„RAXEN mit Freunden“ steht ab sofort als Synonym für gemeinsames Wandererlebnis.

RAXEN mit Freunden – ein Synonym für geselliges Wandern

Die Rax-Seilbahn in den Wiener Alpen feiert als erste Personen-Seilschwebebahn der Republik Österreich im Juni ihr 100-jähriges Bestehen. Die Hälfte der Zeit lenkte die Familie Scharfegger die Geschicke dieser Pionierleistung, die den Alpintourismus insgesamt nachhaltig veränderte. Bernd Scharfegger ist heute in zweiter Generation der zentrale Mountain Manager der Rax-Seilbahn sowie Leiter der „Scharfegger´s Raxalpen Resorts“.

Portrait eines Mannes

Bernd Scharfegger, GF und Inhaber Rax-Seilbahn © Rax-Seilbahn

Herr Scharfegger, welche Rolle spielt Ihre Familie bei der Entwicklung der Rax-Seilbahn seit 50 Jahren und wie war Ihr persönlicher Werdegang in die Seilbahnbranche? Haben Sie noch weitere Funktionen im touristischen Umfeld?

Mein Vater Friedrich war zunächst in den 70er Jahren Pächter des Raxalpe-Berggasthofs und zweiter Geschäftsführer der Rax-Seilbahn. Als der damalige Betrieb vor dem Bankrott und somit der Stilllegung stand, erwarb er erste Gesellschaftsanteile und wurde dann 1977 Hauptgeschäftsführer und schließlich ab 1989 alleiniger Eigentümer. Die Schulden wurden abgebaut und Investitionen getätigt, die Region gerettet und ein kulturelles Erbe für die Republik Österreich bewahrt! Später unterstützten meine beiden älteren Brüder und ich die Geschäftsleitung, vor allem im Marketing und der Gastronomie. Als 2016 die Konzessionsverlängerung anstand – mit den neuen gesetzlichen Auflagen seit 2003 – war bereits ab 2014 sehr viel Geschick in der Planung erforderlich sowie ein hohes Investitionsvolumen notwendig (3,2 Mio. Euro), sodass ich verstärkt Agenden und in Folge eben auch die Geschäftsführung übernahm. Nach Corona wurde ich außerdem Eigentümer aller 6 Betriebe (5 Gastronomie und die Seilbahn), die seit 2017 unter der Dachmarke ‚Scharfegger´s Raxalpen‘ Resort‘ gebündelt sind. Dass der Resortgedanke für das gesamte Bergerlebnis bedeutsam ist, haben wir früh erkannt. Es kann nur optimal funktionieren, wenn alles aus einer Hand kommt. Die berufliche Ausbildung habe ich in der Tourismusschule Semmering absolviert, war dann einige Jahre in den USA und Wien in der Hotellerie tätig, und 2009 in den elterlichen Betrieb zurückgekehrt. Als Funktionär bin ich in der Fachgruppe Seilbahnen Niederösterreich im Ausschuss vertreten, geplant ist die Übernahme des Fachvertretungsvorsitzes von Michael Reichl im Herbst und somit dann auch eine Präsenz im Bundesausschuss.

Werbesujet eines 100 Jahres Jubiläums einer Seilbahn mit neuer und alter Seilbahnkabine

Sujet zum diesjährigen Jubiläum der Rax-Seilbahn am 9. Juni. © Rax-Seilbahn

Die Rax-Seilbahn feiert am 9. Juni ihr 100-jähriges Jubiläum. Wie kam es damals zu dieser Pionierleistung, wie hat sie den alpinen Tourismus verändert?

