© KI-generiertes Bild/cm

Betriebsurlaub über Weihnachten

Bevor das Jahr zu Ende geht, möchten wir kurz innehalten und „Danke“ sagen. Danke für die tollen Projekte, das Vertrauen und den gemeinsamen Weg in diesem Jahr.

Damit das Mountain Manager-Team mit frischer Energie in das neue Jahr starten kann, verabschieden wir uns in den Betriebsurlaub (24. 12. 2025 – 2. 1. 2026).

Ab Montag, dem 5. 1. 2026, sind wir wieder wie gewohnt für Sie erreichbar.

 

Mit der Markteinführung des Pistenbully 100 ParkPro dieses Jahr im Jänner in Laax (CH) ist die Pistenbully Park-Flotte komplett. Der Pistenbully 100 ParkPro ergänzt den Pistenbully 400 ParkPro, dessen neueste Generation 2022 vorgestellt wurde, und das Kraftpaket Pistenbully 600 Polar ParkPro, das seit 2024 im Parkbau eingesetzt wird. © Kässbohrer

Insights zum Start der Wintersaison 2025/26

Zu Saisonbeginn geben Dr. Christian Oberwinkler (CO), Vorstand Technik, Heiko Stähle (HS), Vorstand Sales & Administration, und Alex Dehm (AD), Bereichsleiter Vertrieb, Einblicke in die Themen, die die Kässbohrer Geländefahrzeug AG derzeit bewegen – von der intensiven Hochsaison über neue Anforderungen im Alltag bis hin zu den Entwicklungen, die das Unternehmen gerade prägen und beschäftigen. Dieses Interview wurde dem Mountain Manager zur Verfügung gestellt.

Moderation: Die Wintersportsaison hat begonnen. Was bedeutet das für Kässbohrer? 

AD: Wir befinden uns gerade in der intensivsten, aber auch schönsten Zeit des Jahres. Viele Kunden warten darauf, ihre neuen Pistenfahrzeuge rechtzeitig zu bekommen. Das Zeitfenster bis zum Saisonstart ist knapp – und jeder im Unternehmen gibt alles, damit die Fahrzeuge pünktlich aus der Produktion auf die Piste kommen.

HS: Die Weihnachtsferien sind für die Seilbahnbetreiber die wichtigste Phase des Jahres, und auch bei uns werden in den letzten drei Monaten über 60 % unseres Jahresabsatzes ausgeliefert. Eine starke Performance ist dabei entscheidend. Deshalb erhöhen wir im letzten Quartal die Produktionskapazität– mit zusätzlichen Wochenstunden und Samstagsarbeit. Unser Team beweist dabei Jahr für Jahr beeindruckende Flexibilität und Engagement, denn die Saison macht keine Pause.

Drei Männer sitzend im Gespräch

Interview im Kässbohrer-Headquarter in Laupheim im Dezember 2025, v. li. n. re.: Heiko Stähle, Alexander Dehm und Dr. Christian Oberwinkler. © Kässbohrer

Moderation: Im Herbst wurde im tariflichen Bereich eine generelle Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden beschlossen. Heiko, was waren die Gründe hierfür? 

HS: Diese Entscheidung basiert auf mehreren strategisch wichtigen Überlegungen. Unser Markt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: geopolitische Entwicklungen, neue Zölle auf US-Exporte und ein spürbarer Rückgang des globalen Marktvolumens beeinflussen unser Geschäft zunehmend. Auf diese Veränderungen müssen wir proaktiv reagieren. Die Arbeitszeitreduzierung ist daher Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, mit dem wir mögliche Überkapazitäten frühzeitig regulieren möchten. Ziel ist es, tiefergreifende Maßnahmen zu vermeiden und das Unternehmen langfristig weiterhin stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen. Diese schwierige Entscheidung ist somit ein wichtiger Baustein unserer Zukunftssicherung.

Moderation: Gibt es weitere Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken? 

CO: Ja. Ein weiteres Handlungsfeld ist die konsequente Optimierung unserer Prozesse. Hier schlummern erhebliche Potenziale, die wir gezielt heben möchten. Dabei geht es ausdrücklich um die Verbesserung von Abläufen – nicht um die Optimierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir schauen uns unsere Prozesse umfassend an: von der Entwicklung über den Einkauf und die Produktion bis hin zum Service. Gleichzeitig stehen auch unsere Kunden in einer Phase intensiver Transformation: Digitalisierung, Vernetzung und Effizienzsteigerungen prägen ihren Alltag immer mehr. Nur wer diese Entwicklungen aktiv mitgeht, bleibt dauerhaft erfolgreich und zukunftsfähig.

Moderation: Christan, du sprichst von Digitalisierung, Effizienz und Vernetzung – sowohl intern als auch beim Kunden. Bedeutet das, dass die Organisationsentwicklung auch relevant für den Markterfolg ist?

CO: Am Ende zählt für unsere Kunden vor allem das Ergebnis: die perfekte Piste. Aber bessere interne Abläufe sorgen dafür, dass wir schneller, strukturierter und zuverlässiger liefern können. Das hilft unseren Kunden bei Planung, Wirtschaftlichkeit und Qualität – deshalb gehören moderne Arbeitszeitmodelle, Effizienz und Prozessoptimierung für uns genauso zur Produktentwicklung wie technische Innovationen. Das wirkt sich schlussendlich im Markterfolg aus.

