Für die neue 3S-Bahn von Campitello auf den Col Rodella im italienischen Fassatal entwickelte der Bergungsspezialist Immoos das Doppellaufwerk DL1. Es ermöglicht eine reibungslose Evakuierung über Seilreiter hinweg. © https://jacopobernard.com/ Doppelmayer

Seilreitertaugliches Evakuierungssystem für 3S-Bahn auf den Col Rodella

Das Schweizer Unternehmen Immoos ist seit 1997 ein anerkannter Experte in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Für die neue 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal entwickelten seine Spezialisten das Doppellaufwerk DL1. Diese innovative Evakuierungslösung ermöglicht bei der Rettung entlang der Tragseile ein müheloses Überfahren der Seilreiter, die bislang aufwändig umgangen werden mussten. So muss das Rettungssystem nicht umgesetzt werden, und es gibt keine Verzögerungen.

Die neue 3S-Bahn der Doppelmayr-Gruppe ersetzt nach rund 40 Jahren Betriebszeit die historische Pendelbahn von Campitello auf den Col Rodella im Fassatal (TN). Die Seilbahnanlage ist seit der Wintersaison 2025/26 in Betrieb und befördert bis zu 2.812 P/h über eine Streckenlänge von 2.571 m. Die Anforderungen dieser Dreiseilbahn im alpinen Hochgebirge sind in Bezug auf Betriebssicherheit und Evakuierungskonzepte sehr hoch. Die Strecke der neuen 3S-Bahn auf den Col Rodella führt über einen Bereich mit Steinschlaggefahr und im Winter zusätzlich über einen Hang mit potenzieller Lawinengefahr. Dadurch ist auf rund 1.100 m der gesamten Strecke die herkömmliche Bodenrettung und damit ein vertikales Abseilen zum Boden nicht zulässig, sodass die Passagiere entlang der Tragseile evakuiert werden müssen. Dabei müssen mehrere Seilreiter überfahren werden können, ohne das Rettungssystem umzusetzen oder zu verzögern. Genau aus diesen Anforderungen entstand das neue Doppellaufwerk DL1 aus dem Hause Immoos. Es bildet das Herz des Evakuierungssystems der 3S-Bahn auf den Col Rodella.

Für 3S-Bahnen mit extremen topografischen Anforderungen

Das Doppellaufwerk DL1 nutzt beide Tragseile gleichzeitig, was eine besonders ruhige und kontrollierte Fahrt ermöglicht. Die trapezförmige Aufhängung positioniert die Rettungstraverse rund drei Meter unterhalb der Seile. So können Seilreiter mühelos überfahren werden, ohne Umsetzen, Unterbrechung oder Zeitverlust. Das DL1 wird über eine leistungsstarke, elektrische 400-Volt-Keilscheibenwinde bewegt. Pro Zyklus können ein Retter und zwei Gäste transportiert werden, was die Evakuierung deutlich beschleunigt.

Mit dieser Entwicklung trägt der Bergungsspezialist Immoos auch den wachsenden Anforderungen hochmoderner 3S-Bahnen Rechnung, insbesondere jenen in exponiertem winterlichem Gelände oder mit langen Spannfeldern.

Ergänzung zu Seilfahrgerät SS1

Immoos ist seit 1997 ein qualifizierter Partner in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Dank langjähriger Erfahrung und umfassender Fachkompetenz wurden zahlreiche Produkte und Dienstleistungen realisiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese werden heute weltweit in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Eine sehr erfolgreiche Entwicklung des Schweizer Bergungsspezialisten ist das selbstfahrende Seilfahrgerät SS1. Damit können sich Personen auf Litzenseilen von Seilbahnen und Industrieanlagen fortbewegen – ohne Rückhalteseil, Zweitperson oder zusätzliches Sicherungsgerät. Weltweit sind bereits mehr als 3.000 Seilfahrgeräte SS1 im Einsatz. Das neue Doppellaufwerk DL1 erweitert die Produktpalette von Immoos, vor allem im Hinblick auf Evakuierungssysteme für anspruchsvolle 3S-Bahnen mit sehr hohen topografischen Herausforderungen. Mit der Entwicklung dieses seilreitertauglichen Evakuierungslösung für die 3S-Bahn „Campitello – Col Rodella“ im italienischen Fassatal verfügt Immoos nun über eine gelungene Referenz.

