An der Tal- und Bergstation der neuen Diasbahn in Kappl wurden topmoderne Panorama-Informationsanlagen von sitour installiert. © Bernhard Gruber / sitour
Informationssysteme für neue Diasbahn in Kappl
Am 16. Januar 2026 wurde die neue Diasbahn, eine 10er-Kabinenbahn aus dem Hause Doppelmayr, die die bisherige Anlage der Bergbahnen Kappl ersetzt, mit zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Tourismus feierlich eingeweiht. Für den Seilbahnbetreiber im Tiroler Paznaun markiert diese Seilbahnanlage eine Modernisierung des Einstiegs ins Skigebiet. Für sitour ist es ein weiterer Schritt einer langjährigen Zusammenarbeit. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung mitteilte, lieferte es für die neue Diasbahn Informationssysteme und ein digitales Kassen-Überkopfsystem.
Bei der neuen Diasbahn kommt eine Aufstiegsanlage zum Einsatz, die ursprünglich auf der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim Fahrgäste beförderte. Sie wurde vollständig demontiert, überprüft und für die Anforderungen in Kappl technisch adaptiert. Damit entschieden sich die Bergbahnen Kappl bewusst für eine Wiederverwendung statt eines Neubaus – ein Ansatz, der Material- und Energieeinsatz deutlich reduziert. Die Diasbahn wurde von der Doppelmayr-Gruppe errichtet. Die Seilbahnanlage verfügt über 41 Kabinen mit Platz für jeweils zehn Personen und weist eine Förderleistung von bis zu 2.700 P/h auf. Sie bietet barrierefreien Zugang und kurze Fahrzeiten.
Panorama-Informationsanlagen sorgen für Orientierung im Skigebiet
Im Zuge der neuen Diasbahn wurden zwei topmoderne Panorama-Informationsanlagen installiert, die als wichtige und zentrale Orientierungspunkte für die Wintersportler dienen. Technisch ausgestattet sind sie mit LED im Bild beim Panorama sowie LED-Bildschirmen, deren Inhalte sekundenschnell aktualisiert werden können. Eine Panorama-Informationsanlage befindet sich bei der Talstation, die zweite direkt beim Ausstieg bei der Bergstation. Sie zeigen tagesaktuelle Betriebsinformationen zu den Anlagen und Pisten, einen schnellen und kompakten Überblick über das gesamte Skigebiet mithilfe eines Panoramas, Sicherheitshinweise u. v. m. Ergänzt werden die modernen Informationssysteme durch ein digitales Kassen-Überkopfsystem, bestehend aus 4 LED-Screens. Dieses kann z. B. mit Preisen, Livebildern aus dem Skigebiet oder Veranstaltungshinweisen bespielt werden. Diese sitour-Lösungen gehören zu jenen Bausteinen, die heute den Betrieb an einer Bergbahn mitsteuern, nicht im Rampenlicht wie die neue Diasbahn in Kappl, aber als Teil der Infrastruktur, die ihren Ablauf trägt.
Zusammenspiel der Funktionen ausschlaggebend
Für die Bergbahnen Kappl ist das Zusammenspiel dieser Funktionen entscheidend. Geschäftsführer Ing. Andreas Kleinheinz formuliert es folgendermaßen: „Mit der neuen Diasbahn verbessern wir nicht nur unsere Förderleistung und den Servicecharakter, sondern die gesamte Ablauforganisation rund um den Zugang ins Skigebiet. Damit das funktioniert, braucht es darüber hinaus auch klare Orientierung für die Gäste und damit zusammenhängend zuverlässige Informationssysteme. Diese Qualität erwarten wir, und sitour liefert sie uns seit vielen Jahren.“
Auch bei sitour sieht man Kappl als Beispiel dafür, wie Infrastruktur schrittweise weiterentwickelt wird. Geschäftsführer Franz X. Gruber dazu: „Der Neubau der Diasbahn zeigt, wie moderne Infrastruktur Schritt für Schritt weiterentwickelt wird. Wir dürfen einen Teil dazu beitragen, indem wir die Information für Gäste übersichtlich halten und die Systeme passend zum Betrieb liefern.“
Zum Informationsangebot für die Wintersportler in Kappl gehören außerdem mehrere Webcams sowie eine Drohne. Sie erweitern das Bild des Skigebiets um Live-Videos, Live-Wetterinfos sowie die Live-Schneesituation und fließen nicht nur in die digitalen Kanäle der Destination ein, sondern werden im Rahmen einer Medienkooperation sowohl im TV als auch Online über touristisch relevante Partnerportale, Mobile und Connected Apps verteilt.
Weitere Informationen zu sitour finden Sie hier:
Im Matterhorn Ski Paradise beschleunigt eine neue 8er-Sesselbahn die Verbindung vom Riffelberg nach Gifthittli. Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. © ML
Skigebiete im DACH-Raum setzen auf smarte Seilbahntechnologien
Auf die Wintersaison 2025/26 investierten österreichische, deutsche und Schweizer Skigebiete gezielt in neue Seilbahnanlagen von LEITNER. Im Mittelpunkt stehen dabei energieeffiziente Antriebssysteme, ein hoher Automatisierungsgrad sowie intelligente Modernisierungslösungen im Bestand.
Dabei erfreut sich die LeitPilot-Technologie für den autonomen Stationsbetrieb immer größerer Beliebtheit. Das teilte der Südtiroler Seilbahnproduzent vor kurzem in einer Presseaussendung mit.
Österreich: Autonomer, komfortabler, effizienter
Seit Mitte November 2025 ist die neue „Senderbahn“ im österreichischen Skigebiet Hauser Kaibling (Steiermark) betriebsbereit. Diese 10er-Kabinenbahn mit LeitPilot für den autonomen Stationsbetrieb bringt ein deutliches Plus an Komfort und Förderleistung. Mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s befördert die neue Anlage bis zu 2.800 P/h zum Senderplateau. Moderne Kabinen des Typs Diamond EVO Deep, hohe Windstabilität und innenliegende Skiköcher machen die fünfminütige Fahrt besonders für Familien angenehm. Bereits im Vorjahr eröffnete im Skigebiet die ebenfalls mit LeitPilot ausgestattete 8er-Sesselbahn CD8C „Kaiblinggrat“.

