Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner und Vorstand Mag. Christian Wörister, Bergbahn AG Kitzbühel. © gb

„Diversifizierung wird essenziell!“

Top-moderne Seilbahn- und Beschneiungsanlagen, dazu ein durchdachtes Angebot für den Gast und neu eine Schneegarantie – KitzSki hat viel auf den Weg gebracht und noch viel vor. Der MOUNTAIN MANAGER hat bei Mag. Anton Bodner, Vorstandsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel, und Vorstand Mag. Christian Wörister nachgefragt.

Du hast Deine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel in einer schwierigen Zeit, zu Beginn der Corona-Pandemie übernommen und dabei gleich Krisen-Management praktiziert. Gibt es positive Erfahrungen, die Du aus dieser Zeit mitnimmst?

Anton Bodner: Die Coronazeit hat eine beispiellose Extremsituation gebracht, umso mehr als wir uns entschlossen hatten, das Skigebiet offen zu halten. Es war klar, dass keine Gäste aus anderen Ländern kommen würden und der Betrieb der Anlagen eine finanzielle Herausforderung ist, dennoch wollten wir den Skibetrieb für die Einheimischen möglich machen. Wir haben zu dieser Entscheidung dann auch sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Bestätigt wurde in dieser Zeit die Bedeutung einer klaren Kommunikation, eines starken Teams und kurzer Wege in der Entscheidung. Natürlich ging es auch darum, Prioritäten konsequent umzusetzen und flexibel auf Entwicklungen zu reagieren. Es wurden außerdem Strukturen geschaffen und umgesetzt, die auch jetzt noch Bedeutung haben, etwa Arbeit im Homeoffice oder Meetings per Teams.

Du bist im Herbst 2020 als Vorstand Marketing und Digitale Services ins Unternehmen gekommen. Wo hat man in der Erarbeitung der Marketingstrategie angesetzt, was steht im Fokus?

Christian Wörister: Ich war in der glücklichen Situation, in ein sehr kompetentes Team zu kommen, sowohl was Marketing, IT als auch Kundenservice betrifft. Wir haben dann begonnen, uns den Markt genau anzusehen und zu definieren, wo wir als Bergbahn aktiv sein wollen. Dabei haben wir schnell gesehen, dass wir den Markt der Tagesskifahrer, den wir mit Anfahrtsdistanzen bis zu 1,5 Stunden definieren, sehr gut selber bearbeiten können. Bei den übrigen Märkten wie DACH-Raum, die Schweiz, Benelux- und CEE-Länder kooperieren wir mit den Tourismusorganisationen. Hier haben wir Strategien entwickelt, was im klassischen Werbebereich und bei Veranstaltungen gemacht wird und wo die Digitalisierung hingehen soll, also Web-Shop, digitaler Verkauf, Ticketing oder Handy-Ticket, das wir gemeinsam mit SkiData auf den Weg gebracht haben. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter. So testen wir im Moment wieder gemeinsam mit SkiData, ob beim Eintritt das Gästebild auf dem Ticket mit dem realen übereinstimmt. Für die Zukunft wollen wir noch mehr auf Internationalisierung setzen. Ein Beispiel ist der Ikon Pass, ein weltweit agierender Skiverbund, in dem wir gemeinsam mit Ischgl als einzige österreichische Destination mit anderen Top-Gebieten wie etwa Dolomiti-Superski in Italien, dem Matterhorn in der Schweiz, Chamonix in Frankreich oder Aspen und DeerValley in den USA internationale Gäste ansprechen wollen.

Sesselbahn während der Fahrt im Winter

Talstation CD6C Gauxjochbahn. © KitzSki / Bernhard Jellinger

KitzSki hat in den letzten Jahren nach hohen Investitionen in Seilbahnanlagen verstärkt in die Schneesicherheit investiert, was wurde gemacht?

Bodner: Investitionen in die Schneesicherheit waren in den letzten Jahren ein großes Thema, weil es natürlich wichtig ist, den Gästen gute Schneebedingungen anbieten zu können und für sie und die Tourismusbetriebe vor Ort ein verlässlicher Partner zu sein. Da wollten wir die Voraussetzungen optimieren. Um das bestmöglich umzusetzen, haben wir in den letzten Jahren deutlich mehr als 30 Mio. Euro investiert. Das umfasst Schneeerzeuger genauso wie Pumpen, Trafostationen, Leitungen und als wesentliches Element auch Kühltürme. Auf diese Weise können wir auch unter schwierigen Bedingungen jedes Zeitfenster zur Schneeerzeugung nutzen. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt diese Wintersaison, in der es bis jetzt ausgesprochen wenig Naturschnee gibt.

Wörister: Das Interesse der Gäste am Skifahren und am Wintersport ist außerdem im Spätherbst und zu Winterbeginn höher als im Frühjahr. Schon aus diesem Grund ist es wichtig, mit einer guten Schneegrundlage in den Winter starten zu können.

Für die Wintersaison 2025/26 wurde erstmals eine Schneegarantie auf den Weg gebracht. Wie hat man das ermöglicht?

Bodner: Die umfassenden Investitionen in die Beschneiung und sichere Pisten sind die Grundlage für die Schneegarantie, die wir diese Wintersaison anbieten können. Für Gäste sind zwei Kriterien entscheidend, wenn sie sich für einen Aufenthalt in einem bestimmen Skigebiet entschließen: die Größe der Destination und die Höhe, nach der man auf das Vorhandensein von Schnee schließt. Vor diesem Hintergrund war es uns wichtig zu erklären, dass wir in Kitzbühel zuverlässig Schnee zum Skifahren haben. Dafür möchten wir das Bewusstsein schaffen.

Wörister: Die Entscheidung für eine Schneegarantie wurde bei uns aufgrund einer fundierten Datenbasis getroffen. Wir haben uns die Werte der letzten Jahre genau angesehen und dann entschieden, dass wir tatsächlich in der Lage sind, eine Schneegarantie abzugeben.

Wo liegen die Schwerpunkte bei den Investitionen der nächsten Jahre?

Bodner: Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt noch bei einem neuen Speicherteich, den wir bauen. Dazu wollen wir im Sommer die Parkgarage bei der Talstation der Fleckalmbahn in Angriff nehmen und in sieben Monaten fertig stellen. Die Parkmöglichkeiten sind wichtig, damit wir unseren Gästen einen guten Zugang ins Skigebiet bieten können. Auf der Parkgarage soll in der Folge dann ein Hotel gebaut werden. KitzSki verfügt derzeit bereits über 10 Speicherteiche, nur bei zwei von ihnen gibt es allerdings Kühltürme. Auch hier wollen wir aktiv werden und zusätzliche Kühltürme errichten, um die Schneifenster effektiv nutzen zu können. Für die nahe Zukunft stehen dann auch wieder Investitionen in Seilbahnen am Plan. So wird etwa die Modernisierung der Pendelbahn auf das Kitzbüheler Horn Thema werden. Planungen werden auf den Weg gebracht, dazu erste Studien und Überlegungen zur Trassenführung. Auch im Bereich der Gastronomie wollen wir aktiv Verbesserungen und Neues in die Wege leiten. Aus Befragungen und Rückmeldungen der Gäste wissen wir, wie wichtig hier das richtige Angebot ist.

