Die Tourismusregion Schladming-Dachstein startet mit drei neuen Seilbahnanlagen, den Backstreet Boys und besonderen Familienangeboten in die Wintersaison 2025/26 – im Bild: die Reiteralm. © Mirja Geh
Schladming-Dachstein ist für die Wintersaison 2025/26 bestens gerüstet
Die Tourismusregion Schladming-Dachstein startet mit drei neuen Seilbahnanlagen und den Backstreet Boys in die Wintersaison 2025/26. Die bekannte Boygroup eröffnet die Saison Anfang Dezember mit drei Konzerten in Schladming. Dazu kommen besondere Familienangebote und jede Menge Bewegung – von der Piste bis zur Langlaufloipe.
Wenn am 5. Dezember 2025 die Lichter im Planai-Stadion angehen, startet Schladming-Dachstein mit einem echten Paukenschlag in den Winter: Die Backstreet Boys treten vom 5. bis 7. Dezember gleich dreimal in Folge auf und feiern damit ihr aktuell einziges Europa-Gastspiel in dieser Saison. Mit im Gepäck haben sie ihr neues Album „Millennium 2.0“, mit dem sie das 25-Jahre-Jubiläum ihres Hitalbums feiern.
„Schladming-Dachstein steht seit Jahren für Qualität, Vielfalt und gelebte Gastfreundschaft“, sagt Mathias Schattleitner, Geschäftsführer der steirischen Tourismusregion. „Mit einem fulminanten Ski-Opening, den neuen Bergbahnprojekten und attraktiven Familienangeboten investieren wir gezielt in die Weiterentwicklung unserer Region. Gemeinsam mit unseren starken Partnern legen wir den Fokus konsequent darauf, unseren Gästen hochwertige Erlebnisse zu bieten.“

Freuen sich auf den Winterstart in der Tourismusregion Schladming-Dachstein (v. l. n. re.): Mathias Schattleitner (GF Schladming-Dachstein), Daniel Berchthaller (GF Reiteralm Bergbahnen), Georg Bliem (GF Planai-Hochwurzen-Bahnen) und Klaus Hofstätter (GF Hauser Kaibling-Bergbahnen). © Alexander Rieck
Mehr Komfort durch Upgrades
Ab dieser Wintersaison bieten gleich drei neue, moderne Seilbahnen in der Region Schladming-Dachstein noch mehr Komfort. Auf der Planai sorgt die neue 8er-Sesselbahn „Mitterhausalm I“ des Seilbahnproduzenten Doppelmayr für eine komfortable Skischaukel-Verbindung. Sie löst die bisherige 4er-Sesselbahn „Sonneck“ ab. Mit einer Förderleistung von 3.000 P/h und einer Fahrzeit von nur drei Minuten gehören Wartezeiten der Vergangenheit an. Sitzheizung, Abdeckhauben und eine bequeme Polsterung garantieren auch an kalten Tagen einen maximalen Sitzkomfort. Am Hauser Kaibling ersetzt die 10er-Kabinenbahn „Senderbahn“ von Seilbahnhersteller Leitner mit einer Förderleistung von 2.800 P/h die bisherige 4er-Sesselbahn und ermöglicht künftig eine deutlich schnellere und komfortable Verbindung von der Planai auf den Hauser Kaibling. In weniger als fünf Minuten gelangt der Wintersportler direkt zum Senderplateau.
„Mit der neuen Sesselbahn Mitterhausalm I und der parallel realisierten Senderbahn Hauser Kaibling schaffen wir eine echte ‚Super Connection‘ zwischen Planai und Hauser Kaibling. Sie steht für höchsten Komfort, modernste Technik — von Sitzheizung und Wetterschutzhauben bis zu aerodynamischen Kabinen — sowie eine spürbare Qualitäts- und Geschwindigkeitssteigerung im gesamten Skigebiet. Ab der Saison 2025/26 bringen wir die Verbindung auf ein neues Level“, freut sich Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen.