Die neue 10er-Kabinenbahn „Senderbahn“ im österreichischen Skigebiet Hauser Kaibling ist mit der LeitPilot-Technologie für den autonomen Stationsbetrieb ausgestattet und bringt ein deutliches Plus an Komfort und Förderleistung. © ML
Im Skigebiet Dachstein West wurden rund 22 Mio. Euro in zwei neue 6er-Sesselbahnen investiert. Die Aufstiegsanlagen „Angeralm“ und „Aussichtsberg“ ersetzen einen Schlepplift sowie eine 4er-Sesselbahn und verbinden seit Anfang der Saison Gosau und Annaberg komfortabler und effizienter. Wetterschutzhauben, Sitzheizung und automatisch schließende Bügel sorgen für ein deutliches Plus an Komfort und Sicherheit.

Am Mittwoch, dem 21. 1. 2026, wurden die beiden neuen 6er-Sesselbahnen „Aussichtsberg“ und „Angeralm“ (im Bild) in der Skiregion Dachstein West (Österreich) feierlich eröffnet. Offiziell in Betrieb sind die beiden Aufstiegsanlagen schon seit Anfang der Wintersaison 2025/26. © LEITNER
In der Schweiz setzt sich der Trend in Richtung Retrofit in St. Moritz weiter fort, zudem war LEITNER erneut im Matterhorn Ski Paradise für den Bau einer neuen Sesselbahn im Einsatz.
Schweiz: Retrofit, Nachhaltigkeit, Leitpilot-Technologie
Im Matterhorn Ski Paradise beschleunigt eine neue 8er-Sesselbahn die Verbindung vom Riffelberg nach Gifthittli. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit stark im Zentrum: Solarpaneele unterstützen die Energiegewinnung, Stützenfundamente werden wiederverwendet und der LEITNER DirectDrive reduziert den Energieverbrauch sowie die Geräuschentwicklung deutlich. Für den maximalen Komfort auf der Strecke kommt der Premium-Sessel EVO mit Einzelfußrastern und Wetterschutzhauben zum Einsatz. Zudem wurde die neue 8er-Sesselbahn mit Stationen in der markanten Form der italienischen Designschmiede Pininfarina realisiert.
In St. Moritz wurde nach rund 30 Betriebsjahren die bisherige 4er-Sesselbahn „Randolins“ umfassend erneuert. Die neue 6er-Sesselbahn ermöglicht den komfortablen Aufstieg sowohl von der Paradiso als auch von der Trutz-Seite. Mit einer Förderleistung von bis zu 2.400 P/h – gegenüber bislang 1.500 P/h – und einer Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s erfüllt die Anlage bestmögliche Anforderungen an Kapazität, Effizienz und Betriebssicherheit. Trotz des vollständigen technischen Neubaus, inklusive LeitPilot in der Bergstation, stand der nachhaltige Umgang mit Ressourcen im Mittelpunkt der Umsetzung. Aufgrund des guten Zustands der bestehenden Bausubstanz konnten neun der insgesamt 15 Seilbahnfundamente weiterverwendet werden, die übrigen mussten lediglich punktuell verstärkt werden. Damit verbindet die 6er-Sesselbahn „Randolins“ modernste Seilbahntechnologie mit einer verantwortungsvollen Weiterentwicklung des Bestands.
Parallel dazu wurde auch die rund 30 Jahre alte 4er-Sesselbahn „Lej da la Pêsch“ im Rahmen eines gezielten Retrofit-Programms für die Zukunft gerüstet. Die bereits im Herbst 2025 abgeschlossene Modernisierung brachte neben einem autonomen Stationsbetrieb mit Leitpilot in der Bergstation neue Sessel mit gepolsterten Sitzen, verriegelbaren Schließbügeln, Einzelfußrastern sowie eine leicht erhöhte Fahrgeschwindigkeit, die nun für kürzere Wartezeiten sorgt. Entlang der Strecke wurden lediglich kleinere Instandhaltungsarbeiten an den Fundamenten durchgeführt, um die Anlage auf den aktuellen Stand zu bringen. Damit reiht sich die Anlage erfolgreich in Schweizer Retrofit-Projekte von LEITNER der jüngeren Vergangenheit in Corviglia und Arosa Lenzerheide ein.
Einen Modernisierungsschub mit Fokus auf die Ganzjahresnutzung gab es in deutschen Skigebieten. Auch dabei kamen Seilbahnanlagen von LEITNER zum Einsatz.
Deutschland: Ganzjähriges Freizeitangebot am Almberg
Im Skizentrum Mitterdorf, das als „Gletscher des Bayerischen Waldes“ bekannt ist, wurden umfassende Investitionen getätigt, um die Destination zukunftsfit zu machen. Der Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut investierte rund 23,2 Mio. Euro in ein ganzjährig attraktives Angebot. Herzstück des Projekts sind zwei neue Aufstiegsanlagen von LEITNER: die 6er-Sesselbahn „Almbergbahn“ und die 4er-Sesselbahn „Kleiner Almberglift“.
Die neue „Almbergbahn“ überzeugt durch ihre Windstabilität, eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 5 m/s und eine Förderleistung von 1.600 P/h. 40 komfortable 6er-Sessel mit Wetterschutzhauben, Komfortpolsterung und Einzelfußrastern sorgen für ein angenehmes Fahrerlebnis. Die Trasse wurde so gewählt, dass die gesamte Pistenfläche ohne bauliche Hindernisse genutzt werden kann. Auch die neue fixgeklemmte 4er-Sesselbahn „Kleiner Almberglift“ steigert mit einer Förderleistung von 1.400 P/h und modernen Premium-Sesseln des Typs EVO den Komfort für die Gäste. Beide Anlagen sind für den Sommer- und Winterbetrieb ausgelegt und unterstützen damit das Ziel, über das ganze Jahr ein Freizeitangebot am Almberg anzubieten.
In der Projektphase: Die geplante urbane Kabinenbahn, die in Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel den Flughafen Queenstown über den Busbahnhof Frankton mit dem Stadtzentrum verbinden soll. © Rendering LEITNER
Ozeanien erhält erste urbane Seilbahn
Die Kabinenbahn soll in Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel den Flughafen Queenstown über den Busbahnhof Frankton mit dem Stadtzentrum verbinden. Den Zuschlag für die erste urbane Seilbahnlinie Ozeaniens erhielt der Südtiroler Seilbahnhersteller LETINER. Sein eingereichtes Projekt sieht hierfür eine Kabinenbahn mit fünf Stationen über drei Teilstrecken mit einer Förderleistung von bis zu 3.000 P/h vor. Die Inbetriebnahme der ersten Teilstrecke ist aktuell für 2029 geplant. Das teilte der italienische Seilbahnproduzent heute in einer Pressemitteilung mit.
