Die Tiroler Zugspitzbahn wurde vor kurzem erneut als eine der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ ausgezeichnet. ©Tiroler Zugspitzbahn/Albin Niederstrasser
Tiroler Zugspitzbahn wieder als Beste Österreichische Sommer-Bergbahn ausgezeichnet
Das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich und ist ein Qualitätsversprechen an die Gäste und die Region. Insgesamt 100 Kriterien müssen für diese Auszeichnung erfüllt werden. Diese werden alle drei Jahre neu überprüft. Die Tiroler Zugspitzbahn zählt seit Sommer 2004 zu den „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ und konnte auch dieses Mal die Prüfung bestehen.
Das teilte das Seilbahnunternehmen vor kurzem in einer Pressemeldung mit. Als eine der 82 „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ hat sich die Tiroler Zugspitzbahn in der Themenwelt „Panorama & Naturerlebnis“ spezialisiert. Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und liegt direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Mit der Tiroler Zugspitzbahn erreicht man vom österreichischen Ehrwald aus den Gipfel in nur zehn Minuten. Schon die Auffahrt mit der Seilbahn ist ein Erlebnis. Durch die Panoramaverglasung der Fahrzeugkabinen erhält man während der Fahrt ein beeindruckendes Aussichtserlebnis auf die Grenzregion Bayern-Tirol. Oben angekommen, erhält man von der großzügigen Aussichtsplattform am Gipfel aus bei klarer Sicht einen unvergleichlichen 4-Länder-Fernblick. Im Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“ wiederum bekommt man spannende Einblicke in die Geschichte der Zugspitze, den Bau der ersten Seilbahn sowie eine Sonderausstellung zum Thema „Erstbesteigung“. In der „Schneekristall-Welt“ erfährt man Interessantes rund um diese Thematik. Im Tal wiederum wartet auf die Gäste der Besuch des Museums „BAHNORAMA anno 1926“. Um den Original-Seilbahnantrieb von 1926 zeigen diverse Ausstellungselemente das Gipfelerlebnis. Des Weiteren erhalten Interessierte im Technik-Schauraum einen Einblick in den Antriebsraum der laufenden Seilbahn. Schautafeln liefern Erklärungen und technische Daten. Übrigens feiert die Tiroler Zugspitzbahn im Juli 2026 ihr 100-Jahre-Jubiläum.
Das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“
Das Gütesiegel ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich und steht seit mehr als 20 Jahren für Qualität, Kooperation und die nachhaltige Weiterentwicklung des alpinen Bergsommers. Es werden nur jene Bergbahnen ausgezeichnet, die ihren Gästen durch abwechslungsreiche Angebote innovative und unbeschwerte Bergerlebnisse garantieren. Dazu müssen 100 Kriterien bestanden werden, die alle drei Jahre neu geprüft werden. 2001 zur Stärkung des alpinen Bergsommers gegründet, vereinen die „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ innovative Köpfe der Branche. Laut Sprecher Kornel Grundner werden gemeinsam Strategien entwickelt, die dafür sorgen, dass der Sommertourismus beständig bleibt: „Es ist unsere Aufgabe Angebote zu schaffen, die zukunftsgerichtet sind und mit denen wir uns gleichzeitig unserer Verantwortung für einen nachhaltigen Bergtourismus stellen. Bei den Sommer-Bergbahnen steht das Zusammenwirken von Natur und Technik schon von Haus aus im Vordergrund, da wollen wir in der Tourismusbranche ganz bewusst Vorreiter sein. Das reicht von der Energieversorgung der Bergbahnen, über Abfallmanagement bis hin zur Wertschöpfung in der Region. Dank unserer Mitgliedsbetriebe, die beispielsweise bereits einen hohen Nutzungsgrad erneuerbarer Energien aufweisen, gibt es hier schon wichtige Weichenstellungen und ‚Best-Practices‘.“ Die Tiroler Zugspitzbahn zählt seit Sommer 2004 zu den „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“. „Durch den engen Austausch mit den anderen Mitgliedsbetrieben der ‚Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen‘ konnten wir in den letzten Jahren Angebote entwickeln, die unsere Region nachhaltig stärken. Das ist ein Gewinn für die gesamte Tiroler Zugspitz Arena und schafft ganzjährig Arbeitsplätze“, so Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, abschließend.
