Nach mehr als 60 Jahren zuverlässiger Arbeit wird die Zweiseil-Pendelbahn „Walmendingerhornbahn“, ausgestattet mit zwei Fahrzeugen mit Kabinen für je 40 + 1 Personen, neu errichtet. Die Bauarbeiten starten im Sommer 2026. © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen

Walmendingerhornbahn: In jedem Abschied liegt ein Neuanfang.

Nach der Modernisierung der „Fellhornbahn I“ und der Revitalisierung der „Möserbahn“ als einer der Hauptverbindungen im 2-Länder-Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand, steht bei den Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen bereits die nächste Modernisierung an: Die „Walmendingerhornbahn“ (Baujahr: 1966), eine Zweiseil-Pendelbahn nach System Bleichert-Zuegg, wird durch eine neue Pendelbahn ersetzt und damit technisch auf den neuesten Stand gebracht. Der Spatenstich ist am 16. März 2026 erfolgt, die Bauarbeiten beginnen nach der aktuellen Wintersaison.

Mit dieser Investition gehen die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen weiter konsequent den Weg für eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Johannes Krieg, Vorstand der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, erklärte: „Mit dem Neubau setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Die neue Anlage wird modernste Seilbahntechnologie vereinen und gleichzeitig die bewährte Betriebsart der Pendelbahn bewahren. Unsere Gäste können sich auf mehr Komfort, eine höhere Beförderungskapazität und eine insgesamt verbesserte Servicequalität freuen.“

Die Erhöhung der Förderleistung sorgt für verkürzte Wartezeiten. Die neue Anlage (Seilbahnproduzent: Doppelmayr-Gruppe) soll aber nicht nur den Gästen ein noch hochwertigeres Erlebnis bieten, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Bahn verbessern – etwa durch optimierte Betriebsabläufe, moderne Technik und zeitgemäße Arbeitsplätze.

Eyecatcher Panoramakabinen

Ein Höhepunkt der neuen „Walmendingerhornbahn“ sind die beiden neuen, komfortablen Kabinen der Fahrzeuge. Sie stammen aus dem Hause Carvatech, einem Unternehmen der Doppelmayr-Gruppe, und überzeugen z. B. durch eine bodentiefe Panoramaverglasung sowie durch einen barrierefreien Einstieg für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Sportgeräte. Beide Kabinen wurden bewusst als sichtbares Symbol für die enge Kooperation und Verbundenheit der Bergbahnen und der touristischen Destination konzipiert. Andreas Gapp, Vorstand der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, informierte: „Eine der beiden Kabinen wird im Design der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen gestaltet, während die zweite das Erscheinungsbild von Kleinwalsertal Tourismus trägt.“

Rendering einer Pendelbahnkabine (Farbe Blau)


Rendering einer der neuen Kabinen der Fahrzeuge der „Walmendingerhornbahn“, die im Corporate Design der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen gestaltet ist. © design by natdesign/carvatech

Rendering einer Pendelbahnkabine (Farbe Grün)


Rendering der zweiten Kabinen der Fahrzeuge der „Walmendingerhornbahn“: Beide Kabinen verfügen über eine sehr großzügige Panoramaverglasung und sind für je 65 Fahrgäste ausgeführt. © design by natdesign/carvatech

Beim Neubau wird großer Wert auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen gelegt. Die Bauarbeiten im alpinen Gelände stellen hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Dennoch ist vorgesehen, den Neubau der Walmendingerhornbahn bis Dezember 2026 fertigzustellen.

Die neue Pendelbahn für das Wahrzeichen der Stadt Brașov in Rumänien kommt ohne Stützen aus, ist barrierefrei und ist für den Nachtbetrieb ausgelegt. © Garaventa AG

Neue Pendelbahn für Hausberg der Stadt Brașov

Garaventa hat im rumänischen Brașov eine neue Pendelbahn auf den Tâmpa-Berg realisiert. Der Ersatzneubau der historischen Anlage aus dem Jahr 1970 vereint modernste Seilbahntechnik und Barrierefreiheit und ermöglicht außerdem Fahrten in der Nacht. Die Seilbahn verfügt über eine stützenlose Linienführung, und die bestehenden Stationen konnten größtenteils weiterverwendet werden.

Die neue Pendelbahn auf den Tâmpa-Berg in Brașov, Rumänien, wurde am 19. Oktober 2025 offiziell in Betrieb genommen. Der Tâmpa-Berg gilt als Wahrzeichen der Stadt Brașov. Er erhebt sich direkt über der Stadt und prägt mit seiner markanten Silhouette das Stadtbild. Die neue Pendelbahn ersetzt die bestehende Seilbahnanlage aus dem Jahr 1970 und verbessert die Erschließung des beliebten Aussichtspunkts oberhalb der Stadt Brașov. Die Wiedereröffnung fiel auf den 55. Jahrestag der ursprünglichen Inbetriebnahme der Tâmpa-Seilbahn.

Stützenlos und für Nachtbetrieb ausgelegt

Die neue, eintragseilige Pendelbahn folgt der bestehenden Linienführung und kommt vollständig ohne Stützen aus. Sie fügt sich harmonisch in die bestehende Strecke und Umgebung ein. Wo möglich, blieb die bauliche Substanz der Tal- und Bergstation erhalten, und die neue Anlage wurde integriert. Die gesamte Seilbahntechnik inklusive Antrieb und Steuerung wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und sorgt für einen effizienten und zuverlässigen Betrieb. Die beiden roten Kabinen des Herstellers Carvatech, der wie Garaventa zur Doppelmayr-Gruppe gehört, bieten Platz für je 25 Personen. Damit konnte die Förderleistung im Vergleich zur vorherigen Anlage erhöht werden. Die Pendelbahn überwindet auf einer schrägen Länge von 560 m einen Höhenunterschied von 312 m. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 8 m/s werden 490 Personen pro Stunde und Richtung befördert. Neben dem Personentransport ist auch der Gütertransport vorgesehen, beispielsweise für das neu eröffnete Panorama-Restaurant auf dem Gipfel. Die Anlage ist neu barrierefrei und für den Nachtbetrieb ausgelegt.

Gemeinsames Engagement

Nach Abschluss der Planungs- und Vorbereitungsarbeiten begann im Februar 2025 die Montage der Anlage. Diese erfolgte in enger Kooperation mit dem Betreiber der Seilbahn, ANA Teleferic. Garaventa war vor Ort zuständig für die Montageorganisation und -überwachung, während weitere Arbeitskräfte vom Seilbahnunternehmen bereitgestellt wurden. Dieses Projekt zeigt erneut, was möglich ist, wenn technisches Know-how, kulturelles Verständnis und partnerschaftliche Zusammenarbeit zusammenkommen.

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