Die Stadt Queenstown befindet sich im Queenstown-Lakes District der Region Otago auf der Südinsel von Neuseeland. Die einzigartige Geographie der Stadt sowie die hohen Grundstückspreise machen eine Erweiterung von Straßen oder den Bau spezieller Busspuren sehr teuer und langsam. Der Flughafen Queenstown ist nach eigenen Angaben der viertgrößte Neuseelands nach Passagierzahlen. In einem im Mai 2025 gestarteten Wettbewerbsverfahren wurde LEITNER nun offiziell für den Bau der ersten urbanen Seilbahnlinie Ozeaniens ausgewählt. Diese soll den Flughafen Queenstown über den Busbahnhof Frankton mit dem Stadtzentrum verbinden und soll bis 2029 betriebsbereit sein. Die voraussichtliche Fahrzeit beträgt ca. 20 Minuten und bietet eine zuverlässige Alternative zur stark befahrenen Frankton Road sowie Panoramablicke über den Lake Wakatipu und die Remarkables. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 200 Mio. Euro.
Urbane Seilbahn als optimale Verkehrslösung für Standort
Das in Queenstown ansässige und privat geführte Unternehmen Southern Infrastructure bringt Fachwissen, Investitionen und Engagement ein, um die notwendige Infrastruktur in der Region bereitzustellen. „Eine Seilbahn – so ist auch Ross Copland, Geschäftsführer der Southern Infrastructure Limited, überzeugt – sei daher die beste Wahl für den Standort“. Die Seilbahnpläne bauen auf früheren Studienergebnissen auf, wonach eine Kabinenbahn vom Flughafen zur Innenstadt die optimale Verkehrslösung für Queenstown wäre. Das eingereichte Projekt von LEITNER sieht hierfür eine Kabinenbahn mit fünf Stationen über drei Teilstrecken mit einer stündlichen Förderleistung von bis zu 3.000 Personen vor. Aufgrund der Streckenführung entstehe dabei nicht nur ein touristischer Mehrwert, sondern trage die Bahn auch zur langfristigen Infrastrukturplanung der Stadt bei.
Die weitere To-do-Liste
„Unser erster Schritt ist ein Vorplanungsvertrag, der es uns ermöglicht, die Detailplanung abzuschließen“, so Ross Copland. „Diese Arbeiten bilden die Grundlage für einen Generalunternehmervertrag, sobald das Projekt baureif ist.“
Mit dem Übergang in die nächste Projektphase werden nun die inhaltlichen und technischen Grundlagen weiter vertieft. Diese Phase umfasst die detaillierte Planung und Konstruktion der Anlage ebenso wie die Erstellung umfassender umweltbezogener und technischer Gutachten. Parallel dazu sind strukturierte Konsultationen mit Grundstückseigentümern sowie mit der lokalen Bevölkerung vorgesehen, um das Projekt transparent weiterzuentwickeln und regionale Anliegen frühzeitig zu berücksichtigen.
Statement Martin Leitner, Vorstand von LEITNER:
„Die Vergabe dieses Projekts stellt für LEITNER einen Meilenstein von großer Bedeutung dar und ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in unsere technologische Kompetenz und unsere Vision einer nachhaltigen Mobilität. Mit der Realisierung der ersten urbanen Seilbahn Ozeaniens macht Queenstown einen entscheidenden Schritt hin zu einem innovativen, zuverlässigen und optimal in das Stadtgebiet integrierten Verkehrssystem. Wir sind stolz darauf, unser Know-how in ein Projekt einzubringen, das Innovation, Nachhaltigkeit und einen langfristigen Mehrwert für die Region vereint.“
Der Baubeginn ist – vorbehaltlich der Festlegung des geeigneten Genehmigungsverfahrens sowie aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen – für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der ersten Teilstrecke ist aktuell für 2029 geplant.
Das Seilbahnunternehmen LEITNER realisierte in Neuseeland bereits bedeutende Projekte wie den Coronet Express (Kombibahn 6er-Sessel/8er-Kabinen), die Sky Waka-Kabinenbahn oder die neue 8er-Sesselbahn am Mount Hutt.
© cm via Canva.com
„Unser Ziel ist es, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Branche zu zählen“
Für 2026 hat KR Dir. Georg Bliem seinen Rückzug als Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH angekündigt. Er übergibt ein erfolgreiches Unternehmen mit durchdachten Angeboten, einer modernen Infrastruktur und nachhaltigem Wirtschaftskurs.
Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH gilt als touristischer Leitbetrieb. Wie haben sich die Herausforderungen in den letzten Jahren verändert, wo geht der Weg hin?
Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH wird nicht nur als Motor der Region bezeichnet, sie ist es auch und trägt deshalb eine große Verantwortung. Diese Verantwortung haben wir auch immer wahrgenommen. So wurde in den Jahren meiner Geschäftsführung viel in die Infrastruktur investiert, wobei wir u. a. neun Seilbahnen gebaut haben. In den nächsten Jahren wird die Absicherung des Skibetriebs im Fokus stehen. Dafür haben wir schon 2025 eine große Investition in Pumpanlagen durchgeführt. Nächstes Jahr wird ein bestehender Speicherteich auf ein Fassungsvermögen von rund 200.000 m³ Wasser vergrößert. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass für den Skibetrieb immer genug Schnee vorhanden ist. Dazu wird auch großes Augenmerk auf das Angebot, auf Inszenierungen am Berg gelegt werden, damit der Gast seinen Aufenthalt genießen kann. Dabei geht es nicht mehr nur um Angebote für eine Saison, sondern um eine Ganzjahresnutzung. Ein Ziel, das ich von Anfang an verfolgt habe, war es, die Planai-Hochwurzen-Bahnen zu einer Ganzjahresdestination zu entwickeln. Da sind wir auch angekommen – immerhin gelingt es mit einem entsprechenden Angebot, von unseren 420 Mitarbeitern 325 ganzjährig zu beschäftigen.

Biken hat sich im Sommerangebot der Planai-Hochwurzen-Bahnen zur Erfolgsgeschichte entwickelt. © Harald Steiner
In der GmbH sind neben der Infrastruktur der Bergbahnen auch die Bereiche Gastronomie, Freizeitparks, Sportanlagen, der Autobusbetrieb „Planai Bus“ sowie ein Reisebüro vertreten. Welche Bedeutung haben Synergien im Unternehmen und darüber hinaus?