Upcycling auf der Fageralm
Ebenfalls neu ist die 8er-Kabinenbahn auf der Fageralm in Forstau. Sie ersetzt die zwei bestehenden Doppelsesselbahnen „Forstaubahn“ und „Jägerlift“ und hebt das beliebte Familienskigebiet auf ein neues Komfortniveau. Die neue „Fageralmbahn“ verfügt über 55 Kabinen und transportiert bis zu 1.160 P/h. Besonders bemerkenswert ist das nachhaltige Konzept hinter dem Projekt: Die Anlage wurde ressourcenschonend realisiert – viele Komponenten stammen aus der früheren Seilbahnanlage „Hochbrand I“ der Großarler Bergbahnen (bis 2023 in Betrieb, Seilbahnproduzent: Doppelmayr) und wurden fachgerecht wiederaufbereitet. Talstation, Bergstation, Stützen, Rollenbatterien und Fahrbetriebsmittel konnten wiederverwendet und durch neue Schlüsselkomponenten wie Steuerung, Motor, Getriebe und weitere Kabinen ergänzt werden. Damit ist die Fageralmbahn ein echtes upgecyceltes Vorzeigeprojekt.
„Mit der neuen Fageralmbahn investieren wir gezielt in die Qualität und Zukunft der Fageralm als Kinder- und Familienskiparadies“, betont Daniel Berchthaller, Geschäftsführer Reiteralm Bergbahnen. „Wir verbinden Komfort und Umweltbewusstsein – und schaffen ein Erlebnis, das zeigt, dass moderne Technik und Ressourcenschonung Hand in Hand gehen können.“
Familienfreundlich: Skifahren gratis für Kinder bis 6 Jahre
Ab dieser Wintersaison fahren alle Kinder bis sechs Jahre (Jahrgang 2020 und jünger) gratis Ski – auf allen Bergen der 4-Berge-Skischaukel Schladming (Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm) sowie auf den kleineren Skibergen Galsterberg, Fageralm und Rittisberg inklusive kostenlosen Fahrten auf den Dachstein-Gletscher. Damit wird Wintersport für Familien noch attraktiver – bei über 160 Pistenkilometern, modernen Anlagen und speziellen Kinderbereichen.

Die Backstreet Boys eröffnen Anfang Dezember die Wintersaison 2025/26 mit drei Konzerten in Schladming. © Dennis Leapold
Mit dem Seilfahrgerät SS1 ist es Immoos gelungen, die Seilbahnbergung nachhaltig zu revolutionieren. Mit den selbstfahrenden Seilfahrgeräten können sich Personen auf Litzenseilen von Seilbahnen und Industrieanlagen fortbewegen – ohne Rückhalteseil, Zweitperson oder zusätzliches Sicherungsgerät. © Immoos
Immoos verstärkt Präsenz in Österreich
Um der stetig wachsenden Nachfrage in Österreich gerecht zu werden und die gewohnt hohe Kundenorientierung und -zufriedenheit langfristig sicherzustellen, wird das Team Österreich des Schweizer Unternehmens Immoos ab sofort durch Sebastian Düngler erweitert.
Die Immoos GmbH mit Sitz in Oberarth (Schweiz) ist seit 1997 ein qualifizierter Partner in der Bergungstechnik für Seilbahnen. Dank langjähriger Erfahrung und umfassender Fachkompetenz wurden zahlreiche Produkte (wie z. B. das Seilfahrgerät SS1) und Dienstleistungen entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese werden heute weltweit in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Darunter sind auch über 3.000 Seilfahrgeräte. Zusätzlich ist Immoos ein bewährter Fachpartner für Seilbahnbetreiber und Behörden in allen Evakuierungsfragen.
Verstärkung für ein wachsendes Marktgebiet
Ab sofort gehört Sebastian Düngler zum Team Österreich von Immoos. Er bringt umfassende Erfahrung und eine tiefe Verbundenheit zur alpinen Welt mit – die Berge sind seit jeher sein Zuhause. Als Alpinausbilder und Fahrzeugwart bei der Bergrettung St. Gallenkirch engagiert er sich für Sicherheit und Technik im alpinen Umfeld. Düngler hält einen Master of Science in Mechatronics der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences und verfügt über ein umfassendes technisches Fachwissen. Zuvor war er im System Development bei der thyssenkrupp Presta AG tätig, wo er wertvolle Kompetenzen aufbaute – Fähigkeiten, die er nun mit großem Engagement in seine neue Rolle einbringt.
