Rund um den Gipfel des Fansipan hat die Sun Group einen umfangreichen, spirituellen Komplex im klassischen vietnamesischen Pagodenstil mit moderner Infrastruktur errichtet. Dazu gehört unter anderem auch die 21,5 m hohe bronzene Buddha-Statue. © ThinhLa über Pexels
Neu am Fansipan: zwei zusätzliche Standseilbahnen
Der Fansipan ist mit 3.143 m der höchste Berg Vietnams und ganz Indochinas. Seit Juli 2026 erweitern zwei neue Standseilbahnen aus dem Hause Garaventa, einem Unternehmen der Doppelmayr Gruppe, die Erschließung des Gipfelbereichs. Außerdem wird dadurch die Besucherführung zwischen den verschiedenen Attraktionen optimiert. Das teilte Garaventa gestern in einer Presseaussendung mit.
Der Fansipan erhebt sich im äußersten Norden Vietnams in der Provinz Lao Cai, nahe der Grenze zu China, und nur ca. 9 kmvon der Bergstadt Sa Pa entfernt. Er ist mit 3.143 m der höchste Berg Vietnams und ganz Indochinas. Fansipan gehört zur Hoang-Lien-Son-Gebirgskette und befindet sich im Hoang Lien Nationalpark, der für seine außergewöhnliche Artenvielfalt und seine ursprünglichen Bergwälder bekannt ist. Die Region rund um den Fansipan ist geprägt von steilen Berghängen, dichten tropischen Wäldern und spektakulären Tälern. Die Erschließung des Gipfelbereichs erfolgt über mehrere Bahnen der Doppelmayr Gruppe. Von Sa Pa führt eine Standseilbahn zur Talstation der 3S-Bahn „Fansipan Legend“, welche die Besucher in den Gipfelbereich transportiert. Dort ermöglicht die Standseilbahn „Fansipan Peak“ den Zugang zum Berggipfel. Aufgrund der hohen Besucherzahlen wurde die Infrastruktur nun um die beiden neuen Standseilbahnen „Fansipan Coaster“ und „Fansipan Top“ erweitert. Die beiden Anlagen wurden am 11. Juli 2026 offiziell eröffnet.

Die neue Standseilbahn Fansipan Coaster zeichnet sich durch ihr außergewöhnliches Streckenprofil mit stark wechselnden Neigungen aus. © Garaventa
Die Fansipan Coaster
Diese Standseilbahn zeichnet sich durch ihr außergewöhnliches Streckenprofil mit stark wechselnden Neigungen aus. Die „Fansipan Coaster“ hat eine schräge Länge von 186 m und überwindet einen Höhenunterschied von 58 m. Während die Strecke im unteren Teil vergleichsweise flach verläuft, steigt sie gegen Ende deutlich an. Diese Kombination stellte hohe Anforderungen an die Auslegung der Standseilbahn und erforderte spezielle technische Lösungen für die Seilführung. Die beiden Fahrzeuge produzierte CWA aus Olten, ebenfalls ein Unternehmen der Doppelmayr Gruppe. Sie wurden auf die spezielle Streckenbeschaffenheit abgestimmt. Die Sitzanordnung berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Neigungen und ermöglicht den Fahrgästen sowohl bergwärts als auch talwärts denselben Komfort. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 3 m/s werden mit der Standseilbahn „Fansipan Coaster“ 1.000 Personen pro Stunde und Richtung befördert.

Fansipan Coaster: Während die Strecke im unteren Teil vergleichsweise flach verläuft, steigt sie gegen Ende deutlich an. © Garaventa
Die Fansipan Top
Diese Standseilbahn weist eine konstante Steigung auf und ist als kompakte Einwagen-Standseilbahn konzipiert. Bei einer schrägen Länge von 53 m überwindet die „Fansipan Top“ einen Höhenunterschied von 38 m. Die Fahrgeschwindigkeit liegt bei 2 m/s, was eine Förderleistung von 1.000 Personen pro Stunde und Richtung ergibt.
Die beiden Standseilbahnen verfügen über unterschiedliche Antriebskonzepte, die auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt wurden. Während die „Fansipan Coaster“ über einen Adhäsionsantrieb in der Bergstation verfügt, wird das Fahrzeug der „Fansipan Top“ über eine Winde angetrieben.

Die Fansipan Top ist als Einwagen-Standseilbahn konzipiert und wird über eine Winde angetrieben. © Garaventa
Anspruchsvolle Logistik
Die Realisierung der Anlagen stellte hohe Anforderungen an Planung und Logistik. Die Baustelle war aufgrund ihrer Höhenlage nur eingeschränkt zugänglich. Material und Komponenten mussten über die bestehende 3S-Bahn „Fansipan Legend“ auf den Berg transportiert und von dort mit zahlreichen Materialseilbahnen an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Die Doppelmayr Gruppe und die Sun Group haben schon zahlreiche Seilbahnanlagen in Sa Pa sowie ganz Vietnam gemeinsam umgesetzt.