Wörister: Bei den Investitionen im Bereich der Speicherteiche ist es uns ein Anliegen, darauf zu achten, dass sie ganzjährig bespielbar sind und auch im Sommer für Gäste nutzbar. Dazu investieren wir weiter in unser Bikeangebot, für das wir in den letzten Jahren eine gute Grundlage geschaffen haben. Für den Sommer ist etwa geplant, den längsten Trail in Tirol zu eröffnen.

Im Talbereich von KitzSki stehen 10 Übungslifte kostenlos zur Benützung bereit, wie kommt das Angebot an – wie wird es genutzt?

Bodner: Das Angebot wird genutzt, soll aber noch deutlicher in den Fokus gestellt werden. Es geht uns einfach darum, Kindern und auch Erwachsenen eine Möglichkeit zu eröffnen, Skifahren einfach mal auszuprobieren, Erfahrungen möglich zu machen und die Lust auf Bewegung im Schnee zu wecken. In Kitzbühel haben Kinder ab 4 Jahren bis zum Ende der Volksschule außerdem die Möglichkeit, eine Woche im Jahr einen Gratis-Skikurs zu belegen, dazu gibt es gratis Ski, Ticket und Skilehrer sowie Mittagessen. So wollen wir auch den Einheimischen den Spaß am Skifahren von Anfang an vermitteln.

Kernpunkt im Winter ist das Skifahren, es gibt aber auch immer mehr zusätzliche Angebote – warum?

Wörister: Wir haben in den letzten Jahren verstärkt in ein umfangreiches Angebot investiert, um allen Wünschen der Gäste entgegenzukommen. So haben wir beste Bedingungen zum Winterwandern am Kitzbüheler Horn bzw. auf der Resterhöhe, dazu bieten wir Höhenloipen und Möglichkeiten zum Rodeln. Man hat diese Aktivitäten früher häufig im Tal genutzt, aufgrund der Witterungsbedingungen haben wir sie nach oben auf den Berg verlegt. Hier sehen wir eine Aufgabe, aber auch eine Chance, uns mit einem durchdachten Angebot entsprechend breit aufzustellen und schöne Momente im Schnee erlebbar zu machen.

Zwei Mountainbiker fahren im Sommer am Berg

Das Bikeangebot ist zu einem wesentlichen Faktor im Sommerangebot von KitzSki geworden. © KitzSki / Werlberger

Klimaveränderungen sind nicht nur fordernd für den Winter, sondern rücken verstärkt den Sommer ins Blickfeld – ist das eine Herausforderung oder eine Chance?

Bodner: Als Bergbahnunternehmen sehen wir darin durchaus eine Chance. Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, ist ein Aufenthalt in den Bergen sehr angenehm und eine gute Möglichkeit, der Hitze zu entkommen. Wandern ist nach wie vor gefragt, mit dem Bikeangebot ziehen wir auch jüngere Besucher an. Es gibt für den Sommer einen Masterplan, es gibt eine Bike-ARGE und eine ganze Reihe an Optionen, die wir nutzen können.

Wörister: Wenn wir uns das internationale Wettbewerbsumfeld ansehen, können wir hier sicher punkten. Bei uns hier ist es sauber, es ist sicher, die Umwelt ist intakt und die Temperaturen im Sommer sind angenehm. Die Grundvoraussetzungen sind sehr gut – es liegt an uns, ein gutes Angebot zu erarbeiten.

KitzSki ist Teil der Global Sustainability Ski Alliance. Was war dafür ausschlaggebend, welche Aufgaben resultieren daraus?

Bodner: Nachhaltigkeit ist für KitzSki schon lange ein wichtiges Thema. Dabei haben wir Nachhaltigkeit auch breit definiert, also sowohl die ökologischen als auch die ökonomischen und sozialen Belange miteinbezogen. Wir sind in diesem Bereich schon lange aktiv und verfügen auch über entsprechendes Datenmaterial. Deshalb ist für uns die Teilnahme an der Global Sustainability Ski Alliance wichtig und folgerichtig. Die Ziele der Alliance stimmen mit unseren überein, der Erfahrungsaustausch mit anderen Destinationen wird uns in der Entwicklung voranbringen.

Wörister: Wir haben im Rahmen der Gespräche bereits begonnen, Geschäftsfelder zu definieren, die für nachhaltiges Wirtschaften von Bedeutung sind. Dazu zählen Innovationen gemeinsam mit der Industrie, Mobilität, Energie und Abfallwirtschaft. Diese Bereiche wollen wir im Rahmen der nächsten Workshops sukzessive abarbeiten, Erfahrungen austauschen und Prozesse in Gang bringen.

Wie schwer ist es, qualifizierte Mitarbeiter zu finden? Welche Rolle spielt hier das neue „KitzSki Living“?

Bodner: In Coronazeiten und kurz danach war es ausgesprochen schwierig, Mitarbeiter zu bekommen. Und auch jetzt ist es durchaus fordernd. In früheren Jahren war es häufig so, dass Bauern der Umgebung im Winter Arbeit gesucht und bei den Bergbahnen gefunden haben. Diese Vorstellung ist seit einigen Jahren überholt, das geht sich nicht mehr aus. Wir sind immer stärker auf Saisonarbeitskräfte angewiesen, die nicht aus der Region kommen. Dabei spielt dann natürlich die Unterkunft, und damit „KitzSKi Living“ eine große Rolle. Wir haben im letzten Jahr noch 57 Zimmer für Mitarbeiter angemietet, das war nicht einfach zu bewerkstelligen. Es ist uns daher immer deutlicher bewusst geworden, dass wir leistbaren Wohnraum für unsere Saisonkräfte brauchen, wenn wir wollen, dass sie wiederkommen. Wir sehen deshalb „KitzSki Living“ als eine wesentliche Investition in die Zukunft.

 Männergruppe bei symbolischer Schlüsselübergabe vor Mitarbeiterhaus

Symbolische Schlüsselübergabe „KitzSki Living“, v. l.: Prok. Florian Wörgetter, Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner, Stadtpfarrer Mag. Michael Struzynski, ARV Bgm. Dr. Klaus Winkler, BR Werner Gantschnigg, ZBRO Andreas Hochwimmer und Vorstand Mag. Christian Wörister. © Joachim Frenner

Warum hat man sich entschlossen, das Mitarbeiterhaus auch für touristische Zwecke zu nutzen?

Bodner: Im Sommer wird das Mitarbeiterhaus nicht von Saisonkräften bewohnt, deshalb war eine touristische Nutzung naheliegend, weil wir daraus einen Mehrwert generieren können. Vor diesem Hintergrund haben wir um eine entsprechende Umwidmung angesucht und eine solche dann auch bekommen. Wir denken, dass wir mit unserer Lage und der Ausstattung der Wohneinheiten Gäste von unserem Angebot überzeugen können.

Wörister: Starten wollen wir nach der Wintersaison. Im Moment sind wir mit Backoffice-Arbeiten beschäftigt, also Buchungstools zu erstellen, dazu eine Homepage, das Managementsystem auf den Weg zu bringen etc. Dann wollen wir den Verkauf starten, d. h. wir als Bergbahnunternehmen werden die damit verbunden Aufgaben selber übernehmen.

Wo sieht KitzSki die größten Herausforderungen für die nächsten Jahre?

