Das Mitarbeiterhaus der Schmittenhöhebahn AG. © Schmittenhöhebahn AG
Leistbarer Wohnraum für Mitarbeiter
Es wird immer schwieriger, Arbeitskräfte für Aufgaben im Tourismus zu finden. Um hier gegenzusteuern und den Mitarbeitern sinnvollen Mehrwert zu bieten, setzen Bergbahnunternehmen vermehrt auf den Bau von Mitarbeiterhäusern.
Die Schmittenhöhebahn AG hat 2024 ein Mitarbeiterwohnhaus eröffnet, das im Ortsteil Schüttdorf in Zell am See gebaut wurde. Das Gebäude umfasst 29 Ein-Zimmer-Appartements zu je 24 m2 Wohlfläche und vier Zweiraumwohnungen mit einer Größe von je 40 m2. Die Wohneinheiten, die Vorstand Dr. Erich Egger als „perfekten Rückzugsort zur Entspannung und Freizeitgestaltung“ bezeichnet, sind mit Kleinküche, WLAN und TV-Anschluss sowie komfortablen Möbeln und einem modernen Badezimmer ausgestattet. Für die Energieversorgung kommt eine Wärmepumpenanlage zum Einsatz, die Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung. Am Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 352 m2 und einer Leistung von 75 kW Peak errichtet. Der Strom wird für das Wohnhaus und die hauseigenen E-Ladestationen genutzt. Zusätzlich zu den Wohnungen bietet das Gebäude eine Dachterrasse, eine Waschküche sowie einen Fitnessbereich, dazu eine 280 m2 große Lagerhalle und einen 80 m2 großen Schulungsraum für die Fortbildung in der hauseigenen Akademie.
Team Lodge Planai eröffnet
Am 10. Dezember 2025 wurde in Schladming die Team Lodge Planai eröffnet, die ihren Bewohnern 24 moderne Garconnieren auf zwei Stockwerken bietet. Jede Wohneinheit ist mit Küchenzeile, Bad und TV ausgestattet, helle, freundliche Räumlichkeiten sorgen für ein angenehmes Wohngefühl. Bei der Architektur des Gebäudes hat man sich an der Optik der Seilbahnstationen orientiert. Da die Team Lodge auf der Busgarage der Planai-Hochwurzen-Bahnen errichtet wurde, konnte eine zusätzliche Bodenversiegelung vermieden werden. Strom wird aus einer Photovoltaikanlage bezogen, die sich auf einem benachbarten Gebäude, ebenfalls einer Busgarage, befindet. Die Team Lodge richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptwohnsitz nicht in der Region liegt, und bietet leistbaren Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz. „Mit der Team Lodge wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Zuhause auf Zeit bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Die zentrale Lage in direkter Nähe zum Arbeitsplatz erleichtert den Alltag, schafft kurze Wege und bietet gleichzeitig ein modernes, gemütliches Wohnambiente“, so Dir. Georg Bliem bei der Eröffnung.

Eröffnung der „Team Lodge Planai“, v. li. n. re.: Ing. Reinfried Prugger, Projektleiter Planai, Dr. Michael Krainer, Aufsichtsratsvorsitzender Planai, Dir. Georg Bliem, Planai, DI Hermann Trinker, Bürgermeister Schladming, Mag. Eva Maria Kroismayr-Baier, Landtagsabgeordnete, Mag. Peter Weichbold, GF Planai. © Harald Steiner
Für die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind im Winter 2025/26 410 Mitarbeiter im Einsatz, für 30 von ihnen wird Wohnraum zur Verfügung gestellt. 24 Mitarbeiter nutzen die Team Logde, die damit voll belegt ist. Auch im Sommer wird das Gebäude von Saisonkräften genutzt. Durch die Aufgaben im Bikepark ist der Bedarf an Mitarbeitern vor Ort gestiegen, die Team Logde erfüllt also auch in dieser Zeit wesentliche Aufgaben.
Moderne und nachhaltige Lösung
Mitte Dezember 2025 feierte die Bergbahn AG Kitzbühel die Eröffnung und Segnung ihres neuen Teamhauses „KitzSki Living“ an der Hahnenkammbahn und reagiert damit auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes. „Von den zusätzlich rund 250 Saisonarbeitskräften im Winter haben wir eine Gruppe von 70 bis 80 Personen, die nur für eine Saison zu uns kommt. Wenn wir denen keine Unterkunft anbieten können, dann kommen sie nicht und der Seilbahnbetrieb ist nicht, oder nur in eingeschränktem Umfang möglich. Außerdem ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden Personalunterkünfte anzumieten. So waren wir fast gezwungen, diesen Schritt zu setzen und so wie andere Seilbahnen es schon vor Jahren gemacht haben, ein Personalhaus zu bauen“ so Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner.

