Markus Müller, GF Hohenbogenbahn: Wichtiger Motor für die Region

Die Hohenbogenbahn im Bayerischen Wald gehört sicher nicht zu den größten Bergbahnunternehmen Deutschlands. Dennoch hat sie im Angebot der Region einen ungemein hohen Stellenwert. Dabei wurde sogar die Umkehr von einer „Sommerbahn“ zur „Winterbahn“bewerkstelligt.

Blick auf die Talstation der Hohenbogenbahn.

MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat das ,Sport + Freizeit-Zentrum Hoher Bogen‘- im touristischen Angebot der Region?“Müller: „Die Hohenbogenbahn wurde zu einem wichtigen touristischen Motor für die ganze Region. Seit dem Bau im Jahr 1972 nahm die Region um den Hohenbogen einen erheblichen Aufschwung, etwa jeder 10. Arbeitsplatz im Oberen Bayerischen Wald hängt mittlerweile vom Tourismus ab.“MM-FRAGE: „Wie sehen Sie Ihre Position als Bergbahnunternehmen im Mittelgebirge im Vergleich mit Anbietern in Hochgebirgsregionen?“Müller: „Im Hochgebirge überwiegt mit Sicherheit der Wintersport, in den Mittelgebirgen reicht das allein nicht aus. Hier ist das Ganzjahresangebot sehr wichtig. Deshalb sind wir auch immer bemüht, das Angebot für den Sommer attraktiv zu halten und immer wieder in den Sommer zu investieren. So gesehen, unterscheiden wir uns sicher vom Hochgebirge, wo der Winter sehr lange dauert und durch die Höhenlage auch beständiger ist. Eine umfassende Gästebefragung hat außerdem ergeben, dass unsere Gäste neben dem attraktiven Ganzjahresangebot und den familienfreundlichen Preisen vor allem die gute Erreichbarkeit schätzen. Durch den Bau der Beschneiungsanlage im Jahr 2000 konnte auch die Schneesicherheit erheblich verbessert werden, was dem gesamten Tourismus in der Region zugute kommt.“

Markus Müller, GF Hohenbogenbahn. Fotos: Hohenbogenbahn

MM-FRAGE: „Ist für Sie der Sommer oder der Winter Hauptumsatzträger?“Müller: „Bis Ende der 90er Jahre wurden im Sommer zwischen 60 und 70 Prozent der Umsätze erlöst, seit dem Bau der Beschneiungsanlage hat sich das Verhältnis umgekehrt.“ „Rekordsaison mit 100 Tagen Skibetrieb am Stück“MM-FRAGE: „Wie waren Sie mit der letzten Wintersaison zufrieden?“Müller: „Mit 100 Tagen Skibetrieb am Stück war es eine Rekordsaison. Obwohl das Vorjahr schon sehr gut war, konnten wir im Winter 2005/ 2006 nochmals ein Plus von 20% erzielen. Dieses Ergebnis resultiert sicher aus einer Kombination vieler Faktoren, der guten Schneelage, den Investitionen etc.“

Die breiten Pisten eignen sich gut für Familien.

MM-FRAGE: „Welche Gäste sprechen Sie im Winter an, welches Einzugsgebiet haben Sie?“Müller: „Neben den Gästen aus Ostbayern konnte durch die Nähe zur Tschechischen Republik (5 km vom nächsten Grenzübergang) und gezielte Marketingaktivitätenzwischenzeitlich der Anteil der tschechischen Gäste auf annähernd 30% gesteigert werden.Unsere Gäste kommen aus dem Bayerischen Wald, der Oberpfalz sowie aus Böhmen,aus dem Umkreis Regensburg, Amberg, Weiden, Pilsen bis Prag.“MM-FRAGE: „Welche Attraktionen bieten Sie im Winter und wie wichtig sind dabei Non-Skiing-Aktivitäten?“Müller: „Wir haben im Skigebiet 6 km Pisten, von denen ca.1,5 km beschneit werden. Damit haben wir vor allem bei Familien einen sehr guten Ruf. Außerdem verfügen wir mit fast 2 km Länge über die längste Abfahrt im Bayerischen Wald und grundsätzlich über breite Pisten, sodass sich auch Carver sehr wohl fühlen. Bei den ,Non-Skiing-Aktivitäten‘ werden besonders gut unsere Naturrodelbahnen mit1.200 m und 700 m Länge angenommen. Der Start ist bequem mit der Sesselbahn zu erreichen. Dazu kann man bei uns im Winter auch ausgezeichnet Wandern und ein gutes Gastronomieangebot nutzen.“

Mit Schlepplift und Gras-Kart geht es rasch nach oben.

„Events als Form der Kundenbindung sind wichtig“MM-FRAGE: „2005 war der ,Dance on snow‘ wieder ein großer Erfolg. Was genau bieten Sie hier an und wie wichtig sind Events generell?“Müller: „Die Veranstaltung einen Tag vor Silvester hat zwischenzeitlich Kult-Charakter, jährlich kommen um die 4000 Gäste. Nach dem Fackellauf mit Formationsfahren der örtlichen Skischulen gibt es eine Open-Air-Party an der Talstation mit einer namhaften Band sowie zum Abschluss ein großes Feuerwerk. Diese Form der Kundenbindungsaktivität erscheint uns wichtig, wir bieten übers Jahr verteilt mehrere solcher Veranstaltungen in unterschiedlicher Form an.“MM-FRAGE: „2005 wurde die Gras-Kart-Bahn eröffnet, welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?“Müller: „Sehr gute Erfahrungen, da damit vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene ein attraktives Zusatzangebot geschaffen wurde. Ursprünglich sind wir durch Medien auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden, wobei das Gerät der Herstellerfirma unter dem Namen ,Bullracer‘ bekannt ist. Diesen Namen haben wird dann dem Einsatz entsprechend in Gras-Kart abgeändert. Dieser Begriff passt auch gut zum so genannten ,sanften Tourismus‘, da ein Fahren mit den Gras-Karts keinen Lärm macht.“

Eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn gehört zu den Attraktionen der Region.

MM-FRAGE: „Am 13. April startet die Sommersaison. Gibt es Neuigkeiten für 2006?“Müller: „Nachdem wir im vergangenenJahr sehr gute Erfahrungen mit dem Gras-Kart-Fahren am Schlepplift gemacht haben, wollen wir dieses Angebot heuer ausbauen. Dazu sollen grundsätzlich noch mehr Gras-Karts eingesetzt werden. Außerdem wurde das Gras-Kart-Fahren in der 1. Saison, also in der Versuchssaison, nur am Wochenendeangeboten – das wollen wir jetzt auf die ganze Zeit ausdehnen. Wir überlegen auch, wie man den Transport der Gras-Karts mit der Sesselbahn kombinieren kann. Damit soll es in Zukunft möglich werden, die Gras-Karts nicht nur mit dem Schlepplift zu transportieren, sondern auch mit dem Sessellift. Hier laufen Gespräche mit Doppelmayr und dem TÜV.“MM-FRAGE: „Neben der Sommerrodelbahn gibt es auch ein besonderes Angebot rund ums Skaten. Wie sieht es genau aus?“Müller: „Wir haben im Bereich der Talstation eine 400-Meter-Skaterbahn als Rundkurs, einen Inline-Hockey- Platz sowie eine Abfahrtspiste mit knapp 400 Metern Länge asphaltiert, deren Start mit dem Schlepplift erreicht werden kann. Das Gelände wird gerne von Einheimischen und Feriengästen angenommen und eignet sich hervorragend für Veranstaltungen und überregional bedeutende Wettbewerbe.“
 
MM-FRAGE: „Haben Sie im Sommer die gleiche Gästestruktur wie im Winter oder gibt es Unterschiede?“Müller: „Attraktiv ist unsere Region im Sommer und im Winter gleichermaßen für Familien, aber das Einzugsgebiet ist unterschiedlich. Im Winter kommen rund 30% unserer Gäste aus Tschechien und einem nördlichen bis westlichen Einzugsradius, also Richtung Regensburg und Richtung Oberpfalz. Im Sommer hingegen kommen unsere Gäste vermehrt aus dem Süden, was sich auch aus unserer Position an der Nahtstelle zwischen Oberpfalz und dem Bayerischen Wald erklärt. Unser Ziel ist es jetzt, auch für den Sommer noch Gäste aus Tschechien zu gewinnen, hier ist noch einiges an Potenzial vorhanden.““Online-Befragung bringt gute Anregungen“MM-FRAGE: „Sie befragen Ihre Kunden im Internet nach Ihrer Meinung. Welche Erfahrungen machen Sie damit, welche Anregungen erhalten Sie?“Müller: „Durch die Online-Befragung haben wir im vergangenen Winter mehrere hundert Rückmeldungen bekommen, die unsere Gäste in aller Ruhe von zuhause aus machen können. So ist eine detailliertere Information möglich als mit einer personalintensiven Befragung vor Ort. Die Befragung brachte viel Lob und auch gute Anregungen, die wir in der kommenden Saison umsetzen werden – Verbesserung Fahrpreissystem, überregionale Beschilderung usw.“MM-FRAGE: „Wo liegen die nächsten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?“Müller: „Im Mittelpunkt steht die Modernisierung der Bergbahn als Kernstück unseres Unternehmens. Neben dem erwähnten Ausbau des Gras-Kart-Angebotes wollen wir mit dem Bau einer neuen Skipiste sowie mit der Erweiterung der Beschneiungs- und Flutlichtanlage das Angebot bereits zur nächsten Wintersaison deutlich verbessern.“ dwl
 
Attraktionen Sport + Freizeit-Zentrum Hoher BogenLängste Doppelsesselbahn d. Bayerischen WaldesLänge: 1358 mHöhenunterschied: 393 mFahrzeit: ca.15 min.Gras-Kart-FahrenGras-Kart (alias Bullracer): TÜV-geprüftes Dreirad in massiver Bauweise mit hydraulischen Scheibenbremsen, Liftbügelaufnahme und Qualitätsrahmen, die Fahrt geht über eine gepflegte AbfahrtstrasseSommerrodelbahnLänge: 750 m16 SteilkurvenSkate- + FunparkFitnessbahn mit ca. 400 m LängeSpeed-Bahn mit 400 m LängeInline-SlalomStreet-Hockey-Platz: 20 x 40 mSkater-LiftWasserrutsche „Nautic-Jet“Pendelbahn „Butterfly“Mini-Seilbahn „Sky-Dive“Großer Kinderspielplatz

Herausforderung China – 14 Mio. Skitouristen bis 2010

Im Vorfeld der ALPITEC, das ein Symposium zum Thema „Herausforderung China“ organisierte, wurde dessen Initiator Erwin Stricker, der ehemalige Top-Skirennläufer Italiens und Gründer der Rent-a-Sport-Organisation mit nunmehr über 500 nationalen und internationalen Vermiet- und Servicepartnern im Winterund Radsportbereich zum Interview gebeten. Stricker ist seit Jahren in China aktiv und engagiert sich mit Südtiroler Partnern (z. B. Leitner und Plose AG) beim Aufbau von Skigebieten, unterstützt den chinesischen Skiverband in der Skilehrer- und Skifahrerausbildung und organisiert zahlreiche Events rund um den Skisport. Wie stehen nun die Chancen für die alpine Wintersportindustrie bzw. – Dienstleister, am stark expandierenden chinesischen Markt zu reüssieren? Thorsten Block fragte für den MOUNTAIN MANAGER nach.

Erwin Stricker, Ex-Skirennläufer und Gründer von Rent a Sport, engagiert sich seit längerer Zeit in China. Foto: mak

MM-FRAGE: „Herr Stricker, wo liegen die Voraussetzungen für die vielversprechenden Perspektiven eines chinesischen Berg- und Wintertourismus?“
 
Stricker: „Zuallererst natürlich in der Größe des Landes und seinen vielfältigen Möglichkeiten für den Wintersport, die sich über ganz China von Südwesten bis Nordosten erstrecken. In den großen Ballungszentren boomt der Indoor-Ski, dort baut man mittlerweile die siebte Skihalle – richtige ,Skifahrerfabriken‘ mit 24 Stunden Betrieb – das ist absolut beachtlich. Der chinesische Skiverband plant innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Prozent der Chinesen zum Wintersport zu bringen. Insgesamt also 14 Millionen Menschen – und das sind so viele, wie wir momentan auf allen Pisten in Europa haben.“
 
MM-FRAGE: „Kann man schon von einem breiten Ski-Boom sprechen oder überwiegen doch noch eher punktuelle Entwicklungen? Gibt es Parallelen zu den Ski- und bergtouristischen Anfängen etwa in Nordamerika oder Japan?“
 
Stricker: „Die chinesische Entwicklung ist recht einzigartig, das derzeitige Angebot unterscheidet sich grundlegend von den Ausgangsvoraussetzungen des Skitourismus in Amerika oder Japan. Amerika hat seine Skiresort-Kultur vor allem für reiche Leute auf der Basis von Ferieneigentum entwickelt und auch in Japan konnte die Ski- und Tourismus-Industrie auf ein ganz anderes Konsumenten-Verhalten aufbauen. Noch heute ist Japan mit gerade 10 Prozent Mietanteil der schlechteste Rentalmarkt weltweit – in China besitzt kaum jemand Skier oder Snowboards, der Mietanteil liegt hier bei 90 Prozent! Überhaupt sind Chinas Skigebiete meist ,Snowparks‘, das heißt, sie bezahlen einen Eintritt wie bei Disneyland, können am Simulator skifahren, vom Restaurant aus nur zuschauen, in einem Gummireifen die Piste runterrutschen oder tatsächlich Ski mieten – das ist alles im Eintrittspreis inbegriffen. Es gibt nur zwei ,freie Skigebiete‘ in China, das ist zum einen Wanlong im Chongli Country an der Grenze der Inneren Mongolei und zum anderen Yabuli in Nordchina in der Nähe von Harbin. Die Aufbruchstimmung in China ist unwahrscheinlich groß. Allerdings schafft ein gewisses Chaos ebenso enorme Probleme. Noch ist alles schlecht organisiert, vor allem das Material ist in miserablem Zustand. Lange Zeit war China gewissermaßen eine ,Müllhalde‘ des japanischen Marktes, der ja bekanntlich große Krisen durchgemacht hat. In diesem Sinne braucht die chinesische Wintersportwirtschaft unser Know-how und unsere Unterstützung.“

Ein Skigebiet in der Nähe von Shanghai. 80% der Chinesen sind Anfänger. Foto:Reichmann