Pistenbully mit KFX im Einsatz

Die ersten Fahrzeuge mit KFX sind bereits ausgeliefert. © Kässbohrer

Moderation: Welche Fortschritte gibt es beim Thema Qualität? 

CO: In den letzten zwei Jahren haben wir massiv in die Verbesserung unserer Qualität investiert und unsere Entwicklungsprozesse kritisch überprüft. Die Rückmeldungen unserer Kunden bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch unsere Service- und Qualitätsoffensive wurde sehr positiv aufgenommen. Als Marktführer war es uns wichtig, hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv Verbesserungen im Feld voranzutreiben. 

Moderation: Kässbohrer gilt als Innovationsführer. Wie untermauert ihr diesen Anspruch?

AD: Innovation bedeutet echte Verbesserungen an Produkten, Verfahren und Prozessen mit dem einen Ziel, Kundennutzen zu schaffen. Wir haben wichtige Schritte mit der Elektrifizierung unserer Flotte gemacht: Der Pistenbully 100 E steht dem Markt ab dieser Saison zur Verfügung.  Der Pistenbully 600 E+ ist ein sehr beliebtes Fahrzeug und setzt starke Akzente. Die ersten Fahrzeuge mit KFX sind bereits ausgeliefert. Mit der KFX ist die Pistenpräparierung noch effizienter, wirtschaftlicher und dabei ressourcen- und materialschonend – bei noch besserer Pistenqualität. Genau solche Lösungen brauchen unsere Kunden, um täglich eine perfekte Piste zu bieten. Das ist Innovation!

HS: Diese Entwicklungen zahlen direkt auf unsere Nachhaltigkeitsstrategie ein: Effizienter Einsatz von Ressourcen bedeutet wirtschaftliches und auch nachhaltigeres Handeln. Damit unterstützen wir unsere Kunden, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wir wollen auch hier die führende Rolle übernehmen.

Moderation: Gibt es neben der erwähnten Nachhaltigkeitsstrategie auch eine Gesamtstrategie, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken? 

CO: Ja, absolut – das ist ein zentraler Punkt. In dem zurückliegenden Jahr haben wir mit viel Energie und Tatendrang an unserer neuen Unternehmensstrategie K-next! gearbeitet. Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen und unseren Tochtergesellschaften haben wertvolle Beiträge geliefert. Auch unsere Kunden, Partner und ausgewiesene Wintersportexperten, haben wertvolle Impulse geliefert, die direkt in die Strategie einfließen. Gemeinsam mit Fachleuten aus angrenzenden und sogar branchenfremden Industrien haben wir unseren Blick bewusst über Berg und Piste hinaus erweitert. Auf diese Weise ist ein vielfältiger Mix aus Perspektiven, Ideen und Erfahrungen entstanden, der uns dabei unterstützt, Kässbohrer erfolgreich und nachhaltig für die Zukunft auszurichten. Unsere Strategie basiert auf mehreren Fahrspuren, die wir bis 2030 erfolgreich umsetzen wollen. Mit den ersten Maßnahmen haben wir bereits gestartet.

Pistenbully 600 E + in Sölden bei der Arbeit

Der Pistenbully 600 E+ im Einsatz in Sölden. © Kässbohrer

Moderation: Es gab einige Veränderungen im Führungsteam des oberen Managements. 

CO: In der Tat. Nach 35 Jahren Kässbohrer geht Raimund Mayer in den Ruhestand. Er war über viele Jahre das prägende Gesicht unseres TOP-Service weltweit und hat Großartiges für unser Unternehmen bewegt. Mit seiner Haltung, seiner Verlässlichkeit und seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden hat er Vertrauen geschaffen und Beziehungen geprägt, die weit über den Arbeitsalltag hinausreichen. Solche Veränderungen nehmen wir zum Anlass, um Strukturen auf den Prüfstand zu stellen. Den Bereich werden wir optimieren, um noch besser zu werden. Christof Peer hat das Unternehmen aus familiären, persönlichen Gründen verlassen. Seine Aufgabenbereiche teilen wir uns im Vorstand auf: ich übernehme neben der Technik und Produktion, das Produktmanagement, den technischen Service und die Pro Academy.

HS: Ich freue mich darauf, im neuen Jahr viele Kunden persönlich zu treffen, denn ich übernehme neben den bisherigen Bereichen jetzt Vertrieb und Marketing. Unsere enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist seit Jahrzehnten die Basis unseres Erfolgs. Und auch von meiner Seite möchte ich ein großes Dankeschön an Raimund für seine langjährige, wertvolle Arbeit richten. Auch solche Veränderungen gehören dazu – unser Team ist erfahren und stabil genug, um nahtlos weiterzumachen. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich bedanken. Sie unterstützen nicht nur die Wege, die wir bereits eingeschlagen haben, sondern begleiten uns auch auf neuen Wegen, die vor uns liegen. Gerade weil manche Entscheidungen und Maßnahmen schwierig oder herausfordernd sind, wissen wir dieses Engagement besonders zu schätzen. Diese Bereitschaft ist alles andere als selbstverständlich und verdient unseren großen Respekt und Dank.