KitzSki Living Außenansicht. © Helmut-Lackner
Der Gebäudekomplex umfasst insgesamt 60 Wohneinheiten, davon 48 kleinere, 2 barrierefreie und 10 größere Wohnungen. Eine Photovoltaikanlage am Dach erzeugt umweltfreundliche Energie, dazu gibt es ein innovatives Heizungssystem mit Erdspeicher und Tiefenbohrungen sowie eine Wärmepumpe für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes. Neben den Wohnungen wurden 65 Tiefgaragenstellplätze sowie eine kleine Bürofläche vorgesehen. Investiert wurden rund 14,5 Mio. Euro, umgesetzt wurde das Projekt in 14 Monaten Bauzeit. Im Sommer steht das Teamhaus für eine touristische Nutzung zur Verfügung.
Komfortabel wohnen in Zug
In Lech konnte die Lech Bergbahnen AG rechtzeitig zum Start der Wintersaison 2025/26 die Bauarbeiten für das neue Teamhaus in Zug abschließen. Rund 90 % der 250 Mitarbeiter im Winter benötigen in Lech eine Unterkunft, sodass man bereits über mehrere Teamhäuser verfügt. In die neue Wohnanlage, für deren Errichtung eine innovative Holzmodulweise zum Einsatz gekommen ist, wurden 6,4 Mio. Euro investiert. Sie verfügt über 41 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage. Neben den hellen Zimmern bietet das Haus gemeinschaftliche Räume wie etwa einen Aufenthaltsraum und einen Fitnessraum, die allen Mitarbeitenden offenstehen. Dazu Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG: „Dieses Haus ist ein wichtiger Schritt, doch beim Thema Mitarbeiterwohnen denken wir schon weiter – gemeinsam mit der Gemeinde und mit Blick auf zusätzliche Projekte. Sogar die Tiefgarage ist so vorbereitet, dass künftige Erweiterungen problemlos angedockt werden können.“
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Für die neue 3S-Bahn von Campitello auf den Col Rodella im italienischen Fassatal entwickelte der Bergungsspezialist Immoos das Doppellaufwerk DL1. Es ermöglicht eine reibungslose Evakuierung über Seilreiter hinweg. © https://jacopobernard.com/ Doppelmayer
Seilreitertaugliches Evakuierungssystem für 3S-Bahn auf den Col Rodella
Das Schweizer Unternehmen Immoos ist seit 1997 ein anerkannter Experte in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Für die neue 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal entwickelten seine Spezialisten das Doppellaufwerk DL1. Diese innovative Evakuierungslösung ermöglicht bei der Rettung entlang der Tragseile ein müheloses Überfahren der Seilreiter, die bislang aufwändig umgangen werden mussten. So muss das Rettungssystem nicht umgesetzt werden, und es gibt keine Verzögerungen.
Die neue 3S-Bahn der Doppelmayr-Gruppe ersetzt nach rund 40 Jahren Betriebszeit die historische Pendelbahn von Campitello auf den Col Rodella im Fassatal (TN). Die Seilbahnanlage ist seit der Wintersaison 2025/26 in Betrieb und befördert bis zu 2.812 P/h über eine Streckenlänge von 2.571 m. Die Anforderungen dieser Dreiseilbahn im alpinen Hochgebirge sind in Bezug auf Betriebssicherheit und Evakuierungskonzepte sehr hoch. Die Strecke der neuen 3S-Bahn auf den Col Rodella führt über einen Bereich mit Steinschlaggefahr und im Winter zusätzlich über einen Hang mit potenzieller Lawinengefahr. Dadurch ist auf rund 1.100 m der gesamten Strecke die herkömmliche Bodenrettung und damit ein vertikales Abseilen zum Boden nicht zulässig, sodass die Passagiere entlang der Tragseile evakuiert werden müssen. Dabei müssen mehrere Seilreiter überfahren werden können, ohne das Rettungssystem umzusetzen oder zu verzögern. Genau aus diesen Anforderungen entstand das neue Doppellaufwerk DL1 aus dem Hause Immoos. Es bildet das Herz des Evakuierungssystems der 3S-Bahn auf den Col Rodella.
