Der Klettersteig am Pfaffenbichl in Hochfügen führt direkt am Bergkamm über Drahtseile, Trittbügel und eine Seilbrücke bis zum Gipfel des Pfaffenbichl. © Hochfügen

Felsen, Wasserfälle, Weitsicht: die Klettersteige im Zillertal

Für den Klettersommer 2026 bietet das Zillertal für alle Könnerstufen außergewöhnliche Erlebnisse am Stahlseil. Leichte Steige in Talnähe ermöglichen erste Versuche am Fels, während anspruchsvolle Touren im hochalpinen Gelände erfahrene Klettersteiggeher fordern. Das Angebot reicht von Klettersteigen entlang von Wasserfällen bis hin zur neuen „Himmelsbrücke“ mit Blick über das Tal.

Die „Himmelsbrücke“ am Klettersteig Zimmereben befindet sich oberhalb von Mayrhofen. Die rund 48 m lange, freischwebende Seilhängebrücke führt hoch über dem Tal durch die Luft und eröffnet einen beeindruckenden Blick über Mayrhofen und die umliegenden Berggipfel. Am Ende der Brücke wartet direkt der Gastgarten eines Gasthauses und lädt zur Einkehr ein.

Ein Kletterer überquert einen Klettersteig und schwebt quasi über dem Tal.

Die neue „Himmelsbrücke“ am Klettersteig Zimmereben oberhalb von Mayrhofen ist rund 48 m lang. © TVB Mayrhofen-Hippach / Becknaphoto

Klettersteig Pfaffenbichl

Der Klettersteig am Pfaffenbichl in Hochfügen geht nach seinem Winterdebüt in seine erste Sommersaison. Direkt am Bergkamm führt der Steig über Drahtseile, Trittbügel und eine Seilbrücke bis zum Gipfel des Pfaffenbichl. Der Anstieg erfolgt im Sommer zu Fuß über Hochfügen. Die Kombination aus Höhe, Panoramablick und gut gesichertem Fels macht ihn besonders attraktiv für sportliche Bergfreunde und alle, die eine besondere Tour suchen.

Familien-Klettergarten Spieljoch

Direkt bei der Bergstation am Spieljoch befindet sich der Familien-Klettergarten mit besonderem Service: Erfahrene Trainer zeigen den kleinen und großen Kletterern Schritt für Schritt, wie es geht: Von den ersten Griffen und Tritten bis zum sicheren Abseilen sind sie immer an der Seite der Teilnehmenden. Über mehrere möglichen Routen gelangt die ganze Familie gemeinsam zu ihrem ersten Gipfelkreuz. Der Steig eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

Talbachklettersteig und Klettersteig Gerlossteinwand

Die Route des Talbachklettersteigs in der Region Zell-Gerlos in der Zillertal Arena verläuft direkt neben dem Wasserfall. Zwei sehr lange Seilbrücken bilden die Höhepunkte – die letzte führt direkt über den Ablauf eines Wasserspeichers, wo bei viel Wasser unter den Füßen ein eindrucksvoller Wasserfall tost. Mehrere Ausstiege ermöglichen es, die Route zwischendrin zu verlassen und auf den Wanderweg zu gelangen. Der Klettersteig Gerlossteinwand wiederum führt rund 400 m entlang der Wand bis zum Gipfel auf 2.166 m ü. M. Der Zustieg ist nur eine kurze Wanderung von der Bergstation der Gerlossteinbahn entfernt.

Kletterer überquert Klettersteig bei Wasserfall

Die Route des Talbachklettersteigs verläuft direkt neben dem Wasserfall, beginnt mit einem leichten Einstiegsbereich und steigert sich dann Schritt für Schritt. © TVB Zell-Gerlos, Zillertal Arena

Klettersteig #Schlegeis131

Der Klettersteig #Schlegeis131 überwindet etwa 131 Höhenmeter an der Staumauer des gleichnamigen Stausees im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen und endet direkt auf der Krone der Staumauer. Von dort öffnet sich ein weiter Blick auf die Zillertaler Bergwelt. Die Gestaltung des Steigs macht ihn für Einsteiger, Familien, Gruppen und erfahrene Kletterer gleichermaßen spannend.

Sicher unterwegs auf jedem Steig

Zu den wichtigsten Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene zählen nach Einschätzung des Bergführers Florian Wechselberger, Obmann der Zillertaler Bergführer, folgende: eine ehrliche Selbsteinschätzung, eine sorgfältige Tourenplanung, das Einholen aktueller Informationen zu Wetter und Verhältnissen und vor allem die konsequente Verwendung der richtigen Ausrüstung. Dazu gehören ein Klettergurt, ein geprüfter Helm, ein Klettersteig-Set, passende Alpin-Schuhe mit gutem Profil sowie ein Rucksack mit Getränk, kleiner Stärkung, Wetter- und Sonnenschutz.

Genauso wichtig wie die Ausrüstung ist die richtige Herangehensweise: „Wer ruhig bleibt, die ordnungsgemäße Ausrüstung verwendet und sich nicht unter Druck setzt, erlebt Klettersteige als etwas unglaublich Bereicherndes“, betont Wechselberger.

Im Zillertal stehen zudem viele erfahrene Bergführer und Alpinschulen zur Verfügung, die geführte Erlebnisse im Klettersteig ermöglichen.