Bodner: Fordernd sind und werden in Zukunft vermehrt die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang wird etwa die Bettenauslastung Thema. Im Raum Kitzbühel gibt es derzeit 6.200 Betten, die Auslastung beträgt rund 35 Prozent. Hier gibt es Luft nach oben, da müssen wir ansetzen. Dazu braucht es zusätzliche Angebote und ein starkes Bergbahnunternehmen, weil wir als Motor der Region auch einiges in Bewegung bringen und bewirken können.

Wörister: Diversifizierung wird essenziell. Wir brauchen zusätzliche Beschäftigungsfelder im Unternehmen, in denen wir zusätzliche Wertschöpfung erzielen. Dazu müssen wir noch internationaler werden, der deutschsprachige Raum allein wird ein erfolgreiches Wirtschaften in Zukunft nicht garantieren können.

 

Danke für das Gespräch! LW

Für die neue 3S-Bahn von Campitello auf den Col Rodella im italienischen Fassatal entwickelte der Bergungsspezialist Immoos das Doppellaufwerk DL1. Es ermöglicht eine reibungslose Evakuierung über Seilreiter hinweg. © https://jacopobernard.com/ Doppelmayer

Seilreitertaugliches Evakuierungssystem für 3S-Bahn auf den Col Rodella

Das Schweizer Unternehmen Immoos ist seit 1997 ein anerkannter Experte in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Für die neue 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal entwickelten seine Spezialisten das Doppellaufwerk DL1. Diese innovative Evakuierungslösung ermöglicht bei der Rettung entlang der Tragseile ein müheloses Überfahren der Seilreiter, die bislang aufwändig umgangen werden mussten. So muss das Rettungssystem nicht umgesetzt werden, und es gibt keine Verzögerungen.

Die neue 3S-Bahn der Doppelmayr-Gruppe ersetzt nach rund 40 Jahren Betriebszeit die historische Pendelbahn von Campitello auf den Col Rodella im Fassatal (TN). Die Seilbahnanlage ist seit der Wintersaison 2025/26 in Betrieb und befördert bis zu 2.812 P/h über eine Streckenlänge von 2.571 m. Die Anforderungen dieser Dreiseilbahn im alpinen Hochgebirge sind in Bezug auf Betriebssicherheit und Evakuierungskonzepte sehr hoch. Die Strecke der neuen 3S-Bahn auf den Col Rodella führt über einen Bereich mit Steinschlaggefahr und im Winter zusätzlich über einen Hang mit potenzieller Lawinengefahr. Dadurch ist auf rund 1.100 m der gesamten Strecke die herkömmliche Bodenrettung und damit ein vertikales Abseilen zum Boden nicht zulässig, sodass die Passagiere entlang der Tragseile evakuiert werden müssen. Dabei müssen mehrere Seilreiter überfahren werden können, ohne das Rettungssystem umzusetzen oder zu verzögern. Genau aus diesen Anforderungen entstand das neue Doppellaufwerk DL1 aus dem Hause Immoos. Es bildet das Herz des Evakuierungssystems der 3S-Bahn auf den Col Rodella.

Für 3S-Bahnen mit extremen topografischen Anforderungen

Das Doppellaufwerk DL1 nutzt beide Tragseile gleichzeitig, was eine besonders ruhige und kontrollierte Fahrt ermöglicht. Die trapezförmige Aufhängung positioniert die Rettungstraverse rund drei Meter unterhalb der Seile. So können Seilreiter mühelos überfahren werden, ohne Umsetzen, Unterbrechung oder Zeitverlust. Das DL1 wird über eine leistungsstarke, elektrische 400-Volt-Keilscheibenwinde bewegt. Pro Zyklus können ein Retter und zwei Gäste transportiert werden, was die Evakuierung deutlich beschleunigt.

Mit dieser Entwicklung trägt der Bergungsspezialist Immoos auch den wachsenden Anforderungen hochmoderner 3S-Bahnen Rechnung, insbesondere jenen in exponiertem winterlichem Gelände oder mit langen Spannfeldern.

Ergänzung zu Seilfahrgerät SS1

Immoos ist seit 1997 ein qualifizierter Partner in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Dank langjähriger Erfahrung und umfassender Fachkompetenz wurden zahlreiche Produkte und Dienstleistungen realisiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese werden heute weltweit in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Eine sehr erfolgreiche Entwicklung des Schweizer Bergungsspezialisten ist das selbstfahrende Seilfahrgerät SS1. Damit können sich Personen auf Litzenseilen von Seilbahnen und Industrieanlagen fortbewegen – ohne Rückhalteseil, Zweitperson oder zusätzliches Sicherungsgerät. Weltweit sind bereits mehr als 3.000 Seilfahrgeräte SS1 im Einsatz. Das neue Doppellaufwerk DL1 erweitert die Produktpalette von Immoos, vor allem im Hinblick auf Evakuierungssysteme für anspruchsvolle 3S-Bahnen mit sehr hohen topografischen Herausforderungen. Mit der Entwicklung dieses seilreitertauglichen Evakuierungslösung für die 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal verfügt Immoos nun über eine gelungene Referenz.

Portrait eines mittelalten Mannes mit gelbem Hintergrund

Daniel Bui-Moosbrugger ist seit rund eineinhalb Jahren in Italien für Immoos als Kundenberater tätig. © Immoos

Stärkung der Marktpräsenz in Italien

Darüber hinaus verstärkt der Schweizer Bergungsexperte seine Aktivitäten auf dem italienischen Markt. Dieser wird bereits seit rund eineinhalb Jahren für Immoos vor Ort und regional von Daniel Bui-Moosbrugger betreut. Gemeinsam mit CEO Florian Immoos war er auch stark in das Projekt „Col Rodella“ miteingebunden und diente als zentrale Verbindung zwischen Planung, Entscheidungsträgern und Umsetzung. Dieser direkte Austausch hat wesentlich dazu beigetragen, dass die entwickelte Lösung exakt zu den örtlichen Anforderungen passt.

Neuer Lesestoff ab Anfang nächster Woche: der Mountain Manager 1/26, die erste Ausgabe in diesem Jahr. © cm via Canva.com

Coming soon: der Mountain Manager 1/26

Die erste Ausgabe dieses Jahres wird gerade gedruckt und erscheint am Montag, dem 16. 2. Sie enthält unter anderem ein Special zur „Berggastronomie“. Dazu passend informiert Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro über das Thema „Berggastronomie – Zukunft mit Herkunft“. Des Weiteren berichten wir beispielsweise über die weltweit erste TRI-Line im Schweizer Skigebiet Hoch-Ybrig, über Inspektionsdrohnen in der Wintersportdestination Melchsee-Frutt, über leistbaren Wohnraum für Mitarbeiter von Seilbahnunternehmen sowie über die Limitierung der Tagesgäste im Trentiner Skigebiet Madonna di Campiglio.

Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 1/26:

BERGGASTRONOMIE

  • Meinung: Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro: Berggastronomie – Zukunft mit Herkunft
  • Gletschermühle Kitzsteinhorn: Ein neues Highlight am Berg
  • MAB Kaprun: Baujuwel auf dem Kitzsteinhorn
  • „Hirsch und Maus“: Generationenprojekt Schlossalm
  • Holzbau Maier: Zwei Prestigeprojekte in Salzburgs Top-Skigebieten
  • Bergrestaurant Grüneck: Kulinarik auf höchstem Niveau
  • ZOOMROOM: Neue Projekte vom Raum-Cabrio

(WINTER)TRENDS

  • Bilanz Prowinter 2026: Gestärkte Rolle als Hub für Outdoor- und Wintersport
  • Wird die Limitierung der Tagesgäste erforderlich?
  • Das Paznauntal inszeniert Schnee-Erlebnisse neu
  • Neue Markenstrategie Lenzerheide: World of Wonders
  • Loischkopfbahn setzt auf moderne Informations- und Leitsysteme
  • Leistbarer Wohnraum für Mitarbeiter
  • Sölden schafft neue Infrastruktur mit Sunkid
  • Mountainbike Movement: Wenn Trails zur Visitenkarte einer Destination werden

NEUE BAHNEN

  • LEITNER / Dachstein West: Mit Top-Technik in die Zukunft
  • Doppelmayr / Hoch-Ybrig: Weltweit erste TRI-Line ist in Betrieb
  • Rollenbatterie-Service der Doppelmayr Gruppe
  • Italiens Skigebiete setzen mit Top-Technologien von LEITNER auf maximale Effizienz

PISTENMANAGEMENT

  • Boyne Resorts setzen auf PistenBully 600 E+ für nachhaltige Pistenpflege
  • Die neue SmartCut-Fräse des PistenBully
  • KitzSki setzt auf Prinoth Connect

LAWINENSCHUTZ

  • MND Safety: Großprojekte in fünf Kontinenten
  • Wyssen Avalanche Control AG installierte weiteren Lawinen-Sprengmast am Pitztaler Gletscher

BESCHNEIUNG

  • ISTA S.p.A. Cortina d‘Ampezzo: Bestens gerüstet für die Olympischen Winterspiele 2026
  • TechnoAlpin über das Herz der Beschneiungsanlage
  • Bächler Top Track / Sportbahnen Melchsee-Frutt / Scara captures GmbH: Automatisierte Inspektionsdrohnen entlasten Mitarbeiter
Das Mountain Manager-Team wünscht eine interessante Lektüre!

Die Remec AG hat die Sparte „Visuelle Seilprüfung“ von der Seilplan GmbH übernommen. © Remec AG

News von der Remec AG

Die Remec AG, der Schweizer Spezialist in den Bereichen Instandhaltung, Technische Leitung und Softwareentwicklung aus Schattdorf, hat per 1. Januar 2026 von der Seilplan GmbH aus Grüsch (CH), die auf die Prüfung von Seilbahnseilen aller Art spezialisiert ist, den Bereich „Visuelle Seilprüfung“ übernommen.

Aus einer langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft entsteht damit eine neue Phase der Kooperation. Die Remec AG stärkt mit diesem Schritt ihr bestehendes Angebot im Bereich der visuellen Seilprüfung und erweitert es um das bewährte Fachwissen der Seilplan GmbH. Für einen reibungslosen Übergang wird die Remec AG in der Anfangszeit aktiv von der Seilplan GmbH begleitet. So profitieren bestehende Kunden von einer nahtlosen Fortführung der Dienstleistungen.

Weiterführende Informationen über die beiden Unternehmen finden Sie auf:

https://remec.ch/

https://seilplan.ch/

Unter dem thematischen Leitfaden „Realitätssinn im Tourismus – der Berg verhandelt nicht“ findet das 35. TFA–TourismusForum Alpenregionen vom 13. bis 15. April 2026 in Lech Zürs am Arlberg statt. © Lech Tourismus, Logo: © TFA-Forum

35. TFA-Forum 2026: Das Programm steht fest!

Nach Bruneck in Südtirol im Vorjahr wird das diesjährige und damit 35. TFA–TourismusForum Alpenregionen im österreichischen Lech Zürs am Arlberg und somit in der Wiege des alpinen Skisports abgehalten. Unter dem Motto „Realitätssinn im Tourismus – der Berg verhandelt nicht“ versammeln sich vom 13. bis 15. April 2026 Entscheidungsträger, Vordenker und Gestalter des alpinen Tourismus auf dieser hochkarätigen Branchenveranstaltung zum Netzwerken und zum Gedankenaustausch.

Nun steht das Programm mit inspirierenden Referaten, exklusiven Einblicken hinter die Kulissen und Forumstouren, die Lech Zürs und den Arlberg aus neuen Perspektiven zeigen, fest.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das Programm:
  • Fernando Lehner, Informationschef des regionalen Führungsstabs Lötschental VS: Gletscherabbruch und Bergsturz in Blatten/Lötschental: Aus Trümmern wächst Zukunft.“
  • Dr. Thomas Bieger, Tourismusökonom & Professor Universität St. Gallen: „Hat der Tourismus traditioneller Prägung eine Zukunft – und wie erhalten Bergbahnen ihre gesellschaftliche Legitimation?“
  • Thomas Küng, Senior Projektleiter Grischconsulta Beratungen AG: „Der Fels in der Brandung? Robustere Geschäftsmodelle für Bergbahnen.“
  • Reto Gurtner, Weisse Arena Gruppe: „Nach dem Verkauf der Anlagen der Weissen Arena AG: Alpiner Tourismus im Spannungsfeld zwischen lokaler Verankerung und globaler Konsolidierung.“
Das vollständige Programm mit allen Referaten, Gesprächsrunden und Forumstouren ist online abrufbar auf:

https://tourismusforum.ch/

Im Matterhorn Ski Paradise beschleunigt eine neue 8er-Sesselbahn die Verbindung vom Riffelberg nach Gifthittli. Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. © ML

Skigebiete im DACH-Raum setzen auf smarte Seilbahntechnologien

Auf die Wintersaison 2025/26 investierten österreichische, deutsche und Schweizer Skigebiete gezielt in neue Seilbahnanlagen von LEITNER. Im Mittelpunkt stehen dabei energieeffiziente Antriebssysteme, ein hoher Automatisierungsgrad sowie intelligente Modernisierungslösungen im Bestand.

Dabei erfreut sich die LeitPilot-Technologie für den autonomen Stationsbetrieb immer größerer Beliebtheit. Das teilte der Südtiroler Seilbahnproduzent vor kurzem in einer Presseaussendung mit.

Österreich: Autonomer, komfortabler, effizienter

Seit Mitte November 2025 ist die neue „Senderbahn“ im österreichischen Skigebiet Hauser Kaibling (Steiermark) betriebsbereit. Diese 10er-Kabinenbahn mit LeitPilot für den autonomen Stationsbetrieb bringt ein deutliches Plus an Komfort und Förderleistung. Mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s befördert die neue Anlage bis zu 2.800 P/h zum Senderplateau. Moderne Kabinen des Typs Diamond EVO Deep, hohe Windstabilität und innenliegende Skiköcher machen die fünfminütige Fahrt besonders für Familien angenehm. Bereits im Vorjahr eröffnete im Skigebiet die ebenfalls mit LeitPilot ausgestattete 8er-Sesselbahn CD8C „Kaiblinggrat“.