Für 3S-Bahnen mit extremen topografischen Anforderungen
Das Doppellaufwerk DL1 nutzt beide Tragseile gleichzeitig, was eine besonders ruhige und kontrollierte Fahrt ermöglicht. Die trapezförmige Aufhängung positioniert die Rettungstraverse rund drei Meter unterhalb der Seile. So können Seilreiter mühelos überfahren werden, ohne Umsetzen, Unterbrechung oder Zeitverlust. Das DL1 wird über eine leistungsstarke, elektrische 400-Volt-Keilscheibenwinde bewegt. Pro Zyklus können ein Retter und zwei Gäste transportiert werden, was die Evakuierung deutlich beschleunigt.
Mit dieser Entwicklung trägt der Bergungsspezialist Immoos auch den wachsenden Anforderungen hochmoderner 3S-Bahnen Rechnung, insbesondere jenen in exponiertem winterlichem Gelände oder mit langen Spannfeldern.
Ergänzung zu Seilfahrgerät SS1
Immoos ist seit 1997 ein qualifizierter Partner in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Dank langjähriger Erfahrung und umfassender Fachkompetenz wurden zahlreiche Produkte und Dienstleistungen realisiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese werden heute weltweit in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Eine sehr erfolgreiche Entwicklung des Schweizer Bergungsspezialisten ist das selbstfahrende Seilfahrgerät SS1. Damit können sich Personen auf Litzenseilen von Seilbahnen und Industrieanlagen fortbewegen – ohne Rückhalteseil, Zweitperson oder zusätzliches Sicherungsgerät. Weltweit sind bereits mehr als 3.000 Seilfahrgeräte SS1 im Einsatz. Das neue Doppellaufwerk DL1 erweitert die Produktpalette von Immoos, vor allem im Hinblick auf Evakuierungssysteme für anspruchsvolle 3S-Bahnen mit sehr hohen topografischen Herausforderungen. Mit der Entwicklung dieses seilreitertauglichen Evakuierungslösung für die 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal verfügt Immoos nun über eine gelungene Referenz.

Daniel Bui-Moosbrugger ist seit rund eineinhalb Jahren in Italien für Immoos als Kundenberater tätig. © Immoos
Stärkung der Marktpräsenz in Italien
Darüber hinaus verstärkt der Schweizer Bergungsexperte seine Aktivitäten auf dem italienischen Markt. Dieser wird bereits seit rund eineinhalb Jahren für Immoos vor Ort und regional von Daniel Bui-Moosbrugger betreut. Gemeinsam mit CEO Florian Immoos war er auch stark in das Projekt „Col Rodella“ miteingebunden und diente als zentrale Verbindung zwischen Planung, Entscheidungsträgern und Umsetzung. Dieser direkte Austausch hat wesentlich dazu beigetragen, dass die entwickelte Lösung exakt zu den örtlichen Anforderungen passt.
Im Rahmen von „3CS“ auf der „Interalpin 2025“ wurde die Mobilitätsstrategie Indiens von Vertretern der Ministry of Road Transport and Highways sowie der National Highways Logistics Management Limited vorgestellt. © Congress Messe Innsbruck
Premiere für City Cable Car Solutions 3CS auf Mountain Planet
Diese neue Branchenplattform für urbane Seilbahnlösungen wurde von der Congress Messe Innsbruck, Veranstalter der Weltleitmesse für alpine Technologien „Interalpin“, lanciert und fand erstmals als Kongress-/Tagungsformat auf der „Interalpin 2025“ statt. Nun erlebt die „City Cable Car Solutions (= 3CS)“, als neues Kongressformat, ihre französische Premiere auf der diesjährigen „Mountain Planet“, die vom 21. bis 23. April in Grenoble, Frankreich, stattfindet. Durchgeführt wird die internationale Leitmesse für Planung und Innovation in den Bergen von der „Alpexpo“, und zwar alternierend zur „Interalpin“. Der Plan dieser Kooperation beider Messeveranstalter sieht vor, ab 2026 die „3CS“ ebenfalls alternierend in Innsbruck und in Grenoble stattfinden zu lassen.