MM-FRAGE: „China ist weit weg. Bis auf wenige große Hersteller, die mit einer eigenen Organisation den Markt bearbeiten können, gestaltet sich für kleinere Unternehmen ein Engagement meist schwierig und risikoreich. Welche Möglichkeiten bieten sich an?“
Stricker: „Man muss sich klar darüber sein, dass alles was wir den Chinesen voraus haben, unser Know-how ist – das ist unser Kapital. Geben wir es ungeschützt heraus, kann es passieren, dass es gnadenlos und brutal kopiert wird. Um dies zu umgehen, müssen wir die Chinesen an uns binden, wir müssen selber unsere Hausaufgaben vor Ort machen, eigenes Kapital ins Land bringen. Diese Möglichkeit besteht auch für kleine und mittlere Unternehmen, wenn sie sich in Gruppierungen zusammenschließen. So engagiert sich gerade eine Gruppe Südtiroler Unternehmen im Bau eines Skigebietes in der inneren Mongolei, und ich bin mir sicher, dass dieses ambitionierte Projekt zu einem Modell des künftigen Skilaufs in China werden kann. Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Jumelage-Programme, das heißt, ein Hersteller oder Dienstleister, ja selbst ein kleines Skigebiet entwickelt vor Ort einen Beratungsvertrag mit einem chinesischen Unternehmen. Auf Basis internationaler Verträge und in Zusammenarbeit mit den richtigen Beratern kann man auch dadurch die verschiedenen Sektoren langfristig an sein eigenes Unternehmen binden.“
MM-FRAGE: „Neben dem reinen Ausrüstungssektor – Skiindustrie, Aufstiegs- und Beschneiungsanlagen – gibt es andere Teilbranchen, die sich am Aufbau der notwendigen Infrastrukturen beteiligen können?“
Stricker: „Der Dienstleistungsbereich ist der größte Markt für uns. Hier muss dringend System hinein. Für uns wäre es kaum vorstellbar, in einem riesigen Ameisenhaufen mit stundenlangen Wartezeiten überhaupt in den Schnee zu gehen. Und dann die Sicherheit: ohne Helme, ohne Netze und mit lebensgefährlichen Liftkonstruktionen im Eigenbau. Wir schütteln darüber den Kopf, aber wir vergeben uns auch ein riesiges Potenzial. Von der einen Million Menschen, die sich dieses Jahr zum ersten Mal in chinesische Skigebiete begeben, bleiben gerade einmal 10 bis 20 Prozent beim Wintersport.Ein wichtiger Punkt ist die Skilehrerausbildung. Die existiert momentan praktisch nicht. Zwar drängen momentan alle Skidestinationen auf den chinesischen Markt und wollen dort ihr eigenes System umsetzen, aber das wollen die Chinesen gar nicht. Sie brauchen ihr eigenes Skischulsystem. Daran arbeitet gerade der chinesische Skiverband, der auch die Lizenzen vergibt, in Kooperation mit einer internationalen Kommission unter der Leitung von Hubert Fink, dem früheren Präsidenten des internationalen Skilehrer-Verbandes. Das wird dem chinesischen Skilauf und dem gesamten Wintersport die richtige Richtung geben. Schon jetzt haben die Chinesen ja Olympiamedaillen im Skisport gewonnen – und das alleine kennzeichnet ihre Dynamik, mit der sie die vergangenen neunzig Jahre aufholen. Noch 1994 gab es kein einziges Skigebiet in China, seitdem haben sich 205 Skigebiete entwickelt. Wenn man sie denn so nennen darf, denn das reicht tatsächlich von einer uralten Aufstiegsanlage mit einem einzigen Skilift bis zu modernen Snowparks.“

Erwin Stricker und der Präsident der Bozener Messe, Dr. Gernot Rössler (2 v. l.) übberreichten Repräsentanten chinesischer Skigebiete auf der Pro Winter Geschenke.

MM-FRAGE: „Gibt es Möglichkeiten für den touristischen Know-how-Transfer?“
Stricker: „Noch ist der Tourismus nicht ausgelegt wie bei uns. Als reiner Wochenend-Tourismus gibt es keine Gastronomie in den Skiorten und keine Hotelbetten. Bei uns in Europa wäre solches Business nicht vorstellbar, weil es sich bei den enormen Investitionen nicht rechnen würde. China braucht jetzt auch den Wochentourismus, um den Qualitätssprung in Material und Beratung zu schaffen. Das entsprechende Know-how fehlt fast ganz, niemand weiß, dass man einen Ski oder ein Snowboard präparieren muss – und es gibt meines Wissens zur Zeit in China nur eine einzige Maschine, um Ski zu schleifen.“
MM-FRAGE: „Blicken wir in die Zukunft: kann das Engagement der europäischen Berg- und Winterindustrie dazu führen, dass langfristig auch europäische Destinationen vom chinesischen Skiboom profitieren?“
Stricker: „Tien Younian, der Generalsekretär des chinesischen Skiverbandes, sprach von einem Prozent der Chinesen auf Skiern innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Auch wenn er sich um die Hälfte täuscht, dann sind das immerhin 7,5 Millionen – das hat momentan kein Land auf der Welt. Diesem Potenzial sollten wir mit Respekt und Aufmerksamkeit gegenüberstehen. Das gilt für unser Engagement in China, indem wir nicht einfach nur versuchen, kurzfristige Deals zu machen, um da unseren Schrott los zu werden, sondern wirklich langfristige Partnerschaften eingehen und planen. Und das sehe ich auch für unseren heimischen Tourismus, da die Chinesen und womöglich kurz danach Indien die Schlüsselposition im organischen Wachstum des Weltwintersports einnehmen werden.“
MM-FRAGE: „Werden chinesische Ferntouristen zu einem ernst zu nehmenden Faktor für unseren heimischen Fremdenverkehr?“
Stricker: „Davon gehe ich aus. Wir haben heute schon viele chinesische Tour-Operator, die nach Europa drängen. Wir haben in Italien einen China-Boom im Kultur-Tourismus – und die Gäste werden, wenn sie erst einmal skifahren können oder wenn ein kleiner Prozentsatz von ihnen skifährt, auch in unsere Gebiete kommen. Es gibt jetzt schon Tour-Operator, die Skiprodukte gesucht haben an der Mailänder Tourismus-Börse BIT, und wir haben bereits Pakete angeboten. Dabei ist dieser Tourismus kein Wochentourismus wie wir ihn kennen. Die Chinesen wollen zwei, drei Tage skifahren, zwei, drei Tage Shopping, sie besuchen Venedig und Rom – eigentlich ja typisch asiatische Verhaltensmuster. Jedenfalls werden die ,Weißen Wochen‘, wie wir sie besonders mit unseren deutschen Nachbarn kennen, in China kurzfristig kein Erfolg sein.“
MM-FRAGE: „Das heißt – Skifahren in den Dolomiten wird nur ein Teil der Italien-Reise sein?“
Stricker: „Momentan sehen wir in der allgemeinen Tendenz einen starken Gästerückgang über die Wochentage – dagegen boomt unser Wochenendtourismus. Immer mehr der europäischen Gäste buchen vornehmlich nur Samstag/Sonntag oder lange Wochenenden und wir haben dann leere Betten am Anfang der Woche, speziell in den kleineren Skigebieten. Vielleicht gelingt es uns ja, diese schwachen Tage mit Ferntouristen auszugleichen. Städtetourismus läuft am Wochenende oder an anderen Tagen – mit den angesprochenen Fernreise-Paketen könnten wir die Frequenz auf den Pisten und eine bessere Belegung der Betten gewährleisten.“
MM: „Vielen Dank für dieses Gespräch!

Tschechien – Alternative für deutsche Ski-Gäste?

Mag. Arnold Oberacher, GF und Partner der Edinger Tourismusberatung GmbH., führte im Jänner eine Fachexkursion in die Skigebiete des Iser- & Riesengebirges durch. Nur wenige hundert Kilometer von Berlin, Dresden oder Leipzig entfernt, versuchen die größten Skigebiete Tschechiens sich als Ziel- und Zukunftsmarkt für deutsche Gäste zu positionieren. Projekte wie die Nordische Ski-WM 2009 oder FIS-Weltcup-Rennen zeugen davon. Um sich auf diese Herausforderung einstellen zu können, überzeugten sich österreichische Seilbahnunternehmen, Skischulen, Skiverleiher und Tourismusverbände von der Qualität und dem Potenzial Nordböhmens.

Mag. Arnold Oberacher, Partner und Geschäftsführer der Edinger Tourismusberatung, ist u. a. auf Skigebiete spezialisiert und blickt gerne über den Tellerrand. Fotos: ETB

MM-FRAGE: „Herr Mag. Oberacher, welche Erkenntnisse haben Sie über die tschechischen Wintersportgebiete in puncto Angebot, Professionalität und Marketingaktivitäten gewonnen?“
Oberacher: „Insgesamt kann man in diesem Land eine Aufbruchstimmung beobachten – ähnlich wie bei uns in den 70-er und 80-er Jahren. Angebotsseitig gibt es zwar in vielen Bereichen – vor allem bei den Liftanlagen – noch Aufholbedarf. Allerdings werden intensive Angebotserneuerungen durchgeführt und es gibt für die nächsten Jahre weitere Ausbau- und Erweiterungspläne. Auffällig ist dabei vor allem die „Marken“-Orientierung der Tschechen. Man setzt fast ausschließlich neue Anlagen und Geräte von Anbietern wie Doppelmayr, Kässbohrer oder Skidata ein. Der Einsatz gebrauchter Anlagen und Einrichtungen ist kaum ein Thema. Schwächen sind derzeit vor allem noch in der Logistik der Skigebiete erkennbar – hier wurde früher mal da und mal dort ein Lift entwickelt ohne ein ,Skigebiet‘ im Auge zu haben. Allerdings wird gerade an diesem Punkt derzeit sehr intensiv gearbeitet. Auch die Professionalität der im Wintersportbereich tätigen Mitarbeiter ist überraschend hoch. Gerade in den Führungsbereichen sind fast ausschließlich universitär ausgebildete Techniker und Betriebswirte bzw. Marketingspezialisten tätig. Dies ist auch im Marketing spürbar. Durch den Einsatz von Sponsoring, Cross-Marketing und Kooperationen (z. B. mit Audi, etc.) wird sehr wirkungsvolles Marketing gemacht. Auch im Vertrieb werden neben klassischen Kanälen wie Internet oder Reiseveranstaltern auch alternative Kanäle, wie z. B. deutsche Schulen, Vereine, Betriebsausflüge, etc. bedient. In Summe entstand jedenfalls der Eindruck eines dynamischen und engagierten Wintersportangebotes, das sich vor allem gegenüber alpinen Destinationen klar positionieren und etablieren will.“
MM-FRAGE: „Haben wir noch Vorurteile, was die Entwicklung und Qualität in Tschechien angeht?“
Oberacher: „Offen gestanden glaube ich schon, dass vor allem aus Sicht der Alpendestinationen hier nach wie vor oftmals das Vorurteil besteht, diese Länder würden noch in der ,Kuckucksuhr‘ schlafen. Jeder aber, der sich vor Ort selbst überzeugt, wird erkennen, dass bereits heute einige mittlere und kleinere Skigebiete im Alpenraum ihre Mühe hätten mit manchen der tschechischen Nachbarn mitzuhalten. Mir geht es dabei weniger um die Qualität einzelner Aspekte (wie z. B. Modernität der Aufstiegshilfen oder Beschneiungsanlagen), sondern um das vom Gast wahr genommene Gesamtprodukt. Die dort gebotene aktuelle Qualität, das durchwegs funktionierende Zusammenspiel der meisten Anbieter (Beherbergung, Gastronomie, Skiverleih, Skischulen, etc.) in Kombination mit dem nach wie vor bestehenden deutlichen Preisvorteil (Tageskarten kosten hier durchschnittlich die Hälfte von österreichischen Angeboten) machen Tschechien auch für westliche Zielgruppen durchaus zu einer interessanten Alternative. Es ist keinesfalls mehr so, dass diese Länder nur von uns lernen können – mangelnde Investitionskraft machen sie oftmals durch Innovationskraft wett.“

Blick auf Pez: Das Iser- und Riesengebirge in Nordböhmen mit den Gebieten „Skiareal Jested“ in Liberec, „Skiarena Cerna-hora“ in Janske Lazne, Pez Pod Snezkou oder Spindleruv Mlyn bietet gerade für Wintersport-Einsteiger eine ideale Topografie.

MM-FRAGE: „Wie sieht der tschechische Markt selbst aus (Inländeranteil, Skifahrerstruktur, Schulskikurse, Begeisterung etc.)?“
Oberacher: „Tschechien ist eine sehr begeisterte Alpinund Outdoor-Nation. Dies zeigt sich auch im Wintersport. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern weist dieses Land einen überdurchschnittlich hohen Wintersportler- Anteil auf. Grund dafür ist, dass es in Tschechien nach wie vor regelmäßge Schulskikurse gibt, sodass nahezu jeder Tscheche in seinem Leben einmal auf Skiern stand. In Kombination mit dem immer höher werdenden Wohlstandsniveau ist die Chance groß, dass diese ,Neulinge‘ im Wintersport auch als hinkünftiges Marktpotenzial erhalten bleiben. Der (aktive) Wintersportleranteil wird in Tschechien auf rund 20 bis 25 % der Bevölkerung geschätzt. Die Begeisterung für diese Sportart zeigt sich auch an der Skiausrüstung, der Bekleidung und den Accessoires wo sich die Tschechen überwiegend etablierte Marken leisten.“
MM-FRAGE: „Haben Sie den Eindruck, dass Nordböhmen eine ernsthafte Konkurrenz im Kampf um Wintersportgäste werden könnte?“
Oberacher: „Hinsichtlich der Konkurrenz mit den alpinen Destinationen muss man sicherlich differenzieren. Die Nähe, vor allem zu den (ost)deutschen Zielmärkten, zu Polen und das große Potenzial in Tschechien selbst macht das Land vor allem für Kurzentschlossene und Einsteiger attraktiv. Die geringe Anreisedistanz und das Gefühl, als Einsteiger nicht gleich ein „Großskigebiet“ kaufen zu müssen in der Kombination mit den niedrigen Preisen machen die Region für Einsteiger äußerst attraktiv. Damit sind diese Skigebiete eigentlich wichtige „Feeder- Skigebiete“, die eine wertvolle Nachwuchsarbeit für die gesamte Europäische Wintersport-Industrie leisten. Wenn sie den Sport dann einmal beherrschen ist für viele aber ein Urlaub in einem imageträchtigeren und anspruchsvolleren Angebot der alpinen Destinationen der nächste logische Schritt.“
MM-FRAGE: „Sie sprechen von Feeder-Skigebieten. In Österreich ist ja eine Initiative angelaufen, die rot-weiß-rote Skigebiete als Einsteigergebiete positionieren will. Müssen wir in diesem Bereich also mit vermehrter Konkurrenz von den Nachbarn rechnen?“
Oberacher: „Die Leistungsvorteile wie räumliche Nähe zu Märkten wie Deutschland, ein überschaubares Angebot und die Preiswürdigkeit liegt in diesen Ländern auf der Hand. Gerade aus diesem Grund ist aber eine österreichische Initiative wichtig, um sich gegenüber diesen Einsteigerangeboten klar zu positionieren. Vor allem für mittlere und kleinere Skigebiete bietet dies eine Chance. Angesichts der Angebotsqualität in diesen Ländern kann eine positive Alleinstellung aber nur über Leistungsvorteile und Qualität und nicht über einen ruinösen Preiskampf passieren. Die österreichische Initiative stößt genau in dieses Horn und liegt meines Erachtens damit goldrichtig.“

Die Teilnehmer der Tschechien-Exkursion mit der Edinger Tourismus-Beratung kamen aus den Bereichen Seilbahnen, Tourismusverbände, Skischulen und Sportgeschäfte bzw. Skiverleihstaionen

MM-FRAGE: „Welche Fehler sollte man in diesem Zusammenhang vermeiden?“
Oberacher: „Der größte Fehler wird wohl sein, dass man diesen Märkten mit einer gewissen Arroganz und Überheblichkeit entgegentritt. Besucher aus diesen Ländern haben westeuropäisches Anspruchsniveau. Wir müssen in den Alpen und in Österreich daher vor allem in jenen Bereichen, in denen in diesen Ländern noch deutlicher Aufholbedarf besteht, unsere Alleinstellung suchen. Das gilt vor allem für den Bereich der Dienstleistung. Das sozialistische System in diesen Ländern hat verhindert, dass diese Menschen gelernt haben ,Dienst zu leisten‘. Das ist heute noch stark spürbar und wird sich wohl auch nicht von heute auf morgen ändern. Genau hier muss unsere vielgerühmte ,Gastlichkeit‘ ansetzen – vom Parkplatzeinweiser über den Gastromitarbeiter bis zum Liftbediensteten.“
MM-FRAGE: „Wäre kooperieren eine bessere Taktik als konkurrieren? Wie könnte so eine Marketingpartnerschaft aussehen?“
Oberacher: „Ich bin überzeugt, dass diese Skigebiete eine ganz wichtige Nachwuchsfunktion besitzen und zum Teil sehr große Märkte abdecken. Im Sinne der Zukunft des europäischen Wintersportmarktes müssen wir daher froh sein, dass es derartige Anbieter auch in Zukunft noch gibt. Da nach dem ,Einsteigen im Heimatland‘ für viele Gäste ein ,Winterurlaub in den Alpen‘ der logische nächste Schritt ist, macht es meines Erachtens jedenfalls mehr Sinn, mit diesen Gebieten zusammen zu arbeiten als sie als Konkurrenten zu sehen. Ich denke, dass Kooperationen hier sehr vielfältig aussehen können, vom reinen Cross-Marketing bis hin zu Zusammenarbeiten auch bei Technik- und Managementfragen.“

Infozentrum und Talstation in Janske Lazne.