 

Moderation: Herzlichen Dank für die aufschlussreichen Einblicke und eure Zeit! Wir hoffen, dass die Wintersaison 2025/26 für uns alle eine erfolgreiche Wintersaison wird. 

Skigebiet Melchsee-Frutt: Die leistungsstarke Inspektionsdrohne DJI Matrice 4TD Dock 3 ist eine flexible „Drone in a Box“-Lösung. Angedockt wird sie aufgeladen. © cm

Inspektionsdrohnen im Skigebiet Melchsee-Frutt

Dieses Pilotprojekt ist bei den Sportbahnen Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz seit vier Wochen am Laufen. Initiiert hat das Ganze die Bächler Top Track AG, unterstützt wird der Schweizer Beschneinungsexperte dabei von dem Start-up Scara captures GmbH. Die Inspektionsdrohnen werden z. B. für voll automatisierte Kontroll- und Inspektionsflüge bei Seilbahn- und Beschneiungsanlagen, auf der Piste oder in unwegsamem Gelände zur Entlastung der Mitarbeiter eingesetzt. Das erspart ihnen Zeit und viel Mühe, die bisherigen Resultate der Überprüfungen via Drohne haben überzeugt. Der Mountain Manager informierte sich darüber am Donnerstag, dem 18. 12. 2025, bei einem Lokalaugenschein.

Menschengruppe mit einer Drohne postiert für Fotograf

Beim Lokalaugenschein in Melchsee-Frutt, v. li. n. re.: Edith Cadena-Michel (Leitung Marketing und Vertrieb, Sportbahnen Melchsee-Frutt), Quirin Gasser (GF Scara captures GmbH) mit seinem Mitarbeiter Cyril Lippmann, Marketingverantwortlicher Peter Rüfenacht sowie Janis Jülke (Vertrieb & Service) von der Bächler Top Track AG. © cm

Die Sportbahnen Melchsee-Frutt setzen schon seit vielen Jahren auf die energieeffizienten und gleichzeitig leistungsstarken Beschneiungsanlagen der Bächler Top Track AG und waren stets offen für Neues. Aus diesem Grund erklärten sie sich auch bereit, an diesem Pilotprojekt für Inspektionsdrohnen mitzuwirken. Gemeinsam mit dem Schweizer Beschneiungsexperten und dem Start-up Scara captures GmbH wurde eine realitätsgetreue Testumgebung geschaffen, die die Zukunft von Inspektionsdrohnen in Skigebieten aufzeigt. In kurzer Zeit konnte bewiesen werden, wie die voll automatisierten Inspektionsflüge der Drohnen die Mitarbeiter spürbar entlasten, Probleme schneller lokalisiert und notwendige Überprüfungen rascher vorgenommen werden konnten.

Entlastung der Mitarbeiter bestätigt

Das eingesetzte Drohnenmodell DJI Matrice 4TD Dock 3 im Skigebiet Melchsee-Frutt ist z. B. mit Lautsprecher, Wärmebild- und Infrarotkamera sowie Scheinwerfer ausgestattet. Schneeerzeuger, Pistenabschnitte und Anlagenbereiche wurden mehrfach mit vordefinierten Flugprofilen beflogen und ausgewertet. Die Tests zeigten eine hohe Zuverlässigkeit der autonomen Missionsplanung, eine klare und strukturierte Datenerfassung sowie eine deutliche Entlastung der Betriebsteams. Kritische Zonen konnten sicher aus der Luft kontrolliert werden, Inspektionszeiten reduzierten sich markant und die Bildqualität in Kombination mit Wärmebild ermöglichte präzise Bewertungen des Anlagenzustands. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen, dass die Lösung im täglichen Betrieb effizient funktioniert.

 

Einen ausführlichen Bericht dazu liefern wir in der Ausgabe Mountain Manager 1/26.

Der Loser soll seinen Gästen ganzjährig Erlebnisse bieten. © Markus Raich

4-Jahreszeiten-Erlebnisberg Loser

Mitte Dezember dieses Jahres luden die Gemeinde Altaussee und die Loser Bergbahnen zum Informationsabend. Im Fokus der Gespräche standen bereits erreichte Ziele und neue Aufgaben.

Begrüßt wurden die zahlreichen Teilnehmer an der Informationsveranstaltung von Bürgermeister Gerald Loitzl, der die zentrale Bedeutung des Losers für den Ort hervorhob und das große Engagement der Mitarbeiter der Loser Bergbahnen würdigte. Nicht fehlen durfte dabei ein Gedenken an den 2024 verstorbenen Dr. Hannes Androsch, dessen Stiftung (vertreten durch Dr. Georg Riedl) die kontinuierliche Entwicklung des Berges weiterhin aktiv unterstützt. Loser Bergbahnen Geschäftsführer Ing. Rudi Huber informierte über den Bau der neuen Kabinenbahn und gab einen Ausblick auf die geplanten Winter- und Sommeraktivitäten 2026. Zukunftssichere Investitionen wie die Panoramabahn und die Optimierung der Beschneiungsanlage inklusive Schneiteich hätten den Loser in den letzten Jahren entscheidend gestärkt, so Huber.

