Dieses Pilotprojekt ist bei den Sportbahnen Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz seit vier Wochen am Laufen. Initiiert hat das Ganze die Bächler Top Track AG, unterstützt wird der Schweizer Beschneinungsexperte dabei von dem Start-up Scara captures GmbH. Die Inspektionsdrohnen werden z. B. für voll automatisierte Kontroll- und Inspektionsflüge bei Seilbahn- und Beschneiungsanlagen, auf der Piste oder in unwegsamem Gelände zur Entlastung der Mitarbeiter eingesetzt. Das erspart ihnen Zeit und viel Mühe, die bisherigen Resultate der Überprüfungen via Drohne haben überzeugt. Der Mountain Manager informierte sich darüber am Donnerstag, dem 18. 12. 2025, bei einem Lokalaugenschein.

Menschengruppe mit einer Drohne postiert für Fotograf

Beim Lokalaugenschein in Melchsee-Frutt, v. li. n. re.: Edith Cadena-Michel (Leitung Marketing und Vertrieb, Sportbahnen Melchsee-Frutt), Quirin Gasser (GF Scara captures GmbH) mit seinem Mitarbeiter Cyril Lippmann, Marketingverantwortlicher Peter Rüfenacht sowie Janis Jülke (Vertrieb & Service) von der Bächler Top Track AG. © cm

Die Sportbahnen Melchsee-Frutt setzen schon seit vielen Jahren auf die energieeffizienten und gleichzeitig leistungsstarken Beschneiungsanlagen der Bächler Top Track AG und waren stets offen für Neues. Aus diesem Grund erklärten sie sich auch bereit, an diesem Pilotprojekt für Inspektionsdrohnen mitzuwirken. Gemeinsam mit dem Schweizer Beschneiungsexperten und dem Start-up Scara captures GmbH wurde eine realitätsgetreue Testumgebung geschaffen, die die Zukunft von Inspektionsdrohnen in Skigebieten aufzeigt. In kurzer Zeit konnte bewiesen werden, wie die voll automatisierten Inspektionsflüge der Drohnen die Mitarbeiter spürbar entlasten, Probleme schneller lokalisiert und notwendige Überprüfungen rascher vorgenommen werden konnten.

Entlastung der Mitarbeiter bestätigt

Das eingesetzte Drohnenmodell DJI Matrice 4TD Dock 3 im Skigebiet Melchsee-Frutt ist z. B. mit Lautsprecher, Wärmebild- und Infrarotkamera sowie Scheinwerfer ausgestattet. Schneeerzeuger, Pistenabschnitte und Anlagenbereiche wurden mehrfach mit vordefinierten Flugprofilen beflogen und ausgewertet. Die Tests zeigten eine hohe Zuverlässigkeit der autonomen Missionsplanung, eine klare und strukturierte Datenerfassung sowie eine deutliche Entlastung der Betriebsteams. Kritische Zonen konnten sicher aus der Luft kontrolliert werden, Inspektionszeiten reduzierten sich markant und die Bildqualität in Kombination mit Wärmebild ermöglichte präzise Bewertungen des Anlagenzustands. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen, dass die Lösung im täglichen Betrieb effizient funktioniert.

 

Einen ausführlichen Bericht dazu liefern wir in der Ausgabe Mountain Manager 1/26.