Die Talabfahrten 7 und 22 werden verbunden und schaffen so eine neue durchgängige Pistenverbindung zwischen Gaislachkogl und Giggijoch. Sämtliche Frequenzpunkte im Ort sind damit per Ski erreichbar. Zugleich eröffnet sich ein noch attraktiveres Pistenangebot im Talbereich. © Tobias Siegele

Bergbahnen Sölden: Noch mehr Erlebnisqualität für die Gäste

Söldens Skigebiet erhielt auf die Wintersaison 2025/26 einen weitreichenden Modernisierungsschub, sowohl infrastrukturell als auch digital und nachhaltig. Dafür wurden mehr als 70 Mio. Euro investiert.

 Strategischer Kern der diesjährigen Investitionen im Umfang von mehr als 70 Mio. Euro ist die neue, durchgängige Pistenverbindung zwischen den Talabfahrten 7 (Gaislachkogl) und 22 (Giggijoch). Sie schafft erstmals eine direkte Skiverbindung zwischen den beiden zentralen Einstiegsbereichen ins Skigebiet. Als Resultat sind nun sämtliche Frequenzpunkte Söldens ohne PKW oder Skibus miteinander verbunden und bequem per Ski erreichbar. Das entlastet den innerörtlichen Verkehr und steigert zugleich Sicherheit und Komfort. Dazu Philipp Falkner, Prokurist der Bergbahnen Sölden: „Wir schaffen damit eine neue Achse im Skigebiet, die weit mehr ist als eine Verbindung. Diese organische Mobilitätslösung bringt Skiläufer ganz natürlich an ihren gewünschten Endpunkt und verändert damit den gesamten Ort positiv. Das ist ein weiterer Schritt, Sölden als modernes, durchdachtes Skiresort weiterzuentwickeln.“

Ein weiterer Vorteil: Durch die neue Trasse entsteht im Talbereich ein windstabiles Teilskigebiet, das selbst bei Schlechtwetter in höheren Lagen geöffnet bleiben kann.

Neue Seilbahnen, mehr Komfort

Gleich zwei neue Seilbahnanlagen (Ersatzanlagen für zwei 4er-Sesselbahnen) unterstreichen Söldens Anspruch als seilbahntechnische Spitzendestination. Durch die neue D-Line-8er-Sesselbahn „Einzeiger“ mit 59 Sessel (Hersteller: Doppelmayr-Gruppe) erhält die bestehende Zubringerverbindung in Richtung Gletscherskigebiet ein zeitgemäßes Upgrade: mehr Komfort, mehr Leistung, mehr Qualität. Mit einer Fahrzeit von nur 3,5 Minuten bei einer Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s, Wetterschutzhauben, Kindersicherheitsbügel und Einstiegsförderband bietet sie maximalen Komfort und transportiert bis zu 4.000 P/h.

Am Giggijoch sorgt die neue 8er-Sesselbahn „Silberbrünnlbahn“ mit 83 Sessel (D-Line-Generation, Produzent: Doppelmayr-Gruppe) mit einer Förderleistung von 3.800 P/h für eine deutliche Kapazitätssteigerung. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 6 m/s. Ihre KI-gestützten Überwachungssysteme erkennen potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig und erhöhen die Betriebssicherheit. Auch die Silberbünnlbahn ist mit Wetterschutzhauben, Kindersicherheitsbügel und Einstiegsförderband ausgestattet.

Beide Anlagen tragen zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Gäste bei, und die Wartezeiten werden weiter reduziert.

Seilbahnstationen und Seilbahnen in Sölden im Winter

KI-gestützte Überwachungssysteme bei den beiden neuen Sesselbahnen erhöhen die Sicherheit. © Bergbahnen Sölden/ Christoph Nösig Photography

Neuer Webshop mit Dynamic Pricing

Parallel zur infrastrukturellen Modernisierung wurde das digitale Serviceangebot weiterentwickelt. Der neue Webshop mit Dynamic Pricing belohnt Frühbucher mit günstigeren Tarifen und ermöglicht eine zeitsparende, kontaktlose Ticketabwicklung.

Update für Pistenpläne

Ein von den Bergbahnen entwickeltes Pistenleitsystem sorgt ab dieser Wintersaison für eine noch bessere Orientierung im Skigebiet: Mit großformatigen Orientierungstafeln und realitätsnahen Panoramakarten werden relevante Informationen übersichtlich dargestellt. Ein eigens entwickelter Pistenplan präsentiert zudem die realen Dimensionen der Pistenflächen.

„Im Zentrum steht immer das Erlebnis am Berg“, betont Jakob Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden. Mit der Investitionsoffensive 2025 bekräftigen die Bergbahnen Sölden ihre Rolle als Motor für nachhaltige Qualitätsentwicklung im Tiroler Tourismus. „Unsere Investitionen folgen einem klaren Ziel: Wir wollen das Zusammenspiel aus Komfort, Service und Erlebnisqualität laufend verbessern und unseren Gästen damit einen deutlichen Mehrwert bieten“, so Jakob Falkner.

Energiezukunft und Epic Pass

Am Tiefenbachgletscher auf 2.850 wird Sonnenkraft nachhaltig genutzt. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt setzen die Bergbahnen Sölden auf eine innovative Photovoltaik-Anlage, welche auf die besonderen Bedingungen im Hochgebirge maßgeschneidert ist. Durch eine vertikale Anordnung der Module in Form einer Baumstruktur werden Schneeablagerungen vermieden und mittels Reflektion die volle Leistung ausgeschöpft. Nach der Testphase folgt bis 2026 der Ausbau zur großflächigen Photovoltaik-Anlage. Künftig soll damit ein Teil des Strombedarfs am Berg aus Sonnenenergie abgedeckt werden.