Film über Loser gedreht

Mit dem stimmungsvollen Film von Markus Raich, „Der Loser – der Berg der vier Jahreszeiten“, wurde dann nicht nur eindrucksvoll die landschaftliche Vielfalt der Region gezeigt, sondern gleich auch der Blick in Richtung Zukunft und die geplante Weiterentwicklung gelegt. So zeigte Alois Grill (Miteigentümer/Werbeprofi) die Wichtigkeit von gezieltem Marketing und von der Bedeutung der Identifikation der Einheimischen mit „ihrem“ Loser auf.

Wiedereröffnung der Gastronomie bei Talstation

Der Vorstand der Salinen Austria AG, Kurt Thomanek, präsentierte technische und marketingbezogene Synergien mit den Salinen und Alexander Kalss, Geschäftsführer der Alpenparks Hagan-Lodge am Loser berichtete über die rein österreichischen Eigentumsverhältnisse der Lodge sowie die enge Zusammenarbeit mit den Bergbahnen und den wichtigen Schritt einer Wiedereröffnung der Gastronomie bei der Talstation. Pamela Binder, Geschäftsführerin des TVB Ausseerland, unterstrich in ihren Ausführungen schließlich noch, wie entscheidend ein vitaler 4-Jahreszeiten-Erlebnisberg für das Ausseerland sei.

Umrahmt wurden die Informationen musikalisch von der „Salettl Musi“, die dann auch zum geselligen Gedankenaustausch des gelungenen Abends beitrug.

Weitere Informationen:

http://www.loser.at

http://www.steiermark.com/de/Ausseerland-Salzkammergut

 

 

Nach der erfolgreichen 26. Ausgabe der „Mountain Planet“ 2024 in Grenoble bietet diese internationale Fachmesse für Berginfrastruktur, alpinen Tourismus und nachhaltige Entwicklung im Gebirge nächstes Jahr in ihrer 27. Ausgabe Neuerungen wie z. B. eine zweite Ausstellerhalle und einen neuen Konferenzsaal. © Hervé Doulat

Messehighlight: die Mountain Planet 2026

Vom 21. bis zum 23. April 2026 findet auf dem Messegelände Alpexpo in Grenoble (Frankreich) wieder die „Mountain Planet“ statt. Diese internationale Fachmesse hat sich längst als unumgänglicher Treffpunkt für die Erschließung von Gebirgsregionen etabliert.

Mehr als 900 Marken, bedeutende Innovationen und das gesamte globale Netzwerk der Branche kommen zusammen, um die Berglandschaften von morgen zu gestalten. Informieren Sie sich über Trends, tauschen Sie sich mit internationalen Entscheidungsträgern aus und erleben Sie drei Tage im Herzen der Bergbranche. Diese 27. Ausgabe wartet mit einer zweiten Ausstellerhalle und einem neuen Konferenzsaal auf. Und zum zweiten Mal werden die innovativsten Lösungen der Branche mit den „Mountain Planet Trophées“ ausgezeichnet.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

https://www.mountain-planet.com/en/

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Die kürzlich eröffnete urbane Seilbahn Câble C1 befördert in der Metropolregion Paris bis zu 11.000 Fahrgäste. Die Fahrzeit über die gesamte Strecke beträgt 18 Minuten – das ist etwa doppelt so schnell wie früher. © Laurent GRANDGUILLOT / IDFM

Urbane Seilbahnanlage in der Metropolregion Paris eröffnet

Am Samstag, dem 13. Dezember 2025, war es soweit: Die mit Spannung erwartete urbane Seilbahn Câble C1 der Doppelmayr-Gruppe beförderte die ersten Fahrgäste. Die rund 4,5 km lange Seilbahnlinie verlängert die Metro-Linie 8 und verbessert damit die Anbindung der südlich gelegenen Vororte von Paris an das Verkehrsnetz von Île-de-France. Die Region erhält damit eine nachhaltige Verkehrslösung, die sämtliche Kriterien der urbanen Mobilität und des Angebots der lokalen Verkehrsbehörde Île-de-France Mobilités (IDFM) erfüllt.

Die Câble C1 ist die erste urbane Seilbahnanlage in der Region Île-de-France. Das Projekt zeigt, wie Seilbahnen als integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrsnetzes eine neue Mobilitätsebene erschließen und Verkehrsengpässe lösen können. Mit fünf Stationen auf einer Strecke von rund 4,5 km verbessert die Seilbahn das Mobilitätsangebot für die Gemeinden Créteil, Valenton, Limeil-Brévannes und Villeneuve-Saint-Georges erheblich.

Personengruppe bei Seilbahneröffnung

Für Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Île-de-France und Île-de-France Mobilités (1. Reihe, 3. v. re.) ist die Seilbahn Câble C1 eine effiziente und innovative Transportlösung für alle Bewohner des Gebiets. Verantwortlich für die Gesamtprojektleitung seitens Île-de-France Mobilités war Christophe Surowiec (1. Reihe, 4. v. re.). © Doppelmayr

Statement Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Île-de-France und Île-de-France Mobilités:

„Seit 2016 engagieren wir uns für eine beispiellose Stärkung des öffentlichen Verkehrsangebots in Île-de-France. Angesichts der Klimakrise ist es unsere Verantwortung, den Bewohnern von Île-de-France echte Alternativen anzubieten, indem wir bestehende Linien verstärken und neue Verbindungen schaffen. Es ist eine große Freude zu sehen, dass die Seilbahn Câble C1 realisiert wird. Diese städtische Seilbahn, die in der Île-de-France einzigartig ist, wird eine effiziente und innovative Transportlösung für alle Bewohner des Gebiets sein.“