Es war von Anfang an geplant, die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH breiter aufzustellen, da sind Synergien essenziell. Das Bussegment „Planai Bus“ wurde in den letzten Jahren fast runderneuert, und das sowohl bei den Linienbussen als auch den Reisebussen. Wir bedienen mit den Linienbussen, die im Sommer und im Winter fahren, nicht nur Schladming, sondern auch 6 Hochtäler in den Schladminger Tauern. Dazu haben wir eine moderne Reisebusflotte im Einsatz, mit der wir Ziele in ganz Europa anfahren. Im Winter nutzen wir diese Flotte für Bustransfer-Fahrten vom Flughafen Salzburg nach Saalbach, Zell am See, Wagrain und natürlich Schladming. Im Bereich der Gastronomie haben wir 6 Standorte mit so herausragenden Betrieben wie etwa dem Gletscherrestaurant am Dachstein oder der Steinbockalm am Wilden Berg in Mautern. Am Wilden Berg in Mautern, den wir seit 10 Jahren im Rahmen eines Managementvertrages führen, konnten wir in dieser Saison 103.000 Besucher begrüßen. Der Tierpark mit 320 Tieren war für uns ein völlig neues Feld, in das wir uns erst einarbeiten mussten. Er hat sich aber sehr gut entwickelt. Weiters gehören zur Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH noch Beteiligungen. So betreiben wir mit Sport Bründl aus Kaprun in einer eigenen Gesellschaft die Sportgeschäfte vor Ort, dazu vermieten wir die von uns angemieteten Sporthausflächen an Geschäfte weiter, am Galsterberg etwa Sport Mandl oder an der Station Planai-West Sport Tritscher. Mit diesem breit gefächerten Aktionsradius haben wir ein gut funktionierendes Netzwerk, in dem eine gute Zusammenarbeit und Synergien natürlich sehr wichtig sind. Aber grundsätzlich muss sich jeder Bereich auch wirtschaftlich rechnen, jedes Segment wird als eigenständiges Profit-Center geführt. Wenn ich meine Agenden nächstes Jahr übergebe, kann ich Profit-Center übergeben, die alle profitabel wirtschaften.
Sie haben 2014 in einem Interview mit dem MOUNTAIN MANAGER gesagt, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle im Unternehmen spielt. Was wurde auf den Weg gebracht?
Im Bereich der Nachhaltigkeit sind wir sehr ambitioniert. Unser Ziel ist es, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Branche zu zählen. So sind die Planai-Hochwurzen-Bahnen nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement zertifiziert. Die Zertifizierungen wurden nach intensiven Vorbereitungen im Oktober 2023 verliehen. Grundsätzlich bekennen wir uns zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit, also Ökologie, Soziales und Ökonomie. Um unsere Ambitionen vorzustellen, haben wir vor kurzem ein Magazin veröffentlicht, in dem viele unserer Projekte vorgestellt werden, etwa aus dem Bereich Energiemanagement. Wir haben im Skigebiet z. B. rund 230 Zählpunkte für den Energieverbrauch, dazu investieren wir umfassend in den Photovoltaikausbau. Ein absolutes Highlight war der Umbau der Dachstein Bergstation, die nun zu 80 % energieautark ist. Wir bauen jedes Jahr drei bis vier PV-Anlagen, 2025 u. a. auf der neuen Busgarage. Bis 2029 wollen wir so mindestens 16 % unseres Strombedarfs selbst erzeugen. Im Sommer haben wir außerdem eine „grüne Partie“ mit 12 Mitarbeitern im Einsatz, die sich nur mit der Landschaftspflege befasst. Das ist notwendig, weil bei uns auch der Sommertourismus sehr stark geworden ist. Da muss einfach alles passen. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen waren eine der ersten Bergbahnen, die HVO eingesetzt haben, und das nicht nur bei unseren 25 Pistenfahrzeugen, sondern auch bei der Busflotte und den Firmen-PKW. Welche Ergebnisse der Einsatz von HVO bringt, haben wir getestet und die Tests wissenschaftlich durch die TU Graz sowie die Dr. Thomas Klein Consulting GmbH begleiten lassen. Dazu wurde in der Saison 2022/23 ein neues Prinoth Pistenfahrzeug wie üblich mit Diesel betankt, ein anderes mit HVO, sodass wir den direkten Vergleich hatten. Die Ergebnisse waren überzeugend: Es gab keinen Leistungsverlust durch die Betankung mit HVO, man braucht annähernd gleich viel Kraftstoff und es gab keine Auswirkungen auf die Maschinen, also etwa Abnützungserscheinungen.
Wie hat sich die Stabstelle „Nachhaltigkeit“ bewährt, die 2021 ins Leben gerufen wurde?
Die Stabstelle „Nachhaltigkeit“ hat zwei Mitarbeiter. Mit ihnen gemeinsam haben wir begonnen, unsere Nachhaltigkeitsprojekte klar zu definieren, sukzessive auf den Weg zu bringen und zu überwachen. Die Arbeit der Stabstelle ist ein „living process“, der sich permanent fortsetzen wird. An Themen wird es dabei nicht mangeln, ob das jetzt Wärmerückgewinnung betrifft, Nachhaltigkeit bei Lieferanten und natürlich bei allen Bauarbeiten, wo Nachhaltigkeit heute von der Planung weg in allen Schritten zum Tragen kommt.
Im letzten Winter haben Sie mit SolOcean eine neue PV-Anlage am Wasser getestet, wie waren Sie zufrieden?
Die erste Testphase war sehr gut. Die entscheidende Frage dabei war, wie reagiert eine Solaranlage am Speicherteich bei Eis und unterschiedlichen Wasserständen. Da hat sich das System gut bewährt. Wir haben in der letzten Saison mit den Tests allerdings erst im März begonnen und wollen deshalb jetzt noch die ganze anstehende Wintersaison, also auch bei extremen Bedingungen, weitertesten. Wenn die Ergebnisse passen, könnte ich mir vorstellen, dass es Potenzial gibt.
Mit welchen Neuerungen geht man dieses Jahr in die Wintersaison?
Wir haben 2025 30 Mio. Euro investiert, für nächstes Jahr haben wir 22 Mio. Euro beschlossen. Das Herzstück war dieses Jahr die Erneuerung der Skischaukel Hauser Kaibling–Planai. Dafür wurde für Hauser Kaibling eine 10er-Kabinenbahn von Leitner gebaut, die Senderbahn. Wir haben uns für eine 8er-Sesselbahn von Doppelmayr entschieden, der man den Namen „Mitterhausalm I“ gegeben hat. Die Sesselbahn bietet besten Komfort und wird im Endausbau bis zu 3.000 Personen pro Stunde befördern können. Gemeinsam haben Hauser Kaibling und die Planai im Rahmen des Projekts außerdem eine große Lagerhalle mit eigener Tankstelle realisiert, weil man in diesem Areal auch eine entsprechende Infrastruktur braucht. Eine Herausforderung bei diesem Projekt war sicher die Logistik und das Nebeneinander der Bauarbeiten für zwei sehr große Projekte. Das hat letztendlich aber alles sehr gut funktioniert.