MM-FRAGE: „Gibt es vielleicht sogar Bereiche, wo die Tschechen uns voraus sind?“
Oberacher: „Neben den bereits angesprochenen Aspekten fällt vor allem ein enorm hohes Qualitätsbewusstsein im Bereich der ,Sauberkeit’auf. Selbst bei den ältesten Anlagen finden Sie kaum verbleichte oder mit Aufklebern zugepflasterte Hinweistafeln und auch die für den Gast sichtbare Technik wird offensichtlich jährlich mit Farbe neu aufgefrischt. Gleiches gilt für die Umfeldstrukturen in diesen Skigebieten, wie z. B. Stationsgebäude oder Hütten. Zwar gibt es viele ältere Strukturen, aber alle sind top gepflegt. Ein weiterer Punkt ist sicherlich auch das Denken in ,touristischen Produkten‘: Wenn aus Sicht des Gastes in der Dienstleistungskette eines Winterurlaubs etwas fehlt oder in nicht optimaler Qualität vorhanden ist (z. B. Skischule, Skiverleih, etc.), wird das von den Bergbahnen relativ schnell selbst organisiert und gemacht. Ebenso in überraschend professionellem Maß vorhanden ist das Marketing im Bereich Cross-Marketing und Sponsoring mit Konsumgüter-Produzenten, wie z. B. der Automobilindustrie. Das Marketing geht dabei oftmals über einen klassischen Rahmen hinaus. So steht beispielsweise direkt im Einstiegsbereich von Spindlermühle eine ,Audi-Bar‘, die vom Barhocker bis zur Speisekarte auf diese Marke hin durchdesignt ist.“
MM-FRAGE: „Was glauben Sie, wie sich diese Skigebiete Nordböhmens weiter entwickeln werden? Ist überhaupt die Finanzkraft da, dass sie uns paroli bieten können?“
Oberacher: „In jedem Gespräch mit tschechischen Verantwortlichen wird spürbar, dass diese absolut in der Zukunft denken und viele Projekte und Ideen im Kopf haben. Aber auch ganz konkrete Planungen für die nächsten ein, zwei Jahre liegen vor. Allerdings kommt hier sehr oft schon auch die betriebswirtschaftliche Realität ins Spiel: Vor allem technische Investitionen im Bereich der Aufstiegshilfen, Beschneiung und Pistenpflege mit etablierten Marken müssen fast zum gleichen Preis realisiert werden wie im Alpenbereich. Dem gegenüber steht dann natürlich die deutlich geringere Preisdurchsetzung. Kostenseitig sind zwar die Personalaufwendungen wieder vergleichsweise günstig, gleichzeitig sind die Energiekosten in Tschechien sehr hoch (Treibstoff wird zu den gleichen Preisen wie bei uns verkauft), sodass beim wirtschaftlichen Ergebnis die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen. Andererseits wird der Wettbewerb in Tschechien voraussichtlich nicht besonders stark steigen, da die topografische Situation und vor allem die (überraschend strenge) Naturschutzgesetzgebung im Land die Neuentwicklung von Skigebieten oder Skigebietszusammenschlüsse nur sehr limitiert möglich machen wird. Diese Situation – gepaart mit einer kontinuierlich steigenden Kaufkraft – ermöglicht es noch relativ leicht auch Investoren zu finden. Und so erwarte ich in den nächsten Jahren vor allem einen massiven Ausbau und eine Professionalisierung der bestehenden Anbieter. Es werden sich also ein paar wenige, aber hochprofessionelle Top-Einsteiger-Skigebiete hier etablieren. Diesnicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass nahezu alle größeren tschechischen Skigebiete auf enormen Bettenkapazitäten sitzen – beispielsweise existieren allein in der Region Spindlermühle rund 10 000 Gästebetten.“
MM-FRAGE: „Wer wird in Zukunft mehr von der Osterweiterung profitieren? Österreich vom Gästestrom aus den neuen Staaten Tschechien, Ungarn, etc. oder die Tschechen, indem sie Deutsche und Ost-Österreicher anlocken? Bumerang-Effekt?“
Oberacher: „Ohne schönfärberisch klingen zu wollen, aber ich glaube, dass tatsächlich alle gewinnen können. Solange sich österreichische Wintersportangebote klar und eindeutig, vor allem über Qualität zum fairen Preis, positionieren und attraktive Gesamturlaubspakete schnüren, werden wir es schaffen, uns als ,imageträchtige‘ Wunschund Zieldestinationen bei diesen Gästen zu verankern. Von den Skigebieten in Osteuropa wiederum erwarte ich, dass sie vor allem im Einsteiger- und Anfängersegment, aber auch im etwas preissensiblen Gäste-Segment punkten können. Für alpine Destinationen bedeutet dies aber nicht, dass man sich zurücklehnen kann. Eine klare Positionierung passiert nicht von alleine und auch nicht von heute auf morgen und wenn man sie nicht aktiv anstrebt, ist man schneller bei der Durchschnittlichkeit als man glaubt. Und Durchschnittlichkeit ist im unternehmerischen Leben bekanntermaßen die leichteste Angriffsfläche für Mitbewerber – auch jene aus Tschechien.“
MM: „Herr Mag. Oberacher, wir danken Ihnen für das Gespräch.“

Josef Reiter, Mayrhofner Bergbahnen AG: Es ist uns ein Anliegen, authentisch und aktiv zu sein

In den letzten 10 Jahren hat die Mayrhofner Bergbahnen AG 80 Mio. Euro in neue Aufstiegsanlagen investiert. Und auch für 2006 steht mit dem Bau der Ahornbahn wieder ein Projekt der Superlative zur Realisierung an. Der MOUNTAIN MANAGER hat das zum Anlass genommen, einen Blick auf die Erfolgsgeschichte des Traditionsbetriebes zu werfen.

Dir. Josef Reiter, Vorstand Mayrhofner Bergbahnen AG. Foto: A. Dähling

MM-FRAGE: „Wie würden Sie Ihr Skigebiet und Ihr Angebot charakterisieren?“
Reiter: „Unsere Gäste beschreiben unser Angebot als vielfältig und ausgesprochen abwechslungsreich. Wir haben das gesamte Spektrum in spezielle Angebotsgruppen unterteilt. Der Penken steht für Sport und Spaß, der Ahorn mehr für Einsteiger und Genießer. Insgesamt verfügen wir über 23 Aufstiegsanlagen, wobei im ganzen Skigroßraum 49 Anlagen zusammen hängend erreichbar sind. Abgesehen von 2 fixgeklemmten Sesselliften sind alle unsere Anlagen kuppelbar ausgeführt. Damit sind wird im Skigebiet ,Penken‘ topmodern, im Bereich ,Ahorn‘ sind wir gerade in einer Modernisierungsphase – hier wird im Sommer die größte Pendelbahn Österreichs gebaut. Dann wird auch hier die perfekte Hardware zur Verfügung stehen.“
MM-FRAGE: „Welche Gästestruktur sprechen Sie an, welches Einzugsgebiet haben Sie?“
Reiter: „Von der Gästestruktur her liegt der Hauptanteil bei den 20- bis 40-Jährigen, die rund 60 % unserer Gäste ausmachen. Von den Herkunftsländern liegt Deutschland an der Spitze, gefolgt von Großbritannien, den Niederlanden und Österreich. Der Rest ist dann bunt gestreut, wobei zu gewissen Zeiten mittlerweile auch viele Gäste aus dem Osten bei uns sind.
MM-FRAGE: „Wenn sich sowohl Familien als auch junge Leute gut betreut fühlen sollen – wie bringen Sie die unterschiedlichen Ansprüche unter einen Hut?“
Reiter: „Das ergibt sich zum einen aus der Größe des Ortes, der entsprechende Angebote macht, und dann natürlich auch aus der Größe des Skigebietes, in dem sich unterschiedliche Anforderungen gut verwirklichen lassen. Wir selbst konzentrieren uns in der Bewerbung ganz gezielt auf die Hauptzielgruppe der 20-40 jährigen, die wir mit speziell abgestimmten Angeboten wie dem Burton-Park Mayrhofen oder der Harakiri-Abfahrt ansprechen. Das sind Elemente, mit denen wir uns wirklich vom Mitbewerb abheben. Schöne Lifte und schöne Pisten haben alle Skigebiete.“
„Der serviceorientierte Umgang mit dem Gast zählt zu den wichtigsten Anforderungen“
MM-FRAGE: „Welche Anforderungen stellen Sie an Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter?“
Reiter: „Wir haben Leitsätze und entsprechende Grundwerte im Unternehmen, die wir kommunizieren. So ist es uns ein Anliegen, authentisch und aktiv zu sein, sowie dem Gast einen perfekten Skitag zu bieten. Die exakten Werte unseres Unternehmens lauten: Premium, Authentizität und Vitalität. Diese Grundwerte vermitteln wir unseren Mitarbeitern im Rahmen von Schulungen. Außerdem wird es in unserer gesamten Unternehmenskommunikation deutlich gemacht, dass der serviceorientierte Umgang mit dem Gast neben der technischen Qualifikation zu den wichtigsten Anforderungen zählt. Bei unseren Beschäftigten haben wir einen relativ hohen Anteil an Stamm-Mitarbeitern und auch bei den Saison-Mitarbeitern einen sehr hohen Anteil an Personen, die immer wieder bei uns arbeiten. Das hat natürlich den Vorteil, dass diese Mitarbeiter auch sehr genau wissen, worauf wir Wert legen. Im Großen und Ganzen haben wir eine sehr geringe Fluktuation bei den Beschäftigten, wobei wir in der Saison ca. 160 Mitarbeiter haben. Von dieser Anzahl sind jedes Jahr etwa 15 bis 20, die wirklich neu sind im Unternehmen.“

So soll sie aussehen, die neue Ahornbahn. Fotos: Mayrhofner Bergbahnen AG

MM-FRAGE: „Welche Neuheiten gibt es speziell für diese Saison?“
Reiter: „Der Burton-Park geht dieses Jahr bereits in die dritte Saison und wurde bereits zum zweiten Mal zum besten Funpark der Alpen gekürt. Gerade hier legen wir Wert auf ein professionelles Shaperteam. Auf diese Weise wird der Burton-Park jedes Jahr erneuert bzw. weiterentwickelt. Auch dieses Jahr wurde das Spektrum wieder erweitert. Unser Shaper hat sich dazu mehrere neue Obstacles wie z. B. einen ,Curved Wallride‘ einfallen lassen, und vor allem die Beginnerline erweitert. Die Attraktivität ist also weiter gestiegen. Ansonsten haben wir im Skigebiet eine neue kuppelbare Sesselbahn, die ,Gerentbahn‘ am Schneekar, gebaut und damit das Angebot an Aufstiegsanlagen weiter modernisiert. Neu für dieses Jahr war vor allem die komplette optische Neugestaltung des Skigebiets im Rahmen einer kompletten CI/CD-Umstellung, mit der wir das Unternehmen vor allem auf die Zukunft ausgerichtet haben.“
MM-FRAGE: „In der letzten Saison haben Sie mit der Harakiri-Piste aufhorchen lassen, wie kommt sie beim Publikum an, welche Resonanz erfahren sie?“
Reiter: „Die Harakiri-Piste gibt es mittlerweile auch schon den dritten Winter. Sie hat einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht, weil wir sie sehr gut inszeniert und vermarktet haben. Es ist in der Meinung der Gäste schon etwas Besonderes, über dieses Erlebnis erzählen zu können.“
MM-FRAGE: „Sie verknüpfen das Erlebnis ,Harakiri‘ bewusst mit dem Internet, welche Erwartungen haben Sie dabei?“
Reiter: „Wenn man solche Attraktionen im Internet gut platziert, steigen automatisch die Zugriffe auf die Homepage und der Bekanntheitsgrad unserer Region. Außerdem erreichen wir damit eine Identifikation des Publikums mit dem Skigebiet. Da wir mit diesem Bereich ein Gewinnspiel verknüpft haben, kommt es zu einer Interaktion, die wir dann auch belohnen. Der Gast wird aufgefordert ein Bild von seiner ,Harakiri‘ Bewältigung zu machen und dieses in die Harakiri-Galerie zu stellen. Belohnt wird dieser Aufwand durch die monatliche Verlosung z. B. eines speziellen Harakiri-limited-edition-Skis von Kneissl bzw. unseres ,Harakiri-Survivor-Shirts‘. Durch das Medium Internet und das Thema ,Harakiri‘ sprechen wir natürlich auch gezielt jüngeres und sportliches Publikum an, das wir auf diese Weise auf unsere Angebote aufmerksam machen wollen. „Infoscouts informieren jeden Gast persönlich, wenn er Fragen hat“
MM-FRAGE: „Sie setzen in Ihrem Skigebiet ,Infoscouts‘ ein, welche Aufgaben haben sie und wie kommen sie an?“
Reiter: „Wir haben die Pistenscouts mittlerweile den zweiten Winter. Diese Aktion wird von den Gästen sehr begrüßt, weil damit ein zusätzlicher Service geboten wird. Die Besonderheit: Unsere Infoscouts sind begeisterte Skifahrer, die das Skigebiet gut kennen und keine Angestellten der Mayrhofner Bergbahnen. Sie sind den ganzen Tag wie die Gäste auf den Pisten unterwegs, sodass sich der Gast persönlich informieren kann, wenn er Fragen hat. Die Scouts konzentrieren sich zu bestimmten Tageszeiten auf bestimmte Bereiche im Skigebiet, z. B. bei den Informationstafeln. Dort können dann zusätzliche Informationen gegeben und Fragen individuell beantwortet werden. Das gibt im Endeffekt durch ein Mehr an Information auch ein Mehr an Sicherheit. Die Altersstruktur unserer Infoscouts ist recht unterschiedlich. Ein älterer Scout kann gut auf die Wünsche älterer Gäste eingehen, ein junger Infoscout, der den Burton-Park selbst schon ausprobiert hat, wird hier mit sehr viel mehr Begeisterung junge Leute informieren können. Damit unsere Infoscouts leicht zu erkennen sind, haben wir sie mit gut sichtbaren, knallgelben Uniformen ausgestattet, auf denen natürlich auch der Schriftzug ,Infoscout‘ angebracht ist. Dazu kommunizieren wir dieses Angebot entsprechend im ganzen Skigebiet, sodass man unsere Leute sofort identifizieren kann.“

Ein Infoscout in Aktion.

