Das Mitarbeiterhaus der Schmittenhöhebahn AG. © Schmittenhöhebahn AG

Leistbarer Wohnraum für Mitarbeiter

Es wird immer schwieriger, Arbeitskräfte für Aufgaben im Tourismus zu finden. Um hier gegenzusteuern und den Mitarbeitern sinnvollen Mehrwert zu bieten, setzen Bergbahnunternehmen vermehrt auf den Bau von Mitarbeiterhäusern.

Die Schmittenhöhebahn AG hat 2024 ein Mitarbeiterwohnhaus eröffnet, das im Ortsteil Schüttdorf in Zell am See gebaut wurde. Das Gebäude umfasst 29 Ein-Zimmer-Appartements zu je 24 m2 Wohlfläche und vier Zweiraumwohnungen mit einer Größe von je 40 m2. Die Wohneinheiten, die Vorstand Dr. Erich Egger als „perfekten Rückzugsort zur Entspannung und Freizeitgestaltung“ bezeichnet, sind mit Kleinküche, WLAN und TV-Anschluss sowie komfortablen Möbeln und einem modernen Badezimmer ausgestattet. Für die Energieversorgung kommt eine Wärmepumpenanlage zum Einsatz, die Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung. Am Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 352 m2 und einer Leistung von 75 kW Peak errichtet. Der Strom wird für das Wohnhaus und die hauseigenen E-Ladestationen genutzt. Zusätzlich zu den Wohnungen bietet das Gebäude eine Dachterrasse, eine Waschküche sowie einen Fitnessbereich, dazu eine 280 m2 große Lagerhalle und einen 80 m2 großen Schulungsraum für die Fortbildung in der hauseigenen Akademie.

Team Lodge Planai eröffnet

Am 10. Dezember 2025 wurde in Schladming die Team Lodge Planai eröffnet, die ihren Bewohnern 24 moderne Garconnieren auf zwei Stockwerken bietet. Jede Wohneinheit ist mit Küchenzeile, Bad und TV ausgestattet, helle, freundliche Räumlichkeiten sorgen für ein angenehmes Wohngefühl. Bei der Architektur des Gebäudes hat man sich an der Optik der Seilbahnstationen orientiert. Da die Team Lodge auf der Busgarage der Planai-Hochwurzen-Bahnen errichtet wurde, konnte eine zusätzliche Bodenversiegelung vermieden werden. Strom wird aus einer Photovoltaikanlage bezogen, die sich auf einem benachbarten Gebäude, ebenfalls einer Busgarage, befindet. Die Team Lodge richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptwohnsitz nicht in der Region liegt, und bietet leistbaren Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz. „Mit der Team Lodge wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Zuhause auf Zeit bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Die zentrale Lage in direkter Nähe zum Arbeitsplatz erleichtert den Alltag, schafft kurze Wege und bietet gleichzeitig ein modernes, gemütliches Wohnambiente“, so Dir. Georg Bliem bei der Eröffnung.

Gruppenfoto mit vier Männern und einer Frau im Winter

Eröffnung der „Team Lodge Planai“, v. li. n. re.: Ing. Reinfried Prugger, Projektleiter Planai, Dr. Michael Krainer, Aufsichtsratsvorsitzender Planai, Dir. Georg Bliem, Planai, DI Hermann Trinker, Bürgermeister Schladming, Mag. Eva Maria Kroismayr-Baier, Landtagsabgeordnete, Mag. Peter Weichbold, GF Planai. © Harald Steiner

Für die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind im Winter 2025/26 410 Mitarbeiter im Einsatz, für 30 von ihnen wird Wohnraum zur Verfügung gestellt. 24 Mitarbeiter nutzen die Team Logde, die damit voll belegt ist. Auch im Sommer wird das Gebäude von Saisonkräften genutzt. Durch die Aufgaben im Bikepark ist der Bedarf an Mitarbeitern vor Ort gestiegen, die Team Logde erfüllt also auch in dieser Zeit wesentliche Aufgaben.