Ich habe diesbezüglich beim Historiker Dr. Günther Luxbacher von der TU Berlin ein Buch in Auftrag zur Geschichte der alpinen Luftseilbahn – mit Schwerpunkt Rax-Seilbahn – gegeben, das im Zuge des Festaktes erscheinen wird. Er beleuchtet dabei die Pionierarbeit des Bleichert-Zuegg-Systems, das den alpinen Tourismus revolutionierte, und ordnet die Raxbahn als historisch wegweisend für die Erste Republik ein. Luxbacher beschreibt diese 1926 eröffnete Bahn als technisches und alpines Meisterwerk, das nicht nur eine infrastrukturelle Leistung darstellte, sondern auch einen politischen und ökologischen Drahtseilakt. Als erste Personen-Seilschwebebahn der Republik Österreich – ganz knapp vor der Tiroler Zugspitzbahn – gilt die Rax-Seilbahn bis heute als Symbol für Pioniergeist, technische Meisterleistung und Naturverbundenheit. Die Anlage wurde als klassische Pendelbahn mit einem Trag-, einem Zug- und einem Hilfsseil pro Fahrbahn errichtet und danach mehrmals umgebaut bzw. modernisiert, zuletzt wurde sie von der Firma LEITNER 2015/16 auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Mit neuen Antriebssteuerungen, modernisierter Seilbahn- und Elektrotechnik sowie einer verlängerten Konzession für weitere 25 Jahre wurden höchste Sicherheitsstandards und ein reibungsloser Betrieb gewährleistet. Diese Investitionen stellen sicher, dass die Rax-Seilbahn weiterhin ein bedeutendes touristisches Aushängeschild Niederösterreichs bleibt. Die Rax-Seilbahn ist bis heute ein herausragendes Beispiel für die bedeutende Rolle, die Seilbahnen bei der touristischen Erschließung von Bergregionen spielen. Für uns ist sie nicht nur eine Seilbahn, sondern die treibende Kraft und das verbindende Element, das unsere Region lebendig hält. Sie fördert den Tourismus, schafft Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze – und macht uns jeden Tag aufs Neue stolz, Menschen aus aller Welt einzuladen, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben.

Welche wichtigen Eckdaten gibt es in der 100-jährigen Geschichte der Rax-Seilbahn? Und wie viele Beförderungen pro Jahr können inzwischen registriert werden?

+ 1944 wurden die Tragseile durch eine Fliegerbombe zerstört und neu eingezogen

+ 1947 Ersatz der alten Wagen durch neue Leichtmetallwagen

+ 1963 erfolgte ein Getriebetausch und 1968 ein Motorentausch

+ 1976 neue Kabinen zum 50-Jahre-Jubiläum

+ 1984 Tausch Zug- und Tragseile

+ 2002 Neue Wagen (30 +1) werden in Betrieb gestellt (Carvatech)

+ 2016 Neue Steuerung und Online-Ticket-System, Generalüberholung

+ 2026 100-Jahre-Jubiläum mit Festakt

Die Beförderungen liegen bei knapp über 200.000 Gästen jährlich, mit der Zielsetzung, die Frequenz kontinuierlich anzuheben. Das ist vor allem eine Wetterfrage. Grundsätzlich erfreuen wir uns aber seit ca. 3 Jahren eines starken Zuspruchs, die Liebe der Bevölkerung zum Berg nimmt zu! Wir sind nach wie vor zu 80 % sommerlastig, auch wenn die Frequenzen im Winter steigen. Wir streben mittelfristig ein Verhältnis von 70:30 an.

Neben der technischen Erneuerung setzt die Rax-Seilbahn auch auf innovative Besucherangebote. Können Sie diese näher beschreiben?