MM-FRAGE: „Die Mayrhofner Bergbahnen propagieren ,Frauen Pow(d)er‘ – was genau versteht man darunter?“
Reiter: „Die Aktion ,Frauenpow(d)er‘ wurde vom ÖSV initiiert. Es geht einfach darum, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass bei Frauen das Knie eine so genannte ,Schwachstelle‘ ist. Wir geben hier Tipps, wie man sich optimal aufwärmt, sodass man die Verletzungsgefahr minimieren kann. ,Frauenpow(d)er‘ ist damit ein Beitrag zur Sicherheit. Diese Aktion wurde im letzten Winter erstmals versuchsweise durchgeführt, dieses Jahr läuft sie österreichweit.“
MM-FRAGE: „Sie führen jedes Jahr Gästebefragungen durch, was schätzt der Gast – welche Anregungen erhalten Sie?“
Reiter: „Die Gäste schätzen bei uns die Modernität der Anlagen, unsere Zusatzangebote und die abwechslungsreichen, anspruchsvollen und vielfältigen Pisten. Das Ergebnis beim internationalen Skiareatest wird von unseren Gästen bestätigt. Durchgeführt werden die Befragungen von einem Mitarbeiter in unserer Marketingabteilung. Wir sind der Meinung, dass diese Aufgabe immer von der gleichen Person durchgeführt werden sollte, damit man hier auch eine gleich bleibende Qualität in der Befragung hat. Aktionen dazu gibt es jede Woche, sodass wir durch die ganze Saison Informationen bekommen. Aus diesen Befragungen erfahren wir dann auch ganz konkret die Wünsche unserer Gäste und holen uns Tipps für die kommende Saison. Manche Dinge kann man dann gleich umsetzen, manche erfordern mehr Vorbereitung.“
MM-FRAGE: „Die Mayrhofner BB haben bereits in den letzten 10 Jahren viel investiert – was steht in naher Zukunft an?“
Reiter: „Der Beginn der intensiven Investitionsphase war 1995 die neue Penkenbahn, die damals als eine der modernsten Bahnen Österreichs gefeiert wurde. Wir haben mit dieser Bahn auch eine Weltneuheit realisiert, nämlich die 1. Personenseilbahn, die um eine Kurve fährt. Dann ging es laufend weiter, indem wir eine Reihe kuppelbarer Sesselbahnen auf den Weg gebracht haben. 1997 wurde dabei z. B. die kürzeste kuppelbare Sesselbahn mit einer Länge von rund 500 m gebaut, die als eigener Lift für unseren ebenso langen Funpark dient. Als nächstes Highlight ist im Jahr 2000 der Neubau der Horbergbahn zu nennen, die als eine topmoderne Umlaufbahn realisiert wurde. Dazu haben wir viel in die Beschneiung investiert, sodass wir im Penkengebiet heute 100 % der Pisten beschneien können.Am Penken sind wir mit Anlagen mittlerweile sehr gut ausgestattet, sodass wir nun das Ahorn-Areal in Angriff nehmen. Hier bauen wir 2006 die größte und schwerste Pendelbahn Österreichs, wobei dann die dazugehörige Talabfahrt ebenfalls zu 100 % beschneit werden wird. Eine Pendelbahn dieser Größenordnung hat sich aufgrund des Geländes und der Trasse, dem Abbau der Wartezeiten und dem gewünschten größtmöglichen Komfort, also aus den technischen Gegebenheiten, angeboten. Dabei hat die Ahornbahn eine Doppelfunktion als Zubringerund Wiederholungsbahn, die am besten mit der geplanten Pendelbahn umgesetzt werden kann. „Bergbahnen sollten im Sommer Zugpferd für den Tourismus sein“

Die Harakiri-Piste – ein Erlebnis der besonderen Art.

MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat der Sommer – wie viele der Anlagen sind dann in Betrieb?“
Reiter: „Der Sommer hatte bei uns schon immer einen sehr hohen Stellenwert, sodass wir sowohl mit der Penkenbahn, einem Sessellift als auch der Ahornbahn fahren. Wir haben im Sommer eine starke Nachfrage, die wir in Zukunft noch bewusst fördern möchten. Grundsätzlich denkeich, dass es in Zukunft nicht genügt, nur moderne Bahnen zu bauen, sondern dass man auch thematisieren muss, was genau man bietet und worum es geht. So steht am Ahorn z. B. die Natur im Vordergrund. Dazu haben wir letztes Jahr schon Investitionen vorweg genommen, indem wir die Wanderwege ausgebaut oder Aussichtsplattformen geschaffen haben. Darüber hinaus ist am Ahorn ein einzigartiges Angebot in Planung, das ihn auch bei Schlechtwetter zum ,Muss‘ für jeden Urlauber im Zillertal machen soll. Umsatzmäßig erwirtschaften wir im Moment 8% im Sommer.
MM-FRAGE: „Wie definieren Sie sich und Ihr Angebot im Sommer?“
Reiter: „Wir bemühen uns sehr stark um die Produktgestaltung. Gerade beim Thema Natur hat es sich angeboten, Packages etwa für Busgruppen wie z. B. das Paket ,von der Alm zum Käse‘ zu erarbeiten. Nach dem Bergerlebnis auf der richtigen Alm können die Gäste dann direkt der topmodernen Schausennerei einen Besuch abstatten, wo man miterleben kann, wie Butter und Käse produziert werden. Auch im Sommer kommen unsere Gäste hauptsächlich aus Deutschland, wobei auch Großbritannien immer stärker wird. Im Großen und Ganzen sind im Sommer aber sowohl Herkunftsländer als auch Gästestruktur unterschiedlicher als im Winter. Da gibt es saisonal bedingte Zeiten, wo vor allem ältere Gäste kommen, in den Ferienmonaten Juli und August dann Familien mit Kindern und Jugendlichen. Seit dem letzten Sommer sind wir außerdem eine zertifizierte Sommerbahn, d. h. wir erfüllen alle Kriterien, die dazu notwendig und vorgegeben sind. Ich bin auch der Meinung, dass die Bergbahnen im Sommer die Aufgabe haben, als Zugpferd im Tourismus zu agieren. Sie können hier sicher einen wichtigen Beitrag leisten, wobei es mittlerweile auch sehr viele erfolgreiche Beispiele dazu gibt.“
MM-FRAGE: „Sie stellen im Sommer als Schlechtwetterprogramm die Technik Ihrer Anlagen vor. Wie wird das angenommen, was möchten Sie bewirken?“
Reiter: „Wie bieten das im Sommer an, weil wir hier leichter Zeit haben, einen Einblick in die Technik unserer Anlagen zu geben. Dazu führen technisch versierte Mitarbeiter unsere Gäste an ausgewählten Tagen durch die Antriebsräume. Uns geht es bei dieser Aktion darum, dass die Gäste verstehen, was hinter einem Seilbahnbetrieb steckt. Es gibt unter unseren Gästen, wie wir festgestellt haben, sehr viele technisch Interessierte, die das als eine Bereicherung des Urlaubs sehen. Nächsten Sommer werden wir versuchen, unseren Gästen auch den Bau der Ahornbahn näher zu bringen, so dass wir jede Woche ,Baustellenführungen‘ anbieten werden. Damit wollen wir dem interessierten Gast schon im Vorfeld der Eröffnung Lust auf diese einzigartige Seilbahn machen.dwl

Rider im Burton Funpark.

Leitsätze Mayrhofner Bergbahnen AG- Die Erwartungen und Wünsche unserer Gäste stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.- Wir erbringen im Einklang mit der Natur Dienstleistungen in höchster Qualität.- Wir wollen als Bergbahnunternehmen der Motor der Tourismuswirtschaft im hinteren Zillertal sein.- Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter ist uns dabei oberstes Gebot.- Unsere Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs.

Michael Seeber: Wachstumschancen in Osteuropa und im Fernen Osten

Die Prinoth AG kann neuerlich auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Vor allem in den Ostmärkten konnte man starke Zuwächse verzeichnen. Die Pluspunkte der Prinoth-Pistenfahrzeugpalette liegen dabei in der Wirtschaftlichkeit, der Qualität und den technischen Features.

Michael Seeber, Präsident des Aufsichtsrates LEITNERGROUP. Fotos: Leitnergroup

MM-FRAGE: „Wie ist das letzte Geschäftsjahr für die Prinoth-Pistenfahrzeuge verlaufen?“
 
Seeber: „Wir können auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. 2002 konnten wir einen Umsatz von 58 Mio. Euro erreichen, 2003 bereits 73 Mio. und im letzten Geschäftsjahr 82 Millionen. Das ist wiederum eine Rekordbilanz mit einem Marktanteil von 45 % und 445 verkauften Pistenfahrzeugen.“
 
MM-FRAGE: „Auf welchen Märkten konnten sie Zuwächse verzeichnen, wo sehen Sie Wachstumschancen?“
 
Seeber: „Vor allem in den so genannten ,neuen Märkten‘ in Osteuropa und im Fernen Osten konnten wir starke Zuwächse verzeichnen. Gründe dafür gibt es mehrere. So ist zum einen die gesamte Verkaufs- und Servicestruktur qualitativ verbessert und auf viele neue Länder ausgeweitet worden. Wiederum wurden – wie erstmals in 2003 – neue Pistenfahrzeuge statt wie bisher gebrauchte nach China, Korea, Bulgarien, Slowakei, Polen, Tschechien und nach Rumänien verkauft. Zum zweiten bietet Prinoth die weltweit kompletteste Pistenfahrzeug-Palette an. Mitverantwortlich war nicht zuletzt die positive Entwicklung des Tourismussektors. In Osteuropa und im Fernen Osten sehen wir auch die größten Wachstumschancen. Grundsätzlich sind wir jedoch auch im Bereich Gebrauchtmaschinen überaus erfolgreich – ein weiteres Indiz, dass die Kunden die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unserer Produkte schätzen.“
 
MM-FRAGE: „Wo sehen Sie die Pluspunkte der Prinoth-Produktpalette und was macht sie am Markt erfolgreich?“
 
Seeber: „Da ist zum einen die Wirtschaftlichkeit der Modelle, dann Qualität allgemein und Pistenqualität im Speziellen. Pistenqualität ist letztendlich der wichtigste Output eines Pistenfahrzeugs, denn dafür hat es der Kunde ja gekauft. Dazu kommen die technische Überlegenheit der Pistenfahrzeuge allgemein und der Trommelwinde im Speziellen. Die Winde gewinnt ständig an Bedeutung, da sie nicht nur im Steilen, sondern auch zum Verfrachten von Schnee, insbesondere von Kunstschnee, eingesetzt wird. Prinoth hat weltweit 50% und in Europa 60 % Marktanteil bei Windenfahrzeugen. Außerdem verfügen wir über Kundendienst-Servicestellen weltweit. Wo wir verkaufen, kann sich der Kunde auch auf eine Betreuung im After-sale-Service verlassen.“
 
MM-FRAGE: „Vor etwas mehr als einem Jahr wurde der neue Unternehmenssitz in Sterzing/Unterackern seiner Bestimmung übergeben. Welche Vorteile hat die damit realisierte Zentralisierung?“
 
Seeber: „Der Neubau war wegen Platzmangel und stetigem Wachstum notwendig geworden. Der Umzug ins neue Bürogebäude und die Produktionshalle erfolgte 2004. Das Areal ist insgesamt 23 000 m2 groß, wobei die Produktionshalle 5000 m2 und die Bürofläche 1150 m2 einnehmen. Die verschiedenen Abteilungen, die vorher teilweise noch getrennt waren (Gasteig, St. Ulrich), wurden damit unter ein Dach gebracht. Grund für die unterschiedlichen Standorte war die Geschichte der Firmen Prinoth und Leitner. Im Jahr 2000 erfolgte dann die Fusion von Prinoth in Gröden mit der Sparte Pistenfahrzeuge Leitner in Sterzing. Damit wurden praktisch 2 der erfahrensten und am längsten am Markt tätigen Firmen im Bereich Pistenfahrzeuge fusioniert. Prinoth gibt es immerhin seit 1960 und Leitner seit 1969. Der neue Unternehmenssitz bringt u. a. optimierte Prozesse und Abläufe, kurze Wege, verbesserte Kommunikation und auch Generierung von Synergieeffekten durch die Nähe zum Leitner-SFA-Werk mit sich. Durch den zentralisierten Unternehmenssit z mit großzügig ausgelegter Produktionshalle ist es uns möglich, alle Prinoth Fahrzeuge in Sterzing zu produzieren.
Durch die Zentralisierung ist es auch möglich und insbesondere unser Bestreben, den Kundendienst zu optimieren, d. h. noch effizienter zu machen.“
 
MM-FRAGE: „Welche Auswirkungen hat die Etablierung der LEITNERGROUP auf die Aufgabenverteilung bei Prinoth?“
 
Seeber: „2003 erfolgte die Vereinigung der einzelnen Kompetenzbereiche unter der Dachmarke LEITNERGROUP. Bei den Pistenfahrzeugen, die in einer eigenen Gesellschaft, der Prinoth AG geführt werden, fungiert seither Dr. Werner Amort als Präsident des Verwaltungsrates. Er genießt in dieser Funktion mein volles Vertrauen und ist damit auch oberster Ansprechpartner für alle Belange im Bereich der Pistenfahrzeuge. Wäre er im Moment nicht im Ausland, würde auch er dieses Gespräch jetzt mit Ihnen führen.“
 
MM-FRAGE: „Vor einigen Jahren war ein Ausbau bzw. eventuell auch eine Verlegung des Standortes Zirl im Gespräch, sind solche Pläne noch aktuell?“
 
Seeber: „Eine Verlegung des Standortes Zirl aus dem Großraum Innsbruck weg ist nicht im Gespräch. Wir denken über einen Ausbau nach, jedoch müssen dabei die Rahmenbedingungen stimmen. Nicht selten begegnen wir Hürden vielfältiger, auch bürokratischer und politischer Art, wenn wir einen Standort erweitern wollen.“

Das Paradefahrzeug in der Prinoth-Produktpalette: der Leitwolf.