Bewährtes Team – erweiterte Power
Das bestehende Team Österreich, mit Thomas Reisch (Geschäftsführer Österreich & Kundenberater Österreich) und Markus Reisch (Kundenberater Österreich), bleibt in seiner bewährten Form bestehen und wird durch Sebastian optimal ergänzt. Gemeinsam wird das Team die Aktivitäten in Österreich weiter ausbauen und die Betreuung unserer Kundschaft mit gewohntem Engagement fortführen.
Statement Thomas Reisch, Geschäftsführer Österreich:
„Wir freuen uns sehr, mit Sebastian Düngler einen engagierten und kompetenten neuen Kollegen begrüßen zu dürfen. Mit seiner Erfahrung und Leidenschaft für die Bergwelt ist er eine wertvolle Bereicherung für unser Team.“
Jetzt die Mountain Manager-App kostenlos im Google Play Store für Android und im Apple App Store für iOS herunterladen und die digitale Ausgabe jederzeit mobil lesen. © cm via Canva.com
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Zum Mountain Manager:
Der Mountain Manager hat sich in mehr als 50 Jahren als die internationale Fachzeitschrift für bergtouristisches Management und Alpintechnik an führender Position etabliert. Die kompetentesten Fachjournalisten der Branche mit Sitz in den drei zentralen Alpenländern Österreich, Schweiz und Deutschland sind für den Mountain Manager tätig. Neueste technische Entwicklungen, zukunftsweisende Trendanalysen und internationale Recherchen stehen im Vordergrund der Berichterstattung. Aktuelle Reportagen über branchenrelevante Ereignisse, interessante Beiträge von renommierten Gastautoren sowie Interviews mit markanten Persönlichkeiten und wissenswerte News machen den Mountain Manager zur Pflichtlektüre.
Zur pct:
Die public/cable /trans ist eine internationale Fachzeitschrift für urbane Seilbahntechnik, die gemeinsam von der Eubuco Verlag GmbH und der DVV Media Group herausgegeben wird. Journalisten aus Deutschland, Österreich und Großbritannien geben Einblick in die Entwicklung urbaner Seilbahnsysteme in vielen Ländern der Welt.
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Forum Seilbahnen Schweiz 2025: eine Branche im Aufwind
Als Auftakt zum diesjährigen Forum Seilbahnen Schweiz (= Forum SBS), das von Dienstag, 28. Oktober bis Donnerstag, 30. Oktober, in Rapperswil-Jona abgehalten wurde, standen am ersten Veranstaltungstag SBS-Präsident und Ständerat Hans Wicki sowie SBS-Direktor Berno Stoffel der geladenen Presse Rede und Antwort.
Das sind einige interessante Erkenntnisse:
- Die Wintersaison 2024/25 verlief für die Schweizer Seilbahnbranche mit 902 Mio. CHF (= ca. 971 Mio. Euro) Personenverkehrserträgen sehr erfreulich. Gegenüber der Wintersaison 2023/24 ist das eine Zunahme von 9 % und damit der höchste Wert seit Beginn der systematischen Erhebungen von Seilbahnen Schweiz.
- Der Umsatzzuwachs wurde zwar durch mehr Skier-Days gestützt, diese zeigen sich aber nicht vollständig im Umsatz. Gründe sind günstigere Ticketpreise in mittelgroßen Seilbahnbetrieben, mehr Fahrten mit Saisonkarten, sowie die dynamische Preispolitik mit günstigeren Skier-Days.
- Mit 26,3 Mio. Skier-Days in der Wintersaison 2024/25 wurde ein Besucherrekord erzielt. Skigebiete in niedrigeren Lagen (< 20.000 Skier-Days) haben besonders profitiert (+ 31 %), aber grundsätzlich gab es einen Anstieg in der gesamten Schweiz.