Grundsätzlich stellen wir uns möglichst breit auf und bieten unseren Gästen verschiedene Möglichkeiten an. Wir haben Wanderer, Ausflugsgäste, Panorama-Genießer – die Bergstation ist ja der Ausgangspunkt für ein 34 km² großes Wander-Plateau mit sehr vielfältiger Flora. Das wird inzwischen auch stark von internationalem Publikum genutzt, respektive sich auf den Spuren der großen Dichter und Denker zu bewegen, Stichwort „Sigmund Freud auf dem Otto-Haus“. Diesbezüglich bieten wir u. a. Produkte wie Kombitickets mit der Gastronomie zusammen oder auch Event-Tickets für Mondscheinfahrten oder Sonnenaufgangs-Frühstück bis zu den Bergadvent-Terminen. Dabei wollen wir aber auf jeden Fall vermeiden, Frequenz über Inszenierung zu schaffen, die mit dem Berg nichts zu tun hat. Vor einigen Jahren stellten wir Überlegungen an, wie wir für den Gast erlebbarer machen können, worum es überhaupt geht auf dem Berg. Das Resultat waren z. B. Tafeln in der Talstation auf der Willkommensterrasse zur Wissensvermittlung oder Inszenierung oben auf der Bergstation, wo wir das Thema mit der „ersten Bergrettung der Welt“ (gegründet in Reichenau) aufgenommen haben. Im Hintergrund steht das Pionier- und Freigeisterkonzept, welches ständig je nach finanziellen Möglichkeiten weiter um kleine Installationen wachsen soll. Prinzipiell sind wir ja weit mehr als nur ein Wirtschaftsunternehmen. Diese Seilbahn hat in 100 Jahren so viele Menschen und Emotionen bewegt, dass ich einen Auftrag darin sehe, dieses österreichische Kulturerbe als Rückzugsort vom Alltag (zeitgemäß) zu erhalten.

Sie spielen eine starke wirtschaftliche Rolle in der Region und bekennen sich zu einem zukunftsorientierten Tourismus. Welche Vision haben Sie da?

Ja, schon alleine durch die Frequenz ist eine markante Ausstrahlung vorhanden, es findet große Wertschöpfung in der Region statt. Dazu existiert sogar eine Studie. Daran knüpft sich natürlich eine große Verantwortung, die Bedeutung als nachhaltiges und zukunftsorientiertes Tourismusprojekt aufrecht zu erhalten. Umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten wie ÖBB-Pakete, das Sommerfrische-Kombiticket mit der Höllentalbahn, die 2026 ebenfalls 100 Jahre alt wird, sowie das Mobilitätsprojekt „RUFbus“ Semmering-Rax entlasten den Verkehr und fördern eine ressourcenschonende Regionalentwicklung. Man verpflichtet sich, immer am Ball zu bleiben, je nachdem, wie sich das gesellschaftliche Umfeld entwickelt. Auch wenn sich die Strukturen über die Jahrzehnte verändert haben, kann ich sagen, dass der Bergsport per se, respektive das Wandern, weiterhin bei allen Generationen attraktiv ist. Ja, wir haben unser Zielpublikum zuletzt sogar total verjüngt.

Drei Schneeschuhwanderer laufend im Hintergrund, im Vordergrund ist die Zahl 100 in den Schnee gemalt.

Das Rax-Plateau ist im Winter ein Paradies für Schneeschuh-Wandern und für viele Leute eine Alternative zum Skilauf. © Rax-Seilbahn

Welchen Aktivitäten kann man eigentlich im Winter nachgehen? Es findet ja kein klassischer Skibetrieb mehr statt!

Man kann sicherlich mit Skiern abfahren, wenn Schnee bis ins Tal liegt (528 m), allerdings ohne Pistenpräparierung. Oben auf dem Plateau wird hauptsächlich Schneeschuh-Wandern angeboten – mit Erfolg. Die Rax hat sich inzwischen sogar zum führenden Schneeschuh-Wanderberg im Osten Österreichs entwickelt. Vor allem in Wintern mit wenig Schnee rettet uns sozusagen das Schneeschuh-Wandern das Geschäft. Vor allem geführte Winter-Touren, die verborgene Einblicke in das Naturschutzgebiet Rax ermöglichen, sind ein Renner. Ein gut durchdachtes Farbleitsystem am Berg gibt beim Schneeschuh-Wandern die Richtung vor, wählbar sind mehrere Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Schneeschuhe und Stöcke sind in der Verleihstation des Raxalm-Berggasthofs erhältlich. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass wir durch das Schneeschuh-Wandern und den guten Zugang zum Berg vielen Menschen, die mit dem Skifahren aufgehört haben, wieder eine Berechtigung für sich geben, eine Aktivität im Schnee zu betreiben.

