dieses Projekt ist nicht nur ein Meilenstein für die Region, sondern auch ein Symbol für Fortschritt, Zusammenarbeit und Vertrauen in die Zukunft.“

Kirgisistan ist geprägt von einer imposanten Berglandschaft und setzt auf nachhaltigen, modernen und gleichzeitig regional verankerten Tourismus – im Bild das Publikum beim offiziellen Startschuss für das neue Ski- und Ganzjahresresort. © President of the Kyrgyz Republic
Realisierung des Resorts in drei Phasen
Die Masterplanung für das Ala-Too Resort wird von der Input Projektentwicklungs GmbH, einem Unternehmen der Doppelmayr Gruppe, unterstützt und ausgearbeitet. Die Umsetzung ist auf drei Etappen aufgeteilt. Die erste Etappe konzentriert sich auf den Bereich Jyrgalan, wo bis 2026 die beiden D-Line-Kombibahnen gebaut werden. In der zweiten Phase entstehen in Ak-Bulak weitere Pisten und Infrastruktur, abgeschlossen wird das Projekt mit der Entwicklung in Boz-Uchuk und der vollständigen Verbindung aller drei Gebiete.
Auf den italienischen Skipisten müssen in der kommenden Wintersaison nicht nur Minderjährige einen Skihelm tragen, sondern alle Altersgruppen. © von Iffany über Pixabay
Skihelmpflicht für alle Altersgruppen in Italien
Seit dem Gesetzesdekret 40/2021, das am 1. Jänner 2022 in Kraft trat, war das Tragen eines Skihelms in Italien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre verpflichtend. Ab 1. November 2025 gilt diese Vorschrift für Skifahrer, Snowboarder, Freestyler, Telemarker und Rodler aller Altersgruppen. Festgelegt ist diese Regelung in einem Änderungsantrag zum Sportgesetz (Gesetzesdekret 96/2025), das verschiedene Maßnahmen für mehrere Sportarten beinhaltet. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina will Italien ein Zeichen für mehr Sicherheit auf der Piste setzen.
In der kommenden Wintersaison 2025/2026 müssen also Wintersportler aller Altersgruppen und nicht mehr nur wie zuvor Minderjährige in den italienischen Skigebieten einen Skihelm tragen. Die Nichteinhaltung dieser Vorschrift kann zu Sanktionen führen. Wer ohne Skihelm auf der Piste unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld zwischen 100 und 150 € rechnen. Wiederholungstäter kann der Skipass für ein bis drei Tage entzogen werden.
In Österreich gilt derzeit in sieben von neun Bundesländern die Skihelmpflicht für Minderjährige bis 15 Jahren, in Deutschland und in der Schweiz ist das Tragen des Skihelms nicht verpflichtend vorgeschrieben. Das adaptierte Sportgesetz in Italien enthält außerdem weitere Bestimmungen, die die Sicherheit auf den Pisten erhöhen sollen.
Mehr Sicherheit auf Skipisten
- Obligatorische Haftpflichtversicherung: Seit 2021 ist es Pflicht, eine Haftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden abzuschließen. Skigebiete müssen diese Versicherung beim Kauf eines Skipasses anbieten. Fehlt die Versicherung, drohen Bußgelder zwischen 100 und 150 € sowie die Beschlagnahmung des Skipasses.
- Geschwindigkeitsbegrenzungen: Skifahrer und Snowboarder müssen ihre Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse, die Wetterbedingungen, die Menschenmengen und ihr eigenes Können anpassen. Lokale Hinweisschilder weisen auf die Tempolimits hin.
- Technische Mindeststandards für Pisten: Die Verordnung legt auch technische Anforderungen für die Pisten selbst fest, darunter Mindestbreiten (in der Regel nicht weniger als 15 Meter, außer bei Verbindungspisten) und eine klare Beschilderung.
- Alkohol- und Drogentests: Seit dem 1. Januar 2022 werden auf den Pisten stichprobenartig Alkohol- und Drogentests durchgeführt. Positive Tests führen zu hohen Geldstrafen und weiteren Sanktionen. Ab der Wintersaison 2025/2026 sind verstärkte Kontrollen vorgesehen.