Mehr Informationen zum Gütesiegel auf:
Am 8. August 2025 legte Präsident Sadyr Zhaparov (re.) gemeinsam mit Michael Doppelmayr offiziell den Grundstein für das neue Ski- und Ganzjahresresort im Osten von Kirgistan. © President of the Kyrgyz Republic
Erster Seilbahnauftrag für Doppelmayr in Kirgisistan
In der Region Issyk-Kul im Osten des Landes Kirgisistan entsteht ein Leuchtturmprojekt für den Wintersport in Zentralasien: das Ala-Too Resort. Es soll sowohl einheimischen als auch internationalen Gästen das ganze Jahr über abwechslungsreiche Aktivitäten bieten. Doppelmayr errichtet dafür zwei D-Line-Kombibahnen. Am 8. August 2025 legte Präsident Sadyr Zhaparov gemeinsam mit Michael Doppelmayr offiziell den Grundstein für das Ski- und Ganzjahresresort.
Das Projekt erstreckt sich über drei Gebiete – Jyrgalan, Ak-Bulak und Boz-Uchuk – und wird den Gästen mehr als 200 km Skipisten, zahlreiche Wanderrouten, Hotels, Restaurants, ein traditionelles Ethno-Dorf und noch vieles mehr bieten. Doppelmayr baut in Jyrgalan zwei D-Line Kombibahnen mit 6er-Sessel und 10er-Kabinen. Die Anlagen sind zusammen insgesamt vier km lang und werden sowohl für den Skibetrieb im Winter als auch im Sommer eingesetzt. Die schlüsselfertige Übergabe ist im Frühjahr 2026 vorgesehen.
Offizieller Startschuss für Leuchtturmprojekt
Der offizielle Grundstein für das Ala-Too Resort wurde am 8. August 2025 gelegt. Kirgisistan setzt auf nachhaltigen, modernen und gleichzeitig regional verankerten Tourismus. Präsident Sadyr Zhaparov betonte bei der feierlichen Zeremonie die Bedeutung der touristischen Entwicklung und die hohe Qualität, auf die bei der Umsetzung großen Wert gelegt wird. Auch für die Doppelmayr-Gruppe ist dies ein ganz besonderes Projekt. Michael Doppelmayr führte bei seiner Ansprache aus: „Wir sind sehr stolz darauf, am Bau des ersten modernen Resorts in der Geschichte Kirgisistans mitwirken zu dürfen. Dieses Projekt ist nicht nur ein Meilenstein für die Region, sondern auch ein Symbol für Fortschritt, Zusammenarbeit und Vertrauen in die Zukunft.“

Kirgisistan ist geprägt von einer imposanten Berglandschaft und setzt auf nachhaltigen, modernen und gleichzeitig regional verankerten Tourismus – im Bild das Publikum beim offiziellen Startschuss für das neue Ski- und Ganzjahresresort. © President of the Kyrgyz Republic
Realisierung des Resorts in drei Phasen
Die Masterplanung für das Ala-Too Resort wird von der Input Projektentwicklungs GmbH, einem Unternehmen der Doppelmayr Gruppe, unterstützt und ausgearbeitet. Die Umsetzung ist auf drei Etappen aufgeteilt. Die erste Etappe konzentriert sich auf den Bereich Jyrgalan, wo bis 2026 die beiden D-Line-Kombibahnen gebaut werden. In der zweiten Phase entstehen in Ak-Bulak weitere Pisten und Infrastruktur, abgeschlossen wird das Projekt mit der Entwicklung in Boz-Uchuk und der vollständigen Verbindung aller drei Gebiete.
Im Rahmen des festlichen Jubiläumsevents des Know Center am 6. August in der SK Sturm Graz SportsBar wurde der AILEVATOR AWARD 2025 in mehreren Kategorien an die Preisträger verliehen. © Know Center-Mario Wurz
KitzSki: Auszeichnung für KI-Projekt im Onlinevertrieb
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-Jahre-Jubiläum des Know Center am 6. August 2025 in Graz wurde die Bergbahn Kitzbühel „KitzSki“ mit dem AILEVATOR AWARD 2025 in der Kategorie „KMU“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende KI-Projekte, die Innovation und Verantwortung vereinen.