Neuerdings verwenden Sie den Claim „Raxen mit Freunden“. Was ist unter dem Begriff zu verstehen?

Zum 100-jährigen Jubiläum der Rax-Seilbahn steht das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang soll sich der Begriff „RAXEN“ künftig als Synonym für das gemeinsame Wandern auf der Rax etablieren und die Freude am gemeinsamen Naturerlebnis betonen. Entstanden ist der launige Begriff „Gemma Raxen“ schon vor einiger Zeit in der Bevölkerung und wir versuchen ihn nun im Marketing unterzubringen! Außerdem geht der Claim sehr gut zum Teilen in den Sozialen Medien. Die Kampagne #RAXENmitFREUNDEN vereint die Themen FREUNDE, FREUDE und FREUD, die alle im Kampagnennamen enthalten sind. Somit werden zusätzlich Unterkategorien geschaffen, in denen wir unsere Schwerpunkte ‚Wander- und Naturerlebnis‘, ‚Kulinarik am Berg & Auszeit vom Alltag‘ sowie ‚Geschichte & prägende Persönlichkeiten‘ optimal kommunizieren können.

Zum Schluss: Was sehen Sie als die größte Herausforderung für die Zukunft der Rax-Seilbahn, und wie will man ihr begegnen?

Die größte Herausforderung ist definitiv eine Balance zu finden in der Kostensituation. Denn einerseits sind die Kostensteigerungen in den letzten Jahren enorm, andererseits sind wir bei den Möglichkeiten der Frequenzsteigerung der limitiert. Da kommen nur noch wenige weitere Tage in Betracht, weil bei den Hochfrequenztagen sind wir ohnehin schon mit 3.000 Beförderungen pro Tag am Limit. Insofern wird es bei uns auch nie Overtourismus geben. Was uns helfen kann, ist die Ausdehnung der warmen Zeit auf die Nebensaisonen im Frühjahr und Herbst aufgrund der Klimaerwärmung. Das würde die Wander- und Ausflugssaison strecken. Nicht zu vergessen ist auch, dass man 1.000 Höhenmeter in acht Minuten mit der Seilbahn überwindet und in einer anderen Klimazone auf 1.546 m landet. Es ist 10° C kühler als im Tal – eine Wohltat in den immer heißer werdenden Sommern…

Danke für das Gespräch!  mak

 

Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten: Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe. © Arthur Swiffen über pexels

Durchwachsene Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten

Der wetterbedingt sehr unterschiedliche Verlauf der Wintersaison 2025/26 zwischen den westlichen Regionen und jenen östlich der Rocky Mountains war ein Thema der diesjährigen NSAA National Convention & Tradeshow, die vom 4. bis 7. Mai in Carlsbad, Kalifornien, abgehalten wurde.

Die bis dato vorläufigen Daten der National Ski Areas Association (NSAA) zeigen, dass die Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten 52,6 Mio. Besuche von Wintersportlern verzeichnete. Dies entspricht einem Rückgang von 9,1 % gegenüber dem 10-Jahres-Durchschnitt, einem Minus von rund 9 Mio. Besuchen gegenüber der Vorsaison und Platz 32 von 48 Wintersaisons seit Beginn der Aufzeichnungen der NSAA. Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe.