- 63 % der Wintersportler waren in der Wintersaison 2024/25 Einheimische, doch es wurde ein starkes Comeback ausländischer Gäste registriert. Allen voran jenen aus den U.S.A., Hintergrund dafür sind sicherlich die Saisonkarten wie Epic Pass oder Ikon Pass. Nicht zu vergessen, der Magic Pass mit mehr als 100 Partner-Skigebieten in der Schweiz, Frankreich und Italien. Inzwischen gibt es schon ca. 300.000 Magic Pass-Inhaber. Laut SBS-Direktor Berno Stoffel ist der Magic Pass inzwischen ein „Lifestyle-Produkt“, das man haben muss, vor allem unter Jugendlichen.
- Das Sommergeschäft hat sich in den vergangenen 16 Jahren bei den Schweizer Seilbahnunternehmen positiv entwickelt. 2008 lag der Umsatzanteil des Sommerbusiness bei 13 %, nun ist er bei 30 %.
- Die Seilbahnunternehmen müssen sich verstärkt zu Gastronomen und Hoteliers entwickeln, um dem Gast ein ganzheitlich positives Bergerlebnis bieten zu können.
- Umsatzmäßig waren in der Wintersaison 2024/25 die ersten drei Top-20-Destinationen folgende: Zermatt mit 77 Mio. CHF (= rund 83 Mio. Euro), gefolgt von der Jungfrauregion mit 58 Mio. CHF (= rund 62,5 Mio. Euro) und Davos-Klosters mit 55 Mio. CHF (= ca. 59 Mio. Euro).
- Investition in ca. 37 neue Seilbahnanlagen, bis auf wenige Ausnahmen sind es Ersatzanlagen.

Umsatzmäßig waren in der Wintersaison 2024/25 die ersten drei Top-20-Destinationen folgende: Zermatt mit 77 Mio. CHF (= rund 83 Mio. Euro), gefolgt von der Jungfrauregion mit 58 Mio. CHF (= rund 62,5 Mio. Euro) und Davos-Klosters mit 55 Mio. CHF (= ca. 59 Mio. Euro). © cm
In der anschließenden zweitägigen Branchenveranstaltung Forum Seilbahnen Schweiz mit mehr als 400 Teilnehmern, interessanten Vorträgen und Workshops drehte sich alles um das Thema „Besser führen. Seilschaften statt Alleingang – was Führung heute braucht.“ Einen ausführlichen Nachbericht dieses Events können Sie in unserer nächsten Mountain Manager-Ausgabe 7/25 nachlesen.
Der Countdown für Christian Flührs (s. Bild) Weltrekordversuch läuft: Am Montag, dem 10. November 2025, erfolgt am Mölltaler Gletscher in Kärnten der Startschuss.
Weltrekordversuch startet am 10. November am Mölltaler Gletscher
Wie bereits berichtet, möchte der als „Bond auf Brettern“ bekannte deutsche Extremskifahrer Christian Flühr mit seinem „Project3M“ innerhalb eines Jahres mehr als drei Millionen Höhenmeter auf Skiern fahren. Der Startschuss für dieses ambitionierte Ski-Projekt erfolgt am Montag, dem 10. November 2025, am Mölltaler Gletscher in Kärnten.
Damit möchte der deutsche Weltrekordjäger Christian Flühr, der gebürtig aus Oberhausen im Ruhrgebiet kommt, eine neue Dimension im Extremsport erreichen: Über 250 Skitage auf fünf Kontinenten, in mehr als 30 Skigebieten und mit einer vertikalen Strecke, die von München bis zu den Kanarischen Inseln reicht. Ziel ist, täglich rund 12.000 Höhenmeter zu schaffen, also mehr als das Dreifache dessen, was in der Regel herkömmliche Skifahrer an einem Tag meistern. Hinzu kommen Herausforderungen wie wechselnde klimatische Bedingungen, Jetlag, Materialverschleiß und eine exakte Dokumentation, die für den angestrebten offiziellen Weltrekord zwingend erforderlich ist.
