Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten: Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe. © Arthur Swiffen über pexels

Durchwachsene Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten

Der wetterbedingt sehr unterschiedliche Verlauf der Wintersaison 2025/26 zwischen den westlichen Regionen und jenen östlich der Rocky Mountains war ein Thema der diesjährigen NSAA National Convention & Tradeshow, die vom 4. bis 7. Mai in Carlsbad, Kalifornien, abgehalten wurde.

Die bis dato vorläufigen Daten der National Ski Areas Association (NSAA) zeigen, dass die Wintersaison 2025/26 in den US-Skigebieten 52,6 Mio. Besuche von Wintersportlern verzeichnete. Dies entspricht einem Rückgang von 9,1 % gegenüber dem 10-Jahres-Durchschnitt, einem Minus von rund 9 Mio. Besuchen gegenüber der Vorsaison und Platz 32 von 48 Wintersaisons seit Beginn der Aufzeichnungen der NSAA. Während schwierige Wetterbedingungen im Westen den Gesamtrückgang verursachten, verzeichneten die Regionen östlich der Rocky Mountains starke Saisonverläufe.

„Kaum eine Wintersaison zeigt so deutlich wie diese, wie sehr unsere Branche von regionalen Wetterverhältnissen abhängt“, erklärte Michael Reitzell, Präsident und CEO der NSAA. „Schwierige Bedingungen in weiten Teilen des Westens – darunter ein verhaltener Saisonstart, Regenfälle und rekordverdächtig hohe Temperaturen im März – haben die Besucherzahlen während der gesamten Saison erheblich beeinträchtigt.“

Die Ergebnisse im Detail

Die Wintersaison 2025/26 zeigt, wie stark die Teilnahme am Wintersport mit den regionalen Wetterverhältnissen korreliert. Trotz des herausfordernden und sehr wechselhaften Wetters im Westen der USA war die Gesamtzahl der Besucher vergleichbar mit anderen Saisons mit geringeren Schneemengen. Während die Wetterbedingungen im Westen die nationalen Besucherzahlen stark beeinträchtigten, trugen die guten Ergebnisse in den Regionen östlich der Rocky Mountains, insbesondere im Nordosten und Südosten, zu einem positiven Gesamtergebnis bei. Konstantere Temperaturen und Schneefälle in diesen Gebieten sorgten für solide Besucherzahlen während der gesamten Wintersaison.

„Die starken Saisonverläufe im Nordosten und Südosten der USA spielten eine entscheidende Rolle für die nationale Entwicklung“, sagte Reitzell. „Bei günstigen Bedingungen verzeichnen wir weiterhin eine hohe Nachfrage nach Skifahren und Snowboarden, was die anhaltende Attraktivität dieser Sportarten unterstreicht.“

Regionale Auswirkungen

Die NSAA unterteilt das Land in sechs Regionen: In der Wintersaison 2025/26 führte die Rocky-Mountain-Region mit 20,1 Mio. Besuchen, gefolgt vom Nordosten (12,9 Mio.), dem Mittleren Westen (5,8 Mio.), dem Pazifischen Südwesten (5,7 Mio.), dem Südosten (4,8 Mio.) und dem Pazifischen Nordwesten (3,2 Mio.). Der Nordosten und Südosten verzeichneten jeweils ihre zweitbeste Saison des vergangenen Jahrzehnts, wobei der Nordosten von einem frühen Saisonstart und anhaltendem Schneefall profitierte. Die Skigebiete im Südosten stellten zudem erneut die Schlagkraft ihrer Beschneiungsanlagen unter Beweis, während der Mittlere Westen von kälteren Temperaturen und effizienteren Betriebsabläufen profitierte.

Der Schneefall

Der durchschnittliche Schneefall in der Wintersaison 2025/26 betrug landesweit 112 Zoll (ca. 2,85 m) und lag damit deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 169 Zoll (rund 4,30 m) – der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt. Während die Regionen östlich der Rocky Mountains nahe am oder über dem Durchschnitt lagen, blieben alle westlichen Regionen deutlich darunter. Trotzdem ging die Zahl der Betriebstage landesweit nur geringfügig zurück, obwohl die Schneemengen 33 % unter dem Durchschnitt lagen. Dies spiegelt die fortgesetzten Investitionen in Beschneiungsanlagen und Infrastruktur wider.

Die Investitionen

Trotz eines schwierigen Winters investierten die US-Skigebiete insgesamt 569,3 Mio. US-Dollar (= ca. 489,44 Mio. Euro), darunter in 45 neue und 52 modernisierte Seilbahn- und Liftanlagen.