Was wurde in den Jahren Ihrer Geschäftsführung investiert, wie hat sich das Verhältnis Winter-/Sommerangebot entwickelt?
In meiner Geschäftsführung habe ich Investitionen über 210 Mio. Euro zu verantworten, gebaut wurde also viel und mit Begeisterung. Das waren nicht nur Seilbahnen, auch Schneeanlagen und vieles mehr. Das Unternehmen konnte in dieser Zeit seinen Umsatz und seinen Cashflow mehr als verdoppeln. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH ist also ein ausgesprochen gesundes Unternehmen und gut aufgestellt für die Zukunft. Der Großteil der Einnahmen kommt nach wie vor aus dem Winter, im Sommer erwirtschaften wir mittlerweile aber schon rund 20 % unseres Umsatzes. Ich gehe auch davon aus, dass der Sommer weiter zulegen wird. Für den Gast ist dabei nicht nur das Angebot am Berg ausschlaggebend, schon die Fahrt mit der Seilbahn wird zum Erlebnis. An guten Tagen bewegen wir im Sommer rund 15.000 Besucher. Die Zahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, jedes Jahr hat es mehr Gäste gegeben. Wenn man sich die Nächtigungen in der Region ansieht, so gibt es im Sommer mit 2 Mio. Nächtigungen gleich viele wie im Winter. Der Sommer in den Bergen hat also sicher noch Potenzial.
Wenn Sie die Investitionen der letzten Jahre Revue passieren lassen, welche waren für Sie am beeindruckendsten?
Das erste Projekt, das ich realisieren durfte, war die Hochwurzen-Gipfelbahn. Dann folgten weitere Meilensteine wie etwa die Planai-Hauptseilbahn. Die Ski-WM 2013 war ein besonderes Projekt, das Hopsiland 2015 und auch die Konzerte der letzten Jahre mit Robbie Williams oder dieses Jahr mit den Backstreet Boys. Es gibt eine ganze Reihe an Highlights. Etwas ganz Besonderes war aber sicher der Umbau der Dachstein Bergstation, das würde ich als Lebenswerk bezeichnen. Die Vorlaufzeit hat sich über viele Jahre erstreckt. Man musste den Permafrost und die Stabilität des Untergrunds testen, passende Planer und Professionisten finden, die auf 3.000 m bauen können und wollen. Das Ergebnis kann sich jetzt aber auch sehen lassen. Und natürlich musste immer alles wirtschaftlich passen, da braucht es einen „strengen Rechenstift“.
Danke für das Gespräch! lw
Zum Start der Wintersaison 2025/2026 im Skigebiet Garmisch-Classic ging die neue 8er-Sesselbahn Kreuzwankl mit Wetterschutzhauben und Sitzheizung in Betrieb. Sie ersetzt die bisherige 6er-Sesselbahn Kreuzwankl-Ski-Express aus dem Jahre 1997. Durch die reduzierte Umlaufgeschwindigkeit in der Talstation ist der Einstieg für die Fahrgäste jetzt angenehmer gestaltet. Außerdem ist der Einstiegsbereich höhenverstellbar, um Anfängern, Kindern und Skischulen den Zugang zu erleichtern. © Bayerische Zugspitzbahn/Laura Schmatz
Deutsche Skigebiete sind mit bisheriger Wintersaison zufrieden
Frostige Temperaturen, Sonnenschein und Schneefall sorgten für ideale Bedingungen in der laufenden Wintersaison 2025/26, was zu einer positiven Zwischenbilanz seitens des Verbands Deutscher Seilbahnen e. V. (VDS) in dessen Pressemitteilung vom 13. Januar führt. Besonders erfreulich sei auch die hohe Nachfrage nach Skikursen, vor allem bei jungen Wintersportlern, heißt es darin weiter.
Der frühe Saisonstart im November und die klirrende Kälte ab Ende Dezember mit zumeist sonnigem Wetter sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Die Kältephase bot optimale Voraussetzungen für die technische Beschneiung, und Skigebiete mit guter Beschneiungsinfrastruktur verzeichnen Zuwächse oder liegen auf dem sehr guten Vorjahresniveau. Reine Naturschneegebiete profitieren momentan von der Schneelage und ziehen entsprechend nach. Besonders erfreulich ist die hohe Nachfrage nach Skikursen vorrangig bei jungen Wintersportlern und die große Anzahl der Sonnengäste, die das traumhafte Winterwetter neben den Wintersportlern in die Berge führt.
Bisheriger Saisonverlauf im Überblick
- Die Wintersaison wurde vom Allgäuer Familienberg Söllereck in Oberstdorf eröffnet, die sechs benachbarten Skigebiete im Allgäu folgten sukzessive. Im Gebiet freut man sich über die guten Pistenbedingungen, zufriedene Gäste und ideales Wintersportwetter.
- Die Zugspitze startete mit einer 60 cm dicken Naturschnee-Pistenauflage: Im Gebiet Garmisch-Classic begann die Wintersaison bei bestem Wetter und mit der Eröffnung des erneuerten Kreuzwankl, der auf eine 8er-Sesselbahn (Seilbahnhersteller: Doppelmayr-Gruppe) erweitert wurde. Dank der idealen Wetterbedingungen konnte auf der Zugspitze zwischen den Jahren mehrfach die Tagesspitze von 4.500 Besuchern erreicht werden. Im Gebiet Garmisch-Classic wurden in diesem Zeitraum sogar 9.000 Gäste verzeichnet.
- Auch das Skigebiet Großer Arber im Bayerischen Wald startete im November in die aktuelle Wintersaison. Zum Auftakt waren die Sonnenhangbahn sowie zwei Pisten in Betrieb. In den darauffolgenden Tagen wurden weitere Lifte und Abfahrten schrittweise geöffnet, sodass das Angebot kontinuierlich erweitert werden konnte. Dank Naturschnee und anhaltend niedriger Temperaturen lagen optimale Bedingungen für die technische Beschneiung und ideale Wintersportbedingungen vor.