Statement Christian Flühr:
„Ich habe Respekt vor dieser Herausforderung. Ich kenne niemanden, der weiß, wie sich so etwas anfühlt. Ich weiß, wie sich 264 Stunden nonstop auf Ski anfühlen – aber das war nur ein Bruchteil dessen, was jetzt kommt.“
Die Route: Von Kärnten in die Welt
Nach Kärnten folgen Stationen in ganz Europa – und später auf fünf Kontinenten.
Die ersten bestätigten Termine sind:
- 10.–21.11.2025 – Start am Mölltaler Gletscher (Kärnten)
- 21.–28.11.2025 -– Obertauern (Salzburg)
- 28.11.–06.12.2025 – Hochfügen im Zillertal (Tirol)
- 06.–13.12.2025 – Ischgl (Tirol)
- 14.–23.12.2025 – Sudelfeld (Bayern)
- 24.–31.12.2025 – Hocheck/Oberaudorf (Bayern)
Viele weitere Stationen liegen bereits fest – beispielsweise im Januar die Oberstdorf Kleinwalsertaler Bergbahnen mit der 2-Länderskiregion Fellhorn-Kanzelwand und das Tannheimer Tal, im Februar Willingen im Sauerland sowie die Olympiaregion Sarajevo, im März das Skigebiet Myler in Armenien und der Ifen im Kleinwalsertal. Ziele auf der Südhalbkugel – unter anderem in Australien und Südamerika – werden im Frühjahr 2026 bekannt gegeben.
Teamleistung mit 50 Mitwirkenden
Rund 50 Personen unterstützen das Projekt im Hintergrund – von Technikern über Logistikprofis bis hin zu medizinischem Personal.
Interessierte können Flührs Rekordversuch in Echtzeit verfolgen:
„Erlebniswelt Kahlenberg“ übernimmt mit Mitte November 2025 die Mariazeller Bürgeralpe. © Bürgeralpe Mariazell
Mariazeller Bürgeralpe wird Teil der Erlebniswelt Kahlenberg
Die „Erlebniswelt Kahlenberg“ am Hausberg von Wien, die von der Hoch 4 Erlebniswelt Leopoldsberg Betriebs GmbH betrieben wird, übernimmt mit Mitte November 2025 die Bürgeralpe in Mariazell. Mit der Übernahme will das Team rund um Geschäftsführer Hannes-Mario Dejaco die Bürgeralpe zu einem ganzjährigen Erlebnisberg weiterentwickeln.
Die „Erlebniswelt Kahlenberg“ hat jährlich mehr als 200.000 Besucher und ist unter anderem für ihren großen Waldseilpark, den weitläufigen 3D-Bogensportpark sowie das beliebte E-Bike-Center bekannt. „Wir freuen uns über die entstehenden Synergien und die neuen Herausforderungen. Die Pläne für einen Ganzjahresbetrieb sind bereits in Ausarbeitung“, betonte Geschäftsführer Hannes-Mario Dejaco.
Ganzjahresbetrieb im Fokus
Der bereits vom Betrieb eingeschlagene Weg vom klassischen Wintertourismus hin zu einem Ganzjahreserlebnis soll künftig durch attraktive Alternativangebote massiv verstärkt und ergänzt werden. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits im Vorjahr gesetzt: Der neu eingeführte beleuchtete Rodelbetrieb erfreute sich großer Beliebtheit. Nun sollen weitere Highlights, manchebereits noch in diesem Winter folgen, um die Abhängigkeit vom klassischen Skibetrieb zu reduzieren. Auch im Sommer sind neue Attraktionen geplant. Die beliebten Konzerte auf der Seebühne bleiben fixer Bestandteil des Programms. Ziel der neuen Eigentümer ist es, die Bürgeralpe als lebendiges Zentrum für Freizeit, Sport und Kultur weiter zu stärken.
Mit der Übernahme durch den „Erlebnisberg Kahlenberg“ beginnt für die Bürgeralpe ein neues Kapitel – mit frischen Ideen, regionaler Verbundenheit und einem klarenBekenntnis zu einem nachhaltigen Ganzjahrestourismus.