„Kaum eine Wintersaison zeigt so deutlich wie diese, wie sehr unsere Branche von regionalen Wetterverhältnissen abhängt“, erklärte Michael Reitzell, Präsident und CEO der NSAA. „Schwierige Bedingungen in weiten Teilen des Westens – darunter ein verhaltener Saisonstart, Regenfälle und rekordverdächtig hohe Temperaturen im März – haben die Besucherzahlen während der gesamten Saison erheblich beeinträchtigt.“

Die Ergebnisse im Detail

Die Wintersaison 2025/26 zeigt, wie stark die Teilnahme am Wintersport mit den regionalen Wetterverhältnissen korreliert. Trotz des herausfordernden und sehr wechselhaften Wetters im Westen der USA war die Gesamtzahl der Besucher vergleichbar mit anderen Saisons mit geringeren Schneemengen. Während die Wetterbedingungen im Westen die nationalen Besucherzahlen stark beeinträchtigten, trugen die guten Ergebnisse in den Regionen östlich der Rocky Mountains, insbesondere im Nordosten und Südosten, zu einem positiven Gesamtergebnis bei. Konstantere Temperaturen und Schneefälle in diesen Gebieten sorgten für solide Besucherzahlen während der gesamten Wintersaison.

„Die starken Saisonverläufe im Nordosten und Südosten der USA spielten eine entscheidende Rolle für die nationale Entwicklung“, sagte Reitzell. „Bei günstigen Bedingungen verzeichnen wir weiterhin eine hohe Nachfrage nach Skifahren und Snowboarden, was die anhaltende Attraktivität dieser Sportarten unterstreicht.“

Regionale Auswirkungen

Die NSAA unterteilt das Land in sechs Regionen: In der Wintersaison 2025/26 führte die Rocky-Mountain-Region mit 20,1 Mio. Besuchen, gefolgt vom Nordosten (12,9 Mio.), dem Mittleren Westen (5,8 Mio.), dem Pazifischen Südwesten (5,7 Mio.), dem Südosten (4,8 Mio.) und dem Pazifischen Nordwesten (3,2 Mio.). Der Nordosten und Südosten verzeichneten jeweils ihre zweitbeste Saison des vergangenen Jahrzehnts, wobei der Nordosten von einem frühen Saisonstart und anhaltendem Schneefall profitierte. Die Skigebiete im Südosten stellten zudem erneut die Schlagkraft ihrer Beschneiungsanlagen unter Beweis, während der Mittlere Westen von kälteren Temperaturen und effizienteren Betriebsabläufen profitierte.

Der Schneefall

Der durchschnittliche Schneefall in der Wintersaison 2025/26 betrug landesweit 112 Zoll (ca. 2,85 m) und lag damit deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 169 Zoll (rund 4,30 m) – der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt. Während die Regionen östlich der Rocky Mountains nahe am oder über dem Durchschnitt lagen, blieben alle westlichen Regionen deutlich darunter. Trotzdem ging die Zahl der Betriebstage landesweit nur geringfügig zurück, obwohl die Schneemengen 33 % unter dem Durchschnitt lagen. Dies spiegelt die fortgesetzten Investitionen in Beschneiungsanlagen und Infrastruktur wider.

Die Investitionen

Trotz eines schwierigen Winters investierten die US-Skigebiete insgesamt 569,3 Mio. US-Dollar (= ca. 489,44 Mio. Euro), darunter in 45 neue und 52 modernisierte Seilbahn- und Liftanlagen.

Saisonkarten weiterhin stark gefragt

Saisonkarten blieben mit 49 % die beliebteste Ticketvariante, während Tages- und Mehrtageskarten 31 % ausmachten. Nach mehreren Jahren rasanten Wachstums hat sich der Saisonkartenverkauf in den letzten beiden Saisons auf ein bestimmtes Niveau eingependelt. Auf der NSAA Nationals Convention & Tradeshow der vergangenen fünf Jahre war es immer wieder ein Thema, dass die hohe Nachfrage nach Saisonkarten den Verkauf der anderen Ticketformen zurückgedrängt hat. Diese Entwicklung dürfte in der Wintersaison 2025/26 nicht mehr in diesem großen Ausmaß der Fall gewesen sein.