Die Klettersteige im Zillertal im Überblick:

Region Fügen-Kaltenbach:

  • Familien-Klettergarten Spieljoch
  • (Winter-)Klettersteig Pfaffenbichl

Region Zell-Gerlos, Zillertal Arena:

  • Klettersteig Gerlossteinwand
  • Klettersteig Talbach
  • Erlebnisgarten Riederklamm (= Klettersteig Riederklamm und Oberer Teil, Klettersteig Weiße Wand und Klettersteig Wasserfall)

Ferienregion Mayrhofen-Hippach:

  • Zimmereben-Klettersteige (= Kindergerechter Klettersteig, Klettersteig Huterlaner, Klettersteig Pfeilspitzwand und Klettersteig Astegg)
  • KletterGebiet Knorren (= Steinbock Klettersteig und KnorrenNadel Klettersteig)
  • Klettersteig Nasenwand
  • #Schlegeis131 (= Klettersteig #Schlegeis131 und Kinderklettersteig #Schlegeis131)

 

Am Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, werden erfolgreiche Best-Practice-Beispiele sichtbar gemacht und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen diskutiert. Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER. © Gabriele Grießenböck

Wie macht Sport Destinationen für neue Gäste attraktiv?

Beim Sport.Tourismus.Forum am Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich (CH) zeigen Experten aus dem DACH-Raum, wie Sport und Tourismus strategische Kooperationen bilden und wie man damit neue Zielgruppen gewinnen kann. Erstmals findet der Branchentreff im FIFA-Museum statt. Mountain Manager-Leser erhalten auf das Ticket 20 % Rabatt.

Bewegung ist für viele Reisende ein wichtiges Motiv für ihre Urlaubswahl. Destinationen entdecken Sport deshalb immer stärker als strategischen Erfolgsfaktor im Tourismus. Das Sport.Tourismus.Forum am 26. Mai 2026 in Zürich bringt Touristiker, Sportveranstalter, Marken und Destinationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und aus Italien zusammen. Rund 200 Teilnehmende und etwa 40 Experten diskutieren neue Strategien für Destinationen.

Statement Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer des ESB Marketing Netzwerks und Veranstalter des Kongresses:

„Mehr als 50 % der Bevölkerung betreibt über drei Stunden Sport pro Woche. Destinationen entdecken zunehmend, welch riesiges Potenzial darin steckt, echte Sport-Urlaube anzubieten. Natürlich hilft da auch der Longevity-Trend. Outdoorangebote, Sportevents und digitale Services müssen zusammenspielen, damit Destinationen profitieren.“

Ein Blick ins Programm des Sport.Tourismus.Forum zeigt, welche Themen die Branche derzeit bewegen:

Reisetrends im Fokus

Aktuelle Travel-Trends machen deutlich, dass Reisen zwar gefragt bleibt, sich jedoch verändert. Gäste reisen preisbewusster sowie nachhaltiger, und sie suchen authentische Erlebnisse. Gleichzeitig gewinnen Eventreisen und sportliche Aktivitäten deutlich an Bedeutung. Welche Chancen sich daraus für Destinationen ergeben, erläutert Frauke Becker von der Strategieberatung Simon Kucher.

Technologie verändert den Tourismus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Technologie: Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Baustein im Tourismus. Plattformlösungen sollen Daten von Bergbahnen, Hotels und Veranstaltern bündeln und so ganzjährige digitale Erlebniswelten schaffen. Auch Wetterdaten werden strategischer genutzt, etwa für Besucherlenkung, Marketing oder Eventplanung.

Outdoor-Sport als Reiseintention

Daneben stehen Outdoor-Sportarten und Communities im Fokus. Trailrunning, Bike-Tourismus oder Wassersport werden immer häufiger selbst zum Reisemotiv. Destinationen wie das Engadin oder Zell am See-Kaprun zeigen, wie sich daraus internationale Zielgruppen entwickeln lassen.

Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

Das Programm ist voller konkreter Praxisbeispiele: Das Oberengadin positioniert den Silvaplanersee als Hotspot für Kite und Windsurfer. Im Allgäu bringen Events wie der Allgäu Triathlon neue Zielgruppen in die Region. Beim Großglockner Ultra Trail wiederum arbeitet die Tourismusregion Zell am See Kaprun mit der Trailrunning-Marke Salty zusammen, um internationale Läufer anzusprechen.

Das Sport.Tourismus.Forum, das Dienstag, den 26. Mai 2026, in Zürich stattfindet, gilt als Branchentreffpunkt für Touristiker, Sportanbieter und Eventveranstalter. Ziel ist es, erfolgreiche Best Cases sichtbar zu machen und neue Ideen für den Aktivtourismus von morgen zu diskutieren.

20 % Rabatt auf das Ticket für die Leserschaft

Mountain Manager-Leser erhalten 20 % Rabatt auf das Ticket zum „Sport Tourismus Forum“ – mit dem Code: STF26-MOUNTAINMANAGER.

Informationen und Anmeldung:

https://www.sporttourismusforum.com/

Über MOUNTAINMANAGER

MOUNTAINMANAGER hat sich in 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den MOUNTAINMANAGER tätig.
Neueste technische Entwicklungen, zukunftsweisende Trendanalysen und internationale Recherchen stehen im Vordergrund der Berichterstattung.
Aktuelle Reportagen über branchenrelevante Ereignisse, interessante Beiträge von renom mierten Gastautoren sowie Interviews mit markanten Persönlichkeiten und wissenswerte News machen den MOUNTAIN MANAGER zur Pflichtlektüre.

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