Das Know Center aus Graz zählt zu den führenden Innovations- und Kompetenzzentren für vertrauenswürdige KI und Data Science. Gemeinsam mit dem Know Center entwickelte die hauseigene IT-Abteilung von KitzSki ein intelligentes Rabatt- und Pricing-System für den Onlinevertrieb von Tickets. Das System soll höhere Buchungszahlen und Umsätze ermöglichen, wertvolle Marketing-Daten liefern und als Planungstool für die Preisgestaltung kommender Saisonen dienen. Damit verdeutlicht KitzSki, wie mittelständische Unternehmen datengetriebene Ansätze erfolgreich nutzen können.
Statement Mag. Christian Wörister, Vorstand Bergbahn Kitzbühel:
„Diese Auszeichnung bestätigt unseren Innovationsansatz im Bereich Digitalisierung und unsere Strategie, datenbasierte Systeme gezielt für mehr Kundenorientierung und betriebliche Effizienz einzusetzen. Die Partnerschaft zwischen KitzSki und dem Know Center zeigt darüber hinaus, wie digitale Innovation auch im Tourismus und alpinen Umfeld nachhaltige Wirkung entfalten können.“

In der Kategorie „KMU“ wurde die Bergbahn Kitzbühel für ihr KI-Projekt im Onlinevertrieb ausgezeichnet, v.l.n.r.: Vorstand Mag. Christian Wörister, Netzwerk- und Systemadministrator Stefan Niedermühlbichler, Christian Klar (Starjack), Mag. Jakob Logar (Know Center) und Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner. © Thomas Liner (KitzSki).
Über den AILEVATOR AWARD
Mit dieser Auszeichnung schafft das Know Center Sichtbarkeit für konkrete Anwendungen, die zeigen, wie verantwortungsvoll eingesetzte KI zur Lösung realer Herausforderungen beiträgt – vom Klimaschutz bis zur Fachkräftesicherung. Die Initiative unterstreicht das Selbstverständnis des Know Center als Impulsgeber und Brückenbauer zwischen Forschung, Markt und Gesellschaft.
Garaventa setzt gezielt auf die Ausbildung junger Fachkräfte und hieß vor kurzem mehrere neue Lernende willkommen. © Garaventa AG
Garaventa erweitert Lehrlingsausbildung
Seit fast 100 Jahren entwickelt und baut Garaventa, ein Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, Seilbahnen auf der ganzen Welt. Um weiterhin den gewohnt sehr hohen Qualitätsstandard aufrechtzuerhalten, braucht es bestens ausgebildete Fachkräfte. Deswegen legt Garaventa großen Wert auf die Lehrlingsausbildung und hat am Standort Goldau (CH) sein Lehrstellenangebot mit dem neuen Ausbildungsplatz als „Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung“ erweitert.
Das teilte Garaventa in seiner jüngsten Presseaussendung mit. Insgesamt absolvieren derzeit 41 junge Menschen ihre Ausbildung bei Garaventa an den Standorten Goldau und Uetendorf in der Schweiz, das entspricht rund 10 % der gesamten Belegschaft. „Die Ausbildung bei Garaventa öffnet jungen Menschen die Tür in eine spannende Branche mit Zukunftsperspektiven. Dass wir auch in diesem Jahr zehn unserer zwölf Absolventinnen und Absolventen weiterbeschäftigen können, bestätigt den hohen Stellenwert und die Qualität unserer Ausbildungsprogramme und ist nicht zuletzt dem Engagement unserer Ausbildnerinnen und Ausbildner zu verdanken“, erklärte Garaventa-CEO Arno Inauen.
Neuer Ausbildungsplatz in der Informatik
Das Lehrstellenangebot bei Garaventa an den Schweizer Standorten Goldau und Uetendorf verteilte sich bislang auf folgende fünf Berufe:
- Konstrukteur/in,
- Polymechaniker/in,
- Seilbahn-Mechatroniker/in,
- Anlagen- und Apparatebauer/in,
- Kaufmann/-frau.