Branchenausblick

Die Wintersaison 2025/26 verdeutlicht die Herausforderungen und die Widerstandsfähigkeit der US-Skiindustrie. Während die zunehmenden Wetterschwankungen weiterhin ein entscheidender Faktor sind, passen sich die Skigebiete durch Investitionen in Infrastruktur, Beschneiungsanlagen und das Gästeerlebnis kontinuierlich an. In einem Jahr mit unterdurchschnittlichen Schneefällen hat die Branche ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Betrieb aufrechtzuerhalten, die Nachfrage zu sichern und sich für zukünftiges Wachstum zu positionieren. Historische Trends zeigen, dass auf schneearme Saisons häufig schneereiche folgen.

Zur Infomation:

Ein Besuch in einem Skigebiet wird gezählt, sobald eine Person eine Liftkarte oder einen Skipass benutzt. Die NSAA erfasst die Besucherzahlen seit der Wintersaison 1978/79.

„Szepterübergabe“ bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen: Georg Bliem (li.) und sein Nachfolger Mag. Peter Weichbold. © Sabrina Melcher

Wechsel an der Spitze der Planai-Hochwurzen-Bahnen

Per 1. Februar 2026 hat Peter Weichbold von Georg Bliem die Geschäftsführung übernommen. Er plant, den erfolgreichen Kurs fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen. Bis Ende April wird es noch eine dreimonatige Übergangsphase geben.

Bereits im September 2025 fiel nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und Hearings die Entscheidung für Peter Weichbold als neuen Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen in Schladming. Seit Anfang Februar trat er nun die Funktion offiziell an – mit einer dreimonatigen Übergangsphase bis Ende April.

Als Georg Bliem 2012 die Geschäftsführung übernahm, war das Seilbahnunternehmen mitten in der anspruchsvollen Phase rund um die Vorbereitungen zur Alpinen Ski-WM 2013. In den darauffolgenden Jahren prägte er die Entwicklung der Planai-Hochwurzen-Bahnen wesentlich. Zwischen 2012 und 2025 wurden rund 210 Mio. Euro in Infrastruktur, Qualität sowie neue Angebote investiert und die Planai als eines der führenden Seilbahnunternehmen Österreichs positioniert.

Statement Georg Bliem:

„Die Planai-Hochwurzen-Bahnen waren für mich immer ein Herzensprojekt. Entscheidend für den Erfolg war das starke Team, mit dem es gelungen ist, das Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass Peter Weichbold diesen Weg mit Kompetenz und Innovationskraft fortsetzen wird.“

Ein ausführliches Interview mit Georg Bliem führte unsere erfahrene Fachredakteurin Dr. Mag. Luise Weithaler für die Ausgabe Mountain Manager 7/2025. Das Interview finden Sie hier auf der Startseite, unter der Rubrik „MM-Interview“.

Mit Peter Weichbold übernimmt ein langjähriger Wegbegleiter und versierter Branchenkenner die Geschäftsführung. Er ist seit 2004 bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen tätig und war von Beginn an für die Leitung der Bereiche Finanzen und Controlling verantwortlich. Im Jahr 2011 übernahm er zusätzlich die Geschäftsführung der Galsterbergalm Bahnen GmbH & Co KG. Seit 2019 verfügt Peter Weichbold über die Einzelprokura der Planai-Hochwurzen-Bahnen und kennt das Unternehmen sowie die Region „wie aus seiner Westentasche“.

Statement Peter Weichbold:

„Ich danke Georg Bliem sehr herzlich für die Arbeit und Weitsicht der vergangenen Jahre. Das, was in dieser Zeit aufgebaut wurde, ist eine große Stärke und zugleich eine große Chance für das Unternehmen. Es eröffnet Handlungsspielraum, um vorausschauend zu agieren und Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Mein Ziel ist es, auf dieser soliden Basis aufzubauen, Bewährtes zu erhalten und dort neue Impulse zu setzen, wo sie sinnvoll und zukunftsweisend sind. Auf diesen gemeinsamen Weg und auf das, was kommt, freue ich mich sehr.“

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen zählen zu den größten Seilbahnunternehmen Österreichs und sind ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die Region. Mit mehr als 430 Mitarbeitenden im Winter sowie jährlich Millionen von Gästen in der Region leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung in der Steiermark.

 

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