Weitere Informationen über den „Erlebnisberg Kahlenberg“ finden Sie hier:
Für den „Swiss Mountain Award 2025“ nominiert: die Alpine Top-Kabine von Grimentz-Zinal. © Remontées Mécaniques Grimentz-Zinal SA
Verleihung des Swiss Mountain Award 2025
Mit dem „Swiss Mountain Award“ des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz (SBS) werden herausragende Leistungen in der Schweizer Seilbahnbranche ausgezeichnet. Drei innovative Projekte wurden nominiert. Der Gewinner wird nächste Woche auf der SBS-Branchentagung am 28. Oktober 2025 in Rapperswil-Jona verkündet.
Wer den „Swiss Mountain Award 2025“ gewinnt, der in diesem Jahr zum elften Mal verliehen wird, entscheidet eine siebenköpfige Jury, die sich aus Experten aus den Bereichen Bergbahnen, Tourismus, Wirtschaft und Forschung zusammensetzt. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 CHF (= ca. 10.803 €) wird von der Firma Sisag AG gesponsert.
Folgende drei Projekte wurden aus den zahlreichen Bewerbungen von der Jury nominiert:
Alpine Top: die weltweit erste vollständig verglaste Seilbahnkabine
Mit der Alpine Top-Kabine setzt das Bergbahnunternehmen Remontées Mécaniques Grimentz-Zinal SA neue Maßstäbe in der Seilbahntechnik. Die vollständig verglaste Kabine mit zwei offenen Balkonen bietet den Fahrgästen eine spektakuläre Rundumsicht und sorgt für ein einzigartiges Fahrerlebnis. Die innovative Konstruktion mit einem gläsernen Boden verstärkt das Gefühl, über den Alpen zu schweben, während die seitlichen Glasbalkone ein Open-Air-Erlebnis ermöglichen. Die Jury würdigte insbesondere die Kombination aus technischer Innovation, Erlebniswert und Tourismusförderung.
Mantis Autonomy: KI-gestützte Sicherheit für Sesselbahnen
Mantis Autonomy ist das weltweit erste KI-gestützte System für den autonomen Betrieb von Sesselbahnen und wurde von Mantis Ropeway Technologies AG entwickelt. Das System verwendet Kameras und eine Software, die künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um den Ausstiegsvorgang der Fahrgäste zu überwachen und potenzielle Gefahrensituationen zu erkennen. Dadurch kann die Bergstation ohne permanente Mitarbeiter betrieben werden. Nach fünf Jahren Entwicklung wurden im Dezember 2023 die ersten Betriebsbewilligungen erteilt, und im Winter 2024/25 wurden bereits sechs weitere Anlagen in Betrieb genommen. Die Jury lobte die wegweisende Technologie, die sowohl die Sicherheit der Fahrgäste erhöht als auch Personalressourcen optimiert. Bereits in mehreren Skigebieten erfolgreich im Einsatz, zeigt das System großes Zukunftspotenzial für die gesamte Seilbahnbranche.

Ebenfalls für den „Swiss Mountain Award 2025“ nominiert: Das KI-gestützte System Mantis Autonomy für den autonomen Betrieb von Sesselbahnen, entwickelt von der Mantis Ropeway Technologies AG. © Mantis Ropeway Technologies AG
blueYAGI: Frühwarnsystem für Seilbahntechniker
Das blueYAGI-System wurde entwickelt, um die Sicherheit von Seilbahntechnikern während Wartungsarbeiten bei laufendem Betrieb an Luft- und Standseilbahnen zu erhöhen. Es bietet eine dreistufige Alarmierung mit einer Reichweite von bis zu 500 m für Luftseilbahnen und 300 m für Standseilbahnen, wobei es auch in Tunneln und bei Kurven zuverlässig funktioniert. In der Praxis erfolgt der erste Alarm bereits bei einer Distanz von 150 m, wobei die Signalfrequenz bei Annäherung auf 100 und 50 m schrittweise erhöht wird. Dieses technische Hilfsmittel ermöglicht, dass sich die Techniker auf ihre Aufgaben konzentrieren können, ohne ständig den Fahrbetrieb überwachen zu müssen. Durch die rechtzeitige Warnung vor herannahenden Fahrzeugen können gefährliche Situationen vermieden und die Arbeitssicherheit signifikant erhöht werden. Die Jury war beeindruckt von der hohen Relevanz dieses Projekts für die Sicherheit in der Seilbahnbranche sowie der präzisen technologischen Umsetzung.