Neu ist jetzt der Beruf „Informatiker/in mit Fachrichtung Plattformentwicklung“ hinzugekommen. In den vergangenen Jahren wurden angehende Informatiker im Rahmen des Ausbildungsverbunds bildxzug jeweils für ein Jahr bei Garaventa eingesetzt. Nun übernimmt Garaventa erstmals die vollständige Ausbildung über vier Jahre hinweg am Standort Goldau. Das ist ein weiterer Schritt, um zukunftsrelevante Kompetenzen im eigenen Haus aufzubauen. Die Ausbildung bei Garaventa ist praxisnah, die Arbeitsplätze sind modern und die Entwicklungsmöglichkeiten vielfältig, so Garaventa. Start der diesjährigen Lehrlingsausbildung markierte ein Informationstag mit CEO Arno Inauen. Vor kurzem begannen 13 neue Lernende ihre Ausbildung bei dem Seilbahnproduzenten, der zur Doppelmayr-Gruppe gehört.
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Check it out: the Mountain Manager 4/25
Die neueste Ausgabe wird nächste Woche versendet und hat unter anderem den Bergsommer, Trends im Sommergeschäft, die Ökologie und die technische Beschneiung als Schwerpunkte. Eine eigene Beilage zum Thema „technische Beschneiung“ bietet interesssante Arikel zu dieser Thematik. Technische Tabellen über Propellermaschinen und Schneilanzen unterschiedlicher Hersteller bieten detaillierte Einblicke. Mehr über das Supplement erfahren Sie demnächst bei uns online.
Auszug aus dem Inhalt des Mountain Manager 4/25:
- Meinung: Mag. Günther Aigner, Zukunft Skisport: „Beschneiung ist ökologischer als Polemiker glauben.“
- SUPERSNOW feiert 25 Jahre-Jubiläum.
- Vielversprechender Start der Schweizer Sommersaison;
- Millionen Urlauber zieht es in Österreichs Berge.
- Bikepark am Großen Arber eröffnet;
- Neuerungen beim Bikepark auf der Planai;
- Professionelle Fahrradwäschen steigern das Bike-Erlebnis.
- Rupert Schiefer: Das klassische Saisondenken ist vorbei.
- Solar-Forschungsprojekt SLF Davos: Licht ist nicht gleich Licht.
- MM-Interview: Manuel Schnell, Geschäftsführung Ski amadé: „Die Herausforderungen sind größer geworden.“
Das MM-Team wünscht eine interessante Lektüre!
In Österreich erhalten dieses Jahr die 18.000 Beschäftigten der Seilbahnbranche erstmals in den Sommermonaten eine Sonntagszulage – im Bild die Grünberg-Seilbahn in Gmunden. @ C. Mantona
Mehr Geld für Seilbahnmitarbeiter in Österreich
In der Seilbahnbranche in Österreich erhalten die 18.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 3,1 %. Außerdem haben die Gewerkschaft vida und die Sozialpartner erstmals eine Vereinbarung über eine Sonntagszulage für die Sommermonate getroffen.
Die Seilbahnbranche in Österreich hat Ende Juni 2025 die Kollektivvertragsverhandlungen in der vierten Runde mit der Gewerkschaft vida erfolgreich beendet. Andreas Hochwimmer, der Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses Seilbahnen in der Gewerkschaft vida, führte das Verhandlungsteam der vida an, das trotz herausfordernder Bedingungen eine Erhöhung der KV-Löhne um 3,1 % ab dem 1. Juli 2025 erreichen konnte. Der neue KV gilt bis 30. April, der Einstiegslohn wurde auf 2.138 € brutto im Monat erhöht.
Hochwimmer, der auch Zentralbetriebsratsvorsitzender bei den Bergbahnen Kitzbühel ist, freut sich darüber, dass es gelungen ist, erstmals eine Sonntagszulage für die Beschäftigten in der Seilbahnbranche für die Sommermonate erfolgreich auszuhandeln. Die Sonntagszulage wird während der Sommersaison vom 1. Mai bis zum 31. Oktober ausgezahlt.