- Im Schwarzwald sind aktuell (Stand: 13. Januar 2026) die Herzogenhornbahn, die Feldbergbahn, die Förderbänder am Seebuck sowie beide Grafenmattlifte und die Zeigerbahn in Betrieb. Auch hier sind die Schneeverhältnisse insgesamt gut, mit einer Kombination aus natürlichem und technischem Schnee.
- Die Wintersport-Arena Sauerland bietet beste Bedingungen: Bis zu 80 Ski- und Rodellifte und rund 300 km Loipen stehen den Gästen zur Verfügung. Mit Schneefall bis in die Tallagen und Dauerfrost herrscht eine optimale und stabile Schneelage, die es so seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Die Besucherzahlen zogen zum Jahresende deutlich an und bleiben auf einem hohen Niveau.
- Neuschnee und gutes Wetter sorgten auch in den Alpen Plus Gebieten Brauneck-Wegscheid, Spitzingsee-Tegernsee, Sudelfeld und Wallberg für Hochbetrieb in den Weihnachtsferien.
Statement Birgit Priesnitz, Geschäftsführerin des Verbands Deutscher Seilbahnen e. V. (VDS):
„Wir freuen uns über die ungebrochene Nachfrage nach Wintersport in unserer heimischen Bergwelt und über die durchweg positive Stimmung bei den Gästen und blicken optimistisch auf die kommenden und hoffentlich schneereichen Wochen.“
Als erste Personen-Seilschwebebahn der Republik Österreich befördert die Rax-Seilbahn seit 9. Juni 1926 die Fahrgäste von der Talstation (528 m ü. M.) in Hirschwang zur Bergstation auf der Raxalpe (1.546 m ü. M.) © Scharfegger's Raxalpen Resort
Rax-Seilbahn feiert 100-Jahre-Jubiläum
Seit ihrer Eröffnung am 9. Juni 1926 befördert die „Rax-Seilbahn“ in den Wiener Alpen im niederösterreichischen Reichenau an der Rax Fahrgäste im Pendelbetrieb von Hirschwang auf das Raxplateau. Als erste Personen-Seilschwebebahn der Republik Österreich gilt sie bis heute als Symbol für Pioniergeist, technische Meisterleistung und Naturverbundenheit. 2026 feiert sie ihr 100-Jahre-Jubiläum – mit historischen Einblicken und besonderen Highlights wie z. B. die Kampagne #RAXENmitFREUNDEN. Diese wurden gestern bei einer Pressekonferenz von der Besitzerfamilie Scharfegger vorgestellt.
Die am 9. Juni 2026 eröffnete Rax-Seilbahn wurde vom damaligen Seilbahnhersteller Bleichert nach dem System Bleichet-Zuegg als klassische Pendelbahn mit einem Trag-, einem Zug- und einem Hilfsseil pro Fahrbahn errichtet und danach mehrmals umgebaut bzw. modernisiert, zuletzt wurde sie von der Firma Leitner auf den neusten Stand der Technik gebracht (Zeitraum zwischen November 2015 und Juni 2016). Mit neuen Antriebssteuerungen, modernisierter Seilbahn- und Elektrotechnik sowie einer verlängerten Konzession für weitere 25 Jahre wurden höchste Sicherheitsstandards und ein reibungsloser Betrieb gewährleistet. Diese Investitionen stellen sicher, dass die Rax-Seilbahn mit rund 200.000 Gästen jährlich weiterhin ein bedeutendes touristisches Aushängeschild Niederösterreichs bleibt. Der Betrieb der Rax-Seilbahn ist eng mit der Familie Scharfegger verbunden, die seit mehr als 50 Jahren als treibende Kraft hinter der touristischen Entwicklung der Region steht. Heute führt Bernd Scharfegger, der Sohn von Fritz und Grete Scharfegger, die Betriebe erfolgreich unter der Dachmarke „Scharfegger’s Raxalpen Resort“. Dazu gehören, neben der Rax-Seilbahn mehrere gastronomische und touristische Betriebe.

V.li.n.re.: Albert Malli, Geschäftsführer der Höllentalbahn-Projekt GmbH, Silvana Mock, Marketingleitung Rax-Seilbahn, und Bernd Scharfegger, Betreiber der Rax-Seilbahn und Geschäftsführer des Scharfegger’s Raxalpen Resorts. © Roman Zach-Kiesling
Statement Bernd Scharfegger:
„Die Rax-Seilbahn ist bis heute ein herausragendes Beispiel für die bedeutende Rolle, die Seilbahnen bei der Erschließung von Bergregionen spielen. Für uns ist sie nicht nur eine Seilbahn, sondern die treibende Kraft und das verbindende Element, das unsere Region lebendig hält. Sie fördert den Tourismus, schafft Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze – und macht uns jeden Tag aufs Neue stolz, Menschen aus aller Welt einzuladen, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben.“
Highlights und Kampagne #RAXENmitFREUNDEN
Zum 100-Jahre-Jubiläum der Rax-Seilbahn steht das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt: Der Begriff „RAXEN“ soll sich künftig als Synonym für das Wandern auf der Rax etablieren und die Freude am gemeinsamen Naturerlebnis betonen. Die Kampagne #RAXENmitFREUNDEN vereint die Themen FREUNDE, FREUDE und FREUD, die alle im Kampagnennamen enthalten sind. Scharfegger: „Somit werden zusätzlich Unterkategorien geschaffen, in denen wir unsere Schwerpunkte ‚Wander- und Naturerlebnis‘, ‚Kulinarik am Berg & Auszeit vom Alltag‘ sowie ‚Geschichte & prägende Persönlichkeiten‘ optimal kommunizieren können. (…)“
Im Jubiläumsjahr sind außerdem familienfreundliche Veranstaltungen, historische Ausstellungen, Kombitickets und Rabatte vorgesehen. In der aktuellen Wintersaison 2025/26 ist das Schneeschuhwandern ein zentrales Thema. „Wir haben uns mittlerweile als der Schneeschuhwanderberg im Osten Österreichs etabliert. Besonders Familien schätzen diese kostengünstige und einfach zu erlernende Sportart, die den heutigen Zeitgeist trifft“, so Scharfegger.
Zukunftsorientierter Tourismus
Seit inzwischen 100 Jahren unterstreicht die Rax-Seilbahn ihre anhaltende Bedeutung als nachhaltiges und zukunftsorientiertes Tourismusprojekt. Umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten wie ÖBB-Pakete, das Sommerfrische-Kombiticket mit der Höllentalbahn, die 2026 ebenfalls 100 Jahre alt wird, sowie das Mobilitätsprojekt „RUFbus“ Semmering-Rax entlasten den Verkehr und fördern eine ressourcenschonende Regionalentwicklung.