Moderne und nachhaltige Lösung

Mitte Dezember 2025 feierte die Bergbahn AG Kitzbühel die Eröffnung und Segnung ihres neuen Teamhauses „KitzSki Living“ an der Hahnenkammbahn und reagiert damit auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes. „Von den zusätzlich rund 250 Saisonarbeitskräften im Winter haben wir eine Gruppe von 70 bis 80 Personen, die nur für eine Saison zu uns kommt. Wenn wir denen keine Unterkunft anbieten können, dann kommen sie nicht und der Seilbahnbetrieb ist nicht, oder nur in eingeschränktem Umfang möglich. Außerdem ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden Personalunterkünfte anzumieten. So waren wir fast gezwungen, diesen Schritt zu setzen und so wie andere Seilbahnen es schon vor Jahren gemacht haben, ein Personalhaus zu bauen“ so Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner.

Mitarbeiterhaus von Kitzski in Kitzbühel im Winter

KitzSki Living Außenansicht. © Helmut-Lackner

Der Gebäudekomplex umfasst insgesamt 60 Wohneinheiten, davon 48 kleinere, 2 barrierefreie und 10 größere Wohnungen. Eine Photovoltaikanlage am Dach erzeugt umweltfreundliche Energie, dazu gibt es ein innovatives Heizungssystem mit Erdspeicher und Tiefenbohrungen sowie eine Wärmepumpe für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes. Neben den Wohnungen wurden 65 Tiefgaragenstellplätze sowie eine kleine Bürofläche vorgesehen. Investiert wurden rund 14,5 Mio. Euro, umgesetzt wurde das Projekt in 14 Monaten Bauzeit. Im Sommer steht das Teamhaus für eine touristische Nutzung zur Verfügung.

Komfortabel wohnen in Zug

In Lech konnte die Lech Bergbahnen AG rechtzeitig zum Start der Wintersaison 2025/26 die Bauarbeiten für das neue Teamhaus in Zug abschließen. Rund 90 % der 250 Mitarbeiter im Winter benötigen in Lech eine Unterkunft, sodass man bereits über mehrere Teamhäuser verfügt. In die neue Wohnanlage, für deren Errichtung eine innovative Holzmodulweise zum Einsatz gekommen ist, wurden 6,4 Mio. Euro investiert. Sie verfügt über 41 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage. Neben den hellen Zimmern bietet das Haus gemeinschaftliche Räume wie etwa einen Aufenthaltsraum und einen Fitnessraum, die allen Mitarbeitenden offenstehen. Dazu Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG: „Dieses Haus ist ein wichtiger Schritt, doch beim Thema Mitarbeiterwohnen denken wir schon weiter – gemeinsam mit der Gemeinde und mit Blick auf zusätzliche Projekte. Sogar die Tiefgarage ist so vorbereitet, dass künftige Erweiterungen problemlos angedockt werden können.“

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Das renovierte Restaurant Gletschermühle am Kitzsteinhorn ist eine gelungene Kombination aus Moderne und Tradition. © Kitzsteinhorn

Kulinarischer Genuss auf 2.450 m Seehöhe

Nach umfassendem Umbau und aufwändiger Renovierung des Alpincenters geht die Qualitätsoffensive für die Kitzsteinhorn-Gastronomie in die nächste Runde: auf die aktuelle Wintersaison 2025/26 wurde das 1994 eröffnete „Restaurant Gletschermühle“ am Kitzsteinhorn auf 2.450 m Seehöhe renoviert und hat bereits seine Pforten geöffnet. Die Küche bleibt regional verwurzelt, mit Produkten von heimischen Erzeugern.

Das Kitzsteinhorn oberhalb von Kaprun ist Teil des Skigebiets Zell am See-Kaprun. Bei der Planung des neuen „Restaurants Gletschermühle“ wurde auf die harmonische Integration in die hochalpine Berglandschaft besonders viel Wert gelegt.

Gelungene Symbiose von Tradition und Moderne

Die Architektur des Bauwerks ist modern und zeitgemäß. Sowohl von außen als auch von innen erinnern bauliche Elemente an die naturgeschaffene „Gletschermühle“. (Dabei handelt es sich um eine geologische Ausformung, die in Gletschern vorkommt. Durch Schmelzwasser, das von der Oberfläche herabfließt und die Wände erodiert, entsteht ein vertikaler, runder Schacht.)