MM-FRAGE: „In Österreich wurde vor wenigen Wochen das 1. erdgasbetriebene Pistenfahrzeug vorgestellt. Welchen Stellenwert räumen sie solchen Alternativen ein?“
 
Seeber: „Mit Wasserstoff betriebene Pistenfahrzeuge können sicher die Zukunft sein. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Automobilbranche hier Vorreiter sein wird. Eine derartige Entwicklung wird aller Voraussicht nach nicht von einem Sektor ausgehen, welcher gemessen am Gesamtfahrzeugmarkt einen winzigen Teil ausmacht. Prinoth ist dabei, die Entwicklungen in diese Richtung genau zu beobachten und wird als Technologieführer baldmöglichst auch die entsprechenden Maßnahmen setzen. Schließlich hat LEITNERGROUP in den letzten Jahren durch die Entwicklung des Direktantriebs im Seilbahnbereich und auch des getriebefreien Windgenerators bewiesen, sehr wohl in der Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien in der Verringerung von Energieverbrauch bzw. Erzeugung von umweltfreundlichen Energien einen entscheidenden Beitrag zu leisten.“
 
MM-FRAGE: „Wo liegen Ihrer Meinung nach die Herausforderungen in der technischen Weiterentwicklung der Pistenfahrzeuge, z.B. Wirtschaftlichkeit, noch mehr Leistung?“
 
Seeber: „Ein wesentlicher Punkt ist sicherlich die Wirtschaftlichkeit. Hinsichtlich Wirtschaftlichkeit sind die Prinoth Pistenfahrzeuge bereits führend. Zusatzgeräte wie Fräse und Winde nehmen immer mehr Leistung ab, so dass schwächer motorisierte Pistenfahrzeuge ständig an der Leistungsgrenze fahren, auf Deutsch ausgedrückt ,Vollgas‘. Wie es jeder vom Auto kennt, ist das nicht mehr wirtschaftlich. In unserer Produktpalette sind 2 Pistenfahrzeuge mit 430 PS, die noch über eine gehörige Leistungsreserve verfügen. Eine Reihe von Skigebieten verfügt mittlerweile über automatische ,Fahrterfassungs-Systeme‘, wie z. B. durch GPS, die genau feststellen, wie wirtschaftlich welcher Fahrer mit welchen Pistenfahrzeugen ist. Die Ergebnisse aus diesen Auswertungen sprechen eine klare Sprache: Prinoth Pistenfahrzeuge mit ihrer stärkeren Motorisierung sind wirtschaftlicher. Unverständlicherweise gibt es immer noch Skigebiete, die den Verbrauch bei Pistenfahrzeugen pro Stunde und nicht pro Hektar präparierter Fläche rechnen.  Nur ein Verbrauch pro Flächeneinheit kann die Wirtschaftlichkeit eines Pistenfahrzeuges darstellen. Im Moment liegen wir deshalb mit der Leistung genau im richtigen Bereich, also den derzeitigen Anforderungen entsprechend. Diesbezüglich hängt aber sehr viel von der weiteren Entwicklung z. B. von Zusatzgeräten ab, welche vielleicht zusätzlich oder mehr Leistung aufnehmen. Ist dies der Fall, könnte der Einsatz von Maschinen mit noch höherer Leistung sinnvoll bzw. sogar notwendig werden.“dwl

Rudolf Egger, Bad Kleinkirchheim Emotion und Perfektion

Die renommierte Kärntner Wintersport- & Alpine Wellness Destination Bad Kleinkirchheim beeindruckt seit Jahren mit drei Dingen: der geschickten Vermarktung á la „Von den Pisten in die Thermen“, der größten Lanzenanlage Europas und pfiffigen Ideen zur Emotionalisierung. Seit Ing. Rudolf Egger nicht nur technischer sondern auch kaufmännischer Leiter der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen, Sport- u. Kuranlagen GmbH & Co. KG ist, bläst mächtiger Aufwind: 80 % Umsatzsteigerung seit 2000. Gute Effekte müssen nicht teuer sein!

Ing. Rudolf Egger, alleiniger Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen, Sport- und Kuranlagen GmbH & Co KG sowie der Bad Kleinkirchheimer Thermen GmbH. Fotos: BB Bad Kleinkirchheim

MM-FRAGE: „Herr Egger, beschreiben Sie Ihren Werdegang zum Mountain Manager.“
Egger: „Ich bin 1977 in das Unternehmen eingetreten und war Bauleiter bei einer der ersten Einseilumlaufbahnen Österreichs. Nach Inbetriebnahme der Seilbahn war ich BL für das Skigebiet Nockalm-St.Oswald, dann ab 1989 BL für das Skigebiet Kaiserburg und Assistent der Geschäftsführung, von 1990 bis zum Jahr 1999 technischer Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen. Seit dem Jahr 2000 bin ich Vorstand der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen Holding AG, Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Thermen GmbH und alleiniger Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen, Sport- und Kuranlagen GmbH & Co KG.“
MM-FRAGE: „Skizzieren Sie die Entwicklungsgeschichte der Bergbahnen Bad Kleinkirchheim in den letzten 10 Jahren.“
Egger: „Aufgrund der sonnigen Südlage und der schneearmen Zeit in den 90er Jahren haben die Bergbahnen verstärkt in Beschneiungsanlagen investiert. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass es jetzt, im Jahre 2005, möglich ist, 97 % der Pistenfläche mit 700 Schneigeräten in kürzester Zeit einzuschneien (Europas größte Lanzenschneianlage). Damit produzieren wir 1,4 Mio. m3 Schnee/Jahr. Somit ist Bad Kleinkirchheim eines der schneesichersten Skigebiete in den Südalpen und verbunden mit den vielen Sonnenstunden, variantenreichen langen Abfahrten und dem Angebot ,Von den Pisten in die Thermen’ein attraktiver Wintersportort. Bad Kleinkirchheim war Vorreiter in Sachen Angebotsqualität; so besteht derzeit in zahlreichen Hotels in BKK die Möglichkeit, den Skipass schon am Frühstückstisch zu buchen. Service wird in Bad Kleinkirchheim groß geschrieben, der bargeldlose Zahlungsverkehr zählt genauso dazu, wie die Möglichkeit über das Internet zu buchen, Informationen auf unserer Homepage abzurufen oder auch täglich die aktuellen Veranstaltungs- und Wetterinfos der Bergbahnen in der jeweiligen Unterkunft zu erhalten. Unser Skibus fährt die Winterurlauber in kurzen Intervallen zu allen Einstiegsbereichen im Skigebiet und ist genauso wie die Parkplätze gratis.“

„Von den Pisten in die Thermen“ lautet der Slogan in Bad Kleinkirchheim.

MM-FRAGE: „Wie positioniert sich Bad Kleinkirchheim im Wettbewerb, zeichnen sich hier Veränderungen ab?“
Egger: „Bad Kleinkirchheim positioniert sich durch die neue Franz Klammer-Weltcupabfahrt wieder verstärkt als attraktiver Weltcup-Ortmit der Möglichkeit alle alpinen Wettbewerbe für Damen und Herren hier durchführen zu können. Durch die optimalen natürlichen Gegebenheiten – Berge und gesunde Höhenlage einerseits, Thermalwasservorkommen andererseits – wird unser Slogan ,Von den Bergen bzw. Pisten in die Thermen’ mit unseren Angeboten erlebbar gemacht. Im Zuge des Neuausbaues der Therme Römerbad ab April 2006 sollen unsere Basisangebote wie Wandern und Wintersport verstärkt in Kombination mit Wellness in den Thermen angeboten werden.“

Mit dem Bau der Franz Klammer-Abfahrt hat sich Bad Kleinkirchheim wieder neu positioniert als attraktiver Weltcup-Ort.

MM-FRAGE: „Bad Kleinkirchheims Slogan lautet ,Von den Pisten in die Therme’. Habt ihr einen Wettbewerbsvorteil durch diese Verbindung?“
Egger: „Als Österreichs erster zertifizierter Alpine Wellness Ort verfügt Bad Kleinkirchheim sowohl über eine lange Tradition wie über ein kompetentes modernes Angebot in Sachen Wohlfühlen. Wir sind natürlich bei der Produktgestaltung im Vorteil gegenüber anderen Orten, die auch über Thermen verfügen, die sich aber nicht im Eigentum der Bergbahnen befinden. Daher können wir sehr gut Angebots-Pakete schnüren – so z. B. im Spätwinter ab Mitte März die ,Ski-Thermen Wochen’, in denen der Skipass bereits im Aufenthalt integriert ist und die Therme zum 1/2 Preis besucht werden kann. Im Jänner, wenn die Branche die sogenannten Jännerlöcher füllt, bieten wir Wellness-Pauschalen, d. h. der 3-Tages-Skipass beinhaltet die Thermenbenützung. Im Herbst veranstalten wir ,Berg- Thermen Wochen’: Ab 3 Tagen Aufenthalt mit Frühstück sind Bergbahnen und Thermen bereits im Nächtigungspreis enthalten (ab 105,– €). All diese Angebote werden sehr gut angenommen, vor allem bei den Italienern (22 % Herkunftsanteil), aber auch aus Slow enien und Kroatien gibt es starke Zuwächse.“

Europas größte Lanzenanlage (680 Stück) beschneit 97 % der Pisten in Bad Kleinkirchheim.

MM-FRAGE: „2006 wird nach 12 Jahren wieder ein Weltcup-Rennen in Bad Kleinkirchheim stattfinden. Was hat euch dazu bewogen, wieder im Skizirkus präsent zu sein?“
Egger: „Hier geht es darum, ein Signal der Winterkompetenz auszustrahlen. Wir wollten bereits 2003 mit dem Bau der Franz-Klammer-Abfahrt eine Rennstrecke zur Verfügung stellen, die alle Stücklein spielt. Es gibt bei uns in Österreich viele Möglichkeiten, Slalom, Super-G und Riesentorlauf zu fahren, aber nur wenige attraktive Herren-Abfahrtsstrecken. Unsere neue Strecke, die wir unserem Lokalmatador Franz Klammer zum 50. Geburtstag gewidmet haben, erfüllt alle Anforderungen der FIS und ist zudem hoch interessant, da sie fast keine Ruhephasen erlaubt. Wir wollten jedenfalls aus Imagegründen unbedingt wieder in den Weltcup zurück – nur dann wird man als Top-Skigebiet international wahrgenommen. Das ist uns für Jänner 2006 mit einer Damenabfahrt gelungen, wobei die Damen ein verkürztes Rennen ohne den steilen Klammerstich fahren werden. Unser Ziel ist es, quasi das ,Kitzbühel der Damen’ zu werden. Dafür sind bei uns schon die geeigneten Rahmenbedingungen vorhanden. Thermen, Wellness und Emotionen sind Themen, mit  denen wir uns in den letzten Jahren sehr intensiv beschäftigen. So achten wir beispielsweise auf unseren Pisten auf eine entsprechende Optik, wenn es sein muss, auch durch Geländekorrekturen. Wir wollen überall den ungetrübten Blick ins Tal oder auf das Bergpanorama ermöglichen und schaffen bewusst Aussichts- und Verweilpunkte. Plötzlich steht da irgendwo mitten  auf der Piste ein, Schnee-Wohnzimmer’ mit rotem Sofa, Fernseher und Stehlampe zum Relaxen! So ein Eye-Catcher überrascht, fasziniert und wird dankbar angenommen.“

Wohnzimmeratmosphäre auf der Piste – eine von vielen Überraschungen in Bad Kleinkirchheim.

MM-FRAGE: „Man findet bei euch auch weitere Eye-Catcher wie z. B. eine Gipfelgalerie. Was steckt hinter solchen Ideen?“
Egger: „Den Technikern geht es im Allgemeinen weniger ums Emotionale, genau das wollen aber die Kunden. Wie gesagt, achten wir schon beim Pistenbau darauf, dass die Wintersportler immer wieder schöne Aussichten genießen können und viel Platz auf breiten Pisten haben. Skifahren ist ja bei weitem mehr als nur der Sport an sich, es sollen viele Sinne angesprochen werden. Man sucht das Gesamterlebnis Natur, das ist der Unterschied zur Skihalle… Mit Kunst auf der Piste unterhalten wir beispielsweise unsereGäste auf eintönigen Schleppliftfahrten. Jedes Jahr wird ein anderer Künstler vorgestellt und auf diese Weise heimische Kunst kommuniziert. Heuer haben wir begonnen, die Leute in den Anstellbereichen via MP3 Player zu unterhalten. Und zwar in jedem Anstellbereich mit einer anderen Musikrichtung! Da gibt es den Lift mit Austro-Pop, einen anderen mit Klassik, wieder einen mit Volksmusik oder einen mit Oldies. Der Gast erkennt spätestens beim dritten Mal, dass hier ein System dahintersteckt und fährt gezielt z. B. zum Oldie-Lift, weil hier ,seine’ Musik gespielt wird. So kann man Gästeströme lenken… und auch dieser Gag ist ungeheuer gut angekommen. Faktum ist, dass der Gast unterhalten und beschäftigt werden will. Und zwar eine Woche lang. Das klappt heute mit Sport alleine kaum mehr. Pfiffige Ideen sind gefragt, denn die bleiben im Gedächtnis und solche Angebote müssen nicht teuer sein.

Tolle Idee: beim Speicherteich Brunnach wurde ein Ostseestrand auf 2000 m Höhe angelegt!

MM-FRAGE: „Wie wichtig ist das Marketing für Sie?“
Egger: „Im Marketing wurde früher ja nichts gemacht. Wenn Skifahren aber nicht ,IN’ ist, dann können wir es aber vergessen! Ich bin seit dem Jahr 2000 auch kaufmännischer Geschäftsführer (vorher technischer GF) und konnte den Umsatz um 80 % steigern. Dies wäre nicht gelungen, wenn ich nicht eigene Marketingleute in den Betrieb geholt hätte, die gezielt Märkte bearbeiten, Produkte entwickeln, PR und Werbung machen. In diesem Zusammenhang geht es immer wieder um die Preisdiskussion. Ich glaube, es ist zwar eine Preissensibilität vorhanden, aber der Preis ist nicht ausschlaggebend dafür, ob jemand Ski fährt oder nicht. Ein gutes Produkt hat seinen Preis, aber es muss eben perfekt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet sein. Das Angebot bestimmt die Nachfrage und umgekehrt. Hier sind auch die Grenzen technischer Innovationen bzw. Investitionen zu suchen. Technik darf kein Selbstzweck sein, sondern muss einen konkreten Kundennutzen erzeugen – Sicherheit ist natürlich Voraussetzung. Maßgeblich für unsere E rfolge ist auch die gute Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und dem Skiclub. Das ist im Prinzip ganz einfach und trotzdem hoch spannend. Großveranstaltungen wie Europacup- und Weltcuprennen oder auch das Musi-Open-Air werden so perfekt organisiert. Im Verkauf versuchen wir schon durch die Bezeichnung unsere Produkte zu emotionalisieren. So vergeben wir originelle Namen für Wege, Plätze oder Pisten, die zum Nachdenken anregen oder Assoziationen auslösen. Bei uns gibt es nicht die Panoramawege – die hat man überall, bei uns heißen sie z. B. Seitenblicke-Boulevard. Wir haben auch keine Berg- und Talfahrkarten mehr sondern Gipfeltickets, Wellnesstickets oder Galerietickets. Ein anderer Gag ist die Sache mit den Strandkörben, Liegestühlen und Sonnenliegen inklusive Thermo-Schutzauflagen an einem Speichersee. Das findet man kaum wo auf 2000 m Höhe. Um es auf die Spitze zu treiben, haben wir dort sogar weißen Sand aufgeschüttet…“

Die Seilbahngalerie: beim Schleppliftfahren Bilder schauen.