Die Entwicklung und Umsetzung der „City Cable Car Solutions (= 3CS)“, basierte auf dem international steigenden Marktbedarf für seilbahnbetriebene Mobilitätslösungen für den öffentlichen Nahverkehr in urbanen Räumen. Beispiele wie La Paz, Mexico City oder die kürzlich eröffnete neue Seilbahn in Paris zeigen klar die Vorteile und Praktikabilität. Ziel von „3CS“ als Themen- und Marktplatz ist der Austausch und die Wissensvermittlung für die führenden Hersteller, Verkehrsbetriebe, Behörden und Planungsbüros bis hin zu politischen Entscheidungsträgern. Auf der „Mountain Planet 2026“ in Grenoble, Frankreich, wird das zentrale Kongress-/Tagungsprogramm und damit auch die „3CS“ am 22. April abgehalten.
Internationale Zusammenarbeit mit Mehrwert
Einen innovativen Impuls setzt damit nicht nur die Themenplattform „3CS“, sondern auch die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft der Congress Messe Innsbruck mit der „Alpexo“ in Grenoble. Die „3CS“-Partnerschaft zwischen der „Interalpin“ und der „Mountain Planet“ schafft wertvolle Synergien und stärkt den internationalen Dialog rund um nachhaltige urbane Mobilität.
Statement Christian Mayerhofer, Geschäftsführer der Congress Messe Innsbruck:
„Die ‚Interalpin‘ hat sich als Weltleitmesse für alpine Technologien etabliert und genießt das Vertrauen der Branche. Mit der neuen Veranstaltung und Marke ‚City Cable Car Solutions 3CS‘ geben wir dem Thema urbane Seilbahnlösungen eine klare Struktur und eine internationale Bühne. Unser Ziel ist es, eine starke Marke zu etablieren, die den mit dem wachsenden Interesse und Bedarf für solche Angebote entspricht. Die wertschätzende Zusammenarbeit der Congress Messe Innsbruck mit Alpexo hat eine lange Tradition und wird nun erfreulicherweise durch die Kooperation für die ‚City Cable Car Solutions 3CS‘ vertieft. So kann die ‚3CS‘ in Grenoble als Kongress-/Tagungsformat im Rahmen der ‚Mountain Planet‘ den Austausch insbesondere in den französischsprachigen Märkten stärken.“
Statement Jérôme Riff, Geschäftsführer der Alpexo:
„Gemeinsam mit der ‚Interalpin‘ möchten wir dem zukunftsträchtigen Thema urbane Seilbahnlösungen eine globale Bühne bieten. Insbesondere die französischsprachigen Märkte können so bestens erreicht werden. Die Kooperation ermöglicht es uns, internationale Perspektiven rund um die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte zusammenzuführen. Ich freue mich sehr über diese neue Kooperation mit der Congress Messe Innsbruck.“
Starke Industriepartner und langfristige Perspektive
Unterstützt wird die Branchenplattform „3CS“ auch von Industrie-Partnern, insbesondere von den international führenden Herstellern von Seilbahntechnologien Doppelmayr und der HTI Group.
Weitere Informationen finden Sie auf:
Neuer Lesestoff ab Anfang nächster Woche: der Mountain Manager 1/26, die erste Ausgabe in diesem Jahr. © cm via Canva.com
Coming soon: der Mountain Manager 1/26
Die erste Ausgabe dieses Jahres wird gerade gedruckt und erscheint am Montag, dem 16. 2. Sie enthält unter anderem ein Special zur „Berggastronomie“. Dazu passend informiert Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro über das Thema „Berggastronomie – Zukunft mit Herkunft“. Des Weiteren berichten wir beispielsweise über die weltweit erste TRI-Line im Schweizer Skigebiet Hoch-Ybrig, über Inspektionsdrohnen in der Wintersportdestination Melchsee-Frutt, über leistbaren Wohnraum für Mitarbeiter von Seilbahnunternehmen sowie über die Limitierung der Tagesgäste im Trentiner Skigebiet Madonna di Campiglio.
Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 1/26:
BERGGASTRONOMIE
- Meinung: Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro: Berggastronomie – Zukunft mit Herkunft
- Gletschermühle Kitzsteinhorn: Ein neues Highlight am Berg
- MAB Kaprun: Baujuwel auf dem Kitzsteinhorn
- „Hirsch und Maus“: Generationenprojekt Schlossalm
- Holzbau Maier: Zwei Prestigeprojekte in Salzburgs Top-Skigebieten
- Bergrestaurant Grüneck: Kulinarik auf höchstem Niveau
- ZOOMROOM: Neue Projekte vom Raum-Cabrio
(WINTER)TRENDS
- Bilanz Prowinter 2026: Gestärkte Rolle als Hub für Outdoor- und Wintersport
- Wird die Limitierung der Tagesgäste erforderlich?