Auf die Wintersaison 2025/26 investierten österreichische, deutsche und Schweizer Skigebiete gezielt in neue Seilbahnanlagen von LEITNER. I

Die neue 10er-Kabinenbahn „Senderbahn“ im österreichischen Skigebiet Hauser Kaibling ist mit der LeitPilot-Technologie für den autonomen Stationsbetrieb ausgestattet und bringt ein deutliches Plus an Komfort und Förderleistung. © ML

Im Skigebiet Dachstein West wurden rund 22 Mio. Euro in zwei neue 6er-Sesselbahnen investiert. Die Aufstiegsanlagen „Angeralm“ und „Aussichtsberg“ ersetzen einen Schlepplift sowie eine 4er-Sesselbahn und verbinden seit Anfang der Saison Gosau und Annaberg komfortabler und effizienter. Wetterschutzhauben, Sitzheizung und automatisch schließende Bügel sorgen für ein deutliches Plus an Komfort und Sicherheit.

Sesselbahn im Winter während der Fahrt

Am Mittwoch, dem 21. 1. 2026, wurden die beiden neuen 6er-Sesselbahnen „Aussichtsberg“ und „Angeralm“ (im Bild) in der Skiregion Dachstein West (Österreich) feierlich eröffnet. Offiziell in Betrieb sind die beiden Aufstiegsanlagen schon seit Anfang der Wintersaison 2025/26. © LEITNER

In der Schweiz setzt sich der Trend in Richtung Retrofit in St. Moritz weiter fort, zudem war LEITNER erneut im Matterhorn Ski Paradise für den Bau einer neuen Sesselbahn im Einsatz.

Schweiz: Retrofit, Nachhaltigkeit, Leitpilot-Technologie

Im Matterhorn Ski Paradise beschleunigt eine neue 8er-Sesselbahn die Verbindung vom Riffelberg nach Gifthittli. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit stark im Zentrum: Solarpaneele unterstützen die Energiegewinnung, Stützenfundamente werden wiederverwendet und der LEITNER DirectDrive reduziert den Energieverbrauch sowie die Geräuschentwicklung deutlich. Für den maximalen Komfort auf der Strecke kommt der Premium-Sessel EVO mit Einzelfußrastern und Wetterschutzhauben zum Einsatz. Zudem wurde die neue 8er-Sesselbahn mit Stationen in der markanten Form der italienischen Designschmiede Pininfarina realisiert.

In St. Moritz wurde nach rund 30 Betriebsjahren die bisherige 4er-Sesselbahn „Randolins“ umfassend erneuert. Die neue 6er-Sesselbahn ermöglicht den komfortablen Aufstieg sowohl von der Paradiso als auch von der Trutz-Seite. Mit einer Förderleistung von bis zu 2.400 P/h – gegenüber bislang 1.500 P/h – und einer Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s erfüllt die Anlage bestmögliche Anforderungen an Kapazität, Effizienz und Betriebssicherheit. Trotz des vollständigen technischen Neubaus, inklusive LeitPilot in der Bergstation, stand der nachhaltige Umgang mit Ressourcen im Mittelpunkt der Umsetzung. Aufgrund des guten Zustands der bestehenden Bausubstanz konnten neun der insgesamt 15 Seilbahnfundamente weiterverwendet werden, die übrigen mussten lediglich punktuell verstärkt werden. Damit verbindet die 6er-Sesselbahn „Randolins“ modernste Seilbahntechnologie mit einer verantwortungsvollen Weiterentwicklung des Bestands.

Parallel dazu wurde auch die rund 30 Jahre alte 4er-Sesselbahn „Lej da la Pêsch“ im Rahmen eines gezielten Retrofit-Programms für die Zukunft gerüstet. Die bereits im Herbst 2025 abgeschlossene Modernisierung brachte neben einem autonomen Stationsbetrieb mit Leitpilot in der Bergstation neue Sessel mit gepolsterten Sitzen, verriegelbaren Schließbügeln, Einzelfußrastern sowie eine leicht erhöhte Fahrgeschwindigkeit, die nun für kürzere Wartezeiten sorgt. Entlang der Strecke wurden lediglich kleinere Instandhaltungsarbeiten an den Fundamenten durchgeführt, um die Anlage auf den aktuellen Stand zu bringen. Damit reiht sich die Anlage erfolgreich in Schweizer Retrofit-Projekte von LEITNER der jüngeren Vergangenheit in Corviglia und Arosa Lenzerheide ein.

Einen Modernisierungsschub mit Fokus auf die Ganzjahresnutzung gab es in deutschen Skigebieten. Auch dabei kamen Seilbahnanlagen von LEITNER zum Einsatz.

Deutschland: Ganzjähriges Freizeitangebot am Almberg

Im Skizentrum Mitterdorf, das als „Gletscher des Bayerischen Waldes“ bekannt ist, wurden umfassende Investitionen getätigt, um die Destination zukunftsfit zu machen. Der Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut investierte rund 23,2 Mio. Euro in ein ganzjährig attraktives Angebot. Herzstück des Projekts sind zwei neue Aufstiegsanlagen von LEITNER: die 6er-Sesselbahn „Almbergbahn“ und die 4er-Sesselbahn „Kleiner Almberglift“.

Die neue „Almbergbahn“ überzeugt durch ihre Windstabilität, eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 5 m/s und eine Förderleistung von 1.600 P/h. 40 komfortable 6er-Sessel mit Wetterschutzhauben, Komfortpolsterung und Einzelfußrastern sorgen für ein angenehmes Fahrerlebnis. Die Trasse wurde so gewählt, dass die gesamte Pistenfläche ohne bauliche Hindernisse genutzt werden kann. Auch die neue fixgeklemmte 4er-Sesselbahn „Kleiner Almberglift“ steigert mit einer Förderleistung von 1.400 P/h und modernen Premium-Sesseln des Typs EVO den Komfort für die Gäste. Beide Anlagen sind für den Sommer- und Winterbetrieb ausgelegt und unterstützen damit das Ziel, über das ganze Jahr ein Freizeitangebot am Almberg anzubieten.

© cm via Canva.com

„Unser Ziel ist es, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Branche zu zählen“

Für 2026 hat KR Dir. Georg Bliem seinen Rückzug als Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH angekündigt. Er übergibt ein erfolgreiches Unternehmen mit durchdachten Angeboten, einer modernen Infrastruktur und nachhaltigem Wirtschaftskurs.

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH gilt als touristischer Leitbetrieb. Wie haben sich die Herausforderungen in den letzten Jahren verändert, wo geht der Weg hin?

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH wird nicht nur als Motor der Region bezeichnet, sie ist es auch und trägt deshalb eine große Verantwortung. Diese Verantwortung haben wir auch immer wahrgenommen. So wurde in den Jahren meiner Geschäftsführung viel in die Infrastruktur investiert, wobei wir u. a. neun Seilbahnen gebaut haben. In den nächsten Jahren wird die Absicherung des Skibetriebs im Fokus stehen. Dafür haben wir schon 2025 eine große Investition in Pumpanlagen durchgeführt. Nächstes Jahr wird ein bestehender Speicherteich auf ein Fassungsvermögen von rund 200.000 m³ Wasser vergrößert. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass für den Skibetrieb immer genug Schnee vorhanden ist. Dazu wird auch großes Augenmerk auf das Angebot, auf Inszenierungen am Berg gelegt werden, damit der Gast seinen Aufenthalt genießen kann. Dabei geht es nicht mehr nur um Angebote für eine Saison, sondern um eine Ganzjahresnutzung. Ein Ziel, das ich von Anfang an verfolgt habe, war es, die Planai-Hochwurzen-Bahnen zu einer Ganzjahresdestination zu entwickeln. Da sind wir auch angekommen – immerhin gelingt es mit einem entsprechenden Angebot, von unseren 420 Mitarbeitern 325 ganzjährig zu beschäftigen.