Urbane Seilbahn im Wohngebiet

Die 4,5 lange neue Seilbahnlinie verlängert die Metro-Linie 8 und verbessert damit die Anbindung der südlich gelegenen Vororte von Paris an das Verkehrsnetz von Île-de-France. © Laurent GRANDGUILLOT / IDFM

Câble C1 ist Teil der Strategie von Île-de-France Mobilités, das ÖPNV-Angebot im Großraum Paris auszubauen und innovative Mobilitätslösungen zu fördern. Mit der Seilbahn hat Île-de-France ein System gewählt, das sich durch einen geringen Flächenverbrauch am Boden, eine schnelle Bauzeit und eine einfache Integration in die bestehende Infrastruktur auszeichnet. Dadurch können die Fahrgäste an allen Stationen bequem auf andere Verkehrsmittel wie Bus oder Metro umsteigen. Die Seilbahn ist so eine intermodale, schnelle, barrierefreie und CO₂-freie Verbindung über stark befahrene Straßen und Bahnstrecken hinweg. Sie soll künftig bis zu 11.000 Fahrgäste täglich ans Ziel bringen. Die Fahrzeit über die gesamte Strecke beträgt 18 Minuten – das ist etwa doppelt so schnell wie früher.

Mobilität für alle

Ein zentrales Thema bei der Umsetzung des neuen Verkehrssystems war die Barrierefreiheit für alle Fahrgäste. Die 105 OMEGA V-XL CWA-Kabinen bieten für bis zu zehn Personen einen Sitzplatz. Auch für Menschen im Rollstuhl, mit eingeschränkter Mobilität, Fahrräder und Kinderwagen sind sie komfortabel und ebenerdig zugänglich. Dazu gehören außerdem visuelle und akustische Fahrgastinformationen in Echtzeit, Videoüberwachung, ausreichend Haltegriffe und eine Gegensprechanlage für die Kommunikation mit dem Betriebspersonal. Auch die Stationen entsprechen den Anforderungen an Barrierefreiheit im ÖPNV und bieten uneingeschränkt barrierefreie Zugänge.

Gemeinsam ans Ziel

Die Doppelmayr-Gruppe war für die Planung, Lieferung, Bau und Montage der gesamten Seilbahnanlage sowie der Kabinen verantwortlich. Während des Betriebs wird das Doppelmayr-Team für kompetente Wartung und Service sorgen.

Urbane Seilbahn Eröffnung, Handshake zweier Männer

Bei der Eröffnung der urbanen Seilbahn Câble C1: Arno Inauen vom Executive Board der Doppelmayr-Gruppe (li.) mit Bernard Teiller, Président von Doppelmayr France © Doppelmayr

Statement Arno Inauen vom Executive Board der Doppelmayr-Gruppe:

„Die Câble C1 hat bereits jetzt eine außergewöhnliche Strahlkraft als innovative urbane Mobilitätlösung – nicht nur hier in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Wir sind stolz, mit unserer Technologie das Verkehrsnetz im Großraum von Paris nachhaltig zu stärken. Ich bin sicher, dass diese Seilbahn ein Vorbild für viele weitere Städte sein wird.“

Für die Gesamtprojektumsetzung wurde unter der Leitung von Doppelmayr France ein Konsortium gebildet. Den Seilbahnspezialisten standen Experten für Infrastrukturplanung, Landschaftsgestaltung, Tiefbau und Architektur zur Seite.

Statement Bernard Teiller, Président von Doppelmayr France:

„Ein Seilbahnprojekt dieser Größenordnung und Bedeutung bedarf viel Koordination, Know-how und Professionalität. Wir verdanken die erfolgreiche Umsetzung Île-de-France Mobilités, den Unternehmen des Konsortiums und jeder einzelnen Person unseres großartigen Teams.“

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier nahm die Seilbahn Câble C1 am Samstag, dem 13. Dezember 2025, den öffentlichen Betrieb auf. Sie ist nun ein voll integrierter Bestandteil des regionalen Verkehrsverbunds. Betreiber der Anlage ist Transdev Coteaux de la Marne im Auftrag von Île-de-France Mobilités.

Urbane Seilbahn Stationsbereich barrierefrei

Ein zentrales Thema bei der Umsetzung des neuen Verkehrssystems war die Barrierefreiheit für alle Fahrgäste. © Laurent GRANDGUILLOT / IDFM

Technische Daten 10er-Kabinenbahn Câble C1, Île-de-France:

  • Stationen: 5
  • Schräge Länge: 4.500 m
  • Höhenunterschied: 40 m
  • Stützenanzahl: 30
  • Fahrzeuganzahl: 105 OMEGA V-XL-Kabinen
  • Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
  • Fahrzeit: 18 min
  • Förderleistung: 1.600 p/h (erweiterbar auf bis zu 2.000 p/h)
  • Eröffnung: 13. Dezember 2025

Die teilnehmenden österreichischen Seilbahnbetriebe laden am 17. Dezember 2025 zum GO FOR SKI Schulskitag ein. © Vural1975 über Pixabay

Der GO FOR SKI Schulskitag 2025

Österreichs Seilbahnbetriebe laden am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, den schulischen Wintersportnachwuchs wieder zum gemeinsamen Tag im Schnee ein und stellen den Schulklassen und der Lehrerschaft Gratis-Skitickets zur Verfügung. Ziel der Aktion der teilnehmenden Skigebiete ist es, junge Menschen für Wintersport, Bewegung an der frischen Luft und gemeinsame Naturerlebnisse zu begeistern.