- Das Paznauntal inszeniert Schnee-Erlebnisse neu
- Neue Markenstrategie Lenzerheide: World of Wonders
- Loischkopfbahn setzt auf moderne Informations- und Leitsysteme
- Leistbarer Wohnraum für Mitarbeiter
- Sölden schafft neue Infrastruktur mit Sunkid
- Mountainbike Movement: Wenn Trails zur Visitenkarte einer Destination werden
NEUE BAHNEN
- LEITNER / Dachstein West: Mit Top-Technik in die Zukunft
- Doppelmayr / Hoch-Ybrig: Weltweit erste TRI-Line ist in Betrieb
- Rollenbatterie-Service der Doppelmayr Gruppe
- Italiens Skigebiete setzen mit Top-Technologien von LEITNER auf maximale Effizienz
PISTENMANAGEMENT
- Boyne Resorts setzen auf PistenBully 600 E+ für nachhaltige Pistenpflege
- Die neue SmartCut-Fräse des PistenBully
- KitzSki setzt auf Prinoth Connect
LAWINENSCHUTZ
- MND Safety: Großprojekte in fünf Kontinenten
- Wyssen Avalanche Control AG installierte weiteren Lawinen-Sprengmast am Pitztaler Gletscher
BESCHNEIUNG
- ISTA S.p.A. Cortina d‘Ampezzo: Bestens gerüstet für die Olympischen Winterspiele 2026
- TechnoAlpin über das Herz der Beschneiungsanlage
- Bächler Top Track / Sportbahnen Melchsee-Frutt / Scara captures GmbH: Automatisierte Inspektionsdrohnen entlasten Mitarbeiter
Das Mountain Manager-Team wünscht eine interessante Lektüre!
Die Schweizer Seilbahnen hatten bisher eine gute Wintersaison 2025/26. © Seilbahnen Schweiz
Schweizer Wintersaison 2025/26: „Gamechanger“ technische Beschneiung
Trotz wenig Naturschnees beurteilt der Branchenverband „Seilbahnen Schweiz“ den bisherigen Winter insgesamt als „gut“. Eine zentrale Rolle spiele dabei die technische Beschneiung, in die die Bergbahnen im vergangenen Jahr mehr als 55 Mio. CHF (= rund 60 Mio. Euro) investiert haben, so SBS. Höher gelegene Skigebiete konnten dank früher Schneefälle und leistungsfähiger Beschneiungsanlagen ein attraktives Angebot gewährleisten. Die milde Witterung stellte vor allem niedriger gelegene Skigebiete vor Herausforderungen, wo teils Tagesgäste fehlten.
Dieses Zwischenfazit zum Start der Wintersaison bis zum 31. Januar 2026 ist das Resultat des „Saison-Monitorings“ des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz (= SBS), der die Gästeanzahl (Ersteintritte) von mehr als 120 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz auswertet und monatlich aktualisiert. So liegen Gästezahlen im Winter 2025/2026 zum Saisonbeginn um 4 % unter dem besonders guten Vorjahr, sie sind aber gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt (in dem auch ein Coronawinter enthalten ist) um 17 % höher.
Regionale Differenzen
Die regionale Betrachtung zeigt ein differenziertes Bild: Während das Wallis mit einem Plus von 3 % einen günstigeren Saisonverlauf als 2024/25 aufweist, bewegen sich Graubünden (+1 %) und das Berner Oberland (-2 %) auf dem Vorjahresniveau. Das Wallis zählt mehr Gäste als im Vorjahr, während die Waadtländer und Freiburger Alpen einen Rückgang von 5 %, das Tessin von 6 %, die Zentralschweiz von 8 % und die Ostschweiz von 13 % verzeichnen (vgl. Abb. 1).

Abbildung 1: Ersteintritte – Veränderungen zum Vorjahr, kumulierte Werte von Saisonbeginn bis 31. Januar 2026. Keine Zahlen für den Arc Jurassien. © Seilbahnen Schweiz
Zuwächse bei höher gelegenen und großen Destinationen
Die Auswertung der Gästezahlen nach Höhenlage der Skigebiete führt zu folgenden Ergebnissen: Besonders herausfordernd war der Saisonauftakt für Wintersportdestinationen unter 1.500 m ü. M., die im Durchschnitt 14 % weniger Gäste zählten als in der Vergleichsperiode des außergewöhnlich schneereichen Winters 2024/25. Wintersportgebiete auf 1.500 bis 2.000 m ü. M. verzeichneten ein Minus von 4 %, während Destinationen oberhalb von 2.000 m ü. M im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Gästezuwachs erzielen konnten (vgl. Abb. 2).