Zudem stärkt Sölden seine internationale Sichtbarkeit: Seit dieser Saison ist das Skigebiet Teil des Epic Pass von Vail Resorts – einem globalen Verbund von 80 Top-Destinationen. Epic-Pass-Inhaber genießen fünf Skitage in Sölden, während der Wintersport-Ort selbst von neuer internationaler Reichweite profitiert.

Talstation im Skigebiet Sölden

Die Bergbahnen Sölden ziehen ihre Linie zeitgemäßer Architektur bei den Stationsbauten weiter durch. © Bergbahnen Sölden/ Christoph Nösig Photography

Die Luftseilbahn Engelberg–Ristis über der Klostermatte ©Brunni-Bahnen Engelberg AG

Engelberg: Rekordjahr für Brunni-Bahnen

Die Brunni-Bahnen Engelberg AG im Kanton Obwalden (CH) schloss das Geschäftsjahr 2024/205 mit einem beträchtlichen Gewinn ab, der erneut eine Dividendenausschüttung ermöglicht. Dank einer außergewöhnlich guten Wintersaison und hoher Ersteintritte konnte gezielt in Infrastruktur, Solaranlagen und ein neues Ökonomiegebäude investiert werden. Dieses Erfolgsjahr stärkt auch die Position des Brunni-Gebiets als Ganzjahresdestination.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 konnte die Brunni-Bahnen Engelberg AG einen Gewinn von 242.900 CHF (= ca. 261.020 Euro) erwirtschaften. Das Anlagevermögen nach Abschreibungen beträgt neu 16,8 Mio. CHF (= ca. 18,06 Mio. Euro) und die Aktionäre können wieder eine Auszahlung von 25 CHF (= ca. 26,87 Euro) pro Aktie erwarten.

Statement Geschäftsführer Roman Barmettler:

„Wir blicken somit auf das umsatzmäßig beste Geschäftsjahr zurück und sind uns durchaus bewusst, dass das sehr gute Wintergeschäft dazu beigetragen hat.“

Herausragende Wintersaison sorgte für Zuwächse

Nach einer durchwachsenen Sommersaison 2024 mit vielen Regentagen entwickelte sich das Wintergeschäft besonders erfreulich. Im November verzeichnete die Brunni-Bahnen Engelberg AG bereits eine Zunahme an Ersteintritten gegenüber dem 5-Jahresschnitt von 60%. „Wir haben im November bewusst eine verkürzte und gestaffelte Betriebsrevision vorgenommen, um unseren Gästen auch im Spätherbst ein erlebnisreiches Angebot zu bieten“, erklärt dazu Roman Barmettler. Und pünktlich vor den Festtagen kamen der Schneefall und das stabile Wetterhoch. Dies bescherte der Brunni-Bahnen Engelberg AG auf den Anlagen und in der Gastronomie Rekordwerte. Geschäftsführer Barmettler informiert: „Dass wir 14% des Jahresumsatzes über Weihnachten und Neujahr erwirtschaften, verdeutlicht unser ausgeglichenes Geschäftsmodell über das ganze Jahr hindurch.“ Der Umsatz auf den Seilbahnanlagen und Liften erhöhte sich gegenüber dem Vorwinter um 79%. Der Umsatz des Familienrestaurants OX wiederum stieg um 50%, und das während einer Betriebszeit von rund 3,5 Monaten. Mit dem Erfolg des OX, der großen Nachfrage im Berglodge Restaurant Ristis und dem Betrieb der Brunnihütte (seit Oktober 2024), fallen rund 40% des Betriebsertrags der Brunni-Bahnen Engelberg AG auf alle Gastrobetriebe. Das entspricht einem Anstieg um 10% gegenüber dem Vorjahr. Knapp 250.000 Gäste besuchten in den 310 Betriebstagen des vergangenen Geschäftsjahres das Brunni-Gebiet.

Investitionen in erneuerbare Energien und in die technische Beschneiung

Geschäftsführer Barmettler sagt: „Dank des erfreulichen Geschäftsgangs konnten wir in die Infrastruktur und unsere Bauten investieren.“ Mit zwei weiteren Solaranlagen auf der Tal- und Bergstation können in Zukunft bis zu 30% des jährlichen Eigenbedarfs mit Sonnenenergie gedeckt werden. Investitionen in die technische Beschneiung werten das Wintersportangebot deutlich auf. Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des Ökonomiegebäudes im Yeti-Park. Dort befinden sich neu ein Kiosk mit Schlittenverleih sowie eine Terrasse mit weiteren Sitzmöglichkeiten rund um den Kinder-Rutschpark.

Zum Unternehmen:

Die Brunni-Bahnen Engelberg AG bezweckt die Bewirtschaftung des Gebiets Engelberg-Brunni als Ausflugs- und Erholungsgebiet und kann jährlich durchschnittlich 240.000 Gäste begrüßen. Die Brunni-Bahnen Engelberg AG erwirtschaften mit einer Pendel-, einer Sesselbahn, drei Skiliften, drei Restaurants und weiteren Erlebnis- und Gastronomieangeboten einen Gesamtumsatz von rund 8 Mio. CHF (= ca.  8,56 Mio. Euro).

Mehr Informationen auf:

https://brunni.ch/

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