Der GO FOR SKI Schulskitag hat sich in Österreich zu einem festen Bestandteil im Wintersportkalender entwickelt. Im Vorjahr fand er am 11. Dezember statt, und der Andrang war groß. Dieses Jahr laden die teilnehmenden Skigebiete die österreichischen Schulklassen und die Lehrerschaft am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, zum GO FOR SKI Schulskitag ein. Hierbei handelt es sich um eine Aktion der österreichischen Seilbahnbetriebe, die kostenlose Tageskarten bereitstellen. Im Mittelpunkt steht ein unkomplizierter Zugang zum Wintersport und die Freude an gemeinsamer Bewegung. Leihausrüstung, Transfer, Verpflegung etc. sind nicht inkludiert.

Statement Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO):

„Kinder und Jugendliche brauchen Erlebnisse, die sie stärken. Ein Tag am Berg schafft genau das – er verbindet Bewegung, Natur und Gemeinschaft auf einzigartige Weise. Wir möchten mit dem GO FOR SKI Schulskitag die Begeisterung für den Wintersport früh wecken. Denn wer schon als Kind positive Erlebnisse am Berg sammelt, kommt später mit großer Wahrscheinlichkeit wieder – und bleibt dem Sport ein Leben lang verbunden.“ Gerade in einer Zeit, in der Digitalisierung und schulischer Leistungsdruck zunehmen, sei es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen und junge Menschen zu aktiver Bewegung zu motivieren, so Hörl.

Mit der Initiative setzen die teilnehmenden österreichischen Seilbahnen ein klares Zeichen für die Bedeutung von Bewegung im Freien, sozialem Miteinander und der besonderen Kraft gemeinsamer Naturerfahrungen. Der Schulskitag soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, diese Werte auf spielerische und erlebnisorientierte Weise kennenzulernen.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf:

http://www.wko.at/oe/transport-verkehr/seilbahnen/go-for-ski-schulskitag

Neuer Lesestoff: der Mountain Manager 7/25, die letzte Ausgabe in diesem Jahr. © KI-generiertes Bild via Canva.com

Druckfrisch: der Mountain Manager 7/25

Die neueste und letzte Ausgabe in diesem Jahr ist heute erschienen und auch bereits online auf unserer Website nachzulesen. Sie hat unter anderem Trends wie z. B. den „Smartphone Skipass“, Wintertechnik & Parkraumbewirtschaftung sowie neue Seilbahnanlagen als Schwerpunkte. Darüber hinaus war das Mountain Manager-Team bei zahlreichen Branchenveranstaltungen in der D-A-CH-Region vor Ort. Die interessanten Nachberichte dazu finden Sie in dieser Ausgabe. Die wichtigsten Erkenntnisse der Winterpotenzialstudie für die Saison 2025/26 liefern wir Ihnen ebenfalls im Mountain Manager 7/25.

Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 7/25:
MEINUNG
  • KR Georg Bliem, GF Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH: „Unser Ziel ist es, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Branche zu zählen.“
TRENDS
  • SKIDATA ermöglicht das digitale Bergerlebnis.
  • Service mit „Alpbachtal Voice Concierge“
  • Netzwerk Winter: Innovationen und Herausforderungen im Fokus
  • KitzSki gibt Schneegarantie.
  • WODL produziert elektrisches E-Trike für nachhaltigen Fahrspaß.
SKISERVICE & RENT
  • WINTERSTEIGER: Skidepots als entscheidender Convenience-Faktor
 NEUE BAHNEN
  • Doppelmayr / Bergbahnen See GmbH: Bewährtes neu denken
  • Seilbahn Jenesien: Nachhaltige und schnelle Mobilitätslösung
  • Seilbahn für Bonn: Vorbereitungsarbeiten liegen im Zeitplan.
  • Klenkhart & Partner: 10 EUB Loischkopfbahn im Brandnertal
  • LEITNER: Seilbahnnetz Manizales wächst auf nahezu fünf Kilometer.
  • LEITNER und Melinda realisieren historisches Projekt.
MARKETING & MANAGEMENT
  • Winterpotenzialstudie 25/26: Stabile Nachfrage im herausfordernden Umfeld
  • Schweizer Seilbahntagung: Leadership 4.0 in der Seilbahnbranche
  • Salzburger Seilbahntagung: Optimismus trotz schwieriger Gesamtlage
  • Deutsche Seilbahntagung: Nachhaltiger Ganzjahresbetrieb im Fokus
  • Expertentalk „Zukunft Wintertourismus“: Qualität sichern, Gästeströme besser steuern
LAWINENSCHUTZ
  • Inauen-Schätti: Avalanche Trigger LM32 weiterhin auf dem Vormarsch
BESCHNEIUNG
  • Höfi Express GmbH / DEMACLENKO: Effiziente Beschneiung – Start on demand
  • TechnoAlpin bringt neue Softwarefunktionen.
  • SUPERSNOW: Vom Skigebiet zum Hersteller von Schneekanonen
Das Mountain Manager-Team wünscht eine interessante Lektüre!