Kajetan Uriach, der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida in Salzburg, hebt hervor, dass die Sozialpartnerschaft in der Seilbahnbranche sicher und stabil ist. Er sagt zum Abschluss des Kollektivvertrags: „Auch die diesjährigen Verhandlungen waren trotz zähen Verlaufs stets von gegenseitigem Respekt geprägt und haben bewiesen, dass sich die Verhandlungspartner in dieser für Österreich so wichtigen Branche auf Augenhöhe begegnen können.“
In der Seilbahnwirtschaft Österreich arbeiten zu den saisonalen Spitzenzeiten rund 18.000 Beschäftigte in 250 Seilbahnunternehmen. Die Branche sichert zudem wichtige Arbeitsplätze in den Tourismusregionen.
Auch 2023 nutzten mehr Wanderer die Südtiroler Seilbahnen als im Vorjahr. @IDM Südtirol-Alto Adige/Manuel Kottersteger
Südtiroler Seilbahnen mit Beförderungsrekord
Mit 143,4 Millionen beförderten Personen haben die Südtiroler Seilbahnanlagen in der Wintersaison 2023/2024 den bisherigen Allzeitrekord (= +2,6 % gegenüber dem Vorjahr) erreicht. Der Sommerskilauf ist zwar weiterhin rückläufig, aber dafür steigt die Zahl der Wanderer oder Pendler, die die Seilbahn nutzen, stetig. Im Sommer 2023 hat sie sich im Vergleich zu 2022 um 2,3 % erhöht. Auch die Langzeittendenz ist positiv: Waren es im Sommer 2000 ungefähr 4 Millionen beförderte Wanderer und Pendler, sind es im Sommerhalbjahr 2023 mit 10,9 Millionen fast dreimal so viele gewesen.
Das geht aus dem aktuellen Bericht „Seilbahnen in Südtirol – 2023 und 2024“ hervor, den das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) in Zusammenarbeit mit dem Amt für Seilbahnen erstellt hat.
54,1 % mehr Investitionen als im Vorjahr getätigt
Die Südtiroler Seilbahnen erwirtschafteten in diesem Zeitraum einen Gewinn von 77,6 Mio. Euro, bei stabilen Betriebserträgen (522 Mio. Euro) und Aufwendungen (422 Mio. Euro). Sie investierten rund 161 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 54,1 % entspricht. Davon entfallen 103 Mio. Euro (64,2 %) auf die Infrastrukturen, 34 Mio. Euro (21,2 %) auf den Kauf von Betriebsgeräten (Schneekatzen, Fahrzeuge, Propellermaschinen usw.) und 23,5 Mio. Euro (14,6 %) auf sonstige Investitionen.
354 Seilbahnanlagen in Südtirol
Mit Stichtag Ende Dezember 2024 gab es in Südtirol 354 Seilbahnanlagen, drei Anlagen weniger als im Vorjahr. 58,8 % der Seilbahnen wurden nach 2000 errichtet, das Durchschnittsalter beträgt 23 Jahre. Die Anzahl der Schlepplifte hat sich von 310 (1980) auf 98 (2024) reduziert. 2024 wurden sechs neue Seilbahnanlagen errichtet und neun abgebaut.
Folgende Seilbahnanlagen wurden 2024 realisiert:
- Skigebiet Schwemmalm, Ultental: Ersatz von zwei fix geklemmten Sesselliften durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn mit einer Förderleistung von 2.200 P/h.
- Karerpass: Ersatz des bestehenden Schlepplifts durch einen neuen Schlepplift auf gleicher Trasse. Förderleistung: 895 P/h.
- Skigebiet Vals-Jochtal: Ersatz eines fix geklemmten 4er-Sessellifts durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhaube und einer Förderleistung von 2.400 P/h.
- Skigebiet Kronplatz: Anlage „Plateau“: Bau der ersten 8er-Sesselbahn des Typs D-Line in Italien mit Sitz- und Rückenlehnenheizung, Wetterschutzhaube sowie automatischen und verriegelbaren Schließbügeln. Förderleistung: 3.600 P/h.
- Alta Badia (Hochabtei): Ersatz der bestehenden kuppelbaren Sesselbahn Braia Fraida durch eine neue 6er-Sesselbahn mit einseitiger Mittelstation. Förderleistung: 2.800 P/h.
- Skigebiet Rotwandwiesen: Ersatz des bestehenden Schlepplifts Porzen durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn mit geänderter Trasse für bessere Anbindung an das restliche Skigebiet. Förderleistung: 2.200 Personen pro Stunde.