Abbildung 2: Ersteintritte nach Höhenlage der Anlagen – Veränderungen zum Vorjahr, kumulierte Werte von Saisonbeginn bis 31. Januar 2026. © Seilbahnen Schweiz
Die Analyse der Gästezahlen nach Unternehmensgröße (gemessen am Verkehrsertrag) ergibt ein vergleichbares Bild: Besonders kleinere, häufig in niedrigeren Lagen angesiedelte Seilbahnunternehmen mussten deutliche Einbußen bei den Gästezahlen hinnehmen, während große Bergbahnunternehmen einen leichten Zuwachs von durchschnittlich 4 % verzeichneten. (vgl. Abb. 3).

Abbildung 3: Ersteintritte nach Unternehmensgröße – Veränderungen zum Vorjahr, kumulierte Werte von Saisonbeginn bis 31. Januar 2026. © Seilbahnen Schweiz
Weniger Tagesgäste wegen milder Wetterlage
Das milde Wetter wirkte sich auf das Gästeverhalten aus: Seilbahnunternehmen, die vorwiegend Tagesgäste empfangen, hatten im Schnitt 10 % weniger Gäste als im Vorjahr. Skigebiete mit Übernachtungsgästen oder einer ausgeglichenen Gästestruktur wiesen im Schnitt 3 % mehr Gäste auf.
Die Geschäftsleitung der Calag in der neuen Zusammensetzung, v. li. n. re: René Meier, Thomas Hügli, René Schmitt, Hanspeter Michel, Michael Reinhard, Michael Späti © Calag
Die Calag stärkt ihre Führungsebene
Das Schweizer Traditionsunternehmen Calag Carrosserie Langenthal AG stellt sich für die Zukunft noch besser auf: Per 1. Januar 2026 wurde die Geschäftsleitung von fünf auf sechs Mitglieder erweitert. Damit sind alle zentralen Geschäftsbereiche jetzt direkt auf Geschäftsleitungsebene vertreten.
Die Calag Carrosserie Langenthal AG mit Sitz in Langenthal im Kanton Bern zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Fahrzeug- und Karosseriebau und deckt die Handwerksbereiche Kabinenbau, Karosserie, Reparatur & Service, Lackierung sowie Beschriftung ab. Mit der Erweiterung der Führungsebene sind die strategisch wichtigen Geschäftsfelder „Qualität“ und „HR-Management“ direkt in der Geschäftsleitung noch stärker verankert: René Meier, Verantwortlicher Qualitätsmanagement und Leiter Beschriftung, sowie Michael Reinhard, Leiter Marketing und Dienste, wurden neu in die Calag-Geschäftsleitung aufgenommen.
Statement Michael Späti, Geschäftsführer der Calag Carrosserie Langenthal AG:
„Mit der Erweiterung der Geschäftsleitung stärken wir unsere Führungsstruktur und setzen klare Prioritäten für die Zukunft – insbesondere in den Bereichen Qualität und Personal. Damit schaffen wir die besten Voraussetzungen, unsere hohen Leistungs- und Qualitätsansprüche weiterhin vollumfänglich zu erfüllen.“

René Meier, Bereichsleiter Qualitätsmanagement und Beschriftung. © Calag
Zur Person: René Meier – Bereichsleiter Qualitätsmanagement und Beschriftung
René Meier arbeitet seit 2014 bei der Calag. In diesem Zeitraum hat er die Beschriftungsabteilung kontinuierlich weiterentwickelt und erfolgreich im Markt für Fahrzeugbeschriftungen sowie Werbetechnik etabliert. Seit Oktober 2024 verantwortet er zusätzlich das Qualitätsmanagement der Calag, leitet in dieser Funktion das QUMS-Team und ist Systemverantwortlicher des Calag Management-Handbuchs. Das Management-Handbuch ist weit mehr als ein Qualitätsmanagementsystem: Es bildet die Basis für eine erfolgreiche Kooperation. Vor allem bei Großaufträgen und Spezialprojekten gewinnen interne Qualitätskontrollen und Audits zunehmend an Bedeutung. Mit dem Einbezug des Qualitätsmanagements in die Geschäftsleitung wird dieser Entwicklung Rechnung getragen. Ferner wird das Geschäftsfeld „Beschriftung“ durch René Meier direkt in der Geschäftsleitung vertreten.