Einsatz der Beschneiungstechnologie Snowglue LIMES in Titisee-Neustadt im Schwarzwald © Bächler Top Track AG

Snowfarming: Aus Altschnee mach Neuschnee

Über den Sommer gelagerter Altschnee aus der vergangenen Saison kann jetzt, nach Angaben der Bächler Top Track AG, mit „Snowglue LIMES“ wieder tragfähig gemacht werden. Diese Beschneiungstechnologie eignet sich für den Outdoorbereich wie z. B. Snowfarming und basiert auf der erfolgreichen Indoor-Beschneiungstechnologie LIMES. Diese Beschneiungsmethode wurde 2018 mit dem „Swiss Excellence – Product Award“ ausgezeichnet und 2019 auf der Interalpin, der internationalen Fachmesse für alpine Technologien, vorgestellt.

Snowfarming wird in immer größerem Ausmaß praktiziert. Auf den Loipen, Pisten oder Sprungschanzen ist die Herausforderung mit Lagerschnee weitläufig bekannt. Laut der Bächler Top Track AG befindet sich der Schnee im letzten Stadium, bevor er sich verflüssigt und kaum mehr bindet – so wenig wie Tafelsalz. Mit Skiern und Snowboard ist der Schnee nicht mehr angenehm zu befahren. Auch Pistenfahrzeuge sinken tief ein und eine Hang- und Schanzenpräparierung ist trotz Winde kaum möglich, da sich der Schnee mit Mühe hinaufschieben lässt und am Hang nicht hält. Der Schweizer Beschneiungsexperte ist überzeugt, jetzt mit „Snowglue LIMES“ für diese Problematik die passende Lösung zu haben.

Snowglue LIMES basiert auf der Hallen-Beschneiungstechnologie LIMES. Der Bächler Top Track AG zufolge ermöglicht diese Beschneiungsmethode bereits ab 0 °C Feuchtkugeltemperatur (FKT), dass der über den Sommer gelagerte Altschnee wieder tragfähig wird. Dieser ist in der Folge eine Kombination aus Lagerschnee und dem sehr feinkörnigen, technisch produzierten Schnee.

Vielversprechende Testeinsätze in Skihallen

Das Team des Schweizer Beschneiungsexperten hat in der Skihalle in Wittenburg folgende Erfahrung gemacht: Der Schnee, der von den Skifahrern in der Halle nach unten geschoben wurde, musste gelegentlich aus der Halle geschafft und entsorgt werden, da man bis zu 20 cm tief eingesunken ist. Dieser Schnee hat sich nach den ersten Tests von Snowglue LIMES wieder verbunden und hat seine Tragfähigkeit zurückerlangt. Zur selben Erkenntnis kam auch die Biathlonhalle in Oberhof gemacht. Seitdem setzen Oberhof und Wittenburg nur noch auf die LIMES-Technologie zur Schnee-Produktion und -Erhaltung.

Erfolgreiche Outdoor-Tests und Messungen

Daraufhin wurden in Zusammenarbeit mit dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF aus Davos, unter der Leitung von Dr.-Ing. Fabian Wolfsperger, Tests und Messungen an der Schanze Titisee-Neustadt durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigten den Verfestigungseffekt durch die Beimischung des frischen LIMES-Schnees zum übersommerten Altschnee. Der mit Snowglue LIMES vermischte Altschnee erreichte drei Stunden nach dem Einfräsen etwa doppelte Penetrationshärte im Vergleich zu reinem Altschnee. Der wichtigste Prozess bei der Schneeverfestigung von trockenem Schnee ist das Sintern – das Zusammenwachsen der Schneekörner. Die vor Ort gemessene, sehr große spezifische Oberfläche (43 mm-1) des feinkörnigen LIMES-Schnees trägt entscheidend dazu bei, dass die Sinterung des Altschnees wieder stattfinden kann.

Ein Video über die Langzeittests der LIMES-Technologie finden Sie hier:

https://www.bachler.ch/images/content/produkte/limes_indoor_snowmaking_video/video.mp4

Die Talabfahrten 7 und 22 werden verbunden und schaffen so eine neue durchgängige Pistenverbindung zwischen Gaislachkogl und Giggijoch. Sämtliche Frequenzpunkte im Ort sind damit per Ski erreichbar. Zugleich eröffnet sich ein noch attraktiveres Pistenangebot im Talbereich. © Tobias Siegele

Bergbahnen Sölden: Noch mehr Erlebnisqualität für die Gäste

Söldens Skigebiet erhielt auf die Wintersaison 2025/26 einen weitreichenden Modernisierungsschub, sowohl infrastrukturell als auch digital und nachhaltig. Dafür wurden mehr als 70 Mio. Euro investiert.