Peter Weichbold wird 2026 neuer Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen., und Georg Bliem tritt gegen Mitte 2026 als Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen in den Ruhestand. © cm via Canva.com
Planai-Hochwurzen-Bahnen: Führungswechsel ab 2026
Der jetzige Finanzchef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, Peter Weichbold, wird gegen Ende der Wintersaison 2025/26 die Geschäftsführung von Georg Bliem übernehmen.
Peter Weichbold ist ein ausgewiesener Finanzexperte mit mehr als 20 Jahren Führungserfahrung bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen. Der diplomierte Betriebswirt begann seine Laufbahn im Unternehmen als Controller und ist seit 2019 Prokurist des Unternehmens. Als Geschäftsführer der Galsterbergalm Bahnen verfügt er bereits über Gesamtgeschäftsführungserfahrung. Der gebürtige Schladminger hat auch Erfahrungen mit Großveranstaltungen, er war maßgeblich an der Organisation der Alpinen Ski-WM 2013 beteiligt.
Nachdem der langjährige und erfolgreiche Planai-Geschäftsführer Georg Bliem bekanntgegeben hatte, gegen Jahresmitte 2026 in den Ruhestand treten zu wollen, wurde mit 12. Juli 2025 die Ausschreibung der Führungsposition gestartet. Das Auswahlverfahren wurde von der Personalberatungsagentur „Hill International” begleitet. Von allen Bewerbern erfüllten 59 die Ausschreibungskriterien, davon wurden sechs Personen von der Personalberatungsagentur für die finale Bewerbungsrunde vorgeschlagen. Aus dieser Runde folgte ein Dreiervorschlag, aus welchem Weichbold als designierter Kandidat hervorging. Die Übernahme der Geschäftsführung ist gegen Ende der Wintersaison 2025/26 geplant.
Statement Mario Kunasek, Landeshauptmann Steiermark und verantwortlicher Eigentümervertreter:
„Mit Peter Weichbold haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die jahrzehntelange Erfahrung aus dem Seilbahngeschäft und dem Tourismus mitbringt. Ich bin fest davon überzeugt, dass er den von Georg Bliem erfolgreich eingeschlagenen Weg des Unternehmens in der Region Schladming-Dachstein und darüber hinaus fortsetzen wird. Ich wünsche Peter Weichbold für seine bevorstehenden Aufgaben viel Erfolg und bedanke mich für seine Bereitschaft, die große Verantwortung als Geschäftsführer zu übernehmen. Gleichzeitig bedanke ich mich herzlich bei Georg Bliem für sein unermüdliches Engagement für die Planai-Hochwurzen-Bahnen, die er seit 2012 mit großer Leidenschaft geleitet hat und nun geordnet kommendes Jahr übergeben wird”,
Die Planai-Hochwurzen-Bahnen sind das größte Bergbahnunternehmen der Steiermark und eines der fünf führenden in ganz Österreich. Aktuell sind dort rund 430 Mitarbeitende sowie 20 Lehrlinge beschäftigt, sie kommen überwiegend aus der Region. Das Land Steiermark ist mit 61,83 % an den Seilbahnen beteiligt.
Die diesjährige Deutsche Seilbahntagung in Bodenmais ist mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) gut besucht. © cm
Deutsche Seilbahntagung 2025
Heute ist der letzte Tag der diesjährigen Deutschen Seilbahntagung des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e. v. (VDS), die seit 15. Oktober in Bodenmais stattfindet. Es ist eine Exkursion zum Großen Arber vorgesehen.