- Skigebiet Rosskopf/Sterzing: Noch vor Jahresende 2024 wurde das System „LeitPilot“ an der Kabinenbahn Sterzing-Rosskopf als Prototyp für die Erreichung der Zulassung in Italien eingebaut und versuchsweise in Betrieb genommen. Es handelt sich um die erste Anlage mit unbemannter Umlenkstation in Italien.
Technische Beschneiung unverzichtbar
Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wintertourismusorte zu sichern, sind auch laufende Investitionen in die technische Beschneiung ausschlaggebend. So wurden 2023 in Südtirol insgesamt 5.061 Schnee-Erzeuger (Propellermaschinen und Schneilanzen) gezählt, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 6,1 %. Somit hat sich die Zahl der Schnee-Erzeuger in den vergangenen 20 Jahren fast verfünffacht. Durch die Automatisierung der Beschneiungsanlagen haben sowohl die Anzahl der Schnee-Erzeuger als auch die Investitionen zugenommen.
Wichtiger Arbeitgeber in Südtirol
2023 waren 2.382 Personen in der Seilbahnbranche beschäftigt, 121 mehr als im Vorjahr (+ 5,3 %). Damit erzielte die Anzahl der Festangestellten und der Saisonarbeitskräfte wieder das Vor-Corona-Niveau.
Weitere Details sind nachzulesen auf:
https://astat.provinz.bz.it/de/publikationen/seilbahnen-in-suedtirol-2023-und-2024
Der Testbetrieb bescheinigt der Snow Cat von xelom sehr gute Leistung im Betrieb. © xelom
Leistung trifft Nachhaltigkeit
Maximale Leistung, Vielseitigkeit und dabei Null-Emissionen – das charakterisiert Snow Cat von xelom. Die neue Generation an Pistenfahrzeugen wurde zur INTERALPIN 2025 einem interessierten Publikum vorgestellt.
Drei Jahre hat die Entwicklung gedauert – drei Jahre, in denen viel getüftelt und getestet wurde. Als Ergebnis wurde das neue vollelektrische Pistenfahrzeug Snow Cat von xelom auf der INTERALIN 2025 präsentiert. Dabei hat man mit der Snow Cat unter dem Motto „still, stark und nachhaltig“ in der Entwicklung völlig neue Wege eingeschlagen. „Die Snow Cat wurde von Grund auf neu gedacht und mit dem Ziel entwickelt, ein voll-elektrisches Pistengerät zu schaffen, das den Ansprüchen der Skigebiete hinsichtlich Leistung und Flexibilität gerecht wird“, erklärte dann auch Armin Oberhollenzer, Geschäftsführer von xelom, einem Tochterunternehmen von TechnoAlpin, dem Global Player für innovative Beschneiungslösungen. „Snow Cat ist kein Umbau und kein Kompromiss, sondern eine konsequente Neuentwicklung, die solide Technologie und echte Praxistauglichkeit bietet.“
Für Matthias Illmer, CEO TechnoAlpin Österreich, ist xelom ein logisches Element der firmeneigenen Ausrichtung auf eine nachhaltige Zukunft: „Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die Skigebieten dabei helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern: sei es durch die Reduzierung des Energiebedarfs oder der Nutzung erneuerbarer Energien. Als TechnoAlpin-Gruppe setzen wir hierfür über unser gesamtes Produktportfolio viele Schritte. Mit xelom folgt nun der nächste wichtige Schritt.“
Fünf Stunden arbeiten, 45 bis 60 Minuten laden
Kernstück der Snow Cat, die modular aufgebaut und in drei Maschinenbreiten erhältlich ist, sind Batterie und Antriebssystem, die speziell für hohe Anforderungen im alpinen Einsatz entwickelt wurden. Je nach Aufgabe und Bedingungen vor Ort sind mit der Snow Cat und einer Leistung von 510 kW (695 PS) bis zu fünf Betriebsstunden in Folge möglich, und das ohne Leistungseinbuße. Dann muss das Pistenfahrzeug an die Ladestation. 45 bis 60 Minuten sind dafür einzuplanen, dann kann es mit der Arbeit weitergehen. Um diese Effizienz zu erreichen, hat xelom ein neues Schnellladesystem mit einer Ladeleistung von bis zu 300 kW entwickelt. „Wir arbeiten mit einer 300 kWh-Batterie, die – je nach Kennlinie – von 0 auf 80 Prozent in etwa 45 bis 60 Minuten geladen werden kann. Das Lastmanagement sorgt dabei für eine optimale Verteilung mit anfangs hoher Leistung, die in der Folge sanft reduziert wird, um die Batterie zu schonen – auch bei Volllast,“ so Oberhollenzer. Dazu ist Snow Cat aber auch kompatibel mit dem internationalen Ladestandard für Elektrofahrzeuge (CCS-Standard), der sowohl eine Wechselstrom- als auch eine Gleichstrom-Ladung über denselben Anschluss möglich macht.