 Strategischer Kern der diesjährigen Investitionen im Umfang von mehr als 70 Mio. Euro ist die neue, durchgängige Pistenverbindung zwischen den Talabfahrten 7 (Gaislachkogl) und 22 (Giggijoch). Sie schafft erstmals eine direkte Skiverbindung zwischen den beiden zentralen Einstiegsbereichen ins Skigebiet. Als Resultat sind nun sämtliche Frequenzpunkte Söldens ohne PKW oder Skibus miteinander verbunden und bequem per Ski erreichbar. Das entlastet den innerörtlichen Verkehr und steigert zugleich Sicherheit und Komfort. Dazu Philipp Falkner, Prokurist der Bergbahnen Sölden: „Wir schaffen damit eine neue Achse im Skigebiet, die weit mehr ist als eine Verbindung. Diese organische Mobilitätslösung bringt Skiläufer ganz natürlich an ihren gewünschten Endpunkt und verändert damit den gesamten Ort positiv. Das ist ein weiterer Schritt, Sölden als modernes, durchdachtes Skiresort weiterzuentwickeln.“

Ein weiterer Vorteil: Durch die neue Trasse entsteht im Talbereich ein windstabiles Teilskigebiet, das selbst bei Schlechtwetter in höheren Lagen geöffnet bleiben kann.

Neue Seilbahnen, mehr Komfort

Gleich zwei neue Seilbahnanlagen (Ersatzanlagen für zwei 4er-Sesselbahnen) unterstreichen Söldens Anspruch als seilbahntechnische Spitzendestination. Durch die neue D-Line-8er-Sesselbahn „Einzeiger“ mit 59 Sessel (Hersteller: Doppelmayr-Gruppe) erhält die bestehende Zubringerverbindung in Richtung Gletscherskigebiet ein zeitgemäßes Upgrade: mehr Komfort, mehr Leistung, mehr Qualität. Mit einer Fahrzeit von nur 3,5 Minuten bei einer Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s, Wetterschutzhauben, Kindersicherheitsbügel und Einstiegsförderband bietet sie maximalen Komfort und transportiert bis zu 4.000 P/h.

Am Giggijoch sorgt die neue 8er-Sesselbahn „Silberbrünnlbahn“ mit 83 Sessel (D-Line-Generation, Produzent: Doppelmayr-Gruppe) mit einer Förderleistung von 3.800 P/h für eine deutliche Kapazitätssteigerung. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 6 m/s. Ihre KI-gestützten Überwachungssysteme erkennen potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig und erhöhen die Betriebssicherheit. Auch die Silberbünnlbahn ist mit Wetterschutzhauben, Kindersicherheitsbügel und Einstiegsförderband ausgestattet.

Beide Anlagen tragen zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Gäste bei, und die Wartezeiten werden weiter reduziert.

Seilbahnstationen und Seilbahnen in Sölden im Winter

KI-gestützte Überwachungssysteme bei den beiden neuen Sesselbahnen erhöhen die Sicherheit. © Bergbahnen Sölden/ Christoph Nösig Photography

Neuer Webshop mit Dynamic Pricing

Parallel zur infrastrukturellen Modernisierung wurde das digitale Serviceangebot weiterentwickelt. Der neue Webshop mit Dynamic Pricing belohnt Frühbucher mit günstigeren Tarifen und ermöglicht eine zeitsparende, kontaktlose Ticketabwicklung.

Update für Pistenpläne

Ein von den Bergbahnen entwickeltes Pistenleitsystem sorgt ab dieser Wintersaison für eine noch bessere Orientierung im Skigebiet: Mit großformatigen Orientierungstafeln und realitätsnahen Panoramakarten werden relevante Informationen übersichtlich dargestellt. Ein eigens entwickelter Pistenplan präsentiert zudem die realen Dimensionen der Pistenflächen.

„Im Zentrum steht immer das Erlebnis am Berg“, betont Jakob Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden. Mit der Investitionsoffensive 2025 bekräftigen die Bergbahnen Sölden ihre Rolle als Motor für nachhaltige Qualitätsentwicklung im Tiroler Tourismus. „Unsere Investitionen folgen einem klaren Ziel: Wir wollen das Zusammenspiel aus Komfort, Service und Erlebnisqualität laufend verbessern und unseren Gästen damit einen deutlichen Mehrwert bieten“, so Jakob Falkner.

Energiezukunft und Epic Pass

Am Tiefenbachgletscher auf 2.850 wird Sonnenkraft nachhaltig genutzt. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt setzen die Bergbahnen Sölden auf eine innovative Photovoltaik-Anlage, welche auf die besonderen Bedingungen im Hochgebirge maßgeschneidert ist. Durch eine vertikale Anordnung der Module in Form einer Baumstruktur werden Schneeablagerungen vermieden und mittels Reflektion die volle Leistung ausgeschöpft. Nach der Testphase folgt bis 2026 der Ausbau zur großflächigen Photovoltaik-Anlage. Künftig soll damit ein Teil des Strombedarfs am Berg aus Sonnenenergie abgedeckt werden.

Zudem stärkt Sölden seine internationale Sichtbarkeit: Seit dieser Saison ist das Skigebiet Teil des Epic Pass von Vail Resorts – einem globalen Verbund von 80 Top-Destinationen. Epic-Pass-Inhaber genießen fünf Skitage in Sölden, während der Wintersport-Ort selbst von neuer internationaler Reichweite profitiert.

Talstation im Skigebiet Sölden

Die Bergbahnen Sölden ziehen ihre Linie zeitgemäßer Architektur bei den Stationsbauten weiter durch. © Bergbahnen Sölden/ Christoph Nösig Photography

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