Michael Reinhard, Bereichsleiter Marketing und Dienste. © Calag
Zur Person: Michael Reinhard – Bereichsleiter Marketing und Dienste
Michael Reinhard ist seit 2020 bei der Calag beschäftigt. Ausgehend vom Marketing hat er schrittweise zusätzliche Verantwortung in den Bereichen „Administration“, „HR“ sowie „Berufsbildung“ übernommen. Mit dem Wachstum der Calag sind insbesondere die administrativen Aufgaben, das Marketing und das Thema Personal in den vergangenen Jahren stetig anspruchsvoller geworden – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Per 1. Januar 2026 hat Michael zusätzlich die personelle Leitung der Buchhaltung übernommen und ergänzt seitdem die Geschäftsleitung als Leiter Marketing und Dienste. Damit sind die Bereiche Personal und Administration künftig direkt in der Geschäftsleitung vertreten und strategisch verankert.

Kurt Späti, Leiter Finanzen, trat per 1. Januar 2026 aus der Geschäftsleitung aus. © Calag
Austritt aus der Geschäftsleitung: Kurt Späti – Finanzen
Späti ist seit der Übernahme der Calag im Jahr 2004 Eigentümer des Unternehmens und hatte bis 2022 die Geschäftsführung inne. Im Rahmen einer geregelten Nachfolge übergab er 2023 die operative Führung an seinen Sohn Michael Späti. Seitdem vertrat er in der Geschäftsleitung das Qualitätsmanagement, die Finanzen und die Beschriftung. Mit der Reorganisation der Geschäftsleitung trat Kurt Späti per Ende 2025 aus der Geschäftsleitung aus. Er bleibt jedoch weiterhin für die Finanzen fachlich zuständig und berichtet in dieser Funktion an Michael Späti.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Die Remec AG hat die Sparte „Visuelle Seilprüfung“ von der Seilplan GmbH übernommen. © Remec AG
News von der Remec AG
Die Remec AG, der Schweizer Spezialist in den Bereichen Instandhaltung, Technische Leitung und Softwareentwicklung aus Schattdorf, hat per 1. Januar 2026 von der Seilplan GmbH aus Grüsch (CH), die auf die Prüfung von Seilbahnseilen aller Art spezialisiert ist, den Bereich „Visuelle Seilprüfung“ übernommen.
Aus einer langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft entsteht damit eine neue Phase der Kooperation. Die Remec AG stärkt mit diesem Schritt ihr bestehendes Angebot im Bereich der visuellen Seilprüfung und erweitert es um das bewährte Fachwissen der Seilplan GmbH. Für einen reibungslosen Übergang wird die Remec AG in der Anfangszeit aktiv von der Seilplan GmbH begleitet. So profitieren bestehende Kunden von einer nahtlosen Fortführung der Dienstleistungen.
Weiterführende Informationen über die beiden Unternehmen finden Sie auf:
„Szepterübergabe“ bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen: Georg Bliem (li.) und sein Nachfolger Mag. Peter Weichbold. © Sabrina Melcher
Wechsel an der Spitze der Planai-Hochwurzen-Bahnen
Per 1. Februar 2026 hat Peter Weichbold von Georg Bliem die Geschäftsführung übernommen. Er plant, den erfolgreichen Kurs fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen. Bis Ende April wird es noch eine dreimonatige Übergangsphase geben.
Bereits im September 2025 fiel nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und Hearings die Entscheidung für Peter Weichbold als neuen Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen in Schladming. Seit Anfang Februar trat er nun die Funktion offiziell an – mit einer dreimonatigen Übergangsphase bis Ende April.
Als Georg Bliem 2012 die Geschäftsführung übernahm, war das Seilbahnunternehmen mitten in der anspruchsvollen Phase rund um die Vorbereitungen zur Alpinen Ski-WM 2013. In den darauffolgenden Jahren prägte er die Entwicklung der Planai-Hochwurzen-Bahnen wesentlich. Zwischen 2012 und 2025 wurden rund 210 Mio. Euro in Infrastruktur, Qualität sowie neue Angebote investiert und die Planai als eines der führenden Seilbahnunternehmen Österreichs positioniert.