MM-FRAGE: „Ihr imitiert also einen Ostseestrand auf 2 000 m?“
Egger: „Ja, wir versuchen Winterinfrastruktur auch im Sommer zu nutzen und haben einen Speichersee für Schneewasser bei der Bergstation der 8 EUB Brunnach/St. Oswald im Sommer kurzerhand zum ,Ostseeestrand’ umgetauft. In einer Uferkurve haben wir Ihn originalgetreu mit Sand und Strandkörben ausgestattet und das Motto lautet hier: Kühle Brise statt Hitzestau! Diese Werbung lockte schon zahlreiche Kunden auf diese gesunde Höhenlage und in den hier angrenzenden Nationalpark Nockberge. Das Konzept wird ergänzt durch das neue Panoramarestaurant Nock IN, einen gemütlichen Erlebnisrundweg für die ganze Familie mit sensationellem Panorama auf die Südalpen, einer Nordic Walking-Station und unserem Tiersuchspiel für Kinder. Wir verstecken nämlich unsere Nationalpark-Tiere (Nachbildungen) und schicken die Kinder auf eine lustige Fährtensuche. Bei jedem Tier, das sie gefunden haben, können Sie einen Stempel in ihren Spielpass drücken. Ist er voll, gibt es im Restaurant Nock IN einen Preis. Die Tiere können übrigens sprechen, erzählen vom Winter und über sich selbst. Jedes Jahr begeben sich über 4000 Kinder auf die Spuren der Nationalparktiere!“
MM-FRAGE: „Apropos Restaurant. Steckt nicht auch hinter dem neuen Nock IN ein recht originelles Konzept?“
Egger: „Wir gingen bei der Konzeption und Strategie für das Bergrestaurant davon aus, dass die Leute hauptsächlich auf den Berg fahren, um etwas zu sehen. Deshalb war die Anforderung an den Architekten, ein SB-Restaurant zu planen, in dem man von jedem Sitzplatz aus das Bergpanorama sehen kann. Das Gebäude ist sehr modern mit großzügigen Panoramafenstern und einer Sonnenterasse und passt zur benachbarten Kabinenbahn-Bergstation Brunnach. Wir wollten auch die Angebote dem Flair anpassen, also nicht nur traditionelle Kost anbieten. Stattdessen gibt es hausgemachte Nudeln in allen Varianten. Nudeln sind modern, gesund und geben Kraft. Wir versuchen auch hier mit guten Ideen Kundenwünsche zu erfüllen. So haben wir beispielsweise im Winter das leidige Garderobenproblem von Skihütten gelöst: Wir haben einfach die Sessellehne höher gezogen, so dass man bequem den Anorak oder die Jacke darüber hängen kann und für Handschuhe, Brillen, Mützen etc. an der Rückseite ein Gepäcksnetz angebracht. So hat man die Bekleidung , am Mann’, alles ist weg vom Tisch und man spart sich die (ewig überfüllten) Garderoben. Außergewöhnlich ist im Sommer auch die Segafredo Café-Lounge mit roten Ledersofas, abgesetzt auf ein Podest aus Lärchenbrettern. In diesem Bereich gibt es eine eigene Speise- und Cafékarte und hier sind auch wieder die Werke jener Künstler zu bewundern, die wir auf der Gipfelgalerie ausstellen. Heuer sind es Aquarelle von Anton Mahringer. Durch die Café-Lounge ergibt sich so noch ein Zusatznutzen als Bergcafé mit ausgezeichneten Mehlspeisen und Café-Variationen. Es geht eben bei allem immer um die Einzigartigkeit und die Vielfalt.“
MM-FRAGE: „Was ist die größteHerausforderung für die Zukunft?“
Egger: „100 % Skivergnügen auf den Pisten – 100% Wellness in den Thermen! Das ist unser Motto. Unsere Kunden erwarten sich heute weit mehr als nur die pure Beförderung durch die Bergbahnen. Wir sind daher bestrebt, durch innovative Ideen im Einklang mit der Natur Erlebnisse am Berg zu inszenieren. Wir versuchen, unsere Kunden immer wieder zu überraschen, schnell auf neue Bedürfnisse zu reagieren, um erfolgreich am Markt zu agieren. In diese Richtung zielen auch unsere aktuellen Pläne. Bad Kleinkirchheim präsentiert sich mal besinnlich und entspannend, mal rasant und sportlich. Aber immer wohltuend erholsam! Stets kombiniert der Weltcuport in den Kärntner Nockbergen seine moderne Ski-Infrastruktur auf einzigartige Weise mit dem Wohlfühlangebot seiner Thermen. Um diesem Anspruch auch zukünftig gerecht werden zu können, beginnen wir im April 2006 mit dem Umbau des Thermal-Römerbades zu einem Zentrum für Wellness und Lebensbalance. Denn der Slogan von Bad Kleinkirchheim lautet: „Von den Pisten in die Thermen!“
MM: „Herr Egger, wir danken für das Gespräch.“

Urlaub in Österreichs Bergen zählt zu den klimafreundlichsten Reiseformen

Vergleicht man die Treibhausgasbilanz typischer Urlaubsarten, dann zählt der Winter- und Sommerurlaub in Österreichs Bergen zu den klimafreundlichsten Reiseformen – so das Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes im Auftrag des Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen.
Mit jeder Urlaubsentscheidung sind bekanntlich auch ökologische Folgen verbunden. Denn jede Reise trägt durch Mobilität, temporäres Wohnen und diverse Freizeitaktivitäten zu unterschiedlich hohen Treibhausgas-Emissionen bei. In der untersuchten Treibhausgas-Bilanz klassischer Urlaubsformen wurden alle reiserelevanten Faktoren wie Verkehrsmittel für An- und Abreise, Unterkunft bzw. Mobilität vor Ort berücksichtigt sowie auch der direkte und indirekte Energieeinsatz für die Urlaubsaktivität vor Ort. Das Ergebnis zeigt, dass die Wahl des Verkehrsmittels für die An- und Abreise weitaus bedeutender ist als die Aktivitäten am Urlaubsort.
Im Vergleich mit dem klassischen Italienurlaub fällt die Bilanz für den Winterurlaub in Österreich besser aus. Reist man mit dem Auto an, entstehen insgesamt ein Fünftel weniger Treibhausgas-Emissionen, mit der Bahn ca. die Hälfte. Im Vergleich mit einem Urlaub inklusive Flug nach Spanien verursacht der Winterurlaub in Österreich nur knapp 21 % der Treibhausgas-Emissionen, wenn das Auto für die Anreise genutzt wird – bei Anreise mit der Bahn sind es sogar nur knapp 13 %.
Besonders deutlich fällt der Vergleich aus, wenn man Urlaub in Österreich exotischen, aber keineswegs unüblichen Reisezielen gegenüberstellt. Demnach verursacht ein Winterurlaub in Österreich mit Auto-Anreise 7 % an Treibhausgas-Emissionen im Vergleich mit einer Flug-Fernreise (z. B. Malediven). Bei einer Anreise mit der Bahn sinkt dieser Wert auf ca. 4,4 %.
Freizeitaktivitäten – und in diesem Fall speziell der alpine Wintersport bzw. das Skifahren – verursachen knapp halb so viele Treibhausgas-Emissionen, wie sie durch Unterbringung am Urlaubort entstehen. Weitaus höher ist der Einfluss der individuellen An- und Abreise zum Urlaubsort: Mit Blick auf die stärksten Herkunftsmärkte für Wintertourismus in Österreich spielt die Wahl des Verkehrsmittels eine entscheidende Rolle.
„Sommer- und Winterurlaub in Österreich schneiden in der Bilanz am besten ab. Wer klimafreundlich Urlaub machen will, fährt mit der Bahn“, erklärt DI Günther Lichtblau, Experte für Ökobilanzierung im Umweltbundesamt. „Besonders negativ wirken sich Flugreisen aus.“

Seilbahnen investieren in nachhaltige Energie
Entscheidend ist laut Berechnungen auch die Art der Stromversorgung im Urlaubsland, in Österreich großteils durch Wasserkraft gedeckt. Beim Skifahren fallen vor allem drei relevante Stromverbräuche an: für Beschneiung und Wasserpumpen, für Liftbetriebe, für Gebäudeheizung und Beleuchtung.
„Besonders hier zeigt sich, dass die österreichische Branche mit ihren weitblickenden Investitionen zusätzlich zur Verminderung von Treibhausgas-Emissionen beiträgt“, betont Mag. Reinhard Klier, Vorsitzender des Umweltforums im Fachverband der österreichischen Seilbahnen. „Für die Saison 2018/19 wurde auch wieder ein relevanter Anteil der Gesamtinvestitionen von 600 Mio. Euro in das Thema Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Qualität gesteckt“, so Klier, der auch ein Beispiel aus seinem Unternehmen, den Stubaier Bergbahnen, nennt:
„Die 3S-Eisgratbahn benötigt aufgrund ihrer speziellen Konstruktion weniger Energie, da die Reibungsverluste im Vergleich zu Einseilumlaufbahnen wesentlich geringer sind. Bei höherer Auslastung der talwärts fahrenden Kabinen wird sogar Strom erzeugt und ins Netz eingespeist.“ Bei der technischen Beschneiung liege Österreich mit einem Anteil von über 90 Prozent an erneuerbarer Energie für den Betrieb „international ganz vorne“.

Hannes Parth übergab das Zepter bei der Silvrettaseilbahn AG in Ischgl

In der Ära Parth ging die Erfolgskurve der Silvrettaseilbahn steil nach oben, insgesamt verantwortete er über 40 Bahnen mit einem Investitionsvolumen von 707 Mio. Im Ranking der weltbesten Seilbahnunternehmen mischt das Unternehmen heute an vorderster Stelle mit.

Der Umsatz liegt bei 80 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2017), das EGT bei 24 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote bei rund 90%. Der Jahresgewinn von 18,7 Mio. Euro fließt auf das Rücklagenkonto, Dividenden wurden und werden nicht ausgeschüttet, sondern zu 100% für Investitionen in den Tourismus verwendet.

Die Silvrettaseilbahn AG beschäftigt im Winter rund 550 bzw. im Sommer rund 250 Mitarbeiter und ist somit einer der wichtigsten Arbeitgeber im Paznaun. Dabei wird vor allem in die regionale Wertschöpfung investiert und knapp 80% der Aufträge im eigenen Land vergeben. In Summe ist der Anteil des touristischen Kernumsatzes am Gesamtumsatz der Region mit über 70% sehr hoch – die Erfolge im Tourismus stellen somit die Lebensgrundlage im Paznaun sicher. So konnten die Winternächtigungen im Paznaun von 1,4 Mio. im Jahr 1991 auf 2,3 Mio. im Jahr 2016 gesteigert und dabei der touristische Kernumsatz in 10 Jahren um 35% gesteigert werden. Das scheidende Vorstandsmitglied Hannes Parth sieht im Erfolg der Silvrettaseilbahn AG auch die Grundlage für die Perspektiven des gesamten Lebensraums: „Neben den ureigenen Aufgaben eines Seilbahnunternehmens hat die Silvrettaseilbahn AG immer auch Verantwortung für die regionale Entwicklung und damit die Förderung des Tourismus – auch im Sommer – durch Investitionen und den Betrieb von Infrastruktureinrichtungen und Unternehmungen übernommen.“
Die Bergbahnen Samnaun AG und die Silvrettaseilbahn AG betreiben heute gemeinsam 45 Seilbahn- sowie Liftanlagen, 239 Pistenkilometer und 12 Restaurants im Skigebiet. Wiederholt wurde das Skigebiet Ischgl – Samnaun mit Preisen ausgezeichnet und zu einer der besten Wintersportregionen der Welt erklärt. Regelmäßig werden während einer Wintersaison zwei Millionen Erstzutritte/Skier Days gezählt.

Paznaun-Ischgl spielt in der touristischen Top-Liga
Mit dem Erfolg der Silvrettaseilbahn AG gelang auch die qualitativ hochwertige Positionierung der Tourismusregion, die heute zu den erfolgreichsten Destinationen des Alpenraums zählt. Investiert wurde dabei sowohl in die Qualität als auch in das Erlebnisangebot der Region. Legendär sind die weltbekannten „Top of the Mountain Concerts“, die bereits zahlreiche Weltstars auf die berühmte Idalp lockten. Profilieren konnte sich Ischgl gerade in jüngster Vergangenheit auch als Gourmet-Hotspot der Alpen. An keinem anderen Platz werden in Relation zur Größe des Ortes so viele Hauben gezählt (18).

Ein Abschied mit viel Innovationsfreude
Parth selbst verließ als 63-Jähriger seine Position standesgemäß mit einer Innovation, in die heuer noch einmal 16,5 Mio. € investiert wurden: Für den Winter 2018/19 präsentierte die Silvrettaseilbahn AG erst kürzlich die neue kuppelbare Design-6er-Sesselbahn Gampen E4 inklusive neuem SB-Restaurant „Ischgl Slope Food“ an der Gampenbahn-Talstation sowie das neue Bergrestaurant Gampenalpe, das dem Wunsch der Gäste nach Hüttenflair und Gemütlichkeit nachkommt.

Neo-Vorstand Günther Zangerl führt nun gemeinsam mit seinem arrivierten Kollegen, dem technischen Vorstand Markus Walser, künftig die Geschicke des Unternehmens. Neuheiten sind auch in Zukunft garantiert. Bis zur Wintersaison 2022/2023 will das Unternehmen in Kooperation mit der Gemeinde Ischgl und dem Tourismusverband Paznaun – Ischgl ein neues Thermen-Erlebnisbad eröffnen. Laut derzeitigen Schätzungen wird die Umsetzung 60 Mio. Euro kosten.

