Eröffneten feierlich das neugestaltete Museum auf der Zugspitze (v.li.n.re.): Franz Dengg (Geschäftsführer Tiroler Zugspitzbahn), Theo Zoller (Obmann Tiroler Zugspitz Arena), Mario Gerber (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung) und Norbert Span (Glaziologe und Astrofotograf). © Tiroler Zugspitzbahn / Franz Oss
Eröffnung des neu gestalteten Erlebnismuseums „Faszination Zugspitze“
Die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald feiert im Jahr 2026 ihr 100-Jahre-Jubiläum. Vor diesem Hintergrund wurde das an der Bergstation auf 2.962 m befindliche Erlebnismuseum vom Glaziologen und Astrofotografen Norbert Span neu gedacht und zeitgemäß inszeniert. Am 19. Mai 2026 fand die offizielle Eröffnung statt.
Im neu gestalteten Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“ wird die traditionsreiche Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn bis zur heutigen „Himmelsstürmerin“ mit modernster Medientechnik gewürdigt. Mithilfe interaktiver Stationen und digitaler Installationen wurde das 2005 erbaute Museum vom Glaziologen, Ausstellungsgestalter und Astrofotografen Norbert Span grundlegend überarbeitet.
Statement Museumskurator und Projektentwickler Norbert Span:
„Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur die Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn erzählen, sondern auch junge Menschen inspirieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von technischer Innovation und regionaler Identität stärken. Die Ausstellung soll Tradition, Innovation und Bildung mit Emotion verbinden – als ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit Tirols.“
Das Museum im Überblick
Gleich zu Beginn fällt der Blick auf die Geschichte und die Pioniere der Tiroler Zugspitzbahn. Großflächige Grafiken und modernste Displays machen die Entwicklungen der vergangenen 100 Jahre sichtbar. In der originalen Kabine Nr. 5 von 1978 erfahren Besucher beispielsweise mittels Telefons mehr zum Ausstellungsstück, für Kinder wartet dort ein „Kabinenmemory“. Highlight der Ausstellung ist das begehbare Kaleidoskop: Dort spiegeln sich die Impressionen der Zugspitze in einer überdimensionierten Kugel. Ein weiteres zentrales Element im Museum ist ein dreidimensionales Modell der Region rund um die Zugspitze, das durch eine interaktive Reise zum Leben erweckt wird. Das digitale Head-Up-Display zeigt die damalige Fahrt der Kabine aus dem Jahr 1978 als Animation über der realen Landschaft.
Neben der Sonderausstellung „200 Jahre Erstbesteigung Zugspitze“ und dem museumseigenen Kino mit neuen Filmen zum Seilbahnbau gibt es weitere Anziehungspunkte: Eine interaktive Station offenbart mithilfe eines Zeitschiebers die unterschiedliche Trassenführung großflächig auf der Wand. Zugleich werden die fünf Kabinen der vergangenen 100 Jahre als Modelle ausgestellt. Im letzten Raum des neugestalteten Museums werden die Themen Wetter und Klima anschaulich präsentiert: An einem großen Relief der Ostalpen können Besucher auf Knöpfe drücken und sehen dadurch Wetterextremwerte der Zugspitze im Vergleich zu anderen Bergen. Eine Impressionswand mit Wetterereignissen auf der Zugspitze rundet die Ausstellung ab.
Statement Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn:
„Das neugestaltete Museum bietet den Gästen eine weitere Attraktion am Gipfel der Zugspitze mit beeindruckenden Bildern von Sonnenaufgängen und -untergängen bis zur Technik und der Geschichte der Zugspitze.“
Besucher erhalten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch ein besseres Verständnis für die Veränderungen im alpinen Raum.
Pendelbahn-Kabinen erstrahlen im neuen Glanz
Parallel dazu investierte die Tiroler Zugspitzbahn auch in die Modernisierung ihrer bestehenden Infrastruktur. Im Rahmen einer umfassenden Kabinenrevision durch den Schweizer Hersteller CWA, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, erhielten die beiden Panorama-Kabinen der Tiroler Zugspitzbahn ein technisches und optisches Upgrade. Die Außenflächen wurden in edlem Metallic-Blau lackiert und verleihen den Pendelbahn-Kabinen so einen modernen Auftritt. Auch im Innenraum wurde die Kabine mit einer neuen Lackierung in Weißaluminium, einem neuen Bodenbelag sowie erneuerten Scheiben optisch aufgefrischt. Darüber hinaus wurden Türmechanik und Unterboden sorgfältig überarbeitet, um die Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen.
Über die Tiroler Zugspitzbahn
Die damalige „Österreichische Zugspitzbahn“ war bei ihrer Eröffnung vor hundert Jahren die erste Seilbahn Tirols und die zweite Österreichs. Im Laufe ihrer Geschichte setzte die Tiroler Zugspitzbahn zahlreiche Meilensteine: von den ersten Kabinen für 19 Personen im Jahr 1926 über die Erschließung des Gipfels mittels Gipfelbahn 1964 bis hin zur heutigen Direktverbindung auf die Zugspitze, die seit 1991 in Betrieb ist. Nach dem Talstationsbrand 2003 gelang ein Wiederaufbau der Pendelbahn in Rekordzeit. Auch danach entwickelte sich die Tiroler Zugspitzbahn konsequent weiter – mit neuen Erlebniswelten, innovativen Ausstellungen und modernen Infrastrukturen. Heute überwindet die Pendelbahn auf einer Länge von 3.600 m rund 1.725 Höhenmeter in nur zehn Minuten Fahrzeit. Zwei Panorama-Kabinen für je 100 Personen transportieren bis zu 730 Passagiere pro Stunde auf knapp 2.950 m Seehöhe. Die höchste Stütze misst 55 m, der größte Bodenabstand beträgt 160 m.