Mountainbiker in den Bergen in Aktion Sommeraufnahme

Biken hat sich im Sommerangebot der Planai-Hochwurzen-Bahnen zur Erfolgsgeschichte entwickelt. © Harald Steiner

In der GmbH sind neben der Infrastruktur der Bergbahnen auch die Bereiche Gastronomie, Freizeitparks, Sportanlagen, der Autobusbetrieb „Planai Bus“ sowie ein Reisebüro vertreten. Welche Bedeutung haben Synergien im Unternehmen und darüber hinaus?

Es war von Anfang an geplant, die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH breiter aufzustellen, da sind Synergien essenziell. Das Bussegment „Planai Bus“ wurde in den letzten Jahren fast runderneuert, und das sowohl bei den Linienbussen als auch den Reisebussen. Wir bedienen mit den Linienbussen, die im Sommer und im Winter fahren, nicht nur Schladming, sondern auch 6 Hochtäler in den Schladminger Tauern. Dazu haben wir eine moderne Reisebusflotte im Einsatz, mit der wir Ziele in ganz Europa anfahren. Im Winter nutzen wir diese Flotte für Bustransfer-Fahrten vom Flughafen Salzburg nach Saalbach, Zell am See, Wagrain und natürlich Schladming. Im Bereich der Gastronomie haben wir 6 Standorte mit so herausragenden Betrieben wie etwa dem Gletscherrestaurant am Dachstein oder der Steinbockalm am Wilden Berg in Mautern. Am Wilden Berg in Mautern, den wir seit 10 Jahren im Rahmen eines Managementvertrages führen, konnten wir in dieser Saison 103.000 Besucher begrüßen. Der Tierpark mit 320 Tieren war für uns ein völlig neues Feld, in das wir uns erst einarbeiten mussten. Er hat sich aber sehr gut entwickelt. Weiters gehören zur Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH noch Beteiligungen. So betreiben wir mit Sport Bründl aus Kaprun in einer eigenen Gesellschaft die Sportgeschäfte vor Ort, dazu vermieten wir die von uns angemieteten Sporthausflächen an Geschäfte weiter, am Galsterberg etwa Sport Mandl oder an der Station Planai-West Sport Tritscher. Mit diesem breit gefächerten Aktionsradius haben wir ein gut funktionierendes Netzwerk, in dem eine gute Zusammenarbeit und Synergien natürlich sehr wichtig sind. Aber grundsätzlich muss sich jeder Bereich auch wirtschaftlich rechnen, jedes Segment wird als eigenständiges Profit-Center geführt. Wenn ich meine Agenden nächstes Jahr übergebe, kann ich Profit-Center übergeben, die alle profitabel wirtschaften.

Sie haben 2014 in einem Interview mit dem MOUNTAIN MANAGER gesagt, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle im Unternehmen spielt. Was wurde auf den Weg gebracht?

Im Bereich der Nachhaltigkeit sind wir sehr ambitioniert. Unser Ziel ist es, zu den nachhaltigsten Unternehmen der Branche zu zählen. So sind die Planai-Hochwurzen-Bahnen nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement zertifiziert. Die Zertifizierungen wurden nach intensiven Vorbereitungen im Oktober 2023 verliehen. Grundsätzlich bekennen wir uns zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit, also Ökologie, Soziales und Ökonomie. Um unsere Ambitionen vorzustellen, haben wir vor kurzem ein Magazin veröffentlicht, in dem viele unserer Projekte vorgestellt werden, etwa aus dem Bereich Energiemanagement. Wir haben im Skigebiet z. B. rund 230 Zählpunkte für den Energieverbrauch, dazu investieren wir umfassend in den Photovoltaikausbau. Ein absolutes Highlight war der Umbau der Dachstein Bergstation, die nun zu 80 % energieautark ist. Wir bauen jedes Jahr drei bis vier PV-Anlagen, 2025 u. a. auf der neuen Busgarage. Bis 2029 wollen wir so mindestens 16 % unseres Strombedarfs selbst erzeugen. Im Sommer haben wir außerdem eine „grüne Partie“ mit 12 Mitarbeitern im Einsatz, die sich nur mit der Landschaftspflege befasst. Das ist notwendig, weil bei uns auch der Sommertourismus sehr stark geworden ist. Da muss einfach alles passen. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen waren eine der ersten Bergbahnen, die HVO eingesetzt haben, und das nicht nur bei unseren 25 Pistenfahrzeugen, sondern auch bei der Busflotte und den Firmen-PKW. Welche Ergebnisse der Einsatz von HVO bringt, haben wir getestet und die Tests wissenschaftlich durch die TU Graz sowie die Dr. Thomas Klein Consulting GmbH begleiten lassen. Dazu wurde in der Saison 2022/23 ein neues Prinoth Pistenfahrzeug wie üblich mit Diesel betankt, ein anderes mit HVO, sodass wir den direkten Vergleich hatten. Die Ergebnisse waren überzeugend: Es gab keinen Leistungsverlust durch die Betankung mit HVO, man braucht annähernd gleich viel Kraftstoff und es gab keine Auswirkungen auf die Maschinen, also etwa Abnützungserscheinungen.

Bergstation Dachstein wird eröffnet

Eröffnung Bergstation Dachstein 2024. © Michael Simonlehner

Wie hat sich die Stabstelle „Nachhaltigkeit“ bewährt, die 2021 ins Leben gerufen wurde?

Die Stabstelle „Nachhaltigkeit“ hat zwei Mitarbeiter. Mit ihnen gemeinsam haben wir begonnen, unsere Nachhaltigkeitsprojekte klar zu definieren, sukzessive auf den Weg zu bringen und zu überwachen. Die Arbeit der Stabstelle ist ein „living process“, der sich permanent fortsetzen wird. An Themen wird es dabei nicht mangeln, ob das jetzt Wärmerückgewinnung betrifft, Nachhaltigkeit bei Lieferanten und natürlich bei allen Bauarbeiten, wo Nachhaltigkeit heute von der Planung weg in allen Schritten zum Tragen kommt.

Im letzten Winter haben Sie mit SolOcean eine neue PV-Anlage am Wasser getestet, wie waren Sie zufrieden?

Die erste Testphase war sehr gut. Die entscheidende Frage dabei war, wie reagiert eine Solaranlage am Speicherteich bei Eis und unterschiedlichen Wasserständen. Da hat sich das System gut bewährt. Wir haben in der letzten Saison mit den Tests allerdings erst im März begonnen und wollen deshalb jetzt noch die ganze anstehende Wintersaison, also auch bei extremen Bedingungen, weitertesten. Wenn die Ergebnisse passen, könnte ich mir vorstellen, dass es Potenzial gibt.

Mit welchen Neuerungen geht man dieses Jahr in die Wintersaison?