Und auch Parth selbst will aktiv bleiben. Er hat den Verein „Vitalpin“ maßgeblich initiiert und dort die Position des Obmanns übernommen. Damit will er dem ländlichen Raum und dem Tourismus als einzig zukunftsfähigem Wirtschaftszweig in den abgelegenen Seitentälern des Alpenraums mehr Gewicht in der öffentlichen Diskussion geben. Denn, so Parth, es könne doch nicht sein, dass Organisationen wie CIPRA, ÖAV etc., die meist von Städtern geführt würden, über Projekte und damit die Zukunft im alpinen Raum bestimmen, ohne dass ein Gegengewicht existiere.

Crans-Montana: Schweizer Tourismus-Marke feiert mit VIScope

Ein Dutzend VIScope – für jeden Buchstaben eines – eröffnen in diesem Sommer den Gästen spannende Ausblicke in der Ferienregion Crans-Montana. Mit dem Erlebnisfernrohr von der Idee GmbH. „beschenkt“ sich die Regon u. a. zur diesjährigen 125 Jahr-Feier der Tourismusmarke Crans-Montana.

12 Aussichtsplattformen in Crans Montana werden mit je einem VIScope bestückt, um die Schönheiten der Region, die sich die sich den Hang entlang reihen, ins Visier zu nehmen. Vom   Plaine-Morte-Gletscher aus eröffnet sich der Blick auf hochalpine Europameister – vom Matterhorn bis zum Mont Blanc und ins Rhŏnetal bis Martigny.
Die Namen der Gipfel, darunter etliche Viertausender, sowie der fünf Pässe (vom Großen St. Bernhard bis zu Simplon oder Furka), die ins Walliser Ferienparadies führen, aber auch der in weiter Ferne liegenden Hauptstädte der Gäste verorten sich mit Crans-Montana. Tokyo, Seoul, London oder Paris werden beim Blick durch VIScope ebenso angezeigt wie die Walliser Aletsch Arena, Saas-Fee oder Zermatt.
Touristischer Zusatznutzen
„Mit Crans-Montana überzeugten wir eine weitere Schweizer Top-Destination von unserer Erfindung VIScope. Das spricht für die Zufriedenheit unserer anderen Kunden, die den touristischen Zusatznutzen unseres Erlebnisfernrohrs zu schätzen wissen“, freut sich Marius Massimo, Co-Geschäftsführer der Idee GmbH.
Unsere Kunden schätzen die optische Qualität der Erlebnisfernrohre mit punktgenauer Einblendung der Informationen, die robuste formschöne Ausführung sowie die Funktionsweise ohne Stromzufuhr und technischen Zusatz.
VIScope das Erlebnisfernrohr inszeniert an mehr als 200 Standorten in ganz Europa nicht nur Bergpanoramen. Es kommt an Küstenstreifen mit vorgelagerten Inseln und Leuchttürmen ebenso zum Einsatz wie in Weinbergen zur Erklärung der Reblagen oder auf Erlebniswegen, wo Geschichten zur Umgebung erzählt werden.

Die Eurobike präsentiert sich erneut als Nabel der Fahrradwelt

Schlussbericht

27. Eurobike setzt neue Impulse – Pedelec als Branchen-Antreiber – 37 379 Fachbesucher mit hoher Qualität und Internationalität – Breite Unterstützung für zukünftige MessekonzeptionFriedrichshafen – Sportiv, elektrisiert und innovativ. Die 27. Eurobike unterstreicht eindrucksvoll, dass das Fahrrad rund um den Globus an Vielfalt zulegt und als nachhaltiger Mobilitätsträger eine immer stärkere Alternative zu herkömmlichen Antriebsformen darstellt. Erneut konnte sich die Leitmesse als der Pflichttermin der internationalen Fahrradbranche präsentieren. „Die Bedeutung des Fahrrads steigt von Tag zu Tag und der technologische Fortschritt wächst rapide. Mit drei durchweg erfolgreichen Messetagen war die Eurobike 2018 trotz vorheriger kontroverser Diskussion um die frühe Terminierung ein Erfolg. Sie hat klar bewiesen, wie wichtig der globale Fachaustausch im Rahmen einer Weltleitmesse ist“, bilanziert Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. Insgesamt kamen 1 400 Aussteller und 37 379 Fachbesucher (2017: 42 590) aus 96 Nationen an den Bodensee.
Die starke Präsenz von international marktführenden Unternehmen und die Rekordzahl von 100 neuen Akteuren mit qualitativ hochwertigem Angebot aus allen Bereichen des Fahrrad- und Mobilitätssegments sorgten für großes Interesse in den Messehallen. Diese waren in diesem Jahr ausschließlich für das Fachpublikum zugängig. „Unabhängig ob sportiv oder urban ausgerichtet: Jeder, der in der Fahrradbranche sein Business betreibt, kommt zur Eurobike – als Aussteller oder als Fachbesucher“, beschreibt Bereichsleiter Stefan Reisinger das Alleinstellungsmerkmal der Leitmesse. Das neu eingeführte Konzept zur Stärkung des Fachhandels trifft in der Branche auf volle Zustimmung. „Unsere Retail First Premiere mit strengem Einlass-Management hat zwar einen leichten Rückgang der Besucherzahl zur Folge, bewirkt jedoch, dass die Besucherqualität auf das höchste Niveau geschraubt wurde. Während der auf drei Messetage reduzierten Laufzeit  wurde der somit reine Fachaustausch an den Ständen gestärkt. Retail First bestätigt sich als erfolgreiche Maßnahme, an der wir auch in Zukunft festhalten werden.“
Auf dem komplett belegten Gelände herrschte bis zum Messeschluss guter Andrang. So spricht beispielsweise Bernd Lesch, Director Marketing Winora Group, von einem ausgezeichneten Ergebnis: „Aller Unkenrufe zum Trotz: Wir hatten einen gigantischen Messeverlauf. Über die Tage verteilt haben sich unsere wichtigen Kunden in Friedrichshafen eingefunden. Wir konnten die Messe als Plattform zur Präsentation unserer Neuheiten nutzen und hatten bereits im Vorfeld bei den Media Days eine unheimlich positive Resonanz. Durch die Vorstellung unserer Weltneuheit Flyon war besonders am Sonntag der Zulauf enorm. Für die Zukunft ist uns wichtig, dass wir eine internationale Leitmesse, am besten in Deutschland, haben. Der Endkundentag, wie er ab nächstem Jahr wieder stattfindet, ist für uns als Konzern von großer Bedeutung. Das war aufgrund des frühen Termins 2018 nicht möglich, deshalb freuen wir uns auf nächstes Jahr und die Messe im August 2019.“
Der fundamentale Wandel in der urbanen Mobilität zeigte sich vor allem in der Rothaus Halle A1, die von den Messemachern unter dem Thema „E-Mobility Solutions“ neu konzipiert wurde. Von zukünftigen Antriebssystemen und Batterietechnologien über neue Lösungen bei Konnektivität und Digitalisierung bis hin zum Trendthema Lastenräder wurde hier die große Bandbreite moderner Mobilitätsformen vorgestellt. „Die Resonanz auf unseren Markteinstieg war beeindruckend und die Messe dafür die ideale Plattform. Dass ZF, unser wichtigster Joint Venture Partner, hier in Friedrichshafen sein Headquarter hat, war ein weiterer Bonus. Wir haben viel positive Rückmeldung von OE-Kunden und Händlern auf unsere Produkte erhalten. Das Thema Systemintegration war besonders interessant für Partner, die Fahrzeuge über das Fahrrad hinaus für den professionellen Einsatz entwickeln. Über die Rückkehr der Marke Sachs in die Fahrradindustrie haben sich viele gefreut, besser hätte der Start für uns nicht sein können“, sagen Michael Funk und Marc Sommer als Geschäftsführer von Sachs Micro Mobility.
Neben den sich schnell weiterentwickelnden Pedelecs wurde zur Eurobike auch klar, dass die Nachfrage nach hochwertigen Produkten, vor allem im sportiven Bereich, anhält. Giovanni Caporali, Managing Director vom italienischen Helmspezialisten Limar erklärt: „Die Eurobike ist für uns die weltweit größte und wichtigste Show. Wir hatten die Möglichkeit, unsere neue Air Revolution Kollektion vorzustellen, die in Zusammenarbeit mit dem Astana Pro Team entwickelt wurde.“
Mit zahlreichen messebegleitenden Konferenzen der Eurobike Academy und im Travel Talk, 3 000 Testbikes in der Demo Area oder 45 ausgezeichneten Award-Produkten konnte auch das Begleitprogramm der Eurobike 2018 überzeugen. Einen Traumstart legte auch die neue Start-Up Academy hin, die am Samstag und Sonntag die Newcomer mit etablierten Marken aus der Branche zusammenbrachte. Highlight für die Jungunternehmer war der Start-Up Pitch, bei dem sich die 20 Finalisten vor großem Publikum und im Livestream präsentierten und fünf von ihnen mit dem Start-Up Award ausgezeichnet wurden.Zuspruch für Messekonzeption 2019
Bereits vor der Eurobike 2018 wurde die Konzeption für das kommende Jahr bekanntgegeben. 2019 findet die 28. Leitmesse von Mittwoch, 31. Juli bis Samstag, 3. August am Bodensee statt. An den ersten drei Tagen widmet sich die Eurobike ausschließlich dem Fachpublikum und endet am vierten Messetag mit einem gezielten Konsumentenfestival für alle Fahrradfans. „Der Termin Anfang August 2019 ist aktuell die größte Schnittmenge der Branchen-Präferenz und das Votum für eine Messekonzeption inklusive Konsumentenansprache ist eindeutig. Wir freuen uns nun über den weiteren Zuspruch zum Termin“, sagt Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger. Zu den Befürworten zählt beispielsweise Thomas Hild, Geschäftsführer der SQlab GmbH: „Generell bin ich seit jeher immer hier mit eigenen Ständen, ich bin ein absoluter Eurobike- und Friedrichshafen-Fan. Der Grund, warum ich die Location und Messe so gut finde, ist, dass man sich hier untereinander seit vielen Jahren kennt und sich hier wie eine große internationale Familie jährlich trifft. Es herrscht eine besondere Stimmung an diesem Standort. Auch genieße ich die herzliche und entspannte Art des gesamten Messeteams. Was die Terminierung der Eurobike betrifft, so vertrete ich den Standpunkt, dass der Termin wieder fix sein sollte, auch einen erneuten Publikumstag in 2019 begrüßen wir sehr.“
Weitere Informationen unter: www.eurobike-show.de und www.facebook.com/eurobike.tradeshow.
 