Warmes, einladendes Flair

Die Innenausstattung verbindet natürliche Materialien mit einem modernen Design. Im Erdgeschoss sind der Hauptgastraum sowie eine Bar mit Kaminlounge untergebracht. Eine elegant geschwungene Treppe führt ins Obergeschoss. Dort befindet sich die exklusive „Kitzsteinhorn Lounge“, in der bis zu 30 Gäste den beeindruckenden Ausblick auf den Gipfel des Kitzsteinhorns genießen können. Neben der Aussicht sorgen die großzügigen Panoramafenster im „Restaurant Gletschermühle“ auch für reichlich natürliches Licht.

Vier Personen frühstücken in Berglounge mit Aussicht auf die Berge

Die exklusive Kitzsteinhorn Lounge im Restaurant Gletschermühle bietet einen beeindruckenden Ausblick auf den Gipfel. © Kitzsteinhorn

Das „Restaurant Gletschermühle“ am Kitzsteinhorn ist ganzjährig geöffnet.

Einen Einblick hinter die Kulissen bietet der folgende Baustellenfilm vom Oktober 2025:

Außenaufnahme Restaurant Gletschermühle im Winter

 

Frauenpower: Celina Schuster hat die Betriebsleiterprüfung mit Auszeichnung bestanden und setzt ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort. © Andreas Hauch

Erfolg für Schmitten-Mitarbeiterin: Betriebsleiterprüfung mit Auszeichnung

Bei der Schmittenhöhebahn AG gibt es erneut Grund zum Feiern: Celina Schuster hat die Betriebsleiterprüfung für Seilbahnen mit Auszeichnung abgeschlossen. Damit ist die 24-jährige Saalfeldnerin österreichweit die 19. Frau, im Bundesland Salzburg sogar erst die vierte, die diese anspruchsvolle Qualifikation erreicht.

Mit diesem beruflichen Meilenstein setzt die junge Technikerin ihre außergewöhnliche Erfolgsgeschichte fort: Celina Schuster startete ihre Laufbahn am 6. August 2018 mit einer Doppellehre als Seilbahntechnikerin und Elektrotechnikerin mit Matura bei der Schmittenhöhebahn AG. Damit schrieb sie österreichweit Geschichte – als erste Frau, die diese anspruchsvolle Ausbildungskombination absolvierte. Durch ihr Engagement, ihr technisches Verständnis und ihre Zielstrebigkeit fiel sie schon während der Lehrzeit auf: Am 12. April 2022 schloss sie ihre Lehre mit Auszeichnung ab und wurde noch im selben Jahr zu „Salzburgs Lehrling des Jahres“ gekürt.

Bebtriebsleiterin wartet Seilbahnkabine

Die 24-jährige Saalfeldnerin bei Wartungsarbeiten an einer Kabine – die frisch ausgezeichnete Betriebsleiterin für Seilbahnen überzeugt mit Fachkompetenz und technischem Know-how. © Robert Maybach

Neben ihrer fachlichen Kompetenz beeindruckt Celina durch ihr ehrenamtliches Engagement: Seit mehreren Jahren ist sie beim Roten Kreuz aktiv und leitet intern die Erste-Hilfe-Schulungen für ihre Kolleginnen und Kollegen. 2024 absolvierte sie den Ausbilderkurs, um gemeinsam mit Betriebsleiter Peter Onz die Lehrlingsausbildung auf der Schmitten zu unterstützen.

Erfolgskandidatin auf ganzer Linie

„Celina ist ein Paradebeispiel dafür, was mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit möglich ist“, betont Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG. „Sie hat in den letzten sieben Jahren von der Lehre bis zur Betriebsleiterqualifikation alles erreicht, was man in dieser Branche erreichen kann – und das mit durchgehend herausragenden Ergebnissen.“ Und Betriebsleiter sowie Lehrlingsverantwortlicher Peter Onz ergänzt: „Celina zeigt eindrucksvoll, dass technische Berufe großartige Chancen bieten – auch für Frauen.“

Lehrlingsausbildung seit 2008

Die Schmittenhöhebahn AG gilt seit vielen Jahren als Vorzeigebetrieb in der Lehrlingsausbildung. Seit 2008 bildet das Unternehmen erfolgreich Seilbahntechnikerinnen und -techniker aus und setzt dabei auf praxisnahe Ausbildung und gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten.

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