Wir haben 2025 30 Mio. Euro investiert, für nächstes Jahr haben wir 22 Mio. Euro beschlossen. Das Herzstück war dieses Jahr die Erneuerung der Skischaukel Hauser Kaibling–Planai. Dafür wurde für Hauser Kaibling eine 10er-Kabinenbahn von Leitner gebaut, die Senderbahn. Wir haben uns für eine 8er-Sesselbahn von Doppelmayr entschieden, der man den Namen „Mitterhausalm I“ gegeben hat. Die Sesselbahn bietet besten Komfort und wird im Endausbau bis zu 3.000 Personen pro Stunde befördern können. Gemeinsam haben Hauser Kaibling und die Planai im Rahmen des Projekts außerdem eine große Lagerhalle mit eigener Tankstelle realisiert, weil man in diesem Areal auch eine entsprechende Infrastruktur braucht. Eine Herausforderung bei diesem Projekt war sicher die Logistik und das Nebeneinander der Bauarbeiten für zwei sehr große Projekte. Das hat letztendlich aber alles sehr gut funktioniert.

Was wurde in den Jahren Ihrer Geschäftsführung investiert, wie hat sich das Verhältnis Winter-/Sommerangebot entwickelt?

In meiner Geschäftsführung habe ich Investitionen über 210 Mio. Euro zu verantworten, gebaut wurde also viel und mit Begeisterung. Das waren nicht nur Seilbahnen, auch Schneeanlagen und vieles mehr. Das Unternehmen konnte in dieser Zeit seinen Umsatz und seinen Cashflow mehr als verdoppeln. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH ist also ein ausgesprochen gesundes Unternehmen und gut aufgestellt für die Zukunft. Der Großteil der Einnahmen kommt nach wie vor aus dem Winter, im Sommer erwirtschaften wir mittlerweile aber schon rund 20 % unseres Umsatzes. Ich gehe auch davon aus, dass der Sommer weiter zulegen wird. Für den Gast ist dabei nicht nur das Angebot am Berg ausschlaggebend, schon die Fahrt mit der Seilbahn wird zum Erlebnis. An guten Tagen bewegen wir im Sommer rund 15.000 Besucher. Die Zahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, jedes Jahr hat es mehr Gäste gegeben. Wenn man sich die Nächtigungen in der Region ansieht, so gibt es im Sommer mit 2 Mio. Nächtigungen gleich viele wie im Winter. Der Sommer in den Bergen hat also sicher noch Potenzial.

Blick von der Talstation auf die Kabinenbahn

Die Planaibahn wurde 2019 modernisiert. © lw

Wenn Sie die Investitionen der letzten Jahre Revue passieren lassen, welche waren für Sie am beeindruckendsten?

Das erste Projekt, das ich realisieren durfte, war die Hochwurzen-Gipfelbahn. Dann folgten weitere Meilensteine wie etwa die Planai-Hauptseilbahn. Die Ski-WM 2013 war ein besonderes Projekt, das Hopsiland 2015 und auch die Konzerte der letzten Jahre mit Robbie Williams oder dieses Jahr mit den Backstreet Boys. Es gibt eine ganze Reihe an Highlights. Etwas ganz Besonderes war aber sicher der Umbau der Dachstein Bergstation, das würde ich als Lebenswerk bezeichnen. Die Vorlaufzeit hat sich über viele Jahre erstreckt. Man musste den Permafrost und die Stabilität des Untergrunds testen, passende Planer und Professionisten finden, die auf 3.000 m bauen können und wollen. Das Ergebnis kann sich jetzt aber auch sehen lassen. Und natürlich musste immer alles wirtschaftlich passen, da braucht es einen „strengen Rechenstift“.

 

Danke für das Gespräch! lw

Die teilnehmenden österreichischen Seilbahnbetriebe laden am 17. Dezember 2025 zum GO FOR SKI Schulskitag ein. © Vural1975 über Pixabay

Der GO FOR SKI Schulskitag 2025

Österreichs Seilbahnbetriebe laden am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, den schulischen Wintersportnachwuchs wieder zum gemeinsamen Tag im Schnee ein und stellen den Schulklassen und der Lehrerschaft Gratis-Skitickets zur Verfügung. Ziel der Aktion der teilnehmenden Skigebiete ist es, junge Menschen für Wintersport, Bewegung an der frischen Luft und gemeinsame Naturerlebnisse zu begeistern.

Der GO FOR SKI Schulskitag hat sich in Österreich zu einem festen Bestandteil im Wintersportkalender entwickelt. Im Vorjahr fand er am 11. Dezember statt, und der Andrang war groß. Dieses Jahr laden die teilnehmenden Skigebiete die österreichischen Schulklassen und die Lehrerschaft am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, zum GO FOR SKI Schulskitag ein. Hierbei handelt es sich um eine Aktion der österreichischen Seilbahnbetriebe, die kostenlose Tageskarten bereitstellen. Im Mittelpunkt steht ein unkomplizierter Zugang zum Wintersport und die Freude an gemeinsamer Bewegung. Leihausrüstung, Transfer, Verpflegung etc. sind nicht inkludiert.

Statement Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO):

„Kinder und Jugendliche brauchen Erlebnisse, die sie stärken. Ein Tag am Berg schafft genau das – er verbindet Bewegung, Natur und Gemeinschaft auf einzigartige Weise. Wir möchten mit dem GO FOR SKI Schulskitag die Begeisterung für den Wintersport früh wecken. Denn wer schon als Kind positive Erlebnisse am Berg sammelt, kommt später mit großer Wahrscheinlichkeit wieder – und bleibt dem Sport ein Leben lang verbunden.“ Gerade in einer Zeit, in der Digitalisierung und schulischer Leistungsdruck zunehmen, sei es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen und junge Menschen zu aktiver Bewegung zu motivieren, so Hörl.

Mit der Initiative setzen die teilnehmenden österreichischen Seilbahnen ein klares Zeichen für die Bedeutung von Bewegung im Freien, sozialem Miteinander und der besonderen Kraft gemeinsamer Naturerfahrungen. Der Schulskitag soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, diese Werte auf spielerische und erlebnisorientierte Weise kennenzulernen.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf:

http://www.wko.at/oe/transport-verkehr/seilbahnen/go-for-ski-schulskitag

Das ehemalige beliebte Familienskigebiet Gaißau-Hintersee in der Nähe der Stadt Salzburg wird reaktiviert – im Bild die 4er-Sesselbahn Latschenalm. © Archiv CM

Neue Hoffnung für Skigebiet Gaißau-Hintersee

Nach verschiedenen Eigentümerwechseln und Konkursen steht der Liftbetrieb im beliebten Familienskigebiet Gaißau-Hintersee im Salzburger Land seit mehreren Jahren endgültig still. Nun gibt es einen neuen Vorstoß zur Rettung des Skigebiets. Eine neu gegründete Gesellschaft von Tourismusbetrieben aus der Region möchte drei bestehende Liftanlagen sanieren und wieder in Betrieb nehmen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Bikesport im Sommer gelegt.