Die Rax-Seilbahn ist auch Träger des Gütesiegels „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“, eine Initiative des Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich. 2026 wird übrigens ein geschichtsträchtiges Jahr für die österreichische Seilbahnbranche: Sie feiert 100 Jahre Seilbahnen in Österreich.
Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.raxalpe.com
Das Seilbahnprojekt „Cablebús Linie 5“ stärkt die Zusammenarbeit der Regierung von Mexico City und der Doppelmayr-Gruppe. Diese startete im Jahr 2021 mit den Cablebús Linien 1 und 3 sowie der Seilbahnanlage in Uruapan, die sich derzeit im Bundesstaat Michoacán im Bau befindet, – im Bild die „Cablebús Linie 1“. © Doppelmayr
Doppelmayr realisiert 15,2 km lange urbane Seilbahn in Mexico City
Bei der neuen 10er-Kabinenbahn „Cablebús Línea 5“ mit einer Gesamtlänge von 15,2 km und zwölf Stationen handelt es sich um eines der bedeutendsten Mobilitätsprojekte in Mexico City. Die Eröffnung ist für 2028 vorgesehen. Diese weitere urbane Seilbahnanlage der Doppelmayr-Gruppe in der mexikanischen Hauptstadt sorgt dann für eine direkte Anbindung an die Metrostation Mixcoac (Linien 7 und 12) und stärkt so die vernetzte Mobilität im Westen der mexikanischen Hauptstadt. Die Gesamtinvestition für die „Cablebús Línea 5“ liegt bei 7,9 Mrd. mexikanischen Pesos (rund 372 Mio. Euro).
Das teilte die Doppelmayr-Gruppe gestern in einer Presseaussendung über diesen Großauftrag mit. Die neue „Cablebús Línea 5“ verbindet in Mexico City die Stadtteile Álvaro Obregón, Magdalena Contreras und Benito Juárez. Mit einer Förderleistung von 3.000 Personen pro Stunde und Richtung wird diese neue 10er-Kabinenbahn die aktuellen Reisezeiten halbieren. Als integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrsnetzes trägt sie dazu bei, die Lebensqualität der Anwohner zu steigern und ihre Anbindung an andere Teile der Hauptstadt deutlich zu verbessern. Die Eröffnung der „Cablebús Línea 5“ ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Doppelmayr-Gruppe setzt bei der Umsetzung auf modernste Seilbahntechnologie, die höchste Standards in Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz erfüllt.

Die neue 10er-Kabinenbahn „Cablebús Línea 5“ mit einer Gesamtlänge von 15,2 km und zwölf Stationen wird in Mexico City die Stadtteile Álvaro Obregón, Magdalena Contreras und Benito Juárez verbinden und eine Förderleistung von 3.000 P/h & Richtung haben. Das sorgt für eine Halbierung der aktuellen Reisezeiten der Anwohner. © Doppelmayr
Nachhaltig, weniger Kosten und Emissionen
Die „Cablebús Linie 5“ zeichnet sich durch ihre hohe betriebliche Effizienz und ihren direkten Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität aus. Das Seilbahnsystem benötigt nur sehr wenig Platz und greift kaum in die bestehende Infrastruktur ein. Dadurch entstehen deutlich geringere Kosten für Verkehrsflächen. Die Auswirkungen auf den städtischen Raum bleiben minimal. Darüber hinaus wird durch den Umstieg auf eine elektrische, seilgezogene Mobilität die Luftqualität verbessert, was zu einer wesentlichen Reduktion von Schadstoffemissionen beiträgt.
Mehr als 50 km Gesamtlänge, mehr als 350.000 Fahrgäste täglich
Die Zusammenarbeit der Regierung von Mexico City und der Doppelmayr-Gruppe begann im Jahr 2021 mit den Cablebús Linien 1 und 3 sowie der Seilbahnanlage in Uruapan, die sich derzeit im Bundesstaat Michoacán im Bau befindet. Damit entsteht in Mexiko eine urbane Seilbahninfrastruktur mit künftig mehr als 50 km Gesamtlänge, die über 350.000 Fahrgästen täglich eine verbesserte Mobilität bietet.
Factbox 10er-Kabinenbahn Cablebús Línea 5:
- Stationenanzahl: 12
- Gesamtlänge: 15,2 km
- Streckenabschnitte: 5 (3 Hauptlinien und 2 Abzweigungen)
- Stützenanzahl: 114
- Fahrzeuganzahl: 462
- Förderleistung: 3.000 P/h & Richtung
- Zeitersparnis: Mehr als 50 % im Vergleich zum Status quo
Die 8er-Kabinenbahn Crap Masegn – Fuorcla – Vorab wurde auf die aktuelle Wintersaison umfassend modernisiert und ist seit 19. Dezember im öffentlichen Betrieb. Durch die konsequente Nutzung bestehender Strukturen ließen sich Materialeinsatz, Bauaufwand und Transportlogistik deutlich reduzieren. © Garaventa AG
Umfassende Modernisierung der Kabinenbahn-Verbindung in LAAX
Am 19. Dezember 2025 war es soweit: Die neue Kabinenbahn vom Crap Masegn nach Fuorcla und weiter zum Fuße des Vorabgletschers nahm im Skigebiet Laax/Flims/Falera im Bündner Oberland (Kanton Graubünden) ihren öffentlichen Betrieb auf. Im Rahmen eines umfangreichen, nachhaltigen Retrofits wurde die 1978 eröffnete Kabinenbahn umfassend erneuert. Dabei vertraute die Weisse Arena Bergbahnen AG auf das Know-how der Garaventa AG, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe.
Die Kabinenbahn-Verbindung zwischen Crap Masegn, Fuorcla und dem Vorabgletscher blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1978 nahm die Weisse Arena Bergbahnen AG die damals von Habegger erbaute 6er-Kabinenbahn in Betrieb und erschloss damit den Vorabgletscher, den höchsten Punkt des Skigebiets Laax. Nun wurde diese historische Anlage durch eine neue Kabinenbahn ersetzt, da die alte Anlage aus konzessionsrechtlichen Gründen nicht weiter betrieben werden konnte.