Saisonkarten weiterhin stark gefragt

Saisonkarten blieben mit 49 % die beliebteste Ticketvariante, während Tages- und Mehrtageskarten 31 % ausmachten. Nach mehreren Jahren rasanten Wachstums hat sich der Saisonkartenverkauf in den letzten beiden Saisons auf ein bestimmtes Niveau eingependelt. Auf der NSAA Nationals Convention & Tradeshow der vergangenen fünf Jahre war es immer wieder ein Thema, dass die hohe Nachfrage nach Saisonkarten den Verkauf der anderen Ticketformen zurückgedrängt hat. Diese Entwicklung dürfte in der Wintersaison 2025/26 nicht mehr in diesem großen Ausmaß der Fall gewesen sein.

Branchenausblick

Die Wintersaison 2025/26 verdeutlicht die Herausforderungen und die Widerstandsfähigkeit der US-Skiindustrie. Während die zunehmenden Wetterschwankungen weiterhin ein entscheidender Faktor sind, passen sich die Skigebiete durch Investitionen in Infrastruktur, Beschneiungsanlagen und das Gästeerlebnis kontinuierlich an. In einem Jahr mit unterdurchschnittlichen Schneefällen hat die Branche ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Betrieb aufrechtzuerhalten, die Nachfrage zu sichern und sich für zukünftiges Wachstum zu positionieren. Historische Trends zeigen, dass auf schneearme Saisons häufig schneereiche folgen.

Zur Infomation:

Ein Besuch in einem Skigebiet wird gezählt, sobald eine Person eine Liftkarte oder einen Skipass benutzt. Die NSAA erfasst die Besucherzahlen seit der Wintersaison 1978/79.

„Szepterübergabe“ bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen: Georg Bliem (li.) und sein Nachfolger Mag. Peter Weichbold. © Sabrina Melcher

Wechsel an der Spitze der Planai-Hochwurzen-Bahnen

Per 1. Februar 2026 hat Peter Weichbold von Georg Bliem die Geschäftsführung übernommen. Er plant, den erfolgreichen Kurs fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen. Bis Ende April wird es noch eine dreimonatige Übergangsphase geben.

Bereits im September 2025 fiel nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und Hearings die Entscheidung für Peter Weichbold als neuen Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen in Schladming. Seit Anfang Februar trat er nun die Funktion offiziell an – mit einer dreimonatigen Übergangsphase bis Ende April.

Als Georg Bliem 2012 die Geschäftsführung übernahm, war das Seilbahnunternehmen mitten in der anspruchsvollen Phase rund um die Vorbereitungen zur Alpinen Ski-WM 2013. In den darauffolgenden Jahren prägte er die Entwicklung der Planai-Hochwurzen-Bahnen wesentlich. Zwischen 2012 und 2025 wurden rund 210 Mio. Euro in Infrastruktur, Qualität sowie neue Angebote investiert und die Planai als eines der führenden Seilbahnunternehmen Österreichs positioniert.

Statement Georg Bliem:

„Die Planai-Hochwurzen-Bahnen waren für mich immer ein Herzensprojekt. Entscheidend für den Erfolg war das starke Team, mit dem es gelungen ist, das Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass Peter Weichbold diesen Weg mit Kompetenz und Innovationskraft fortsetzen wird.“

Ein ausführliches Interview mit Georg Bliem führte unsere erfahrene Fachredakteurin Dr. Mag. Luise Weithaler für die Ausgabe Mountain Manager 7/2025. Das Interview finden Sie hier auf der Startseite, unter der Rubrik „MM-Interview“.

Mit Peter Weichbold übernimmt ein langjähriger Wegbegleiter und versierter Branchenkenner die Geschäftsführung. Er ist seit 2004 bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen tätig und war von Beginn an für die Leitung der Bereiche Finanzen und Controlling verantwortlich. Im Jahr 2011 übernahm er zusätzlich die Geschäftsführung der Galsterbergalm Bahnen GmbH & Co KG. Seit 2019 verfügt Peter Weichbold über die Einzelprokura der Planai-Hochwurzen-Bahnen und kennt das Unternehmen sowie die Region „wie aus seiner Westentasche“.

Statement Peter Weichbold:

„Ich danke Georg Bliem sehr herzlich für die Arbeit und Weitsicht der vergangenen Jahre. Das, was in dieser Zeit aufgebaut wurde, ist eine große Stärke und zugleich eine große Chance für das Unternehmen. Es eröffnet Handlungsspielraum, um vorausschauend zu agieren und Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Mein Ziel ist es, auf dieser soliden Basis aufzubauen, Bewährtes zu erhalten und dort neue Impulse zu setzen, wo sie sinnvoll und zukunftsweisend sind. Auf diesen gemeinsamen Weg und auf das, was kommt, freue ich mich sehr.“

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen zählen zu den größten Seilbahnunternehmen Österreichs und sind ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die Region. Mit mehr als 430 Mitarbeitenden im Winter sowie jährlich Millionen von Gästen in der Region leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung in der Steiermark.

 

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