Portrait eines mittelalten Mannes mit gelbem Hintergrund

Daniel Bui-Moosbrugger ist seit rund eineinhalb Jahren in Italien für Immoos als Kundenberater tätig. © Immoos

Stärkung der Marktpräsenz in Italien

Darüber hinaus verstärkt der Schweizer Bergungsexperte seine Aktivitäten auf dem italienischen Markt. Dieser wird bereits seit rund eineinhalb Jahren für Immoos vor Ort und regional von Daniel Bui-Moosbrugger betreut. Gemeinsam mit CEO Florian Immoos war er auch stark in das Projekt „Col Rodella“ miteingebunden und diente als zentrale Verbindung zwischen Planung, Entscheidungsträgern und Umsetzung. Dieser direkte Austausch hat wesentlich dazu beigetragen, dass die entwickelte Lösung exakt zu den örtlichen Anforderungen passt.

Mit dem Seilfahrgerät SS1 ist es Immoos gelungen, die Seilbahnbergung nachhaltig zu revolutionieren. Mit den selbstfahrenden Seilfahrgeräten können sich Personen auf Litzenseilen von Seilbahnen und Industrieanlagen fortbewegen – ohne Rückhalteseil, Zweitperson oder zusätzliches Sicherungsgerät. © Immoos

Immoos verstärkt Präsenz in Österreich

Um der stetig wachsenden Nachfrage in Österreich gerecht zu werden und die gewohnt hohe Kundenorientierung und -zufriedenheit langfristig sicherzustellen, wird das Team Österreich des Schweizer Unternehmens Immoos ab sofort durch Sebastian Düngler erweitert.

Die Immoos GmbH mit Sitz in Oberarth (Schweiz) ist seit 1997 ein qualifizierter Partner in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Dank langjähriger Erfahrung und umfassender Fachkompetenz wurden zahlreiche Produkte (wie z. B. das Seilfahrgerät SS1) und Dienstleistungen entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese werden heute weltweit in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Darunter sind auch über 3.000 Seilfahrgeräte. Zusätzlich ist Immoos ein bewährter Fachpartner für Seilbahnbetreiber und Behörden in allen Evakuierungsfragen.

Verstärkung für ein wachsendes Marktgebiet

Ab sofort gehört Sebastian Düngler zum Team Österreich von Immoos. Er bringt umfassende Erfahrung und eine tiefe Verbundenheit zur alpinen Welt mit – die Berge sind seit jeher sein Zuhause. Als Alpinausbilder und Fahrzeugwart bei der Bergrettung St. Gallenkirch engagiert er sich für Sicherheit und Technik im alpinen Umfeld. Düngler hält einen Master of Science in Mechatronics der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences und verfügt über ein umfassendes technisches Fachwissen. Zuvor war er im System Development bei der thyssenkrupp Presta AG tätig, wo er wertvolle Kompetenzen aufbaute – Fähigkeiten, die er nun mit großem Engagement in seine neue Rolle einbringt.

Mann in Arbeitskleidung am Berg

Sebastian Düngler verstärkt ab sofort das Team Österreich von Immoos. © Immoos

Bewährtes Team – erweiterte Power

Das bestehende Team Österreich, mit Thomas Reisch (Geschäftsführer Österreich & Kundenberater Österreich) und Markus Reisch (Kundenberater Österreich), bleibt in seiner bewährten Form bestehen und wird durch Sebastian optimal ergänzt. Gemeinsam wird das Team die Aktivitäten in Österreich weiter ausbauen und die Betreuung unserer Kundschaft mit gewohntem Engagement fortführen.

Statement Thomas Reisch, Geschäftsführer Österreich:

„Wir freuen uns sehr, mit Sebastian Düngler einen engagierten und kompetenten neuen Kollegen begrüßen zu dürfen. Mit seiner Erfahrung und Leidenschaft für die Bergwelt ist er eine wertvolle Bereicherung für unser Team.“

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