Erstes positives Feedback
Drei Jahre Entwicklungsarbeit haben ein umfassendes Austesten der neuen SnowCat möglich gemacht. So hatten etwa die Oberstorf Kleinwalsertaler/OK Bergbahnen schon im letzten Winter eine Snow Cat im Testbetrieb. „Die Ok Bergbahnen bekennen sich bereits seit einigen Jahren zur ‚MyMountainNature‘-Nachhaltigkeitsstrategie. Deshalb ist es uns auch wichtig, im Bereich Elektrifizierung Gas zu geben. Wir haben eine Snow Cat von xelom bereits eine ganze Wintersaison im Einsatz gehabt, und das in drei Bereichen: am Nebelhorn, am Söllereck und am Heuberg. Die Leistung hat uns sehr positiv überrascht. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, im kommenden Winter drei Maschinen zum Einsatz zu bringen“, Henrik Volpert, Vorstand Oberstdorfer Bergbahn AG & Nebelhornbahn AG.
Und auch Armin Oberhollenzer zeigt sich von den Chancen der Snow Cat am Markt überzeugt: „Das erste Markt-Feedback ist sehr positiv. Die Snow Cat ist leiser, angenehmer zu bedienen und in den Arbeitsalltag einfacher zu integrieren, als viele erwartet haben. Fahrgefühl, Kraft, Reichweite und Ladezeiten überzeugen – für viele bedeutet das nicht nur einen Umstieg, sondern ein Upgrade. Wir blicken sehr zuversichtlich in eine emissionsfreie Zukunft der Pistenpräparierung mit unserer Snow Cat.“ lw
Jungfraubahnen: Oliver Hammel übernimmt das operative Szepter
Seit 13. Juni 2025 ist Oliver Hammel für die operative Führung der Jungfraubahnen verantwortlich. Er tritt die Nachfolge von Urs Kessler an, der sich nach 38 Jahren bei den Jungfraubahnen und 17 Jahren an deren Spitze vor kurzem in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat.
Statement Oliver Hammel:
„Ich habe während der Einführung Menschen mit verschiedensten Lebensläufen kennengelernt, die mit Herzblut, Freude und viel Fachwissen tagtäglich am Erfolg der Jungfraubahnen arbeiten.“ Viele strategische Projekte wie zum Beispiel die Erneuerung der Firstbahn oder der Bau der alpinen Solaranlage Hintisberg seien klar aufgegleist und initialisiert. „Wir werden auch in Zukunft an diesen weiterarbeiten und somit den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen.“
Wie bei solchen Funktionen üblich, wird sich der 42-Jährige erst nach rund 100 Tagen im Amt generell öffentlich äußern. Das wird am Donnerstag, dem 28. August 2025, im Rahmen der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen der Jungfraubahn Holding AG sein.
Zur Person Oliver Hammel:
Vor seinem Umzug aus Bangkok nach Interlaken (Kanton Bern) war Oliver Hammel seit 2015 beim globalen Unternehmen DKSH tätig. Er leitete zuletzt als Direktor den Geschäftsbereich Technologie für die Märkte Thailand, Laos, Kambodscha und Myanmar (Burma). Der 42-Jährige ist in Liestal (Kanton Baselland) geboren und hat in Safenwil eine Lehre als Konstrukteur bei der Firma Scholl gemacht. Er absolvierte diverse Weiterbildungen in Leadership und Marketing/Verkauf. Oliver Hammel ist verheiratet, hat eine neunjährige Tochter und wohnt in Interlaken.