Das Skigebiet Gaißau-Hintersee befindet sich 25 km südlich der Stadt Salzburg und war ein beliebtes Ziel für Familien und Wintersportler aus dem Tennengau, Flachgau, der Mozartstadt Salzburg, aber auch aus dem benachbarten Bundesland Oberösterreich. Das kompakte Wintersportgebiet mit knapp 25 Pistenkilometern auf einer Seehöhe von 750 m bis 1.567 m bot Pisten für jedes Niveau. Neben den Skifahrern und Snowboardern schätzten auch Skitourengeher und Schneeschuhwanderer das Skigebiet. Jetzt gibt es wieder Hoffnung für das inzwischen stillgelegte Skigebiet Gaißau-Hintersee. Hotelier Albert Ebner, der das 4-Sterne-Hotel „Das Hintersee“ und ein Chaletdorf betreibt, sowie weitere größere Hotel-Eigentümer und die Tourismusregion Fuschlsee haben dazu die „Salzkammergut Active FlexCo Gesellschaft“ gegründet und kurz vom Erlöschen der Konzession den Abrissbescheid von drei Liften verhindert. Konkret geht es um eine Dreiersesselbahn sowie einen Schlepplift auf den Anzenberg und um den Schlepplift (Kurvenlift) in Gaißau, der für eine Anbindung in den Tennengau sorgt. Nach ihrem Kauf durch besagter Gesellschaft ist eine Konzessionsverlängerung der drei Lifte erforderlich, dafür müssen die notwendigen Voraussetzungen an den Anlagen geschaffen werden. Dabei soll auch der Biketransport bei mindestens zwei der Lifte berücksichtigt werden. Die derzeit kolportierten Kosten bewegen sich im Bereich von rund 3,2 Mio. Euro. Zur Zeit laufen die Verhandlungen mit den Lift- und Grundbesitzern.

Sommernutzung im Fokus

Im Sommer möchte man Familien, Mountainbiker und Wanderer ansprechen. Auch mehrere Bike-Trails sind geplant. Vorgesehen ist ein Bikepark. Man geht davon aus, dass der Sommer zur Hauptsaison wird.

Pläne für die Winternutzung

Neben der Sommernutzung soll das Gebiet auch im Winter mit den Liften erschlossen sein. Bei ausreichender Schneelage von Dezember bis März können die Bahn- und Liftanlagen für Skifahren, Tourengehen, Langlauf- und Schneeschuhwanderungen genutzt werden. Eine Höhenloipe ist ebenso angedacht. Eine Skischule für Kinder ist im Bereich des Anzenbergs ebenfalls möglich.

Statements der Projektverantwortlichen

Hotelier Albert Ebner: „Es ist wichtig, dass das ehemalige Skigebiet Gaißau-Hintersee erhalten bleibt und sowohl für Einheimische als auch Gäste als Naherholungsgebiet weiterhin genutzt werden kann.“

Christopher Langegger, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fuschlseeregion: „Es wäre schade, wenn es wirklich zum Abbruch der alten Liftanlagen gekommen wäre und damit ein zentraler Bestand des touristischen Angebots im Salzkammergut und Salzburgerland verloren gegangen wäre.“

 

Gegenwärtig werden regionale Unternehmen gesucht, die bei der Gesellschaft einsteigen und das Vorhaben unterstützen. Ein Winterbetrieb der Bahn- und Liftanlagen im Skigebiet Gaißau-Hintersee ist für die Saison 2026/27 angedacht, der Bikepark soll voraussichtlich im Sommer 2027 seinen Betrieb aufnehmen.

(v. li.n.re.) Hansjörg Pflauder, Vorstand Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen, Alexandra Bresztowanszky, Geschäftsführerin Bergbahnen Hochrindl und Josef Bogensperger jun., Obmann der WKO-FG Kärnten und GF der Katschbergbahnen. © WKK

Kärntens Seilbahnen investieren in Nachhaltigkeit

Kärntens Seilbahn-Unternehmen investierten zur Saison 2025/26 rund 55 Mio. Euro in neue Aufstiegshilfen, energieeffiziente technische Beschneiung, Photovoltaik-Anlagen und moderne Infrastruktur. Einen Schub für das Gästeaufkommen – bisher 3,3 Mio. Wintersportler – erwartet man sich durch die neue schnelle Zugverbindung mit der Koralmbahn in die Steiermark ab 14. Dezember.

In der Wintersaison 2025/26 dürfen sich Gäste auf zahlreiche Innovationen in Kärnten freuen. Am Katschberg ersetzt eine moderne Kabinenbahn mit energieeffizientem Antrieb die bisherige 3er-Sesselbahn Aineck. Die barrierefreien Kabinen bieten acht beheizbare Sitzplätze und bringen Wintersportler komfortabel auf 2.220 m. Auch am Nassfeld, Kärntens größtem Skigebiet, steht ein Meilenstein bevor: Im Dezember 2025 geht die neue Gartnerkofelbahn in Betrieb – eine 10er-Kabinenbahn, die die bisherige 4er-Sesselbahn ersetzt.

Energieeffizienz und Klimaschutz im Fokus

Der Fokus der Investitionen der Kärntner Skigebiete liegt eindeutig auf Energieeffizienz und Klimaschutz. Bad Kleinkirchheim, Gerlitzen und Katschberg errichten großflächige Photovoltaikanlagen, um Liftbetrieb, Pumpstationen und E-Ladestationen künftig mit eigenem Sonnenstrom zu versorgen. Parallel dazu werden Beschneiungsanlagen modernisiert, um Wasserverbrauch und Energieeinsatz zu optimieren. Zudem investierten viele Skigebiete in ihren Fuhrpark, insbesondere in neue Pistengeräte. Das Goldeck erweitert sein Angebot mit neuen Strecken wie der „Seeblick-“ und der „Glocknerpiste“ sowie der spektakulären „S1“ – einer der längsten schwarzen Pisten der Alpen. „Unser Ziel ist es, die Skigebiete schrittweise energieautark zu machen. Damit bekennen wir uns klar zu Klimaschutz, Qualität und regionaler Wertschöpfung“, erklärt Josef Bogensperger jun., Obmann der Kärntner WKO-Fachgruppe Seilbahnen und Geschäftsführer der Katschbergbahnen. Das Preisniveau bleibe aber trotz der hohen Investitionen stabil. Die Skipasspreise steigen im Durchschnitt um drei bis fünf Prozent. Skifahren ist in Kärnten weiterhin leistbar – in Mühldorf etwa schon ab acht Euro pro Tag.

Mehr Erlebnis am Berg

Neben der Technik setzen Kärntens Seilbahnen auch auf Erlebnisqualität. Neue gastronomische Highlights wie die „Goldalm – Mountain Dining“ am Goldeck oder modernisierte Hütten auf der Simonhöhe oder Weinebene sorgen für kulinarische Vielfalt auf höchstem Niveau. Für Familien und Kinder entstehen neue Erlebnisbereiche wie „Nockys Schneezeit“ auf der Turrach oder das rundum erneuerte Kinderschneeland am Falkert.

Der Kärntner Skipass bleibt weiterhin bestehen und verzeichnet bereits jetzt ein Plus bei den Onlineverkäufen. Der Vorverkauf ist noch bis 8. Dezember 2025 möglich, informiert Hansjörg Pflauder, Vorstand der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen und Ausschussmitglied der Fachgruppe. In der kommenden Saison 2025/26 Jahr werden neben den Familien- und Partnerpaketen auch wieder Großelternpakete sowie spezielle Angebote für Patchwork-Familien angeboten.

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