Höhere Förderleistung, effizienterer Betrieb
Die neue 8er-Kabinenbahn folgt der bestehenden Linienführung und verfügt über modernste Technik. Zwei Teilstrecken mit separaten Antrieben ermöglichen neu eine Förderleistung von 1.500 P/h bei einer Geschwindigkeit von 6 m/s. Bei Bedarf kann die Teilstrecke Fuorcla–Crap Masegn ihre Förderleistung auf bis zu 2.000 P/h erhöhen, indem Kabinen von der anderen Teilstrecke übernommen werden. Dadurch verringert sich die Förderleistung der Teilstrecke Fuorcla–Vorab entsprechend. Die 77 OMEGA IV-Kabinen bieten Platz für acht Personen und sind mit Polstersitzen, Außen-Skiköchern und Klappfenstern ausgestattet. Sie stammen aus dem Werk von CWA, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe.

V.li.n.re.: Arno Inauen (CEO Garaventa AG), Alicia Martinez (Leiterin Bauprojekte der Weisse Arena Bergbahnen AG), Reto Gurtner (Verwaltungsratspräsident der Weisse Arena Bergbahnen AG) und Ueli Sutter (Projektleiter Verkauf Garaventa AG). © Garaventa AG
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Projekt basiert auf einem umfassenden Retrofit-Konzept der Weisse Arena Bergbahnen AG, das die Weiterverwendung bestehender Infrastruktur vorsieht. Die Stationsgebäude in Crap Masegn und am Vorab konnten unverändert bestehen bleiben, denn die neuen Kabinengaragierungen wurden in die vorhandenen Gebäudehüllen integriert. Auch die Strecke wurde weitergenutzt. 22 der 24 bestehenden Fachwerkstützen blieben erhalten und wurden mit neuen Stützenköpfen und Rollenbatterien ausgestattet. Insgesamt konnten rund 80 % des vorhandenen Stahls wiederverwendet werden. Durch diese konsequente Nutzung bestehender Strukturen ließen sich Materialeinsatz, Bauaufwand und Transportlogistik deutlich reduzieren. Das ist im alpinen Gelände ein entscheidender Vorteil. „Ein kompletter Rückbau hätte bedeutet, 300 t Stahl erneut ins Hochgebirge zu transportieren. Diesen Aufwand konnten wir dank des Retrofit-Konzepts vermeiden“, erklärt Alicia Martinez, Leiterin Bauprojekte der Weisse Arena Bergbahnen AG. Zudem verkürzte die Weiterverwendung der vorhandenen Strukturen die Bauzeit.
Für die Weisse Arena Bergbahnen AG hat das Projekt eine wichtige strategische Bedeutung. Verwaltungsratspräsident Reto Gurtner betont: „Modernisieren heißt für uns nicht abreißen, sondern besser machen. Mit unserem Retrofit steigern wir den Gästekomfort und setzen gleichzeitig ein starkes Zeichen: Wir nutzen bestehende Ressourcen weiter, sparen Rohstoffe und Energie und bringen damit die Vision LAAX28 konsequent in die Realität. So entsteht Nachhaltigkeit, die nicht nur versprochen wird – sondern wirkt.“
Auch für Garaventa ist das Projekt ein Meilenstein. Ueli Sutter, Projektleiter Verkauf, sagt: „Am Ende jeder Anlage steht ein Neuanfang. Retrofit-Projekte machen es möglich, bestehende Bahnen für weitere Jahrzehnte fit zu machen. Sie sind ein zentraler Bestandteil unserer ESG-Strategie der Doppelmayr-Gruppe und verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung.“

22 der 24 bestehenden Fachwerkstützen blieben erhalten und wurden mit neuen Stützenköpfen und Rollenbatterien ausgestattet. © Garaventa AG
Technische Daten 8er-Kabinenbahn Teilstrecke Fuorcla–Vorab
- Schräge Länge: 2.486 m
- Höhenunterschied: 452 m
- Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
- Förderleistung: 1.500 P/h
Technische Daten 8er-Kabinenbahn Teilstrecke Fuorcla–Crap Masegn
- Schräge Länge: 1.175 m
- Höhenunterschied: 357 m
- Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
- Förderleistung: 2.000 P/h
Tagungsschwerpunkte sind die Kommunikation bei Ereignissen und die Verkehrssicherungspflicht. © KI-generiertes Bild
Tagung Pisten- und Rettungsdienst geht in die zweite Runde
Nach 2024 organisiert nun der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) im Jahr 2026 erneut eine Tagung zum Thema „Pisten- und Rettungsdienst“. Sie findet am Montag, den 30. März, und Dienstag, den 31. März, im Center Fontauna in Disentis/Mustér im Kanton Graubünden statt.
Es geht um eine zukunfts- und praxisorientierte Standortbestimmung. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Kommunikation bei Ereignissen und die Verkehrssicherungspflicht. Dabei werden z. B. Schnittstellen zwischen dem Pistenrettungsdienst (= PRD) und anderen Diensten wie Technik und Gastronomie beleuchtet, die Zusammenarbeit zwischen Polizei und PRD thematisiert sowie der Einsatz von Technologien wie z. B. Drohnen behandelt. SBS strebt eine interaktive Tagung an und hat den Anspruch, so viel Praxis wie möglich und so wenig Theorie wie nötig zu bieten. Die Tagung lebt vom Erfahrungsaustausch sowie der Expertise der Referenten und der Teilnehmer. Sie ist der ideale Anlass, um sich zu treffen, zu vernetzen und sich über die aktuellen Trends und Entwicklungen zu informieren.
Mehr als 2.000 Mitarbeiter im Pisten- und Rettungsdienst tätig
Seilbahnunternehmen müssen dafür sorgen, dass der Wintersport unter bestmöglichen Sicherheitsbedingungen ausgeübt werden kann. Dafür verantwortlich ist das Team des PRD des jeweiligen Seilbahnbetriebs. In den Schweizer Wintersportgebieten sorgen so mehr als 2.000 Mitarbeiter im Pisten- und Rettungsdienst für die Sicherheit und den Komfort der Gäste und kontrollieren täglich tausende Kilometer Pisten. Die PDR-Mitarbeiter müssen über eine spezifische Ausbildung in diesem Bereich verfügen.
Die Anmeldung zur diesjährigen Tagung „Pisten- und Rettungsdienst“ ist online bis Samstag, den 28. Februar 2026, möglich. Auf die Tagungsteilnehmer warten interessante Vorträge, interdisziplinäre Workshops und Podiumsdiskussionen.
Tagungsort, Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten, Programm, Referenten und den Link zur Online-Anmeldung finden Sie hier: https://www.seilbahnen.org/verband/tagung-prd-sbs



