Tagungsschwerpunkte sind die Kommunikation bei Ereignissen und die Verkehrssicherungspflicht. © KI-generiertes Bild

Tagung Pisten- und Rettungsdienst geht in die zweite Runde

Nach 2024 organisiert nun der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) im Jahr 2026 erneut eine Tagung zum Thema „Pisten- und Rettungsdienst“. Sie findet am Montag, den 30. März, und Dienstag, den 31. März, im Center Fontauna in Disentis/Mustér im Kanton Graubünden statt.

Es geht um eine zukunfts- und praxisorientierte Standortbestimmung. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Kommunikation bei Ereignissen und die Verkehrssicherungspflicht. Dabei werden z. B. Schnittstellen zwischen dem Pistenrettungsdienst (= PRD) und anderen Diensten wie Technik und Gastronomie beleuchtet, die Zusammenarbeit zwischen Polizei und PRD thematisiert sowie der Einsatz von Technologien wie z. B. Drohnen behandelt. SBS strebt eine interaktive Tagung an und hat den Anspruch, so viel Praxis wie möglich und so wenig Theorie wie nötig zu bieten. Die Tagung lebt vom Erfahrungsaustausch sowie der Expertise der Referenten und der Teilnehmer. Sie ist der ideale Anlass, um sich zu treffen, zu vernetzen und sich über die aktuellen Trends und Entwicklungen zu informieren.

Mehr als 2.000 Mitarbeiter im Pisten- und Rettungsdienst tätig

Seilbahnunternehmen müssen dafür sorgen, dass der Wintersport unter bestmöglichen Sicherheitsbedingungen ausgeübt werden kann. Dafür verantwortlich ist das Team des PRD des jeweiligen Seilbahnbetriebs. In den Schweizer Wintersportgebieten sorgen so mehr als 2.000 Mitarbeiter im Pisten- und Rettungsdienst für die Sicherheit und den Komfort der Gäste und kontrollieren täglich tausende Kilometer Pisten. Die PDR-Mitarbeiter müssen über eine spezifische Ausbildung in diesem Bereich verfügen.

Die Anmeldung zur diesjährigen Tagung „Pisten- und Rettungsdienst“ ist online bis Samstag, den 28. Februar 2026, möglich. Auf die Tagungsteilnehmer warten interessante Vorträge, interdisziplinäre Workshops und Podiumsdiskussionen.

 

Tagungsort, Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten, Programm, Referenten und den Link zur Online-Anmeldung finden Sie hier: https://www.seilbahnen.org/verband/tagung-prd-sbs

Die diesjährige Deutsche Seilbahntagung in Bodenmais ist mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) gut besucht. © cm

Deutsche Seilbahntagung 2025

Heute ist der letzte Tag der diesjährigen Deutschen Seilbahntagung des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e. v. (VDS), die seit 15. Oktober in Bodenmais stattfindet. Es ist eine Exkursion zum Großen Arber vorgesehen.

Diesjähriger Gastgeber dieser wichtigen Branchenveranstaltung mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) sind die Arber-Bergbahnen und die Silberbergbahn. Die Region Bayerischer Wald ist ein Vorzeigegebiet für nachhaltigen Ganzjahrestourismus. So wurde am 5. Juli 2025 nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit der neue „Silberberg Coaster“ feierlich in Bodenmais eröffnet. Die moderne Allwetterrodelbahn, die auch in den Wintermonaten betrieben werden kann, ist als attraktive Alternative zu klassischen Wintersportangeboten gedacht. Seit diesem Sommer bietet auch der brandneue „Bike-Park“ am Großen Arber im Bayerischen Wald Einsteiger und Profis abwechslungsreiche Flowtrails, Jumps und technische Abfahrten.

Personengruppe Frauen und Männer

Eröffnung der Förderkreisausstellung v. re. n. li.: VDS-Vorstand Henrik Volpert, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, VDS-Geschäftsführerin Birgit Priesnitz, 2. VDS-Stellv. Antonia Asenstorfer und 1. VDS-Stellv. Karl Dirnhofer. © cm

Nachhaltiger Ganzjahrestourismus im Fokus

Die Eröffnung der Förderkreisausstellung übernahm Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Er vertrat Staatsministerin Michaela Kaniber, die verhindert war. Bittlmayer hob die Bedeutung der Seilbahnen für ländliche Regionen und den Ganzjahrestourismus hervor und ging kurz auf das Modernisierungsgesetz ein.

Bei der anschließenden Pressekonferenz betonte VDS-Vorstand Henrik Volpert, der auch Vorstand der Oberstdorfer Bergbahn AG und Nebelhornbahn AG ist, die enorme Bedeutung des nachhaltigen Ganzjahresbetriebs der Seilbahnen, der in Deutschland schon lange nicht die Ausnahme, sondern die Regel sei: „Wir sprechen von einem echten ganzjährigen Betrieb, nicht Winter und Sommer“, so Volpert. Landrat Dr. Ronny Raith vom Landkreis Regen wiederum wies darauf hin, dass nur durch ein „Miteinander“ von Seilbahnunternehmen und zuständigen Ämtern sowie Behörden Leuchtturmprojekte wie der Bike-Park am Großen Arber oder der Silberberg-Coaster am Erlebnisberg Silberberg realisiert werden können: „Es ist ein miteinander gehen und ein sich miteinander weiterentwickeln.“

Drei Männer bei Pressekonferenz

Nachhaltiger Ganzjahrestourismus gehört gefördert – darin war man sich auf der Pressekonferenz einig, v. li. n. re.: Landrat Dr. Ronny Raith, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer und VDS-Vorstand Henrik Volpert.

Auswirkungen einer geschützten Schmetterlingsart auf ein Bauvorhaben

Zum Veranstaltungsprogramm gehörten auch mehrere Workshops. Einen davon hielt Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Der 1. stellvertretende VDS-Vorstand behandelte den Ablauf der naturschutzrechtlichen Genehmigung am Beispiel des Ersatzes der bisherigen 6er-Sesselbahn Kreuzwankl-Ski-Express durch die neue, gleichnamige 8er-Sesselbahn. Dies erwies sich als sehr schwieriges Unterfangen, da in diesem Gebiet der streng geschützte Schmetterling „Blauschimmernder Feuerfalter“ verbreitet ist. Grund für die hohe Biodiversität sei aber auch, dass dort schon seit langem das Gras gemäht und nicht gemulcht werde, so Dirnhofer. Deshalb sei es angebracht, derartige Naturschutzmaßnahmen des Seilbahnbetreibers in der „Bayerischen Kompensationsverordnung“ auch zu berücksichtigen, was derzeit nicht der Fall sei, betonte Dirnhofer. In der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) wird die naturschutzrechtliche Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft geregelt.

Mann hält Vortrag

Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, informierte darüber, wie sehr eine seltene und streng geschützte Schmetterlingsart ein Projekt verzögern und auch verteuern kann. © cm

 

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