Statement Georg Bliem:
„Die Planai-Hochwurzen-Bahnen waren für mich immer ein Herzensprojekt. Entscheidend für den Erfolg war das starke Team, mit dem es gelungen ist, das Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass Peter Weichbold diesen Weg mit Kompetenz und Innovationskraft fortsetzen wird.“
Ein ausführliches Interview mit Georg Bliem führte unsere erfahrene Fachredakteurin Dr. Mag. Luise Weithaler für die Ausgabe Mountain Manager 7/2025. Das Interview finden Sie hier auf der Startseite, unter der Rubrik „MM-Interview“.
Mit Peter Weichbold übernimmt ein langjähriger Wegbegleiter und versierter Branchenkenner die Geschäftsführung. Er ist seit 2004 bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen tätig und war von Beginn an für die Leitung der Bereiche Finanzen und Controlling verantwortlich. Im Jahr 2011 übernahm er zusätzlich die Geschäftsführung der Galsterbergalm Bahnen GmbH & Co KG. Seit 2019 verfügt Peter Weichbold über die Einzelprokura der Planai-Hochwurzen-Bahnen und kennt das Unternehmen sowie die Region „wie aus seiner Westentasche“.
Statement Peter Weichbold:
„Ich danke Georg Bliem sehr herzlich für die Arbeit und Weitsicht der vergangenen Jahre. Das, was in dieser Zeit aufgebaut wurde, ist eine große Stärke und zugleich eine große Chance für das Unternehmen. Es eröffnet Handlungsspielraum, um vorausschauend zu agieren und Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Mein Ziel ist es, auf dieser soliden Basis aufzubauen, Bewährtes zu erhalten und dort neue Impulse zu setzen, wo sie sinnvoll und zukunftsweisend sind. Auf diesen gemeinsamen Weg und auf das, was kommt, freue ich mich sehr.“
Die Planai-Hochwurzen-Bahnen zählen zu den größten Seilbahnunternehmen Österreichs und sind ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die Region. Mit mehr als 430 Mitarbeitenden im Winter sowie jährlich Millionen von Gästen in der Region leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung in der Steiermark.
Das renovierte Restaurant Gletschermühle am Kitzsteinhorn ist eine gelungene Kombination aus Moderne und Tradition. © Kitzsteinhorn
Kulinarischer Genuss auf 2.450 m Seehöhe
Nach umfassendem Umbau und aufwändiger Renovierung des Alpincenters geht die Qualitätsoffensive für die Kitzsteinhorn-Gastronomie in die nächste Runde: auf die aktuelle Wintersaison 2025/26 wurde das 1994 eröffnete „Restaurant Gletschermühle“ am Kitzsteinhorn auf 2.450 m Seehöhe renoviert und hat bereits seine Pforten geöffnet. Die Küche bleibt regional verwurzelt, mit Produkten von heimischen Erzeugern.
Das Kitzsteinhorn oberhalb von Kaprun ist Teil des Skigebiets Zell am See-Kaprun. Bei der Planung des neuen „Restaurants Gletschermühle“ wurde auf die harmonische Integration in die hochalpine Berglandschaft besonders viel Wert gelegt.
Gelungene Symbiose von Tradition und Moderne
Die Architektur des Bauwerks ist modern und zeitgemäß. Sowohl von außen als auch von innen erinnern bauliche Elemente an die naturgeschaffene „Gletschermühle“. (Dabei handelt es sich um eine geologische Ausformung, die in Gletschern vorkommt. Durch Schmelzwasser, das von der Oberfläche herabfließt und die Wände erodiert, entsteht ein vertikaler, runder Schacht.)
Warmes, einladendes Flair
Die Innenausstattung verbindet natürliche Materialien mit einem modernen Design. Im Erdgeschoss sind der Hauptgastraum sowie eine Bar mit Kaminlounge untergebracht. Eine elegant geschwungene Treppe führt ins Obergeschoss. Dort befindet sich die exklusive „Kitzsteinhorn Lounge“, in der bis zu 30 Gäste den beeindruckenden Ausblick auf den Gipfel des Kitzsteinhorns genießen können. Neben der Aussicht sorgen die großzügigen Panoramafenster im „Restaurant Gletschermühle“ auch für reichlich natürliches Licht.

Die exklusive Kitzsteinhorn Lounge im Restaurant Gletschermühle bietet einen beeindruckenden Ausblick auf den Gipfel. © Kitzsteinhorn
Das „Restaurant Gletschermühle“ am Kitzsteinhorn ist ganzjährig geöffnet.
Einen Einblick hinter die Kulissen bietet der folgende Baustellenfilm vom Oktober 2025:

