Seit dem 25. Oktober 2024 befördert die 10er-Kabinenbahn „Loser Panoramabahn” in Altaussee im steirischen Salzkammergut (Österreich) die Passagiere komfortabel, energieeffizient und barrierefrei in zwei Teilstrecken vom Tal auf den Berg. © cm

Führungswechsel bei den Loser Bergbahnen

Ing. Rudolf Huber, der langjährige Geschäftsführer der Loser Bergbahnen in Altaussee im steirischen Salzkammergut, verabschiedet sich dieses Jahr nach zehn Jahren in „Amt und Würden“ in den wohlverdienten Ruhestand. Ab September wird er von Oliver Freund, MBA, einem erfahrenen Manager aus der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft, abgelöst.

Oliver Freund hat sich in einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Der anerkannte Manager im Bereich Unternehmensführung in der österreichischen Tourismus- und Seilbahnwirtschaft ist auch mit der Region familiär eng verbunden. Derzeit ist er noch Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Veitsch GmbH und damit des Skigebiets Brunnalm – Hohe Veitsch im Mürztal.

Mann im Trachtenanzug vor Bergkulisse und See

Oliver Freund, MBA, ist ab September 2026 neuer Geschäftsführer der Loser Bergbahnen © bereitgestellt

Weiterentwicklung mit Maß und Ziel

Der Loser, mit der beeindruckenden Panoramabahn und seinen Vier-Jahreszeiten-Angeboten, steht für Oliver Freund für regionale Wertschöpfung, für Identität, Lebensqualität und für gelebten Gleichklang von Mensch und Natur. Hinkünftig möchte er sich auf die Vermarktung bzw. behutsame Weiterentwicklung nicht nur des touristischen Leitbetriebes Loser Bergbahnen, sondern des gesamten Loser-Resorts konzentrieren. Dabei geht es darum, die ökonomischen Voraussetzungen für eine stabile Zukunft aus eigener Kraft zu schaffen.

Älterer Mann in Tracht hält in Lokal auf Terrasse Ansprache

Seit Juni 2016 hat Ing. Rudolf Huber als Geschäftsführer der Loser Bergbahnen das Seilbahnunternehmen mit viel Engagement und Herzblut erfolgreich für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt – im Bild bei einer Preisverleihung auf der Loser Alm. © cm

Stets mit viel Herzblut dabei

Die Redakteure der Fachzeitschrift Mountain Manager haben den seit Juni 2016 amtierenden Geschäftsführer Ing. Rudolf Huber stets als sehr kompetent und äußerst engagiert erlebt. Während seiner bisherigen Amtszeit wurden etliche Projekte erfolgreich realisiert. Dazu gehört auch die „Loser Panoramabahn“, an deren technischer Planung er selbst mitwirkte. Diese barrierefreie und sehr komfortable Seilbahnanlage aus dem Hause Bartholet mit 76 Fahrzeugen (Kabinen: Design F. A. Porsche) wurde am 25. Oktober 2024 offiziell eröffnet. Sie erweiterte nicht nur für den Loser für einen sanften Ganzjahresbetrieb, sondern war eine zukunftsweisende Investition in den Tourismusstandort Ausseerland.

Weiterführende Lektüre aus unserem Mountain Manager-Archiv:

Das ehemalige beliebte Familienskigebiet Gaißau-Hintersee in der Nähe der Stadt Salzburg wird reaktiviert – im Bild die 4er-Sesselbahn Latschenalm. © Archiv CM

Neue Hoffnung für Skigebiet Gaißau-Hintersee

Nach verschiedenen Eigentümerwechseln und Konkursen steht der Liftbetrieb im beliebten Familienskigebiet Gaißau-Hintersee im Salzburger Land seit mehreren Jahren endgültig still. Nun gibt es einen neuen Vorstoß zur Rettung des Skigebiets. Eine neu gegründete Gesellschaft von Tourismusbetrieben aus der Region möchte drei bestehende Liftanlagen sanieren und wieder in Betrieb nehmen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Bikesport im Sommer gelegt.

Das Skigebiet Gaißau-Hintersee befindet sich 25 km südlich der Stadt Salzburg und war ein beliebtes Ziel für Familien und Wintersportler aus dem Tennengau, Flachgau, der Mozartstadt Salzburg, aber auch aus dem benachbarten Bundesland Oberösterreich. Das kompakte Wintersportgebiet mit knapp 25 Pistenkilometern auf einer Seehöhe von 750 m bis 1.567 m bot Pisten für jedes Niveau. Neben den Skifahrern und Snowboardern schätzten auch Skitourengeher und Schneeschuhwanderer das Skigebiet. Jetzt gibt es wieder Hoffnung für das inzwischen stillgelegte Skigebiet Gaißau-Hintersee. Hotelier Albert Ebner, der das 4-Sterne-Hotel „Das Hintersee“ und ein Chaletdorf betreibt, sowie weitere größere Hotel-Eigentümer und die Tourismusregion Fuschlsee haben dazu die „Salzkammergut Active FlexCo Gesellschaft“ gegründet und kurz vom Erlöschen der Konzession den Abrissbescheid von drei Liften verhindert. Konkret geht es um eine Dreiersesselbahn sowie einen Schlepplift auf den Anzenberg und um den Schlepplift (Kurvenlift) in Gaißau, der für eine Anbindung in den Tennengau sorgt. Nach ihrem Kauf durch besagter Gesellschaft ist eine Konzessionsverlängerung der drei Lifte erforderlich, dafür müssen die notwendigen Voraussetzungen an den Anlagen geschaffen werden. Dabei soll auch der Biketransport bei mindestens zwei der Lifte berücksichtigt werden. Die derzeit kolportierten Kosten bewegen sich im Bereich von rund 3,2 Mio. Euro. Zur Zeit laufen die Verhandlungen mit den Lift- und Grundbesitzern.

Sommernutzung im Fokus

Im Sommer möchte man Familien, Mountainbiker und Wanderer ansprechen. Auch mehrere Bike-Trails sind geplant. Vorgesehen ist ein Bikepark. Man geht davon aus, dass der Sommer zur Hauptsaison wird.

Pläne für die Winternutzung

Neben der Sommernutzung soll das Gebiet auch im Winter mit den Liften erschlossen sein. Bei ausreichender Schneelage von Dezember bis März können die Bahn- und Liftanlagen für Skifahren, Tourengehen, Langlauf- und Schneeschuhwanderungen genutzt werden. Eine Höhenloipe ist ebenso angedacht. Eine Skischule für Kinder ist im Bereich des Anzenbergs ebenfalls möglich.

Statements der Projektverantwortlichen

Hotelier Albert Ebner: „Es ist wichtig, dass das ehemalige Skigebiet Gaißau-Hintersee erhalten bleibt und sowohl für Einheimische als auch Gäste als Naherholungsgebiet weiterhin genutzt werden kann.“

Christopher Langegger, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fuschlseeregion: „Es wäre schade, wenn es wirklich zum Abbruch der alten Liftanlagen gekommen wäre und damit ein zentraler Bestand des touristischen Angebots im Salzkammergut und Salzburgerland verloren gegangen wäre.“

 

Gegenwärtig werden regionale Unternehmen gesucht, die bei der Gesellschaft einsteigen und das Vorhaben unterstützen. Ein Winterbetrieb der Bahn- und Liftanlagen im Skigebiet Gaißau-Hintersee ist für die Saison 2026/27 angedacht, der Bikepark soll voraussichtlich im Sommer 2027 seinen Betrieb aufnehmen.

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