Stimmen zur Eurobike 2018:
Andreas Schwarz, Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion Baden-Württemberg und leidenschaftlicher Rennradfahrer:
„Die Fahrradwirtschaft in Baden-Württemberg ist inzwischen ein großer Wirtschaftszweig. Man kann hier auf der Eurobike sehen, welches Engagement und technisches Know-how in Fahrrädern steckt. Ein Fahrrad zu nutzen macht viel Spaß, egal ob in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit. Es hält gesund und die Umwelt sauber. Wir Politiker müssen nun die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und die Infrastruktur wie zum Beispiel die Radwege, Radschnellwege, Abstellmöglichkeiten und Ladestationen für E-Bikes weiter ausbauen. Gerade in einer durchschnittlich großen Stadt bewegt sich mehr als die Hälfte aller Fahrten in einer Distanz von fünf Kilometern, die man gut mit dem Fahrrad zurücklegen kann. Ich freue mich, dass die Eurobike in Baden-Württemberg stattfindet. Die Messe Friedrichshafen ist ein Vorzeigebeispiel für einen gelungenen Auftritt eines innovativen Wirtschaftszweiges.“Siegfried Neuberger, Geschäftsführer Zweirad Industrie Verband (ZIV):
„Im Vorfeld der Eurobike gab es nicht wenige Stimmen aus dem Mitgliederkreis, die mit einer gewissen Skepsis auf die 27. Auflage der Weltleitmesse blickten. Der frühe Termin und die Neuausrichtung, hin zur reinen Fachmesse ohne Endverbraucher, stießen im ZIV bekanntlich nur auf verhaltene Zustimmung. Umso erfreulicher zeigten sich die Unternehmen über gut gefüllte Hallen an den drei Messetagen. Die Qualität der Gespräche auf den Ständen wird durchwegs als positiv bewertet, wenn auch die Quantität an Fachbesuchern leicht unter dem Vorjahr blieb. Als Fazit lässt sich demnach in diesem Jahr zusammenfassen, dass es der Messe Friedrichshafen mit der Eurobike erneut gelungen ist, den Status der Weltleitmesse zu bekräftigen und weiter zu festigen. Die Rückkehr zum bewährten Konzept im kommenden Jahr wird dennoch vom ZIV und seinen Mitgliedern begrüßt.“Bernd Lesch, Director Marketing Winora Group:
„Aller Unkenrufe zum Trotz: Wir hatten einen gigantischen Messeverlauf. Über die Tage verteilt haben sich unsere wichtigen Kunden in Friedrichshafen eingefunden. Wir konnten die Messe als Plattform zur Präsentation unserer Neuheiten nutzen und hatten bereits im Vorfeld bei den Media Days eine unheimlich positive Resonanz. Durch die Vorstellung unserer Weltneuheit Flyon war besonders am Sonntag der Zulauf enorm. Für die Zukunft ist uns wichtig, dass wir eine internationale Leitmesse, am besten in Deutschland, haben. Der Endkundentag, wie er ab nächstem Jahr wieder stattfindet, ist für uns als Konzern von großer Bedeutung. Das war aufgrund des frühen Termins 2018 nicht möglich, deshalb freuen wir uns auf nächstes Jahr und die Messe im August 2019.“Giovanni Caporali, Managing Director von Limar – The helmet specialist:
„Die Eurobike ist für uns die größte und wichtigste Messe der Welt. Wir haben viele internationale Kunden kennengelernt und ihnen unsere neue Air Revolution-Kollektion vorgestellt, die wir zusammen mit dem Astana Pro Team entwickelt haben.“Michael Funk und Marc Sommer, Geschäftsführer Sachs Micro Mobility:
„Die Resonanz auf unseren Markteinstieg war beeindruckend und die Messe dafür die ideale Plattform. Dass ZF, unser wichtigster Joint Venture Partner, hier in Friedrichshafen sein Headquarter hat, war ein weiterer Bonus. Wir haben viel positive Rückmeldung von OE-Kunden und Händlern auf unsere Produkte erhalten. Das Thema Systemintegration war besonders interessant für Partner, die Fahrzeuge über das Fahrrad hinaus für den professionellen Einsatz entwickeln. Über die Rückkehr der Marke Sachs in die Fahrradindustrie haben sich viele gefreut, besser hätte der Start für uns nicht sein können.“Simon Schmitz, Vice President eMobility & Innovations Deutsche Post DHL Group:
„Die Eurobike war für uns ein voller Erfolg, unser Stand durchgehend stark frequentiert. Es wurde deutlich, dass gerade im Segment der Cargo Pedelecs und Schwerlasträder der Bedarf an branchenspezifischen Lösungen enorm ist. Der äußerst positive Zuspruch auch von etablierten Branchenführern bei unserer ersten Messepräsenz unterstreicht hierbei: StreetScooter / Deutsche Post DHL Group setzt die richtigen Zeichen. Besonders gut hat uns zudem auch die neue Hallenaufteilung mit eigener Cargo Area gefallen. Ein absolut sinnvoller Schritt.“Sebastian Linser, Geschäftsführer Tune GmbH:
„Die Messe war wie immer sehr erfolgreich und wir sind wahnsinnig zufrieden. Im Vergleich zu den letzten Jahren war zwar weniger los, vor allem am Sonntag, aber die Qualität unserer Besucher ist sehr gut. Wir treffen hier immer sehr gezielt die Menschen, die für uns wichtig sind und schätzen die Eurobike als Ort zum Netzwerken.“Wolfgang Renner, Geschäftsführer der Merida & Centurion Germany GmbH:
„Ich bin überrascht, dass am Sonntag so viele Händler gekommen sind. Auch die Verkehrslage war optimal. Obwohl viele Händler im Vorfeld abgesagt hatten, hatten wir sehr viel mehr Termine als gedacht. Im Moment sieht es positiv aus.“Mirko Junghänel, Geschäftsführer Büchel Fahrzeugteilefabrik:
„Wir konnten auf der Eurobike wie immer gute Kontakte knüpfen und lohnende Gespräche führen. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass die Besucherzahl in diesem Jahr gesunken ist.“Thomas Hild, Geschäftsführer SQlab GmbH:
„Generell bin ich seit jeher immer hier mit eigenen Ständen, ich bin ein absoluter Eurobike- und Friedrichshafen-Fan. Der Grund, warum ich die Location und Messe so gut finde ist, dass man sich hier untereinander seit vielen Jahren kennt und sich als große internationale Familie jährlich trifft. Es herrscht eine besondere Stimmung an diesem Standort. Auch genieße ich die herzliche und entspannte Art des gesamten Messeteams. Was die Terminierung der Eurobike betrifft, so vertrete ich den Standpunkt, dass der Termin wieder fix sein sollte, auch einen erneuten Publikumstag in 2019 begrüßen wir sehr.“Michael Beste, Geschäftsführer SKS Germany:
„Der Messeverlauf für SKS ist gut. Die Frequenz bei uns am Stand ist zwar etwas geringer als im vergangenem Jahr, aber immer noch ausreichend. Wir haben viele neue Innovationen am Start und das Gefühl, dass die Händler sehr offen sind für diese komplexen Produkte. Die Eurobike als Messe liebe ich, für mich ist sie sehr wichtig und ich hoffe, dass die Eurobike wichtig bleibt und nicht an Gewicht verliert.“Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium:
„Radfahren ist in und wird in Zukunft noch größere Reichweiten erzielen, zum einen durch die E-Mobiltät und zum anderen durch die sogenannten Cargobikes, wodurch der Einsatz vom Fahrrad noch vergrößert wird. Der Radverkehr im Allgemeinen ist förderlich für den Umweltschutz, Lärmreduzierung und gute Luft. Hier auf der Messe war ich wirklich positiv überrascht, wie viele Anbieter es im Cargo-Bereich gibt und sich hier präsentieren. Cargobikes sind attraktive Alternativen für den Lastentransport in Städten.“Felix Schön, Vertrieb & Marketing muli-cycles GmbH:
„Als Start-Up sind wir dieses Jahr das erste Mal auf der Eurobike mit dabei und erleben eine unglaublich positive Resonanz auf unsere Produkte. Die Messe pusht unser junges Unternehmen vor allem bei Journalisten und Bloggern. Das merken wir auch auf unseren Social Media Kanälen. Uns gefällt hier besonders, dass das Konkurrenzdenken unter den Ausstellern gar nicht so groß ist, wie bei anderen Veranstaltungen. Auch die gebündelte Cargo Area in der neuen E-Solutions Halle A1 gefällt uns sehr gut. Wir werden nächstes Jahr sicher wieder mit dabei sein.“Tamara Winograd, Leiterin Marketing und Kommunikation Bosch eBike Systems:
„Das eBike ist Vorreiter der Elektromobilität und ein absolutes Erfolgsmodell. Sowohl aktuelle Marktzahlen als auch die diesjährige Eurobike machen das wieder einmal deutlich. Der Trend hat längst alle Bereiche im Markt erreicht und eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten. Diese Entwicklung freut uns sehr. Zum einen bestätigt sie unser Engagement als treibende Kraft in der Branche. Zum anderen schöpfen wir Inspiration aus den neuen Bedürfnissen im Markt und entwickeln auf dieser Basis wegweisende Produkte. Dazu zählt das erste serienreife Antiblockiersystem für Pedelecs, das in diesem Jahr in den Handel kommt, oder auch unser neuer Bordcomputer Kiox für sportive eBiker, der mit dem Eurobike Award ausgezeichnet wurde. Um diese Innovationen der Branche vorzustellen und mit möglichst vielen Fachhändlern und Herstellern in den Dialog zu treten, ist die Eurobike eine ausgezeichnete Plattform.“Steven Jonckheere, Marketing Manager Switzerland LaPierre:
„Durch den Start am Sonntag ist vor allem die Anreise um einiges angenehmer geworden, leider war es dadurch am ersten Tag auch ruhiger, als sonst. Dafür ging es am Montag brutal ab. Nach einer Pause sind wir sehr zufrieden wieder hier zu sein, gerade weil die Eurobike ein wichtiges Forum für unsere Entwicklung ist. Wir haben auf jeden Fall noch Potenzial und wollen die Plattform hier nutzen.“Marcus Chiba, Geschäftsführer Chiba Gloves for Sports:
„Wir hatten sehr viele internationale Kontakte. Es zeigt sich immer mehr, dass eine gute Vertriebsorganisation und Innovationen, wie z.B. unser Bio XCell System gegen das Einschlafen der Hände immer wichtiger werden.“Gregory Girard, Sales Manager Wilier Triestina:
„Auf der Eurobike haben wir dieses Jahr wieder viele Kontakte gepflegt und neue Kontakte, vor allem mit Besuchern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geknüpft. Wir bekommen sehr viel positive Rückmeldungen zu unseren Produktneuheiten. Ganz besonders für unsere E-Bikes, die wirklich gut ankommen.“Felix Neureuther, deutscher Skirennläufer:
„Ich bin das erste Mal hier und finde die Eurobike richtig cool. Sehr, sehr beeindruckend wie groß das hier ist.“Monika Sattler, Influencerin RAD Monika:
„Ich bin nach Zürich geflogen und wenn man dort aus dem Flugzeug steigt, erkennt man gleich ‚Fahrradfahrer, Fahrradfahrer‘ – und wahrscheinlich ‚Eurobike, Eurobike‘. Das gibt einem das Gefühl, dass es eine Art Pilgerfahrt zur Eurobike ist. Mein Herz schlägt jedes Mal schneller, wenn ich so viele Radfahrer um mich herum sehe, die mit so vielen verschiedenen Fahrrädern zur Eurobike kommen. Einerseits sind es ja alles Radfahrer, aber eine so große Anzahl verschiedener Menschen, die hier so viel Neues lernen ist schon super. Ich bin zum zweiten Mal auf der Eurobike und muss sagen, ich liebe es. Man braucht viel Ausdauer, denn es gibt viel zu sehen. Ich meine, es ist wie Disney World für Radfahrer, oder? Es ist einfach supercool!“Martin Zanker, Verkaufsleiter Bike Deuter Sport GmbH:
„Die künftige Möglichkeit, unsere Produkte dem Endverbraucher zu zeigen, sehen wir positiv und befürworten daher die Wiedereinführung des Endverbrauchertages zur Eurobike 2019. Der spätere Termin ist aus dieser Sicht der richtige.“Claude LeBlond, Global Vice President of Sales, Argon 18 Inc.:
„Das Timing konnte für Argon 18 nicht besser sein, um Modelle aus bestehenden Reihen umzugestalten und seine Produktpalette durch Räder in Segmenten wie Gravel und Endurance zu erweitern. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere neue Reihe auf der Eurobike 2018 vorstellen konnten. Wie immer spiegelt unsere Kollektion 2019 unsere Leidenschaft für höchste Qualität und aufregende Technik beim Fahrraddesign wider. Argon 18 setzt seinen Erfolg auf der Straße, im Triathlon-Segment und bei der Unterstützung von Athleten fort. So werden wir unsere Top-Position halten können. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns vom Feld absetzen. Unsere Zusammenarbeit mit Mercedes Benz wird ein großer Erfolg werden, denn unsere Kooperation geht weit über das hinaus, was andere Fahrradunternehmen in der Autobranche erreicht haben.“Dr. Sandra Wolf, Geschäftsführerin Riese & Müller:
„Der intensive Austausch mit dem nationalen und internationalen Fachpublikum und bestehenden Händlern und Lieferanten war für uns sehr wichtig. Zudem begrüßen wir die Entscheidung der Messe, im nächsten Jahr wieder einen Besuchertag anzubieten.“Sebastian Göttling, Pressesprecher Busch & Müller:
„Wir hatten gerade mit unseren Stammkunden intensive Kontakte und Gespräche während der Messe. Unsere Produkte und Neuheiten kommen sehr gut an und wir freuen uns riesig, dass wir für unser Rücklicht ‚µ‘ einen Eurobike Award erhalten haben. Leider fehlte aus unserer Sicht in diesem Jahr die Laufkundschaft, was sicherlich auch an der Verkürzung der Messe um einen Tag lag. Wir sind deshalb für eine viertägige Messe und wünschen uns für die Zukunft, dass die Eurobike wieder einen Weg und eine Souveränität findet, um weiterhin Weltleitmesse zu bleiben.“Philipp Elsner-Krause, Geschäftsführer Fahrer Berlin:
„Der Ort Friedrichshafen bietet sich einfach für eine Fahrradmesse an. Die wunderschöne Umgebung mit Bodensee und den Alpen sucht man auf den Messegeländen der Großstädte vergeblich. Dieses Jahr mussten wir allerdings weniger Händlergespräche feststellen, was sicherlich am frühen Termin mitten in der Saison lag. Wir nutzten die Zeit für intensive B2B-Termine und -Gespräche. Ein Besuchertag ist für uns für das direkte Feedback der Kunden ganz wichtig. Das ändert sich ja zum nächsten Jahr wieder.“Alexander Kraft, Pressesprecher HP Velotechnik:
„Als treue langjährige Begleiter der Messe haben wir uns auf das neue Konzept gerne eingelassen. Nach einem guten Start am Sonntag zeichnete sich aber im Anschluss spürbar die schon im Vorfeld kommunizierte Zurückhaltung des Handels ab. Als Markenhersteller mit aufsehenerregenden Produkten begrüßen wir die Ausrichtung der Messe für 2019 und insbesondere die Wiedereröffnung für Endverbraucher.“Daniel Gareus, PR-Manager Cosmic Sports:
„Für uns als Markenvertreiber ist die Messe jedes Jahr ein schöner Treffpunkt, um sich mit Bekannten und Lieferanten zu treffen. Viele unserer Partnermarken waren hier und wir konnten besonders viele B2B-Termine durchführen. Von Händlerseite war der Messebesuch leider etwas verhalten, was man auch an der ruhigeren Verkehrssituation sehen konnte. Grundsätzlich sind wir aber zufrieden und freuen uns auf das nächste Jahr. Dann wieder mit Endverbrauchertag, wo die Fahrradfans die Möglichkeit haben, unsere Premiumprodukte zu erleben.“Tobias Erhard, PR Coordinator Sram:
„Trotz des im Vorfeld bereits bekannten schwierigen Termins ist für uns die Eurobike eigentlich auf den ersten Blick so gelaufen, wie wir uns die Messe vorgestellt haben. Unser Stand war gut besucht, aber wir müssen erstmal die kommenden Tage abwarten und analysieren, ob wir alle wichtigen Händlerkontakte hatten. Der Endverbrauchertag ist für uns wahnsinnig wichtig und wir freuen uns deshalb wieder auf nächstes Jahr.“Hanna Gehlen, Geschäftsführerin Croozer:
„Die Klarheit und Übersichtlichkeit unseres Messestandes hat überzeugt und viele Besucher an unseren Stand gelockt. Unsere drei Dog-Modelle kommen gut an, was uns natürlich sehr freut. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und sind immer wieder gerne am Bodensee.“Andrea Escher, Communications Managerin Pinion:
„Wir stellten zwar einen Unterschied in der Quantität der Besucherzahlen im Vergleich zum letzten Jahr fest, dafür wurden mehr qualitativ hochwertige Gespräche geführt. Unsere Handelspartner machten einen entspannteren Eindruck und hatten Zeit für einen intensiven Austausch. So konnten die Gespräche mehr in die Tiefe gehen und Themen ausführlich besprochen werden. Gefreut hat uns der Besuch der baden-württembergischen Landtagspolitiker, die sich einen Überblick über unsere Technikinnovationen aus der Region verschafften.“Peter Wöstmann, PR-Manager Ortlieb:
„Wir sind sehr zufrieden mit der Messe. Die Frequenz war gut und wir haben gute Gespräche geführt. Wir freuen uns aber auch über die Konzeption für nächstes Jahr, dann wieder mit einem Besuchertag. Generell muss man sagen: Wir haben eine internationale Leitmesse in Deutschland und darauf sollten wir stolz sein.“Ulrich Prediger, Geschäftsführer Jobrad:
„Auch in diesem Jahr konnten wir auf der Eurobike wieder viele intensive Gespräche mit unseren Fachhandels-Partnern führen. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Jobradler fragen immer häufiger Serviceleistungen zum Dienstrad nach, zum Beispiel Inspektionen oder den neuen Full-Service. Dieser Trend wird die Entwicklung der Dienstradleasing-Branche auch in Zukunft weiter prägen.“Christian Thill, PR und Kommunikationsmanager Bergamont:
„Die Resonanz auf unsere Produkte sowohl auf den Media Days als auch auf der Messe selbst war großartig. Das wachsende Interesse an E-Bikes ist klar zu spüren, jedoch herrscht durchaus auch bei neuen Fahrrädern ohne Elektroantrieb eine große Euphorie unter Journalisten und Fachbesuchern.“Arne Behrenssen, cargobike.jetzt:
„Die Händler und Besucher in der Cargo Area waren sehr zufrieden, dass sie sich das zukunftsträchtige Thema Cargobikes gebündelt in der Halle A1 erschließen und ihre Hersteller an einem gemeinsamen Ort treffen konnten. Sie fühlen sich nicht mehr als vereinzelte kleine Aussteller auf einem Riesenevent, sondern als wichtiger Bestandteil der Eurobike. Dazu tragen auch die Ausschilderung und die prominente Rolle in der Kommunikation sowie die Führungen mit der Staatssekretärin bei. Auch das politische Panel und die Veranstaltung zur Standardisierung und dem Testen von Cargobikes waren sehr gut besucht.“Leonie Auerhahn, Marketing Fazua GmbH:
„Die Idee einer eigenen Halle mit dem Schwerpunkt auf E-Mobilität finden wir sehr gut. Wer sich dafür interessiert findet hier alles gebündelt an einen Platz. Trotz vergleichsweise weniger Besuchern als im Vorjahr, waren die meisten Meetings sehr relevant für uns. Von daher: Gut so, wie es ist!“

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