Diesjähriger Gastgeber dieser wichtigen Branchenveranstaltung mit ca. 170 Teilnehmern (inklusive Aussteller) sind die Arber-Bergbahnen und die Silberbergbahn. Die Region Bayerischer Wald ist ein Vorzeigegebiet für nachhaltigen Ganzjahrestourismus. So wurde am 5. Juli 2025 nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit der neue „Silberberg Coaster“ feierlich in Bodenmais eröffnet. Die moderne Allwetterrodelbahn, die auch in den Wintermonaten betrieben werden kann, ist als attraktive Alternative zu klassischen Wintersportangeboten gedacht. Seit diesem Sommer bietet auch der brandneue „Bike-Park“ am Großen Arber im Bayerischen Wald Einsteiger und Profis abwechslungsreiche Flowtrails, Jumps und technische Abfahrten.

Eröffnung der Förderkreisausstellung v. re. n. li.: VDS-Vorstand Henrik Volpert, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, VDS-Geschäftsführerin Birgit Priesnitz, 2. VDS-Stellv. Antonia Asenstorfer und 1. VDS-Stellv. Karl Dirnhofer. © cm
Nachhaltiger Ganzjahrestourismus im Fokus
Die Eröffnung der Förderkreisausstellung übernahm Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Er vertrat Staatsministerin Michaela Kaniber, die verhindert war. Bittlmayer hob die Bedeutung der Seilbahnen für ländliche Regionen und den Ganzjahrestourismus hervor und ging kurz auf das Modernisierungsgesetz ein.
Bei der anschließenden Pressekonferenz betonte VDS-Vorstand Henrik Volpert, der auch Vorstand der Oberstdorfer Bergbahn AG und Nebelhornbahn AG ist, die enorme Bedeutung des nachhaltigen Ganzjahresbetriebs der Seilbahnen, der in Deutschland schon lange nicht die Ausnahme, sondern die Regel sei: „Wir sprechen von einem echten ganzjährigen Betrieb, nicht Winter und Sommer“, so Volpert. Landrat Dr. Ronny Raith vom Landkreis Regen wiederum wies darauf hin, dass nur durch ein „Miteinander“ von Seilbahnunternehmen und zuständigen Ämtern sowie Behörden Leuchtturmprojekte wie der Bike-Park am Großen Arber oder der Silberberg-Coaster am Erlebnisberg Silberberg realisiert werden können: „Es ist ein miteinander gehen und ein sich miteinander weiterentwickeln.“

Nachhaltiger Ganzjahrestourismus gehört gefördert – darin war man sich auf der Pressekonferenz einig, v. li. n. re.: Landrat Dr. Ronny Raith, Ministerialdirektor Dr. Hubert Bittlmayer und VDS-Vorstand Henrik Volpert.
Auswirkungen einer geschützten Schmetterlingsart auf ein Bauvorhaben
Zum Veranstaltungsprogramm gehörten auch mehrere Workshops. Einen davon hielt Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Der 1. stellvertretende VDS-Vorstand behandelte den Ablauf der naturschutzrechtlichen Genehmigung am Beispiel des Ersatzes der bisherigen 6er-Sesselbahn Kreuzwankl-Ski-Express durch die neue, gleichnamige 8er-Sesselbahn. Dies erwies sich als sehr schwieriges Unterfangen, da in diesem Gebiet der streng geschützte Schmetterling „Blauschimmernder Feuerfalter“ verbreitet ist. Grund für die hohe Biodiversität sei aber auch, dass dort schon seit langem das Gras gemäht und nicht gemulcht werde, so Dirnhofer. Deshalb sei es angebracht, derartige Naturschutzmaßnahmen des Seilbahnbetreibers in der „Bayerischen Kompensationsverordnung“ auch zu berücksichtigen, was derzeit nicht der Fall sei, betonte Dirnhofer. In der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) wird die naturschutzrechtliche Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft geregelt.

Karl Dirnhofer, Technischer Leiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, informierte darüber, wie sehr eine seltene und streng geschützte Schmetterlingsart ein Projekt verzögern und auch verteuern kann. © cm



